
auch eins gefunden? email
Ruhrgebiet: Die triste Wirklichkeit jenseits aller Umfragen
Nach einer Forsa-Umfrage denken die meisten Menschen nicht mehr an Kohle, wenn das Wort „Ruhrgebiet“ fällt. An Chancen denken sie aber auch nicht.
Endlich mal, so mag man meinen, eine Umfrage, bei der das Ruhrgebiet hinten rüber kippt. Die am Samstag vom Meinungsforschungsinstitut Forsa vorgestellte Ruhrgebiets-Umfrage macht auf den ersten Blick Mut – vor allem, weil oftmals der Vergleich mit anderen Regionen und Städten fehlt. Und ohne Vergleiche sieht das Ruhrgebiet ganz gut aus. Wettbewerb ist böse – also lässt man ihn am besten ganz sein.
Die gute und nicht neue Hauptnachricht der Studie: Die meisten Ruhrgebietler leben gerne hier. 84 Prozent – das ist eine gute Zahl. Die schlechte Nachricht: Viele können es sich nicht mehr leisten im Ruhrgebiet zu leben, denn es fehlt an Jobs.
Von den Ruhrgebietlern selbst könnten sich bei einem günstigen beruflichen Angebot oder im Ruhestand 59 Prozent vorstellen, auch woanders als im Ruhrgebiet zu leben. Überdurchschnittlich häufig können sich dies die unter 30-Jährigen, Angestellte und Befragte mit Abitur oder Hoch- schulstudium vorstellen.
Tja, andersherum kann sich nur gut keder Dritte vorstellen, ins Ruhrgebiet zu ziehen. Und weil über 70 Prozent der Menschen hier glauben, dass sich die wirtschaftlich Lage in den nächsten Jahre verschlechtern oder auf dem
Bochum: Piraten wollen Konzerthaus-Bürgerentscheid
Seit Jahren tobt in Bochum der Streit um den Neubau eines Konzerthauses. Die Piraten schlagen nun vor, die Bürger über die Frage entscheiden zu lassen.
Kann sich eine marode Stadt wie Bochum ein Konzerthaus leisten? Sollten nicht vorher die Schulen renoviert werden, Schulden abgebaut und die Ausgaben für die Freie Szene gesichert sein, bevor man sich in ein solches finanzielles Wagnis stürzt? Fragen, über die in Bochum seit Jahren gestritten wird – zumal im vom Bevölkerungsrückgang geprägten Ruhrgebiet kein Mangel an Konzerthäusern besteht. Die in Dortmund und Essen sind innerhalb von 20 Minuten zu erreichen und nicht ausgelastet.
Die Piraten in Bochum haben nun die Idee, die Bochumer selbst über die Frage des Neubau eines Konzerthauses entscheiden zu lassen:
Es erscheint offensichtlich vielen Bürgern nicht gerechtfertigt, dass z.B. bei den Bochumer Schulen 6,6 Mio. EUR pro Jahr gespart werden sollen, während für eine kleine Elite, die das neues Musikzentrum
Ruhr Uni/AStA: Linke Liste fordert Rücktritt der IL-Stupa-Mitglieder
Zu unserer Berichterstattung über Ariya Fehrest-Avanloo und die Internationale Liste an der Ruhr Universität Bochum hat sich nun auch die Linke Liste zu Wort gemeldet. Sie stellte gemeinsam mit der Grünen Hochschulgruppe und der Liste Schöner Wohnen in den vergangenen Jahren den AStA:
Bochum. Nach der Berichterstattung über radikalreligiöse und israelfeindliche Aktivitäten des Studierendenparlamentsmitglieds Ariya Fehrest-Avanloo erneuert die Linke Liste an der Ruhr-Uni ihre Rücktrittsforderung an die ParlamentarierInnen, die auf der Liste der Grünen Hochschulgruppe kandidierten, nun aber unter dem Namen „Internationale Liste“ auftreten. Das investigativ-journalistische Internet-Blog Ruhrbarone hat darüber berichtet, dass Avanloo sich bei Facebook seit
Scroobius Pip
Scroobius Pip, Dienstag, 6. März, 21.00 Uhr, Studio 672, Köln
Pigeon John
Pigeon John, Dienstag, 6. März, 20.00 Uhr, Zakk, Düsseldorf
Der Ruhrpilot

NRW: Ampelkoalition – Rot-Grün und FDP gehen aufeinander zu…Der Westen
Ruhrgebiet: Linke und Rentner mögen Ruhrgebiet…RP Online
Ruhrgebiet II: Was macht der Puls des Ruhrgebiets?…Post von Horn
Ruhrgebiet III: Was die Menschen über das Ruhrgebiet denken…Der Westen
Ruhrgebiet IV: Kampfabstimmung um RAG-Stiftung…RP Online
NRW: Land sperrt sich gegen ein bundeseinheitliches Abitur…WZ
Bochum: Bahnhofs-Buchhandel vertreibt NPD-Blatt…Ruhr Nachrichten
Bochum II: Konrad führt CDU in die Wahlkämpfe…Der Westen
Duisburg: Chef der Jüdischen Gemeinde würde OB kandidieren…Der Westen
