#1 | Arnold Voß sagt am 16. November 2008 um 18:52 Uhr

Wer mag schon jemanden, der einem die Kompetenzen beschneidet, bzw. beschneiden wird. Insofern ist das Verhalten der kommunalen Planer keineswegs irrational. Rational ist es allerdings auch nicht, denn in ihrer eigenen Stadt gilt jeweils sehr wohl das Prinzip Gesamtstadt vor Stadtteil. Da sind sie es aber selbst, die für den übegeordneten Zusammenhang sorgen, sprich hier haben sie selbst die Rolle inne die sie Rommelspacher auf höherer Ebene partout nicht zugestehen bzw. zutrauen wollen oder können.

Hinzu kommt, dass sich gerade in der Planung eine freiwillige Kooperation „von unten“ entwickelt hat. Leider aber nicht für das gesamte Ruhrgebiet und teilweise sogar konkurrierend bis unabgestimmt, wenn man z.B. die interkommunalen Planung für das Ruhr- und das Emschertal anschaut. Im Emschertal selbst konkurrieren obendrein auf fast gleichem Plangebiet gleich drei Masterpläne miteinander.

Das gesamte Planungssystem Ruhr ist (nicht nur in diesen Bereichen)hochgradig irrational und bedarf dringend der räumlichen und politischen Integration. Diese kann, da es dabei eben nicht immer Win-Win-Situationen zwischen den einzelnen Teilflächen geben kann, natürlich nicht nur von unten geschehen.Die Letztentscheidung in zwischenkommunalen Konfliktfällen kann nur auf der nächste höheren Ebene liegen.Erst recht die Bestimmung der übergeordneten Ziele und Bedarfe.

Ist doch klar, dass das den kommunalen Planungsvertetern nicht immer passen wird. Großer Kommunikationsbedarf ist schon von daher gegeben. Zugleich ist dafür auch großes Kommunikationstalent erforderlich.Da gilt es auf beiden Seiten wohl noch eine Menge zu lernen respektive zu verlernen.