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Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet: Die Gorny, Fesel und ECCE Luftnummer

prognos_kreativ

2009 startete das European Center for Creative Economy (ECCE). Der Chef ist der Viva-Gründer Dieter Gorny, sein Kofferträger Bernd Fesel. Und für die vielen Millionen an Fördergeldern, die sie für ECCE und ihr Nebenprojekt Lab.tv eingesackt haben, haben sie nichts erreicht. Die abgebildete Grafik aus einer Prognos-Studie über die Kreativwirtschaft, die gestern in Duisburg präsentiert wurde. belegt: Ihre ganze Arbeit war keinen Cent wert. Kreativwirtschft ist im Ruhrgebiet keine Wachstumsbranche, alles, was Gorny und Fesel taten blieb ohne jeden positiven Effekt.  Lesern dieses Blogs ist das nicht neu. Wir haben oft über das Versager-Duo an der ECCE-Spitze und ihr ebenso teures wie zweckloses Wirken berichtet. Das Versprechen Gornys, die Kreativwirtschaft wäre eine Zukunftsbrache im Ruhrgebiet war zu jedem Zeitpunkt unglaubwürdig. Es ging immer nur um das Abgreifen von Fördergeldern für ECCE selbst. Die  Arbeit selbst, das hat nun auch die Prognos-Studie bestätigt, war ohne jeden Erfolg.

Die Konsequenz kann nur eine sein: ECCE muss schnellstmöglich geschlossen werden. Das Geld, das ECCE kostet kann an anderer Stelle besser verwendet oder eingespart werden. Es macht keinen Sinn, auch nur noch einen Euro in ECCE und seine Versagertruppe zu stecken.

Ein paar Artikel zu ECCE auf diesem Blog:
Ganz offiziell: Gorny und Fesel haben mit ECCE versagt

KreativQuartiere: Keine Ahnung, keine Antworten

ECCE schmückt sich mit fremden Federn

ECCE und das Zauberwort “Spillover” – Gorny, Fesel und warum alles mit allem zusammenhängt

 

 

 

 

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12 Kommentare zu “Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet: Die Gorny, Fesel und ECCE Luftnummer

  • #1
    Norbert

    Wer weiß, vielleicht wäre der Rückgang ohne ECCE noch schlimmer? 😉

    Gibt es eigentlich Untersuchungen zum Bekanntheitsgrad von ECCE allgemein in der Bevölkerung und in der Krativwirtschaft?

  • #2
    Franz Przechowski

    Keine Überraschung für die am Markt beteiligten und nicht subventionierten Unternehmen in der hiesigen Kreativwirtschaft. Die Politiker aus D´dorf und einigen Ruhrgebietskommunen ziehen sich die Hosen mit der Kneifzange an. Subventionsgräber wie dei ECCE, diverse sinnbefreite sog. „Leuchtturmprojekte“ oder lokales Kirchturmdenken – so sieht das hier aus. An der Realität vorbei, ohne Bewusstsein für den Wert kreativer Arbeit sonst müsste es ja nicht immer der „Billigste“ werden. Darüber hinaus gehen eigene Projekte, wie die Kampagne zur Kulturhauptstadt nach Hamburg oder wichtige Messepräsentationen zur Stärkung der Ruhrgebietsmarke sonst wohin. Manchmal sogar per Losverfahren.
    Glückauf

  • #3
    Klaus Lohmann

    Die Geldverbrenner sehen das natürlich selbst ganz anders: http://www.pressebox.de/pressemitteilung/wirtschaftsfoerderung-metropoleruhr-gmbh-wmr/KREATIVWIRTSCHAFT-RUHR-Prognos-Studie-nimmt-Unternehmen-und-Innovationspotenziale-unter-die-Lupe/boxid/715429

    Bezeichnend und peinlich ist ja dieses Statement: „Die Analyse zeigt auch, welche Innovationspotenziale die Kreativunternehmen anderen Branchen bieten können. So gab jedes zweite der befragten Kreativunternehmen aus dem Ruhrgebiet an, neue innovative Produkte in den letzten zwei Jahren auf den Markt gebracht zu haben.“

    Wow! In zwei Jahren mal ein Produt auf den Markt, wie speedy ist das denn?:-( Kreativ? Innovativ? Oder heißt es da eher „Komm, Prosecco-Pause. Die Ruhris können ja eh nich soviel neue Produkte kaufen, die ham keine Kohle“….

  • #4
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Norbert: ECCE muss nur bei denen bekannt sein, von denen ECCE durchgefüttert wird.

  • #5
  • #6
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @John Matrix: Wir würden den Laden sofort schließen und die Möbel und Rechner verkaufen. Mit dem Geld was dann reinkäme, könnten wir die Ruhrbarone die nächsten Jahre locker finanziere 🙂

  • #7
    Norbert

    @Stefan:

    Das das faktisch das primäre Ziel ist, ist durchaus denkbar. Es würde mich schlicht interessieren, wie die Wahrnehmung in der Breite der Bevökerung bzw. Zielgruppe ist.

  • Pingback: Links anne Ruhr (28.11.2014) » Pottblog

  • #9
    Stefan Laurin Beitragsautor

    Eine sehr schöne Charakterisierung Gornys hat vor ein paar Jahren mal Stefab Niggemeier geschrieben:
    „Dieter Gorny, der Gründer von Viva, hat inzwischen den zweittraurigsten Job Deutschlands: Er ist Cheflobbyist der Musikindustrie.“
    http://www.stefan-niggemeier.de/blog/5855/understanding-dieter/

  • #10
    John Matrix

    @Stefan: Ich glaube nicht, dass ihr den Laden sofort dicht machen würdet. Komm schon, die Chance zu versuchen, das Unterfangen richtig anzugehen, würde euch doch reizen…aber wenn da noch neue Mac Pros rumstehen, kaufe ich euch einen für 500 Tacken ab – da müssten doch Macs rumstehen, ist doch so ein Creative Ding…

  • #11
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @John Matrix: Ich würde die Aufgaben in die normale Ruhrgebiets-Wirtschaftsförderung integrieren, die ECCE-Leitung rauswerfen und das Lab zu einer Kommunikationsplattform für Gründer machen.

  • #12
    Norbert

    http://www.zeit.de/2014/40/schwarmstaedte-mieten/seite-3 über das wieder wachsende Halle (und das schrumpfende Hagen …)

    „Schon vor ein paar Jahren hat der amerikanische Soziologe Richard Florida festgestellt, dass Kunst und Kultur für die Attraktivität einer Stadt oft wichtiger sind. Genau darum hat Halle sich erst mal gekümmert: um den kulturellen Aufschwung. Anschließend, sagt Wiegand, sei es auch einfacher, um Unternehmen zu werben.“

    Wenn das so ist, hat ECCE umso mehr versagt, oder nicht?

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