Duisburg II: Piraten fordern die Bezirksregierung auf, das Factory Outlet Center in Hamborn zu stoppen…Xtranews
Essen: Kreide-Protest gegen Wulff soll viele Nachahmer finden…Der Westen
Umland: Gegendemonstrant nach Polizeieinsatz auf Intensivstation..Publikative
Umland II: Piraten laden zur Kreismitgliederversammlung…Zoom
Debatte: Todesanzeige für „Peak Oil“…Achse des Guten
Debatte II: Verlieren die Aleviten ihren Biss?…Welt
Blogs: WordPress-Problem “Fehlende Planung” durch ein PlugIn gelöst…Pottblog
Ruhr Uni/AStA: Stellungnahme der Juso-Hochschulgruppe
Zu unserer Berichterstattung über Ariya Fehrest-Avanloo und die Internationale Liste an der Ruhr Universität Bochum hat sich nun auch die Juso-Hochschulgruppe zu Wort gemeldet, die eine Koalition mit der Internationalen Liste anstrebt:
Die Juso-Hochschulgruppe ist über die am Wochenende publik gewordenen Vorwürfe gegen die Internationale Liste an der Ruhr-Universität überrascht. Wir werden die Vorwürfe prüfen. Wir können uns nicht vorstellen, dass die Vorwürfe eine solche Tragweite haben. Die Internationale Liste ist bis zuletzt als Teil der Grünen Hochschulgruppe angetreten, die zusammen mit der Linken Liste und der Liste Schöner Wohnen in Bochum in den letzten vier Jahren den AStA stellten. Wir können uns nicht vorstellen, dass diese Listen mit einer Gruppierung kooperiert haben, in denen antisemitische Tendenzen vertreten werden sollen. Die AStA-
Warten auf’s Leben…
Ich nahm drei Groschen, hob den Hörer ab und fütterte den Fernsprecher. Die Telefonzelle konnte man von drei Seiten einsehen, ihre Rückwand wurde von einer Poststelle geschützt. Mein Blick wanderte über das Fahndungsplakat der RAF, das an der Eingangstür zur Filiale klebte.
Ich war dreizehn Jahre alt. Die Telefonzelle war gelb. Eckig und gelb. Drei dicke Telefonbücher mit dünnen, speckigen Seiten, pergamentartig und von der Konsistenz an ein Mad-Magazin erinnernd, hingen in den schwarzen Bakelit-Arretierungen. Kleine Brandflecken von abgelegten und vergessenen Kippen zierten den Kunststoff.
Es war Mittwoch, ich hatte in der ersten und zweiten Stunde Englisch, nach der Pause zwei Stunden Mathe. Meine dreißig Pfennig klickerten durch das Zählwerk des Telefons und fielen in den hörbar leeren Geldtank. Ich drückte die schwarzen, abgegriffenen Tasten – kurz und fest. Ich wählte eins, eins, null. Von unserem Gastautor Sascha Bisley.
Die Schule war eine Realschule und fünfzig bis sechzig Meter von mir entfernt. Durch die zerkratzten und bespuckten Scheiben konnte ich den Haupteingang und die Einfahrt zum Lehrerparkplatz ganz gut sehen. Schüler gingen an mir vorbei, kleine, bunte Trauben von Capri-Sonne-Trinkern und Adidas Allround-Trägern, die im Gleichmarsch zum verhassten Tempel pilgerten.
Aus der linken Tasche meiner Vanilia-Hose zog ich das Stofftaschentuch meines Vaters und legte es über die
Darf eine SPD-Bürgermeisterin auf eine politische Bildungsfahrt der Linkspartei gehen?
Ich komme aus Waltrop. Hier ist selten mal etwas los. Das beschauliche 30.000-Einwohner-Städtchen am Rande des Ruhrgebiets leidet, wie fast alle Städte hier in der Gegend, unter extremer Geldknappheit. Und ohne Moos nix los, das sagt schon der Volksmund. Von unserem Gastautor Robin Patzwaldt.
In dieser Woche tobte hier allerdings ausnahmsweise mal eine Diskussion, die noch immer nicht beendet ist, und von der ich hier mal kurz berichten möchte.
Anfang der Woche stand in der hiesigen Lokalzeitung ein zunächst unscheinbar anmutender Artikel.
Darin wurde vermeldet, dass unsere SPD-Bürgermeisterin Anne Heck-Guthe in dieser Woche, nachdem sie in der Vorwoche urlaubsbedingt nicht im Rathaus gewesen sei, wieder im Dienst sei. Allerdings sei sie bis zum Donnerstag noch nicht wieder im Rathaus anzutreffen, da sie auf einer politischen Bildungsfahrt, die von der Partei ‚die Linke‘ organisiert wurde, in Berlin weile und dort am Programm des hiesigen Seniorenbeirats teilnehmen würde, dessen Reisegruppe sie sich dabei angeschlossen habe.
