Kapelle Petra, Samstag, 18. Februar, 20.00 Uhr, Komplex, Schüttorf
Der Ruhrpilot

NRW: Facebook-Protest gegen „Pro Köln“-Aktion zeigt Wirkung…Der Westen
NRW II: Alice Schwarzer: „Mich weht die Intrige an“…Zeit
NRW III: Land regelt Jugendarrestvollzug neu…Welt
NRW IV: Geld zum Schweinemästen?…Post von Horn
Ruhrgebiet: EnBW-Chef will nicht die RAG-Stiftung führen…RP Online
Bochum: Opel mit hohen Verlusten – schmerzhafte Einschnitte drohen…Der Westen
Bochum II: Glasverbot bei Fußball-Spielen…Ruhr Nachrichten
Dortmund: So spannend ist die World-Press-Foto-Schau…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Loveparade-Katastrophe war laut Gutachten „vorhersehbar“…Der Westen
Duisburg II: Was der neue OB können muss…Der Westen
Duisburg III: Piraten Duisburg: „Stadtrat hat aus Abwahl nichts gelernt“…Xtranews
Umland: Uni verliert Überblick über ihre Leichen…Welt
Umland II: Züschen hat Probleme…Zoom
Umland III: Trauern um den verlorenen Trauermarsch…Publikative
Wulff: 22 offene Stellen für den bald ehemaligen Bundespräsidenten

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat die Aufhebung der Immunität von Bundespräsident Christian Wulff beantragt. Der Verdacht: Vorteilsannahme im Amt.
Damit ist klar: Wulff wird sich kaum im Amt halten können. Ein Bundespräsident gegen den die Staatsanwaltschaft ermittelt, ist eigentlich nicht vorstellbar. Obwohl, warten wir es ab: Wulff hat die Maßstäbe für Anstand im Amt schon in den vergangenen Monaten eifrig verschoben. Vielleicht kommt er ja auf die Idee das Amt ruhen zu lassen, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind. Zuzutrauen ist ihm vieles. Aber es gibt auch gute Nachrichten für Wulff: Auf dem Arbeitsmarkt sieht es für ihn gar nicht so schlecht aus – falls er denn bald einen Job sucht. Aktuell sind auf Monster.de 22 Stellen für Juristen in Niedersachsen frei:
Wie sich die New York Times wieder auf den Kriegspfad begab

In den ersten Januar-Tagen platzierte die New York Times sehr prominent einen Bericht von einem Besuch auf dem amerikanischen Flugzeugträger John C. Stennis im Golf von Oman. Es sei alles ruhig, schrieb der Korrespondent. Die Mannschaften erledigten gelassen ihre Aufgaben auf dem Schiff, dessen Bomber die Bodentruppen in Afghanistan unterstützen. Keine Panik auf dem Flugzeugträger? Alles Routine? Der Nachrichtenwert dieses Berichts: null. Null komma null. Warum hat die Zeitung diesen Bericht gedruckt, und dann auch noch ganz vorne?
Die New York Times ist wieder auf dem Kriegspfad. Sie schlägt die Trommeln und schmiert sich Kriegsfarbe ins Gesicht. Sie tanzt ums Lagerfeuer, sie ruft die Geister der amerikanischen Ahnen herbei.
Der iranische Verteidigungs-Minister hatte erklärt, das Land würde die Durchfahrt der Stennis durch die Straße von Hormuz verhindern, sollte diese in den Persischen Golf zurück kehren wollen. Eine Replik auf die verschärften Sanktionen, die Barack Obama zuvor durch gesetzt hatte. Es ist Vorwahlkampf in den USA, fast alle Präsidentschafts-Kandidaten der Republikaner werben mit einem Angriff auf den Iran um Stimmen bei den Vorwahlen. Diese Flanke wollte Obama im Wahljahr mit den
Wetten Dass?: Drei Alternativen zu Lanz
Markus Lanz – man muss weder ein großer Gottschalk noch ein großer „Wetten dass?“ Fan sein, damit diese Nachricht erschüttert.
