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Salafisten-Chef zeigt FDP-Politiker Huch bei türkischen Geheimdienst an

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Tobias Huch in Kurdistan (Vierter von rechts)

Der rheinland-pfälzische FDP Politiker Tobias Huch ist ohne Zweifel ein streitbarer Geist. Im vergangenen Sommer organisierte der Mainzer Demonstrationen für Israel, er sammelt Geld für Wasser für kurdische Flüchtlinge und engagiert sich gegen Salafisten. Auch den türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan schont Huch nicht. Er wirft ihm seine Kampf gegen die Kurden vor und fürchtet, dass Erdogans Politik auf ihre Kosten geht. Huch verglich in einem Post auf Facebook die aktuelle Situation in der Türkei mit der Deutschlands in den 30er Jahren, als in der Zeit bevor Hitler an die Macht kam das Land am Rand eines Bürgerkriegs stand und die Demokraten von den Nationalsozialisten und den Kommunisten – ihr Hauptfeind waren in den 30er Jahren nicht die Nazis, sondern die als „Sozialfaschisten“ bezeichneten Sozialdemokraten –   zerrieben wurden:

huch_30er-Jahre

Dieses Post war für Erol Salmani, dem Chef der salafistischen Gruppe „Siegel des Propheten nun Anlass genug, sich an die türkische Botschaft zu wenden und Huch zu unterstellen, er habe Erdogan mit Hitler verglichen:

siegel_hitler

Das ganze ist etwas wirr: Huch hat Erdogan nicht mit Hitler verglichen, er ist kein  „Pornounternehmer“ und wurde  nie wegen Betruges verurteilt. Davon ab: Ein Salafist wendet sich an den Geheimdienst eines NATO-Staates. Ein Grundvertrauen zwischen beiden scheint zumindest von einer Seite da zu sein.

 

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6 Kommentare zu “Salafisten-Chef zeigt FDP-Politiker Huch bei türkischen Geheimdienst an

  • #1
    Klaus Lohmann

    Ich schätze mal, Salmani hält den türkischen Geheimdienst für sowas wie eine islamistische Gestapo. Oder wir sind alle nicht auf dem Laufenden und der türkische Geheimdienst *ist* schon eine islamistische Gestapo.

  • #2
  • #3
    Jens

    Naja:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tobias_Huch#Unternehmerische_T.C3.A4tigkeit

    2000 gründete Huch mit 18 Jahren die Firma Erodata. Diese betrieb das Altersverifikationssystem ueber18.de,[26] firmierte später unter dem Namen Resisto IT GmbH und wurde aufgrund der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 20. Juni 2013 aufgelöst.[27] Er ist Geschäftsführer der BAB MEDIA GmbH in Mainz.

    Steuerhinterziehung

    Am 7. Mai 2012 wurde Huch vom Landgericht Koblenz wegen Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Gericht stellte fest, dass er als faktischer Mitgeschäftsführer von Deutschland aus ein schweizerisches IT-Unternehmen leitete, jedoch die von 2004 bis 2007 in Deutschland anfallende Umsatzsteuer von insgesamt rund 800.000 € hinterzogen hatte. Zusätzlich muss Huch als Bewährungsauflage 75.000 € zahlen. Das Urteil ist rechtskräftig, da die Staatsanwaltschaft und Huch auf Rechtsmittel verzichteten.

  • #4
    Aimée

    Was ist ein Salafist, das sind die strammen Jungs, die fleißig Korane verteilen, alle etwas naturtrüb aussehen und wer nicht Muslim ihrer Couleur wird, landet in ihrer definierten Hölle.
    Natürlich beziehe ich mich da nur auf eine medienmanipulierte Seite wie die Bundeszentrale für politische Bildung, die selbstredend nur aus verkappten bildzeitungslesenden und rtlschauenden Flachflöten besteht, die nichts Vernünftiges gemacht haben wie z.B. Politikwissenschaft, Islamwissenschaft oder ähnlich es studiert zu haben; und dann noch sinnlos gerülpst promoviert.

    Herr Huch ist auch noch der Satan, der verteilt aber doch gar keine Korane 😛

    "Bildzeitung" staatlich finanziert—> http://www.bpb.de/politik/extremismus/198589/salafismus

  • #5
    yohak

    ZUm Thema "Pornounternehmer": Klar, aus Sicht der Salafisten sind Pornounternehmer genauso verwerflich wie sagen wir mal Winzer, Schweinezüchter oder hinduistische Priester. Aus einer aufgeklärten, modernen Haltung heraus sollte aber klar sein, daß nichts davon moralisch verwerflich ist. Wenn die Leute Schweinefleisch essen oder Pornos anschauen wollen, warum soll es falsch sein, ihnen dabei zu helfen, auch gegen Geld ? Ich jedenfalls würde lieber einen Politiker wählen, der mal Pornounternehmer war, als einen, der immer nur in der Käseglocke der Parteigremien gelebt hat.
    (P.S.: Um Mißverständnisse zu vermeiden: Wenn ich von Pornos rede, meine ich immer Pornos mit erwachsenen Darstellern, die damit einverstanden sind.)

  • #6

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