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Polit-Prof aus Duisburg diffamiert Enthüllungen von Blogs als Gerüchte

korteHeute kofferte ein Politik-Prof in einem WAZ-Interview gegen die Polit-Blogs in Deutschland. Er warf ihnen vor, Gerüchte zu verbreiten, und Teil einer Schmierenkampagne gegen NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers zu sein. Karl-Rudolf Korte hieß dieser Professor und er wurde höflich befragt, was er denn vom Internet hält. Ein Beispiel für die Härte der Fragen gefällig?

„Empfinden Sie die Unkultur des Anonymen (im Internet. d.A.) , der üblen Nachrede, der Verwischung der Grenzen, was Journalismus ist, nicht als unerträglich?“

Die Antwort des Polit-Professionellen:

„Ja – eben als Herrschaft des Gerüchtes“.

Worum ging es in dem Interview? Um die Veröffentlichungen im Spiegel, in der Süddeutschen Zeitung oder im Wir-in-NRW-Blog zur Miet-Mich-Rüttgers und zur Email-Affäre. Das Interview erschien im Print auf Seite zwei. Die Passagen zum Internet waren unter der eigenen Überschrift "Herrschaft des Gerüchtes" zusammengefasst. Online erschien das Ganze im längeren Zusammenhang.

Der Professor bat „verantwortungsbewusste Tageszeitungen“ die Enthüllungen aus dem Netz nicht zu verfolgen, „sondern nach Inhalten zu fragen“. Sprich die Skandale der Regierung, die hier und da aufgedeckt werden, sollen nicht weiter verbreitet werden, sondern stattdessen gefragt werden: Herr Rüttgers, wie wollen Sie uns weiter beherrschen. Alles andere widere Wohl die Leser an.

Zu den Veröffentlichungen von internen Dokumenten aus der Landesregierung sagte Professor Korte:

Es ist eine Schmutzkampagne im Gange, die in der politischen Kooperationskultur von NRW neu ist, und da wird noch einiges kommen. Das widert auch Wähler an.“

Politisch nennt man das Nach vorne Verteidigung: Zunächst kriminalisiert der neue CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid die Blogs, in denen Fehlverhalten der Landesregierung enthüllt werden. Dann diffamiert ein Professor via WAZ die Enthüllungen im Netz als „Herrschaft des Gerüchtes.“ Arbeiten vielleicht Krautscheid und Korte Hand in Hand, um eine publizistische Strategie zu fahren und die Veröffentlichungen in Blogs zu diffamieren?

Tja. Überhaupt, seit wann sind Dokumente, die veröffentlicht werden, Gerüchte, Herr Korte?

korteHeute kofferte ein Politik-Prof in einem WAZ-Interview gegen die Polit-Blogs in Deutschland. Er warf ihnen vor, Gerüchte zu verbreiten, und Teil einer Schmierenkampagne gegen NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers zu sein. Karl-Rudolf Korte hieß dieser Professor und er wurde höflich befragt, was er denn vom Internet hält. Ein Beispiel für die Härte der Fragen gefällig?

„Empfinden Sie die Unkultur des Anonymen (im Internet. d.A.) , der üblen Nachrede, der Verwischung der Grenzen, was Journalismus ist, nicht als unerträglich?“

Die Antwort des Polit-Professionellen:

„Ja – eben als Herrschaft des Gerüchtes“.

Worum ging es in dem Interview? Um die Veröffentlichungen im Spiegel, in der Süddeutschen Zeitung oder im Wir-in-NRW-Blog zur Miet-Mich-Rüttgers und zur Email-Affäre. Das Interview erschien im Print auf Seite zwei. Die Passagen zum Internet waren unter der eigenen Überschrift „Herrschaft des Gerüchtes“ zusammengefasst. Online erschien das Ganze im längeren Zusammenhang.

Der Professor bat „verantwortungsbewusste Tageszeitungen“ die Enthüllungen aus dem Netz nicht zu verfolgen, „sondern nach Inhalten zu fragen“. Sprich die Skandale der Regierung, die hier und da aufgedeckt werden, sollen nicht weiter verbreitet werden, sondern stattdessen gefragt werden: Herr Rüttgers, wie wollen Sie uns weiter beherrschen. Alles andere widere Wohl die Leser an.

Zu den Veröffentlichungen von internen Dokumenten aus der Landesregierung sagte Professor Korte:

Es ist eine Schmutzkampagne im Gange, die in der politischen Kooperationskultur von NRW neu ist, und da wird noch einiges kommen. Das widert auch Wähler an.“

Politisch nennt man das Nach vorne Verteidigung: Zunächst kriminalisiert der neue CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid die Blogs, in denen Fehlverhalten der Landesregierung enthüllt werden. Dann diffamiert ein Professor via WAZ die Enthüllungen im Netz als „Herrschaft des Gerüchtes.“ Arbeiten vielleicht Krautscheid und Korte Hand in Hand, um eine publizistische Strategie zu fahren und die Veröffentlichungen in Blogs zu diffamieren?

Tja. Überhaupt, seit wann sind Dokumente, die veröffentlicht werden, Gerüchte, Herr Korte?

Es wird Zeit nachzusehen, wer dieser Politik-Profi eigentlich ist und wie er sein Geld macht. Zunächst die Fakten: Korte, Jahrgang 1958, ist Chef der „NRW School of Governance“ in Duisburg.

Der Blick fällt dann allerdings schnell auf eine Geschichte von Johannes Nitschmann und Marco Finetti in der Süddeutschen aus dem Jahr 2006 und die enge Zusammenarbeit von Rüttgers und dessen Staatskanzlei auf der einen und der neuen Einrichtung von Korte auf der anderen Seite.

Denn kaum ein Jahr nach Rüttgers-Amtsantritt lieferte Korte scheinbar ganz im Staatskanzlei-Denken verhaftet eine 436 Seiten starken Studie in der er Rüttgers Regierungsstil in die Nähe des legendären SPD-Landesvaters Johannes Rau rückte. Auch sonst preist der Politologe den CDU-Regierungschef als „bürgerlichen Arbeiterführer“ und vertritt die These vom Konsensstaat NRW. Die Studie passte damit haargenau in die Strategie der Staatskanzlei, Rüttgers als politischen Erben von Johannes Rau zu stilisieren.

Noch enger wurde der Austausch durch ein Forschungsprojekt, in dem Korte den Mitte 2005 erfolgten Regierungswechsel in NRW untersuchte – mit finanzieller und ideeller Unterstützung der Düsseldorfer Staatskanzlei. Ein Jahr lang war ein Mitarbeiter von Kortes Lehrstuhl Gast in der Düsseldorfer Regierungszentrale, um „Gespräche zu führen, Arbeitsprozesse zu beobachten und Einsichtin Dokumente zu nehmen“, wie Nitschmann und Finetti berichteten. In einem zwischen der Staatskanzlei und Kortes Universität abgeschlossenen Werkvertrag wurde zudem fixiert, „dass im Rahmen dieser Arbeiten für die Landesregierung zwei kurze Expertisen zu konkreten Themen erstellt werden“. Die anfallenden Gesamtkosten von mehr als 50 000 Euro verbuchte die Staatskanzlei unter „wissenschaftlicher Beratung des Ministerpräsidenten“. Die Studie soll anders als sonstige Forschungsarbeiten nicht veröffentlicht werden.

Das Geld war wohl gut angelegt, wie man derzeit im WAZ-Interview sieht.

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70 Kommentare zu “Polit-Prof aus Duisburg diffamiert Enthüllungen von Blogs als Gerüchte

  • #1
    Thostra

    Ich weiß manchmal nicht mehr, Bundes-oder Bananen … und die meisten Journalisten als Hofschranzen an den Trögen der Macht. Es ist so unglaublich, bin ich in einer Real- Satire? Was machen die realen Satiriker?
    Ist ein Buchhalter ein Mensch, der ein Buch trägt?
    ist ein Leistungsträger ein Mensch, der ein Schild „Leistung“ (hoch-)hält?

    Das einzige, das noch hilft:
    ein Leistungsschutzgesetz für die Journalisten und
    Internetsperren gegen Blogs!

    Aber zackig! Gruß aus Hamburg

  • #2
    Nerd

    Vielen Dank für den Bericht. Ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln und werde jetzt mein WAZ-Abo kündigen.

