Jetzt reichts: Bayern hetzen gegen die Kassierer

Die Kassierer traten in Schweinfurt auf. In der Mainpost zeriss ein offenbar von Komplexen getriebener Rezensent das Konzert des Kulturexportes aus Wattenscheid.

Bayern: Dünnes Bier, Nichtraucherkneipen und Steinhaufen, die den Weg nach Italien erschweren. Machen wir uns nichts vor: Es gibt nicht viel Gutes über diesen Landstrich zu sagen. Bayern ist das  Düsseldorf unter den Bundesländern.

Wie tief der kulturelle Graben zwischen dem Ruhrgebiet und Bayern ist, wird jedem deutlich, der die Rezension eine gewissen Wolfram Hanke in der Mainpost liest. Hanke widmet sich einem Konzert der Kassierer in Schweinfurt. Als erstes empört ihn, dass das Rauchverbot an dem Abend des Konzerts aufgehoben schien. Doch trotz des Qualms sah er offenbar  noch genug, um sich über das Gemächt von Kassierer-Sänger Wolfgang Wendland intensivst Gedanken zu machen:

Es geht die ganze Zeit eigentlich nur um Alkoholkonsum und Sexualität. Dazu kommt noch die latent abstoßende Bühnenshow. Sänger Wolfgang „Wölfi“ Wendland präsentiert alle paar Songs der johlenden Menge sein Geschlechtsteil und preist seinen übergroßen Hodensack an. Der Mann, der schon als Kanzlerkandidat für die Anarchistische Pogo-Partei Deutschland (APPD) angetreten ist, kennt offensichtlich keine Grenzen.

Nunja, dass hat Wölfi mit anderen, gescheiterten Kanzlerkandidaten aus Bayern gemeinsam. Aber auch dieses zarte, verbindende Band einer möglichen Völkerfreundschaft ignorierte Hanke brüsk.

Auch vor persönlichen Beleidigungen schreckt der Autor nicht zurück:

Ein dicker Mann ohne Oberbekleidung, der sich die Texte nicht merken kann, liest stumpfe, prollige Songs vom Blatt ab. Dazu spielen seine Mitmusiker primitiven, eintönigen Punkrock.

Alles klar Herr Hanke.

Inspired by Bastian Pütter…

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10 Kommentare

  1. #1 | el-flojo sagt am 2. Dezember 2011 um 13:06 Uhr

    Tja, Perlen vor die Säue!

  2. #2 | Michael Kolb sagt am 2. Dezember 2011 um 14:45 Uhr

    Und dann noch mit den Scorpions verglichen werden… boarch nä… geh mir wech mit Bayern

  3. #3 | 68er sagt am 2. Dezember 2011 um 14:52 Uhr

    Das Lied ist großartig!

  4. #4 | Tati sagt am 2. Dezember 2011 um 17:27 Uhr

    super!

  5. #5 | Wolfgang sagt am 2. Dezember 2011 um 18:18 Uhr

    Hallo Stefan,

    schön dass du dich für uns einsetzt, obwohl ich jetzt diesen Artikel auch nicht so dramatisch finde. Auch schlechte Kritiken können Werbung sein.
    Traurig finde ich es dann eher, dass der Autor vermutlich uns benutzen will, um dem Stattbahnhof Schwierigkeiten zu machen. Diese Vermutung liegt nahe, weil er auch relativ Grundlos auf ein nicht eingehaltene Rauchverbot hinweist, obwohl es eher erstaunlich ist, dass selbst die Punk-Szene sich an so etwas hält.
    Aus dem Ganzen aber einen Konflikt Ruhrgebiet ./. Bayern zu machen ist auch nicht richtig.
    Immerhin verfügt Schweinfurt als Ort mit weniger Einwohnern als Wattenscheid mit dem Stattbahnhof über ein Kulturzentrum das einen Konzertraum in der Größenordnung „Bahnhof Langendreer“ hat und bei einem Konzert von uns auch genauso gut besucht ist wie eben dieser. Auch sind unsere Einzelkonzerte in München besser besucht als in jeder Stadt in NRW (inklusive Köln (!)). Ein wenig enttäuscht war ich aber dann doch von Schweinfurt. Ich hatte die Hoffnung dort ein Kugellager-Museum vorzufinden, immerhin ist diese Stadt ja für diese Bauteile bekannt, wurde aber auf Nachfrage darauf hingewiesen, dass es so etwas nicht gibt, dafür aber 36 Bordelle (20 legale, 16 illegale).

  6. #6 | Stefan Laurin sagt am 2. Dezember 2011 um 19:24 Uhr

    @Wolfgang: Ich wollte nur mal den Satz „Bayer ist das Düsseldorf der Bundesländer“ schreiben.

  7. #7 | Wolfgang sagt am 2. Dezember 2011 um 19:30 Uhr

    @Stefan … den Satz hätteste aber auch in einem Beitrag über verschuldete Bundesländer unterbringen können 😉

  8. #8 | rosa sagt am 2. Dezember 2011 um 22:06 Uhr

    Bayern ist schön ! Die Berge, die Seen, die mittelalterlichen Städte ! Das Problem ist nur die CSU, deswegen kann man dort nicht leben.

  9. #9 | Michael Kolb sagt am 3. Dezember 2011 um 00:56 Uhr

    Tscha… ich muss mich korrigieren… Schweinfurter sind leider keine Bayern, sondern irgendwie auch Franken, wenn auch Nieder, also Franken… Niederfranken, mit denen bin ich genetisch als Oberfranke ebenso irgendwie verwandt und verschwippschwägert… was auch immer das bedeuten mag. Scheibenhonig. Wie auch immer, es ist jedenfalls elendiglich wenn man sieht, daß der eigentlich ganz lustige Slogan mit der Frage, wer uns denn nun verraten hat, von rechtem Gesocks heute als Transparent durch Dorstfeld getragen worden ist….Ekelhaft!

    Ach so…dem Kritiker sei dann doch noch mal angeraten, in lauer Sommernacht das Biercafè aufzusuchen…. da zupft der Volker kann gepflegter den Darm…

  10. #10 | ?!? sagt am 16. Dezember 2011 um 00:14 Uhr

    Hallo.
    man muß da einiges noch dazufügen.
    1. Wollte Wolfram laut seiner Aussage gegen die Kassierer und spezielle Leute wettern, aber ich glaube das hat er irgendwie in seinem Artikel vergessen (Alt+F4) *lach*

    2. Ist Wolfram selbst Herrausgeber einer lokalen Zeitschrift, die sich „Der Penis“ nennt. Zuzüglich macht er 1x im Jahr eine Veranstaltung, bei die die ersten 3 Platzierungen einen Pokal bekommen, die einfach ein riesen Penis ist. Und dann schreibt er noch in seiner Zeitung, wie toll das doch ist, dass ein Kanditat an seiner Veranstaltung Musik mit seinem Gemächt (Glocken hingehangen) macht.

    Und jetzt hat der Stattbahnhof Ärger wegen seinem Scheiß Artikel.
    Wie schizophren ist das denn bitte??

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