8

Ist das Ruhrgebiet überflüssig?

Wasserfall auf Zollverein 2013 Foto: Laurin

Wer sich die Frage nach der wirtschaftlichen Zukunft des Ruhrgebiets stellt, braucht gute Nerven und sehr, sehr viel Optimismus, um nicht zu verzweifeln.

Wer sich die Frage nach der wirtschaftlichen Zukunft des Ruhrgebiets stellt, braucht gute Nerven und sehr, sehr viel Optimismus, um nicht zu verzweifeln.

Als auf Zeche Prosper-Haniel am 21. Dezember 2018 die letzte Tonne Steinkohle gefördert wurde, war damit nicht nur Deutschland aus der Kohleförderung ausgestiegen. Es war auch der Tag, an dem das Ruhrgebiet endgültig seine, am Ende eher symbolische als reale, Klammer verlor, die es zusammenhielt. Über Jahrhunderte prägten Bergbau und Stahl die Region, ja, schufen sie erst aus einer Ansammlung bedeutungsloser Dörfer und kleiner Städte. Seit spätestens diesem Tag haben sie alle keine gemeinsame Gegenwart mehr, sondern teilen nur noch eine gemeinsame Vergangenheit.

Das Ruhrgebiet ist kein Wirtschafts- sondern ein Problemraum. Die elf Großstädte und vier Landkreise, die ebenso locker wie gezwungenermaßen über den Regionalverband Ruhr miteinander verbunden sind, unterscheiden sich von ihrem Umland vor allem durch eine höhere Arbeitslosigkeit. Das Ruhrgebiet ist nicht mehr da, wo die Schlote qualmen, sondern da, wo die Menschen ärmer sind. Unter den Großregionen Deutschlands ist das Revier der Sozialfall.

Das ist ein Problem. Nicht nur für die Menschen, die in Stadtteilen wie Schalke-Nord in Gelsenkirchen, Duisburg-Marxloh oder Herne in heruntergekommenen Häusern ohne Perspektive leben, sondern für das Land Nordrhein-Westfalen. Das Ruhrgebiet hat gut fünf Millionen Einwohner. Fast jeder dritte Nordrhein-Westfale lebt hier und das Land würde in allen Statistiken deutlich besser abschneiden, wenn es das Revier mit seiner wirtschaftlichen Schwäche nicht gäbe: Ostwestfalen, das Münsterland und vor allem das Siegerland sind Hochburgen des Mittelstandes mit Industrieanteilen und Arbeitslosenzahlen wie in Bayern oder Baden-Württemberg. Münster, Köln und Düsseldorf sind boomende Städte, international bestens vernetzt und mit hoher Lebensqualität. Vergleichbares sucht man zwischen Ruhr und Lippe vergebens.

Seit Jahrzehnten ist das Ruhrgebiet der Mühlstein, der Nordrhein-Westfalen nach unten zieht. Egal welche Parteien im Land die Macht hatten, ganz gleich, wie viele Milliarden sie in die Region pumpten: Das Ruhrgebiet kam und kommt nicht auf die Beine. Es ist gerade einmal gelungen, den vollkommenen Absturz zu verhindern.

Schaut man sich die Region genauer an, stellt man auch innerhalb des Ruhrgebiets große Unterschiede fest. Der schwierigste und ärmste Teil liegt grob gesehen nördlich der A40 und südlich der A2. Große Teile Duisburgs, Oberhausen, die Dortmunder Nordstadt, Essens Problemviertel Katernberg und Altenessen, Herne und fast ganz Gelsenkirchen befinden sich zwischen den beiden Autobahnen.

Ganz im Norden hingegen, in Dorsten oder Haltern, wo das Ruhrgebiet ins Münsterland übergeht, sind die Städte schmuck, ist der Wohlstand deutlich größer und die Probleme kleiner. Klar, ganz so wohlhabend wie in den angrenzenden Kreisen Coesfeld oder Borken ist man nicht, aber die Welt ist schon eine andere als in den Slums im Emschertal.

