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Offener Abschiedsbrief an die Piratenpartei: Ihr seid unmöglich

Foto: Piratenpartei

An Euch Piraten. Ihr seit Splitter und werdet Splitter bleiben.

Mit der überschwenglichen Aufnahme von Tauss habt Ihr das Schicksal Eurer Pirtenpartei besiegelt. Ihr wurdet als Partei einer neuen Bewegung gehandelt, als Partei des Internet-Zeitalters, vielleicht sogar als einzige freiheitliche Partei der Zukunft. Nun habt Ihr bewiesen, dass Ihr nicht wählbar seid. 

Zitat:

Der Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss hat heute in Berlin seinen Beitritt zur Piratenpartei Deutschland erklärt. Die Piratenpartei heißt mit ihm einen der erfahrensten Politiker des Landes im Bereich Bildung, Forschung und Neue Medien in ihren Reihen herzlich willkommen.

Die Gier nach einem Bundestagsmandat hat Euren Verstand gefressen.

Eure Piratenpartei ist karriereversessen auf dem Weg an die Fleischtöpfe - bereit, jede Vorsicht, jedes Bedenken, jedes Prinzip über Bord zu werfen. Degoutant.

Nur um Euch den Fall zu verdeutlichen: Tauss hat gestanden, Kinderpornos bezogen zu haben. Das ist ein Fakt.

Die Unschuldvermutung gilt für die Frage nach der Strafbarkeit des Kinderpornokaufs.

Warum habt ihr nicht wenigstens das Verfahren abgewartet? Ob es ein Urteil gibt oder nicht?

Wenn er verurteilt wird, habt Ihr Euch dem erste überführten Kinderschänder im deutschen Parlament an den Hals geschmissen - nur um auch mal im Bundestag zu sein.

Aber auch ohne Urteil. Tauss bleibt selbst mit Freispruch ein Kinderpornokäufer. Da ändert sich nichts dran.

Foto: Piratenpartei

An Euch Piraten. Ihr seit Splitter und werdet Splitter bleiben.

Mit der überschwenglichen Aufnahme von Tauss habt Ihr das Schicksal Eurer Pirtenpartei besiegelt. Ihr wurdet als Partei einer neuen Bewegung gehandelt, als Partei des Internet-Zeitalters, vielleicht sogar als einzige freiheitliche Partei der Zukunft. Nun habt Ihr bewiesen, dass Ihr nicht wählbar seid. 

Zitat:

Der Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss hat heute in Berlin seinen Beitritt zur Piratenpartei Deutschland erklärt. Die Piratenpartei heißt mit ihm einen der erfahrensten Politiker des Landes im Bereich Bildung, Forschung und Neue Medien in ihren Reihen herzlich willkommen.

Die Gier nach einem Bundestagsmandat hat Euren Verstand gefressen.

Eure Piratenpartei ist karriereversessen auf dem Weg an die Fleischtöpfe – bereit, jede Vorsicht, jedes Bedenken, jedes Prinzip über Bord zu werfen. Degoutant.

Nur um Euch den Fall zu verdeutlichen: Tauss hat gestanden, Kinderpornos bezogen zu haben. Das ist ein Fakt.

Die Unschuldvermutung gilt für die Frage nach der Strafbarkeit des Kinderpornokaufs.

Warum habt ihr nicht wenigstens das Verfahren abgewartet? Ob es ein Urteil gibt oder nicht?

Wenn er verurteilt wird, habt Ihr Euch dem erste überführten Kinderschänder im deutschen Parlament an den Hals geschmissen – nur um auch mal im Bundestag zu sein.

Aber auch ohne Urteil. Tauss bleibt selbst mit Freispruch ein Kinderpornokäufer. Da ändert sich nichts dran.

Der Mann hat Kinderpornos gesammelt. Er sagt, er habe die Ekelware gehortet – aus Studienzwecken. Wer soll den sowas glauben? Wenn er forschen wollte, hätte er beim BKA nachfragen können. Einem Mitglied des Bundestages hätten die gewiss Auskunft gegeben. Er hätte auch mit LKA-Beamten sprechen können oder mit Wer-Weiß-Wem.

Ein guter Kollege von mir hat mal folgenden Vergleich gezogen: wenn ein Reporter über Drogenhandel recherchieren will, kauft er nicht 20 Gramm Heroin und legt sich das in die Küche. Er spricht mit Dealern, Junkies und Polizisten, mit Sozialarbeitern und allen anderen. Aber er kauft nicht 20 Gramm Schore und Spritzbesteck. Was weiß er nach dem Kauf der Droge über den Drogenhandel an sich? Nichts.

Was weiß Tauss über Kinderpornos mehr als das BKA, wenn er den Mist selber bezieht? Nur, wo er sich selber versorgen kann – mehr nicht.

Ihr Piraten seit jetzt die Partei der Kinderpornokäufer – und auch noch der kriminellen Musikklauer. Aber das ist ein anderes Thema.

Habt Ihr gut hingekriegt. Ihr Experten. Kompliment.

