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Klimaschutz: Warum Fliegen nicht teurer werden darf

Flugreisen gelten als igitt - die Menschen interessiert es nicht (Foto:Westerhoff)

Flugreisen gelten als igitt – die Menschen interessiert es nicht (Foto:Westerhoff)

In der Politik herrscht weitgehend Einigkeit: Fliegen muss wegen des CO2-Ausstoßes teurer werden. Argumente kommen in der Klimaschutz-Debatte selten. Kein Wunder. Schließlich spricht mehr dafür, dass alles beim Alten bleibt.

„Fliegen ist klimaschädlich“ – das ist Konsens in der Politik. Es gibt sogar Umweltverbände wie den BUND Hessen, die behaupten, Fliegen sei bald der Klimakiller Nummer 1. Bevor ich zu meinen Argumenten komme, ein kurzer Blick auf die Fakten: Flugzeuge stoßen zwischen zwei und drei Prozent des weltweiten CO2 aus. Verkehr ist für 18%, die Strom- und Wärmeerzeugung sogar für 42% des CO2-Ausstoßes verantwortlich. Von Klimakiller Nummer 1 kann also keine Rede sein.

Fliegen trägt aktuell nicht einmal drei Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoß bei

Forderung: Innerdeutsche Flüge verbieten!

Trotzdem bringt Fridays for Future gerade ein Verbot innerdeutscher Flüge ins Spiel. Das kann man gut finden, bringt nur leider fürs Klima so gut wie nichts. Deutsche Passagiere verursachen mit allen ihren Flügen (also innerdeutsch, europäisch und weltweit) gerade mal 0,1% des weltweiten CO2-Ausstoßes. 20% aller Flüge sind innerdeutsch, aber die sind natürlich wesentlich kürzer als ein Flug nach New York. Mit innerdeutschen Flügen erzeugen wir also einen Schadstoff-Ausstoß irgendwo im Promille-Bereich. Schön, wenn es den nicht mehr gibt, aber es wird den Planeten nicht retten.

Warum ist Fliegen billiger als Bahn fahren?

In Diskussionen über das Fliegen kommt immer wieder das „Argument“: „Es kann nicht sein, dass Fliegen billiger als Bahn fahren ist“. Warum eigentlich nicht? Weil es fürs menschliche Hirn nicht erfassbar ist, dass neumodisches Fliegen billiger als die gute alte Bahn ist? Weil ein schnelleres Verkehrsmittel nicht preiswerter sein kann als das langsamere? Fliegen ist nicht nur billiger, sondern auch das rentablere Fortbewegungsmittel. Während der Staatskonzern (nein, die Bahn ist nicht privatisiert, auch wenn das häufig zu hören ist) jedes Jahr Milliardenverluste macht, schreiben die großen Fluggesellschaften schwarze Zahlen. Fliegen rechnet sich also sogar.

Kerosinsteuer einführen

Klimaschützer beklagen, dass Fluggesellschaften keine Kerosinsteuer bezahlen. Es ist richtig, dass es diese Steuer nicht gibt. Schon 2010 wollte Deutschland eine solche Steuer einführen. Weil das international aber nicht durchsetzbar ist, hat sich die Bundesrepublik für einen anderen Weg entschieden: Sie hat eine Luftverkehrsabgabe, auch Ticketsteuer genannt, eingeführt. Und die ist nicht zu knapp bemessen. Für einen Flug nach New York zahle ich aktuell fast 42 Euro Luftverkehrsabgabe. Nur in Großbritannien ist die Steuer noch höher. Die meisten anderen Länder kassieren nur zwischen einem und fünf Euro pro Flug.

Klimaschützer loben gern den französischen Präsidenten Macron, dass er das Problem angeht und ebenfalls eine Luftverkehrsabgabe einführt. Nur: Die beträgt maximal 18 Euro pro Flug, nicht 42 wie bei uns. Trotzdem fordert die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze eine weitere Erhöhung der deutschen Luftverkehrsabgabe. Sinnvoller wäre allerdings, wenn die Milliarde, die Deutschland bisher mit der Abgabe jedes Jahr einnimmt, nicht im allgemeinen Haushalt versickern würde, sondern gezielt fürKlimaschutz-Projekte eingesetzt würde.

Fliegen nur noch für Reiche?

Möglicherweise können es sich Klima-Hipster oder gut bezahlte Ministerinnen nicht vorstellen, dass sich viele Menschen ihre Reise vom Mund absparen. Ich nenne immer wieder gern meine Friseurin, die wochenlang Ausschau hält, damit sie für eine Woche Mallorca nicht mehr als 400 Euro ausgeben muss. Der würde eine weitere Verteuerung weh tun. Wollen wir wirklich, dass sich bestimmte Kreise ihre Erholungsreise nicht mehr leisten können?

Die vom DGB betriebene Hans-Böckler-Stiftung findet das nicht weiter schlimm: „Auch ohne Klimapolitik muss sich nicht jeder Deutsche und nicht jeder Mensch weltweit einen Ferrari oder einen Flug nach Teneriffa leisten können.“, heißt es in einer Studie der Gewerkschaftsstiftung. Die Logik dahinter: Schon heute können sich einige den Teneriffa-Flug nicht leisten. Demnächst werden das noch mehr sein. Pech gehabt, liebe Friseurin, der DGB meint, dass du deine Mallorca-Reise nicht zwingend brauchst.

Dem Oberstudienrat tun 50 Euro zusätzliche Luftverkehrsabgabe nicht weh. Der kann weiter fliegen, meine Friseurin leider nicht. Fliegen, sich bilden oder sich vom Job erholen, soll also ein Privileg der Besserverdienenden werden. So wie früher als sich auch nicht alle Reisen leisten konnten. Meine Friseurin macht also in Zukunft Urlaub im Sauerland während Herr Lehrer weiter um die Welt jettet. Denken wir das doch konsequent weiter (die Politik tut das ja bereits). Wir erhöhen die Mineralölsteuer so weit, dass sich Autos auch nicht mehr jeder leisten kann. Dann haben die vermögenderen Menschen wenigstens freie Fahrt auf freien Autobahnen…

Tourismus ist Entwicklungshilfe

Ein Aspekt wird in der Diskussion ums Fliegen nie geführt: Für Entwicklungsländer wäre es eine Katastrophe, wenn wir nicht mehr in diese Länder reisen würden. Jedes Jahr fliegen laut Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit 11 Millionen Deutsche in Entwicklungs- und Schwellenländer. Sie schaffen dort 1,8 Millionen Arbeitsplätze und geben 19 Milliarden Euro in diesen Ländern aus. Eine Zahl zum Vergleich: Der Entwicklungshilfe-Etat der Bundesrepublik beträgt 8,5 Milliarden Euro. Deutsche Touristen finanzieren Entwicklungsländer also doppelt so stark wie unser Staat.

Bei den 1,8 Millionen Arbeitsplätzen sprechen wir nicht (nur) über den Kellner oder das Hotelpersonal. Hotels müssen gebaut und gewartet werden. Tourismus schafft also in der Bauwirtschaft und bei Handwerkern viele Arbeitsplätze. Damit Touristen in ihre Hotels gelangen, braucht es eine gute Infrastruktur. Straßen und Bahnlinien. Häufig werden die für den Tourismus gebaut, helfen aber nachher auch der restlichen Wirtschaft sich zu entwickeln.