Bochum, Dortmund und Essen mit ihren Universitäten und Fachhochschulen, sehenswerten Kulturangeboten, bürgerlichen Stadtteilen und vielen Freizeitangeboten können zwar mit Köln, Berlin oder Hamburg nicht mithalten, aber hier liegt die Lebensqualität immerhin auf dem Niveau des unteren Mittelfelds deutscher Großstädte. Auch wenn die Wirtschaftsleistung noch niedrig ist, sind diese Städte auf einem guten Weg. Nein, nicht an die Spitze, aber raus aus dem Sumpf von Elend, Armut und Perspektivlosigkeit, in dem die meisten Städte des Ruhrgebiets langfristig verharren werden.

Warum das so ist? Weil das Ruhrgebiet mittlerweile eine große Goldgräbersiedlung ohne Gold ist, weil in der Vergangenheit Fehler gemacht, Flächen zum Beispiel für Neuansiedlungen bewusst nicht zur Verfügung gestellt wurden und weil man gerne Träumen hinterherläuft.

Was heute das Ruhrgebiet ist, war bis vor 200 Jahren weit davon entfernt, ein gemeinsamer Raum zu sein. Ein paar Städte wie Dortmund und Duisburg waren früher einmal bedeutend. Ja, das Frauenkloster in Werden war im Mittelalter aufgrund seines Einflusses einmal nahezu so etwas wie eine Mittelmacht und Dorsten wurde im Simplicissimus erwähnt, aber das war alles lange her. Die Städte an Ruhr, Emscher und Lippe waren vor der Industrialisierung unbedeutend. Wo heute das räumliche Zentrum des Reviers liegt, weideten Wildpferde. Bochum war ein Ackerbürgerstädtchen und was einmal die Cranger-Kirmes werden sollte, war ein regionaler Pferdemarkt.

Münster, Düsseldorf, Köln, ja sogar Paderborn, waren die wichtigen Zentren, das Ruhrgebiet war Randlage.

Dann kam die Industrialisierung und der Kohlerausch, das europäische Gegenstück zum Goldrausch. Ob Nordfrankreich, Wales oder zwischen Ruhr und Lippe: Überall, wo es Steinkohle gab, wuchsen kleine Dörfer und Städte zu Industriezentren heran. Das größte dieser Zentren sollte das Ruhrgebiet werden, denn hier war alles perfekt: In Essen gab es schon lange eine Waffenproduktion auf Manufakturbasis, im Sauerland und im Siegerland Metall und metallverarbeitende Betriebe, im Ruhrgebiet ebenfalls, dort wurden Lokomotiven, Waffen und Schienen gebaut. Dazu Kohle in so großen Mengen, dass bis zum Ende des Bergbaus nur ein Bruchteil abgebaut werden konnte. Dazu kamen die Flüsse, gerade am Anfang der Industrialisierung die wichtigsten Verkehrswege: Über den Duisburger Hafen war das Ruhrgebiet mit den anderen schnell wachsenden Wirtschaftszentren entlang des Rheins verbunden. Über die Ruhr konnte die Kohle zum Duisburger Hafen gelangen.

Energie, Rohstoffe, die richtigen Verkehrsanbindungen und Verbraucher: Alles war im Ruhrgebiet vorhanden, alles passte.

Das ist lange her. In den 50er Jahren begann der Abstieg des Bergbaus. Stahl wird fast auf der ganzen Welt preisgünstiger produziert. Im Ruhrgebiet gibt es kaum noch eine Industrie, die ihn benötigt. Geblieben ist die metallverarbeitende Industrie im Sauer- und Siegerland und die Automobilindustrie, die Stahl noch nachfragt. Die Betonung liegt auf „noch“, denn die Perspektiven der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer, darunter viele Mittelständler aus NRW, sind eher unsicher.

