Makkabi Köln Spieler als „Scheiss Juden“ beschimpft

makkabi_koeln

Nach Angaben das Vereins Makkabi-Köln kam es gesten im Anschluss an ein Fußballspiel zu antisemitischen Äusserungen gegen die Spieler des Vereins:

Unmittelbar nach dem Ende des gestrigen Fußballspiels zwischen TuS Makkabi Köln und dem ESV Olympia Köln, welches über 90 Minuten fair und sportlich verlief, kam es zu einem Eklat als einige Spieler der siegreichen Mannschaft unsere Spieler mit „Free Palestine“ und „Scheiss Juden“ Rufen zu provozieren versucht haben – was scheinbar nicht gelang – da unter anderem die eigenen Mitspieler wie auch der Schiedsrichter da zwischen gegangen sind !!!
Dieser Vorfall wird zeitnah dem Verband gemeldet und es bleibt abzuwarten, wie selbiger auf diesen Vorfall reagiert !!!
Wir haben all unser Herzblut in diesen Verein gesteckt mit der Botschaft, dass Fussball verbindet und Politik sowie Fremdenfeindlichkeit auf den Platz nichts zu suchen haben.
Dafür steht Makkabi Köln. Mit Entsetzen haben wir heute diesen bitteren Rückschlag für den Kölner & auch für den Deutschen Fussball erlebt und hoffen,
dass so etwas in einem toleranten Deutschland geahndet wird und nie wieder vorkommt.

Der Kölner Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grüne) äusserte sich bereits in einer Stellungnahme zu den Vorkommnissen:

Zu den antisemitischen Attacken nach dem gestrigen Fußballspiel zwischen TuS Makkabi Köln und dem ESV Olympia Köln erklärt Volker, innenpolitischer Sprecher und Kölner Abgeordneter:

„Unsere volle Solidarität ist bei den Spielern und Fans von TuS Makkabi Köln. Es ist die gemeinsame Pflicht der Sportverbände, für ein Klima zu sorgen, in dem jegliche menschenfeindliche Äußerung sofort geächtet und sanktioniert wird. Rufe wie „Scheiß Juden“ sind nicht nur ein böses Foul zwischen Sportlern, sie sind auch ein Angriff auf die Menschenwürde und die Freiheit unserer gesamten Gesellschaft. Wir müssen deshalb mehr dafür unternehmen, dass Jüdinnen und Juden ohne Anfeindungen oder Bedrohungen ihren Hobbys nachgehen können. Es ist in der Verantwortung des Fußballverbands, dass jede Form von Antisemitismus, Rassismus und auch Homophobie die rote Karte sieht.“

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13 Kommentare

  1. #1 | benny salz sagt am 7. September 2015 um 15:01 Uhr

    Das gleiche passierte vor kurzem auch einem Makkabi Team in Berlin.

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/23199

  2. #2 | Albert sagt am 7. September 2015 um 16:11 Uhr

    Passiert uns Bayern jede Woche. Dabei bin ich nur Bayer und kein Bayernfan.

  3. #3 | still hating germany sagt am 7. September 2015 um 18:00 Uhr

    Niemals Frieden mit Antisemiten!

  4. #4 | Gerd sagt am 7. September 2015 um 20:09 Uhr

    Da hat sich ein Antizionist geringfügig im Ton vergriffen. Er hätte "Sch… Israel" brüllen sollen, denn Haß auf Juden ist out, Haß auf ihren (einzigen) Staat ok. 🙁

  5. #5 | Monika Friederike Bresemann sagt am 7. September 2015 um 22:08 Uhr

    Wieso schreibt Gerd, dass Hass auf Israel OK ist? Hass ist NIEMALS ok.

  6. #6 | Klaus Lohmann sagt am 7. September 2015 um 22:38 Uhr

    @Monika Friederike Bresemann: "Gerd" ist hier so eine Art "Alibi-Pegidist".

  7. #7 | André sagt am 8. September 2015 um 10:28 Uhr

    @Gerd
    Martin Lejeune meint in seinem aktuellen Blogeintrag: "Antizionismus ist prinzipiell immernoch kein Antisemitismus."

    Ich sehe das anders. Auch Martin Luther King sah das anders:
    http://www.messiahnj.org/mlking.htm

  8. #8 | Gerd sagt am 8. September 2015 um 11:07 Uhr

    @Monika

    den Sarkasmus 🙁 übersehen? In dem Fall: Heute diffamiert und dämonisiert der Judenhasser keine Juden, denn das wäre zu "rechts", er macht das stattdessen mit " links" indem er ihren Staat diffamiert und dämonisiert. Was gesellschaftlich akzeptiert ist. Man glaubt nicht wie viele Gebildete davon überzeugt sind, dass Israel ein Apartheidstaat wie das Südafrika der 80er ist.

  9. #9 | still hating germany sagt am 8. September 2015 um 16:52 Uhr

    Womöglich haben die widerwärtigen Demonstrationen des letzten Sommers zu so etwas wie einem Dammbruch geführt: Ganz offensichtlich halten es einige Antisemiten inzwischen nicht mehr für nötig, ihren Antisemitismus ins Deckmäntelchen des "Antizionismus" zu kleiden.

  10. #10 | Gerd sagt am 8. September 2015 um 17:01 Uhr

    Andre,

    Kommt drauf an. Wer an Israel die gleichen Maßstäbe anlegt wie an andere Länder ist kein Antisemit. Was Antizionisten und Israelkritiker fast immer kennzeichnet, sind neben Diffamierung und Dämonisierung deren Doppelstandards. Und das macht diese zu Antisemiten.

  11. #11 | Stefan Laurin sagt am 8. September 2015 um 17:03 Uhr

    @Gerd: Genau. Niemand hätte ein Problem damit, wenn Israel so kritisiert werden würde wie Dänemark, Brasilien oder Japan.

  12. #12 | nussknacker56 sagt am 8. September 2015 um 22:03 Uhr

    Oliver Rausch, Leiter der Abteilung Fußball im ESV meint: "Wer was zu wem gesagt hat, kann ich nicht sagen."

    Ooooch, Herr Rausch, das haben schon Ihre Großeltern von sich behauptet: Niemand hat von nichts gewusst, muss alles in absoluter Geheimhaltung vor sich gegangen sein – damals. Sonst hätte sich die deutsche Volksgemeinschaft nämlich mächtig auf die Hinterfüsse gestellt und den paar fiesen Nazis ordentlich Bescheid gestoßen. Aber wenn niemand was weiß, kann man halt nichts machen. So wie der ESV auch nichts machen kann, außer:

    "Der ESV Olympia Köln distanziert sich ganz klar von jeglichem rassistischen Verhalten oder Äußerungen und verurteilt solches Verhalten sowohl auf, als auch neben dem Platz!"

    Gegen Rassismus! Eine unglaublich mutige, tolle Einstellung, das unterschreiben mindestens 99% aller Beteiligten. Nachdem das Wichtigste geklärt ist, noch ein abschließendes Bedauern:

    "Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, ist es uns ein Anliegen, als Verein unser Bedauern … blablabla"

    Sollten … Anliegen … Bedauern.
    Alles ist gut. Und das fiese Wort "Antisemitismus" haben wir auch vermieden.
    Gegen Rassismus!

  13. #13 | Gerd sagt am 9. September 2015 um 00:06 Uhr

    Ich hoffe Stefan bleibt an der Sache dran. Regelmäßige Berichterstattung wirkt Wunder bei Funktionären.

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