Update: Loveparade Krisen-PR: Setzt Duisburg auf externen Medienberater?

In der medialen Aufbereitung der Loveparade Katastrophe soll Duisburg auf das Können eines Medienberaters setzen.

Die Pressestelle darf kaum Auskünfte geben, der persönliche Pressesprecher von Oberbürgermeister Adolf Sauerland weilt im Urlaub. Kommuniziert wird trotzdem. In der Krisen-PR soll die Stadt Duisburg nach den Ruhrbaronen vorliegenden Informationen auf einem externen Medienberater setzen. Engagiert worden sein soll der  Berater über die Anwaltskanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek. Heuking Kühn Lüer Wojtek haben in der vergangenen Woche auch einen Bericht über die Geschehnisse rund um die Loveparade verfasst, der die Stadt und OB Sauerland entlastete. Die Kanzlei war in den vergangenen Jahren häufig für die Stadt tätig. Unter anderem beriet sie Duisburg in Fragen des Vergaberechts. Update: Eine Anfrage der Ruhrbarone zu diesem Thema beantwortete die Pressesprecherin von Heuking Kühn Lüer Wojtek knapp: „Leider kann ich Ihnen die Fragen nicht beantworten, da ich nicht weiß, wen die Stadt als Medienberater angestellt hat.“ Die Stadt Duisburg hat bislang nicht reagiert.

Der für Heuking tätige Journalist, dessen Name uns vorliegt, soll bis in das vergangene Jahr hinein für ein bundesweit erscheinendes Medium tätig gewesen sein und gilt in der Medienszene  NRWs als gut vernetzt.

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17 Kommentare

  1. #1 | Eva sagt am 10. August 2010 um 12:23 Uhr

    Habe ich das richtig gelesen, der Pressesprecher von OB Sauerland ist trotz der Loveparade-Katastrophe im Urlaub? Wie bitte? In jedem halbwegs funktionierendem Unternehmen müsste ein Mitarbeiter in einer solchen Position nach einem vergleichbaren Vorfall sofort aus dem Urlaub zurückkommen und zur Verfügung stehen! Die Duisburger Stadtverwaltung scheint nicht nur in der Person des Oberbürgermeisters, sondern insgesamt eine Gurkentruppe zu sein. Mir scheint, nicht nur der OB, sondern auch einige seiner Mitarbeiter sollten sofort zurücktreten.

  2. #2 | Jens sagt am 10. August 2010 um 12:57 Uhr

    Schick mal den Namen und die eMail-Adresse. 🙂

    Habe bisher auf meine Anfrage vom Referat Kommunikation keine Antwort erhalten.

  3. #3 | Dirk Schmidt sagt am 10. August 2010 um 13:15 Uhr

    Wieso wird denn der vorliegende Name nicht veröffentlicht? Spricht journalistisches Berufsethos dagegen? Wäre es ein Rechtsanwalt, Politiker, Gutachter, Staatsanwalt etc. wäre der Name doch auch hier zu lesen, oder?

  4. #4 | Höddeldipöp sagt am 10. August 2010 um 13:23 Uhr

    „Der für Heuking tätige Journalist, dessen Name uns vorliegt, soll bis in das vergangene Jahr hinein für ein bundesweit erscheinendes Medium tätig gewesen sein und gilt in der Medienszene NRWs als gut vernetzt.“

    Was ist der nun? Journalist oder PR-Fuzzi? Nein…. ein Journalist würde sich für sowas doch nicht hergeben!

    In der Medienszene NRW gut vernetzt? Na, dann werden wir ja bald jede Menge Schönfärber-Beiträge seiner Friends-in-NRW lesen können.

    Wenn ich demnächst also einen Pro-Duisburg-Rathaus-Beitrag lese, weiß ich also sofort, wer wessen Freund ist 🙂

  5. #5 | Arnold Voss sagt am 10. August 2010 um 13:29 Uhr

    Ich dachte, die Stadt Duisburg ist bist zum Stehkragen verschuldet. Wie können die sich zu ihrem eigenen Presseamt jetzt auch noch einen Presseberater erlauben?

  6. #6 | Lothar Evers sagt am 10. August 2010 um 16:19 Uhr

    Das ist doch irrsinnig. Da hat man ein ganzes Referat. Das sagt nix und nimmt Wevbseiten und videos vom Netzt, als hätte Duisburg nie etwas mit der Loveparade zu tun gehabt. Und jetzt kommen die externen. Da hat man doch schon mit der 20.000 Euro Abnickprämie für einenen Professor miese Erfahrungen mit gemacht.

