RWE-Chef Jürgen Großmann für starkes Ruhrgebiet

Auf dem Politischen Forum Ruhr in der Essener Philharmonie hat der Chef des zweitgrößten deutschen Energiekonzerns, Jürgen Großmann, erklärt, warum der Elektrosmart am kommenden Freitag in Berlin vorgestellt wird und nicht im Ruhrgebiet, der Heimat des RWE. Seine Begründung ist hart  und für die hiesigen Politiker schwer zu ertragen. Trotzdem ist sie wahr.

Jürgen Großmann mag klare Worte Foto: RWE.com

Er sagte, um politisch sichtbar zu machen, wie man eine Autoflotte mit Stromantrieb aufbaut, müsse man nach Berlin gehen. Im Revier sei das nicht machbar. Und weiter sagte Großmann:

Wenn die Metropole Ruhr mit einer Stimme spräche, täte sie sich leichter, solche Leuchtturmprojekte ins Revier zu holen.

Das ist ein Wort. Wo waren unseren politischen Vertreter, um Großmann und Daimler zu überreden, das Projekt Elektroauto zwischen Dortmund und Duisburg zu installieren? Gab es keine Chance, da zu intervenieren? Wurde das nicht im RWE-Aufsichtsrat besprochen, dort, wo die kommunalen Vertreter aus dem Revier sitzen – wozu eigentlich?

Ach ich vergaß, wir haben ja eine Wirtschaftsförderung Ruhr, die soll sich um so was kümmern………

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Frank
Frank
14 Jahre zuvor

Hallo David,

danke für diese Info, ich verfolge das Thema in Berlin auch sehr interessiert.

Es ist interessant zu lesen, dass die Berliner Wirtschaftsförderung hier mal ein Rennen gewonnen haben soll. Das kommt nicht allzu oft vor. Aber worin genau liegt die Unterstützung der WiFö für RWE?

Wir haben hier eine tiefrote, autofeindliche, kettenrauchende Umweltsenatorin Lompscher. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie versteht, worum es hier eigentlich geht, geschweige denn, dass sie hier in irgendeiner Form unterstützt hat. Ich hatte selbst mal beim Senat angefragt, ob Berlin ähnliche Elektroautoprojekte verfolge wie London oder Tokyo. Ergebnis: Keine der angesprochenen Stellen in der Senatsverwaltung fühlte sich zuständig.

Viele Grüße von der Spree an die Ruhr,

Frank

Arnold Voß
Arnold Voß
14 Jahre zuvor

Ich wohne sowohl an der Emscher als auch an der Spree. Nichts dagegen, dass Berlin umweltfreundlichere Autos kriegt, aber nach Ruhr hätte dieses Pilotprojekt viel eher gepasst. Dieser viel disperser als Berlin besiedelte Raum wird selbt bei weiter verbessertem ÖNV nicht oder zumindest wesentlich weniger bzw. schwerere ohne den motorisierten Individualverkehr auskommen können als die äußerst zentral verdichtete Hauptstadt.Wenn das Auto aber für große Teile der Bevölkerung von Ruhr sozusagen stadtstrukturell unverzichtbar bleibt, sollte gerade dort bzw. dort zuerst wenigstens das Auto selbst sehr bald und sehr deutlich umweltfreundlicher werden.

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