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Hetzen für den Frieden: “Muslime tragen den neuen Judenstern!”

naidoo_heulen

Wenn die größte Sangesheulsuse des Landes und der bestfrisierteste Experte sich zusammen tun, um dem an grauenhaften Gesängen nicht armen deutschem Liedgut eine weitere Untat zuzufügen, tut man gut daran, sich einen der Brechbeutel neben die Lautsprecher zu stellen, die der vorausschauende mobile Mensch des 21. Jahrhunderts gerne als Souvenir aus dem Flugzeug mitgehen lässt.  Xavier Naidoo, dessen Teilnahme an European Song Contest von einem gnädigen Gott verhindert wurde, hat gestern gemeinsam mit Jürgen Todenhöfer ein Lied gegen den Krieg veröffentlicht. Neben dem genretypischen  Gesäusel wie „Uhuhu Nie wieder Krieg“ und „Nie wieder Krieg, wenn wir das nicht sagen dürfen läuft doch etwas schief“ ließ Naidoo natürlich nicht die Gelegenheit aus zu zeigen, das regelmässiger Haschkonsum in Verbindung mit religiösem Wahn dafür sorgen kann, dass die Zahl der Gehirnzellen soweit zurückgeht, das man jede von ihnen am Morgen mit Namen begrüßen kann. Den besten Beweis liefert Naidoo mit folgender Textzeile:

“Muslime tragen den neuen Judenstern!”

Soweit ich mich erinnern kann, hat nahezu jeder, der in diesem Land auch nur etwas Verantwortung trägt, nach jedem islamistischen Anschlag betont, das man für diese Taten nicht alle Muslime verantwortlich machen kann und auf jeder Gedenkfeier waren Muslime dabei. Nicht nur, weil die Täter Muslime waren, sondern weil sich auch unter den Opfern immer Muslime befanden. Das galt für die Anschläge im Westen, aber auch für den Terror im Nahen Osten: Die meisten Opfer der Djihadisten sind Muslime. Nun so zu tun, als ob Muslime in Deutschland und im  Westen kurz vor einem Genozid stehen, denn nichts anderes als der Auftakt zur Shoah bedeutete der Judenstern, ist an Dummheit, Dreistigkeit und Bösartigkeit kaum zu überbieten.

Die Zeile passt zur Gesinnung von Darstellern wie Naidoo und Todenhöfer, die ihrem nicht allzu hellen Publikum Glaubwürdigkeit und Redlichkeit vorspielen, wo doch nur Selbstdarstellung, Zynismus und Dummheit sind. Das Stück wird sicherlich ein Erfolg und die Friedensbewegung um weitere Heerscharen an Trotteln bereichern. Aber ok, da gehören sie auch hin.

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87 Kommentare zu “Hetzen für den Frieden: “Muslime tragen den neuen Judenstern!”

  • #1
    Thorsten Stumm

    An Herbert Grönemeyer, Til Schweiger, Atze Schröder und an all die Menschen für Xavier….wer die Shoah, den planmässigen und industriell ausgeführten Genozid an den europäischen Juden derart relativiert ist natürlich kein Antisemit sondern ein herzensguter Mensch….

  • #2
    Klaus Lohmann

    Oh oh… da will der allerbeste Friedens-Xaver der Welt doch nicht etwa seiner geliebten AfD den Titel "Allerneuste und größte Judenstern-gekennzeichnete Partei aller Zeiten" streitig machen?
    http://www.nordbayern.de/ressorts/schlagzeilen/afd-politiker-vergleichen-sich-mit-juden-zur-ns-zeit-1.3619741

    Man muss Naidoo wohl zugestehen, dass er den Business Case "Provokante Hirnlosigkeit" im Musikbizz zur Meisterschaft entwickelt hat.

  • #3
  • #4
    Sebastian Klein

    Der Vergleich hinkt, insbesondere natürlich, weil die Tragik des dritten Reiches natürlich insbesondere auch von oben ausging, während – wie der Kommentar richtig sagt – heutzutage auch die Politik zurecht darauf bedacht ist, da differenzierend gegen zu wirken.

    Allerdings – und da unterstelle ich jetzt einfach mal gute Absichten – kann man daraus durchaus eine richtige Aussage abstrahieren: Die gesellschaftliche Stimmung ist grauenhaft. Muslime stehen unter generalverdacht in bestimmten – erschreckend breiten – gesellschaftlichen Schichten und sind permanenten Anfeindungen ausgesetzt. Ich weiß nicht, ob ich, bedingt durch meine Filterbubble, überproportional mehr mitbekommen und deshalb in meinem Kopf so ein finsteres Bild gezeichnet ist, aber wenn ich mir die Kommentarspalten der Welt und Twitter, Facebook und Co. angucke, dann wird mir ernsthaft Angst. Und man könnte meinen man stumpfe irgendwann ab, AfD und Pegida sind nichts neues mehr, aber im Gegenteil: Ich finde der kollektive Hass, der aus dem Netz in die Gesellschaft sickert hat sich gerade in den letzten Wochen noch mal verstärkt. Ich bin so weit, dass ich es nicht mehr für ausgeschlossen halte, dass eine AfD in den Bundestag gelangt. Und ich befürchte ernsthaft, dass wir vor einer Zeit der Gewalt gegenüber Fremden befinden, die sich nicht "nur" (und es ist schrecklich, hier "nur" schreiben zu müssen) auf amateurhafte Brandstiftung beschränkt. Ich ertappe mich dabei darüber nachzudenken, wie wohl die Stimmung in der Gesellschaft Ende der 1920er Jahre war und welche Zeichen es in den Anfängen gab, die kluge Köpfe schon damals dazu verleitet haben zu warnen oder sogar Deutschland rechtzeitig zu verlassen. Das mag sicherlich vollkommen übertrieben klingen und ich bin weit davon entfernt, so etwas rational und ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Was mir aber Sorgen macht ist, dass die gesellschaftliche Stimmung für mich so greifbar schlecht ist, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben verunsichert bin – und das ist etwas, was mir noch vor einem Jahr nicht passiert wäre. Ich kann nicht mehr mit absoluter Sicherheit sagen, dass sich so etwas wie das dritte Reich nicht doch wiederholen könnte. Der Zweifel ist da. Irrational zwar, aber doch nicht wegzukriegen. Ich bin zumindest so weit, dass ich nicht zum ersten mal in Erwägung ziehe, die ganzen einschlägigen Informationsquellen über den alltäglichen Rassismus und den Hass in der Gesellschaft aus meiner Timeline, den RSS-Feeder usw zu werfen – einfach, weil ich es langsam nicht mehr ertrage. Aber sich Abkapseln und Drei-Affen-Prinzip löst ja das Problem nicht.

    Also auch wenn der Vergleich zum Holocaust natürlich lachhaft ist, kann ich mich dem "Wehret den Anfängen" dass dort durchschimmert nur anschließen.

  • #5
    Stefan Laurin Beitragsautor

    LUri D: Todenhöfer hat auf FB geschrieben: "Liebe Freunde, Xavier Naidoo hat mir gestern dieses ergreifende, noch unveröffentlichte Lied geschickt: ‚NIE MEHR KRIEG!‘ Wir posten es heute gemeinsam hier auf Facebook. DENN WIR SIND GEGEN KRIEG!"

  • #6
    Thomas Weigle

    Als totenhofer mit einem nicht ganz unbekannten Sturmgewehr 1980am Kyberpass posierte, hat er mir besser gefallen als heute. Damals gehörte er schon zu meinen liebsten Asympathen, kurz hinter Kohl und knapp vor Blüm.

  • #7
    Klaus Lohmann

    @#4 Sebastian Klein: Jemandem, der einer durch Vorurteile stigmatisierten Gruppe mit griffigen Liedzeilen "helfen" will, indem er sie nur anders, aber vom rudimentären Geschichtsbewusstsein der Deutschen abgeleitet weitaus schlimmer stigmatisiert, unterstelle ich keine "guten Absichten", sondern kommerzgesteuerten Populismus, Provokationsgeilheit und komplette Merkbefreiung.

  • #8
    Puck

    Auch die Unterstellung, man dürfe sich nicht gegen Krieg aussprechen, ist einigermaßen abenteuerlich. Die Netzwerke und Online-Kommentare zu einschlägigen Artikeln sind voll mit "Aufrufen zum Frieden", wobei die meisten sich leider nicht der Mühe unterziehen, die tatsächlich problematische Gemengelage eines millitärischen Einsatzes in Syrien zu benennen sondern sich in abgeschmackten Sprechblasen aus den 80er Jahren erschöpfen.

  • #9
    leoluca

    "Muslime tragen den neuen Judenstern". –

    Natürlich werden so das entsetzliche Leid der europäischen Juden ab 1933 und der Vernichtungszug der Nazis nach der Wannseekonferenz übel verharmlost.

    Aber klar, so ist es von den beiden Friedensfreunden ja nicht gemeint.

    Das Deutschland der Todenhöfers und Naidoos – Jakob Augstein hätte diesen Satz auch sagen können – bleibt ein von Hitler traumatisiertes Land. Statt eines realistischen Weltbildes wird der Andere, der "Muslim", als das neue Opfer stilisiert. Der Jude war im Nationalsozialismus der Andere, das Opfer, aus dem Hitler den absoluten Feind gemacht hat. Hitler-Deutschland verkörperte den Hass auf den Anderen. Todenhöfer will den Anderen mögen, sich ihm öffnen – und wählt sich dazu den "Muslim" aus.

    Das entlastet historisch ungemein. Und macht den gegenwärtigen Kniefall der EU vor einem der mächtigsten Islamisten, dem neuen türkischen Sultan, nicht ganz so schmerzhaft.

  • #10
    Dana

    Alliance der Antisemiten, die es nie zugeben werden . Vorschläge wie sonst der IS besiegt werden kann, haben sie aber nicht.

  • #11
    Anders

    ich bin dafür, daß alle Bundestagsabgeordneten welche für Krieg gestimmt haben, sofort einen Marschbefehl als Bodentruppe an die Front erhalten, nach dem Motto : " Hahnemann geh du voran, du hast die größten Schuhe an " das Gleiche gilt natürlich auch für das Kriegstreiberpack Nato.
    ich erspaare mir Interpretationen zum Liedtext.
    Es ist doch wohl allgemein bekannt, wer die größten Waffenproduzenten in der Welt sind.
    Es wäre schon ratsam, sich einmal mit Fakten auseinanderzusetzen.
    Seit Jahrhunderten bluten wir Europäer fremde Nationen aus, es ist uns egal, wie elendig Menschen um Ihr Überleben ringen, wir bomben, wir lassen es zu daß Drohnen töten…, aber wir maßen uns an , über eine Kunst zu richten… Ihr seit die Heulsusen !!!

  • #12
    Muslime sind die neuen Juden

    die Schreiberlinge der Ruhrbarone sind letztendlich die gleichen MiMiMis wie Naidoo 😀
    und ja, der Judensternvergleich kommt dennoch passend –
    Deutschland:
    Gewaltbereite Menschenmassen die ihre kompletten Probleme einer "Islamisierung" in die Schuhe schieben (so wie die Juden angeblich die fäden in der Hand haben)… Angriffe auf Migranten aus diesen rechten Umzügen… Anschläge gegen Flüchtlingsheime und Moscheen… permanente und pauschalisierende Hetze gegen Muslime, in Medien, Zeitungscovern, Reportagen… Politiker, die Stammtischparolen gegen Muslime und Islam feuern… die kleine, muslimfeindliche Partei AfD gewinnt an Auftrieb…
    Muslime werden für alles verantwortlich gemacht, deswegen musste Marwa El-Sherbini in Dresden auch sterben.
    Es herrscht eine extreme, antimuslimische Stimmung in komplett Europa.
    Aber die Ruhrbaronen beschweren sich über Nonsens, haben Angst, dass sich niemand mehr um ihr einziges Thema kümmert – dem Antisemitismus.

    Die Muslime sind die neuen Juden, seht es ein und steht dagegen auf, anstatt die offensichtliche, islamophobe Hetze gegen Muslime zu relativieren.