  • #3
    nigecus

    Je weniger unser Staat in seine Unis steckt, desto leichter kann man Wissenschaftler, Experten, Gelehrte usw kaufen. (Kaufen können dann auch diese Mittelsmänner die sich anschicken den Staat zu führen)

  • #4
    kassandra

    Es ist beschämend zu lesen, was dieser Günstling Korte zum Besten gibt. Er zeigt durch seine Werkverträge respektive seine daraufhin abgestimmten Überzeugungen, dass freie Journalistenblogs, wie Ruhrbarone einer ist, unverzichtbar sind. Herr Kortes Credo lautet, wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Oder wie die Graucho Marx sagen würde: „Wenn ihnen meine Prinzipien nicht gefallen ist das nicht so schlimm. Ich habe auch noch andere.“

    Ihre Berichterstattung in Sachen des Justizskandals im Hinblick auf die rechtstaatlichen Verstöße von Herrn Dr. Schink und seiner Handpuppe Uhlenberg im MUNLV hat mir gezeigt, dass die sogenannte seriöse Presse nicht in der Lage ist, investigativ und substantiiert einen Skandal aufzuarbeiten.

    Ohne ihre Recherchen wäre wenig in Sachen Uhlenberg passiert. Ich gehe auch davon aus, dass der Untersuchungsausschuss PUA II des Landtags Nordrhein-Westfalens ohne ihre Artikl nicht eingesetzt worden wäre.

    Die sogenannten Premiumblätter des deutschen Zeitungswesens sind wohl durch die Nähe zu Politikern und potenten Werbekunden zu sehr mit der Politik verbandelt, dass sie es nicht mehr wagen, wirklich kritische Artikel zu drucken.

    Dies gilt auch für den WDR, der doch sehr zurückhaltend über die maßlosen Verstöße im MUNLV berichtet hat. Herr Stefan Lauscher ist eher ein Beschwichtiger als ein Journalist, der bereit wäre, seine Finger in offensichtliche Wunden zu legen.

    Also, lange Rede kurzer Sinn.

    Ohne Ihre Artikel würde es wirklich etwas Wichtiges fehlen, nämlich kritischer und aufklärender Journalismus.

    Apropos, alle sogenannten willigen Vollstrecker des MUNLV in dieser abstoßenden Affäre Schink/Uhlenberg, die, sagen wir mal vorsichtig, sich dem Wesen des Rechtsstaates verschlossen haben, lesen sehr aufmerksam ihre Artikel, dessen dürfen Sie versichert sein.

    Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich der ein oder die andere sich tatsächlich geärgert hat.

    Na, dann hat sich der Aufwand doch gelohnt, oder ?

    Also, weiter so Ruhrbarone, bleiben Sie auf Ballhöhe.

  • #5
    JK

    wie konnte man ein WAZ-Abo bis jetzt noch haben??

    Die WAZ ist ja noch schlimmer als die Bild Zeitung, und die ist wirklich schlimm. Nur bei der Bild weiss man das sie nur zum Unterhalten da ist, genau wie Die Welt. Die Welt kommt mir aber immer vor wie so ein tagesheftchen, nicht wie eine Zeitung. Mehr so für Leute die eh nicht wissen was sie mit der Zeit anfangen sollen, aber ich bin ja „cool“ wenn ich die Lese. Die kopieren da ja einfach die hälfte ausm Inet und drucken es so ab, wie es ist.

    Danke für den Bericht!!!

  • #6
    Helmut Junge

    „da wird noch einiges kommen“- Korte macht auf Prophet!
    Sag ich ja auch immer, da wird noch was kommen.
    Das Schöne ist ja, daß, wenn man selber in der Schußlinie steht, oder wenn Freunde im Wahlkampf dumm dastehen, es sich ja prinzipiell nur um eine Schmutzkampagne handeln kann. Da springt man schon mal ein, und haut auf die bösen, bösen Buben drauf. Es gibt Länder, da ist die Beleidigung des Königs strafbar, und das „Das widert auch Wähler an.“
    Wen meint der Herr Korte denn? Die Politbloqs? Stehen die denn zur Wahl an? Egal, Rundumschlag. Hat noch nie geschadet. Nur, wissenschaftlich sind solche Rundumschläge nicht. Da kann leicht sein, daß der Herr Professor nach seiner Qualifikation befragt wird. Vielleicht stellt sich ja dann heraus, daß er nur Stammtischparolen von sich gibt, die gar keine Wissenschaft sind? Denn er verläßt ja sein Gebiet und steigt in die Niederungen der Welt hinab, wenn er bislang unbescholtene Journalisten bezichtigt, die politische Kooperationskultur im Lande nicht zu beachten.
    Die Medien dürfen das, was der Professor fordert, aber gar nicht, nämlich die Kooperationskultur beachten, denn ihre Aufgabe ist nicht Verwischen, sondern aufzudecken. Das sollte Korte wissen. Oder nicht? Als Professor für Politik? In einem Rechtsstaat? Mit Gewaltenteilung? Mit Presse-und Meinungsfreiheit?

  • #7
  • Pingback: zoom » Umleitung: Augstein über Semprún, Missbrauch wie jeden Tag, Korte diffamiert Blogs, Rüttgers und Pinkwart am Abgrund und wer ist eigentlich Jude?  «

  • #9
    pmn

    Ich frage mich als Powistudent gerade, was ich wohl machen würde, wenn der mein Prof wäre…

  • #10
    Tim

    Aha. Da wird vor „Blog-Journalismus“ gewarnt und wenn man an der Oberfläche des Interviewten kratzt, kommt dann das soeben Gelesene zum Vorschein 😆 Das hat wirklich einen gewissen Witzfaktor!

    Wieso lernen die, in Bezug auf das Internet Unwissenden, nicht einfach mal das www kennen, damit sie nicht mehr solche Äusserungen loslassen und in eine derartige Peinlichkeit geraten??? 😛

  • #11
    Insider

    Recherchiert doch einfach mal nach der Tätigkeit von Herrn Korte und seinem Mitarbeiter Martin F., der bei Boris Berger saß und auch von der Staatskanzlei bezahlt wurde.

  • #12
    Der Kalif

    @David Schraven und alle Kommentatoren:

    Wenn Korte von „Herrschaft des Gerüchtes“ spricht und im WAZ-Artikel von „Unkultur des Anonymen, der üblen Nachrede, die Verwischung der Grenzen, was Journalismus ist“ die Rede ist, dann ist das genau dieser Vorgang, der sich hier auf diesem Blog abspielt.
    Zum einen durch die unsachliche und arg tendenziöse „Berichterstattung“ des Herrn Schraven, die aber auch nichts mit sauberem Online-Journalismus noch anständigem Bloggen zu tun hat.
    Zum anderen mit den naiven und affektierten Kommentaren einiger Leser, die sich berufen fühlen müssen, sich dem kritiklos anzuschließen und blind nachzulaufen. Überprüfen kann man’s ja nicht.

    Anstatt das ganze WAZ-Interview in seiner Gänze zu betrachten, wird hier ein Bruchteil aus dem Kontext gerissen und dermaßen aufgebauscht und verunstaltet, so dass der Eindruck entstehen könnte, der Autor Schraven hegt seine eigene Agenda gegen Korte, ganz nach dem Motto: Einfach mal draufhauen, ohne Rücksicht auf Verluste.

    Der Professor liegt wohl ganze nahe, wenn er über diese Form von Kommunikation als „Nischen-Kommunikation“ redet.

    Für mich nichts als gezwitschere im Walde.

    Schade, schade, Herr Schraven. Bloggen könnte doch viel mehr sein. Oder? Durch Ihre Art und Weise der Kommunikation tun Sie Ihrer Community überhaupt keinen Gefallen. Ganz im Gegenteil.

  • Pingback: Wie die Ruhrbarone eine Rüttgerssche Marionette erfinden

  • #14
    Von Oertzen

    Korte hat auch noch ne WAZ-Kolumne namens „Kortes Analyse“. Die sog. Analysen bestehen dann aus so unglaublich tiefsinnigen Feststellungen wie: „Die Parteien gehören zum Markenzeichen der Demokratie!“ Aha! Ich schreibs mir mal auf. Da er das bestimmt auch nicht umsonst betreibt, hat er auch ein Interesse am Erhalt der sterbenden Zunft Tageszeitung,

    Ich bin ehrlich gesagt froh an einer Uni zu studieren, wo an der Sowi-Fakultät noch Wissenschaftler die Lehrstühle leiten und nicht Medienprofis, die mehr in Talkshows als in der Uni sitzen und pseudointellektuelle Luftblasen von sich geben.

