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Linke Konkurrenz für den „zahnlosen Tiger“

Die Bochumer Presselandschaft ist um eine Uni-Zeitung reicher: Die „losjetzthier“ hat am vergangenen Samstag ihre erste Ausgabe veröffentlicht. Das Blatt versteht sich als linkes Gegengewicht zur Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (:bsz). Deren Redaktion (der auch der Autor dieses Artikels angehörte) wurde zum September 2012 durch den neuen AStA aus Jusos, Internationaler Liste und einigen fächerbezogenen Listen (fast) komplett ausgewechselt. Seitdem sehen viele linke Initiativen die :bsz in die politische Belanglosigkeit abdriften.

„Nachdem die :bsz (…) zum zahnlosen Tiger verkommen ist, versteht sich die ‚losjetzthier‘ als Versuch, auch weiterhin linke Gegenöffentlichkeit auf dem Campus zu schaffen“, dokumentiert das Internetportal bo-alternativ die Ankündigung der neuen Zeitung. Die gibt sich mysteriös: „Der Druck erfolgt bei Nacht und Nebel auf diversen Kopierern der RUB“, heißt es weiter. Im Internet ist inzwischen eine pdf-Datei der Nullnummer abrufbar. Thematisch gibt es hier keine Experimente. Die aktuelle Ausgabe behandelt für linke Medien recht klassische Themen wie die mediale Hetze gegen Asylsuchende, Antifa-Themen und ein bisschen Hochschul-Politik. Wer die Zeitung zu verantworten hat, wird nicht verraten. Als Herausgeber sind „Bochumer Linke“ angegeben, die Redaktionsmitglieder haben Phantasienamen und die Artikel sind anonym verfasst. Dennoch: Die „losjetzthier“ liest sich – abgesehen von sprachlichen Verrenkungen á la „mensch“ statt „man“ und Ähnlichem – sehr flüssig. Die Sprache ist nicht so hölzern, wie man es von manchen :bsz-Ausgaben gewohnt ist, im Ton zeigt man Mut zu klarer, unmissverständlicher Sprache. Mit einer Auflage von derzeit 2000 Exemplaren könnte die Zeitung, die „in unregelmäßigen Abständen an der Uni sowie in ausgewählten Kneipen und Cafés in der Stadt verteilt“ wird, der :bsz mit einer Auflage von 3000 Stück durchaus Konkurrenz machen.

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21 Kommentare zu “Linke Konkurrenz für den „zahnlosen Tiger“

  • #1
    Paul

    Die neue Bsz-Redaktion arbeitet gerade einmal einen Monat, schon sehen selbsterklärte linke Initiativen die Zeitung, die der AStA herausgibt, abdriften.

    Ich habe mir die Mühe gemacht und mir einen Großteil der Artikel angesehen. Ich sehe nicht, wo man z.B. vom Konzept der Gegenöffentlichkeit abgedriftet ist. Im aktuellen Artikel über das „Querforum West“ lässt man sogar auf breiter Ebene einen Repräsentanten der ehemaligen „Freien Uni Bochum“ zu Wort kommen.

    Besonders amüsant aber finde ich die gestalterische Nähe zur Jungen Welt.

  • #2
    Paul

    Im Übrigen glaube ich, dass die so verbreitete Zeitung presserechtlich so nicht in Ordnung ist. Die Journalisten, die hier bloggen, sollten sich schon fragen, ob sie ein solches Projekt protegieren wollen, das ein bewusst rechtswidriges Impressum vorweist…

  • #3
    Stefan Laurin

    Wir schreiben das Jahr 2012 – wieso steht jemand nachts an einem Kopierer, wenn er ein Medium machen will? Es soll da jetzt so ein Interdings geben, könnte eine Alternative sein…

  • #4
    Ben

    Es ist nicht so, dass ich ein besonders großes Interesse daran hätte sie zu lesen, aber statt einer weiteren linken Zeitung mit einem Impressum auf Fips Asmussen Humor-Niveau hätte ich mir gerne eine mit einer eher konservativen Ausrichtung gewünscht. Einfach nur um eine Gegenposition zu schaffen, die über ein „wir sind so viel alternativer und cooler als die doofe bsz“ hinausgeht. Und um Diskurse wirklich voranzutreiben und nicht im Gezanke eitler Vertreter des gleichen politischen Spektrums versanden zu sehen.