Im Wilden Westen zogen die Menschen weiter, wenn das das Gold abgebaut war. Im Ruhrgebiet blieben viele von ihnen, nur gut eine Million Einwohner hat die Region verloren, fünf Millionen sind es immer noch.

Aber für die wirtschaftliche Kraft des Reviers sind es viel zu viele. Ja, es gab zahlreiche Versuche, das Ruhrgebiet wieder auf die Beine zu stellen. Einige, wie die Gründung der Universitäten und Hochschulen ab den 60er Jahren, waren erfolgreich. Heute gibt es im Ruhrgebiet 22 Hochschulen und 400 Studiengänge. Das ist nach den Werbebroschüren der Region die dichteste Hochschullandschaft Europas. Aus dem Umfeld der Hochschulen gründeten sich Unternehmen, sie wurden zu Wachstumszellen. Der Technologiepark Dortmund und das ehemalige Opel-Areal in Bochum sind Beispiele für diese Entwicklung. Hier haben sich Hightech-Unternehmen angesiedelt und viele Tausend Jobs geschaffen.

Andere Ansiedlungen war kein dauerhafter Erfolg beschieden: Ob das Opel-Werk in Bochum, die Siemens-Telefonfabriken in Witten, Gladbeck und Kamp-Lintfort, der Mobiltelefonhersteller Nokia, der das Fernsehwerk von Graetz in Bochum übernahm, die Werke des Modeunternehmers Klaus Steilmann – sie alle sind ebenso längst Geschichte wie die viele Tausend Industriejobs, die sie den Menschen im Ruhrgebiet boten.

Das Ruhrgebiet ist heute eine der am wenigsten industrialisierten Regionen Nordrhein-Westfalens. Städte wie Herne haben noch einen Industrieanteil von neu Prozent, in Bochum sind es 15. Der Kreis Siegen kommt auf über 40 Prozent.

Ohne Industrie fehlen aber nicht nur Jobs in den Fabriken. Es fehlt auch an Ingenieuren. Im Ruhrgebiet gibt es zwar viele Hochschulen, aber wenig private Forschung und Entwicklung. Einzelne Erfolge wie die Ansiedlung von Bosch in Bochum ändern daran angesichts der Größe der Region kaum etwas. Die alten Industrien sind weggebrochen, was ihnen folgte, ist oft schon längst wieder Vergangenheit und neue Unternehmen siedelt sich in zu geringem Maße an. Fast noch schlimmer: Im Ruhrgebiet wird auch unterdurchschnittlich gegründet.

Wundert es noch jemanden, dass das Ruhrgebiet während des fast zehn Jahre andauernden Booms den Abstand zu den anderen Regionen Deutschlands nicht verringern konnte? Sicher, auch hier ging die Arbeitslosigkeit zurück und wurden neue Jobs geschaffen – aber weniger als in allen anderen Ballungsgebieten und Großstädten Deutschlands.

Das sind keine guten Ausgangsvoraussetzungen für die Zukunft. Aber damit nicht genug: Das Ruhrgebiet hat es als einzige Region Nordrhein-Westfalens nicht geschafft, einen Regionalplan zu erstellen. Der Regionalverband Ruhr kämpfte jahrzehntelang darum, die Planungshoheit zu bekommen und als er sie hatte, versagte er. Wo sich im Ruhrgebiet Industrie ansiedeln und wo Wohnungen gebaut werden können, wo Grünflächen geschützt werden müssen, für all das gibt es keine zusammenhängende Planung, sondern nur Stückwerk.

Und die großen Hoffnungsträger? Bei schnellen Internetverbindungen ist das Ruhrgebiet nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut. Es ist Mittelmaß.

Spitze ist es, wenn es darum geht, zu träumen. Es träumte von einer Zukunft als Standort von Medien-, Umwelt und Kreativwirtschaft. Es wollte Musicalstandort werden und ein touristischer Hotspot. Der neue Traum heißt Wasserstoff. Er soll die neue Kohle werden, der Treibstoff, der das Ruhrgebiet antreibt und nicht nur das Revier träumt, ganz Deutschland tut es.