Zu den beliebten Zielen von Touristen gehört beispielsweise Thailand. Touristen geben dort jedes Jahr 57 Milliarden Dollar aus. Geld, das die Menschen dringend brauchen. Doch wir müssen gar nicht so weit schauen. Im EU-Land Spanien ist jeder Achte im Tourismus beschäftigt. Die Folgen, wenn niemand mehrt in diese Länder fliegen würde, wären fatal. Armut vorprogrammiert. Wenn wir also fordern, nicht mehr in den Urlaub zu fliegen, sollten wir auch über die Folgen reden.

Fluchtursachen bekämpfen

In der Migrationsdebatte heißt es von allen Parteien, dass Fluchtursachen bekämpft werden müssen. Es gibt zwei Hauptgründe zu fliehen: Krieg und Armut. Es wäre also fahrlässig, den Entwicklungsländern ihre wichtigste Einnahmequelle, den Tourismus, zu nehmen. Wenn wir das tun, müssen wir uns auch nicht über neue Migrationswellen wundern. Tourismus ist die beste Armutsbekämpfung, die es gibt. Während Entwicklungshilfe gern versickern, weil sich erstmal die Herrscher-Clans am Geld bedienen, kommen Tourismus-Ausgaben bei den Menschen an. Als Lohn oder auch als Trinkgeld, das wir dem Kellner geben. Nicht ohne Grund sind Jobs im Tourismus in Entwicklungsländern sehr begehrt.

Mit wem soll ich fliegen?

Wenn Sie sich also entschieden haben, weiter in den Urlaub zu fliegen, stellt sich die Frage: Welche Fluggesellschaft nehme ich? Instinktiv werden viele Lufthansa oder KLM oder British Airways nennen. Ryanair oder Easyjet eher nicht. Aber auch das gehört zu den unangenehmen (und unausgesprochenen) Wahrheiten in der Debatte: Billigflieger sind klimafreundlicher als traditionelle Airlines. Das hat im wesentlichen drei Gründe:

  • Die Flugzeug-Flotten sind jünger als die der traditionellen Airlines. Je moderner ein Flugzeug desto weniger Kerosin verbraucht es
  • Die Auslastung der Flugzeuge bei Billigfliegern ist besser. Bei Ryanair sind 94% der Sitze besetzt, bei Lufthansa 79%. Je mehr Passagiere in einer Maschine sitzen desto geringer ist der Pro-Kopf-Ausstoß  CO2
  • Billigflieger quetschen mehr Menschen in ein Flugzeug als die alten Airlines. Das mag für uns unangenehm sein, für die CO2-Bilanz ist es aber gut

Fliegen wird umweltfreundlicher

In der ganzen Debatte spielt zudem keine Rolle, was die Flugzeughersteller schon getan hat bzw. welche Entwicklungen gerade in der Pipeline sind. Verbrauchte ein Flugzeug 1990 noch 6,3 Liter Kerosin pro Person auf 100 Kilometern, sind es heute nur noch 3,6 Liter. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt forscht beispielsweise an Motoren, die 30 Prozent weniger Kerosin verbrauchen oder mit alternativen Kraftstoffen fliegen (einen guten Einblick gibt das Video des Bayerischen Rundfunks oben).

Fazit

Anhand dieser Argumente komme ich zu zwei Schlüssen. Erstens: Ich würde mich freuen, wenn in Diskussionen über das Thema einmal Fakten angeführt würden und nicht nur aus dem Bauch heraus argumentiert wird. Zweitens: Die Folgen eines Verzichts auf Urlaub könnten wesentlich fataler seine als weiter zu fliegen.

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57 Kommentare zu “Klimaschutz: Warum Fliegen nicht teurer werden darf

  • #1
    ke

    Endlich werden Statistiken verbreitet, die zeigen, wo die realen Klimaprobleme im Bereich CO2 liegen. Die aktuellen Diskussionen wird überwiegend durch Nebelkerzen ohne Wirkung fürs Klima geführt.

    Aus Gerechtigkeitsgründen macht eine gleiche Besteuerung der Verkehrsträger Sinn. Hier ist der Treibstoff ein guter Hebel.

    Fliegen verursacht auch viele andere Schadstoffe. Aktuell ist Düsseldorf wg. des Feinstaubs in der Presse.

    Ja, die gefeierten Klimabürger haben im Regelfall einen extremen ökologischen Fußabdruck, den sie natürlich mit grünen Parteien und ein paar Kompensationen vergüten. Dabei darf auch das E-Auto als Drittwagen nicht vergessen werden.

    Ein paar Argumente kann ich nicht nachvollziehen. So ist bspw. der Wochenendtourismus natürlich wirtschaftsfördernd aber ökologisch ein Desaster. Trotz der guten Auslastung der Billigflieger. 2000 km fürs Wochende pro Strecke sind umweltschädlich. Da mag der Spritverbrauch noch so günstig sein.

    Die Umweltministerin Schulze ist sichtbar überfordert, ihren Ministerium der Kurzstrecken-Vielflieger mit einer sinnvollen Umweltagenda auszustatten. Blöd ist dabei nur, dass ihre absurden Strategien von der Presse selten kritisch betrachtet werden.

    Schon jetzt sind Strom und Sprit mit höchsten Abgaben belegt und fördern die soziale Schieflage. Was soll da eine weitere Steuer?

  • #2
    ke

    Die abgebildete Grafik ist sehr fragwürdig. Warum wurde der Maßstab zwischen 2000 und 2015 verändert. Soll suggeriert werden, dass der prozentuale Anteil im Bereich Strom/Wärme massiv gesteigert wurde? Die Änderungen sind minimal und leider steigend.

  • #3
    Nevian

    Der Verfasser berücksichtigt zunächst nicht die deutschen Klimaschutzziele. Danach darf der deutsche Pro-Kopf- Ausstoß CO2- Äquivalent in 2030 noch 6,5 Tonnen p.a. betragen. Das ist extrem ambitioniert. Aktuell liegt er bei 11,5 Tonnen p.a.. Langstreckenflüge nach Asien, USA oder Südafrika verursachen je nach dem konkretem Ziel 4-6 Tonnen CO2. und daran wird sich in den nächsten 20 Jahren auch nichts ändern,. Wer also in ein Langstreckenflugzeug steigt pulverisiert sein CO2-Budget innerhalb von 2 Wochen und dies bereits heute schon. Insoweit der Luftverkehr eindeutig der Klimakiller Nr. 1. Selbst zahlreiche Reiseziele in Europa sind mit einem Ausstoß von über einer Tonnen verbunden. Wie ambitioniert die Klimaschutzziele sind verdeutlich ein Bespiel: Wer nicht fliegt, kein Auto fährt, Solarstrom produziert, das Haus gut dämmt, sich regional- vegetarisch ernährt und Kleidung (auch Second-Hand) nach Produktionsstätten in Deutschland und Europa auswählt, stößt immer noch zwischen 5 und 6 Tonnen Treibhausgase im Jahr aus. Durch das Fliegen werden deshalb in kurzer Zeit ungeheure Mengen Treibhausgase produziert. Folgt die Welt einem 2-Grad-Ziel wird der Anteil des Luftverkehrs am weltweiten CO2 ca. 20% , bei einem 1,5-Grad-Ziel ca. 50% betragen. Das Umweltbundeamt wird diese Zahlen in Kürze veröffentlichen. Durch die sog. Nicht-CO2-Effekte erhöht er sich nochmals deutlich. Aktuell liegt der Anteil des Luftverkehrs am Klimawandel (CO2 plus weitere Gase und Erwärmungseffekte,) nur deshalb bei ca. 6%, weil bislang allenfalls 10% der Bevölkerung jemals geflogen sind. Der von ihnen erwähnte Friseurin sollten lieber bessere Krankenversicherungsleistungen und eine höhere Rente zustehen. Es ist schon absurd, dass die Nutzung des klimaschädlichsten Verkehrsmittels unter dem Aspekt "Gleichbehandlung" diskutiert wird und dann immer Extrembeispiele aufgeführt werden. Thailand ist übrigens ökologisch ruiniert. Das kann man überall nachlesen. Die Subventionen für den Luftverkehr belaufen sind auf 12 Mrd. Euro (siehe Umweltbundesamt). Warum soll das klimaschädlichste Verkehrsmittel überhaupt subventioniert werden und dann noch in dieser Höhe. Allein die Steuergerechtigkeit gegenüber anderen klimafreundlicheren Verkehrsträgern erfordert dies Streichung dieser Subventionen. Im übrigen muss der Verkehrssektor einen angemessenen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase liefern. Warum sollte gerade das Verkehrsmittel ausgenommen werden, dass bei seiner Nutzung die größten Mengen Treibhausgase ausstößt.