  • #5
    Martin Niewendick Beitragsautor

    @Stefan, eines muss man der neuen bsz-Redaktion zugestehen: Die Internetpräsenz hat sich sehr zum Guten verändert. Dagegen scheint die losjetzthier eher Angst vor dem Internet zu haben – Facebook etwa wird als Datenschleuder abgelehnt. Dennoch: Es kann spannend werden.

  • #6
    Helmut Junge

    “ im Ton zeigt man Mut zu klarer, unmissverständlicher Sprache.“
    ????? Klare Sprache ohne Impressum? Wie überzeugend ist das denn?
    Wird schwer, glaube ich.

  • #7
  • #8
    Helmut Junge

    so,so,
    aber wenn der doch Redakteur (ViSPS) „heutnichtda“ war, ist denn da sicher, dass er morgen kommt? Ob er überhaupt bleibt? Fragen über Fragen.
    Mal eins meiner frühen Lieblingsgedichte über anonyme Helden, geschrieben von einem Dichter, der m.W. immer unter seinem vollen Namen schrieb.
    Extra für Dich Martin, wegen der vielen Fragen.

    „Wer baute das siebentorige Theben
    In den Büchern stehen die Namen von Königen.
    Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
    Und das mehrmals zerstörte Babylon,
    Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern
    Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?
    Wohin gingen an dem Abend, wo die chinesische Mauer fertig war,
    Die Maurer? Das große Rom
    Ist voll von Triumphbögen. Über wen
    Triumphierten die Cäsaren? Hatte das vielbesungene Byzanz
    Nur Paläste für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Atlantis
    Brüllten doch in der Nacht, wo das Meer es verschlang,
    Die Ersaufenden nach ihren Sklaven.
    Der junge Alexander eroberte Indien.
    Er allein?
    Cäsar schlug die Gallier.
    Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?
    Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte
    Untergegangen war. Weinte sonst niemand?
    Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg. Wer
    Siegte außer ihm?
    Jede Seite ein Sieg.
    Wer kochte den Siegesschmaus?
    Alle zehn Jahre ein großer Mann.
    Wer bezahlte die Spesen?

    So viele Berichte,

    So viele Fragen.

  • #9
    Sören

    Ja die neue BSZ Redaktion versucht den schein einer kritischen Zeitung zu wahren. Für insider sind aber immer jede Menge anti-linke seintenhiebe eingebaut.

    Ich habe aber nicht den EIndruck das die menschen die hier kommentieren sich wirklich mit den neuen Artikeln der BSZ beschäftigt haben. OK das man auf einmal versucht für die Eliteinitiative der Uni zu sein und dafür Neoliberale arrogante Karrieristen ausgibig interviewt ist den meißten hier wahrscheinlich egal.

    Aber das nieman Anstoss nimmt das die Vorfälle um die Salafisten an der Uni unter dem neuen AStA mit IL Beteiligung völlig bagatalisiert werden hat mich schon gewundert.
    Hintergrund: Sami A. ein Stadtbekannter Salafistischer Prediger der nachweislich in einem Talibancamp an der Waffe ausgebildet wurde hat auf dem nachbarcampus der Ruhruni den Gebetsraum „besucht“. Dieser wurde geschlossen. Die BSZ beschwert sich über diese unverhältnissmässigkeit und nimmt Sami A. regelrecht in Schutz.
    http://www.bszonline.de/index.php/24-archiv/urbi-et-orbi/1796-beten-verboten.html

  • #10
    discipulussenecae

    Ich habe noch nie verstanden, warum die linken Splittergruppen, die bei einer Wahlbeteiligung von nicht einmal 15 % den ASTA gebildet haben, selbstverständlich davon ausgehen, die kaum gelesene Postille BSZ weiterhin als ihr Sprachrohr nutzen zu müssen.