  • #13
    Deutschlandkritiker

    @ Anders: Ja, ja, der Westen ist an allem schuld, die USA sind an allem schuld, Israel ist an allem schuld – die Klaviatur höre ich seit vielen, vielen Jahren rauf und runter, runter und rauf, von vorne, von hinten, seitwärts, rückwärts, im Ringelrein und Hoppsassa. Was anderes als Rezepte von der revisionistischen Resterampe und Symbolik aus der sowjetimperialistischen Mottenkiste habt ihr nicht anzubieten, eure Flyer mit Hammer und Sichel schmeißt jedes halbwegs denkende Individuum geradewegs in den Müll, und weil euer kruder "Antiimperialismus" längst in den letzten Atemzügen liegt, greift ihr nach allen vermeintlich rettenden Händen, die sich euch entgegenstrecken – und seien es die Hände verschwörungsideologisch verpeilter Friedensnazis. Genau das ist der Grund, warum euch längst eine progressive Linke mit einem Faible für die Frankfurter Schule statt für Massenmörder und regressive Kritik das Wasser abgräbt.

  • Pingback: Der Absturz des Xavier Naidoo - Seite 11

  • #15
    Gerd

    Es gibt eine Minderheit in Europa, die man als die neuen Juden bezeichnen kann, denn deren Angehörige sehen sich seit wenigen Jahren einer deutlich gestiegenen nichtstaatlichen Verfolgung ausgesetzt: Hetze, Pöbeleien, Körperverletzung und sogar Mord. Diese Minderheit sind die Juden und ihre brutalsten Verfolger kommen aus den Reihen der Moslems.

    PS: Wer vom Kriegstreiberpack NATO schwafelt, weil was gegen den Islamischen Staat unternommen werden soll, hat nicht alle Latten auf dem Zaun um es mal in lohmannscher Manier zu sagen. Der Bürgerkrieg geht ohne NATO Beteiligung bereits ins fünfte Jahr und die Masse der 200-300.000 Toten hat Assad auf dem Gewissen.

  • #16
    Sebastian Klein

    @Gerd
    Alles richtig, nur scheinst du den ursprünglichen Auslöser für die IS-Krise vergessen zu haben: Der Überfall der USA auf den Irak unter Vorspielung falscher Tatsachen – die Krise ist ja nicht vom Himmel gefallen.

  • #17
    Deutschlandkritiker

    @ Muslime sind die neuen Juden: Nö, sind sie nicht – auch nicht, wenn es unleugbar in Teilen der Gesellschaft so was gibt, das man das Schüren von Pogromstimmung nennen kann. Auch nicht, wenn es unleugbar quer durch die Gesellschaft rassistische Ressentiments gibt. Ich habe von den Baronen aber noch nie erlebt, dass das irgendwie verharmlost worden sei. Gegenüber Pegida, Afd, Die Rechte und anderen rhetorischen wie tatsächlichen Brandstifter_innen wurde und wird hier immer – und dafür schätze ich diesen Blog – klare Kante gezeigt. Klare Kante – und dafür schätze ich diesen Blog mindestens genauso – wurde und wird hier aber auch gezeigt gegenüber jeder Form von Antisemitismus und Schoah-Relativierung. Dass Ihnen das nicht in den Kram passt, zeigt, wessen Geistes Kind Sie zu sein scheinen.

  • #18
    Deutschlandkritiker

    @ Sebastian Klein: Meinen Sie nicht, dass solche monokausalen Erklärungsansätze viel zu komplexitätsreduzierend sind?

  • #19
    Gerd

    @Sebastian:

    Der IS ist im Irak groß geworden weil die schiitische Zentralregierung die Sunniten unterdrückt! Oder meinen Sie etwa es wäre alles besser, wenn der Massenmörder Saddam an der Macht geblieben wäre?

    Für uns schon, den irakischen Kurden und Schiiten würde es aber dreckiger gehen, als jetzt den Sunniten und wenn es den IS nicht gäbe, würde halt ne andere islamische Terrorgruppe hierzulande Anschläge begehen.

  • #20
    WALTER Stach

    -11-Anders
    "maßen uns an, über Kunst zu richten…."

    Es ist nicht anmaßend, es ist nicht "richtend", wenn jemand so frei ist, einen Künstler, einen Journalisten zu kritisieren. Diese Kritik kann und darf polemisch , ironisch, zynisch, sie kannn……. sein, solange kein Straftatsbestand erfüllt ist. Das gleiche Maß an Freiheit steht dem Künstler zu, steht dem Journalisten/dem Schriftsteller zu. Also kann, darf Naidoo singen und Todenhöfer sagen was sie wollen.

    Muß diese Selbstverständlichkeit in einer freien Gesellschaft erwähnt werden?
    Nein; Ich wollte nur an sie erinnern.

    Ich werde weder auf die einschlägigeTextpassage des Sängers Naidoo noch auf die darauf bezogenen Meinungsäußerung des Herrn Todenhöfer noch auf das sehr breite inhaltliche Spektrum der o.a.Kommentare eingehen.
    Das scheint mir an objektive Unmöglichkeit zu liegen, kann aber auch bloßer subjektive Unmöglichkeit meinerseits geschuldet sein.

    Zum Thema "Krieg gegen den IS":

    Ich hoffe, daß jeder Diskutierende "fähig und willens" ist, sich einzugestehen, daß er nicht im Besitz der "absolut richtigen Erkenntnis", daß er nicht über "die absolute Wahrheit verfügt", auch jetzt und hier nicht, und daß nicht nur die Anderen sich irren können, sondern er selbst auch.
    Wenn ich das voraussetzen könnte, würde dieses der zurecht, der selbstverständlcih äußerst kontrovers zu führenden Diskussion über den deutschen Kriegseintritt sachdiendlich sein. Wenn es jedoch daran fehlt, ist eine kontrovers zu führende Sachdebatte unmöglich.

    Es geht, wie stets in der Politik, nicht um richtig oder falsch, sondern darum, die zweckmäßigste Entscheidung zu treffen -sh.Max Weber-. Um "die" zweckmäßigste " Entscheidung als eine solche treffen und als eine solche vertretn zu könne, bedarf es einer möglichst umfassenden Diskussion, eines möglichst gründlcihen Abwägungsprozesses. Wenn Kritiker der heute im Bundestag getroffenen Entscheidung den Mangel an Letzterem beklagen, deckt sich das mit meiner Wahrnehmung.

    Im übrigen gehe ich davon aus, daß sich die Abgeordneten des deutschen Bundestages stets fragen , ob die jeweils zu treffende Entscheidung, so auch die heute, "so oder so" für Deutschland(!) die zweckmäßigste ist; denn das ist ihrer primäre verfassungsrechtliche Pflicht.

    Zudem sei daran erinnert, daß wie immer erst die Geschichte zeigen, daß erst durch sie bewiesen werden wird, ob die heute getroffene Entscheidung die für Deutschland zweckmäßigste war oder nicht
    Daran zu denken, kann helfen, in einer kontrovesen Diskussion, auch in der jetzt hier und heute hier zu führenden, die eigenen Meinung nicht über alle Maßen als "absolute Weisheit" in entsprechender Diktion hinzustellen.

    Ich sage zur heute getroffenen Entscheidung folglich nicht " richtig" oder "falsch".
    Ich bin mir zudem meiner Meinung ganz und gar nicht sicher, nach der die heute getroffene Entscheidung die zeckmäßigste zu sein scheint.

    Wenn ich als MdB hätte abstimmen müssen………?
    Ich bin mir nicht sicher, wie ich mich als vereantwortlicher Entscheide (!!) verhalten hätte.

    Was mich nachdenklich gemacht hat und noch nachdenklich macht:
    Nach meiner Wahrnehmung des verbalen/nonverbalen Verhaltens zahlreicher Abgeordnete schienen sich viele von ihnen nicht, nicht hinreichend bewußt zu sein, daß sie über einen Kriegseintritt Deutschlands zu beraten und zu entscheiden hatten.
    In diesem Sinne war ich, gelinde gesagt, irritiert, während der Fernsehübetragung der Debatte sehen zu müssen, wie Merkel und von der Leyen sich während der Debatte, über was auch immer, amüsieren konnten. Der Eintritt Deutschlands in einen Krieg, die Last der besonderen Verantwortung dafür als Kanzlerin, als Verteidigngsministerin……..-mir schien das kurze Amüsement jedenfalls fehl am Platze.

  • #21
    Arnold Voss

    Wenn die Muslime die neuen Juden sind, was sind dann die, die von Muslimen im Namen ihres Gottes zu Zeit abgeschlachtet , entführt, vergewaltigt, ausgepeitscht oder sonst wie terrorisiert werden?

  • #22
    Sebastian Klein

    Das ist jetzt aber ein ziemlich billiges Täter-Opfer-Schema: DIE Muslime können keine Opfer sein, denn DIE Muslime sind ja bereits Täter. Vielleicht einfach mal vom Schubladendenkem weg kommen.

  • #23
    Thomas Weigle

    Natürlich können und sind die Muslime nicht die "neuen Juden", denn eines der Merkmale des Holocaust war, dass die europäischen Juden keinen halbwegs sicheren Hafen hatten, nämlich einen Staat, der die vor den Nazibarbaren flüchtenden Juden aufnahm- ohne Wenn und Aber. Das ist heute sowohl für Juden als auch Muslime anders. Von daher ist es einfach nur ein dummer Spruch.

  • #24
    Muslime sind die neuen Juden

    Muslime sind die neuen Juden: Nö, sind sie nicht – DOCH sind sie schon 🙂
    ich weiss, es ist für manche unerträglich, dass Juden nicht mehr die Opfer Nr1 in diesem Land sind.

    Die gleiche Hetze, wie in den Anfängen der NS-Zeit – zwar nicht bedingt staatlicherseits, aber es ist nicht zu leugnen, diese extrem aggressive, islamophobe Grundstimmung, das allgegenwärtige Geschwafel von einer ISLAMISIERUNG und umhimmelwillen sogar das Weihnachtsfest wollen uns die raffgierigen Moslems nehmen – na klingelts?
    Sorry, ich weiss nicht was der zwanghafte "mimimi nur Juden sind die Verfolgten" und
    "mimimi Moslems voll böse und terror mimimi" hier zu suchen hat, aber ich sehe keine Juden, die durch die Straßen gehetzt werden, oder Anschläge auf Syngogen – zumindest nicht so oft und vehement wie etlichen Anschläge auf Moscheen und Flüchtlingsheimen (alleine in diesem Jahr, unerträglich)

    Ich sehe auch keine pogromartigen Mobs von 30000 Rechten, die gegen Juden hetzen – aber dieselben, die gegen Muslime hetzen.

    Wehret den Anfängen

  • #25
    GünniK

    @Sebastian Klein

    was war, bevor die USA in den IRAK einmarschiert sind? Die heile Welt des Saddam Hussein? Wenn man schon zurück schaut, dann bitte nicht da halt machen, wo es gerade passt.

  • #26
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Muslime sind die neuen Juden: Vor einem Jahr hab ich genau diesen antisemitischen Mob bei den Gaza-Demos auf den Straßen gesehen.

  • #27
    Klaus Muecker

    #26: Und ein Jahr später trägt der Pegida-Mob israelische Fahnen …

    https://www.google.de/search?q=pegida+israelische+fahnen&client=safari&rls=en&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwi5mIin7sPJAhXon3IKHXQPB9UQsAQIIw&biw=1253&bih=631

    Auch hübsch – "Jewgida":

    http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/neues-aus-dem-monitoring-was-machen-die-israelischen-fahnen-hier-pegida-fans-über-jewgida

  • #28
    kE

    Freitag:
    Ein "Freund" im Netzwerk hatte den Link geteilt. Ich hatte den Clip gestartet, war zuerst etwas verwirrt und nach ca. 1 Minute dachte ich mir, es gibt bessere Dinge, in den Tag zu starten.

    Es war auch zu erwarten, dass es dann hier einen Artikel gibt. Die Reaktionen waren auch vorauszusehen.

    Ich frage mich, ob Menschen, die meinen, dass der "Westen" grundsätzlich immer verantwortlich ist, wenn regionale Mächte ihre Machtansprüche gewaltsam durchsetzen, auch mal an die vielen ausländischen jungen Soldaten und Soldatinnen denken, die aktuell überall auf der Welt im Einsatz sind. Oft sind es Dienste, die eher mit Polizeiaufgaben zu tun haben.

