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NRW: Chef der NRW-Volkshochschulen Henkelmann in der Kritik


Seit Mitte Dezember ist der ehemalige Remscheider Stadtdirektor Christian Henkelmann Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes der Volkshochschulen Nordrhein-Westfalen. Ob er es noch lange bleibt, ist nach Informationen des Blogs fraglich. Nach einigen Postings Henkelmanns auf Linkedin zur Wahl von Thomas Kemmerich (FDP) zum Ministerpräsidenten Thüringens ist er in die Kritik geraten.  Henkelmann hat die scheidende CDU-Vorsitzender Annegret Kramp-Karrenbauer in Anlehnung an ein sowjetisches Sturmgewehr „AKK47“ genannt.  Kramp-Karrenbauer ist Präsidentin des Volkshochschulverbandes. Auch wie sich Henkelmann über die Wahl Kemmerichs, die Linkspartei, SPD und die Grünen äusserte, erregen wohl den Unmut mehrere Mitglieder des NRW-VHS-Vorstands.

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19 Kommentare zu “NRW: Chef der NRW-Volkshochschulen Henkelmann in der Kritik

  • #1
    Gerd

    Der wird seinen Job bald los sein. Dass er in der Sache richtig liegt, macht es nur noch wahrscheinlicher. Wir sind wieder so weit, dass Widerworte gegen die vorherrschende Meining zur Zerstörung der beruflichen Existenz führen könne.

  • #2
    Dr. Rüdiger Krüger

    Nun ist die Position des Vorsitzenden im Landesverband der NRW Volkshochschulen kein Job, sondern ein Ehrenamt; man macht dieses Position einerseits ehrenhalber, d.h. ohne Honorar, und andererseits ist es eine Ehre, dieses Amt bekleiden zu dürfen. "Widerworte gegen vorherrschende Meinung" ist durchaus statthaft auch wenn sie so "DUMM, NUR DUMM!" wie von Herrn Dr. Henkelmann vorgebracht wird; wenn sie allerdings unsachlich polemisch die Präsidentin des Deutschen Volkshochschulverbandes mit "AKK47" diffamieren ist das beim angesprochenen Ehrenamt des Landesverbandes der NRW-VHS nicht statthaft. Und wenn man sich als Person politisch so eindeutig positioniert, dass es wohl einem Großteil der mit Politischer Bildung Beschäftigten und mit v.a. jüngeren Menschen über politische Meinungsbildung und gewaltfreien Diskurs Arbeitenden graust dann gilt: treten Sie vom Amt des Vorsitzenden beim Landesverband der Volkshochschulen in NRW umgehend zurück, Sie schaden diesem wichtigen Bildungsverband.
    Dr. Rüdiger Krüger, Leiter der VHS Reckenberg-Ems [anonym schimpfen kann jeder…]

    Advocatus diaboli
    Tief im Herzen haß ich den Troß der Despoten und Pfaffen,
    Aber noch mehr das Genie, macht es gemein sich damit.
    (Friedrich Hölderlin)

  • #3
    Aufrecht

    Er liegt banal richtig. Hoffen wir, dass sich bald wieder mehr vernünftige Stimmen zu Wort melden.

  • #4
  • #5
    Jupp Schmitz

    Schade, dass sich nun auch hier diejenigen versammeln, die brüllend verkünden, dass man nicht mehr seine Meinung sagen darf.

  • #6
    bob hope

    #1: Gerd: Was genau ist die „vorherrschende Meinung“? Und womit hat er recht?

    Jedenfalls lassen seine Äußerungen darauf schließen, dass er überhaupt nicht kapiert hat, worum es in der Sache geht. Die Parteizugehörigkeit von Kemmerich ist da wohl das geringste Problem, es war der Vorgang, der schmierig war. Und es war die Unterstützung der rechtsextremen Höcke-AfD, die die Wahl politisch unmöglich gemacht hat – es sei denn, man will wirklich eine andere Republik.

    Und: Äußert sich Henkelmann hier – natürlich völlig überparteilich – als Chef der VHS in NRW oder als Mitglied der CDU – was er ja nunmal ist. Schon bemerkenswert, dass er in seinen Posts kein einziges Mal die AfD erwähnt, stattdessen auf die „SES/PDS-Nachfolgepartei“ verweist. Was wäre denn aus Union, FDP und SPD geworden, wenn sie mach dem Krieg nicht etliche Mitglieder von NSDAP und Waffen-SS aufgenommen hätten? Und die SED-Keule trifft gerade bei Leuten wie Ramelow ins Leere.

    Mir scheint, als sei der Mann mit seiner öffentlichen Position völlig überfordert.