    Also ganz langsam: In Demokratien wechseln Mehrheiten. Ist leider so. Irgendwann kriegt Ihr Eure Mehrheit zurück. Dann dürft Ihr die ganze Redaktion wieder auswechseln. Und habt Euer „Linkes Gegenwicht“ wieder. Für zum Spielen.

  • #11
    Marek

    Die :bsz ist eine Zeitung, deren Redaktion aus Menschen mit unterschiedlichen politischen Einstellungen besteht. Mainstream-Themen und -Meinungen werden nach wie vor den Mainstreammedien überlassen. Die Redaktion steht zu dem Namen „Stadt- und Studierendenzeitung“. Von links, rechts, oben, unten, schräg oben drüber steht da nichts. Der Leser und die Leserin soll informiert werden, nicht manipuliert. Natürlich schwingt in jedem Text auch eine gewisse Einstellung des Autros mit. Dieser versteckt sich allerdings nicht, wie bei dieser neuen abgehtdiepost! oder wie sie heißt, in der Anonymität oder hinter Pseudonymen. Von daher sind nicht alle Artikel der :bsz pauschal als einer Linie treu zuzuordnen. Der/die kritische LeserIn (und zumindest manchen studierten und studierenden LerInnen traue ich Kritikfähigkeit zu) darf sich gerne seine eigene Meinung dazu bilden, dem Autor oder der Autorin seine Meinung sagen, widersprechen, Anmerkungen machen. Dazu lädt die Redaktion, wie sie stets betont, herzlichst ein.
    Wer hingegen stets seine eigene Meinung lesen möchte und Themen ignorieren will, die nicht in die linke Agenda passen (und sei es nur aus Mangel an politischem Anspruch), der darf gerne zu seinen angestammten Blättchen greifen und sich weiterhin einem Phantom von Feindbild hingeben.
    „Neoliberale arrogante Karrieristen ausgibig interviewt“: Wer das zum Vorwurf macht, stellt sich das armseligste Armutszeugnis aus, das ich mir vorstellen kann. Wer nämlich die Gegenseite nicht zu Wort kommen lässt, der treibt keinen Diskurs an, der ist nicht kritisch, sondern betreibt ganz einfach Propaganda.

    Meinungsvielfalt ist wichtig und ich befürworte ausdrücklich die Existenz des neuen Mediums. Dass mit der Art und Weise, wie die „losjetzthier“ erscheint, gegen Presse- und Sonstwasrecht verstoßen wird, finde ich cool und authentisch. Den Vorwurf der Feigheit, den ich oben geäußert habe, möchte ich hier ein wenig abmildern: Eine anonyme Autorschaft ist nicht zwangsläufig feige, es ist eine publizistisch-strategische Entscheidung.
    Was ich hingegen nicht befürworte, ist die Feigheit, nicht in einen Dialog mit der :bsz getreten zu sein, Kritik nicht offen und/oder persönlich geäußert zu haben, sondern Lügen, Anfeindungen und Schlechtmacherei über die :bsz zu verbreiten und sich anschließend in dieser Scheiße zu wälzen und sich wie der größte König zu fühlen in dem Irrglauben, die Welt verbessert zu haben.
    Wenn die „losjetzthier“ tatsächlich lernt, was Kritik ist, dann wünsche ich ihr und ihren RedakteurInnen, viel Erfolg und vor allem Durchhaltevermögen, damit es keine Eintagsfliege wird. Dann freue ich mich, sie als Ergänzung auf Medienlandschandschaft in Stadt und Campus begrüßen zu dürfen.