    Warum schaffen es denn kleine Gruppen von Terror-Kämpfern, die sich offiziell über ihren Glauben zusammenfinden, ganze Landstriche zu erobern? Glaubt wirklich jemand, dass unsere Regierung, die Franzosen oder Obama, der bisher fast nur an Asien Interesse zeigte, zum Ende seiner Amtszeit Soldaten aufstockt, wenn das Chaos in den Staaten nicht zu groß ist? OK, es kann im Fall der USA auch daran liegen, dass Putin in der aktuellen Situation zu offensichtlich seine Interessen durchsetzt.

    Jetzt sind Soldaten aus der halben Welt ohne konkretes Ziel im Chaos, vergrößern es aus meiner Sicht, und werden dann wieder beschuldigt, irgendwelche Unschuldige umgebracht zu haben, wenn die eigentliche Ziele nicht getroffen werden.

    Warum machen wir das? In diesem Fall bin ich auch für ein Nichteinmischen, damit endlich überdeutlich wird, dass die Probleme in den Ländern liegen. Auch Europa hat viele Jahrhunderte gebraucht, um zum heutigen System zu kommen, das für mich ein Optimum der Systeme auf dem Planeten darstellt. In den meisten Staaten ist es nicht durchsetzbar, viele Menschen stimmen dort mit den Füßen ab und verlassen die Länder. Leistungsträger wandern meistens ab, wenn die Umgebung nicht stimmt. Nur wenige verbessern sie intern. Sie wollen als aktive Menschen die Situation nicht im Land verbessern.

    Nur wer soll dann die Situation verbessern?

    BTW: Es gibt insbesondere im Nahen Osten einige stabile Staaten, die auch sehr stark die Religion fördern. Wir mischen uns dort auch nicht ein und werben nur sehr leise für unsere Werte.

    Mir gefällt die Art, wie wir hier leben, deutlich besser.

  • #29
    Muslime sind die neuen Juden

    @Stefan Laurin ach geil, der Artikelautor setzt mal eben alle 2 Milliarden Muslime mit einem Haufen Demonstranten in Deutschland gleich….
    alles klaro, da weiss man woher der Wind weht….

    Pauschalisierungen sind ja jetzt nicht so seriös, eher so Pegida-Like –
    ich glaube da müssen wir noch üben 🙂

    (und zu den Anschlägen auf Moscheen und Übergriffe und Hetze gegen Muslime, dazu wird kein Wort verloren)

  • #30
    Sebastian Klein

    Niemand behauptet, dass der Irak vor 2003 das Paradies auf Erden war, insbesondere nicht für die dort unterdrückten Schiiten.

    Aber es ist absolut unzweifelhaft, dass erst der völkerrechtswidrige Einmarsch der USA unter der Vorspielung falscher Tatsachen die Region derart destabilisiert hat, dass sich eine Organisation wie ISIS bilden konnte. Und man könnte sich ja auch fragen woraus sich ISIS anfangs rekrutierte. Das waren nämlich die in die Wüste geschickten sunnitischen Militärs, denen man ohne Not die Lebensgrundlage entzog, als man sie kollektiv aus dem Militärdienst entließ.

  • #31
    Deutschlandkritiker

    @ Muslime sind die neuen Juden: "Die gleiche Hetze wie in den Anfängen der NS-Zeit"? Befassen Sie sich doch bitte mal mit der einschlägigen Literatur zu dem Thema, mit der Reichstagsbrandverordnung als Grundlage für Massenverhaftungen, Abschaffung freier Presse, Einrichtung der ersten Konzentrationslager (Dachau, Oranienburg u.a.), mit den Boykottaktionen, mit dem "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums", mit dem Ermächtigungsgesetz und allem, was dann folgte. Dann werden sich Ihre irrwitzigen Analogien schnell in heiße Luft auflösen. Übrigens stand auch ich im letzten Jahr in Essen inmitten einer Demonstration gegen Antisemitismus, die von einem hasserfüllten Mob mit Sprechchören wie "Juden raus" und mit dem ein oder anderen Wurfgeschoss begrüßt worden war. Für mich ist das dennoch kein Grund, Muslime unter Generalverdacht zu stellen. Dass ein solcher bei manchen Kommentaren durchaus durchschimmert, finde auch ich bedauerlich.

  • #32
    Sebastian Klein

    Insbesondere finde ich, wird hier mit zweierlei Maß gemessen. Selbstverständlich sind Muslime nicht "die neuen Juden", aus den hier genannten Gründen, u.a. die fehlenden Täter "von oben" – auch wenn Söder, Seehöfer und Co da durchaus Tendenzen erkennen lassen. Gleichzeitig stilisiert man aber eine primitive antisemitische Demonstration zur Wiederbegehung in der Tradition Hitlerdeutschlands – und ignoriert die Maßstäbe, die man grade noch selbst gesetzt hat. Das wirkt leider ein wenig bigott. Ich möchte werde antisemitische noch antiislamische (oder sonst irgendwie anti-Menschen) Tendenzen in dieser Gesellschaft und ebenso wenig möchte ich das eine gegen das andere aufwiegen.

  • #33
    Gerd

    Nachtrag zu #21 von Arnold:

    Warum ist jede Synagoge wie eine Festung ausgebaut und warum benötigt keine Moschee rund um die Uhr Polizeischutz?

    Weil es keine Pogromstimmung gegen Moslems gibt, aber sehr wohl eine gegenüber Juden.

  • #34
    Arnold Voss

    @ Sebastian Klein # 22

    "Das ist jetzt aber ein ziemlich billiges Täter-Opfer-Schema: DIE Muslime können keine Opfer sein, denn DIE Muslime sind ja bereits Täter. Vielleicht einfach mal vom Schubladendenkem weg kommen."

    Mein Kommentar (21) war kein billiges Schema, sondern eine zu billigende Frage in Anbetracht von Kommentatoren, die wirklich der Meinung sind, dass DIE Muslime die neuen Juden sind.

    Nein, es gibt weder DIE Muslime, noch sind sie die neuen Juden. Aber es gibt Muslime die nicht nur andere Muslime sondern alle, die sie für ungläubig halten, im Namen ihres Glaubens massakrieren. Es gibt Muslime, auch in Deutschland, die das unterstützen, dafür werben und sogar selbst z.B. zum IS gehen. Und es gibt Leute, die sich darüber wundern, dass dadurch die Stimmung gegenüber Muslimen insgesamt umschlägt.

    Ja, Muslime sind sehr wohl auch Opfer, aber sie sind zu Zeit im Weltmaßsstab in einer Weise auch Täter, dass die Opferrolle, in dem sich viele von ihnen zu Zeit ausgeprochen wohlfühlen, erst recht wenn sie sich dabei auch noch als die neuen Juden verstehen, als geradezu pervers erscheint.

    Ja, man muss sich in Deutschland sowohl gegen den Hass auf Muslime als auch auf Juden zur wehr setzen. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass viele deutsche Muslime auch die Juden hassen,und das ganz unabhängig davon, wie sich gerade der Nah-Ost-Konflikt entwickelt oder wie sich gerade die israelische Regierung gegenüber den Palästinensern verhält.

  • #35
    Klaus Lohmann

    Ich verstehe mitterlweile überhaupt nicht mehr, wie man mehr Energie, wie für 2 Sätze Text nötig wäre, in einen Dummspruch eines publicity-geilen Pseudoheiligen und homophoben "Reichsbürgers" mitsamt seinem salbadernden Ex-Kohl-Quaktüten-"Onkel Tödi" investieren kann. Müsst ihr alle keine Weihnachtseinkäufe mehr machen?:)

  • #36
    Klaus Lohmann

    @Gerd #33: Googeln Sie einfach nach "Moschee Polizeischutz", um Ihren Unfug zu überdenken.

  • #37
    WALTER Stach

    -34-Arnold
    einvestanden; ergänzend dazu:
    Ich kenne keinen Muslim in meinem Umfeld, der jemals konkrete Angst vor "den" hier lebenden Juden geäußert bzw. gezeigt hat. Ich kenne aber einige Juden in meinem Umfeld, die mit wachsender Tendenz Angst vor Muslimen haben.

    -35- Klaus Lohmann,
    eiinvestanden; aber……..
    Die Diskussion über Ängste und Sorgen der hier lebenden Juden angesichts der wachsenden Anzahl judenfeindlicher Äußerungen und Aktionen von hier lebenden Muslimen gegen sie, ist -leider-nahliegend, sie ist angebracht, sie ist notwendig . Manchmal kann eben auch aus einem "Dummspruich"" Sinnvolles entstehen.

  • #38
    Sebastian Klein

    Sorry, mir reichts jetzt. Ersetz bei "Und es gibt Leute, die sich darüber wundern, dass dadurch die Stimmung gegenüber Muslimen insgesamt umschlägt." das Wort Muslime gegen Juden und frag dich, ob du so einen Satz akzeptieren könntest. So wie ich dich kenne nehme ich die Antwort vorweg: Nein, könntest du nicht, du würdest an die Decke gehen. Trotzdem hast du keinerlei Problem damit so einen Unsinn zu schreiben, wenn es um Muslime geht. Gehts noch bigotter?

    Und auch Gerd fällt mal wieder unfassbar negativ einseitig auf, der nach einem Jahr Pegida und nach mehreren Jahren AfD immer noch nicht erkennen kann, wo denn in unsere Gesellschaft eine problematische Stimmung gegen Muslime herrscht und stattdessen unbeeindruckt eine Progromstimmung gegen Juden herbeiredet. Weil es kann ja unmöglich jemand anderes als die Juden sein, die unter unseren unverbesserlichen völkischen Rassisten zu leiden haben. Anstatt zu verurteilen was momentan geschieht wird ein Wettbewerb um das größere Opfertum inszeniert. Schlagt die Zeitungen auf, was momentan hier brennt sind nicht die Synagogen.

    Ihr macht genau das, was ihr Antisemiten vorwerft, nur unter umgekehrten Vorzeichen. Es scheint schon eine Provokation zu sein, wenn das Wort Opfer tatsächlich auch mal im Zusammenhang mit dem Wort Muslim fällt – schon kommt das Totschlagargument Antisemitismus zur Relativierung. Es ist unerträglich.

    Hier sollten einige mal ihre Feindbilder überdenken. Man muß sich nicht zwischen Juden und Muslimen entscheiden. Man kann auch beide vor Rassismus verteidigen. Das einige hier das ums verrecken vermeiden wollen lässt verdammt tief blicken.

  • #39
    Arnold Voss

    Sebastian, spiel dich bitte hier nicht als Beschützer der Muslime auf. Das können die selbst viel besser. Stattdessen nenne mir einfach ein vergleichbares Verhalten wie von IS und Kosorten auf seiten des Judentums.

    Ach, und noch was. Hat hier Jemand geschrieben, das Muslime per se keine Opfer sein können und sind?

  • #40
    kE

    Ich habe immer mehr den Eindruck, dass es einfach sehr schwer fällt, Menschen als Individuen, als kleine Gruppen etc. zu betrachten. Ganz schwierig wird es, Taten einzeln zu beurteilen.

    Es zeigt sich auch eine Gruppendynamik. Bei Verletzten/Toten anderen Taten wird immer wieder aufgerechnet. Natürlich sind andere Gruppen dann immer schlimmer. Je nach gewähltem Zeitraum und Gruppenzusammensetzung im Vergleich, lässt sich so alles beweisen.

    Vor ein paar Jahren dachte ich, dass wir hier weiter sind.

  • #41
    Arnold Voss

    kE, wer im Namen eines kollektiven Glaubens Verbrechen gegen die Menschheit begeht, handelt nicht als Individuum und will auch nicht als solches gesehen werden. Da ist die Terrorismusforschung schon etwas weiter als sie.

  • #42
    Sebastian Klein

    kE nennt schon genau das Problem: Individuen werden als Gruppen wahrgenommen. Und genau diese von außen aufgetragene Homogenisierung war es ja erst, die so etwas schreckliches wie die Judenverfolgung im dritten Reich möglich machte. Denn bei Licht betrachtet ist es für jeden normaldenkenden Menschen natürlich völlig unmöglich, Individuen als kollektives "Die Juden" wahrzunehmen. Dafür musste man die Menschen erst hinter einer entmenschlichten, abstrakten Gruppierung verstecken. Als ob es so etwas wie "die Juden", "die Muslime" oder "die Deutschen" wirklich gäbe. Hier wird lediglich Gruppendynamik ausgenutzt – die selbe Gruppendynamik übrigens, die solche Konzepte wie "Patriotismus" gefährlich machen. Patriotismus ist deshalb niemals harmlos und endet immer in "Wir gegen die".