  • #7
    Chris de Nuys

    “Wir schätzen die Menschen, die frisch und offen ihre Meinung sagen – vorausgesetzt, sie meinen dasselbe wie wir!“ (Mark Twain)

  • #8
    Klaus Lohmann

    "Wir sind wieder soweit" – und deshalb muss das Kapitel Höcke & Co. zum Ende und nicht zum Handschlag gebracht werden.

  • #9
    Daniel

    @#4: welche maske? Über den duktus kann man streiten, inhaltlich hat er natürlich vollumfänglich ins "Schwarze" getroffen, um ihre alberne farbenlehre aufzugreifen… 😉
    @#8: wie möchtest du das denn "zum Ende bringen"? 😀 gulag? Es ist doch klar, dass die afd stärkt, wenn die Alternative eine von linken geführte volksfront der antidemokraten ist.

  • #10
    Gerd

    Was sind "DUMM, NUR DUMM! und AKK 47" vergleichen mit dem ständigen "Nazi" Geschrei der anderen Seite und den Taten, die diesen hetzerischen Worten folgen? Weniger als gar nichts.

    https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/thueringen-wahl-fdp-beklagt-angriffe-auf-parteimitglieder-16625766.html

  • #11
    paule t.

    @ #5 Jupp Schmitz
    "Schade, dass sich nun auch hier diejenigen versammeln, die brüllend verkünden, dass man nicht mehr seine Meinung sagen darf."

    Ach? Wer sagt, bzw. "brüllend verkündet" das denn?

    Natürlich darf Herr Henkelmann seine Meinung sagen. Er darf dabei natürlich auch die Parteichefin der CDU verächtlich machen, Rechtsextremisten und demokratische Linke gleichsetzen, das eigentlich Problem verschweigen (dass ein MP von Faschisten gewählt wurde) und einen Strohmann aufbauen (als ob die Mitgliedschaft Kemmerichs in der FDP das Problem wäre) … all diesen inhaltlichen Unsinn sagen, vom Problem ablenken, sich heftig im Ton vergreifen – darf er alles.

    Und andee Leute dürfen das dann richtig Scheiße finden und ihn für ungeeignet für seinen Posten
    halten.

    Immer dieses Rumjammern der Rechten … selbst aufs Heftigste austeilen, aber wenns dafür auch Widerworte und auch mal politische Konsequenzen gibt, von einer "Einschränkung der Meinungsfreiheit" jammern.

  • #12
    Berthold Grabe

    Im schwarzen Lager fallen keine Masken, sondern die Gefolgschaft gegenüber dem zentral vorgegebenen Maulkorb wird immer häufiger gekündigt.
    Da kann ich nur sagen, das kommt viel zu spät, wer sich nie gewehrt hat, als anrüchig rechts bezichtigt zu werden, darf sich nicht wundern ,wenn alle glauben er sei einer, wenn man sich schließlich doch dazu durchringt endlich das Spiel nicht mehr mitzumachen und gleichzeitig tummeln sich genau deswegen schon zu viele fragwürdige Gestalten an der Spitze der Politik herum in allen Lagern.
    Überall nur Moral statt Argumente, als ob irgendjemand das Recht hätte ein moralisches Urteil über den jeweils anderen zu fällen.
    Wer moralisiert fährt nur Trittbrett auf dem Wege des geringsten Widerstandes.

  • #13
    Dr. Rüdiger Krüger

    #7 Chris de Nuys
    Bitte mit offenem Visier und unter Klarnamen und nicht mit den meisten unbekanntem Pseudonym. Ich schätze die Menschen, die zumindest ehrlich zu dem stehen, was sie öffentlich sagen; sie müssen nicht dasselbe meinen, wie ich, aber ein grundständiges Maß an Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit an den Tag legen, Herr Dr. Henkelmann. Das Mark Twain Zitat ist da zu billig….

  • #14
    Thommy

    Man sollte dem Herrn nahe legen, , einige VHS-Kurse zu den Themen Demokratie, Geschichte, Rechtsextremismus und Kommunikation zu besuchen.

    Da er demnächst mehr Freizeit haben wird, sei ihm noch ein Mal-und ein Kochkurs empfohlen.

