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Nachricht in eigener Sache

Ja, ich gehe zur WAZ-Gruppe. Ich werde da im Team für Recherche-Journalismus arbeiten. Ich freue mich auf die Aufgabe – und bin happy, dass die WAZ-Gruppe mir die Chance gibt, dort mitzumachen. Es wird sicher toll. Ich werde in Essen arbeiten.

Von David Schraven

Gleichzeitig bin ich traurig, dass ich bei der Welt aufhören muss. Es war eine tolle Zeit im Wirtschaftsressort und im Ressort NRW. Die Leute dort haben mir sehr großen Rückhalt gegeben und mich mächtig bei den ganzen Streitereien unterstützt, die ich ausgelöst habe. Ich danke dem Springer-Verlag für den Mut, es mit mir versucht zu haben.

Ich war jetzt bei der taz, die tageszeitung. Ich habe bei der Süddeutschen gearbeitet, als die noch einen NRW-Teil hatte, und konnte eben auch für Springer schreiben. Und eins ist mir nach dieser Zeit echt wichtig. Im Vergleich muss ich sagen, die ganzen Vorurteile über die Welt, die gerade in Blogs andauernd kolportiert werden, stimmen nicht. Dort sind gute Kollegen, die eine gute Zeitung machen. Vor allem den Geschichten verpflichtet, die erzählt werden müssen. Es war schön dort.

Naja und jetzt WAZ. Ich denke auch dort sind gute Kollegen, mit denen man eine gute Zeitung machen kann. Ich freu mich drauf. Mitte Mai fang ich dort an.

Auf viele spannende Geschichten, hoffentlich nicht soviel Ärger und tolle Projekte!!

Ob ich bei den Ruhrbaronen weitermachen kann, weiß ich noch nicht. Das muss man sehen. Echt keine Ahnung. Aber selbst wenn ich ab Mitte Mai nicht mehr hier mitschreiben sollte:

Die Ruhrbarone wird es noch lange geben. Da bin ich sicher. Sie sind eine verdammt gute Plattform für Geschichten aus dem Ruhrgebiet und von sonst woher.

Hier arbeiten etliche Leute, die richtig was auf der Kiste haben. Ich bin echt stolz drauf, mit Euch hier geschrieben zu haben und vielleicht auch weiter zu schreiben.

——-

Alles Gute, David

Erst einmal herzlichen Glückwunsch an die WAZ.  Dass die sich mit David einen profilierten, investigativen Journalisten ins Haus holt, wird dem Blatt  gut tun.

Von Stefan Laurin und Christoph Schurian

Und klar, der Weggang von David ist eine Zäsur. David gehörte zusammen mit uns zum Leitungsteam der Ruhrbarone und war einer der Gründer des Blogs. Ohne ihn wären wir heute nicht da, wo wir sind.  Seine Geschichten haben die Ruhrbarone mitgeprägt und diese Geschichten werden künftig in der WAZ erscheinen. Ob David als WAZ-Mann überhaupt noch für uns tätig sein wird, ist noch offen.

Aber wie sagte schon der einstige Eintracht-Frankfurt-Trainer Dragoslav Stepanovic: „Lebbe geht weiter!“.

Die Ruhrbarone werden von über 30 Autoren und Autorinnen getragen. Wir werden weiterhin jeden Tag aufstehen und versuchen, einen guten Job zu machen. Wir bleiben auch ohne David, was wir sind: Eine kritische Stimme aus dem Ruhrgebiet mit dem Talent, jedem auf die Füße zu treten und immer wieder unsere Leser zu überraschen.

RuhrBarone-Logo

40 Kommentare zu “Nachricht in eigener Sache

  • #1
    Detlef Obens

    Das freut mich für ich!

    Aus Deinem Statement spricht Deine persönliche Vorfreude. Da muss es ja nur gut werden! Persönlich bedaure ich, dann HIER nichts mehr von Dir zu lesen, aber einen Klick auf die WAZ bekomme ich ja auch noch hin!

    Alles Gute für Deine weitere journalistische Arbeit!

    P.S. wärest Du zum Neuen Deutschland gegangen, hätte ich Dir nix gewünscht*g*!