  • #4
    Gerd

    "Warum ist Fliegen billiger als Bahn fahren?"

    Fliegen ist nicht biller als Bahn fahren, es sei denn man ‚vergleicht‘ Schnäppchen vom Airlines mit dem Normalpreis der Bahn, die natürlich auch Schnäppchen anbietet: Hamburg – München 47,90 mit Bahn Card 25(einmalig 62,-) nur 35,90.

    "Fliegen nur noch für Reiche?"

    Das ist ein Volltreffer. Höhere Kosten für Mobilität, Lebensmittel und Strom zur Beruhigung des Gewissens, aber ohne Einschränkung des Lebenswandels können sich die besserverdienenden Wähler der Grünen leisten. Sich einschränken müßten dann nur die anderen.

  • #5
    Arnold Voss

    Ich find es immer wieder rührend, wenn sich Mehrfach- und Vielflieger für Seltenflieger einsetzen. Das eigentliche schräge an der Argumentation des Autors ist aber die Grundlogik, die dahinter steht. Danach sollte man z.B. auf die Verfolgung von Extremtätern verzichten, weil ihre prozentualer Anteil an der weltweiten Gesamtkriminalität verschwindend gering ist. Das mag ökonomisch sinnvoll sein, aber es ist für die schwer nachvollziehbar, die weiterhin als Normaltäter bestraft werden.

  • #6
    Michael Westerhoff Beitragsautor

    Nevian, Du hast völlig Recht, dass diese Ziele nicht erreichbar sind. Vielleicht muss man also mal fragen, ob die Ziele richtig sind, wenn wir sie sowieso nie erreichen können… 12 Milliarden? Echt? Falls Du einen Link hast, mich würde interessieren wie die das berechnen… ich habe folgende Zahlen von 2017: 8 Mrd für Autobahnbau, 6 Mrd für Eisenbahn, 500 Mio für Luftverkehr… wie man von 500 Mio auf 12 Mrd kommt und was die da einrechnen, finde ich interessant. Fiktive Umweltschäden? Fehlende Kerosinsteuer? Das Argument hab ich häufiger gehört und noch nie verstanden. Wie kann eine nicht erhobene Steuer eine Subvention sein?

  • #7
  • #8
    Arnooo

    Zitat:
    "Es ist schon absurd, dass die Nutzung des klimaschädlichsten Verkehrsmittels unter dem Aspekt "Gleichbehandlung" diskutiert wird und dann immer Extrembeispiele aufgeführt werden."

    Was ist denn hier "absurd"? So lange Demagogen wie Luisa Neubauer, Katharina Schulze, Dieter Janecek und wie sie alle heißen (#interkontinentalgeorg, ##KerosinKatha und diverse andere "Hashtags") Wasser predigen und Wein saufen, habe ich keinerlei Verständnis.
    Alle diese Leute sind in ihrem Leben, welches halb so alt wie meines ist, jetzt schon mehr geflogen, als ich jemals fliegen werde.

    Man kann über alles reden, aber diese Doppelmoralisten sind indiskutable Gesprächspartner. Entweder gilt das für alle, also auch Politiker, Firmenbosse usw., dann schaffen wir die Luftfahrt eben wieder ab, oder es gilt für keinen.

    Aber es ist in der heutigen Zeit typisch für alle Leute, die einem *ismus anhängen, also auch für Klima-Aktivisten, dass sie auf der einen Seite Fakten gekonnt ignorieren und auf der anderen Seite die Forderungen natürlich selbstverständlich nicht für sie selbst gelten, weil sie sind ja "wichtig".

  • #9
    ke

    @5 Michael Westerhoff
    Ich hatte auch öfter nach genauen Werten der Verursacher gesucht. Das ist trotz dieses Hype-Themas immer noch gar nicht so einfach. Insbesondere auch, wenn es um aktuelle Daten geht.

    Offensichtlich besteht nur geringes Interesse daran, mit wirklichen Zahlen, Daten, Fakten zu arbeiten. Die meisten Gruppen verfolgen irgendeine Agenda. Aktuell ist Klimapolitik das Thema mit dem sie versuchen, diese Agenda durchzudrücken. Fakten interessieren da weniger.

    Die Klassiker sind dabei Wetter vs Klima, Klimauswirkungen vs. Schadstoffe

  • #10
    Ricardo Spiering

    Innerdeutschen Flugverkehr teurer machen und im Gegenzug die Bahnverbindungen und Busverbindungen ausbauen und billiger machen wäre ideal. Ansonsten glaube ich langsam das nicht nur unsere Meinungsfreiheit und Pressefreiheit dahin sind, nein jetzt gibt es dann noch Reisebeschränkung. Willkommen DDR. Die Politik ist unglaubwürdig und selbst völlig am Volk vorbei.
    Was ist eigentlich mit den Schiffen und ihr Schweröl und deren abgasr.? Der Ferienflieger gibt lange nicht so viel Schadstoffe ab wie ein Kreuzfahrtschiff. Die Politik hat komplett falsche Ansätze.

  • #11
    Ke

    #9
    Die Politik hat falsche Ansätze, Gerichte entscheiden vollkommen an der Wissenschaft vorbei, und der Bürger jubelt den Panik- Weltuntergangspropheten zu, hat aber keine Lust sich einzuschränken.

  • #12
    Jacek D. Kosinski

    Besser hätte ich es nicht schreiben können! Super Artikel und es zeigt uns wie die Poltik an uns Normalbürgern vorbei regiert. Klimaschutz geht ganz anders, aber was weiss ich schon, bin ja in keiner Partei.

  • #13
    abraxasrgb

    Michael,
    die deutschen Michel sind dann in Zukunft alle im Tourismus beschäftigt, weil wir eine Destination werden. Scheint die politische Richtung des Strukturwandel(n)s zu sein. Hier in NRW hat die letzte rot-grüne Regierung auch immer so vom Tourismus und der Industriekultur geschwärmt (2011). Fehlen nur noch die Olivenbäume, dann ist es wirtschaftlich hier, wie in Griechenland 😉

    OK, vermutlich wird das nix, denn wir würden als Dienstleistungs- und Servicewüste nur für Klimabüßer ein Reiseziel sein. So miesepetrig, wie man hier behandelt wird … und wer will schon deutschen (regionalen) Bio-Tofu essen, wenn vegan die neue deutsche Staatsdoktrin ist.