  • #12
    piotrelutzki

    Schön zu sehen, dass es noch mutige Männer und Frauen gibt die solch ein qualitativ hochwertiges Realsatire Magazin herausgeben …
    Steffi Streik, Paul Protest und Anton Aufruhr werden sich freuen wieder wichtige und relevante Themen der alternativen verfolgen zu können, welche von der bösen, bösen bsz nicht aufgegriffen werden.

    *gegenöfentlichkeit* *hust* ???

    Diese Zeitung fällt deutlichst in den bereich „dinge die die Welt nicht braucht“. die bsz ist die Stadt und Studierendenzeitschrift und kein politisch motiviertes Propagandablatt. die neue und sichtlich gut arbeitende Redaktion weiß das umzusetzen.

  • #13
    Alex S

    @ Paul: „Ich sehe nicht, wo man z.B. vom Konzept der Gegenöffentlichkeit abgedriftet ist.“ – Wenn ein BSZ-Redakteur, seines Zeichens ehemaliger AStA-Vorsitzender und GEW/Juso/Rubrosen-Sargnagel [aka Kolja Schmidt] einen AStA-Referenten und NAWI-Listen-Vorsitzenden [aka Sebastian Marquardt] mit folgenden Worten interwiewt, dann ist das ganz viel – nur bestimmt keine Gegenöffentlichkeit.:

    „Nun fand ein Workshop statt, der die gerade zu Ende gegangene Runde Revue passieren lassen und die Begründung des Wissenschaftsrates bewerten sollte. An dieser Veranstaltung hat Sebastian Marquardt teilgenommen, der als studentisches Mitglied im Senat die Bewerbung miterlebt hat und nun im :bsz-Interview aus seiner Sicht von der Exzellenzinitiative berichtet.

    bsz: Herr Senator Marquardt, eine Frage vorweg: Darf ich das „studentische“ Du benutzen?
    Sebastian Marquardt: Ja, gerne! Wir sind ja Studierende und müssen da nicht so förmlich sein. Meine WählerInnen und ich duzen uns ja auch in der Regel.

    bsz: Also, Sebastian, Du ….“

    http://www.bszonline.de/index.php/25-archiv/campus-news/3095-wenn-der-rektor-gesprochen-hat-ist-schluss.html

  • #14
    Holgi

    #9 Sören:
    „Ich habe aber nicht den EIndruck das die menschen die hier kommentieren sich wirklich mit den neuen Artikeln der BSZ beschäftigt haben. OK das man auf einmal versucht für die Eliteinitiative der Uni zu sein und dafür Neoliberale arrogante Karrieristen ausgibig interviewt ist den meißten hier wahrscheinlich egal.“

    Den Eindruck habe ich auch nicht. Vor allem nicht bei Dir. Darf man einen demokratisch gewählten Vertreter nicht interviewen? Ich habe auch was gegen Frau Merkel, würde mich aber nie zu der These versteigen, dass jemand, der sie interviewed, damit irgendeinen „Seitenhieb auf Linke“ platzieren will. Ich denke mal, Du bist ein Symp des Prost… Aber dann frag Dich mal, warum das Prost und die Aktiven nicht im Senat sitzen? Zuviel Arbeit? Action ist besser als Sitzungen? Ich lese aus dem Interview überhaupt keine generelle Zustimmung zum Exzellenz-Wahnsinn heraus, sondern nur, dass es da jemanden gibt, der versucht unter den gegebenen Umständen das beste für Studierende rauszuholen. Und der kein schlechtes Wort über den Radikal-Protest verliert, sondern dem sogar eine Berechtigung einräumt, obwohl er von diesen Leuten in der Vergangenheit auch unqualifiziert angegriffen wurde, wie man hört und durch Deinen Beitrag wieder sieht. Wieso jemand, der sich im Senat seit Jahren für studentische Belange einsetzt, die Viertelparität fordert usw. hier als „Neolib“ und „Karrierist“ bezeichnet wird, ist mir schleierhaft. Lass ihn doch früher mal in der LHG gewesen sein! – Was ändert das denn daran, dass er viel für die Studierenden erreicht hat und jahrelang die Arbeit in den Gremien gemacht hat. Während andere sich recht fein radikal gerierten und selbst zu schlechter Musik feierten, aber sich den Sitzungstort lieber erspart haben, um ein in einem Missverständnis aus Basisdemokratie und Revolutionsgehabe Sinn und Erfüllung zu finden…