Und auf Nimmer-Wiedersehen.

P.S. Wie unverschämt ist es folgenden Satz in der Jubelmeldung über den Tauss-Beitritt zu schreiben:

Mit ihm (Tauss d.R.) haben aber über 134.000 Menschen als Unterzeichner der Petition gegen Internetsperren klar gemacht, dass es für sie schlimmer ist, zu diesem unverschämten Angriff auf unsere Demokratie (Zensurgesetz von Zensursula d.R.) zu schweigen, als sich gegen den ungerechtfertigten Vorwurf der Verteidigung von Kinderpornografie zu wehren.

Mit Tauss hat da gar keiner unterschrieben, sondern mit Franziska Heine. Wenn Tauss die Petition initiiert hätte, wäre er ziemlich alleine geblieben. Die Petition wäre nie ein Erfolg geworden. Weil mit dem Kinderpornokäufer offenbar nur Ihr Piraten identifiziert werden möchtet.

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88 Kommentare zu “Offener Abschiedsbrief an die Piratenpartei: Ihr seid unmöglich

  • #51
    Stefan Laurin

    @tux: Genau wegen der von Dir beschriebenen Situation wäre es besser gewesen, wenn Tauss das Ende des Verfahrens abgewartet hätte. Freigesprochen ist er ein Gewinn für die Piraten – schuldig eine Belastung.

  • #52
    gelegentlich

    @David Schraven

    Und deshalb stürmen auch Hausfrauen und Wähler nach Berlin, um von der Leyen zum sofortigen Rücktritt zu zwingen: hat sie sich doch erdreistet einen Film über die Vergewaltigung eines Kindes beschaffen und vorführen zu lassen?
    Wie man sieht beißt sich das Alles. Denn natürlich hat Tauss, Doofheit hin oder her, das gleiche Recht auf Recherche wie von der Leyen und ihr Verbündeter Ziercke.
    Ihre Argumentation zielt auf die Halbinformierten, die eine Zeitung überfliegen und die Tagesschau sozusagen mitnehmen. Dafür trifft sie zu. Aber auf den gleichen Kreis trifft auch die Argumentation des SPD-Vorstandes zu, der den Alternativantrag als ,,medial nicht vermittelbar“ abgemeiert hat. Bei den besser Informierten sieht es anders aus: für die wäre es unverzeihlich das Opfer einer dermaßen durchsichtigen politischen Intrige abzuweisen.Es ist eine Intrige, ob nun Tauss vor Gericht unterliegt oder nicht. Im Übrigen macht man sich in der Gründungsphase einer Bewegung besser nicht solche Volkspartei-Gedanken, weil man dann morgens erst gar nicht aufsteht.

  • #53
    Ulrich Coppel

    Ich habe jetzt einmal einen Artikel auf meinen Blog geladen, mit dem ich zwar Herrn Tauss nicht meine, und die Piraten wenn überhaupt nur indirekt. Dennoch, finde ich, hat der Artikel mit einigem was hier diskutiert wird viel zu tun:

    http://ulrich-coppel.de/www.ulrich-coppel.de/Blog/0DC119E6-6959-4617-B1C4-394C4D5E57C7.html

  • #54
    Jens

    @der tux mal wieder (50):
    1.) Ursula von der Leyen genießt keine parlamentarische Immunität.

    2.) Du wirfst David Schraven vor, dass er wegen einer Person die Piratenpartei verdammt, möchtest aber dieses Blog wegen einem Autoren verdammen?

    @David Schraven:
    Das was Jörg Tauss gemacht hat, war natürlich eine Riesenschweinerei. Dennoch kann ich ein bißchen seine Argumentationsweise verstehen. Warum sollte er als MdB denn den offiziellen Stellen glauben, wenn diese in dieser Thematik nachweislich lügen?
    (wie sich durch die Antwort auf die parlamentarische Anfrage der FDP gezeigt hat)

    Und bis zu einer Verurteilung gilt auch für Jörg Tauss die Unschuldsvermutung. Ein Prinzip was natürlich schon bei Aufhebung der Immunität nicht galt, denn damals wurde er, nach Eröffnung der Vorwürfe gegen ihm, schon vom Blitzlichtgewitter außerhalb der Parlamentsgebäude empfangen. Eigentlich sehr merkwürdig – wie konnte die Presse das denn wissen, denn eigentlich wußte nur der Immunitätsausschuss unter Vorsitz von Strobl (Schwiegersohn von W. Schäuble, der jetzt übrigens die Netzsperren auch für andere Zwecke nutzen will) von der Aufhebung der Immunität?

  • #55
    gelegentlich

    @Ulrich Coppel
    Schöner Artikel! Bringt die Sache des Irrwitzes wunderbar auf den Punkt!