    Die nächste blöde Idee-ologie (oder blöde Ideologie nach Protestantismus, Marxismus etc.), die Deutschland jetzt exportieren kann ist Murxismus 😉 Wie vergeige ich ein Land mal so richtig doof und irrational. Wenn alle Länder es anders machen, sind die Deutschen sich völlig sicher, es richtig gemacht zu haben. Gibt es eigentlich, außer bei Lemmingen, so etwas, wie ein kollektives oder sozialpsychologisches Geisterfahrersyndrom?
    Maybe "german Angst" is already the brand 😉

  • #14
    Nevian

    https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/wirtschaft-umwelt/umweltschaedliche-subventionen

    Die Befreiung von der Kerosinsteuer und der Mehrwertsteuer wird als klimaschädliche Subvention bezeichnet. Das macht insgesamt ca. 12 Mrd Euro aus. Die Zahl 500 Millionen bezieht sich vermutlich auf Inlandsflüge aber ich weiß es nicht, habe die Zahl aber auch schon mal gelesen.

    Die deutschen Klimaschutzziele sind völkerrechtlich bindend. Sie wären auch erreichbar gewesen, wenn die Bundesregierung nach den Pariser Beschlüssen sofort umgesteuert hätten. Je später die Politik reagiert desto schwieriger ist die Erreichbarkeit der Ziele und desto härter werden die Eingriffe. Die Regierung hat sich zu lange von der Industrie an der Nase herumführen lassen – siehe Automobilindustrie. Dabei steckt in den neuen Technologien ein erhebliches wirtschaftliches Potential. diese ganze Welt braucht diese Technologien und wir hätten der Weltmarktführer werden können…..

    Offenbar tummeln sich auch in diesem Forum jede Menge Klimwandelleugner. Die weitere Diskussion macht deshalb keinen Sinn.

  • #15
    Stefan Laurin

    @Nevian: In welchen Feldern wurde denn die Weltmarktführerschaft verpasst? Die deutsche Solarindustrie hat sich auf ihren Subventionen ausgeruht – und es gibt sie nicht mehr.

  • #16
    Helmut Junge

    Ein befreundetes Ehepaar hat kürzlich einen Urlaub in Tahiti gemacht. Mir blieb vor Erstaunen fast der Mund offen. Dann aber erklärten sie, daß sie den Fußstapfen von Gauguin und Claudia Roth gefolgt sind. Nachdenken bei mir. Ach sooooo. Die wollten den Wasserstand kontrollieren.
    Der pro Kopf-Kerosinverbrauch ist bei solchen Fernreisen übrigens wegen der wenigen Teilnehmer und der langen Strecke echt riesig im Vergleich zu Inlandsflügen im Billigflieger, in denen sich die Passagiere quetschen. Deshalb verstehe ich diese Forderung nach Verbot von Inlandsflügen nicht.
    Ich fahre Strecken unter 1000 km sowieso mit dem Auto oder dem Zug, weil das schneller und bequemer ist.

  • #17
    Ke

    #14 Nevian
    In welchen Bereichen hätte die Regierung umsteuern können?
    Insbesondere wäre es vermutlicn eine Massnahme gegen das Volk gewesen. Der direkt vom Verbraucher beeinflussbare Verbrauch:Pkw, Strom, Heizung, Fleisch etc hat kaum Erfolge erzielt bzw steigt.

    Der Bürger erzählt, handelt nicht. Die Politik fliegt weiter, auch wenn es angeblich nur darum geht zu schauen, ob in der Südsee Wasser ist.

    Eine Regierung im Radikalmodus hätte vermutlich nicht lange existiert.

    Seit 1990 wurde auch sehr viel Industrie verlagert. Das Co2 ist bei uns raus, aber die Produkte werden woandershergestellt. Gut, dass der Klimawandel an unseren Grenzen hält.

    Unser Anteil am CO2 der Atmosphäre ist eher vernachlässigbar.

  • #18
    Arnold Voss

    Es gibt keinen fairen Wettbewerb zwischen Flugzeug und Schiene. Den herzustellen muss aber der erste Schritt sein, um ökologisch umzusteuern. Der zweite ist, die Züge schneller zu machen. Dann werden Menschen von selbst bei Inlandsflügen umsteigen.

    Das alles ändert jedoch nichts daran, dass pro km und Person das Fliegen im Durchschnitt zu den Extremformen der Umwelt- und Klimabelastung zählt. Es kann nicht sein, dass solche Extremformen nur deswegen nicht entsprechend belastet werden, weil ihr Gesamtanteil an Klimaschädigung gering ist.

  • #19
    Michael Westerhoff Beitragsautor

    Hallo Arnold, ja, diese Phrase, dass die Bahn angeblich benachteiligt sei, höre ich ja häufiger. Nur bleibt es meistens bei diesem Satz, ohne ihn zu begründen. Wo ist sie benachteiligt? Bei der Mehrwertsteuer? Nein! Auf innerdeutschen Strecken zahlen Bahn und Fluggesellschaften Mehrwertsteuer. Bei den Energiepreisen, weil Kerosin nicht besteuert wird? Es gibt in Deutschland eine Luftverkehrsabgabe statt einer Kerosinsteuer. Das kann es also auch nicht sein. Ja, die Bahn ächzt unter der hohen Besteuerung des Stroms. Darunter leide ich genauso wie Du. Dieses Ei hat sich die Regierung durchs EEG selbst ins Nest gelegt. Das kann nun wahrlich nicht als Grund angeführt werden. Ich würde mich genauso wie die Bahn freuen, wenn wir endlich von Europas höchsten Strompreisen runterkämen. Ansonsten sehe ich eher den Luftverkehr benachteiligt. Hier müssen privatwirtschaftliche Unternehmen Gewinne erwirtschaften (was sie auch tun) während der Bahn bei Verlusten einfach Steuer-Mil.liarden in den Hintern geblasen werden. Die Bahn ist ineffektiv. Statt das kritisch zu diskutieren, die Schuld auf Fluggesellschaften zu schieben, würde ich als PR-Mann der Bahn auch tun.

  • #20
    Nina

    Wenn die Zahlen doch etwas anderes zeigen, was haben dann so viele Menschen immer mit dem Flugzeug? Warum ist es so populär, dagegen zu wettern?
    Das mit der Friseurin finde ich ein gutes Beispiel. Sebst Leute, die etwas besser verdienen als die Dame, würde eine Erhöhung Weh tun.

  • #21
    Michael Westerhoff Beitragsautor

    Nina, ich vermute, weil es so einfach ist. Jeder reist, jeder hat eine Meinung dazu, damit machst du auch im Fernsehen Quote. Oder findest als Politiker Gehör. Diskussionen über Kraftwerke sind eher langweilig, 50 Millionen Autofahrern zu sagen, dass der Liter Benzin bald 5 Euro kostet, ist unpopulär. Also zettele ich eine Diskussion übers Fliegen an.

  • #22
    Nina

    Arnold sagte "Das alles ändert jedoch nichts daran, dass pro km und Person das Fliegen im Durchschnitt zu den Extremformen der Umwelt- und Klimabelastung zählt. Es kann nicht sein, dass solche Extremformen nur deswegen nicht entsprechend belastet werden, weil ihr Gesamtanteil an Klimaschädigung gering ist."
    Ich möchte ja nicht unhöflich werden, aber eine deutliche Verteuerung würde Dir nichts ausmachen-mir schon.

