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NRW: Kein totales Rauchverbot in Kneipen

Barbara Steffens

Der Landtag will das Nichtraucherschutzgesetz verschärfen. Zu einem absoluten Rauchverbot in Kneipen wird es aber nicht kommen.

Am Ende  stand NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens alleine da. Ausser den Grünen wollte keine andere Fraktion im NRW-Landtag ihrem Plan, ein generelles Rauchverbot in den Kneipen in NRW einzuführen, folgen. Und in der Fraktion der Grünen kenne ich mindestens einen, der sich darüber freut. Was jetzt in NRW kommt ist eine Verschärfung der bestehenden Regelungen. Die Fraktionen im Landtag werden nach einer gemeinsamen Linie suchen. Bei den Raucherclubs wird es wohl etwas strenger werden, in Turnhallen wird  das Rauchen auch auf Abendveranstaltungen verboten und die gesetzlichen Bestimmungen sollen wohl schärfer kontrolliert werden. Das klingt für mich nach einem vernünftigem Kompromiss, der die Interessen beider Seiten berücksichtigt. Die Nichtraucher-Taliban haben sich also in NRW nicht durchgesetzt.

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22 Kommentare zu “NRW: Kein totales Rauchverbot in Kneipen

  • #1
    Essener

    Manchmal sind wir Raucher einfach viel zu tolerante Menschen. Sonst würde es solche Diskussionen nicht geben. 😉

  • #2
    Thomas Kurtenbach

    Wer sich für einen konsequenten Nichtraucherschutz einsetzt, ist also ein Nichtraucher-Taliban. Bei allem Interesse an dem was Ihr schreibt, aber beleidigen lasse ich mich dann doch nicht. Ich mag nicht gern mit Islamo-Faschisten auf eine Stufe gestellt werden. Was soll das? Nenne ich Dich einen Nikotin-Nazi? Wer sowas schreibt, diskreditiert sich und das Label, unter dem er schreibt. Schön dumm.

  • #3
    CyberPunk

    Ein konsequentes Nichtrauchergesetz würde das komplette Verbot von Tabak beinhalten. Alles andere ist verlogen. Die Kohle durch die Tabaksteuer einsacken und Rauchverbote für Kneipen erlassen um das Gewissen zu beruhigen.

  • #4
    68er

    @ cyberpunk @ St. Laurin

    Ein konsequentes Nichtrauchergesetz würde in der Phantasiewelt des Herrn Laurin (“Nichtraucher-Taliban) wohl beinhalten, dass den Rauchern die Finger abgeschnitten werden. Nach der Lektüre des Artikels können wir erahnen, aus welchen Horrorträumen Herr Laurin nachts schweißgebadet aufwacht.

    Man sollte schon versuchen bei diesem Thema ein wenig das Maß zu halten. Sicherlich wäre es konsequenter Tabak ganz zu verbieten, da die Kosten für das Gesundheitssystem enorm sind. Da ich aber der Meinung bin, dass jeder das Recht haben sollte, so zu leben, wie er will, wenn er damit andere Leute nicht schädigt, wäre ein absolutes Tabakverbot wohl zu weitgehend.

    Angebracht und notwendig wäre aus meiner Sicht aber ein totales Werbeverbot für Tabakwaren und ein konsequenter Schutz der Nichtraucher in öffentlich zugänglichen Räumen und vor allem an allen Arbeitsstätten.

  • #5
    Müller

    @ Cyberpunk

    Ziel des Nichtraucherschutzgesetzes ist der Schutz von Nichtrauchern und nicht das Verbot des Rauchens.

  • #6
    haffi59

    Bei dem Thema liegt H. Laurin immer daneben. Da wird er auch unsachlich und benutzt Begrifflichkeiten, die völlig daneben sind. Wahrscheinlich ist es der viele Qualm. In vielen Ländern klappt das Rauchverbot ohne viel Hick und Hack. Nur hier fühlen sich Einige in ihrer Freiheit eingeschränkt. Gehts es auch eine Nummer kleiner. Oder besteht Lebensqualität nur aus saufen und qualmen?

  • #7
  • #8
    crusius

    “Die gesetzlichen Bestimmungen sollen schärfer kontrolliert werden.”