  • #15
    Berthold Grabe

    #14
    Einen Kurs zum Thema Demokratie , Geschichte, Rechtsextremismus würde ich eher denen empfehlen, die sich über Herrn Henkelmann aufregen, nur bezüglich Kommunikation hat er es selber nötig.
    Der gesamte Kampf gegen Rechts ist mit demokratischen Prinzipien nicht vereinbar und basiert auf intoleranter Agitation, die letztlich nur extreme Ränder stärkt. Man schafft sich das Alibi für die Anti- Rhetorik selbst.
    Und das ist keine neue oderunerwartete Entwicklung sondern eine die seit Jahrzehnten zu beobachten ist. Die AfD ist nur der erste nicht mehr zu ignorierende Fall.
    Und nach wie vor hat die AfD viele Positionen, die begründbar sind und nicht einfach intolerant ausgegrenzt werden dürfen, auch wenn sie nicht ins Weltbild ihrer Gegner passen.
    Der Kampf gegen rechts ist eine Machterhaltungsstrategie, keine der moralischen Überlegenheit. Schon deshalb nicht, weil die Probleme, die die AfD anders bewertet, nicht mal versucht wird zu lösen. Sie werden weitgehend totgeschwiegen ,heruntergespielt oder als hinzunehmen eingestuft.
    Das macht die AfD immer stärker.
    Thüringen war erwartbar und die Reaktionen zeigen nur, das es nur eine Frage der Zeit ist bis zum nächsten Eklat, beidem die Empörten selbst immer weniger demokratische Grundregeln respektieren.
    Es wird vergessen, das die Linkspartei nach wie vor keine demokratische Partei ist und mindestens ebenso belastet ist, wie man die AfD wähnt.
    So wird das nix! Keine Chance,damit istder Kampf gegenrechts schon verloren, weil er nur mit unlauteren mitteln zu gewinnen ist, mit der Preisgabe der Demokratie..
    Das Verhalten erinnert ähnlich an die Betonköpfe im Osten, die sich bis zum ende im Recht wähnten, aber nie Recht hatten, weil ideale nicht die Realität sind.

  • #16
    Ruhr Reisen

    #14: Da sind – glaube ich – Hopfen und Malz verloren…Bei einem -sein Zitat: "abgehalfterten", offensichtlich frustierten alten Mann…scheinen die Chancen dazu lernen zu wollen, wohl eher gering. Insofern wäre es schon besser, er sucht sich ein neues Hobby…
    #2:
    Zum Ehrenamtsposten: Kostenlos ist oft nicht umsonst: Was bekommt denn Herr Henkelmann für eine Aufwandsentschädigung?

  • #17
    thomas weigle

    @ bob hope So ist es. Es wurden ja nicht nur unzählige Ex-Nazis und SSler wohlbestallt in vieler Berufssparten und in der Politik integriert, wie sie erwähnen. Nein, einige dieser Herrschaften brachten es sogar in höchste Staatsämter. bspw Kiesinger, der MP in BaWü und später BK wurde, neben dem ausgewiesen Antifaschisten Willy Brandt und tz M9nisterehren in den Kabinetten des Herrn A.
    Dass ausgerechnet Herr Ramelow nun aus der CDU so angegriffen wird, zeigt einmal mehr die absolute Unanständigkeit der CDU in Sachen Vergangenheitsbewältigung. Ich erinnere daran, dass Herr A. aus Rhöndorf im Wahlkampf 61 Willy Brandt unter dem Beifall seiner Partei Willy Brandt dessen uneheliche Geburt vorwarf und Herr Strauß, auch danach immer wieder, ihm seinen Widerstand gegen die Nazis aus der Emigration heraus vorwarf.
    Bodo Ramelow jedenfalls ist ausgewiesener Demokrat, der sich nun wirklich nichts hat zu schulden kommen lassen, was die Wähler in Thüringen auch im Wahlergebnis anerkannt haben. Glaubt man den neuesten Umfragen steigt diese Anerkennung noch,
    gut auch, dass die Armseligen wenig von ihrer Trickserei zu profitieren scheinen.

  • #18
    Klaus Lohmann

    @Berthold Grabe #15: Ist Ihnen diese plumpe Anfänger-Rhetorik, den Kampf gegen Nazis, Faschismus und Rechtsextremismus mal eben als "Kampf gegen rechts" umzutitulieren und ihn somit zu desavouieren, erst grade erschienen oder hatten sie dieses Nazi-Hilfsmittel der Dummheit nur schlicht vergessen?

  • #19
    Achim Battenberg

    Als Leiter einer vhs in NRW schäme ich mich für den Vorsitzenden des Landesverbandes unserer Volkshochschulen. Die Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes derart zu beleidigen (AKK47), lässt nicht nur jegliche Weitsicht und Einsicht in die Bedeutung von AKK für die gesamte Volkshochschullandschaft in Deutschland vermissen, sondern auch jeglichen Anstand und ein Mindestmaß an Vernunft und Feingefühl für die Rolle eines ehrenamtlich gewählten Vorsitzenden des Landesverbandes der Volkshochschulen in NRW. Achim Battenberg

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