  • #23
    Rainer Jung

    Lieber Herr Westerhoff,

    die im Artikel zitierte Studie aus dem Jahr 2010 von Felix Ekardt (https://www.boeckler.de/pdf/p_edition_hbs_249.pdf) wurde von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert, gibt aber weder die Haltung der Stiftung zur Klima- und Sozialpoltik wider noch die des DGB – was sogar im Vorwort auf Seite 5 ausdrücklich nachzulesen ist. Zudem wird die Grundaussage der Studie hier irreführend dargestellt: Bereits damals ging es dem Autor ausdrücklich um eine sozial gerechte Gestaltung von Klimapolitik.

    Die Hans-Böckler-Stiftung und auch die Gewerkschaften des DGB setzen sich seit vielen Jahren insbesondere für Geringverdiener/innen ein und fordern gerechtere Löhne und Arbeitsbedingungen. Zudem hat die Stiftung unzählige Studien über die Themenbereiche Armut, Ungleichheit, Prekariat, atypische Beschäftigung herausgegeben. Auf der Seite der Hans-Böckler-Stiftung finden Sie dazu viele Veröffentlichungen. Eine Übersicht gibt es hier https://www.boeckler.de/36713_112374.htm. Ausgerechnet der Stiftung und den Gewerkschaften vorzuwerfen, ihnen sei die Lebensqualität und das Einkommen einer Frisörin egal, ist vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehbar.

    Eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie hat zuletzt gezeigt, dass vielen Menschen sowohl der Klimawandel als auch die Ungleichheit im Land Sorgen bereitet (https://www.boeckler.de/120671_120682.htm). Überlegungen zu einer sozial gerechten Gestaltung der Klimapolitik hat zuletzt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Stiftung vorgelegt (https://www.boeckler.de/36713_120911.htm).

    Mit besten Grüßen

    Rainer Jung,

    Pressesprecher der Hans-Böckler-Stiftung

  • #24
    Helmut Junge

    Wenn in den vollbesetzten Billigfliegern mit neuerem Motor ein Kerosinverbrauch von 3,5 Litern auf 100 km Flugstrecke gilt, so wie im Artikel oben beschrieben, sind das auf 1000 km eben 36 Liter.
    Dagegen verbrauchen die sehr häufig gefahrenen SUVs im Mittel 10 Liter auf 100 km. Wenn nur ein Fahrer und ein Beifahrer befördert werden, ist so ein Billigflieger sparsamer. Erst wenn 3 Leute im SUV sitzen gleicht sich der Verbrauch aus. Aber meist sehe ich nur den Fahrer allein.

  • #25
    Arnold Voss

    Michael Westerhoff # 19

    Nein Michael, das ist keine Phrase:

    https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/bahnreport-so-wird-die-Bahn-benachteiligt,bahnwettbewerb-104.html

    https://www.allianz-pro-schiene.de/themen/personenverkehr/wettbewerbsbedingungen/

    http://www.bahn-fuer-alle.de/pages/bestandsaufnahme/alternativer-geschaeftsbericht-db-ag-201819/1.-der-verkehrsmarkt-benachteiligt-die-schiene.php

    Ach ja, der größte Teil der Regionalflughäfen in Deutschkand wird seit Jahrzehnten hoch subventioniert. Das gehört auch in die Rechnung für die Billigflieger.

  • #26
    Arnold Voss

    @ Nina # 22

    Das glaubst auch nur du. 🙂

    P.S. Ich habe dich hier nie als unhöflich empfunden. Dafür als klar, gerade und argumentativ.

  • #27
    Nina

    @Arnold 26: Danke, dito! Ich hab diese Phrase vorab gestellt, weil es ist ja immer so eine Sache, über Geld zu sprechen und da wollte ich keinesfalls persönlich werden. Gut, dass es richtig bei Dir angekommen ist.
    Und solltest Du mal aus dem Prekariat heraus einen Nebenjob suchen… 😀
    Ok ok, ich hör schon auf. 😉

  • #28
    Der Rote Baron

    @ Helmut Junge (und alle anderen)

    von Ihnen als "Ingenieur" (?) hätte ich eine "etwas differenziertere Auseinandersetzung" mit dem Thema erwartet. Ich hätte erwartet, dass Sie folgendes wissen:

    "Die Klimawirksamkeit von Flugreisen beruht nicht nur auf dem Ausstoß von CO2, auch andere bei der Verbrennung von Kerosin entstehenden Substanzen wie Stickoxide, Aerosole und Wasserdampf tragen zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei. Diese Stoffe wirken sich in luftiger Höhe durch den nur langsamen Abbau stärker aus als am Boden und vergrößern den Treibhauseffekt entsprechend:

    – Stickoxide bauen unter der Sonneneinstrahlung Ozon auf, das in Reiseflughöhe als starkes Treibhausgas wirkt.

    – Der Ausstoß von Aerosolen (Partikeln) und von Wasserdampf führt zu einer Veränderung der natürlichen Wolkenbildung.

    – Diese verschiedenen Effekte summieren sich derart, dass die Treibhauswirkung des Fliegens im Durchschnitt etwa zwei- bis fünfmal höher ist als die alleinige Wirkung des ausgetsoßenen CO2.“

    https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/mobilitaet/flugreisen#textpart-3

  • #29
    Helmut Junge

    @Roter Baron, Ach? Ich weiß aber auch, daß die so erzeugten chemtrails das Sonnenlicht reflektieren und manche Esoteriker glauben sogar, daß absichtlich Kondensstreifen mit all diesen Inhalten erzeugt werden, um zu vertuschen, wie schlimm es bereits ist. Die sagen, daß es ohne diese Kondensationsstreifen noch deutlich wärmer wäre als jetzt. Was soll ich also gegenrechnen?
    Nehmen Sie doch das ehrliche Beispiel mit den SUVs. In Wirklichkeit fährt nur der Fahrer allein. Dann liegen Sie mit diesen Autos in der von Ihnen erwähnten Größenordnung "…. etwa zwei- bis fünfmal höher ist als die alleinige Wirkung des ausgetsoßenen CO2.“ Die haben Sie dann nämlich erreicht, wenn nur eine Person fährt.
    Dieser Vergleich ist doch nicht falsch, weil er Ihnen gerade im Moment politisch nicht paßt. Fahren Sie zufällig selber solch einen Monsterwagen?

  • #30
    ke

    Es ist auch fraglich den Treibstoffverbrauch pro 100 km anzugeben. Denn nur dank der Billigflieger gibt es auch so viele Reisen über weite Strecken.
    Wie war es doch mit den Engländer, die nach Dortmund zu Fußball fliegen, weil das GEsamtpaket günstiger ist als das lokale Spiel?

    Wenn die Bahn schneller fährt, erhöht sich auch der Verbrauch.

    In meiner Jugend hätte ich nie gedacht, dass Flugzeuge heute noch mit knapp über 800km/h fliegen. Aber der Treibstoffverbrauch zählt in der Wirtschaftlichkeitsberechnung. Deshalb wären auch Spritsteuern für Flugzeuge effektiv, da sie direkt am Verbrauch anknüpfen.

    Da die Umweltpolitiker so oft zwischen Berlin und Bonn fliegen, kann fliegen doch nicht schädlich sein, sonst würde unsere Umweltministerin, die so gerne gegen das fliegen kämpft, doch sicherlich eingreifen. Oder sind die Mitarbeiter einfach zu bequem bzw. die Reiserichtlinien an den Kosten orientiert.

  • #31
    Der Rote Baron

    @ Helmut Junge

    ich fahre Fahrrad …

    und finde es absurd, einen "Klimakiller" (Jet) mit dem anderen (SUV) verteidigen zu wollen.