    @Jens
    Du hast recht. Noch hat hier Niemand in diesem Blog die Nerven verloren. Aber ich meine Du benennst den richtigen Punkt:
    – wie konnte SPON 5′ nach Beginn der Durchsuchung bei Tauss einen sehr langen, längst vorbereiteten Artikel im Netz haben?
    – ,,Warum sollte er als MdB denn den offiziellen Stellen glauben, wenn diese in dieser Thematik nachweislich lügen?“ – Was Tauss natürlich ein bißchen länger schon wußte als unsereins.
    Deshalb ist das eine Intrige – und in solch einem Moment Jemanden nicht in eine neue Partei aufzunehmen ist ein sehr, nun ja, eigenartiger Vorschlag.Zumal es auf eine Zielgruppe gemünzt ist die bei ,,Piraten“ an den Fluch der Karibik denkt und an nichts sonst…

  • #56
    Ulrich Coppel

    @ gelegentlich

    Danke! Darauf stoßen wir jetzt an. Das mit den beiden „heute“-Beiträgen von gestern und heute hat mich einfach nicht losgeslassen. Ich hab denen das auch in die Redaktion geschrieben. gestern habe ich mich beschwert (siehe hier Kommentar 6. Da war ich so sauer, dass ich kaum einen Satz richtig schreiben konnte). Ausserdem hatte gestern noch kein gr0ßes deutsches Mainstream-Medium über Tote Zivilisten im Iran berichtet, obwohl das Internet überquoll. Heute, nach dem zweiten Beitrag habe ich mich bei „heute“ bedankt. Ich weiß nicht ob das mit meinem Protest zusammen hing, dass die das heute ´mal anders angepackt haben. Auf jeden Fall war ich erstens überrascht, und zweitens habe ich mich gefreut, als ich die Redaktion heute plötzlich als „Follower“ in meinem twitter-account gefunden habe. Du glaubst nicht was gier heute los war. Ich hab so viele persische Freunde. Vielleicht das einmal an dieser Stelle. Aber ich bin ja wohl hier nicht der Einzige, dem über´s Wochenende gelegentlich der Kragen geplatzt ist. Gruß U. Coppel

  • #57
    Philip

    Sekte hin oder her. Ich glaube, dass so eine Bewegung nur nutzen kann.
    Wenn Tauss verurteilt wird und die Piraten deswegen „weg vom Fenster“ sind: Pech gehabt. Ich glaube aber nicht, dass jemand mit 0,8% (reden hier ja immer noch von Deutschland, nicht von Schweden) überhaupt schon recht „am Fenster“ ist.
    Die Grünen hatten einen Alt-Nazi als Alterspräsident, als sie in den Bundestag einzogen (die Älteren mögen mich korrigieren ;-)), „Nazi-Partei“ hat die glaub ich auch keiner genannt.

    Ich denke, man sollte mal abwarten, die „Aufregung“ und Bewegung der letzten Wochen zur Zensur-Debatte hat mich persönlich jedenfalls mehr als positiv überrascht, muss ich sagen. Und man mag zu der Petition stehen wie man will, eine Beteiligung von etwas mehr als der Einwohnerzahl von Bottrop kann auch keiner mehr unter den Teppich kehren, daher finde ich jegliches Kaputtgequatsche und Schwadronieren über „wenn“ und „vielleicht“ kontraproduktiv für den Kampf für den Erhalt unserer Grundrechte. Und man muss sich auch einmal vorstellen, dass im Grunde jeder, der die Petition unterzeichnet hat, sich grundsätzlich dem Vorwurf ausgesetzt sah und sieht, dass er _für_ Kinderpornographie ist und wenn da über 130.000 Leute dabei sind: Hut ab!

    Beschämt hat mich und viele andere, mit denen ich gesprochen habe, vor allem, dass man – wenn man einmal etwas weiter unter der Oberfläche schaut – so viel geballte Inkompetenz und einen Scheisshaufen von Lügen und Nebelwerferei vermutlich bei allen Debatten findet. Wenn ich nur daran denke, dass nur halb so viel Pack an der Gesundheitsreform, Anti-Korruptionsgesetzen, Bildung etc schraubt, wird mir schlecht und ich habe jetzt schon Angst vor meinen Kindern in 20 Jahren, wenn sie mir den ganzen Rotz um die Ohren hauen…

  • #58
    David Schraven Beitragsautor

    @ Jens,

    a) wieso das Journalisten wussten? Weil das der Job von Reportern ist, Geschichten zu erfahren. Das ist die Jobbeschreibung. Ziemlich naive Frage. Das ist keine Weltverschwörung gegen Tauss sondern völlig normal. Die Intrigen-Ideen hatten schon Möllemann, Zumwinkel et. al. Reporter wissen sowas.

    b) Die Unschuldvermutung gilt, wie ich sagte, und zwar in den Sinne, ob das strafwürdig ist, was er tat. Die Tat selber bestreitet Tauss aber nicht. Er hat Kinderpornos gekauft und gesammelt. Und das reicht, um ihn politisch unmöglich zu machen. Gerade als jemand, der angeblich gegen Kinderpornografie kämpft.

    c) Warum Tauss den BKA Leuten glauben sollte? Musste er nicht. Kein Ding – aber es ist keine Ausrede, den Ermittlungsbehörden nicht zu glauben, um über duzende Kinderpornos anzuhäufen. Es gibt genug Ermittler, die sich auskennen. Er hätte zum Notar gehen können, er hätte mit Leuten über seine Pläne reden können. Er hätte sich absichern können. Allein er tat es nicht. Er zeigte die Verkäufer nicht an. Er versuchte nicht das Netzwerk aufzudecken. Er hortete die Kinderpornos. Er wurde erwischt. Das sind die Fakten. Die bekannt und nicht bestritten sind. Mir reicht das, um zu sagen, der Mann ist unmöglich. Dir nicht?