Nun denn. Wasserstoff kann im Ruhrgebiet nicht preisgünstig hergestellt werden. Man muss ihn oder den Strom, mit dem man ihn herstellen will, importieren. Die Favoriten sind Island und Saudi-Arabien, auch Staaten der Levante kommen dafür in Frage. Mit diesem Wasserstoff soll dann bei ThyssenKrupp in Duisburg Stahl hergestellt werden. Technisch ist das anspruchsvoll, aber möglich. Die Umrüstung der Hochöfen auf Wasserstoff wird zehn Milliarden Euro kosten. Die Stahlindustrie ganz Europas auf Wasserstoff umzustellen 100 Milliarden.

Natürlich geht das nur mit Fördermitteln, aber wann die genau kommen, weiß niemand. Aber das ist nur ein Problem. Die Frage, warum man aus Arabien und dem Mittelmeerraum Wasserstoff nach Duisburg transportieren soll, um ihn dort in einer Anlage zu verwenden, die weit weg von den künftigen Verbrauchern steht, die Autoindustrie wie wir sie kennen, wird es in zehn Jahren nach Expertenmeinung so nicht mehr geben, hat sich bislang niemand gestellt.

Man könnte so ein Werk auch in Israel, Ägypten oder im Libanon bauen. In Marokko, Spanien, Griechenland und natürlich in Italien. Glaubt man Bill Gates, und vieles spricht dafür, dass es so kommt, wird Afrika die kommenden Wachstumsregion. Asien ist es schon lange. Und der Umstieg auf erneuerbare Energien bevorzugen ohnehin den sonnigen Süden. Digitale Infrastruktur kann dort schnell und preiswert aufgebaut werden. Griechenland wird das tun.

Die alte, traditionelle Wohlstandsregion, das Mittelmeer, könnte ihren alten Rang wieder einnehmen, denn Mitteleuropa und somit auch Deutschland hat seinen Energievorteil nicht mehr. Industrie wird hier eher abgebaut, produziert wird, wo die Käufer leben und die Kosten günstig sind. Afrika, Arabien, dass seinen Frieden mit Israel macht und auch die Europa nahen Teile Asiens haben das Zeug die Wachstumsregionen der Zukunft zu werden. Warum in Mitteleuropa investieren? Die Frage stellt sich. Und erst recht stellt sich die Frage: Warum im Ruhrgebiet investieren?

Im Bereich der digitalen Wirtschaft abgehängt, eine unsichere und teure Energieversorgung, eine schleichende Deindustrialisierung, immer schärfere Auflagen – die wirtschaftliche Zukunft Europas und Deutschlands ist sicher nicht rosig. Besonders hart trifft eine solche Situation die Regionen, die bereits in der Krise stecken. Und zu denen gehört das Ruhrgebiet. Aber auch wenn man die Lage in Europa und in Deutschland optimistischer bewerten würde, hätte es das Ruhrgebiet schwer: Es wird es schlicht nicht mehr gebraucht, es hat seine wirtschaftliche Funktion verloren. Aber es gibt noch mehr Gründe, warum die Aussichten im Revier mau sind: Es fehlt an Gründergeist, die Infrastruktur ist mies, es gibt wenige Freiräume, Subventionen und Zuschüsse, nicht mögliche Gewinne, bestimmen bei vielen das Denken, die seit Jahrzehnten anhaltende Abwanderung von Talenten, das Fehlen von Ambitionen, das mangelnde Streben nach Exzellenz – da kommt vieles zusammen. Für Teile Bochums, Dortmunds und Essens wird es eine Zukunft geben. Für die meisten anderen Städte nicht.