  • #2
    Hannes

    Ich wünsche David viel Erfolg. Hoffentlich bekommt er die Zeit und die Freiräume, die er zum Recherchieren und zum Schreiben benötigt.

    Alles Gute
    Hannes

    P.S. Stefan wird David bestimmt ab und zu im Ruhrpilot verlinken 😉

  • Pingback: Ruhrbaron David Schraven wird Chef der WAZ-Recherche (aktualisiert: 18:46 Uhr) » Pottblog

  • #4
  • #5
    Stefan Laurin

    @Jens: Eines solltest Du bedenken: Wir sind Freunde. Und die Links zur WAZ wird es weiterhin so geben wie bislang üblich. Da ändert sich nix…

  • #6
  • #7
    TiM

    Och, schade wäre es, wenn David Schraven hier nicht mehr schreiben würde. Seinen Namen habe ich mir nach wenigen Artikeln schon einprägen können und das heisst dann schon was 😉

    Ich kann für ihn (und uns Leser!!!) nur hoffen, dass er nicht zur WAZ gezogen wird, damit er einen so klasse Journalismus, wie den, den ich hier bei den ruhrbaronen von ihm kennengelernt habe, aufgeben soll! Denn diese Art Journalismus ist etwas, was ich für die Blogger, das Internet und den Journalismus im Allgemeinen immens wichtig finde.

    Danke schon mal für viele spannende Stories! 😈

  • #8
    FS

    Glückwunsch.

    Dann war die Hombach-Interview-Kooperation mit DerWesten.de gewissermassen ein Pilotprojekt?

  • #9
  • #10
    Arnold Voß

    Viel Glück Davidowitsch! Lass dich nicht verbiegen!

    Bin gespannt ob Big Bodo dich weiter bei uns schreiben lässt, kanns aber partout nicht glauben. Aber vielleicht bin ich wieder mal zu pessimistisch.

  • #11
    Angelika

    Ich freu mich für David (klar, auch von mir: Alles Gute! Viel Glück! Eine interessante u. erfolgreiche Arbeit!) u. bin gleichzeitig etwas wehmütig gestimmt (wünsche mir ganz fest weitere Beiträge bei ruhrbarone – wünschwünschwünsch…!).

  • #12
  • #13
    Hannes

    Der gute Hans Plagwitz hat auf medienmoral eine Einschätzung der beiden heutigen WAZ Personalien(Nienhaus & Schraven) versucht:

    http://www.medienmoral-nrw.de/2010/04/wer-schurt-hier-angst/#comment-30229

  • #14
  • #15
    Chris

    In Hamburg sagt man Tschüß…

    http://www.youtube.com/watch?v=IsG04WoXw4k

    David, ich hoffe nicht wirklich, dass Du hier Deinen Heimathafen verlässt… 🙁

    P.S. Lese seit gestern begeistert das Ruhrbarone-Magazin… 🙂

  • #16
  • #17
    David Schraven

    Man, danke Leute. Ich hab schon rote Ohren. Ist ja nur ein neuer Job. 🙂

    Chris, ich hoffe, das Magazin gefällt Dir – und sorry für die Rechtschreibfehler. Wir hatten kein Lektorat. Das hätten wir machen sollen. 🙂

  • #18
    Dirk Haas

    Nun, die WAZ ist ja nicht gerade aus der Welt (-:
    Insofern wird man Davids Geschichten, so hoffe ich, jetzt lediglich unter einem anderen Lesezeichen finden.

    Mit Deinen Geschichten, David, bin ich zwar nicht immer glücklich, aber eines kann man Dir nicht vorwerfen, nämlich langweiliges Geschreibsel – und Zynismus.
    In diesem Sinne, http://www.youtube.com/watch?v=t-l91O9VxN0

  • #19
    Vanessa

    Vor einiger Zeit sagte ich noch: „Aus der WAZ wird erst wieder was, wenn sie so einen wie den Schraven hat. Aber wahrscheinlich ist er ihnen zu ungemütlich.“

    Glückwunsch an die WAZ für diese Entscheidung. Und alles Gute für Dich, David.

    Im Übrigen wollte ich gestern am Essener HBF das Ruhrbarone-Magazin kaufen: ausverkauft.