    Kontrollen kosten Geld, das die zuständigen Kommunen nicht haben. Wird schon nicht so schlimm werden… 😉

  • #9
    Berry

    der Stefan Laurin hat sich wohl gedacht ‘schreiben wir mal wieder etwas wo mehr als 100 Reaktionen kommen’
    Diese Debatte gab es doch schon vor kurzem. Bei mir in den Räumlichkeiten wird jetzt nicht geraucht und auch nicht in die Zukunft. Und wer das nicht ab kann, darf draußen bleiben.
    ;-))

  • #10
    Wolfgang

    “Kontrollen kosten Geld, das die zuständigen Kommunen nicht haben. Wird schon nicht so schlimm werden… ;)”

    Kontrolllen bringen Geld, das die Kommunen dringend brauchen, rechne durchaus damit, dass einige Kommunen Einnahmeoptimierung betreiben werden.
    Denkbar sind “freie Mitarbeiter”, die an den verhängten Ordungsgeldern beteiliigt sind. In Duisburg hat das Ordungsamt allerdings hinreichend Personal um das auch noch nebenbei zu erledigen.

  • #11
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Berry: Nein, meine Motivation war etwas anderes: ich mecker ja oft über die Politik. Da fand es ich es nur angemessen auch mal zu loben, wenn sie einen guten Kompromiss findest. Du siehst: Mein Herz ist nicht ein tiefer, dunkler Schacht 😉

  • #12
    Rheinländer

    Wer ist denn Raucher oder Nichtraucher?
    Pressefotos mit Zigarette werden ja immer seltener.
    Z.B. unsere Landesmutter, die Haushaltslöcher und Ihr Erzfeind Hr. Papke wären
    Gründe für viele Schachtel am Tag.
    Papke hat doch ein Rauchergesicht.

  • #13
    Jan Luiten

    “Nichtraucher-Taliban” finde ich gut.
    Mit dem Argument daß eine tief in der Privatsphäre eingreifenden Maßnahme gut für allen sei, kann man eine Diktatur gründen. “Wir wissen was gut für euch ist, es ist wissenschaftlich erwiesen, darum haben wir völlig das Recht euch zu etwas zu verpflichten”. Es gibt nicht nur Nichtraucher-Taliban.

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  • #15
    abdefisch

    ich bin in sofern Nichtraucher, als das ich zw. 5 und 10 Zigarren im Jar paffe – und das in der Regel zu Haus….. Trotzdem bin ich der Meinung, dass das Pferd mal wieder von vorn aufgezäumt wird; nicht mißverstehen, ich habe weder etwas gegen absolute Nichtraucher, noch etwas gegen Kettenraucher – jedem dass seine, aber hier reden wir ausschließlich von der Existenz (und mal wieder von einem Eingriff in die Risikobereitschaft)!!!!!!!!!!! von Unternehmern, nämlich den Kneipiers. In aller Regel trägt der Wirt das Risiko für seine Unternehmung, nicht der Gast, oder gar der Staat. Sein Etablissement ist lediglich ein Angebot an mich als evtl. annehmender Gast, der dort ggf. ein Bier trinken will und er hat m. E. die Spielregel zu bestimmen – niemand sonst.UNd ich hab mich daran zu halten – oder auch nicht und bleibe dann gan z einfach weg!! Somit regelt der Markt das schon von selbst…. Es ist nichts anderes, als ob mich eine hochschwangere Frau zu Hause besucht, in dem Wissen, ich rauche; hier gibts genau zwei Möglichkeiten: entweder, ich bin nett und lasse es, während sie hier ist, oder sie akzeptierts wenn ich rauche. Alternative ist: sie besucht jemand andern, oder bleibt zu Hause – so einfach ist das. Ich rede übrigens von der klassischen Eckkneipe, welche ja nun vollkommen in den Fokus gerät, wo die Scharen von nichtrauchenden Familien ja schon immer gern ´ne Frikadelle vom Tresen, oder ein Schnitzel mit Kartoffelsalat zu sich genommen hätte, sich dies aber schweren Hezens bisher verkniffen hat – wegen des Qualms, der paar, sich sicher verirrt habenden biertrinkenden Raucher am Tresen, die ja normalerweise nur im Verborgenen zu Hause verschämt ´ne Kippe angemacht haben….. Hallo?????? Wo leben wir eigentlich, was soll denn noch alles reglementiert werden???!!!! Sind wir nicht alle erwachsene Menschen, die selbst entscheiden könne, was sie tun, oder lassen wollen??? Bin ich kein mündiger Bürger??? Ich verstehs ja noch in sog. Restaurants, wo wirklich Leute hinkommen, um gemütlich Speisen in einer geweissen Qualität zu sich zu nehmen, zu kommunizieren etc. etc. aber nicht ein Bier trinken und ´nen Skat dreschen am Tresen! Allerdings gabs in dieser Liga shcon immer Lösungen; sei es ein separates Raucherzimmer, oder das VOM WIRT!!!! verhängte Rauchverbot bis z. b. 23.00h o. ä. Ich jedenfalls, hab in meiner Eckkneipe, in der ich ab und an mal abends gemütlich ein Bier trinke, noch keine Familie einfallen sehen, die dort das “gastronomische Angebot” meines Wirts, welches sich in den o. g. Speisen und ggf. noch ´ner Gulaschsuppe aus der Dose, erschöpft, in Anspruch nehmen wollte…..
    Also, jedem das seine……
    Die nächste Posse ist ja dann das Thema Frauenquote in Führungsetagen – Frauen, schämt euch, dass ich heute in der Zeitung lesen musste, dass, wenn “sich bis 2013 nichts ändert” auch hier per Dekret das Unternehmen gezwungen wird, eine mind. 30% Quote von Frauen einzuführen. Mein Gott, wie arm!!! Wenn ich demnächst nicht das kriege, was mir vermeintlich rechtmäßig zusteht – warum auch immer – dann ruf ich meine großen Bruder und der haut dann alle und gibts mir dann………………………….. Ja, ja, das Leben ist ja sooooo unfair (ich frag mich nur, wer hat uns jemals Fairness versprochen???????????????? Mir jedenfalls niemand…) armes Deutschland………………