  • #15
    Stefan

    Ziemlich schlecht recherchiert und dann auch noch fasch interpretiert! Auf diesem Blog kommt so einiges zusammen, an dem Politik aktuell krankt und vor allem lahmt. Sollten die Initiatoren auch nur ein wenig Interesse an seriöser Politik haben, sollten sie Prof. Korte´s Forderungen nach einem „Mehr an inhaltlicher Berichterstattung“ in Wahlzeiten unterstützen und selbst einfordern. Was aber passiert ist eine Schmierenkomödie, in der plötzlich alle mitspielen und sich gegenseitig in den Wählerschlund stürzen. Das ist nicht nur peinlich sondern ebenso ein Signal der politischen Ideenlosigkeit.

  • Pingback: Links anne Ruhr (15.03.2010) » Pottblog

  • #17
    Frank

    @Stefan:

    Also, mir als gebürtigem Pöttler geht es so: Wenn ich wirklich wissen will, was in NRW und speziell im Ruhrgebiet so passiert, dann kommt die zu einer Kirmeszeitung verkommene WAZ z.B. nicht mehr in Frage. Ich habe die vor fünfzehn Jahren, in Studententagen, wirklich gerne gelesen. Sie war liberal und schaute weit über den Tellerrand.

    Inzwischen wurde an der inhaltlichen Qualität gespart und auf Buntdruck umgeschaltet.

    Das ist ein ganz wichtiger Grund, warum ich heute nur noch Blogs lese, wenn ich wissen will, was in NRW läuft. Recherchiert wird nur noch hier. Und bei den Ruhrbaronen ganz besonders.

    Und an den schrillen, überheblichen Reaktion der Ertappten kann ich immer ablesen, dass sie getroffen haben.

    Sie reagieren doch alle gleich: Rüttgers und sein Club, Westerwelle, Koch-Mehrin und die kath. Bischöfe. Sie sind es schlicht gnur ewohnt, zu bewerten – aber nicht bewertet zu werden. Aber das schlimmste ist: Sie bieten eigentlich gar nichts an. Sie sind nur mit der Sicherung ihrer Pfründe beschäftigt. Und sie sind intellektuell und technologisch nicht auf der Höhe der Zeit und wollen alle anderen deshalb für dumm verkaufen.

    Und dann verteufeln sie das Internet – seit beinahe zwanzig Jahren. So wie die Ancient Regimes und der Papst seinerzeit den Buchdruck verteufelt haben. Weil sie nur verlieren konnten.

  • #18
    Bert

    „Korte hat auch noch ne WAZ-Kolumne namens “Kortes Analyse”“

    Das liegt vlt. daran, dass die WAZ auch diese “NRW School of Governance” fördert:

    http://www.nrwschool.de/xd/public/content/index.html?pid=288

    Manus manum lavat.

  • #19
    Stefan

    @Frank:

    1. Einen Vergleich zwischen Bischöfen und Korte herzustellen ist so unseriös wie der Text.

    2. Das die WAZ keinen Quali-Journalismus bietet, unterschreibe ich sofort. Aber dann solltet ihr damit anfangen (schließlich ist das euer Kritikpunkt), und das ist leider nicht der Fall. Be der Recherche gilt da leider nicht minus mal minus gleich plus!

    3. Solltet ihr euch mal mit Korte´s Einstellung zum Internet (Speziell Web 2.0) auseinandersetzen. Da besteht fundiertes Wissen und eine Menge Forschung zum Thema digitale Medien und Politik. Er nutzt es sogar selber. Nur auch im Internet sollte Qualität Vorrang haben (dara könnt ihr ja noch arbeiten).

    Der Vorwurf, man hätte „getroffen“, kann ich da leider nur zurückgeben. Denn in diesem Fall wurde leider durch schlechte Recherche versucht eine Beziehung herzustellen, wo leider keine ist.Vielmehr sollte man für den Medien- und Politikstandort in NRW (also auch ihre Gattung) froh sein, einen derart aktiven Prof. im Lande zu haben.

    Die Überzeichnung der eigenen/ihrer Leistung ist leider überzeichnet, den journalistisch stützen Sie sich auf bestehendes (falsches) Material.

  • #20
    David Schraven Beitragsautor

    @ Stefan

    Das Print-Interview und die Passagen aus dem Interview, die online stehen, sind eindeutig. Sie beziehen sich auf die Enthüllungen aus dem Internet und sollen diffamieren.

    Die Beziehung zwischen Korte und Rüttgers Staatskanzlei ist beliebug lang zu Rekonstruieren. Von politischen Kaminabenden bis zum gemeinsamen Ausflug nach Washington.

    Der Rest spricht für sich selbst.

  • #21
    Stefan

    @Herr Schraven:

    Vielen Dank für das (nicht-)Eingehen auf meinen Beitrag. Die Deutung von „Print-Passagen“ bedeutet leider auch mal daneben zu liegen. Das zu akzeptieren scheint Ihnen nicht leicht zu fallen.

    Mit dem Abbinder „Der Rest spricht für sich“, bestätigen Sie nur den Beitrag von Der Kalif und meiner Wenigkeit.

    Daraus schließe ich im übrigen auch, dass ein Web 2.0 Format für Ihr Angebot eigentlich nicht in Frage kommt. Denn Wechselseitigkeit kann ich leider nicht erkennen.

  • #22
    Börje Wichert, Sprecher Grüne Ruhr

    Ich habe auch den WAZ-Artikel gelesen und geschmunzelt.

    Herr Korte hat in den letzten Jahren nicht ein einziges Mal vermocht, mich durch irgendwelche wissenschaftlichen Erkenntnisse zu beeindrucken. Er sucht die Nähe der Mächtigen und der Medien auffallend häufig.

    Wohlmeinende werden sagen, dass er sich recht häufig aus dem Elfenbeinturm der Wissenschaft bewegt. Weniger Wohlmeinende werden häufig die Wissenschaftlichkeit seiner Umtriebe vermissen. Zwischen Tatsachen und Gerüchten wird er schon unterscheiden können, deshalb wird man ihm hier durchaus Absicht unterstellen können.

  • #23
    David Schraven Beitragsautor

    @ Stefan,

    Wie soll ich auf Ihren Kommentar eingehen? Sie behaupten irgendwas, und wieso soll ich auf dieses Irgendwas eingehen? Ich will keine unsinnige Diskussion mitmachen.

    Korte hat sich eindeutig abwertend und diffamierend zu Blog-Beiträgen geäußert. Das ist ein Fakt. Und der ist nachlesbar.

    Jetzt haben die Leser Ihren Beitrag gelesen und meine Sätze. Dann mögen die Leser sich nun ihre Meinung bilden.

    That’s it.

  • #24
    Ulrich Voß

    Bleibt doch mal konkret. Wenn Korte (besser gesagt die WAZ, weil es ja in der Frage steckt) sagt: „Unkultur des Anonymen“ ist das einfach falsch. Das hier ist keine anonyme Nummer. Hier wird ein negativ besetztes Label (anonym) über ein Blog gestülpt, das gar nicht anonym ist. Und das ist Diffamierung. Der Rest des Interviews wird leider kaum besser.

    Wenn jetzt aus Westerwelles Friends & Family Weltreise ein Skandal gemacht wird, ist das genau so skandalös wie die Berichtserstattung über Rüttgers. Oder eben auch nicht. Die Presse (und dazu zähle ich gleichberechtigt auch Blogger) müssen bohren. Ja, dabei wird überspitzt und aus mancher Mücke ein Elefant gemacht, aber das ist für die Meinungsfindung in einer Demokratie immer noch besser als aus Elefanten eine Mücke zu machen und diese kurz vor der Veröffentlichung zu erschlagen …

  • #25
    Der Kalif

    @ Herr Schraven

    Ihre Ablenkungsmanöver sind schon sehr auffällig! Da muss ich dem Autor Stefan beistehen.

    Umso mehr Sie in dieser Diskussion von sich lassen, desto offensichtlicher enthüllt sich Ihr dilettantischer Blog-Journalismus.