    Ziehen Sie eigentlich die Aussagen des Umweltbundesamtes in Zweifel?

    Diese (für die, die es noch nicht gelesen haben): https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/mobilitaet/flugreisen#textpart-3

  • #32
    Ke

    Umweltbundesamt?
    Das waren doch die, die immer den Verkehr als Ursache für viele vorzeitige Todesfälle kommunizieren.

    Natürlich betrachte ich diese Aussagen und insbesondere die Fazits aus der Presse mit viel Misstrauen und schaue mir Originaldaten und das Setup der Studien an. 😉

  • #33
    Helmut Junge

    @Der Rote Baron, ich könnte nicht einmal jeden 4. Termin in meinem Kalender wahrnehmen, wenn ich aufs Fahrrad angewiesen wäre. Abgesehen davon bin ich gesundheitlich seit längerer Zeit zum Radfahren nur noch auf freiem Feld fähig. Alternativ zum PKW käme noch der Bus in Frage. Auch mit dem könnte ich am Tag maximal nur einen von mehreren Terminen wahrnehmen. Die Wege sind länger geworden. Glücklicher Radfahrer, der es schafft.
    Und nein, roter Baron, Ich rechne gegeneinander auf, ich verteidige nichts. Verstehen Sie? ich rechne einfach nach, bevor ich etwas nachplapper. Wer die Angaben des Bundesumweltamtes zitiert, diese aber nicht rechnerisch nachvollziehen kann, sollte sie eigentlich nicht zitieren, sondern einfach schweigen.

  • #34
    Jost

    Hallo Herr Westerhoff,
    "Hallo Arnold, ja, diese Phrase, dass die Bahn angeblich benachteiligt sei, höre ich ja häufiger. Nur bleibt es meistens bei diesem Satz, ohne ihn zu begründen. Wo ist sie benachteiligt?"
    Die benachteiligung liegt denke ich darin, das der Kunde (egal, welches Verkehrsmittel er wählt) nicht wirklich für die Emissionen (bzw. die resultierenden schäden) aufkommen muss.

    Achja ich nutze sowohl die Bahn, als auch den Flieger.

    Freundliche Grüße
    Jost

  • #35
    Der Rote Baron

    @ Helmut Junge

    Zitat Junge: "… ich rechne einfach nach, bevor ich etwas nachplapper. Wer die Angaben des Bundesumweltamtes zitiert, diese aber nicht rechnerisch nachvollziehen kann, sollte sie eigentlich nicht zitieren, sondern einfach schweigen."

    was ist das? Vielleicht eine Beleidigung, die Sie nicht hinbekommen haben?

    Wer keine Lust auf sowas hat, liest einfach beim "Umweltbundesamt", da wird dann auch endgültig klar, dass Michael Westerhoffs Artikel Blödsinn ist: https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/mobilitaet/flugreisen#textpart-3

  • #36
    Helmut Junge

    @roter Baron, sorry, ich habe mich Ihnen gegenüber unglücklich ausgedrückt. weil ich mich immer wieder darüber ärgere, daß jemanden, der etwas nachrechnet, sofort unterstellt wird, er sei den Regierungsbehörden gegenüber ungläubig. Was ist denn das für eine Einstellung? Natürlich glaube ich etwas erst dann, wenn ich es kontrolliert habe. Aber gut, dafür habe ich mir jetzt Ihren Link zum Umweltbundesamt angesehen und direkt folgendes gefunden.
    "Gewusst wie
    Fliegen ist die klimaschädlichste Art sich fortzubewegen. Ein Flug von Deutschland auf die Malediven und zurück (Entfernung: 2 x 8.000 km) verursacht pro Person eine Klimawirkung von über fünf Tonnen CO2. Mit einem Mittelklassewagen können Sie dafür mehr als 25.000 km fahren (bei einem Verbrauch von 7 l/100 km, siehe UBA-CO2-Rechner)."
    Glaube ich diesen Zahlen, dann stehen 16000 km (und nicht niedlicher klingende 2x 8000km) Flug einer Autofahrt von 25000 km gegenüber.
    Gefahren in "einem Mittelklassewagen mit 7 Liter/100km Verbrauch.
    Ein SUV verbrauch aber bedeutend mehr Benzin! So kommen wir dann auch mit dieser amtlichen "Analyse" mit dem von mir genannten SUV etwa auf den gleichen Verbrauch wie beim Fliegen.
    Übrigens möchte ich den Mittelklassewagen sehen, der wirklich nur 7 Liter auf 100 km verbraucht.
    Aber das nur nebenbei.
    Wenn es um Inlandsflüge geht, sind die entsprechenden Zahlen natürlich deutlich niedriger und damit auch die Differenzen zum PKW. Nur würde bei den dann kleineren Zahlen niemand mehr Interesse zeigen. Also reden wir über kurzstrecken, bringen aber Beispiele von Langstrecken.
    Die Rechnungen sind gleich, aber die Zahlen sind dann dramatischer.
    Ein PKW mit 7 Litern auf 100km verbraucht 1,5 M3,wenn er 25000km fährt, um das mal anschaulich zu machen. Mich erschrecken solche Zahlen auch. Ich bin für Reduzierung Spritverbrauchs.
    Der CO2-Ausstoß beim Fliegen erfolgt in großer Höhe, wo er tatsächlich Klimawirksam wirkt, während beim PKW das CO" in Bodennähe ausgeblasen wird und erst durch Wind usw. nach oben transportiert wird, was etwas Zeit benötigt.
    In dem Bericht wird das ziemlich nebulös zusammengefaßt
    "Der Ausstoß von Aerosolen (Partikeln) und von Wasserdampf führt zu einer Veränderung der natürlichen Wolkenbildung."
    Veränderung? Das ist nicht seriös, und das ist Absicht!
    Denn Sie verstehen diesen Satz so, daß sogar der Wasserdampf zur Erwärmung beiträgt. Ich nicht. Denn dieser Wasserdampf reflektiert das Sonnenlicht ins Weltall und führt so zur Abkühlung der darunter liegenden Schichten. Also das Gegenteil. Die Sache ist eben komplex.
    Dann zur Berechnung des CO2-Ausstoßes. Angegeben werden siehe oben " pro Person eine Klimawirkung von über fünf Tonnen CO2". Ich bin der Quelle dieser Berechnung nachgegangen. Die Behörde gibt an, daß sie diesen Wert über folgenden Link bezogen hat https://www.atmosfair.de/de/standards/emissionsberechnung/emissionsrechner/
    Wenn ich diesen Rechner für Frankfurt und Male benutze, kommt ein Wert unter (!) 5 Tonnen heraus . Für die Flieger von Condor sogar nur 3,185 Tonnen! Wenn da die Behörde nicht mal stark zielgerichtet an der Wirklichkeit vorbei berichtet.
    Aber Sie können von mir aus durchaus weiter behördengläubig sein.
    Es ist so leicht die Fehler zu finden, daß es schon wehtut.

  • #37
    Der Rote Baron

    @ Helmut Junge

    ich habe auch kurz den Klimarechner getestet – nur Flughäfen eingegeben, erster Versuch – Ergebnis:

    Berlin Tegel (TXL) –> Male – International (MLE)

    4.757 kg CO2

    Bei anderen Eingaben – z.B. "First Class“ (höherer Platzbedarf, weniger Passagiere im Flugzeug) – erwarte ich ein höheres Ergebnis.