    Und zu Deinem Salafisten-Tick, der bei den Ruhrbaronen ja weit verbreitet ist – leider!- möchte ich anmerken, dass es mir auch zunehmend schwer fällt, bestimmte Entwicklungen hinzunehmen. Es gibt in der sog. Linken durchaus Aufholbedarf nach rechts. Und dankbar nimmt man dann die Gelegenheit auf, endlich auch mal „Salafisten raus!“ rufen zu dürfen und „Ausländer raus!“ zu meinen… Ich mache da nicht mit. Genauso wie rechte Bierärsche die „Asylantenschwemme“ benutzen, um Ausländerfeindlicheit von rechts zu schüren, spielen die „Salafisten-Watcher“ das Thema von links hoch. Es geht doch hier um Verhältnismäßigkeit. Salafisten und Asylanten sind zahlenmäßig weder in die iene noch in die andere Richtung eine Problem. Stattdessen werden da immer Lager gebildet und Bekenntnise gefordert, die so eindimensional sind, dass jeder denkende Mensch nur mit dem Kopf schütteln kann. Ich sehe da keinen Sinn drin.

  • #15
    Norbert

    Zu meiner Zeit (bis vor nicht alzu langer Zeit) wusste man eh, was in der bsz steht. Man wurde als Leser nicht überrascht (was eine gute Zeitung machen sollte). Immer eine Mischung aus linker Selbstidealisierung, Polemik und ein paar nicht irrelavanten Themen (zu denen aber nichts neues kam). Von einer Zeitung für alle oder einen Großteil der Studierenden konnte nie die Rede sein.

  • #16
    Norbert

    … und bei diesem „neuen“ Ding muss man wie bei der alten bsz wissen, dass es eine Zeitung aus der Uni ist … von den Themen wieder nicht zu erkennen.

  • #17
    Paul

    Alex S (#13): Ich glaube, du hast das Prinzip der Gegenöffentlichkeit nicht verstanden. Vor allem eignet sich es nicht als Argument, um dem aktuellen AStA etwas vorzuwerfen, was die Vorgänger nicht gemacht haben.

    A. Gegenöffentlichkeit bedeutet vor allem, etwas zu thematisieren, das von den (Mainstream-)Medien nicht veröffentlicht wird. Mainstream-Medium auf dem Campus ist, wenn man das überhaupt so sagen kann, RUBENS. In dem Interview, das du da zitierst, gibt es Informationen, die ich nach längerer Google-Recherche soeben nicht woanders erlangen konnte. Da kommt ja auch Kritik am Rektor auf, die man sonst nicht zu lesen bekommt.

    B. Die Vorgänger haben offenbar mehrfach ehemalige AStA-Vorsitzende in die BSZ-Redaktion gesetzt, die dann auch noch ebenfalls ehemalige AStA-Vorsitzende (die dann ein neues AStA-Amt bekleideten) bzw. amtierende AStA-Vorsitzende zitiert oder interviewt hatten – andere ehemalige AStA-Vorsitzende berichten dann auch noch aus ihrem Uni-Alltag (ist das Gegenöffentlichkeit?):

    http://bszonline.de/index.php/component/content/article/10-archiv/kurzmitteilungen/552-rub-verbietet-fachschaftspartys.html

    http://bszonline.de/index.php/erstsemesterausgaben/2086-ich-bin-ein-klischee-und-zwar-gerne.html

    Die Ruhrbarone haben sogar schon einmal darauf hingewiesen, dass ein ehemaliger AStA-Vorsitzender, der heute Ratsmehrheitsvertreter im Bochumer Stadtrat ist, in der bsz als bsz-Redakteur und als Stadtpolitiker die Gelegenheit wahrgenommen hatte, die Argumente der Ratsmehrheit bezüglich ihrer Sparpolitik wiederzukäuen (http://www.ruhrbarone.de/bochum-pro-und-contra-kuerzungen/).