    Ich persönlich finde diese Form der Online-Kommunikation wirklich spannend und aufregend. Es kann hin und wieder auch bereichernd sein. Es steckt aber eben noch in den Kinderschuhen und da verhält man sich doch wie bei süßen kleinen Babys sehr geduldig wenn sie ihre ersten Gehversuche starten…

    Es sind aber auch genau diese Sorte von Blogger, die durch unsachlicher, falscher und agendagetriebener Recherche die junge Blogger-Community und die Glaubwürdigkeit dieses neuen Mediums arg in Bedrängnis bringen, anstatt mit Qualität, Sachlichkeit und Fairness aufzufallen.

    Alleine diese Diskussion beweist doch wie weit abgedriftet und absurd das Ganze hier ist. Aus einem etwas umfangreicheren WAZ-Interview werden ein oder zwei Zitate entnommen, die einem offensichtlich missfallen. Diese werden mit schlechter Recherche und (man konnte fast behaupten) bösem Unterton unterfüttert. Daraus wird dann eine ganze Welle gestartet und ein anerkannter, renomierter Universitäts-Professor an die Wand gestellt.

    Ich kann mich nur wiederholen was Korte in seinem Interview geäußert hat: Genau das hier ist „üble Nachrede“ und die „Verwischung der Grenzen, was Journalismus ist“. Unerträglich“

  • #26
    Angelika

    @Der Kalif
    Ich habe das gesamte Interview gelesen. Und es steht ja wohl außer Frage (ob nun im Zusammenhang mit dem vollständigen Interview, ob als Zitat), dass die Frage „Empfinden Sie…“ (s.o., siehe das erwähnte WAZ-Interview) eine Suggestivfrage ist. Und ist das etwa für Sie Qualitätsjournalismus?

  • #27
    Christian S.

    Guter Artikel.

    „Es ist eine Schmutzkampagne im Gange, die in der politischen Kooperationskultur von NRW neu ist, und da wird noch einiges kommen. Das widert auch Wähler an.“

    Damit hat der Professor übrigens Recht. Aber anders, als er meint. Was wirklich widerlich ist, ist der Angstwahlkampf der NRW-CDU mit Schulschließungen. Das ist schmutzig.

  • #28
    Der Kalif

    @ Angelika

    Sorry, aber das ist doch ein Nebenschauplatz, den Sie hier eröffnen. Wir sind uns sicherlich beide einig, dass die WAZ im Ranking der Qualitätsblätter nicht unbedingt an erster Stelle steht. Da bin ich ganz bei Ihnen. Habe offen gestanden auch nicht viel übrig für diesen Verlag.

    Aber ein solches Interview zum Anlass zu nehmen und daraus ein freudiges „Korte-Bashing“ zu veranstalten hat genauso wenig mit Qualitätsjournalismus zu tun, den Herr Schraven offenbar für sich deklariert. Oder sehen Sie das anders?

    Neben dem Presserat haben sich ja mittlerweile diverse Organe zur Selbst- und Qualitätskontrolle der Medien etabliert bzw. sind derzeit dabei sich zu bilden. Sobald die Blogger-Community seine embryonale Phase hinter sich lässt und etwas erwachsen wird, werden solche Beiträge ala Schraven & Co in einem ganz anderen Licht betrachtet als im gegenwärtigen Zustand, wo sie auch noch offenbar gefeiert werden. Es ist wirklich traurig wie viele sich bei dieser Diskussion (siehe Kommentare) blind und naiv auf dieses Trittbrett begehen…

    Aber

  • #29
    David Schraven Beitragsautor

    Hallo Kalif,

    sorry, aber ihre Aussagen sind Unsinn. Bleiben Sie mal beim Interview und fabulieren hier nicht rum. Was macht Ihr Korte hier in der Offline-Version des Interviews, das als eigener Bericht unter der Überschrift: „Die Herrschaft des Gerüchtes“ auf Seite 2 der WAZ erschienen ist, außer Blogs und Internet-Enthüllungen zu diffamieren?

    Wird die Sponsoring-Affäre der NRW-CDU Folgen für die Landtagswahl haben, oder läuft sich die Sache tot?

    Korte: Der Vertrauensvorschuss von Rüttgers als Ministerpräsident ist angeknackst. Doch wirkungsmächtig wird die sogenannte Sponsoring-Affäre bis zum Wahltag nicht bleiben. Zumal auch die Union noch gar keinen Wahlkampf und gar keine Eigenmobilisierung gestartet hat. Der Amtsbonus von Rüttgers kann bis bis zum Wahltag tragen, weil gerade in Krisenzeiten sicherheitskonservativ gewählt wird.
    Andererseits gibt es leider mittlerweile eine Herrschaft des Gerüchts in diesem Wahlkampf. Es ist eine Schmutzkampagne im Gange, die in der politischen Kooperationskultur von NRW neu ist, und da wird auch noch einiges kommen. Das widert auch Wähler an. Mein Wunsch an verantwortungsbewusste Tageszeitungen wäre, nicht immer solchen Dingen nachzugehen, sondern nach Inhalten zu fragen, Politik hat eine Erklärungspflicht. auch und gerade im Wahlkampf: Wozu wird eigentlich was gemacht? Das sollte im Zentrum der Wahlberichterstattung stehen und nicht die Denunziationen und Diffamierungen.

    Es wird viel über das Internet gespielt, mit Bloggs, mit unüberprüfbaren Dingen. Das Internet schafft Anonymität, stellt an den Pranger…

    Korte: Solche Bloggs und unüberprüfte, häufig anonmye Behauptungen spielen nur dann eine Rolle, wenn sie von den traditionellen Medien offline aufgegriffen werden, sonst nicht. Politische Online-Kommunikation ist heute immer noch im Blick auf die gesamte Wählerschaft eine Nischen-Kommunikation, die wichtiger wird, aber im Moment noch keine nachweisbare Rolle für den Ausgang von Wahlen spielt.

    Empfinden Sie diese Unkultur des Anonymen und der Verwischung der Grenzen, was Journalismus ist, nicht als unerträglich?

    Korte: Ja – eben als Herrschaft des Gerüchts.

  • #30
    Der Kalif

    Ach Schraven.

    Sie machen es einfach nicht besser damit. Selbstreflexion ist schon eine Kunst, die nicht jeder beherrscht. Und wenn Babies ihre ersten Gehversuche starten, fallen sie eben am Anfang häufiger auf den Popo.

    Aufstehen und weiter machen ist hier die Devise. Aber bitte etwas daraus lernen und mitnehmen.

    Ansonsten würd ich sagen: der getroffene Hund bellt.

    Wuff wuff…

  • #31
  • #32
    Der Kalif

    Naja, schauen Sie mal in den Spiegel. Das gehört zur Selbstreflexion auch dazu.

    Oder wollen Sie jetzt eine Runde „Kalif-Bashing“ starten?

    Würde ganz dem Charakter dieses Bloggs entsprechend.

    Oh Schraven…don’t worry be happy!

  • #33
    teekay

    Ich bin schon ueberrascht, dass hier doch viele unhinterfragt die These ‚WAZ interviewt Professor-das ist doch objektiver Journalismus‘ uebernehmen. Zum einen also der ‚renomierte Wissenschaftler‘ der in weiten Teilen des Interviews kraeftig ins politikwissenschaftliche Phrasenschwein einzahlen muss. Gleich zu Anfang steht sinngemaess ‚Hannelore Kraft kann Ministerpraesidentin werden, wenn Leute sie waehlen‘. Auch ueber andere Kandidaten und Parteien werden ueberwiegend recht allgemeine Floskeln verbreitet und gegen die Linkspartei, die ja nur Protestwaehler waehlen, wird gleich kraeftig ausgekeilt. Und wie bei fast allen Wahlen in fast allen Bundeslaendern ist auch die Wahl in NRW total wichtig und richtungsentscheidend. Das muss Korte natuerlich sagen, damit die Leute die 37 Wahlspecials im ZDF mit ihm anschauen und die endlose Wahlberichterstattung in den Mainstream-Medien verfolgen. Wahlen-das ist so wichtig fuer die Demokratie und so spannend und am Ende gewinnen die besseren Argumente-hier kann der Waehler mal so richtig mitgestalten! Was anderes als derartige Propaganda erwartet man auch, wenn die WAZ ihre Zeitung und Korte seine ‚NRW School of Governance‘ verteidigen muessen?
    Und die Stelle ueber Ruettgers und die Blogger ist tatsaechlich wichtig und zentral. Zum einen geht Korte (Politikwissenschaftler!) ueberhaupt nicht auf den Sachverhalt ein: Ist es nicht gefaehrlich fuer eine Demokratie, wenn Termine mit Parteien und Politikern ‚verkauft‘ werden? Oder wenn hochbezahlte Aufsichtsratsposten verstecktes Lobbying bedeuten? Kein Wort von Korte, der sich sicher ist, dass der Waehler das schon vergessen wird (wieder sinngemaess-zugespitzt). Zum anderen die pauschale Abqualifizierung des Internets und der Blogs. Kein Wort davon, dass Blogs wichtig fuer Lokalpolitik sein koennen (oder lokalen Sport etc) oder neue Formen der Partizipation (E-Petitionen etc) moeglich werden oder eine Seite wie Wikileaks wichtiger werden wird fuer demokratische Transparenz oder oder oder-selbst wenn man konkreten Blogs die Qualitaet absprechen moechte. Internet ist eine riesen Geruechtekueche und man schaut da besser gar nicht erst rein. Experten wie Professor Korte koennen uns das alles genau richtig erklaeren. Unabhaengig von der Debatte um die Berichterstattung hier im Blog wirk Korte hier extrem konservativ: Waehlt CDU oder SPD, keine ‚Protestwahlen‘ und keine Zweifel an der Autoritaet von Experten wie Ruettgers, Korte oder Hombach (stellvertretend fuer die WAZ).

