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Kampfbahn Glückauf: Altes Gelsenkirchener Wahrzeichen wird neu eingeweiht.

Im Bombenhagel des 2. Weltkrieges wurde in Schalke das historische Eingangsportal zur „Kampfbahn Glückauf“ in Trümmer gelegt. Nun ist an gleicher Stelle ein historischer Neubau entstanden, der für die gelebte Tradition und den Aufbruch in eine bessere Zukunft des Stadtteils Schalke steht.

In Schalke dreht sich wieder was. Und das ist nicht nur der berühmte Schalker Kreisel. Nach der detaillierten Ausarbeitung eines „Intuitiven Leitbildes“ zur Stadtteilentwicklung, der Licht- und Fahneninstallation an der denkmalgeschützten Haupttribüne und der 2,7 km langen Lichtinstallation „Blaues Band“ entlang der Hauptverkehrsachse der Stadt, wird am 26.2.2020 um 14.04 Uhr am Ernst-KuzorraPlatz ein weiteres sichtbares Zeichen in Schalke seiner Bestimmung übergeben.

Das neu gebaute Eingangsportal zur „Kampfbahn Glückauf“, was nach den Originalplänen aus den 1920er Jahren vom Architekten Lars Rexroth detailgenau rekonstruiert wurde, wird feierlich eingeweiht. Finanziert und projektiert wurde dieser weitere wichtige Baustein zur Revitalisierung des Stadtteils Schalke von den beiden „Stiftungen Schalker Markt“ und „Brost-Stiftung“.  Olivier Kruschinski, Vorsitzender des Vorstandes der „Stiftung Schalker Markt“, sagt dazu „Der originalgetreue Neubau des ehemaligen Eingangsportals der altehrwürdigen „Kampfbahn Glückauf“ ist ein weiteres starkes Zeichen auf dem Weg zu einem übergeordneten Ziel: Wir möchten den Menschen, die in Schalke-Nord leben, eine neue Lebensqualität mit identitätsstiftenden Orten des königsblauen Ursprungs geben. Die neue Schalker Landmarke soll ein weiteres Signal für den Aufbruch und die einsetzenden Stadtentwicklungsprozesse in Schalke-Nord sein, wohlwissend, dass die Transformation des gesamten Stadtteils keine Kurzstrecke, sondern ein „Iron-Man“ Triathlon wird.“

Finanziert und projektiert wurde dieser weitere wichtige Baustein zur Revitalisierung des Stadtteils Schalke von den beiden „Stiftungen Schalker Markt“ und „BrostStiftung“.  Bodo Hombach, Vorsitzender der „Brost-Stiftung“ unterstreicht die Bedeutung: „Mit seiner Symbolkraft soll das rekonstruierte Eingangsportal dem Stadtteil Rückenwind für eine gemeinschaftlich zu gestaltende Zukunft geben. Die „Brost-Stiftung“ ist froh, einen großen Teil zu diesem leuchtenden Beispiel engagierter Stadtentwicklung beizusteuern.“

Gleich neben der berühmten Vereinskneipe des FC Schalke 04, der Gaststätte Bosch, wurde in knapp fünf Monaten der originalgetreue Neubau erreichte. Das Portal wird zentrales Element eines neu aufgewerteten Ensembles des „Ernst-KuzorraPlatz“ mit gepflegten Grünanlagen und Biergarten. So kehrt wieder ein Stück mehr Lebensqualität zurück zum Nutzen der Menschen. Geschichte und Aufbruch von Schalke in die Zukunft werden demnächst bei Pils und Frikadelle im Schatten des Portals und der Bäume beredet. Am Nachmittag des 26.2.2020 ab 17.04 Uhr wird es einen zweiten Festakt geben. Alle Anwohner, Unterstützer und Interessierte sind herzlich zu Bier und Bratwurst im Brötchen eingeladen. Oberbürgermeister Baranowski hält eine Ansprache zur Bedeutung des Projektes für die gesamte Stadt und der Stadtteilentwicklung in Schalke im Besonderem. Für die zukünftige Pflege des Portals hat sich der „Supporters Club e.V.“ dauerhaft verpflichtet.

Der Stadtteil Schalke ist über die Jahrzehnte zu einem fußballhistorischen Freilichtmuseum geworden, einem Pilgerort und touristischem Hotspot für Fußballfans und Touristen aus der ganzen Welt. Nirgendwo sonst kommen Fußball-, Bergbau- und Industriegeschichte so eng zusammen wie hier im Zentrum des Ruhrgebiets, nirgendwo sonst kann man Fußballromantik- und Emotionen so schmecken, spüren und erleben wie hier. Mit Schalke untrennbar verbunden sind Tradition, Legende, Leidenschaft, Liebe, Mythos, Faszination – aber auch die Bergbau-, Industrie und Sozialgeschichte des Ruhrgebietes.

Die „Stiftung Schalker Markt“ handelt aktiv seit ihrer Gründung im Jahr 2016 für eine langfristig nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität im Stadtquartier. Im Rahmen eines Master Plans für die Stadteilentwicklung, den die Stiftung beauftragt und bezahlt hat, wurden Problemfelder identifiziert, analysiert und konzeptionell neu gedacht. Daraus sind schon erste konkrete Projekte als Zeichen des Aufbruchs zur Realisierung gekommen. Die weit sichtbare blaue Illumination der denkmalgeschützten Tribüne der „Glückauf-Kampfbahn“ mit der Rekonstruktion der ursprünglichen Fahnenmasten auf der Westseite des Baukörpers, ist der erste Aufschlag gewesen. Es folgte das „Blaue Band“ und nun die bauliche Rekonstruktion des historischen Eingangsportals der „Kampfbahn Glückauf“. Die Brost-Stiftung wurde am 1. Juni 2011 mit Sitz in Essen gegründet. Sie führt das gesellschaftliche Engagement der Stifterin Anneliese Brost in eine gesicherte Zukunft. Förderschwerpunkt ist das Ruhrgebiet, dessen Identität gestärkt werden soll. Sie fördert mutige und zukunftsweisende Projekte, die möglichst durch Kooperationsmodelle das Miteinander und die zupackende Selbsthilfe im Ruhrgebiet stützen.

 

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