NRW: Rund 15 % mehr Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2025

Land- und Amtsgericht Duisburg Foto: © Raimond Spekking / Lizenz: CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

 

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Nordrhein-Westfalen ist im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Nach Angaben von Information und Technik Nordrhein-Westfalen meldeten die Amtsgerichte insgesamt 6.502 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 15,3 Prozent mehr als im Jahr 2024, als 5.640 Insolvenzanträge registriert worden waren.

Gleichzeitig waren deutlich weniger Beschäftigte von den Insolvenzen betroffen. Im Jahr 2025 arbeiteten 37.135 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in betroffenen Unternehmen – 33,1 Prozent weniger als im Vorjahr. 2024 waren noch 55.534 Beschäftigte betroffen gewesen.

Auch die voraussichtlichen Forderungen gingen stark zurück. Sie summierten sich 2025 auf 8,3 Milliarden Euro und lagen damit 38,8 Prozent unter dem Vorjahreswert von 13,6 Milliarden Euro. Nach Einschätzung des Statistischen Landesamts deutet die Entwicklung darauf hin, dass weniger große Unternehmen oder Unternehmensketten Insolvenz angemeldet haben, während die Zahl kleinerer Insolvenzen zunahm.

Die meisten Insolvenzen gab es im Wirtschaftsbereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“. Dort wurden 1.189 Verfahren gemeldet, darunter 615 im Einzelhandel. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg um 28,5 Prozent.

Es folgen das Baugewerbe mit 1.164 Insolvenzen sowie das Gastgewerbe mit 701 Verfahren.

Die Zahlen zeigen damit ein gemischtes Bild: mehr Insolvenzen insgesamt, aber geringere wirtschaftliche Schäden und weniger betroffene Beschäftigte als im Jahr zuvor.

 

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