  • #59
    gelegentlich

    @David Schraven
    ,,Weil das der Job von Reportern ist, Geschichten zu erfahren.Das ist die Jobbeschreibung. Ziemlich naive Frage.“
    Wer bitte ist hier naiv? Soll das heißen hier seien Details Leuten, die diese nicht mitteilen wollten, durch Recherche sozusagen entrissen worden? Das mag auch vorkommen. Wann erfährt man die Geschichte sonst? Wenn einer sie erzählt, weil er sie erzählen will. Und wenn das im Falle der Staatsanwaltschaft (weisungsgebunden) oder des Immunitätsausschusses vertrauliche Informationen sind geht es entweder um grobes Unrecht und es zwackt Irgendeinen das Gewissen oder es ist eine Intrige.
    Das hier war wohl eine Intrige.
    Dass Tauss doof war ist unstrittig. Sein Handeln steht auch für einen Zug, den er wohl hat: egozentrisch, aufmerksamkeitsgeil, eitel, sich selbst gerne in den Mittelpunkt stellend, auch überschätzend. Das sind Dinge, die einer Zusammenarbeit sicher im Wege stehen werden.Aber das ist nicht das Thema. Wenn eine Politikerin, die auf der kritisierten Ebene genauso kritikwürdig wie Tauss (wenn er denn verurteilt wäre!), diesen durch solch eine Intrige erledigen lassen will steht man halt prinzipiell dagegen. Weil man sonst für die falschen Dinge steht.

  • #60
    Jens

    @David (58):
    Du machst es Dir ziemlich einfach, wenn Du schreibst, dass Journalisten das einfach so vorab wussten. Ziemlich naiv, wenn man sich da nicht fragt, woher diese Informationen stammen und wer da was mit bezwecken wollte.

  • #61
    David Schraven Beitragsautor

    @ Jens

    Ich mach mir das nicht einfach, das ist einfach so. Die Reporter sitzen jeden Tag in den Parlamenten rum, sie hören sich duzende Ausschüsse an. Sprechen mit noch mehr Abgeordneten. Wenn dann was spannendes passiert, warum sollen dann ausgerechnet die Leute das nicht mitkriegen, die dafür bezahlt werden, spannendes mitzukriegen. Die reden so wie an jedem Tag mit ihren Bekannten, Freunden und Informanten. Irgendeiner hat was gehört, das einer was gehört hat. Die Info wird überprüft. Und dann wissen es alle. Denn die Info, je spannender sie ist, wird weiter getratscht. Die Leute haben Handys, die sprechen miteinander.

    Die bezwecken damit gar nichts. Weil die Info sowieso rauskommt. Die Reporter wollen im Zweifel Geld verdienen mit einem schönen, exklusiven, spannenden Bericht.

    Die abwegige Intrigen-These stellt jeder Politiker auf, der mal erwischt wurde. Es ist immer Unsinn. Du erinnerst Dich sicher an die Pranger These von Zumwinkel? Das ist Bullshit. Reporter machen den ganzen Tag nichts anderes, als Infos zu sammeln.

    Einer der jeden Tag angelt, um damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen, zieht auch mehr Fische an Land als ein Amateur. Das ist keine Zauberei. Da hängt auch keine geheime Kraft Barsche an den Haken. Das ist Übung und Erfahrung.

    Oder nimm die Koch-Mehrin-Nummer – ich saß zufällig im Gericht, weil ich 15 Minuten zu früh bei meiner Verhandlung war. Auch da hat die FDP schnell auch bei uns im Blog von Intrigen geraunt, von politischen Machenschaften. Ich sei instrumentalisiert worden und von einer geheimen Kraft nach Hamburg geschickt worden. Was ein Unsinn. Sachen kommen halt raus. Ich saß da – fertig.

  • #62
    David Schraven Beitragsautor

    Übrigens – ich kann mir gut vorstellen, dass der Tauss aus der Nummer mit einem Strafbefehl rauskommt. Was machen die Piraten dann? Doof gucken?

  • #63
    Angelika

    @David:
    „…Ich mach mir das nicht einfach, das ist einfach so. Die Reporter sitzen jeden Tag in den Parlamenten rum, sie hören sich duzende Ausschüsse an…“

    Da du zur schreibenden Zunft gehörst, David, könntest du ruhig mal lernen, dass es zwischen duzend und dutzend einen Unterschied gibt …

  • #64
    David Schraven Beitragsautor

    Jp, Rechtschreibung ist nicht meine Stärke. Aber der Fehler ist schon putzig oder?