    Was man einkaufen sollte ist eine unabhängige Untersuchungskommission. Das ist die einzige Chance, die diese Stadt kurzfristig hat. Aber die will wohl niemand ergreifen. Jedenfalls im Moment nicht.

  7. #7 | Angelika sagt am 10. August 2010 um 16:51 Uhr

    „Ich dachte, die Stadt Duisburg ist bist zum Stehkragen verschuldet. Wie können die sich zu ihrem eigenen Presseamt jetzt auch noch einen Presseberater erlauben?“ #5 Arnold Voss

    Genau, wie geht das?!!

  8. #8 | sebastian Flyte sagt am 10. August 2010 um 20:51 Uhr

    Also, die WAZ hat den Namen des unbekannten Journalisten jetzt öffentlich gemacht – Es ist der ehemalige Büroleiter des FOCUS in Düsseldorf……

    https://www.derwesten.de/kultur/musik-und-konzerte/loveparade/PR-Profi-soll-Duisburg-helfen-id3508961.html

  9. #10 | christian sagt am 10. August 2010 um 21:26 Uhr

    Karl-Heinz Steinkühler scheint ja ein alter Bekanter in der Berichterstattung der Ruhrbarone zu sein.

    https://www.ruhrbarone.de/focus-feuert-ruttgers-kritiker/

  10. #12 | Ex-Linker sagt am 10. August 2010 um 23:12 Uhr

    Befindet sich Duisburg nicht in der Haushaltssicherung ? Wer genehmigt denn angesichts dieser Horror-Verschuldung der Stadt Duisburg die Dienste derart fragwürdiger PR-Macher, die erst auf kritischen Journalismus und nun auf Krisen-Politur machen. Ganz so, wie es gerade das eigene Konto füllt ?

    Eigentlich sollte Sauerland seinem „Kumpel“ Pleitgen auffordern, die Hochglanzpolitur zu besorgen, damit das gründlich niedergemachte Image wieder strahlen kann. Schließlich wollte Pleitgen „wegen der starken Bilder“ und der „besonderen Strahlkraft“ unbedingt die Loveparade. Also Fritze, dann mach Dich mal lang und fang endlich an zu schrubben. Schließlich hätte es ohne ihn wohl weniger „bessoffen geredete“ Politiker gegeben und damit wohl auch nicht die Subkultur Loveparade. Nun soll Pleitgen auch selber wieder richten, was er mit angerichtet hat. Geld genug ist ja schon für diesen „Kulturwahn“ schon verplempert worden. Da bedarf es nun wirklich keines gechassten Redakteurs, der nun auf Eijapopeija machen will!

  11. #13 | ALi sagt am 11. August 2010 um 16:30 Uhr

    https://de.indymedia.org/2010/08/287594.shtml

    Stadt Duisburg hält Loveparade-Dokumente unter Verschluss ……. ( – Investigativer Journalismus: Marvin Oppong – ) …. Eigentlich kann jeder nach dem Informationsfreiheitsgesetz Informationen bei Behörden beantragen – also auch die Genehmigung der Loveparade. Journalisten haben sogar bei einem laufenden Verfahren Anspruch auf Auskunft. Doch die Stadt Duisburg hält die Dokumente unter Verschluss.

  12. #14 | OB Sauerland, wie lange wollen Sie noch warten? | Ruhrbarone sagt am 18. August 2010 um 08:44 Uhr

    […] Kühn Lüer Wojtek in Auftrag. Sie beschäftigen – ob direkt oder über Heuking – einen PR-Berater, der den Redaktionen im Moment Hintergrundgespräche und Interviews mit Ihnen anbietet. Einige […]

  13. #15 | Amateure – genuin4 sagt am 18. August 2010 um 12:21 Uhr

    […] einen ehemaligen Journalisten als PR-Berater engagiert. Wer das ist, wissen offensichtlich die Ruhrbarone. Allerdings scheint mir der Gute entweder nicht sehr versiert in der Krisen-PR, oder er kann sich […]

  14. #16 | Ein Monat Loveparade-Katastrophe | Ruhrbarone sagt am 24. August 2010 um 13:13 Uhr

    […] Ruhe aufklären. Einen entlastenden Bericht bezahlt deshalb er bei der Anwaltskanzlei Heuking. Ein PR-Berater sollte ihm helfen die ganze Situation zu überstehen. Im WDR und im Spiegel gab Sauerland […]

  15. #17 | Duisburg: Öffentliche Ratssitzung zum Loveparadegutachten | Ruhrbarone sagt am 14. September 2011 um 07:41 Uhr

    […] finde ich auch die Frage, ob aus diesen 420.000 Euro der PR-Berater von Sauerland, Karl-Heinz Steinkühler, bezahlt wurde und wie teuer der ehemalige Journalist , […]

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