Der Artikel erschien in einer anderen Version bereits auf dem Blog Politische Ökonomie des Wirtschaftsforums der SPD

RuhrBarone-Logo

8 Kommentare zu “Ist das Ruhrgebiet überflüssig?

  • #1
    detlef-s

    Guter Artikel, und vor allem gut informiert.
    Wohne selber in Dortmund Nord, und wo Probleme sind, kommen weist neue hinzu. Egal ob Zuwanderung aus Südosteuropa oder Leute mit rechter Gesinnung, und das in einem eigentlich tief roten Stadtviertel, zumindest war das mal so was wie eine SPD-Hochburg. Aber so wie der Ruhri drauf ist, verlässt er nur sehr ungern seinen Pott!

  • #2
    Angelika, die usw.

    "…gute Nerven…"

    Ja, et gibbt viele Heiopeis im Pott un die könn einen bekloppt machen. Heiopeis waren hier immer, aber gefühlt sind et inzwischen mehr. Heiopeis und Versteinerte. ALLES MUSS SO BLEIBEN WIE ES IST FÜR IMMER, IMMER, IMMER…

    Vor einiger Zeit eine Eigentümerversammlung in einer Stadt im westlichen Ruhrgebiet, noch unter Corona-Schutzmaßnahmen – Abstand halten usw. (und man hält gerne Abstand von Heiopeis – auch ohne Corona; "Immer noch Co-ro-naaa?, fragte ein Mieter einer Wohnung, die zu dieser Eigentümergemeinschaft gehört …).
    Ladestation(en) für Elektroautos? "Puh, nä! Ich fahre weiter DIESEL, die können machen, was sie wollen. Die mit ihrer Klimakrise…" Anders heizen? Solarzellen auf’s Dach? "Ach, sonn Blödsinn! Die Heizung kann so bleiben, wie sie ist, genau so!" Stun-den-lange Diskussionen mit Null-Ergebnis.

    Nun geht es weiter mit Mails und Infos an…………….(ja nu, an die, die Geld verdienen mit guten Ratschlägen bei solchen Streitigkeiten). Et muss ja ma irgendwie vorran gehn!! Oder nich??!! Tschuldigung, ich wollt nich bölken, abber jeden Tach habb ich hier im Pott nich "…gute Nerven …".

  • #3
    Walter Stach

    Stefan Laurin,
    wieder einmal eine Auflistung von Mängeln, Fehlern , Unzulänglichkeiiten "aller Art" im sog. Ruhrgebiet, der ich nicht widerspreche, auch wenn sie mir unvollständig erscheint und ich ihr vor allem nicht in jeder Deine Folgerungen daraus anzuschließen vermag.

    Und wie immer bleibt die sich zum X-ten Male stellenden Frage unbeantwortet, ob es und ggfls. wie es gelingen könnte, die Mängel abzustellen, die Fehler zu beheben, den Unzulänglichkeiten zuj begegnen, mit dem (strategischen ?) Ziel, …..???

    Welches "strategischen Ziel" soll das sein??

    Ich frage mich zudem:
    Könnte es sein, daß "man" hier weniger auf "den Staat" ( auf Bund/Land/Kommunen) vertrauen und bauen sollte, sondern mehr auf "den freien Markt" und die das Marktgeschehen im wesentlichen bestimmenden, lenkenden, leitenden Akteure ?

    Wäre es in diesem Sinne denkbar . möglich oder gar geboten sein -und das dann scheinbar im Gegensatz zu meiner gesellschaftspolitischen Grundposition hier und jetzt" im Sinne einer neuen Gründerzeit mehr " staatfreie Räume" zu schaffen und diese staatlicherseits zu garantieren für alle kreativen, innovativen Kräfte der Gesellslchaft, die diese Räume weltweit suchen?
    Denkbar als großes Experiment über (…..?) Jahre?
    "Ein freie Wirtschaftszone Ruhrgebiet"??
    Eine spinnerte Idee? Neu ist die nach meiner Erinnerung nicht.