  • #65
    Till

    Sehe ich recht ähnlich. http://www.doppelter-wortwert.de/2009/06/20/causa-tauss-was-hilft-uns-ein-pirat-im-bundestag/

  • #66
    Peter Wenz

    Für die einen ist der Eintritt von Tauss ein Argument für die Piratenpartei, für mich war es der Austritt von David.

    Diese Angst vor ‚was die jetzt alle denken‘ oder ’schreiben‘ ist genau dieselbe, die bei der SPD dafür gesorgt hat, dass man nur noch ohne jede Form von Rückgrat an der Partei was Gutes finden kann.

    Dass die Piratenpartei nicht in vorauseilendem Mediengehorsam einem bis zur Verurteilung als unschuldig geltenden Mann die Aufnahme verweigert, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

    Und wer das nicht so sieht, den sehe ich lieber woanders. Zum Beispiel in der SPD, da passt das auch ins Bild.

  • #67
    David Schraven Beitragsautor

    @ Peter Wenz,

    zur Vorverurteilung nochmal.

    Unschuldig im Gesetz heißt nicht unschuldig im politischen Sinne. Tauss hat Kinderpornos gekauft – dutzende. Das hat er zugegeben. Das ist der Grund, warum er politische nicht tragbar ist, für eine Partei, die sich unter anderem auch dem glaubhaften und wirkungsvollen Kampf gegen Kinderpornografie verschrieben hat.

    Wenn nicht erwiesen wäre, dass Tauss Kinderpornos gekauft hätte, könntest Du recht haben. Aber dieser Fakt ist bestätigt.

    Deshalb bezieht sich die Unschuldsvermutung nur auf die Frage, ob dieser Fakt strafbar ist.

    Und um ehrlich zu sein, mit Leuten wie Ihnen, die solche politischen Fragen nicht erkennen und bewerten können und stattdessen von vorauseilendem Mediengehorsam sprechen, dem sie sich nicht beugen wollen, würde ich nie im Leben in einer Partei sein wollen. Das ist einfach zu dumm.

    Die Medien haben nicht erfunden, dass Tauss Kinderpornos gekauft hat. Das hat der Mann ganz alleine im stillen Kämmerlein getan.

  • #68
  • #69
    gelegentlich

    @David Schraven

    ,,Tauss hat Kinderpornos gekauft – dutzende. Das hat er zugegeben.“
    Ja, und von der Leyen hat diesen Film vorführen lassen. Das ist ebenfalls unstrittig. Von einer kritischen Presse erwarten wir doch auf Gleichbehandlung zu bestehen, nicht wahr?

    ,,Die abwegige Intrigen-These stellt jeder Politiker auf, der mal erwischt wurde.“
    Klar. Und manchmal ist sie abwegig und manchmal nicht. Hier wohl nicht.

    ,,Oder nimm die Koch-Mehrin-Nummer – ich saß zufällig im Gericht, weil ich 15 Minuten zu früh bei meiner Verhandlung war. Auch da hat die FDP schnell auch bei uns im Blog von Intrigen geraunt, von politischen Machenschaften. Ich sei instrumentalisiert worden und von einer geheimen Kraft nach Hamburg geschickt worden. Was ein Unsinn. Sachen kommen halt raus. Ich saß da – fertig.“

    Verwegen, dieser Vergleich. Das war ja keine Enthüllung. Die FAZ hätte das Gleiche wenig später gebracht. Die Gerichtsverhandlung ist öffentlich. Hier geht es aber um Infos aus dem Immunitätsausschuss oder der Staatsanwaltschaft.Da plappert Niemand weil der Tag lang und Reporter in der Nähe sind. Wollen Sie uns auf den Arm nehmen?
    Wenn Sie Herr Mißfelder schon eine Plattform einräumen:
    ?Die Junge Union Deutschlands lehnt Computerspielverbote ab. Für die Mehrzahl der Jugendlichen gehört der Umgang mit dem Computer zum Alltag. Junge Computerspieler dürfen nicht durch unnütze Reglementierungen diskriminiert werden.“
    Gilt das nicht auch für zensurfreien Internetzugang – und zwar für alle Altersgruppen? Hat er gegen das Gesetz gestimmt?

  • #70
    Stefan Laurin

    @Gelegentlich: Auf das Abstimmungsverhalten von Missfelder haben wir im ersten Satz des Textes hingewiesen und wir sind auch am Tag der Netzsperren-Abstimmung darauf eingegangen. Grundsätzlich: Wir geben niemanden eine „Plattform“ sondern schreiben über alles, was wir wichtig finden. Und wenn der Chef der JU gegen seine Partei Stellung bezieht ist das eine Meldung wert.

  • #71
    Arnold Voß

    @ gelegentlich
    Was für eine hanebüchene Argumentation. Frau von der Leyen hat mit Sicherheit keine Kinderpornos zu Hause p r i va t gehortet. Auch keiner der Fahnder und keiner der sonst dienstlich damit zu tun hat.Diese Leute müssten verrückt sein, wenn sie das tun würden, denn es ist zur Bekämpfung dieses Verbrechens weder notwendig noch sinnvoll.