Ich dachte immer Beckmann und Kerner würden die Tiefpunkte der Fernsehunterhaltung definieren – bis ich im Januar 2010 in der Ruh2010-Show Lanz sah. Geschüttelt von Krämpfen verfolgte ich eine der elendsten Fernsehsendungen, die ich je geschaut habe. Und ich konnte noch wegschalten, weil ich darüber schreiben musste. Es sollte Frühjahr werden, bis ich wieder feste Nahrung zu mir nehmen konnte.
Und jetzt das: Lanz wird Nachfolger von Gottschalk bei „Wetten dass?“. Dem kann man nicht aus dem Wege gehen. Sicher, „Wetten dass?“ werde ich künftig nur schauen, wenn ich eine Schnelldiät machen will, aber Lanz wird einen jetzt monatelang im Internet und in allen Zeitungen und Magazinen verfolgen.
Dabei hätte es Alternativen gegeben. Welt-Kompakt schlug vor ein paar Wochen Achim Mentzel vor. Wäre lustiger als Lanz gewesen. Ein Ossi, der dank Schnurrbart auch als Herner durchgegangen wäre. Den hat aber niemand gefragt.
Oder Chalie Schultz, der Chef der Boxbude auf der Cranger Kirmes. Kein schlechter Mann. Erfahrener Live-Moderator. Kann auch eine Frau sein – Lanz-Ex zum Beispiel. Birgit Schrowange. Die macht wieder Werbung für Adler, die ist wenigstens nicht teuer. Alles, alles nur nicht Lanz.
NRW: Rot-Grün verpennt Fördergelder in Höhe von 200 Millionen Euro

Trotz Rekord-Steuereinnahmen und Rekord-Schulden scheint die rot-grüne Landesregierung von NRW ein eher lässiges Verhältnis zum Geld zu haben.
Nur so kann man die Geschichte erklären, die gestern im Kölner Stadtanzeiger stand. Demnach sind Fördermittel in Höhe von 200 Millionen Euro beim Bund und bei der EU nicht abgerufen worden:
Für den Ausbau hatte der Bund im letzten Jahr für NRW 79,4 Millionen Euro eingeplant. Abgerufen hat das Land aber nur gut die Hälfte: 38 Millionen Euro konnte der Bund behalten. Das geht aus einer vertraulichen Vorlage des NRW-Finanzministers an die Haushaltsexperten des Landtages hervor. Das Papier liegt dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vor.
Ein ähnliches Sorgenkind wie die Kinderbetreuung ist der öffentliche Nahverkehr in NRW. Auch hier hat das Land Geld nicht in voller Höhe beim Bund abgerufen: Mindestens 80 Millionen Euro konnte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble behalten.
Es macht natürlich mehr Sinn über Kinderbetreuung, Nahverkehr oder Wirtschaftsförderung zu reden als sich darum zu kümmern. Und es macht auch sicher viel weniger Arbeit. Und die wirklich wichtigen finanziellen Entscheidungen hat ma ja im Griff: Die Erhöhung der Diäten zum Beispiel.
Laienspielerschar? Laienspielerschar!
Köln: Rat beschließt Ende des Autonomen Zentrums
Der Rat der Stadt Köln hat das Ende des 2010 besetzten Autonomen Zentrums in Köln Kalk beschlossen. Jeder Protest im Rathaus gegen den Beschluss wurde unterbunden. Am Valentinstag, so die AZler, gab es Pfeffer statt Rosen.
Essen: Brauner Narr hielt die Standarte
Ärger bei den Karnevalisten in Essen. Im Karnevalsverein Fanfarencorps-Burgaltendorf war ein führender Neonazi aktiv.