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  • #35
    Arnold Voß

    @Kalif und Stefan

    Wenn sie die von Korte so genannte „Unkultur des Anonymen“, wie er selbst, so gar nicht mögen, warum schreiben sie dann hier nicht unter ihrem richtigen Namen? Oder gilt diese Unkultur immer nur für die anderen?

  • #36
  • #37
    Angelika

    @Der Kalif
    Ihr „Wuff wuff…“ ist belanglos. Wichtig wäre es aber m.E gewesen, wenn der befragte Professor die zitierte Frage nicht einfach beantwortet hätte, sondern sich geweigert hätte, eine Frage solcher Art (eben Suggestivfrage) zu beantworten. Man kann sich auf die Ebene des Fragenden begeben, man muss es nicht.

  • #38
    Stefan

    Szenenapplaus!

    Aber wer hat denn gesagt, dass es mir um die Unkultur des Anonymen geht? Das ist mir eigentlich egal. Mir geht es um die Qualität der Beiträge, und die läuft leider auf extremst niedrigen Niveau. Ich verstehe ja Ihren Antrieb zum Sensationsjournalismus, bin mir sogar sicher, dass sie ab und an „große“ geschichten aufdecken. Aber hier liegen Sie eben mal falsch. Ist doch nicht schlimm. Ich möchte Ihnen gerne mein Problem an ihrem journalistischen Beitrag aufzeigen. Es liegt in der Interpretation des Gesagten von

    „Es wird viel über das Internet gespielt, mit Bloggs, mit unüberprüfbaren Dingen. Das Internet schafft Anonymität, stellt an den Pranger…

    Korte: Solche Bloggs und unüberprüfte, häufig anonmye Behauptungen spielen nur dann eine Rolle, wenn sie von den traditionellen Medien offline aufgegriffen werden, sonst nicht. Politische Online-Kommunikation ist heute immer noch im Blick auf die gesamte Wählerschaft eine Nischen-Kommunikation, die wichtiger wird, aber im Moment noch keine nachweisbare Rolle für den Ausgang von Wahlen spielt.

    Arbeiten vielleicht Krautscheid und Korte Hand in Hand, um eine publizistische Strategie zu fahren und die Veröffentlichungen in Blogs zu diffamieren?

    Es geht um „solche Bloggs…“ und das diese in den traditionellen Medien nicht unbedingt Meinungsbildend wirken. Das sollten Sie einfach mal akzeptieren. Oder eben Ihre Qualität so steigern, dass sie die zitierten sind. Leider basiert ihr „Qualitätsjournalismus“ auf Gerüchten und Meinungen(siehe unten)

    Arbeiten vielleicht Krautscheid und Korte Hand in Hand, um eine publizistische Strategie zu fahren und die Veröffentlichungen in Blogs zu diffamieren?

    Da es mir um gehaltvolle Journalismus geht und ich kurzweilige Meinungen auch auf Facebook und Twitter findenkann, werde ich diese Diskussion mangels Qualität und Reflektion verlassen müssen. Um einmal wenigstens Herrn Schraven Recht geben zu können:“Sollen sich die Leser eine Meinung bilden!“ (Leider braucht es dazu eben Wahrheiten, und keine Gerüchte)

    Viel Erfog beim Qualität steigern…

  • #39
    Der Kalif

    @ Stefan.

    Ein schöneres Schlusswort kann man unter diese „Diskussion“ nicht setzen. Applaus von mir!

    Ich geh mit…

  • #40
    Bert

    Ob sich Stefan und Der Kalif „zufällig“ in dem gleichen IP-Bereich befinden, der möglicherweise auch ganz „zufällig“ zur „nrwschool“ gehört ?

    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

  • #41
    David Schraven Beitragsautor

    @ Bert

    die kennen sich eben mit Schopenhauers Dialektik und 2.0 aus.

    Sollte mich nicht wundern, wenn das Sockenpuppen wären.

    Das ist eben der Grund warum etliche Leute im Netz nicht anonym unterwegs sind. 🙂

  • #42
    Mit-Leser

    Ich persönlich habe auch den Eindruck, dass hier etwas zum Elefanten aufgebauscht wird, was noch nicht einmal eine Mücke ist. Doch es ist ja eine lebhafte Diskussion entstanden – und darum geht es schließlich in Blogs. Um Meinungsaustausch. 😉

  • #43
    Jens Kobler

    @Mit-Leser @Bert: Aber nicht dass sich die Eliten des Landes jetzt ständig vom Arbeiterführer als Trolle in den bösen Untergrund einschleusen lassen! Das wäre ja schon fast „Intellektuelle auf’s Feld!“ 🙂 Immer diese Gerüchte!

  • #44
    Arnold Voß

    @ Mitleser

    Mitleser, sie müssen allerdings zugeben, das „der Kalif“ und „Stefan“ hier eine ziemliche peinliche Nummer abgezogen haben.

    Wer soviel von journalistischer Qualität, Selbstreflektion und Selbstkritik einklagt und sich dann nicht traut das s e l b s t Geschriebene auch mit seinem eigenen Namen zu versehen, d.h. nicht nur zu schreiben sondern auch zu unterschreiben, der macht seine Kritik an diesem Blog und insbesondere an David Schraven zur Karrikatur.

    Und sich selbst als Journalist gleich mit.In keiner der von den beiden so gelobten klassischen Zeitungen hätten sie diese Nummer abziehen können.

    Sie machen also genau das, was sie in ihren Beiträgen so heftig kritisiert haben, um dann in der von ihnen ebenfalls gemaßregelten bloggertypischen Anonymität (wieder) zu verschwinden. Sie sind sogar noch so dumm zu glauben, dass ihre Spur nicht verfolgt werden kann.

    Was für ein Eigentor!

  • #45
    Helmut Junge

    Sockenpuppen!
    Zwei für einen. Welch ein Wort!
    Hab wieder einmal was gelernt. Danke Ruhrbarone.
    Das ist wieder mal ein Grund mehr, warum ich das Internet und vor allem dieses onlineforum bevorzuge, und nur noch selten Printmedien den Vorzug gebe.
    Das ist nämlich Demokratie, daß jeder eine Stimme hat, die weltweit zu lesen ist. Daß Kritiker dieser neuen Möglichkeit dann gleich mit 2 Stimmen ( Sockenpuppen) davon Gebrauch machen, ähnelt der Vorgehensweise von Politikern, die die ärmsten Mitglieder unserer Gesellschaft stärker kontrollieren wollen, obwohl sie selber alle Vorteile aus ihren Ämtern ausschöpfen.
    Solchen Leuten ist aber auch jede Form von
    „politischer Kooperationskultur“ lieber, als beinharter, um Öffentlichkeit bemühter Journalismus. Klar.

  • #46
    Der Kalif

    @ Arnold Voß

    Eigentlich hatte ich mich schon zur Ruhe gelegt. Aber einen letzten Kommentar kann ich mir nicht verkneipfen.

    Offensichtlich mussten Sie Ihrem Blogger-Kollegen David Schraven eilig zur Hilfe kommen, denn der Arme Kerl kann sich ja offenbar nicht alleine wehren. Sehr löblich von Ihnen ihm aus der Patsche zu helfen. Das nennt man treue Blogger-Freunschaft. Gutes Zusammenspiel.