    Stefan Laurin,
    ich werde "das Ruhrgebiet" 2o3o nicht mehr erleben und mich folglich nicht fragen, ob das was dann sein wird, "gut oder schlecht ist" für eine höchstmögliche Zahl der dann hier lebenden Menschen und wem -oder was – das dann zu verdanken sein könnte.
    Waren es des Schicksals Mächte?

    Mir sckeint, denn alles Andere dürfte utopisch ein, dass im Ruhrgebiet wie bisher -und bis auf Weiteres- viele kleine und dann und wann einiger großer Schritte gesellschaftlicher und staatlicher Organisationen und vieler unterschiedlicher Individuen im getan werden , dann und wann koordiniert, dann und wann gegensätzlicher Natur-, folglich hier und da im Konsens und oftmals kontrovers.- und deses dann in Gänze als " Entwicklung des Reviers" auszumachen sein dürfte."Ende offen" – -mit unerschöpflichem Potential für einschlägige Kommentare und Diskussionen hier bei den Ruhrbaronen – und das über 2030 hinaus-.

  • #4
  • #5
    Ruhr Reisen

    Das Ruhrgebiet ist da – insofern kann man es auch nicht einfach von der Landkarte löschen. Die Probleme von ÖPNV über Kirchturmpolitik und kleinteiliger Vetternwirtschaft sind hinlänglich erfolglos besprochen. Was ist mit KI und IT-Sicherheit? Soll doch angeblich hier der neue Trendsetter der Gründungsbranche sein. Stimmt das auch nicht ?
    Wenn allerdings Städte (mittlerweile an die 21, deutschlandweit) länger ohnmächtig zusehen, statt endlich geschlossen mit Mistgabeln vors EU-Parlament zu ziehen, ist absehbar bald "Schicht im Schacht". Die Mischung aus südosteuropäischer Mafia, im Verbund mit wissenden, ausgebeuteten Arbeitssklaven und Kleinkriminellen, wird sich weiter in die wohlhabenderen Landstriche mit ihren Ping-Pong-Existenzen ausbreiten. Der Nachschub aus Albanien und Co kratzt schon an der Arbeitnehmerfreizügigkeits-Tür, deren korrupte Regierungen und kooperierende Unternehmen für Billigkräfte sich schon vor Freude die Hände reiben. Und ihre Ethnien-Probleme nach Deutschland abschieben, dem Land, in dem Zigeunersauce nicht mehr über die Lippen kommt und Antiziganismus das Gebot der Stunde ist. Was macht das schon, wenn die letzten Reste von Sozialsystemen ausgehöhlt, die Arbeitspreise schön niedrig bleiben, ganze Viertel verwüstet und immer mehr heimische Rentner im Müll wühlen: Hauptsache, es geht ein paar Wenigen so richtig gut …
    Selbst die letzten Retter der Witwen und Weisen werden dann weinend ihre gepackten Koffer aus dem Schrank holen und in die Weltstädte Borken, Haltern und Dorsten auswandern, – wenn noch bezahlbar. Die Zäune davor sind schon gezogen.

  • #6
    Angelika, die usw.

    #4
    Es ist ganz und gar nicht lustig!
    Die Sache wird juristisch geprüft und es wird sich ein Aktenordner füllen und hier liegen die Nerven blank.

  • #7
  • #8
    Ruhr Reisen

    #7
    WAZ GE , diese Woche . unterm Stern von Südosteuropa:
    https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/gelsenkirchener-problemhaeuser-mehr-kontrollen-und-strafen-id232868423.html

    Bezahlartikel
    https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/soeren-link-unsere-bemuehungen-wirken-nur-an-der-oberflaeche-id232827995.html

    Bezahlartikel:
    https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/daueraerger-in-ueckendorfer-ziegelstrasse-waz-fotograf-bedroht-id232846755.html

    Bezahlartikel
    https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/karin-welge-gesetze-nachjustieren-um-frieden-zu-wahren-id232830767.html

    Bezahlartikel
    https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/frank-baranowski-ich-kam-mir-vor-wie-ein-bittsteller-id232827447.html

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.