    Kinderpornos zwecks Abschreckung oder zu sonstigen Demonstrationszwecken zu zeigen ist etwas ganz anderes als sie sich zu Hause alleine im stillen Kämmerlein anzuschauen. Oder wozu hat jemand sonst solch hochverdächtiges Material bewußt und ohne das Wissen anderer zu Hause versteckt ( und nichts anderes ist eine private Lagerung von solchem Material ohne das Wissen anderer)? Weil er blöde ist oder sich als Fahnder aufspielen möchte?

    Tauss ist aber nicht blöde. Und wenn er wie ein Fahnder hätte agieren wollen, dann hätte er diese Filme erst recht nicht zu Hause gelagert. Der zur Eröffnung eines Verfahrens notwendige begründete Anfangsverdacht der Staatsanwaltschaft kommt doch nicht von ungefähr.

    @ Wenz

    Es ist genau anders herum. In diesem Fall ist der von allen Betetiligten offensiv medial demonstrierte Übertritt von Tauss zur Piratenpartei nichts anderes als das, was sie als „vorauseilender Mediengehorsam“ bezeichnen.

  • #72
    David Schraven

    @ gelegentlich.

    Die Infos über die gehorteten Kinderpornos stammen von Tauss selber. Da braucht es keine Staatsanwaltschaft.

    Und zum Rest ist alles gesagt – wenn Sie an eine Verschwörung glauben wollen, bitte. Das ist dumm.

  • #73
    gelegentlich

    @Stefan Laurin
    Danke für den Hinweis. Stimmt!
    @Arnold Voß
    Warum hanebüchen? Bei Tauss braucht man keinen bösen Willen unterstellen. Doofheit genügt (bis zum Beweis des Gegenteils).

    Bei von der Leyen ist böse Absicht zu benennen: sie instrumentalisierte menschliches Leid geplant und mit Vorsatz um, als bisher weitgehend erfolglose Nur-Medien-Schau-Ministerin, einen politischen Erfolg zu erzielen. Wo der Film aufbewahrt wird ist für diese politische Interpretation ziemlich unwichtig.
    Den Vorwurf, menschliches Leid für seinen eigenen Vorteil ausgebeutet zu haben, kann man gegen Jörg Tauss nicht erheben. Gegen von der Leyen und Ziercke muß man ihn erheben.

    Bei der Staatsanwaltschaft (die seit 2004 Partei gegen Tauss ist!) ist ebenfalls böse Absicht zu benennen: denn diese Indiskretion (via SPON) war ja Absicht – und es ist nicht die erste.

  • #74
    4teka

    @David Schraven

    >Ich mach mir das nicht einfach, das ist einfach so.
    Also wenn morgens Kamerawagen vor dem Hausstehen um auf die Durchsuchung zu warten, dann ist das einfach so?

    Strafbefehl oder Einstellung gegen Geldauflage. Und er wird es annehmen, denn das durchzukämpfen wäre sein finanzieller Ruin, selbst wenn es am Ende einen Freispruch gäbe.

    Die meisten Aussagen zu Unschuldvermutung sind Quatsch. Die Frage ist, wie das, was er eingeräumt hat, politisch moralisch zu bewerten ist.

  • #75
    Atomino2000

    @David Schraven

    Darf ich mal eine Quelle erfahren, die Tauss zitiert, wie er den Besitz von „dutzenden“ Dokumentationen von Kindesmissbrauch und deren „Hortung“ einräumt?

    Hier lese ich „gehortet“ und „dutzend“, an anderen Stellen, die für mich natürlich ebensowenig überprüfbar sind, habe ich dagegen von „szeneuntypisch wenig Material“, drei Datenträgern und einigen auf ein Mobiltelefon übertragenen Bildern – und übrigens auch dem Fehlen von Funden solchen Materials auf Arbeitsrechnern gelesen. Selbst die im Artikel verlinkte Quelle geht nicht darüber hinaus. Was bisher für mich die Erklärung von Tauss glaubhaft machte.

    So sind denn auch Ihre Überlegungen aus taktischer Sicht nachvollziehbar, aber noch nicht zwingend aus moralischer. Ich kann zwar verstehen, wenn die Empörung über die vermutete finstere Seele die Sprache ein wenig entgleisen lässt, aber: wenn da noch eine Rechnung offen ist, sollte das ans Licht. Ansonsten: Unschuldsvermutung …

  • #76
    Airfix

    Noch gilt in diesem Land die Unschuldsvermutung.
    Auch für Dich.
    Hoffen wir, daß es so bleibt.

  • #77
    Michael

    Sehr logisch,

    weil eine Partei ein Mitglied hat was e.v.t. verurteilt wird
    tritt man aus der Partei aus oder kehrt ihr den Rücken?