  • #16
    GGG

    Nichtraucherschutz ist dann gewährleistet, wenn Orte, an denen geraucht wird, als solche deutlich gekennzeichnet sind und dort Jugendverbot herrscht.

    Ein Nichtraucher, der so einen Ort betritt, verzichtet freiwillig und bewusst auf den Schutz vor Tabakqualm. So ein Nichtraucher muss nicht geschützt werden, denn seine Entscheidung ist zu respektieren.

    Den Rest macht der Markt.

    Würden Nichtraucher ihrem Bevölkerungsanteil gemäß nur rauchfreie Kneipen aufsuchen, gäbe es entsprechende Angebote. Da dem offenbar nicht so ist, gibt es die Nachfrage nach rauchfreien Kneipen nicht in dem Maße, wie es manchen Politikern gefallen würde. So oder so: das Volk entscheidet jeden Tag neu, ein Gesetz ist überflüssig. Nichtrauchern, die rauchfreie Gastronomie wollen, sei gesagt: Seid ein Jahr lang konsequent und bevölkert rauchfreie Kneipen, meidet Raucherclubs. Die Wirte werden sich schneller Umstellen, als Ihr “Nichtraucherschutzerweiterungsunddurchkontrolleneinnahmeerhöhungsgesetz” sagen könnt.

  • #17
    Rudi Gems

    Was mich an der ganzen Sache stört, ist die Ungeduld und der Hang zu Verboten. Leider ist es eine typisch weibliche Eigenart, zu glauben, das alle Lösungen darin bestehen könnten, Dinge zu verbieten. Rauchen ist eine Sucht. Süchten durch Verbote Herr zu werden wollen, ist dem Kämpfen gegen Windmühlen zu vergleichen, was besonders augenscheinlich wird, wenn man sich die jämmerlich gescheiterten Prohibitationsversuche der USA, im letzten Jahrhundert ansieht, wo man Alkohol verbieten wollte.

    Das größte Problem, war, das es Kindern, fast unbegrenzt möglich war, sich Tabakwaren zu besorgen. Dies hat man endlich, seit ca. 5 Jahren, nachhaltig beseitigt. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis die letzten Raucher, bestaunt werden können. Ja, tolerant, waren Raucher schon immer. Ich als Nichtraucher, habe mich noch nie Attacken von Rauchern ausgesetzt gesehen, weil ich nicht Rauche. Aber, das es große Aggressivitäten von Rauchern gibt, wenn sie sich in ihrer Sucht eingeschränkt fühlen, dürfte kaum bestritten werden.

