Der Ruhrpilot

NRW: SPD-”Kampfabstimmung” um MdB-Kandidatur in Herne – Hildenbrand, Knüpfer und Müntefering wollen für den Bundestag kandidieren…Pottblog

NRW II: IG-Metall-Chef von NRW wird Vorstand bei Thyssen…RP Online

NRW III: FDP wirft Kraft Sorglosigkeit vor…RP Online

NRW IV: Schienenkartell nimmt Kommunen aus. Und geht dann in den Puff… WAZ Recherche

Bochum: Jahreshauptversammlung des VfL Bochum 2012…Pottblog

Dortmund: 40 Jahre Kampf für die Freiheit der Sexualität…Ruhr Nachrichten

Dortmund II: Studie sieht DFB-Fußballmuseum als lohnende Investition…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Studie der Uni Duisburg Essen bestätigt Existenz der Generation 9/11…Der Westen

Umland: Piratenpartei übt massive Kritik an Piraten-Gründer Rick Falkvinge…Xtranews

Umland II: Roewer: “Ich erinnere mich nicht”…Publikative

 

Adorno-Preis: Frankfurts OB sagt Teilnahme ab

Peter Feldmann, Foto: Wikipedia

Der Oberbürgermeister von Frankfurt, Peter Feldmann (SPD), hat seine Teilnahme an der Verleihung des Adorno-Preises abgesagt. Die amerikanische Philosophin Judith Butler soll dort morgen den mit 50.000 Euro dotierten Preis für ihr Lebenswerk erhalten. Sie steht wegen umstrittener Äußerungen zum Nahost-Konflikt in der Kritik, ihr wird unter anderem Antisemitismus vorgeworfen. Im Vorfeld hatten mehrere jüdische Verbände und Initiativen zu einem Boykott aufgerufen. Feldmann ist Mitglied der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, die ebenfalls einen Boykott der Veranstaltung angekündigt hat. Der Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) wird nun die Veranstaltung leiten. Feldmanns Büro ließ mitteilen, ein voller Terminkalender sei schuld an seinem Fernbleiben, nicht etwa die aktuelle Debatte um Butler. Dass Feldmann nicht anwesend sein wird, sei schon vor der Diskussion klar gewesen. Für den morgigen Tag hat das „Bündnis Kein Adorno Preis für Judith Butler!“ eine Protestkundgebung angemeldet.

 

Geschichts-Revisionisten treffen sich in Witten

Protest gegen den "Tag der Heimat" in Witten

Gestern trafen sich rund 100 Mitglieder des „Bund der Vertriebenen“ (BdV) in Witten, um ihren „Tag der Heimat“ im Rathaus zu begehen. Die Organisation war nach 1945 ein wichtiges Auffangbecken für ehemalige Nazi-Funktionäre und anderer Personen, die sich am Holocaust beteiligten. Vor allem in den ersten Jahrzehnten des Verbandes dominierten NS-Funktionäre den Verband; die ideologischen Kontinuitäten werden von Kritikern bis heute gesehen. Die Stadt Witten und die Lokalpresse hätten das wissen können.

„Die Bürgermeisterin der Stadt Witten und die Verwaltung müssen sich die Frage gefallen lassen, warum der BdV ohne weiteres den Ratssaal zur Verfügung gestellt bekommen haben“, sagt Tessa König. Die Studentin ist am vergangenen Sonntag zum Wittener Rathaus gekommen, um gegen die BdV-Veranstaltung zu protestieren. „Einschlägige Studien belegen die personelle NS-Kontinuität des Verbandes“, sagt König.

Und tatsächlich: Bis Mitte der sechziger Jahre war die Führungsriege durchzogen von NS-Verbrechern, von SA- und SS-Führern, NSDAP-Funktionären, Antisemiten und anderen Beteiligten der Judenvernichtung. Das angebliche Ziel des BdV ist es

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Flüchten ohne Inge

Samstag habe ich etwas gelernt: Man soll nicht mehr Flüchtlinge sagen, sondern Flüchtende. Der Grund für diese Sprachregelung klingt für mich diskriminierend und sexistisch.

Am Samstag machte ich mal wieder einen Fehler, und das ganz ohne ihn zu wollen: ich sprach von Flüchtlingen. Mein Gesprächspartner schüttelte freundlich und voller Nachsicht mit dem Kopf: „Das heißt nicht mehr Flüchtlinge sondern Flüchtende.“ In Flüchtlinge stecke die Endung „inge“ und das würde zu niedlich klingen.

Das ist, kurz gesagt, eine Unverschämtheit. Ich habe zwar in meinem ganzen Bekanntenkreis keine Inge, sondern nur eine Ingeborg, und das ist auch nur ihr Künstlername, aber pauschal alle Inges als niedlich abzutun ist diskriminierend und sexistisch. Nicht dass es nicht Unmengen von niedlichen Inges da draussen gibt, die bei jedem Mann, der sie sieht, für das sofortige Aussetzen der Atmung sorgen könnten, aber selbst mir ist das zu pauschal: Was ist mit den ganzen Inges in den Schießsportvereinen, den Kugelstoßerinnen,  denen mit großen tätowierten Teufelsmasken mit grünen Augen auf dem Rücken? Alle niedlich? Klar, Schönheit und Niedlichkeit liegen im Auge des Betrachters, aber niedlich hat was mit dem Kindchenschema zu tun, dem auch Erwachsene unterliegen können, und das passt ja nicht auf große Teufeltattoos.

Die Hüter der Sprache sind bei dieser Regelung auf Kosten vieler Inges weit über das Ziel hinaus geschossen…

 

Der Ruhrpilot

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60 solidarisieren sich mit Juden

Nach zwei antisemitischen Überfällen in den letzten Tagen fand gestern unter dem Motto „Hände weg von unseren jüdischen Freunden“ eine Demonstration in Köln statt. Vom Hauptbahnhof ging es durch die Kölner Innenstadt zur Synagoge am Rathenauplatz. Die 60 Teilnehmer der Demonstration waren aus ganz Nordrhein-Westfalen angereist: In einem Bundesland mit 18 Millionen Einwohnern, in einer Stadt, in der über einer Million Menschen leben, kommen keine 100 zusammen, um gegen antisemitische Gewalt zu demonstrieren. Viele Freunde, das wurde leider deutlich, haben Juden  auch 2012 in Deutschland nicht.