    Dann müßten SPD, CDU und FDP ja bald Geschichte sein.
    Nigrens gibt es mehr VERURTEILTE Straftäter als in
    diesen Parteien …

    Ich verstehe schon euer Unbehagen aber bitte bleibt Demokraten!

  • #78
    Christian

    Auch wenn dieser Aspekt hier im Beitrag nur kurz gestreift wird, finde ich es toll, dass der Artikel auf die Fragwürdigkeit des Vorschlags der Partei eingeht: Da sollen Urheberrechte abgeschafft werden mit der fadenscheinigen Ausrede, Künstler hätten ja auch so Einnahmequellen.
    Was sich die Partei hier auf die Piratenfahnen geschrieben hat, bedroht nicht nur die Arbeit von Musikern und allen anderen Künstlern, sondern auch die der ca. 70 000 Journalisten in Deutschland.

  • #79
    pantoffelpunk

    Ich verstehe gar nicht, warum Du so eine Thermik machst. Viele regen sich über die neueren Entwicklungen der Piraten deshalb auf, weil sie glaubten, die Piraten würden ihre Ideale am ehesten vertreten, jetzt aber enttäuscht sind.

    Das gilt ja für Sich nicht: Denn wenn sogar schon die Unschuldsvermutung, eine der wichtigsten Stützen des Rechtsstaates, für Dich nichts bedeutet, bist Du bei CDU/CSU doch eh am besten aufgehoben.

  • #80
    David Schraven Beitragsautor

    @ pantoffelpunk

    Die Unschuldsvermutung bezieht sich auf eine Strafbarkeit einer Tat.

    Die Tat selbst bestreitet Tauss nicht. Sie ist unstrittig. Er hat sich Kinderpornos gekauft und diese im stillen Kämmerlein gehortet.

    Das berechtigt uns zu einer politischen Bewertung der Tat – und die Verfolgungsbehörden zu einer strafrechtlichen.

    Und politisch gesehen finde ich das, was Tauss tat unterirdisch. Erst recht nicht hinnehmbar ist seine Begründung für seine Tat. Tauss hat sich damit selber disqualifiziert und mit seinem Beitritt zu den Piraten eben auch die diese.

    Denn die Piraten hatten nicht das politische Gespür, die Untat zu erkennen. Stattdessen haben sie auf rein legalistisch auf die eingestandene Tat reagiert.

    Aber darum geht es gerade nicht bei Parteien, denn diese sind in der Regel von einem gemeinsame Wertesystem getragen.

    Dass die Piraten keinen Wertekanon haben, konnten wir in diesen Tagen sehen.

    Ich zitiere hier mal Thiesen: „Für die Moral ist die Kirche zuständig, nicht der Gesetzgeber.“

    Die Piraten haben sich weder von dem Satz distanziert, noch ihn relativiert. Sie nehmen ihn hin. Auch aus Deiner legalistischen Argumentation brummt wieder dieses Gesumse.

    Für mich ist die Partei aus diesen Worten heraus aber nicht wählbar. Sie ist ein Splitter und wird ein Splitter bleiben.

  • #81
    Michael Kolb

    Die Hamburg T-party, ttt, Titel, Thesen, Temperamente oder „ein Thema, Tauss und Thiesen“

    Heute also wieder Tauss, nun denn. Ich wundere mich ein wenig über den Pantoffelpunk, über dessen Seite ich letztens mal gestolpert bin (ich bin noch nicht sooooo lange in der bloggoshäre unterwegs und lerne andauernd neue Seiten kennen). Die Argumentation die Pantoffelpunk bezüglich Thiesen geliefert hat, die ist nämlich im Grundsatz gar nicht so unterschiedlich zu der Argumentation „hier“ zu Tauss. Tauss hat sich, ungeachtet der juristischen oder strafrechtlichen Dimension, genauso politisch „unmöglich“ gemacht, wie Thiesen.
    Take it or leave it!
    Auch ich vertrete die Unschuldsvermutung (kann man selbst ja vielleicht auch mal brauchen), ich „glaube“ Tauss sogar das, was er gesagt hat, nur finde ich es gleichzeitig unsäglich dumm. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, daß auch dem Vorstand der Piraten das Dilemma klar war, in das sie mit dem Eintritt von Tauss geraten würden, nur konnten sie aufgrund des eigenen Programms, welches die Bürgerrechte in den Vordergrund stellt, gar nicht anders handeln.
    Wem ich hier einen Vorwurf mache, das ist tatsächlich Tauss. Wäre er der „Politplrofi“ als der er dargestellt worden ist (wird), er wäre, selbst auf eine konkrete Einladung, nicht in die Partei eingetreten. „Jungens, schön das ihr mich wollt und das ihr an die Unschuldsvermutung glaubt, aber ich bin im Moment politisch ein wenig angekokelt, mit meinem Eintritt tu‘ ich euch keinen Gefallen!“, das wäre die Reaktion gewesen, die „ich“ von einem „Politprofi“ erwartet hätte. Ihn dann aber auch als spektakulären Neuzugang im Sturm zu verkaufen, das halte ich für einen der größten Transfairirrtümer seit dem Wechsel von Franz Beckenbauer zu Cosmos New York… was soll’s Mailand, Madrid, egal… Hauptsache Italien!