    Rauchen war auch schon immer, eine Frage von Intelligenz. Ein richtig intelligenter Mensch, raucht nicht, oder gewöhnt es sich ab. Insofern, wundert es mich überhaupt nicht, das es einige Menschen in den Parlamenten gibt, die das Rauchen, worunter sie fast immer selber leiden, nicht lassen können.

    Die Diskussion, ob in der Öffentlichkeit geraucht werden darf, wird mangels Masse, schon in wenigen Jahren, beendet sein. Die Reaktionen, von Nichtrauchern, insbesondere von Nicht-mehr-Rauchern, haben tatsächlich oft etwas niedliches. Als ob bedingungslose Konfrontation, jemals zu nachhaltigen und brauchbaren Ergebnissen geführt hätten? Warum, ist es Nichtrauchern, nicht möglich, mit Rauchern so umzugehen, wie man eigentlich mit jedem Menschen umgehen sollte? Auch hier gilt, “Wer Reden kann, ist klar im Vorteil”. Auch mit Rauchern, lassen sich fast immer Kompromisse finden, mit denen alle leben können. Warum müssen Menschen, eigentlich immer, von einem Extrem, in das Gegenüberliegende fallen?

    Grüße, Rudi Gems

  • #18
    Helmut Junge

    @Rudi,
    “Rauchen war auch schon immer, eine Frage von Intelligenz. Ein richtig intelligenter Mensch, raucht nicht, oder gewöhnt es sich ab.”
    So einfach ist das?
    Man merkt Dir den Theoretiker an.
    Dazu schreibt man Mark Twain folgenden Apruch zu:
    http://www.twainweb.de/twain/sprueche.html
    “Rauchen aufhören muss besonders leicht sein. Ich kenne viele, die das schon öfters gemacht haben.”

  • #19
    Stauder

    @ Rudi Gems: “Was mich an der ganzen Sache stört, ist die Ungeduld und der Hang zu Verboten. Leider ist es eine typisch weibliche Eigenart, zu glauben, das alle Lösungen darin bestehen könnten, Dinge zu verbieten.”

    Ich teile ihre Abneigung gegen die ausufernde Neigung, Verbote zu verhängen. Aber allen Ernstes zu behauptet, es ließe sich eine geschlechtsspezifische Charakteristik ausmachen, wenn es darum geht, Verbote auszusprechen, scheint mir doch ein eher subjektiver Eindruck zu sein. Ich bin überzeugt, ebenso viele Menschen würden genau das Gegenteil behaupten. Wenn sich Menschen vorzugsweise mit Verboten behelfen, hat das andere Ursachen und liegt nicht in ihrem biologischen Geschlecht begründet.

    Was die Intelligenzthese betrifft, kann ich Helmut Junge nur zustimmen.

  • #20
    Andre

    Es sollte erkenntlich gemacht werden, ob in einer Gastronomie geraucht wird oder nicht, so dass jeder Gast die Möglichkeit hat dise Gastronomie zu meiden oder nicht! So kann jeder selber entscheiden, ob man sich der Gefahr aussetzt. Mit dieser Regelung würde keiner diskriminiert.
    In Einrichtungen wie Turnhallen etc. sollte ein komplettes Rauchverbot existieren, da auch in diesen Räumlichkeiten/Veranstaltungen auch Kinder Einlass haben.
    Bei allen anderen Betrieben wo bereits der Einlass ab 18 Jahren ist, ist eine Kennzeichnung ausreichend.
    Über Alkohol wird nicht diskutiert. Diese Gefahren sind viel schlimmer!! Vor allem unter Jugendlichen. Dieses Thema sollte eher diskutiert werden!!!

  • #21
    alfons

    Ein faires Gesetze könnte ganz kurz und klar sein:
    § 1 An jeder Gaststätte muss draußen ein Schild stehen, wie es drinnen mit Rauchen gehalten wird.
    § 2 So muss es auch durchgeführt werden.
    § 3 Wer dagegen verstößt, wird mit …………. ( ujnd hier können sich alle Krakeeler dieser Welt austoben mit Strafvorschlägen).

  • #22
    Nansy

    Ich möchte hier auf die noch laufende Petition gegen das geplante totale Rauchverbot in NRW hinweisen. Jeder, der keine weitere Verschärfung will, möge bitte dabei mitmachen und auch dafür werben.
    Danke
    http://www.openpetition.de/petition/online/kein-neues-nichtraucherschutzgesetz-in-nordrhein-westfalen

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