    Und ich finde es bemerkenswert, mir in patzigem Ton an den Kopf zu werfen, ich müsse "die Muslime" nicht verteidigen, das könnten die schon selbst – von jemanden, der selbst nichts anderes tut als "die Juden" zu verteidigen. Schon wieder diese doppelten Standards.

    Euer Problem ist, dass ihr euch ehrenwerterweise den bedingungslosen Kampf gegen den Antisemitismus auf die Fahne geschrieben habt. Und das ist auch vollkommen richtig, wie sonst soll man Antisemitismus bekämpfen, wenn nicht bedingungslos? Aber was ihr leider daraus abzuleiten scheint ist, dass ihr nicht Partei für Muslime ergreifen dürft – denn unter Muslimen ist Antisemitismus unzweifelhaft weit verbreitet. Um das zu erkennen muss man sich nur mal auf sogenannte "Pro-Palästina"-Demonstrationen begeben, oder sich die Namen angucken, die auf Facebook unter einschlägigen Beiträgen auftauchen. Und dieser aus dem Kampf gegen den Antisemitismus abgeleitete Antiislamismus ist derart reflexhaft, dass man da sogar Vokabeln wie die Progrommstimmung herausholen muss – und dann ernsthaft eine Progromstimmung gegen Juden behauptet, die momentan in Deutschland herrschen würde. Nur, um die aktuellen antiislamisschen Stimmungen in Deutschland zu relativieren. Davon mal abgesehen, dass ich einen Begriff wie Progom hier für völlig überzogen halte: Wenn irgendwo in Deutschland progromstimmung herrscht, dann ja wohl unzweifelhaft gegen Muslime. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ihr zuletzt jahrelang unter dem Label "Wir sind das Volk" Woche für Woche mit teilweise zehntausenden(!) Menschen gegen Juden demonstriert worden wäre. Und auch kann ich mich nicht daran erinnern, dass hier jede Nacht Synagogen brennen.

    Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich behaupte nicht, dass es heute keine antisemitischen Übergriffe in unserer Gesellschaft gäbe. Und es ist völlig richtig, dass die Gesellschaft (und die hier lebenden Juden) besorgt sein müssen wegen des vorherschendem Antisemitismus unter Teilen der Muslime und auch unter den ankommenden muslimischen Flüchtlingen. Aber die Behauptung, aktuell wären Juden in Deutschland einer größeren Bedrohung ausgesetzt als Muslime fällt nicht mehr unter fahrlässig, sondern unter Vorsatz. Das kann niemand, der mit offenem Auge durch die Welt geht ernsthaft behaupten. Ansonsten kann ich nur dazu raten, Montag abends mal die Augen zu öffnen und nach Dresden zu blicken. Oder zum nächsten AfD-Parteitag.

  • #43
    WALTER Stach

    -40-kE
    Ja, darum ,um das Verständnis vom und für den einzelnen Menschen muß es primär jedem von uns gehen -und das"predige ich" u.a. hier bei den Ruhrbaronen mit fast schon missionarisch zu nennendem Eifer.
    Es muß darum gehen, sich möglichst allezeit, besonders in schwierigen, in problematischen Situationen, bewußt zu sein, daß unserer freiheitlich-plurale Gesellschaft in ihrem Wesen nur Bestand hat, Bestand haben kann, wenn die Festellung im Art. 1 (1)GG ( wenn der Glaubenssatz) von der Würde eines jeden Menschen –unabhängig von Rasse,Geschlecht, Relgion, Herkunft pp.- als unabänderlich, als unverzichtbar, als nicht zu relativeren von jedermann akzeptiert wird und alle -der einzelnen, die Gesellschaft, alle gesellschaftlich relevanten Gruppen, die Religionsgemeinschaften, der Staat, alle staatlichen Organe, die Partein- ihr Tun oder Unterlassen daran orientieren und sich daran "messen" lassen.

    Ich habe den Eindruck, daß diesbezüglich mit wachsender Tendenz "Mangelerscheinungen" in der Gesellschaft zu registrieren sind.

    Im übrigen -eine Binsenweisheit-:
    Das Böse ist überall zu Hause. Das Böse gehört wie das Gute zum Wesen eines jeden Menschen. Es unterscheidet nicht zwischen Menschen nach Rasse, Geschlecht, Glaube, Abstammung,Religion, Herkunft.
    Das sollte zumindest mitbedacht werden, wenn man meint, über "die" Juden, über "die" Muslime, über "die" Christen, über "die" Flüchtlinge sprechen zu müssen.

  • #44
    André

    Marek Lieberberg, Konzertveranstalter, der Xavier Naidoo mit der grossen Zeitungsanzeige "Menschen für Xavier Naidoo" unterstützt hatte, distanziert sich nach dem neustem Eklat um Holocaustrelativierung von Xavier Naidoo.
    http://querfrontseiten.blogspot.ch/2015/12/marek-lieberberg-distanziert-sich-von.html

  • #45
    WALTER Stach

    Nachtrag:
    -42-Arnold
    ja, und weil das so ist, müssen Gesellschaft und Staat in Deutschland nicht lediglich reagierend, nicht im Sinne von Rechtfertigungsversuchen, sondern agierend, aktiv kämpferich, glaubhaft, sozusagen "als Überzeugungstäter für das was die Erkärung im Art.1 (1)GG ausmacht, was sie für unser Zusammenleben bedeute, eintreten und sich allesamt mehr als bisher anstrengen, das in das gesellschaftlichen Bewußtsein der Menschen hineinzutragen -auch in das Bewußtsein von Flüchtlingen aus Gesellschaften, denen die Vorstellung von der unantasbaren Würde enes jeden Menschen als d a s Verfassungsprinzip völllig fremd ist, aber auch in das Beswußtsein so manchen Pegida-Anhängers, dem der Inhalt, dem die Bedeutung des Art. 1(1)GG ebenfalls völlig fremd zu sein scheint.

    Man muß nicht, wie jetzt zu hören ist, seitens der CDU fordern, daß eine "Intergrations-Erklärung" von jedem Flüchtlinge, von jedem Zuwanderer abgegeben werden muß, z.B. mit der Erklärung, die Existenz des Staates Israel zu akzeptieren -ich halte Letzteres schlichtweg für grotesk-, sondern zu fordern wäre "lediglich" die für mich selbstverständliche und unveerzichtbare Verpflichtung durch jeden Flüchtling, durch jeden Einwanderer,, die Verfassung der Bundesrepublik zu respektieren, dh., insbesondere sich des Inhaltes des Art.1(1)GG beuwßt zu sein und sich "ihm" zu verpflichten
    Die CDU sollte, wenn sie diese Selbstverständlichkeit von Flüchtlingen, von Einwanderern einfordern will -warum nicht-, dabei allerdings nicht vergessen, über einschlägige Defizite der "Einheimischen" nachzudenken und über eine diesbezüglich notwendige Abhilfe.
    Wer von den Mitgliedern, wer von den Wählern der CDU hat sich denn jemals mit den wichtigsten verfassungsrechtlichen Grundlagen von Gesellschaft und Staat in Deutschland befaßt , dabei vor allem den Inhalt des Art.1(1) GG bedacht und wer von ihnen steht denn voller Überzeugung zu der Festellung von der unverletzlichen Würde eines jeden Menschen?

  • #46
    Sebastian Klein

    Und als Nachtrag: Die Forderung, ich solle doch mal ein vergleichbares Verhalten unter Juden zeigen wie dass, was der IS gerade veranstaltet passt so hervorragend ins Bild, dass ich dir dafür extra danken möchte. Deutlicher kann man dein Weltbild nicht belegen.

  • #47
    Klaus Lohmann

    @Sebastian Klein: Ich wollte die ganze Zeit schon fragen, wo denn die Rangliste der am meisten/schlimmsten/längsten/härtesten/übelsten bedrohten Gruppierungen, auf die sich Dein kritikunfähiger Absolutismus anscheinend beruft, nachzulesen ist.

  • #48
    Muslime sind die neuen Juden

    Zitat: "Weil es keine Pogromstimmung gegen Moslems gibt, aber sehr wohl eine gegenüber Juden."

    ehhhhhhhm,
    ich sehe keine Spiegel und Stern Cover mit Davidsternen vor schwarzen Hintergrund mit dem Titel " Wie Mächtig sind die Juden" ….

    ich sehe auch keine patriotischen Europäer gegen die judaisierung des Abendlandes…

    ich sehe derzeit auch keine sich häufenden Anschläge auf Synagogen…

    ich glaub da will einer nicht erkennen, dass Muslime derzeit Zielscheibe einer pauschalisierenden und krankhaften Hetze sind, in Deutschland, Europa und Wetlweit.

  • #49
    Arnold Voss

    @ Sebastian Klein # 46

    Sie kenne mein Weltbild einen Scheisdreck, Sebastian. Aber ich erkläre es ihnen in aller Kürze:

    Ich bin Atheist und aus dieser Perspektive betrachte ich Religionen und religiösen Menschen. Es gibt da zweifellose Unterschiede, die sie wissen sollten, um ihr Weltbild ein wenig zu erweitern. Das Judentum missioniert im Gegensatz zu den Christen und den Muslimen nicht. Für mich eine sehr angenehme Eigenschaft des Judentums.

    Aus diesem Grund ist die jüdische Religion weitaus weniger aggressiv gegen Ungläubige als z.B. die christliche oder die muslimische. Den Ruf "Tötet die Ungläubigen" werden sie also aus einem jüdisch-gläubigen Mund äußerst selten hören, obwohl es dort genau so fundamentalistische Gläubige gibt wie bei den Christen und bei den Muslimen. Auch das finde ich als Ungläubiger der untersten Stufe sehr angenehm für das Zusammenleben.

    Ich lebe seit Jahrzehnten mit Muslimen Tür an Tür. Ich habe noch an keinr Demonstration gegen den muslimischen Glauben oder gegen irgendeinen Moscheebau teilgenommen und werde das auch in Zukunft nicht tun. Im Gegenteil, wenn Muslime diskrimiert werden, stehe ich an ihrer Seite. Wenn sie allerdings selbst diskriminieren tue ich das nicht, sondern ich kritisiere sie, und das auch öffentlich.

    Die Christen und die Juden haben insgeamt gegenüber den Muslimen ein weitaus größeren Liberalisierung und Individualisierung erreicht und haben deswegen in der Regel auch keine Problem mit der Anerkennung der Demokratie und den Menschenrechten, speziell was Frauen und was Homosexuelle betrifft, wenn es auch bei ihnen Fundamentalisten gibt, die damit immer noch hadern.

    Für meinen persönlichen Umgang mit religiösen Menschen zählt natürlich nur der Einzelfall, der einzelne Mensch, das Individuum. Nach dem Motto: Jeder Gläubige ist anders, so wie jeder Atheist anders ist. Aber meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass gottesgläubige Menschen, mehr als Atheisten, eben nicht nur anders, sondern auch gleich sind, bzw. dass sie sehr viel stärker Gruppennormen und sogar Gruppendruck unterliegen. Bei streng-gläubigen Musimen ist er nach meiner Erfahrung besonders stark.

    Mit solchen Menschen, egal welchen Glaubens, gibt es weder eine produktive Diskussion noch eine Verständigung. Sie fühlen sie einfach nur angegriffen, wenn man ihre religiösen Glaubenssätze in Frage stellt. So habe ich mir dann im Ernstfall schon fast alles anhören müssen, was das Abwehrvokabular solcher Menschen zu bieten hat. Islamophob sowieso, aber auch Antisemit, als ich die religiöse Beschneidung von Kindern kritisiert habe.

    Das stehen fundamentale Juden und Muslime wie ein Mann zusammen, denn die Meinung von Frauen/Müttern ist bei beiden Gruppen nichts wert, weil sie weibliche Wesen sind. Ähnlich ist es bei der Homophobie. In ihren Familien verdrängen sie es bis zum Anschlag, nach außen verurteilen und bekämpfen sie es bis zum Anschlag. Hass ist das Gefühl das sie bestimmt. Rationalität, geschweige den Toleranz ist weder durch Diskussion noch durch Drohung zu erreichen.