Ein Artikel auf dem Portal Indymedia sorgt für Aufregung unter den Essener Narren:
Wie kürzlich bekannt wurde, ist der essener JN-vorsitzende Tristan Krawczyk im karnevalsverein „Fanfarencorps Grün-Weiß Essen Burgaltendorf“ aktiv. Krawczyk nimmt regelmäßig an kundgebungen der NPD in essen teil. seit 2011 ist er einer der beiden „stützpunktleiter“ der NPD-jugend „Junge Nationaldemokraten“ (JN). der karnevalsverein wurde über seine neonazi-aktivitäten informiert, hat darauf aber nicht reagiert. das hat vermutlich auch damit zu tun, dass praktisch die gesamte familie Krawczyk in dem verein aktiv ist.
Das Fanfarencorps hat auf Anfrage der WAZ erklärt, Krwaczyk sei nicht mehr aktiv, der Fall seit Anfang Februar bekannt aber da man im Karnevalsstress sei, hätte man sich nicht beraten können. Die Antifa Z fordert in einer Pressemitteilung den Rauswurf des braunen Narrens. Tessa Kuijer, Pressesprecherin:
„Tristan Krawczyk ist alles andere als ein harmloser Mitläufer. Er ist seit Jahren in der rechten Szene aktiv und beteiligt sich regelmäßig an den Kundgebungen der NPD. Im Juni vergangenen Jahres trat er bei einer Kundgebung der NPD-Jugend in Essen-Altenessen sogar als Organisator und Anmelder in Erscheinung. Besonders schockierend ist die Tatsache, dass auch viele Kinder und Jugendliche in dem Burgaltendorfer Karnevalsverein aktiv sind und dort mit der neonazistischen Ideologie Krawczyks konfrontiert werden könnten. Die Aktivitäten der rechtsterroristischen Gruppierung ‚Nationalsozialistischer Untergrund‘ und die zahlreichen Todesopfer neonazistischer Gewalt zeigen, wie gefährlich dieses Gedankengut ist. Für die Vereinsleitung sollten die Konsequenzen klar sein: Krawczyk muss von allen Aktivitäten des Fanfarencorps ausgeschlossen werden.“
Update: Der braune Narr wurde mittlerweile aus dem Karnevalsverein rausgeworfen. (Dank an Informer für den Hinweis)
Fangs
Fangs, Freitag, 17. Februar, 23.00 Uhr, Hafenliebe, Dortmund
Der Ruhrpilot
Internet: Unterstützung für Acta bröckelt…FR Online
Umland: Aus für das Autonome Zentrum in Köln Kalk…Welt
NRW: Loveparade-Gutachten belastet Polizei…RP Online
NRW II: Poker um den NRW-Haushalt…WZ
Ruhrgebiet: Ärger um Kontrolle in Umweltzonen…Ruhr Nachrichten
Bochum: SPD legt Ablehnungsliste zu den Sparmaßnahmen vor…Ruhr Nachrichten
Bochum II: Konzerterlebnisse mit Pop-Perlen…Der Westen
Dortmund: Gibt es zu viele Verbote am Phoenix-See?…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Stadt springt Gebag mit 11,5 Mio Euro bei…Der Westen
Duisburg II: NRW-Innenminister Jäger sucht keine Lichtgestalt als OB für Duisburg…Der Westen
Duisburg III: Sauerland räumt seinen Platz…Welt
Duisburg IV: Demo “Stop ACTA” in Duisburg am 25.02.2012…Xtranews
Duisburg V: Gutachten zur Love-Parade-Katastrophe…Spiegel
Essen: Neue AStA-Spitze der Uni Duisburg-Essen gelobt Transparenz…Der Westen
Umland II: Brandanschlag auf türkische Zeitung „Zaman“ in Köln…Der Westen
Umland III: Mobile Beratung Köln informiert über Rechtsextremismus vor Ort…NRWREX
Umland IV: Der Wald ist voller Schnee – Joggen für Eingeweihte…Zoom
Umland V: Der Kölsche Außenminister, ein interessanter Mann…Tapfer im Nirgendwo
Debatte: Deutscher Opfermythos – Dresden gegen Auschwitz…Publikative
Internet II: Subtil macht die CDU der Digitalen Gesellschaft klar, wie ernst sie sie nimmt…Mediaclinique