  • #20
  • #21
    Philip

    Mein Lieber, alles Gute und viel Erfolg!
    Dann kann ich meinem Nachbarn ja doch bald die WAZ klauen, statt sie ihm auf die Treppe zu legen 😉

  • #22
    Frank

    Auch von mir alles Gute und viel Erfolg!

    Beim nächsten Trip gen Westen, werde ich mir dann mal wieder ne WAZ kaufen 🙂

    Viele Grüße von der Spree

  • #23
    Barbara Underberg

    Mensch, da hab ich das WAZ-Abo gerade erst gekündigt … 🙂
    David, Dir alles Gute! und bürste weiter gegen den Strich! Zu den Ruhrbarone-Treffen kommst Du doch trotzdem noch, oder?

  • Pingback: zoom » Umleitung: Personalkarussel zur WAZ, Katholikenflucht, Meinungsmache und Wahlkampf. «

  • #25
    Wähler

    Auf dem sinkenden Schiff des Journalismus (WAZ) anhäuern? Die müssen ja gut bezahlen. Zu Reitz und Hombach den cDU-Hengsten? Warum nicht gleich zur Schwesterzeitschrift Bild?
    trotzdem alles Gute

    Gruss

  • #26
  • #27
  • #28
    Frank Levermann

    Hallo David,
    ob ich Dir jetzt gratulieren soll, weiß ich noch nicht so genau. Der WAZ aber gratuliere ich für ihren Mut, einen Querdenker in diesen Job zu holen. Werde wohl künftig ab und an wieder am Kiosk „WAZ bitte“ sagen.
    Alles Gute für Dich!

  • #29
    Franz Kollege

    Herzlichen Glückwunsch und alles Gute! Jetzt müssen wir nur noch sehen, wie wir die Roosevelt die Ruhr hoch bekommen.

  • #30
    Arnold Voß

    Nein, David wird nicht die WAZ verändern, sondern die WAZ ihn. Oder glaubt hier jemand an Wunder? Aber wer ihn kennt der weiß, dass dem Grenzen gesetzt sind. Das unterscheidet David von vielen anderen Journalisten und deswegen haben ich ihn auch als solchen immer sehr geschätzt. Ich wünsche mir sehr, dass ich das auch weiterhin tun kann.

  • #31
  • #32
  • #33
    Hannes

    @Hans Czinzoll:
    Das wird ’ne Extrabeilage nach dem 1. Mai. Dann nämlich kommt Uhlenberg zur 1. Mai Feier des SGV Siedlinghausen mit dem E-Bike zur SGV-Hütte. David könnte mit der Kreidler Florett aus dem Ruhrgebiet dazu stoßen und beim Kartoffelbraten den Sack zumachen. Ist ein prima Recherche-Ambiente 😉

  • #34
    Der Steiger

    Ach, die WAZ. Das Betriebsklima soll unterirdisch sein. Dass überqualifizierte Menschen dort Dödelarbeit machen, gehört seit zwanzig Jahren dazu. Naja, und während die Firma früher platt gemacht hat, was ihr in die Quere zu kommen schien, saugt sie nun auf. Den Aufgenommenen scheint es zu behagen. Vom Klartext-Verleger Ludger C. sind jedenfalls keine Klagen bekannt. Und der wollte vor 25 Jahren mal mit anderen ein Ruhrgebietsblatt jenseits der WAZ machen. Wahrscheinlich übernimmt man in Essen demnächst in aller Freundschaft den Mantel der SZ, kürzt aber jeden Text auf 70 Zeilen runter.

  • #35
    Wähler

    #Der Steiger,
    so manch einer wartet immer noch vergeblich auf die Implosion der WAZ-Mediengruppe. Leider wird das immer dringlicher – Überparteitisch und so weiter…..

    Gruss

  • #36
    Barbara Floer

    Hallo Herr Schraven! Gerade, als ich den Artikel über EON und die Millionenspende las, dachte ich noch so bei mir: wieso liest man darüber nicht beim eigenen Verein? Ich wünsche Ihnen ähnlich große Spielräume und sage: herzlich Willkommen!

  • #37
  • #38
    David Schraven

    Danke Michael!! Freut mich!! Ich würd mich freuen, wenn wir uns mal wieder sehen könnten. Vielleicht mit alle Mann oder so. 🙂

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