    Ich kenne die Geschichte der Religionen besser als die meisten religiösen Menschen und ich bleibe dabei: Es gibt im Judentum nichts, was mit den religiösem Extremismus von IS- und Konsorten zu vergleichen wäre. Bei den Christen, sieht es da historisch ganz anders aus. Aber es ist besser geworden, während es bei den Muslimen wieder eine neue Welle brutalen Extremismusses zu geben scheint.

  • #50
    Sebastian Klein

    Na jetzt bin ich aber mal gespannt: Wenn absolutiere ich denn hier? Und wofür? Und was absolutiere ich? Lass mal hören.

    Und vorallem: Was genau ist das eigentlich für ein Lagerdenken, bei dem ich mich scheinbar hier entweder für die eine Seite oder die andere entscheiden muss? Wenn ich Kommentare verfasse, in denen ich die Bedrohung einer Gruppe kritisiere entscheide ich mich also automatisch gegen die andere Gruppe? Interessante Denkweisen, die sich hier auftuen. Passen hervorragend zu anderen Kommentaren, die die Bedrohung der Muslime mit den Taten des IS rechtfertigen und mich auffordern Beispiele dafür zu nennen, wo denn Juden Dinge tun wie der IS. Geht’s hier eigentlich noch darum, dass kein Mensch um sein Leben fürchten muß, oder nur noch um "Der Feind meines Feindes ist mein Freund"? Aus diesem Grunde wehen bei Pegida und bei anderen Neurechten ja auch mitunter Israelflaggen: Weil man sich einbildet, einen gemeinsamen Feind zu haben und die Welt auf diese Gruppierungen reduziert.

  • #51
    kE

    @45: Eine "Integrations-Erklärung" ist ein schlechter Witz und eigentlich die Bankrotterklärung der Gesellschaft! Es erinnert irgendwie an die Schulordnungen, die Kinder dann unterschreiben müssen. Ein Mensch, ein Wort zählt wohl nicht.

    Wir haben ein klares Staatsverständnis und Gesetze, auf die unsere Vorfahren über viele Jahre hingearbeitet haben. Über diese Gesetze muss man wahrscheinlich informieren. Ein paar Grundrechte entsprechen nicht dem Selbstverständnis vieler anderer Gesellschaften. Das ist es aber auch. Danach gilt es, sich entlang dieser Leitbahn zu verhalten. Wenn dies mit dem eigenen Verständnis nicht übereinstimmt, muss man es trotzdem akzeptieren. Falls das dauerhaft nicht möglich ist, wird es besser sein, sich an anderer Stelle niederzulassen.

    @41:
    Ich bin da relativ simpel gestrickt. Ich glaube, dass es einem Opfer relativ egal ist, aus welchen Gründen es getötet, verletzt etc. wird.

  • #52
    Arnold Voss

    @ Sebastian Klein # 50

    Sebastian, können sie nicht lesen? Wo hat hier Jemand die Bedrohung der Muslime mit den Taten der IS gerechtfertigt? Kann es sein, dass i h r Weltbild etwas eingeschränkt ist?

  • #53
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Muslime sind die neuen Juden: Schauen Sie doch mal hier nach: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-05/kriminalitaetsstatistik-antisemitismus
    Zur Hetze: Jeder der in diesem Land Verantwortung trägt betont bei jeder Gelegenheit, dass die Masser der Muslime nicht mit dem IS und andere Djihadisten in einen Topf geworfen werden dürfen. Sicher, es gibt Hetze, aber es ist eine Minderheit die hetzt und zumindest in Westdeutschland stellt sich die Mehrheit dagegen. Und wie mächtig der Islam ist fragt auch keiner – dafür sind die meisten islamischen Staaten, wenn sie nicht gerade aus Zufall Öl haben, schlicht zu arm und zu unwichtig. Es geht immer um die Gefahr, die von den extremen Teilen dieser Religion ausgehen. Und schaut man sich die meisten Wahlergebnisse in den arabischen Staaten an, in denen gewählt werden konnte, ist dort ein sehr großer Teil der Bevölkerung nicht gerade angetan von Demokratie, Zivilgesellschaft, Menschenrechten und Individualismus.

  • #54
    Sebastian Klein

    @Arnold
    #34:
    "Es gibt Muslime, auch in Deutschland, die das unterstützen, dafür werben und sogar selbst z.B. zum IS gehen. Und es gibt Leute, die sich darüber wundern, dass dadurch die Stimmung gegenüber Muslimen insgesamt umschlägt."
    #39:
    "Stattdessen nenne mir einfach ein vergleichbares Verhalten wie von IS und Kosorten auf seiten des Judentums."

    Übersetzung:
    Muslime begehen Taten wie die vom IS. Juden tuen das nicht. Deswegen muss man sich nicht wundern, wenn die Stimmung gegenüber Muslimen umschlägt.
    Und da kann ich nur applaudieren. Mit so einer Argumentation reicht es auf jedenfall für einen Slot auf der Bühne nächsten Montag in Dresden als Einheizer.

  • #55
    Sebastian Klein

    Und auch dieser Kommentar hier:

    "Wenn die Muslime die neuen Juden sind, was sind dann die, die von Muslimen im Namen ihres Gottes zu Zeit abgeschlachtet , entführt, vergewaltigt, ausgepeitscht oder sonst wie terrorisiert werden?"

    Niemand bei klarem Verstand heißt gut, was der IS in Syrien/Irak tut oder auch was radikale Palästinenser in Israel tun. Aber das kann doch keine Relativierung dafür sein, dass aktuell auf UNSEREN Straßen schwangere Frauen ins Krankenhaus getreten werden, weil sie als Muslima zu erkennen sind.

  • #56
    Arnold Voss

    Sie können immer noch nicht lesen, Sebastian? Wo steht bei mir, dass ich es es gut finde, dass schwangere Frauen ins Krankenhaus getreten werden, weil sie als Muslima zu erkennen sind. Wo steht bei mir, dass Juden die besseren Menschen sind?

    Sie werfen mir Hetze vor, und drehen gleichzeitig meine Wort und Sätze so, wie es in ihren verleumderischen Kram passt. Sie beantworten keine meiner Fragen, sondern schließen aus meinen Fragen auf mein Weltbild. Sie gehen nicht auf das ein, was ich ihnen zu meinem Weltbild geschrieben habe und stempeln mich trotzdem zum Pegida-Fan.

    S i e sind hier der Hetzer, Sebastian.

  • #57
    Gerd

    #48Muslime sind die neuen Juden

    "ehhhhhhhm,
    ich sehe keine Spiegel und Stern Cover mit Davidsternen vor schwarzen Hintergrund mit dem Titel " Wie Mächtig sind die Juden" …."

    Schauen sie mal auf Webseiten wie den Muslim Markt.

    "ich sehe auch keine patriotischen Europäer gegen die judaisierung des Abendlandes… "

    Logisch! Erstens begehen Juden nicht mindestens einmal pro Woche irgendwo auf der Welt einen Terroranschlag und zweitens verlassen Juden Europa, weil es ihnen wegen der islamischen Judenfeindlichkeit hier zu gefährlich wird.

    @Lohmann:

    Danke für den erneuten Beleg ihrer Ahnungslosigkeit. Scheinbar gibt es doch ein paar Moscheen, die wie jede einzelne Synagoge und jedes jüdische Gemeindezentrum geschützt werden müssen. Aber nicht notwendigerweise vor Ungläubigen. Der Brandanschlag auf die sunnitische Moschee in Bad Salzuflen letztes Jahr wurde von Jesiden begangen.

    http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokales/Kreis-Lippe/Detmold/1949835-Brandanschlag-in-Bad-Salzuflen-Haupttaeter-beschuldigen-sich-vor-Gericht-gegenseitig-Wer-hat-die-Moschee-angezuendet

  • #58
    Helmut Junge

    Ich dachte immer, daß gerade die radikalen Moslems den Holocaust meist bestritten hätten. Wenn sie ihn jetzt für ihre eigenen Zwecke vereinnahmen wollen, scheinen sie ja doch, immerhin, den Holocaust nicht mehr leugnen zu wollen.

  • #59
    llamaz

    Sorry, ich kann ja Naidoos Musik auch nicht austehen. Trotzdem ist dieser Beitrag an – Zitat: "Dummheit, Dreistigkeit und Bösartigkeit kaum zu überbieten."
    Wenn jede Woche tausende Menschen gegen eine angeblich bevorstehende "Islamisierung des Abendlandes" auf die Straße gehen, es dieses Jahr bereits dutzende von Übergriffen auf Moscheen gab und Politiker sich ins Fernsehen setzen und von Flüchtlingen schwadronieren die ja angeblich zu "80 muslimische junge Männer seien" und der Philologenverband vor "sexuellen Abenteuer" zwischen Schülerinnen und "attraktiven muslimischen Männern" warnt, ein Bürgemeister in Bayern Türken als "Gesindel" bezeichnet – dann zu behaupten hier in Deutschland sei alles in Ordnung weil angeblich jeder der " der in diesem Land auch nur etwas Verantwortung trägt, nach jedem islamistischen Anschlag betont, das man für diese Taten nicht alle Muslime verantwortlich machen kann" das ist schon ziemlich dumm und dreist.
    Und bösartig ist es wenn man dann eine Zeile eines Liedes dazu missbraucht um einen Sänger nur weil man ihn aus verschiedenen Gründen nicht ausstehen kann der "Hetze" zu bezichtigen und ihm verbal eins überzubraten.

  • #60
    jecasc

    Wirklich ziemlich weit hergeholt, was der Xavier da singt. Welche westlichen Politiker würden denn auf die Idee kommen Muslime generell für Terror verantwortlich zu machen. Oder womöglich sogar fordern Muslime zu registrieren wie Juden im Dritten Reich?
    Mal überlegen… Ach ja. Z.B. der derzeitigen Umfragen zu Folge vermutlich nächste republikanische Präsidentschaftskandidat der USA zum Beispiel.

    Daneben gibt es in Europa eine Vielzahl von Politikern insbesondere im Osten – wie z.B. Orban in Ungarn – die Moslems grundsätzlich kein Asyl gewähren wollen.
    Ihr hier auf Ruhrbarone lebt wohl in eurer eigenen Realität.

  • #61
    Klaus Lohmann

    @Gerd: "..warum benötigt keine Moschee rund um die Uhr Polizeischutz?" Falls korrekte Antworten auf Ihre dummen Fragen für Sie "Ahnungslosigkeit" ist, gäbe es noch die Möglichkeit, dass Jemand Ihres Vertrauens Ihnen das Internet vorliest – so lange, bis Sie die Texte auch kapieren.

  • #62
    Klaus Lohmann

    @llamaz:
    "..dann zu behaupten hier in Deutschland sei alles in Ordnung.."

    Und bitte wer behauptet das hier? Ist Lesekompetenz für euch Spontan-Islam-Heroinen eigentlich dermaßen fremd, dass man sich Gedanken über eure absenten Medienkenntnisse machen muss?

  • #63
    Natalie Grams

    Hey liebe Ruhrbarone.
    Mit eurem Artikel habt Ihr es bis in unsere Lokalzeitung RNZ geschafft. Ihr werdet dort zitiert mit (….) XNs neuer Songtexte sei an ,Dummheit, Dreistigkeit und Bösartigkeit kaum zu überbieten‘. Und das in der Zeitung, die XN hier lokal ,kennt‘:-) Lg aus dem Rhein-Neckar-Raum

  • #64
  • #65
    Sebastian Klein

    @Arnold #56
    "Sie werfen mir Hetze vor, und drehen gleichzeitig meine Wort und Sätze so, wie es in ihren verleumderischen Kram passt. Sie beantworten keine meiner Fragen, sondern schließen aus meinen Fragen auf mein Weltbild."

    Richtig. Denn du bemerkst nicht mal mehr, wie du relativierst. Und das finde ich echt bedenklich.
    Ich muss doch keine Frage mehr beantworten, die impliziert, dass Muslime nun mal Dinge tun wie die vom IS, während Juden das nicht tun. Und dann rechtfertigst du – wie oben schon gezeigt – auch noch, dass die Stimmung gegen Muslime umschwenkt. Das ist eine so gefährliche Denkweise, die du hier an den Tag legst, dass sich damit eigentlich jede weiter Diskussion erledigt hat.

