
Auf dem Welterbe Zollverein in Essen werden Erinnerung an den Holocaust jetzt auf besondere Weise wachgehalten: Am gestrigen Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus startete im Ausstellungsbereich der Halle 8 die neue interaktive Ausstellung „Holo-Voices“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Technischen Universität Dortmund. Eröffnet wurde sie von Ministerin Ina Brandes gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer.
Dank modernster KI und Hologramm-Technik treten Überlebende des Holocaust als dreidimensionales Hologramm mit den Besucherinnen und Besuchern in den Dialog. Die Technik ermittelt die passende Original-Antwort, die die Zeitzeugen zuvor im Interview gegeben haben, sodass es zu einer lebendigen Interaktion zwischen Fragesteller und Holocaust-Überlebendem kommt. Zum Projekt gehören auch die Begleitausstellung „Frag nach!“ vom Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek und die weitere Präsentation „Unter Tage.Unter Zwang“, kuratiert vom Verein Zweitzeugen e.V. in Kooperation mit dem Ruhr Museum.
Die RAG-Stiftung, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und die Brost-Stiftung tragen rund 35 Prozent der Gesamtkosten von etwa 3,2 Millionen Euro. Die restliche Finanzierung liegt beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und wird der TU Dortmund als Projektträger zweckgebunden zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen: https://www.holo-voices.de/