  • #82
    Michael Kolb

    Ich habe mal wieder zu früh auf „Kommentar abgeben“ geklickt, ich konnte noch gar nicht all die maritimen Anspielungen loswerden, die mir durch den Kopf gegangen sind… und leider fehlt die Editierfunktion.
    Wenn kritikunfähige Piraten, und an dieser Stelle nehme ich den Pantoffelpunk mal ganz speziell namentlich aus und andere Piraten ganz allgemein, sich nicht über politische Gegebenheiten klar sind, dann liegt das am teilweise begrenzten Blick über das eigene Schanzkleid. Will ich weiter als sieben Seemeilen gucken, dann muss ich auch mal aufändern, in einen der Marsen, auch wenn das, kopfüberhängend in den Püttingswanten, mühsam ist. Es ist einfach „politische“ Wahrheit, daß Politik heute über die Aussenwirkung gemacht und „verkauft“ wird und da geben die Piraten eben gerade ein ungünstiges Bild ab. Was nützt es bitte, wenn die Piraten dieses Spiel der „etablierten Parteien“ nicht mitmachen wollen? Wer längsseits gehen und ändern will… tscha, der muss auch „nach den Regeln spielen“. Das eine „boarding party“ einer starken Führung bedarf und nicht basisdemokratisch funktioniert, das ist ein Wortspiel, welches man mir bitte verzeihen mag und das an einen anderen Platz gehört, das woanders vielleicht seinen Platz finden mag

  • #83
    Michael Kolb

    Mit ziemlicher Verspätung noch etwas mehr Senf von mir.
    Kommentare wie in #78 fallen für mich in die Kategorie: Ceterum censeo (lustig, eines der Worte liest sich ja fast wie „Zensur“, womit man ja doch irgendwie beim Thema wäre).
    Man kann über die Partei der Piraten und ihr Programm ja so manches sagen, was sie fordern, was sie vergessen haben zu fordern, wer was fordert und wie er das tut uswusf. Jede Menge Konfliktpotential. Was sie aber nun mal so ganz und gar nicht fordern ist, die Abschaffung des Urheberrechtes und aus dem was sie gar nicht fordern auch noch zu schließen, daß dies zur Existensbedrohung der „Schaffenden“ führt ist, IMHO, Noppes.
    Man braucht z.B. den Menschen Richard M. Stallman nicht zu mögen, trotzdem ist es lohnenswert über Zitate wie: „Free software is a matter of liberty, not price. To understand the concept, you should think of free as in free speech, not as in free beer“ nachzudenken (und die Erkenntnisse auf anderen Bereiche zu transportieren), bevor man hier vom Untergang redet.
    Es gibt sehr wohl Möglichkeiten für die Schaffenden, Kohle zu verdienen und diese Möglichkeiten sind alles andere als fadenscheinig. Mir fallen da ziemlich spontan die Nine Inch Nails ein, die vieles von ihrer Musik zum freien download anbieten und trotzdem die gleichen Alben auch noch „klassisch“ verkaufen, und gerade Geld damit verdienen, daß sie auf Tour sind (nur als Information für den Fall, daß man gerade bei denen geklingelt und niemand aufgemacht hat und man schon dachte, die wären aus Armut unter die nächste Brücke gezogen)

  • #84
    Mit-Leser

    @Kolb: Sorry, aber könnnen Sie mir einen vernünftigen Grund nennen, warum Sie ein Entertainment-Produkt umsonst bekommen sollen, für das andere lange gearbeitet haben?

    Ich sage es Ihnen: es gibt keinen. Außer den, dass das Internet den Diebstahl vereinfacht hat.

    Moralisch ist es trotzdem nicht zu klauen. Und fortschrittlich erst Recht nicht. Eher ein Rückfall in die Steinzeit. Mit dem ganzen pseudovisionären Nerd-Gelaber untermauern nur Geizhälse ihr falsches Tun.

    Wer da anderer Meinung ist, sollte mir seine Hausschlüssel geben: Ich such mir dann ein paar Sachen aus seinem Wohnzimmer aus. Ansonsten biete ich auch an, umsonst für mich zu arbeiten. 😉

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  • #86
    Grumbel

    Zitat: Warum habt ihr nicht wenigstens das Verfahren abgewartet? Ob es ein Urteil gibt oder nicht?

    Und warum hast du das nicht auch getan? Die SPD hat Jörg Tauss aufgrund der Unschuldsvermutung nicht ausgeschlossen, du willst dies aber tun. Also kann ich nur feststellen, dass du scheinbar tatsächlich nicht mit den Zielen der Piraten, speziell im Bereich Bürgerrechte, übereinzustimmen scheinst. Insofern ist dein Abschied nichts weiter als konsequeent. Aber für wen willst du dich nun engagieren? Diese Frage solltest du dir mal stellen.

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