    Nur eines hätten Sie dabei unbedingt beachten sollen, bevor Sie sich bedingungslos für Ihn in die Waagschale haben schmeissen lassen: Die ganze Diskussion von A-Z zu verfolgen und besser darauf zu achten, worum es hier eigentlich ging. Nämlich weniger um das Thema „Anonymität“, sondern schlicht und einfach um das Potenzial für „üble Nachrede“ bei dieser Kommunikationsform. Und insbesondere auch um Kriterien für Qualitätsjournalismus. Darum ging geht, Voß. Alleine darum. Alles andere sind Ablenkungsmanöver. Mehr nicht. Und ob ich ein Kalif bin, oder doch ein Scheich, das spielt hier keine Rolle.

    Und mit ihrem letzten Beitrag haben Sie genau das bewiesen, was auch ihre Mitleser und sonstigen Kommentatoren missachtet haben und hätten besser tun sollen…einfach mal genauer hinsehen, sachlich beurteilen, das gesamte Bild betrachten und fair bleiben. Fehlanzeige, Voß!

    Und wenn Sie tatsächlich in der Lage sind, die virtuellen „Spuren“ zurück zu verfolgen (ich sag nur Datenschutz!), dann werden Sie feststellen, dass meine IP zumindest nicht aus der „nrw school“ stammt, noch aus ihrem schönen nrw-land. Sie können es ja mal wagen.

    Aber das macht nichts zur Sache. Denn in Ihren Augen mag ich zwar ein Eigentor geschossen haben.

    Mit Ihrem letzten Statement haben Sie das ganze Spiel verloren, und zwar haushoch.

    Für mich gehört abschließend diese ganze „Diskussion“ in eine Rubrik, die ironischerweise Ihre ehrwürdige ruhrbarone selbst schon auf diesem Blog eingerichtet hat, nämlich „Dummschwatzen“ … oder besser noch „Thrillerpfeife“.

    Offensichtlich kennen Sie sich damit bestens aus.

    In diesem Sinne: des lebbe geht weita.

  • #47
    Ulrich Voß

    Es ist ein leichtes, seinen Kommentar mit seiner Homepage, seinem Facebook oder Xing oder Studi-VZ Profil zu verknüpfen. Da sind dann Beiträge, die man ernster als die anderen nehmen sollte.

    Mich würde eine Überprüfung der IP-Nummern von Stefan und Der Kalif ebenfalls interessieren … Sollte das passen, ist das ein schöner neuer Artikel 🙂

  • #48
  • #49
    Arnold Voss

    Kalif, sie vergessen ihre eigenen Kommentare. Darf ich nochmal das Zitat aus ihrem ersten Comment zitieren:

    „12.@David Schraven und alle Kommentatoren:

    Wenn Korte von “Herrschaft des Gerüchtes” spricht und im WAZ-Artikel von “Unkultur des Anonymen, der üblen Nachrede, die Verwischung der Grenzen, was Journalismus ist” die Rede ist, dann ist das genau dieser Vorgang, der sich hier auf diesem Blog abspielt.“

    Es ging ihnen also sehr wohl auch um die Unkultur des Anonymen! Sie ist übrigens von den anderen Eigenschaften die sie kritisieren auch gar nicht zu trennen. Sie ist vielmehr eine ihrer Voraussetzungen.

    Warum fühlten sie sich also nicht wenigstens bei ihrem letzten Comment dazu verpflichtet, ihren richtigen Namen zu nennen?

    Stattdessen erneute Vermutungen und Verdächtigungen. Ich habe nicht geschrieben, dass ich ihren Spuren folge geschweige denn dass ich das vorhabe. Ich habe geschrieben dass man das kann, und das ist Klippschulniveau in Sachen Internet.

    Dazu haben sie wieder Mal noch ein paar beleidigte Gehässigkeiten, die ihnen selbst offensichtlich überlegen-witzig erscheinen, nachgeschoben. Scheint ihr Stil zu sein.

    Es sind nicht ihre Argumente die mir aufstoßen, es ist ihre Selbstgerechtigkeit die nervt. Wenn sie sich schon länger mit diesem Blog auseinandergesetzt hätten,also wie sie so schön sagen mal von A-Z verfolgt hätten wie hier diskutiert wird, dann hätten sie feststellen können, dass wir uns hier auch gegenseitig heftigst kritisieren. Das wir uns für einen Blog sogar um ein überdurschnittliches Niveau der Selbstreflektion bemühen.

    Ich verstehe, dass sie ungern ein Selbsttor schießen. Wer tut das schon. Aber dem Ersten haben sie nun noch ein Zweites nachfolgen lassen, weil sie offensichtlich nicht mal genau lesen, auf was sie antworten.

    Das können sie sich jetzt gerne noch ein zweites Mal als triumphalen Sieg eínreden. Ich würde es gut verstehen,denn ich verliere auch nicht gerne. Und hier ist es auch noch vor Publikum.

    Aber wenn sie jetzt nochmal antworten trauen sie sich wenigsten ihren wahren Namen zu schreiben.So wie sie hier bislang aufgetreten sind, brauchen sie sich dafür sicher nicht zu schämen. Oder?

  • #50
    Andi

    Andererseits gibt es leider mittlerweile eine Herrschaft des Gerüchts in diesem Wahlkampf. Es ist eine Schmutzkampagne im Gange, die in der politischen Kooperationskultur von NRW neu ist, und da wird auch noch einiges kommen. Das widert auch Wähler an. Mein Wunsch an verantwortungsbewusste Tageszeitungen wäre, nicht immer solchen Dingen nachzugehen, sondern nach Inhalten zu fragen

    Korte überzeichnet, liegt aber deshalb noch nicht falsch. Ich war von „Wir in NRW“ anfangs begeistert; inzwischen hat das Blog aber ein deutliches „Geschmäckle“ angenommen, so dass ich es nicht mehr als vertrauenswürdige Quelle ansehe. Von irgendwem ein internes Papier zu bekommen und „Alarm, Alarm“ zu schreien, ist noch kein Journalismus. Und Journalismus ist genau das, was Korte als Reaktion auf so etwas einfordert: Kontext, Hinterfragen, Quellenarbeit. Er sieht hier die Medien in der Pflicht und beklagt, dass diese ihren Job nicht machen.

    (Im Übrigen halte ich hier einen Druckfehler für möglich; statt „nachzugehen“ hat Korte wahrscheinlich „nachzugeben“ gesagt, weil das viel eher in seine Argumentationslinie passen würde.)

    Korte: Solche Bloggs und unüberprüfte, häufig anonmye Behauptungen

    Blogs UND Behauptungen. Äpfel und Birnen. Zwei verschiedene Dinge. Anders gesagt: Eine Aufzählung, keine Gleichsetzung.

    spielen nur dann eine Rolle, wenn sie von den traditionellen Medien offline aufgegriffen werden, sonst nicht. Politische Online-Kommunikation ist heute immer noch im Blick auf die gesamte Wählerschaft eine Nischen-Kommunikation, die wichtiger wird, aber im Moment noch keine nachweisbare Rolle für den Ausgang von Wahlen spielt.

    Und dieser Teil ist einfach nur korrekt. Man kann das Internet beliebig vollschreiben; wahrgenommen wird das nur von einer Minderheit, solange es nicht auch gedruckt am Kiosk gekauft werden kann oder abends vor blauem Hintergrund vorgelesen wird.

    Der Korte mag ja manchmal ein Phrasenschwein und ’ne Luftpumpe sein, aber so dämlich, dass er aus Parteilichkeit mit Dreck schmeisst, ist er sicher nicht.

  • #51
    Andreas Lichte

    @ Arnold Voß

    Der letzte Satz gefällt mir am besten: „Aber wenn sie jetzt nochmal antworten trauen sie sich wenigsten ihren wahren Namen zu schreiben. So wie sie hier bislang aufgetreten sind, brauchen sie sich dafür sicher nicht zu schämen. Oder?“

  • #52
    David Schraven Beitragsautor

    @ Andi

    dieser Teil ist einfach nur korrekt. Man kann das Internet beliebig vollschreiben; wahrgenommen wird das nur von einer Minderheit, solange es nicht auch gedruckt am Kiosk gekauft werden kann oder abends vor blauem Hintergrund vorgelesen wird.

    Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Diese Analyse ist richtig.

    Aber gerade deswegen finde ich seine Argumentation ja so perfide. Er stellt klar einen inneren Zusammenhang zwischen Blogs und Anonym und Behauptungen und Nichts Bewiesen und nur Internetquatsch her.

    Er diffamiert damit die Arbeit der Blogs als nicht ernstzunehmenden Unfug.

    Und das ist aufgrund der derzeit herrschenden Lage und der Zusammenhänge von Korte und Staatskanzlei ein Angriff auf die aufklärende Arbeit, die an mehreren Stellen im Internet läuft. Er greift nicht nur einen Blog an, er qualifiziert alle ab. Der Polit-Prof. Nichts was aus dem Netz kommt soll die Kreise der Herrschenden stören. Das ist die klare Aussage dahinter.

    Er will das die Zeitungen artig und brav die Programme der Parteien abspulen und nicht hinter die Fassaden sehen.

    Sein Zitat war, dass er nicht wünscht, dass die etablierten Medien den „Diffamierungen“ nachgehen.

  • #53
  • #54
    Jens Kobler

    @Andreas Lichte: Weil man selber gerne „üble Nachrede“, „die Verwischung der Grenzen, was Journalismus ist“, die „Herrschaft des Gerüchts“ und „Schmutzkampagnen“ betreibt, aber nur wenn es von „oben“ gedeckelt ist vielleicht? Schlimmstenfalls weil man sich nichts anderes von anderen vorstellen kann sogar als diese Auftragsschreiberei – bzw. vorstellen darf, bei dem was z.B. bei der WAZ so los ist. Der Gefälligkeitsjournalismus nimmt ja zu bei dem aktuell besonders harten Konkurrenzdruck bzw. Anpassungsdruck – woran die Blogs mit ihrer Unabhängigkeit nicht schuldlos sind. Das wirft dann auch Neid auf, etc. Ich find das menschlich nachvollziehbar, aber fachlich höchst unsauber.
    P.S.: (Mensch, bin ich doof manchmal). Vor allem vor dem Hintergrund u.a.: http://www.wir-in-nrw-blog.de/2010/03/in-eigener-sache-erst-kriminalisiert-die-politik-unseren-blog-jetzt-schickt-sie-uns-hacker-trojaner-und-vergiftete-emails/
    P.P.S.: Nicht jedeR, der oder die trollt oder hackt oder ähnliches, muss natürlich im Auftrag von wemauchimmer handeln. Es gibt genug Schergenschergen, die sowas als Sport und für Ruhm und Ehre machen oder von Schergen „hingewiesen“ werden. Aber das ist mir jetzt selbst zu nebulös. Feierabend für heute. 🙂

  • #55
    Mit-Leser

    Wow! Mittlerweile 52 Kommentare… 🙂 Hier kommt noch einer:

    Korte ist ein Mann in den „besten Jahren“ – so wie die meisten Politiker unseres Landes. Es ist die Generation der „Internet-Ausdrucker, nicht die der Digital Natives. Es verwundert mich daher nicht, dass Korte die Blogsphäre nicht richtig einschätzt.

    Netzpolitik empfiehlt in diesem Falle jedoch „aufklären“ statt „angreifen“. Denke, man sollte Herrn Korte mal zu einer Art Unterrichtsstunde einladen, ihm die Unterschiede zwischen wirklich schlechten und guten Blogs erklären.

    Und klar: Korte sieht es sicherlich nicht gern, dass Rüttgers gerade (zu Recht) unter Beschuss steht. Es ist daher gut, dass die Ruhrbarone darauf hinweisen, dass Kortes Aussagen parteiisch sind.

    Doch…

    @Schraven: Gerade die Ruhrbarone haben es doch gar nicht nötig, sich von den Vorwürfen Kortes in irgendeiner Form angegriffen zu fühlen. Es gibt doch genügend gute Gründe hier viel mehr Selbstbewusstsein an den Tag zu legen – und einfach festzuhalten: Die WAZ hat heute ein Interview mit einem Parteigänger Rüttgers abgedruckt – in dem der sein ganz normales Rüttgers-Verteidigungs-Repertoire abgespult und eine nicht vorhanden Kompetenz in den Neuen Medien an den Tag gelegt hat. Ersteres ist in der Welt leider normal. Aber an letzterem kann man durch Aufklärung etwas ändern…

  • #56
    David

    @ Mit-Leser

    das haben wir ja versucht. Das aufklären.

    Dummerweise haben dann die Sockenpuppen Stefan und Kalif angefangen und die Nummer lief aus dem Ruder, wie das manchmal bei Schopenhauer-Attacken so läuft. 🙂

    Ansonsten ein Nachtrag. Die Unterzeile zum Artikel lautete:

    Der NRW-Wahlkampf wird von anonymen, teils schmutzigen Kampagnen im Internet begleitet

  • Pingback: Duisburg - Blog - 15 Mar 2010

  • #58
    David Schraven Beitragsautor

    Hallo Andreas Lichte

    wir machen weiter, weil manchmal ein kleines Rad ein großes Rad bewegen kann. Und so können Blogs funktionieren. Als Hilfstreiber der großen Medien.

    Genau deswegen ist der Angriff von Korte ja auch so fies, weil er einen Vorwand und eine Entschuldigung für die etablierte Medien wie die WAZ liefert, nicht auf die Stories aus dem Untergrund der Öffentlichkeit eingehen zu müssen. Weil das die Leser „anwidern“ würde. Ganz mies ist das in meinen Augen.

    Aber im ernst. Wir haben heute bei uns eine Riesenstory enthüllt. Wahrscheinlich den dicksten Skandal, den wir bislang hatten. Die Story, dass deutsche Eliten ein EU-Waffenembargo unterlaufen haben. Das haben wir bestätigt bekommen.

    Die Story hat ein Riesenpotential. Keiner hat sie aufgegriffen. Sie verkümmert. Und genau das beweist, wie wirkohnmächtig das Internet ohne die großen Medien ist.

  • #59
    Arnold Voss

    Wer keine Argumente mehr hat läßt halt sein (Medien)Macht spielen.So ist Politik und sie war nie anders.Es geht dabei ja um Macht.Macht zu kriegen, diese wiederum mit Macht zu verteidigen usw… Macht macht halt mächtig Spaß und vereinfacht das Leben erheblich.

    Argumente sind Mühe.Dialog ist schwierig.Diffamieren ist einfacher.Ich glaube allerdings, das die WAZ sich damit keinen Gefallen getan hat. Die Nummer ist einfach zu durchsichtig.

    Es schreiben sicher nicht viele im Internet. Aber lesen tun darin eine Menge mehr als die etablierten Medien wahrhaben wollen.Und welche Wirkung das auf die Köpfe hat, dass kann niemand genau sagen, geschweige denn messen.

    Das die Waz überhaupt zu so einem Mittel greift, zeigt wie sehr sie die Blogs mittlerweile nerven. Und wo sie politisch mittlerweile steht.Aber hat jemand etwas anderes erwartet?

  • #60
    Bert

    „Wer keine Argumente mehr hat läßt halt sein (Medien)Macht spielen.So ist Politik und sie war nie anders.Es geht dabei ja um Macht.Macht zu kriegen, diese wiederum mit Macht zu verteidigen usw…“

    Zum NRW Wahlkampfendspurt wird das alles sicher noch etwas heftiger werden. Ich bin gespannt und hoffe die Ruhrbarone sind gerüstet.