    Und der Gerd ist einfach noch mal ein Stück weit härter, denn der nennt Pegida hier fast beim Namen und zeigt Verständnis für dieses neurechte Affentheater, denn "Juden begehen ja nicht beinahe einmal pro Woche einen Terroranschlag".

    Habt ihr hier noch alle beisammen? Ihr suhlt euch in eurem Kampf gegen den Antisemitismus und lasst dann solche Dinger platzen? Bei manchen hat man hier den Eindruck, es ginge nicht um Antisemitismus, sondern lediglich um Antiislamismus, der in den Kampf gegen Judenfeindlichkeit projiziert wird – die angesprochenen Israelflaggen bei Pegida lassen grüßen.

  • #66
    Arnold Voss

    Warum fällt ihnen das Lesen immer noch schwer, Sebastian? Ich r e c h t f e r t i g e N I R G E N D W O , dass die Stimmung gegen Muslime umschwenkt. Ich stelle nur fest, dass Pegida und Konsorten wahrscheinlich nur noch eine, wenn auch unappetittliche politische Randerscheinung wären, wenn es den weltweiten zunehmenden islamistischen Terror nicht gäbe, der obendrein immer weiter ins Zentrum Europas rückt.

    Sie sind schlicht irre, Sebastian, wenn sie, statt – zumindest eine – der Ursachen für diesen Stimmungsumschwung in diesem systematischen r e l i g i ö s e n Terror zu sehen, denen die Schuld geben, die ihn zum Thema machen. Wenn sie meine diesbezügiche Religionskritik absichtlich in Islamfeindlichkeit umdeuten, um dann gegen mich zu hetzen.

    Es gab immer schon weit verbreitete antimuslimische Ressentiments in Deutschland und in Europa, vermischt mit allgemeinen Fremdenhass. Aber dass sie in ein solch aggressives Verhalten umschlagen, wie wir es zur Zeit beobachten, hat eben nicht nur was mit diesem Ressentiments sondern mit dem zu tun, dass ein Teil der Muslime keinen Frieden mit den anderen Religionen und erst Recht nicht mit Ungläubigen wie mir will.

    Das hat mich nie davon abgehalten, mit den Muslimen zu kooperieren und auch praktisch zusammenzuleben, die nicht so denken. Erst recht weil das die Mehrheit ist. Aber ich habe schlicht die Schnauze voll von Leuten, die so tun als hätte dieser Terror nichts mit Religion, bzw. in diesem Fall nichts mit dem Islam zu tun, bzw. wären die Muslime, die ihn praktizieren, eigentlich gar keine. Es ist vielmehr genau dieser islamistische Terror selbst, der eine hetzerische Instrumentalisierung überhaupt erst ermöglicht.

    Der einzige der hier relativiert, sind sie, Sebastian, in dem sie keinen Unterschied zwischen den Religionen sehen wollen. In dem sie das tun, fallen sie auch den Muslimen in den Rücken, die sehr wohl sehen, dass sich auch in ihrem Religionsverständnis etwas ändern muss, wenn es ein friedliches Zusammenleben mit anderen Religionen und mit Atheisten wie mir geben soll.

    Ich selber hätte am liebsten, wenn es überhaupt keine Religionen (mehr) auf dieser Welt gäbe, zumindest aber, dass alle Gläubigen ihre jeweilige Religion als Privatsache ansehen würden. Aber da dem nicht so ist, verteidige ich die Religionsfreiheit als die Möglichkeit, dass Menschen zumindest ihre Religion frei wählen können, wozu natürlich auch die Entscheidung gegen jede Religion gehört.

    Falls sie näheres dazu von mir wissen wollen lesen sie hier weiter:

    http://www.ruhrbarone.de/da-der-glaube-grenzenlos-ist-darf-es-die-religionsfreiheit-nicht-sein/97471

    http://www.ruhrbarone.de/wenn-du-sie-nicht-ernst-nimmst-toeten-sie-dich/99128

  • #67
    Sebastian Klein

    Alles klar. Pegida ist Religionskritik.
    Ich bin raus. Ich hab dich jetzt 3x mit der Nase darauf gestoßen wo du relativierst, du bist nicht willens oder nicht fähig, es zu begreifen.

    Nur um eines mal ganz klar zu sagen:
    Meine Ablehnung von Antisemitismus ist nicht Ursache, sondern FOLGE einer bestimmten Geisteshaltung. Der Geisteshaltung nämlich, dass ich niemanden aufgrund dessen beurteile, was er ist, sei es Nationalität, Geschlecht, Religion, sexuelle Orientierung. Be- und Verurteilen kann man nur Taten und Be- und Verurteilen kann man nur Individuen. Und daraus folgt unweigerlich, dass ich Antisemitismus ablehne, aber natürlich auch Islamophobie. Und daraus folgt auch, dass ich zwar antisemitische Tendenzen bei Teilen der Muslime ablehne, mich das aber nicht davon abhält GLEICHZEITIG Islamophobie genau so stark abzulehnen wie Antisemitismus – egal, wie diese begründet wird. Ich fange doch nicht an, ein Verständnis für die Vorbehalte gegen Muslime zu entwickeln, weil ANDERE Muslime auch schreckliche Taten begehen. Ich fange doch nicht an, eine Rangfolge von Opfergruppen zu erstellen, die ich gegeneinander abwäge.

    Du lässt Sympathie erkennen für die, die Muslime ablehnen, weil sie Muslime sind. Du pauschalisierst Menschen aufgrund ihrer Religion und machst Individuen mitverantwortlich für die Gruppe, in die DU sie einsortierst. Du forderst auf, zu Vergleichen zwischen der Gruppe der Muslime und der Gruppe der Juden und machst so unschuldige Muslime mitverantwortlich für die Taten anderer Muslime. Und gleichzeitig legst du einen Wertmaßstab an: Die Juden sind für dich die sympathischere Gruppe, denn die begehen ja keine Terrorakte. Und damit konfrontiert, dass Muslime Opfer sind im alltäglichen Rassismus in Deutschland entgegnest du, wenn Muslime Opfer seien, was wären denn dann die Opfer der Muslime – und damit relativierst du jeden rassistischen Übergriff auf Muslime und entwertest das Leid von Individuen. Du steckst die schwangere Muslima, die hier auf der Straße zusammengetreten wurde, WEIL sie vor dem IS geflohen ist, in eine Schublade mit dem IS. Du machst die Opfer zu Tätern. Wenn das nicht zynisch und relativierend ist, was dann?

    Und damit ist von mir zu diesem Thema endgültig alles gesagt und zwar nicht nur einmal.

  • #68
    Klaus Lohmann

    "Ich fange doch nicht an, eine Rangfolge von Opfergruppen zu erstellen, die ich gegeneinander abwäge."

    Doch, Sebastian, das hast Du von Anfang an hier getan. Du merkst es bloß nicht, aber das interessiert nach Deinen Beleidigungen und persönlichen Anmaßungen eh‘ Niemand mehr hier. Schönes Trollen noch!

  • #69
    Arnold Voss

    Wie willst du mit Jemanden ernsthaft über Religion diskutieren, der Religionszugehörigkeit genauso betrachtet wie Geschlecht oder Nationalität. Der deswegen Vergleiche zwischen Religionen ablehnt und damit genau die Relativierung und die Opferhierarchie erzeugt, die er vermeiden wollte. Aber vielleicht ist/war er wirklich nur ein Troll. Ein selbstherrliches Arschloch war er aber auf jeden Fall.

  • #70
    WALTER Stach

    Arnold,
    da wir uns seit langer Zeit " via Ruhrbarone" kennen und ich Dich als Humanisten zu schätzen weiß,, erlaube ich mir, einige wenige Anmerkungen zu der hier laufenden kontrovesen Diskussion Dir gegenüber, nicht gegenüber Anderen, zu machen:

    Käme "man" nicht einfacher, käme "man" nicht unmißverständlich, käme man nicht "klarer und wahrer" an den Kern dessen heran, was hier kontrovers ist oder kontrovers zu sein scheint, wenn " man" zunächst alle kultur-geschichtlichen, alle theologischen, alle philosophischen, alle religiösen, alle machtpolitischen Erwägungen, Erklärungen, Rechtfertigungen ausblendet, wenn "man" zudem ausblendet, ob die Meinungsäußerung eines Diskutierenden diesem als einem Gott-Gläubigen, enem Muslim, enem Christen….einem Atheisten, einem….zuzurechnen, zuzuordnen ist, mit all so suggerierten Vorurteilen?

    Ich versuche den für mich "einfacheren Weg" kurz zu skizzieren:

    Um Abstraktionen zu umgehen, formuliere ich meinen sehr subjektiven Ausgangspunkt wie folgt, ein Ausgangspunkt meines hier anstehenden Denkens, das Dir,, Arnold, aus einschlägigen Diskussionen mit mir hinreichend im Grundsatz hinreichend bekannt ist ( Aus Diskussionen zwischen enem bekennenden Atheisten mit mir als bekennendem kaht. Christen. Dieses nur als Hinweis für diejenigen, die uns insofern nicht kennen.)

    Eine menschenwürdige, einen menschengerechte Gesellschaft ist ohne Akzeptanz des Postulates von der unverletztlichen Würde eines jeden Menschen nicht möglich. Deshalb gehört es zu den fundamentalen Pflichten eines jeden Einzelnen, ener jeden Gesellschaft, eines jeden Staates, dieses Postulat anzuerkenne und zu schützen.

    Folglich hat jeder, hat jede Gesellschaft, hat jeder Staat alles abzulehnen und ggfls. zu bekämpfen, was mit diesem Postulat nicht zu vereinbaren ist, was ihm widerspricht, was darauf angelegt sein kann, dieses Postulat in Frage zu stellen.

    Arnold,
    darauf gestützt gibt es für mich keinen Anlaß, von Menschen wissen zu müssen, ob sie Juden, ob sie Christen, ob sie Muslime, ob sie Atheisten sind, welcher Rasse sie angehören, woher sie kommen.
    Ich begegne allen Menschen mit einer positiven oder aber negativen Grundhaltung, je nachdem , ob und wie sie das vorgenannte Postulat akzeptieren oder ablehnen. Und das schließt jegliche , Organisation mit ein -gesellschaftliche Gruppierungen jedweder Art, Religionsgmeinschaften, Parteien, Staaten -in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft-..

    Arnold,
    mache ich es mir zu einfach, wenn ich auf dieser Grundlage versuche, dem hier wahrzunehmnden Konflikt – enem tatsächlichen oder einem vermeintlichen?- näherzukommen, letztlich mit dem Ziel, mir ‚mal wieder die Grundlage meiner eigenen Position aus Anlaß dieser Kontroverse bewußt zu machen, nicht nur, aber eben auch wenn es um Antisemitismus, Anti-Islam, Anti….geht.?

    Es geht doch im Kern nicht um Antisemitismus, Antislamismus,Anti-Chrisentum, Anti-Hinduismus und morgen um Anti……, sondern im Kern beruht jedes dieser "Anti-Ismen" gleichemaßen auf der Idee, daß Menschenlichkeit, daß die Würde enes Menschen abhängig sind, von…….. und daß folglich eine Differenzierung von Menschlichkeit, von Menschenwürde statthaft, ja sogar geboten ist, weil………… und das darauf aubauend, Menschen in ihrem Menschsein, in ihrem Lebensrecht unterschiedlich gewertet und gewichtet werden dürfen.

    Sollten wir, müßten wir -ich meine mit Wir alle diejenigen, die sich in unser freiheitlich-pluralen Gesellschaft dem Postulat von der unverletztlichen Würde eines jeden Menschen verpflcihtet fühlen- nicht stärker und immer wieder diese unsere Grundsatzposition in diverse Diskussionen, z.B. in die hier laufende, einbringen?
    "Erkennen wir ansonten vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr"
    bzw. erkennen wir ansonsten nicht mehr das was uns, was unsere Gesellschaft letztlich im innersten zusammenhält, zusammen halten sollte und was die gemeinsame, allgemen gültige Basis für uns ist wider gegen Alle und wider gegen Alles, was dem vorg.Postulat aus welchen Gründen auch imme und in welcher Quantität und Qualität auch immer entgegensteht?

