Palästinenser in Deutschland: Jammern als Kommunikationsstrategie

Anti-Israel-Demo in Bochum am 18. Oktober (Foto: Roland W. Waniek)


Palästinenser beklagen sich darüber, dass sie in Deutschland zum Schweigen gebracht werden und ihre Stimmen nicht gehört werden. Das Gegenteil ist der Fall.

Es ist offenbar ein Drama: Fadi Abdelnour beklagt sich in der Zeit darüber, wie mit Palästinensern umgegangen wird: „Wenn wir etwas sagen, das von der deutschen Mehrheitsmeinung

abweicht, wird es gegen uns benutzt. Es ist ein Minenfeld. Die meisten von uns denken: Ich schade mir, wenn ich mich öffentlich äußere, ich riskiere die soziale Isolation, aber ich riskiere auch die öffentliche Förderung meiner Projekte oder gar den Aufenthaltsstatus. Es gibt keinen sicheren Diskursort für Palästinenser. Und keinen öffentlichen Ort, um zu trauern.“ Das ist natürlich Unsinn: Seit den von der Hamas und anderen palästinensischen Terrororganisationen begangenen Pogromen in Israel ab dem 7. Oktober gab es hunderte Demonstrationen. Die erste fand in Neukölln statt. Während Israelis ermordet wurden, verteilten Terroristenfreunde Süßigkeiten und feierten das Abschlachten von zumeist jüdischen Opfern. Kaum hatte Israel damit begonnen, sich zu wehren, setzte das große Wehklagen darüber an, dass man nicht mehr morden, vergewaltigen und entführen kann wie man will, ohne dafür zu bezahlen. Mitgefühl für die Opfer des Terrors gab es nicht. Abdelnour selbst forderte den Boykott der Kurzfilmtage Oberhausen, weil deren Leiter Lars Henrik Gass zur Teilnahme an einer Solidaritätsdemonstration für Israel aufrief. Isoliert wurde er deswegen nicht: Der Besitzer einer Kleinbuchhandlung tritt am Wochenende auf dem Kongress von Pen-Berlin auf. Auch Laith Arafeh, der Botschafter Palästinas, einer Art Terror-Fantasieland, das von deutschen Steuerzahlern mitfinanziert wird, beklagt sich im Interview mit der taz darüber, dass sich viele Palästinenser „ausgegrenzt, verunglimpft und geächtet“ fühlen. Das Wort Terror mag er nicht in den Mund nehmen. Allerdings bezichtigt der Möchtegern-Diplomat Israel, einen Genozid zu begehen. Auf Frage, ob er den Terror der Hamas verurteile, antwortet er: „Die roboterhafte Wiederholung dieser Frage ist nicht nur absurd, sondern hat auch rassistische Untertöne.“

Das palästinensische Gejammer hat Tradition und ist Teil einer Strategie: Die Opferrolle ist auch ein Geschäftsmodells, mit dem man an internationale Hilfe kommt und in Deutschland Zuschüsse für die verschiedensten Projekte erhält. Und es soll davon ablenken, dass in großen Teilen der palästinensischen Community in Gaza, der Westbank und weltweit Antisemitismus und offene Sympathie für Terroristen eher der Standard als die Ausnahme sind. Aber wer möchte das den armen Opfern vorwerfen?

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