    C. Die letzten BSZ-Ausgaben thematisieren weiterhin Themen, die keinen Anzug in WAZ und Co. finden – z.B. die Gender-Debatte.

  • #18
    Edi

    wie lustig! an der rub läuft… NICHTS!
    woanders besetzen studierende rektorate, aber in bochum schmort man schön im eigenen saft!
    ihr helden! macht euren intifada-abfeier-scheiss, aber wundert euch doch dann bitte nicht, wenn euch andere in der lächerlichkeit wahrnehmen, die ihr reproduziert!
    an anderen unis wird politik gemacht, und ihr..?!
    kein wunder, wenn eure „hochschulpolitikerInnen anderswo (LAT) nicht respektiert werden und höchstens dümmliches gekichere ernten!

  • Pingback: Aufgelesen: 07.11.2012

  • #20
    Steffie

    Ja, wenn schon nach mir verlangt wird, dann bin ich auch hier und kommentiere 😉
    Die neue Zeitung losjetzthier ist wirklich ne gute Idee. Die Artikel-Themen sind sehr gut gewählt, die Artikel sauber geschrieben.

    @stefan: Endlich setzt sich mensch statt man durch 😉

    Und zur bsz: Die Themen wurden nicht gewechselt, weil der aktuelle AStA so kurz vor der Wahl noch versucht, irgendwie links zu wirken. Dabei ist klar, dass sie immer nur abgucken und sich bei Leuten bedienen, denen sie vorher noch jegliche Unterstützung bei hochschulpolitischer Aufklärung verweigern. Siehe Exzellenz-Ini Interview, in welchem der asta-nahe Senator Sebastian Marquardt dreist die ganze Kritik des Protestplenums kopiert und dann noch behauptet, es habe eine Zusammenarbeit gegen die Ex-Ini gegeben. Die Redaktion bedient sich absichtlich der gleichen Themen, um der vorherigen Redaktion eins auszuwischen. Außerdem haben die anscheinend keine eigene Meinung und müssen anderer Leute Argumente einfach klauen.

    Und was das „die bsz ist jetzt ohne linke Meinungsmache“ angeht: Genau, aber mit anderer Meinungsmache. Diverse Artikel sollten eigentlich als Kommentare gekennzeichnet sein, weil sie eine Meinung transportieren und überhaupt nicht „objektiv berichten“. Z.B. der über das Bündnis umFAIRteilen.

  • #21
    wahlkrampf

    Ist schon traurig, dass die Macher nicht nur sich selbst der Lächerlichkeit preisgeben, sondern auch ihrer eigenen Sache dabei schaden.
    Natürlich brauchen wir uns nicht über ein irreguläres Impressum zu unterhalten, anonym zu veröffentlichen ist häufig einfach klüger. Oder darüber, dass einseitig berichtet wird, was auch vollkommen normal ist.
    Aber durch die üblichen Stilblüten („mensch“ statt „man“), die Namensgebung der „Redakteure“, das Prahlen über die Entstehung, den Verweis auf das „Protestplenum“ und die Themenwahl, die jedes Klischee bedient, fordert man doch geradezu heraus, dass sich nur wenige ernsthaft mit dem Inhalt beschäftigen. Falls der Durchschnittsstudi – und den zu Erreichen, gilt es doch hoffentlich – das Teil in die Finger bekommt, hat er allen Grund sich über die „linken Spinner“ lustig zu machen.
    In meinen Augen so wenig zielführend, wie es unterhaltsam ist.

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