  • #71
    Arnold Voss

    Walter, du bist für mich sozusagen der Prototyp des aufgeklärten Gottgläubigen. Gebildet, aber nicht eingebildet, gottergeben ohne menschenfeindlich zu sein, kirchlich aber nicht klerikal. Du bist ein überzeugter Demokrat und zugleich ein überzeugter Christ. Ich käme deswegen nicht im Traum auf die Idee, mich vor dir fürchten zu müssen. Menschen wie du sorgen obendrein dafür, dass das Christentum als ganzes sich humanistisch weiterentwickelt und autoritäre sowie totalitär-bibelgläubige Strömungen im Christentum eingedämmt werden können.

    Wärest du mit diesem Kopf Muslim, hättest du innerhalb dieser Glaubens- und Kirchenwelt erheblich Probleme mit vielen deiner Mitgläubigen, mit so manchen Iman und vor allem mit jeder Form des Salafismus. Du wärest schon lange vor den meisten Muslimen wegen des islamistischen Terrors auf die Straße gegangen, hättest die diesbezügliche Diskussion in deiner Moschee gesucht und dich für den innterreligiösen Frieden eingesetzt.

    Hättest du als Muslim öffentlich die gleichen Diskussion mit mir als Atheisten geführt wie hier und dabei auch noch öffentlich akzeptiert, dass das eben auch eine mögliche und anerkennenswerte Denkrichtung im Rahmen der Religionsfreiheit ist, hättest du erst Recht Probleme mit vielen deiner muslimischen Mitgläubigen bekommen. Wohlmöglich wärest du sogar dafür ermahnt oder sogar bedroht worden.

    Das ist es, worum es mir bei dieser Diskussion hier ging. Religion ist eben ncht gleich Religion. Religion kann menschenfeindlich sein, und die islamische hat damit zu Zeit weitaus größere Probleme als die christliche oder die jüdische. Wer das bestreitet, der will diesen Unterschied nicht sehen und mit solchen Leuten komme ich auf keinen gemeinsamen Nenner.Es ist mir dabei völlig egal ob sie mich deswegen für islamophop halten oder nicht. Sie leiden vielmehr – so mein Eindruck gerade nach der Diskussion mit Sebastian Klein – unter Islamophobie-Phobie.

  • #72
    Helmut Junge

    Arnold, Walter, die Aussage, daß die Muslime den neuen Judenstern tragen, enthält ein Element, das hier noch nicht herausgearbeitet wurde. Das ist die kollektive Anklage gegen alle Nichtmuslime.
    ALLE sind demnach schuldig, du, ich, Walter eingeschlossen, obwohl wir zu denen gehören, die immer sagen, daß es bestimmte, genau definibare Elemente sind, die den Terror verursachen und nicht alle Muslime. Die obige Aussage aber differenziert nicht. Die läßt nur einen Schluß zu, und der heißt, daß die nichtmuslimische Mehrheit insgesamt zuläßt, das Muslime hier stigmatisiert werden. Und so etwas kann nur im Interesse von Leuten liegen, die polarisieren wollen. Und Polarisierung ist eben genau das Ziel von Terroristen.

  • #73
    WALTER Stach

    Arnold, Helmut,
    warum muß ich in den letzten Jahren verstärk registrieren, daß das, was uns gemein ist, nämlich unabhängig von religiösen/weltanchaulichen Meinungen -erstrecht losgelöst von parteipoliitschen Präferenzen- darauf zu bauen, daran festzuhalten, daß " für uns ganz selbstverständlich" das Prinzip, "der Glaubenssatz" von der unverletztlichen Würde eines jeden (!)Menschen die gemeinsame, die unverrückbare Basis unseres gesamten gesellschaftspolitischen Denken und Handels ist und wir gemeinsam dafür eintreten, daß die Basis für das Denken und Handeln aller Menschen zu sein hat.
    Daß ich mich dabei, dann und wann, sozusagen meine Menung absichernd und diese bekräftigend, auf Art.1 (1) unserer Verfassung berufe, ist letztlich nur eine "normative Argumentation", allerdings für den politischen Alltag in Deutschland keine nebensächliche.
    Warum ist der Mehrheit in unserer Gesellschaft -auch der großen Mehrheit junger Menschen!- dieses Grundverständnis von der gemeinsamen Basis, auf der die freie-plurale Gesellschaft und der freiheitlich-demokratische Rechtstaat gegründet snd, völlig fremd -und das mit zunehmender Tendenz?

    Das hat dann u.a. zur Folge, daß in Diskussionen mit Anhängern der Pegida-Bewegung oder der AFD völlig aneinander vorbeigerdet wird, daß die Pegida-AFD Anhänger die Meinung anderer gar nicht nachvollzihen können, weil ihnen jegliches Verständnis für d a s Grundprinzip unseres Zusammenlebens fehlt, nämlich das Verständnis und die nicht zu hinterfragende Akzeptanz "der unverletzlichen Würde eines jeden Menschen".
    Das hat auch zur Folge, daß in Diskussionen über Antisemitismus, über den Islam, über den Islamismus oftmals aneinander vorbeigeredet wird, daß der eine den anderen gar nciht verstehen kann, weil es an dieser "an und für sich" selbstverständlcihen Basis fehlt.

    Das hat auch zur Folge, daß in Diskussionen über Integrationsprobleme, z.B. bezogen auf Flüchtlinge/Zuwanderer muslimischen Glaubens, oftmals anenander vorbeigeredet oder daß man sich in Nebensächlichkeiten verliert. Es ist nicht darüber zu diskutieren, o b z.B. Zuwanderer welcher Glaubensrichtung, welcher Weltanschauung auch immer, den Verfassungsgrundsatz von der unantasbaren Würde enes jeden (!!) Menschen zu akzeptieren haben, denn das hat selbstverständlcih zu sein, sondern nur darüber, was das z.B. für ihr alltägliches Leben zu bedeutet hat oder welche Konsequenzen letztlch das Strafrecht vorsieht, wenn "die Würde eines anderen Menschen" verletzt wird.
    Letzterem könnte mit dem Versuch einer Relativierung begegnet werden.
    Können " wir" -Gesellschaft und Staat – glaubwürdig von Flüchtlingen, von Zuwanderer diese sebstverständliche Akzeptanz eines Grundprinzipes unserer Gesellschaft- und Staatsordnung erwarten, wenn sie vielen Einheimischen fremd ist und sich diese ihre wachsende Entfremdung tagtäglich anhand ihrer Worte und anhand ihrer Taten feststellen läßt? Und können "wir" -Gesellschaft und Staat- glaubwürdig von Flüchtlingen und Zuwanderern………., wenn der Staat nicht ohne Wenn und Aber, nicht bedingungslos im großen wie im kleinen legislativ,judikativ, exekutiv dem Prnizip von der unantastbaren Würde eines jeden Menschen Rechnung trägt -präventiv und repressiv?

    Arndol, Helmut,
    diese unsere gemeinsame Grundposition verhindert keinen Strei zwischen uns, sondern nutzt diesem, wenn es um konkrete gesellschaftspoltische Fragen und um die Suche nach pragmatischen Antworten auf diese Fragen geht, z.B. dann, wenn wir über die Positionierung Deutschlands zu aktuellen politischen Entscheidung der derzeitigen Regierung in Israel streiten -sh deren.Siedlungspolitik im sog. Westjordanland-. Allderdings führen Meinungsstreitigkeiten dieser Art zwischen uns nie dazu, daß "das menschliche Maß" verloreng geht -weder bei Sach- noch bei Personalstretigkeiten-.

    Warum diese Überlegungen/Erwägungen?
    Nach Inhalt und Diktion habe ich oftmals bei Disk.beiträgen auch hier bei den Ruhrbaronen den Eindruck, daß aneinander vorbeigeredet wird, daß der eine den anderen nicht versteht, gar nciht verstehen kann, weil es eben nicht das vorstehend mehrfach erwähnte gemeinse Fundament gibt, auf dem gesellschaftspoltisches Denken und Handeln in Deutschland beruhen sollte, beruhen muß!

  • #74
    Thomas Weigle

    @Helmut Junge #58 Schönes Argument, kann ich mich@ Walter Stach#64 nur anschließen.

  • #75
    Der Flo

    Oha! Jetzt ist es sogar Marek Lieberberg zuviel geworden: http://www.tz.de/stars/neuer-judenstern-lieberberg-distanziert-sich-naidoo-5935572.html

    Bin mal gespannt, wie sich jetzt die mehr als 100 Claquere des Herrn N. erklären werden. Ich hoffe doch sehr, dass sich der eine oder andere kritische Journalist finden wird, der den Herren Mittermeier, Schweiger, Delay, Adorf, Maffay, BossHoss und wie sie alle heissen, ein paar unangenehme Fragen zum neuesten Ouevre der christlich-rechtsnationalen Heulboje aus Neu-Jerusalem (a.k.a. Mannheim) und vor allem auch zu seinem neuen Spezi Herrn Todenhöfer stellt.

    Und vielleicht – aber auch nur vielleicht – nehmen sich die entsprechenden Herrschaften dann endlich mal das wohl berühmteste Zitat des Dieter Nuhr zu Herzen. Aber das dürfte wohl dann doch ein frommer Wunsch bleiben…

  • #76
    Thorsten Stumm

    @Der Flo

    Wir Ruhrbarone haben den ganzen Verlauf mit Herrn Naidoo begleitet. Wir haben sofort nach der Anzeige in FAZ Hern Lieberberg kontaktiert. Ohne Ergebnis…..

    Auch die anderen Unterstützer sind nie auf nur ein Argument eingegangen. Warum sollte sich das jetzt gross ändern ?

    Die werden sich nach dieser Aktion von Herrn Naidoo nicht noch weiter selbst beschädigen ….

  • #77
    Arnold Voss

    @ Helmut Junge @ Walter Stach

    Hast du erstmal das Generalopfer ausgemacht, findet sich eben auch schnell der Generaltäter. Alle anderen halt. Leute wie Sebastian Klein brauchen das. Die können dann so richtig recht haben und gegen alle pöbeln, die den Islam kritisieren. Nach dem Motto: Islamkritik = Islamfeindschaft = Pegida. Da ist jede Debatte unmöglich.

    Ich gehe davon aus, dass Jemand wie Sebastian Klein sehr wohl die demokratische Verfassung als gemeinsames Fundament mit mir hat. Aber wer ein Generalopfer gefunden hat , der kann keine Kritik an diesem mehr zulassen. Erst recht keine, in der andere potentielle Opfergruppen ins Spiel gebracht werden. Opfer stehen bei ihm jenseits jeden Vergleichs. Damit kann man dann auch beliebig den Holocaust ins Spiel bringen. Und auf diese Weise sind dann alle die Sebastian Kleins – ob sie es wollen oder nicht – ganz nahe bei Xavier Neidoo.

  • #78
    Der Flo

    @ Thorsten Stumm, #76:

    "Auch die anderen Unterstützer sind nie auf nur ein Argument eingegangen. Warum sollte sich das jetzt gross ändern ?"

    Tja, irgendwie hoffe ich ja, dass da wenigstens ein paar Leuten klar wird, für wen sie sich da gerade eingesetzt haben. Ich weiss – dass ist eine sehr optimistische Haltung. Aber bekanntermassen stirbt ja die Hoffnung zuletzt.

    Unter den Unterzeichnern der Annonce befinden sich mehrere Künstler, die ich bislang sehr geschätzt habe – ich bin seit fast 30 Jahren ein grosser Fan von Herbert Grönemeyer (und das u.a. auch wegen seiner nicht selten kritischen Texte), seit mehr als einem Jahrzehnt ebenso von Michael Mittermaier. Und auch den Prinzen, Sasha, The BossHoss oder auch Mario Adorf war ich bislang sehr wohlgesonnen. Es wäre mir persönlich einfach sehr recht, die Solidaritätsbekundung dieser Menschen pro X.N. einfach nur in die Kategorie "Fehler, die einem mal passieren können" einordnen zu können. Aber ich muss mich anscheinend wohl oder übel mit dem Gedanken vertraut machen, ihre Kunst nie mehr so unbelastet wie früher geniessen zu können.

