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Kurze Austellungskritik – auf den Hund gekommen

Foto: Dortmund / Auf den Hund gekommen

Ich komme gerade aus einer Ausstellung in Dortmund. Da war ich mit meinen Jungs. Wir waren im Naturkundemuseum. Wegen einer Sonderausstellung zur Kulturgeschichte der Hunde. Auf den Hund gekommen. In WDR 5 wurde für die Ausstellung geworben. Wie toll das sei und so. Gut, ich war da. Die Ausstellung war Mist.

Der Eintritt war OK. Drei Euro. Aber was dann kam, hat kaum die Bezeichnung Ausstellung verdient. Da standen tote Hunde, wie bei dem Menschenschneider Gunther von Hagens (Liebchen) ausgestopft in Positur, beim Huskyrennen, beim Hofbewachen, beim Anstehen, bei der Menschensuche. Inklusive der Bremer Stadtmusikanten. Toter Hahn auf toter Katze auf totem Hund auf totem Esel. Wie eine Freakschau. Da wurde nix erklärt, wo die Hunde herkommen, wie sie an den Menschen gebunden werden und wurden, wie die Zucht funktioniert. Ja nicht einmal, was Hunde überhaupt sind. Einfach die ausgestopften Tiere in Positur und fertig. Weil die Werbung für die Ausstellung klappt, waren viele Leute da. Genug Leute für die zweite Enttäuschung.

Die toten Tiere standen in einem etwa Garagengroßen Raum. Ich erinnere mich dort an sieben oder acht Schautafeln mit Fellsäcken. In einem hing ein aufgeschlitzer Hundebalg, mit heraushängendem Gedärm. Das aber

Foto: Dortmund / Auf den Hund gekommen

Ich komme gerade aus einer Ausstellung in Dortmund. Da war ich mit meinen Jungs. Wir waren im Naturkundemuseum. Wegen einer Sonderausstellung zur Kulturgeschichte der Hunde. Auf den Hund gekommen. In WDR 5 wurde für die Ausstellung geworben. Wie toll das sei und so. Gut, ich war da. Die Ausstellung war Mist.

Der Eintritt war OK. Drei Euro. Aber was dann kam, hat kaum die Bezeichnung Ausstellung verdient. Da standen tote Hunde, wie bei dem Menschenschneider Gunther von Hagens (Liebchen) ausgestopft in Positur, beim Huskyrennen, beim Hofbewachen, beim Anstehen, bei der Menschensuche. Inklusive der Bremer Stadtmusikanten. Toter Hahn auf toter Katze auf totem Hund auf totem Esel. Wie eine Freakschau. Da wurde nix erklärt, wo die Hunde herkommen, wie sie an den Menschen gebunden werden und wurden, wie die Zucht funktioniert. Ja nicht einmal, was Hunde überhaupt sind. Einfach die ausgestopften Tiere in Positur und fertig. Weil die Werbung für die Ausstellung klappt, waren viele Leute da. Genug Leute für die zweite Enttäuschung.

Die toten Tiere standen in einem etwa Garagengroßen Raum. Ich erinnere mich dort an sieben oder acht Schautafeln mit Fellsäcken. In einem hing ein aufgeschlitzer Hundebalg, mit heraushängendem Gedärm. Das aber beschriftet. Leber, Magen, Milz. Das war alles. Damit war die Ausstellung zu Ende.

Vier Schaukästen pasten nicht in das Kämmerchen, die standen im Flur rum. Irgendwo in der Ecke war auch ein Wolf, mit zwei Welpen. Was der mit Hunden zu tun hat, wurde nicht erklärt. Genausowenig, was der Südamerikanische Mähnenhund da soll. Dabei waren die Schautafeln echt schön und gut. Aber wenn da nichts erklärt wird, ist das nur Effekthascherei. Wie gesagt, wie eine Freakschau.

Die ganze Ausstellung – eine einzige Enttäuschung. Und ich hatte echt Lust drauf, meinen Kindern ein wenig mehr von Hunden zu zeigen.

Draußen haben noch irgendwelche Hundeclubs Kunststücken mit Kläffern vorgeführt, stand auf einer Annonce. Aber wo das war, weiß ich nicht, weil aus der Ausstellung dort kein Weg hin führte. Habs nicht gefunden. Wir sind dann Kaffee trinken gegangen. Die Kinder haben einen Kakao bekommen – mit Sahne. Dann war es wieder OK.

Die Ausstellung Auf den Hund Gekommen läuft noch bis zum 19. April. Und ist keinen Besuch wert.

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Ein Kommentar zu “Kurze Austellungskritik – auf den Hund gekommen

  • #1
    kulervo

    aber ansonsten ist das Museum gut, oder?
    @ansonsten könnte die Redaktion mal wieder die katholische Kirche ins Auge fassen

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