    🙂

  • #61
    crimejournal

    Nein Herr Korte,
    ich bin kein Gerücht.
    Auch verbitte ich mir als Teil einer Schmierenkampagne abgetan, gar schändlich zu unserer gegenwärtigen Haft, politischen Verfolgung, Misshandlung und Folter, auch noch diffamiert und also beschimpft zu werden. Das mit dem Leugnen, und vor allem mit dem Schmierig sein, da haben Uni-Menschen, also „Gleichgemachte“, doch die größere Erfahrung, da sind Politiker doch die Weltmeister, und deren Unisten deren Gevolke, auch in Kampagnen. Zumindest ist zu unterstellen Sie wissen diesbezüglich wovon Sie reden. Menschen denen nichts einfällt, unkreativ sind, greifen in solchen Fällen immerzu auf das denen nahestehendste, und erzählen schlicht aus ihrem eigenen Leben, zu dem sie versuchen anderen dieses anzudichten. Also, das ist deren Erfahrungsschatz auf den solche, und überhaupt alle Menschen, zugreifen, denn wovon im Kopf nichts ist, kann auch nicht formuliert werden. Und ist auch ein wesentlicher Teil der staatlich organisierten Verbrechen die derweil von diesem „Konsensstaat“ (wie Sie das nennen) an uns verübt sind, und in Den Haag unter dem Tatbestand des Verbrechens gegen die Menschlichkeit verfolgt sind; der Tatbestand lautet Verschwindenlassen. Ihre Konsens-Rabulisten stehen zumindest was mich betrifft auf selber Stufe mit Kriegsverbrechern. Und nein, Herr Professor Korte, auch das ist keinesfalls ein Gerücht, auch wenn Sie es noch so gerne hätten nicht. Das kam sicher, also diesen ganzen Irrtümern Ihrer Einschätung zu ernsthaften Bloggern (die auch potenzielle Schriftsteller sind), oder sagen wir, dem Konsens im Internet zu erliegen, weil der freundliche wissenschaftliche Ihrer Mitarbeiter der da ein Jahr lang durch Düsseldorfer Büros wandelte meine Akte nicht hatte finden können. Das war aber nicht sein Fehler – es gibt keine. Da weiß ich Rat. Ich kann Ihnen helfen, Herr Professor. In jedweder Beziehung gar, doppelt also, denn auch ich bin einer dieser bösartigen Blogger, einer dieser Schmierenkömödianten.
    Wenn Sie möchten, Herr Korte, bin ich gerne bereit, Ihnen einmal ein paar dieser Gerüchte vor denen Sie sich so fürchten, und das auch völlig zu recht, in Form von Akten von Polizei, Staatsanwaltschaft, Richtern, und vieler anderer, um Ihre doofen Ohren zu hauen. Ein paar Einblicke gefällig in Geheime Internierungen, oder in Akten wo BKA-Beamte mit dem ehemaligen Bürgermeister der Stadt Pulheim (das ist da wo Rüttgers wohnt! Alles gute Kumpels) per Faxe regelrechte Verbrechen hin zum oben benannten Verbrechen des Verschwindenlassens besprechen und sich abstimmen, Menschen auszuschalten die zu viel wissen, so wie Ihre Blogger hier, bis hin diese Menschen sprulos verschwinden und dann zu verbuddeln, diese Verbrechen dann auch verüben? Schauen Sie ruhig mal vorbei. Andere vor Ihnen versuchten es auch schon, wollten mir gar meine Daten klauen. Also diese ganzen Gerüchte jetzt, versteht sich. Das passende Foto dazu auf dem Herr Rüttgers die Hand des Rechtsnachfolgers dieses Wahnsinnigen schüttelt (der auch bestens informiert ist) suchen Sie sich dann aber bitte selbst aus dem Netz; im Hintergrund mit Kloster Knechtsteden; ein wirklich hübsches Foto.
    Wenden Sie sich da vertrauensvoll an mich, ich kann Ihnen da helfen, der vorsätzlichen Realitätsferne Ihrer Studien Abhilfe schaffen. So gut gar – mich gibt’s offiziell deswegen gar nicht mehr, der Konsensstaat hat mich diesbezüglich vorsorglich schon einmal aus seinen Akten gelöscht. Sie haben also das Vergnügen und exkluive VIP-Angebot, und das ganze ohne Sie mich dafür bezahlen müssen, ich führe Gespräche „noch“ unentgeltlich, einen echten Geist kennenzulernen. Dachten Sie, so ein Ruhrbaron wisse und plaudere zu viel: was wissen die schon? Nun also Gerüchte! Das mit der Kripo war wohl nix. Na ja, bei mir waren die da immerhin etwas erfolgreicher. Zu Teilen vielleicht. Nur wenn ich mir ansehen was so ein Konsens dann kosten wird – dann wohl doch nicht. Das war aber auch personal bedingt, bei mir ging das, ich war ja schon vorbereitet worden, vom Konsensstaat. Das ist praktischer beim Verschwindenlassen unliebsamer Blogger. Erst kürzlich, vor Karneval, war es wieder einmal nötig, da entgingen ich und meine Frau wieder einmal nur knapp einer weiteren Verschleppung, ein Paar Leute die von einem Versicherer geschickt worden waren suchten nach uns, und sollten uns nicht finden können, der Staat wollte seiner Informationen zu dem Verbleib unserer Personen nicht daran auffallen. Da schickte der Richter wieder seine Häscher, seine Opfer im Verborgenen zu halten, geheim, und alle machen mit. In Düsseldorf ist das wohlbekannt, seit langem schon. Staatsterrorismus nennt sich das. Man soll nichts unversucht lassen, man kann ja auch unverhofft unter einen Bus geraten. Nur meine Drohung, ich werde das per Live-Stream auf die Piratenseite schicken hatte uns gerettet, die standen schon vor der Türe da wo wir gegenwärtig in Haft sind, geheim. Und Tradition hat das auch, nur geht die nicht auf Johannes Rau zurück. Aber machen Sie sich keine Sorgen Herr Korte, so Sachen wo ein Bürgermeister sich einer Neuwahl stellen muss weil er etwas vergessen hatte zu erwähnen sind ja die Ausnahme. Und auch als Staatssekretär können Sie nicht gefeuert werden, Sie sind ja Gott sei Dank keiner. Das ist doch Ihre Strategie, ich las da etwas, „das werde sich totlaufen“ oder so. Ich habe hier dementgegen schon Kandidaten fürs Amt des Landrates, also des Polizeichefs, gesehen, als die von mir hörten waren die froh, der bisherige Amtsinhaber, also dieser Polizeichef, die Wahl gewann, wollten die den Job gar nicht mehr haben. Und bekamen natürlich fürs Schweigen wo anders einen Job – so sind sie, die Konsens-Rabulisten und lupenreinen Wahrheitsfanatiker. Wissen ist Macht! Ja der Konsens, auf den kommt es an – der ist es auch, aus dem heraus Menschen zu allem bereit, solange nur der Konsens stimmt.

  • #62
    emden09

    Halbgare selbsternannte Intellektuelle aus akademischer Inzucht, die auf Staatskosten die Klappe groß aufreißen nennen sich heute „Professoren“.

    Deren Oberster Interessenvertreter, der Präsident der deutschen Hochschulrektorenkonferenz äußerste sich zur Praxisrelevanz von Professorenäußerungen einst wie folgt: „Die Hochschulen müssen sich in Forschung und Lehre frei machen von profanen Nützlichkeitserwägungen“.

    Wenn die Politiker diesen selbsernannt Nutzlosen, jetzt einfach noch die Gelder für ihre nutzlose Existenz streichen würden, wäre dieses Land in Sachen Kultur und Wissenschaft ein ganzes Stück weiter und besser dran, als mit diesem Pack.

    Wenn dann journalistische Hofschranzen wie oben zitiert noch mundgerechte Polemiken formulieren, denen der „Professor“ ohne nachzudenken einfach zustimmen kann, wird daraus eben jenes ekelhafte Konglomerat von Großkopfeten, das dieses Land schon lange nicht mehr benötigt.

    Solche „Professoren“ und solche „Jourmalisten“ BEGRÜNDEN die Existenzberechtigung von Blogs und des WWW durch ihre überflüssige Existenz, wenn diese dann Blogs die Existenzberechtigung absprechen wollen, ärgere ich mich spätestens, dass Adorno diese fleischgewordenen Negationen nicht mehr erleben durfte.

  • #63
    kassandra

    In einem Punkt sollten sich alle Blogger einig sein, dass so eine Diskussion in den sogenannten Premiumblättern nicht möglich ist.

    Dies eine Form von gelebter Demokratie.

    Also, bloggen ist weder gut noch böse, sondern inhaltlich überzeugend oder nicht.

    Ich weiss, auch eine Allerweltsweisheit.

    „wuff wuff“ fand ich aber gut. War für mich inhaltlich überzeugend.

  • #64
    Malte

    „wir machen weiter, weil manchmal ein kleines Rad ein großes Rad bewegen kann. Und so können Blogs funktionieren. Als Hilfstreiber der großen Medien“

    „Dies eine Form von gelebter Demokratie.

    Also, bloggen ist weder gut noch böse, sondern inhaltlich überzeugend oder nicht“

    Das passt doch gut zusammen!

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  • #69
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