    Und das fuchst mich irgendwie gewaltig!

    Aber abgesehen davon ein riesiges Lob für Eure journalistische Arbeit in dieser Sache.

  • #79
    Helmut Junge

    Die Abfrage nach der Treue zum Grundgesetz hat F.J.Degenhardt in seinem Songtext: Befragung eines Kriegsdienstverweigerers in meinen jungen Jahren satirisch behandelt. Seither weiß ich, daß das keine wirkungsvolle Methode ist, Menschen einzustufen. Auf direkte Befragung sagt doch jeder, daß er 100%ig dahintersteht. Wir müssen davon ausgehen, daß das auch für Schariabefürworter gilt, wenn mit einer solchen Befragung evtl. persönliche Nachteile verknüpft wären. Daß solche Leute heutzutage noch ehrlich ein Bekenntnis zur Scharia und damit gegen das Grundgesetz ablegen, zeigt nur, daß es für solche Aussagen keine Repressalien zu befürchten gibt. Das allein widerlegt schon die Aussage im Liedtext von Herrn Naidoo, daß Muslime den neuen Judenstern tragen müsse.
    Mit dieser Aussage macht sich dieser Musikant, ob gewollt oder unbedacht, aber nicht zum Verbündeten der vielen Muslimen, die niemals etwas anderes als unsere Gesetzgebung gefordert haben, schon gar keine Scharia, sondern genau zum härtesten Kern von Extremisten, die offen das Grundgesetz ablehnen, und weil das Mißtrauen im Rest der Bevölkerung erweckt, sich gerne kollektiv hinter andere Muslime verstecken wollen. (wie ein Fisch im Wasser) Blöd für Herrn Naidoo, daß er selber dabei seinen Kopf deutlich aus dem Wasser heben muß. Alle sagen, "Ach guck mal, der Herr Naidoo."
    Nebenbei hatte ich vor einigen Wochen nur eine mäßige Vorstellung davon, wer der Herr Naidoo ist.
    Sein Bekanntheitsgrad ist also mindestens gerinfügig gestiegen.

  • #80
    Laubeiter

    Sehr geehrte Ruhrbarone
    ich haben in Ruhrbarone selten so eine Polemik gegen Personen gelesen. Mag sein, dass die im Artikel kritisierten Personen Schimären aufsitzen den von ihnen verfassten Liedern und Texten, aber die Polemik kommt mir so vor, als wollte der Autor sich als Supatopcheckabunny profilieren. Ich gehe auf Ruhrbarone.de wegen differenzierten Versuchen, was Neues zu beschreiben, nicht für Polemik gegen Leute, die eh keiner mag.

  • #81
    Gerd

    Ein paar Daten aus den USA zum Thema:

    59% aller religiös motivierten Hassverbrechen werden gegen Juden begangen, nur 14% gegen Moslems.

    Jews Are Still the Biggest Target of Religious Hate Crimes – News – Forward.com
    http://forward.com/news/325988/jews-are-still-the-biggest-target-of-hate-crimes/?attribution=articles-hero-item-text-1

  • #82
    WALTER Stach

    Helmut -79-
    auch, aber nicht nur aus altersbedingten Gründen wußte ich bisher von Naidoo nichts! Ich werde mich auch weiterhin für ihn und das, was er produziert, nicht interessieren.

    Ich habe deshalb ganz bewußt in dieser Diskussion weder was zur Person Naiidoo im allgemeinen, zu seinen bisherigen Produktionen noch konkret etwas zu der Textpassage gesagt, die Anlaß für die laufende Diskussion ist.
    Ich habe lediglich diesen Anlaß wahrgenommen, um meine Überlegungen,meine Betrachtungen in die Diskussion einzubringen, um mit ihnen zu verdeutlichen, daß in Deutschland gewaltig am Fundament dessen gerüttelt wird, was seit 1949 unsere Gesellschafts- und Staatsordnung getragen und ausgemacht hat.
    Dieses gewaltige Rütteln am Fundament unserer Staats- und Gesellschaftsorung geschieht sowohl durch hier lebende, durch hier poltisch agierende radikal-fanatische Islamisten – teilweise "ferrngesteuert" durch den IS- als auch und durch extrem Rechtsradikale, die in der Pegida-Bewegung und bei der AFD ihr "politisches Zuhause" gefunden haben.

    Diese aktuelle gesellschaftspoltische Situation könnte ja, so meine ich, Anlaß sein, sich wieder ‚mal an das zu erinnern, was unsere Gesellschafts- und Staatsordnung substantiell ausmacht, was sie entscheident prägt , was sie von anderen Gesellschafts- und Staatsordnungen unterscheidet, was letztendlich auch die Menschen, die in Deutschland leben, zusammenhält, zusammenhalten sollte und bisher mehrheitlich auch zusammengehalten hat, was mir "verteidigungswürdig/verteidigungswert ist"" sollte und was ich "schlicht und einfach" kompriert mit dem Hinweis auf das Postulat von der unverletztlichen der Würde eines jeden einzelnen Menschen wiedergegeben habe -enschließlich der Verweisung auf Art.1(1.)GG, auf dem nicht nur alle dann im GG folgenden Menschenrechte/Grundrechte aufbauen, sondern dessen Inhalt zum sog. verfassungsrechtlichen Minimum gehört, das heißt, er ist jeder Verfassungsänderung entzogen; nicht gefeit ist der Inhalt des Art.(1)GG vor einem Verfassungsbruch, der dann einem revolutionären Akt gleichkäme, von dem -immerhin – Rechtsextreme in Deutschland offen und öffentlich fabulieren.

    Nachgedacht und diskutiert werden könnte in diesem Zusammenhang über Begrifflichkeiten ,die mehr und mehr in der politische Literatur zu finden sind, wie
    "islamistischer Faschismus" wie "Neo-Faschismus" und wie " neue völkische Bewegungen".

  • #83
    WALTER Stach

    Gerd,
    und die restlichen 41 % gegen….?
    -14% gegen Moslems und der "verbleibende Rest" von 27% gegen….?

    Und von wem gehen die religösils-motiveren Gewalttaten -"Hassverbrechen"- in den USA aus, z.B. diejenigen, die zu 59% gegen Juden, zu 14 % gegen Moslems und zu 27% gegen…(?)gerichtet sind?

    Eine Antwort auf diese Frage wäre einer weiteren Sachdiskussion dienlich. Ich kenne sie nicht.

    Interessant könnte es zudem sein, ‚ mal zu erfahren, wie hoch in absoluten Zahlen sog. religiös-motivierte Gewaltverbrechen in den USA insgesamt sind und wie hoch in Deutschland , und das dann auch in Relation zur jeweiligen Bevölkgerungszahl.

    (Ergänzende Anmerkung:
    "Der Vernehmen" nach werden Gewaltaten -bis hin zum Mord- in denUSA auch durch sog. Evangelikaler ausgebübt, z.B. gegenüber dem Personal von Kliniken, in denen legal Abtreitungen durchgeführt werden, weil…….?
    Ich hoffe, daß diese Frage nicht wider jede Logik ausgelegt wird als Relatvierung von Gewallt gegen Juden -hier bezogen auf die USA-. )

  • #84
    WALTER Stach

    Bei SPIEGELonline lese ich soeben einen Beitrag unter der Überschrift:

    KLARSFELD warnt vor Le Pen:

    "Viele Juden würden Franrkeich verlassen müssen".

    In dem Beitrag wird Klarsfeld u.a. zitiert mit einem Vergleich 1933 Deutschland und Franrkeich 2o17 (Präsidentschaftswahlen).

    Jüdische Franzosen haben also in Furcht zu leben sowohl vor radikal-fanatischen Islamisten als zukünftig noch mehr als bisher vor den rechtradikalen Nationalisten vor allem dann, wen Le Pen Präsidentin werden sollte.

    Ich habe von dieser "realexstierenden" und sich unter ener Präsidentin nach Meinung von Klarsfeld verschärfenden doppelten Bedrohung in meinem o.a. Beitrag – 82- im 4.Absatz gesprochen, nicht bezogen auf bestimmte Personengruppen, nicht konkret bezogen auf Juden, sondern ganz generell bezogen auf das Fundament jeder freiheitlich-pluraler Gesellschaft und jedes demokr.-rechtstaatlich verfaßten Staates.

    Zudem "passen " die bei SPIEGELonline zitierten Bemerkungen von Beate Klarsfeld als bedenkenswerter Aspekt zu der von mir ebenfalls im Beitrag -82- im letzten Absatz als naheliegend angesprochenen Diskussion zum Thema "Faschismus " a.) im Sinne eines sog. islamistischen Faschismus und b.) im Sinne eines "völkischen" Faschismus.
    Leider komme ich als kaht.Christ nicht daran vorbei, anstelle des Begriffes "völkischer "Faschismus den eines "christlich-kath.Faschismus a la Franco" bezogen auf den Front National, bezogen auf die Parlamentsmehrheiten/Regierungen in Polen, in Ungarn nachdenkenswert zu nennen.

  • #85
    Gerd

    Walter,

    in meinem Beitrag ist ein Link. Öffne ihn und deine Fragen werden beantwortet werden. Selbst wenn man kein Englisch kann, sollte man die Infografik verstehen:

    http://assets.forward.com/images/675x/hate-crimes-chart-1449181453.jpg

    Was die Auswanderung von Juden aus Frankreich angeht, die ist schon seit über einem Jahr sehr hoch. Und keineswegs aus dem Grund, den Klarsfeld und SPON herbeifantasieren.

  • #86
    WALTER Stach

    Gerd,
    werde ich gleich lesen.
    Gerd,
    ich denke, die Gründe für die massive Auswanderungen jüdischer Franzosen sind in der Tat nicht neu, weil 2o17 Le Pen zur französichen Präsidentin gewählt werden können.

    Mit dem Erstarken des Front National in den län letzten Jahren ist auch in Frankreich die Bereitschaft gewachsen, den latenten Antisemitismus offen zu zeigen -Gewaltakte eingeschlossen -und umgekehrt . Es finden die französischen Antisemiten im immer stärker werdenden Front National ihr politsches Zuhause, auch wenn Le Pen versucht, die antisemitische Position des Front National bei ihren öffentlichen Auftrtten "herunterzuspielen".
    Für mich es naheliegend, daß diese Gründe für die massive Auswanderung jüdiische Franzosen aus deren Sicht extrem wachsen, wenn sie davon ausgehen, von Le Pen als Präsidentin ab 2o17 regiert zu werden.
    Insofern ist m.E. der Vergleich 1933 – 2o17 von Klarsfeld naheliegend, Schon vor 1933 -vor der sog. Machtübernahme Hitlers- haben viele jüdische Deutsche aufgrund der immer häufig zu registrieren antisemitischen Aktionen, z.B. durch die SA, Deutschland verlassen; erstrecht -soweit das dann noch möglich war-als sich abzeichnete, daß es eine Regierung "unter Hitler" geben könnte und dann ja uch gegeben hat.

    Unabhängig von der aktuellen Sorge jüdischer Franzosen mit Blick auf die Präsidentwahl 2o17 in Frankreich registriere ich in Motivien/Zielen -den Antisemitismus einbezogen- in Frankreich, in Polen, in Unganr, in der Tschechei, in der Slowakei politische Zustände bzw. politische Entwicklungen, die mich an die 193o er Jahre in Europa erinnern und die es durchaus rechtfertigen, über "Neo-Faschismus" oder über "neue völkische Bewegungen" nachzudenken oder sogar……..sh.84.abschließend mit Blick auf Franco-Spanien von "christlich-kath.Faschismus".
    Pegida/AFD sind Bewegungen in Deutschland, die bekanntlich offen ihre Sympathien mit Le Pen, mit Front Nationa und mit den derzeit in Ungarn, in Polen "Herrschenden" und mit deren poltischen Motiven und Zielen äußern; "Brüder im (Un-)Geiste".

    .

  • #87
    Der Flo

    Ja, was denn nun, Herr Lieberberg: http://www.musikexpress.de/marek-lieberberg-distanziert-sich-doch-nicht-von-xavier-naidoo-452883/
    Ist der Herr Naidoo nun ein Guter oder ein Böser? Oder vielleicht einfach nur ein unsagbar Dummer? Erklären Sie uns das bitte mal.

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