    Aber kommt es wirklich auf "1 Kilogramm" an? Wollen Sie ernsthaft bezweifeln, dass Fliegen sehr viel CO2 produziert? Natürlich tut das auch ein SUV mit 500 PS – höchste Zeit, das so etwas verboten wird.

    Der folgende Satz irritiert mich, Zitat Junge: "Wenn da die Behörde nicht mal stark zielgerichtet an der Wirklichkeit vorbei berichtet."

    Das liest sich so, als wollten Sie einer Bundesbehörde "Betrug" unterstellen.

  • #38
    Helmut Junge

    @Roter Baron, die Behörde schreibt wörtlich: "Ein Flug von Deutschland auf die Malediven und zurück (Entfernung: 2 x 8.000 km) verursacht pro Person eine Klimawirkung von über fünf Tonnen CO2. "
    Und wenn ich oder Sie das überprüfen, kommen immer Werte unter 5 Tonnen heraus, ist das für eine Behörde unseriös. Auch ist deutlich zu sehen, daß Condor bei einem Wert von etwas über 3 Tonnen fliegt. Dieser Wert gilt für Flieger mit neuen Antrieb, so wie der Autor es oben bereits beschrieben hat.
    In einem seriösen Bericht einer Behörde hätte stehen müssen, daß es Werte bis zu fast 5 Tonnen gibt, aber auch Werte für neuere Maschinen, die unter 4 Tonnen liegen.
    Stattdessen schreiben sie "über 5 Tonnen" und das ist auf eine Weise falsch, daß ich mir so meine Gedanken mache. Denen glaube ich in Zukunft gar nichts mehr. Wie Sie lieber roter Baron das dann nennen ist nicht mein Problem. Nennen Sie es doch einfach Fake.
    Daß ich das so schreibe, hat aber nichts mit meiner persönlichen Einstellung zu ökologischen Fragen zu tun, denn unsere Gesellschaft in deutschland und fast dem gesamten Rest der Welt, verbraucht mehr Energie und Rohstoffe als "nachwachsen" können. Nur mag ich keine Falschmeldungen, weil die ins Gegenteil führen. Immer schön ehrlich bleiben. Das lohnt sich.

  • #39
    thomas weigle So

    Ob die Bahn dem Fliegen gegenüber benachteiligt ist, weiß ich nicht, da ich nicht fliege. Dem Auto gegenüber ist die Bahn jedenfalls massiv benachteiligt. Und zwar seit Adolf Nazi. Die Bundesregierungen haben diese Politik der Nazis von 49 bis heute fortgesetzt. Man sehe sich nur das Autobahnnetz von 1949 an und das von heute. Oder das Schienennetz von 1949 und das von heute. Seit der Vereinigung 1990 alleine sind mehrere 10.00km Straße neu gebaut worden, aber ca 4000km Schiene stillgelegt worden. Die fatalen Entscheidungen der Politik in Sachen Schienenverkehr lassen sich bspw, für Dortmund in dem 2018 erschienenen "Die Eisenbahn in Dortmund" aus dem DGEG- Verlag nachlesen. Ebenso die bundesweiten Monat für Monat in einer der monatlichen Fachzeitschriften, die in jeder gut sortierten Bahnhofsbuchhandlung erhältlich sind.

  • #40
    Der Rote Baron

    @ Helmut Junge

    "6.9 Tonnen" bei einem "First Class" Flug von Berlin auf die Malediven – ermittelt mit dem "CO2 Rechner (UBA)" ist mein neues Ergebnis.

    Fragen Sie doch mal beim "Umweltbundesamt" nach, wie die – von Ihnen – festgestellte Differenz zu erklären ist.

    Darüber können Sie dann einen Artikel schreiben. Oder aber hier endlos weiter von einer "Verschwörung" deutscher Behörden raunen …

    link zum Umweltbundesamt (zum nachrechnen, etc.): https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/mobilitaet/flugreisen#textpart-1

  • #41
    Helmut Junge

    @roter Baron, diese Zielgruppe, die sich einen Urlaub auf den Malediven leisten kann, und dort in erster Klasse hinfliegt, greift nicht einmal Greta an. Und Sie mein lieber Freund, sind offenbar doch nicht so rot, daß Ihnen das auffällt. Ich glaube bei den Ruhrbaronen bin ich der einzige Rote, obwohl ich ja kein Baron, sondern nur Gastautor bin. In der Diskussion sind Inlandflüge und immer mal wieder Flüge, die von weniger bezahlkräftigem Publikum absolviert werden. Anhand der teuren Flüge für Reiche wird dem armen Schlucker dann drastisch klargemacht, was er für ein Ökomörder ist.
    Ja stimmt, die "First Class" ist wenig ausgebucht und dmit fällt auf jede Person, die da drin sitzt entsprechend mehr CO2 an. Ich würde dann alle Flüge zum Badeurlaub in den indischen Ozean und die Südsee abschaffen. Einverstanden roter Baron? Irgendwie habe ich den Verdacht, daß wir uns schon länger und gut kennen. Aber rot?, bei den Baronen?
    Und was das schreiben betrifft, klingt jetzt anbetracht meiner ungezählten Kommentare etwas blöd, aber ich ich schreibe nicht gerne Artikel. Die kosten mich 20-30 mal mehr Zeit als ein Kommentar mit Raunen.

  • #42
    Der Rote Baron

    @ Helmut Junge

    "Der Rote Baron" ist ein Verballhornung von "Ruhrbarone" zum Thema "Fliegen": https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_von_Richthofen

    Zitat Junge: " Ich würde dann alle Flüge zum Badeurlaub in den indischen Ozean und die Südsee abschaffen." Sofort. Am besten schon gestern.

  • #43
    Helmut Junge

    Am CO2-Problem würde aber auch solch ein Verbot nullkommanichts ändern. M.W. fallen bei der Betonherstellung bedeutend mehr CO2-Emissionen an als beim Flugverkehr. Etwa 4mal so viel. Beton brauch aber selber und Pazifikfernreisen nicht. Also!

  • #44
    Der Rote Baron

    @ Helmut Junge

    "Also!" also was? was wollen Sie uns eigentlich sagen?

    "Tut nichts, bringt ja doch nichts!" ???

  • #45
    Helmut Junge

    @roter Baron, was denn? Zuckt schon die Hand zum Colt, wenn Sie vom Überbringer schlechter Nachrichten hören, daß der derzeitige Hype nur relativ wenig bringt? Sogar fast nichts im Vergleich zu den Möglichkeiten auf anderen Gebieten? Warten Sie doch mit dem Erschießen noch etwas ab, denn die anderen wirksameren Ansätze werden so oder so auch mal Hype. Aber einen Ersatzstoff für Beton zu finden ist ja nicht so besonders spektakulär. Aber Bausand ist mittlerweile einer der heiß umkämpften Rohstoffe, weil Wüstensand zu rund ist um damit bauen zu können. Beton wird also allmählich teuerer und wenn es einen vernünftigen Ersatz dafür gibt, redet kein Mensch mehr vom CO2 durch die Fliegerei. Ja, die gesamte Fliegerei produziert nur den 4ten Teil des CO2 wie die Bautätigkeit mit Beton.
    Nur werden Sie das nicht wissen wollen. Kann man nämlich politisch nicht ausschlachten. Was wäre die Politik schon ohne die Not? Ich finde, daß wir uns mittlerweile richtig nett unterhalten.
    Aber @roter Baron ich hab was für Sie damit sie sehen, daß auch ich mich für die Umwelt interessiere. allerdings sind das wirkliche reale Probleme. aus meiner Sicht zumindest.
    https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/duisburg-kunstausstellung-in-der-gruenen-geschaeftsstelle_aid-44078973

  • #46
    Der Rote Baron

    @ Helmut Junge

    Sie haben Recht: Das Umweltbundesamt betrügt, eine Einschränkung des Flugverkehr ist sinnlos, nur Kunst von Helmut Junge rettet die Welt …

  • #47
    Helmut Junge

    @roter Baron, Na also! Klingt gut, aber ich weiß nicht. Eigentlich wollte ich Ihnen nur sagen, daß die Stöckchen von Greta viel zu tief gehalten werden. Kein Problem darüber zu springen. Die richtigen Probleme sind komplizierter und die Stöckchen über die wir noch springen müssen, sind viel höher. Sehr viel höher.

  • #48
    Helmut Junge

    Noch einen Nachsatz erlaube ich mir. Weglassen wichtiger Informationen, wie die niedrigeren Werte von Condor und Übertreibungen, wie die Aufrundung auf "über 5" sind seit Trump in der Politik üblich und sind kein Betrug. Sie helfen nur bestimmte Aussagen zu unterstützen. Wäre die Behörde auf die niedrigen CO2-Werte bei modernenMotoren eingegangen, hätte sie das Beispiel mit dem 7-Liter auto nicht bringen können. Denn bei diesen Maschinen ist der CO2-Ausstoß ähnlich hoch oder niedrig wie bei diesem PKW-Typ. Da läßt man das lieber weg als Beispiel.

  • #49
    Der Rote Baron

    @ Helmut Junge

    Sie haben Recht: das Umweltbundesamt verbreitet Fake-News wie Donald Trump, nur Helmut Junge erkennt die "richtigen Probleme", und löst sie mit seiner Kunst …

  • #50
    Helmut Junge

    snoopy red baron, als ich noch berufstätig war, habe ich ein paar Jahre an einigen Problemen gearbeitet. Jetzt male ich mehr, um mich zu beruhigen. Wirkung ist nahezu Null. Auch wenn ich Leuten wie Ihnen einfach nur mitteilen möchte, daß die Probleme viel komplexer sind, als die Politik sie beschreibt, erlebe ich Niederlagen, weil diese Leute lieber einem Hype hinterherlaufen, als sich auch nur einem komplexeren Gedanken hinzugeben. Die Politik hat bisher niemals ein echtes Problem gelöst. Sonst wären wir auch nicht da, wo wir sind. Ich gebe die Diskussion mit Ihnen für heute erst einmal auf.

  • #51
    abraxasrgb

    Ich wähle die Partei, die dafür sorgt, dass ich mit meinem BMW X5 am Flughafen endlich angemessen große Parklücken vorfinde und automatisch dorthin geleitet werde!

    @Volk ohne Parkraum #scnr

    Bald gibt es bestimmt eine Klima-Inquisition! Die stellen dann die Greta-Frage: Wie hältst Du es mit dem orthodoxen Klima?

  • #52
    thomas weigle So

    Das Buch zum Thema: J.G. Ballard, Karneval der Alligatoren. Als ich das vor langer, sehr langer Zeit las, war Klimawandel nur ein Thema für SF-Autoren und man konnte sich bei der Lektüre wohlig gruseln.

  • #53
    Der Rote Baron

    @ Helmut Junge

    ist Ihnen eigentlich – irgendwann – mal aufgefallen, dass Sie die ganze Zeit "off-topic" schreiben?

    Das vom "wirtschaftsliberalen" Lobbyisten Michael Westerhoff vorgegebene Thema ist: "Fliegen" …

    Sie können davon ausgehen, dass mir auch viele andere "Probleme" bekannt sind (u.a. auch der von Ihnen angesprochene hohe Energieverbrauch bei der Zementherstellung für "Beton", bzw. die "Sandkrise"). Ich "laufe keinem Hype hinterher", ich bleibe einfach beim Thema: "Fliegen".

  • #54
    Helmut Junge

    @red baron, ganzheitliche Betrachtungen sind nützlich, wenn ein Problem nicht im Wohnzimmer gelöst werden kann. Manchmal muß man schon alle Faktoren zusammen sehen.
    (Jedenfalls immer dann, wenn man beabsichtigt, ein Problem zu lösen. Sonst natürlich nicht.)
    Und zu "Das vom "wirtschaftsliberalen" Lobbyisten Michael Westerhoff vorgegebene Thema ist: "Fliegen" …" kann ich nur sagen, daß ich für freies Denken und freies Reden bin. Weder Greta noch Michael gibt mir was vor. So unangepaßt, wie ich nun mal bin, eigne ich mich nicht so gut als Mitläufer.
    Die Wirtschaftsliberalen, die ich kenne, lassen sich von mir nicht zum Keynesianismus bekehren. Und ich weiß genau, daß die falsch liegen. Ist so wie draußen in der Welt. Hier kommen alle zusammen.

  • #55
    André

    An den Autor und seine zustimmenden Kommentatoren:
    Ihr betont bei jeder Gelegenheit, Euch auf Fakten zu berufen, gebt aber andauernd vollkommen unsachliche und verallgemeinernde Ansichten über ‚Panik- Weltuntergangspropheten‘, besserverdienende Grünen-Wähler‘ und dergleichen ab. Derartige Arroganz gegenüber Andersdenkenden dient nur der Anbiederung an die eigene Peergroup und disqualifiziert jeden Beitrag auf der Stelle. Die wiederholt den Klimaschützern unterstellten Motive wie Geltungsdrang und wirtschaftliche Interessen sind hilflose Scheinargumente und ein Schlag ins Gesicht derer, die ernsthaft Angst vor einem Kippen des Klimas haben. Diese Angst ist im Gegensatz zum vielleicht ausfallenden Inlandsflug oder Malle-Urlaub existenziell, wiegt also schwerer.
    Während wir uns gegenseitig zu widerlegen versuchen, geht unsere Lebensgrundlage bzw. die unserer Kinder kaputt. Wodurch, wissen wir alle.

  • #56
    André

    Meiner Ansicht nach baut der Autor seine Argumentation auf falschen Annahmen auf: Geringverdiener verstünden angeblich nicht, warum sie ’nicht mehr fliegen dürfen‘;
    Besserverdiener leben angeblich gegen die eigenen Überzeugungen weiter wie bisher (woher diese Annahme? Auch ‚wie bisher‘ ist nicht belastbar.).
    Bei aller menschlichen Unvernunft denken Sie bitte nicht, dass die Leute a) unser derzeit größtes Problem nicht verstehen und b) nicht bereit wären, sich zu seiner Milderung einzuschränken. Schließen Sie evtl. gern mal pauschal von sich auf andere?

    Weiterer Logikfehler: Wenn, wie im Artikel behauptet, der geringe Anteil eines Wirtschaftszweiges an der Klimaschädigung diesen irrelevant für Gegenmaßnahmen macht, gilt das dann – logisch – für alle Wirtschaftszweige mit geringen Beiträgen in Summe? Die Antwort dürfte klar sein.

    Ich zähle mich selbst zur wirtschaftlichen Mittelschicht und habe dieses Jahr einen sehr erholsamen Urlaub mit Familie in DE und einem der nicht reichen Nachbarländer per Bahn und Pkw gemacht. Damit habe ich etwas Geld in die Touriwirtschaft, die Bahn UND an den Fiskus (MwSt., z.B. auf Bahntickets u. Sprit) gegeben und bin relativ CO2-arm gereist. Das war ganz leicht. Man muss nur mal bereit sein, es zu machen.

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