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Schöne Schachtzeichen

Über dem ganzen Ruhrgebiet sind sie seit heute zu sehen. Zwar war nicht an allen Standorten viel los, an manchen war – entgegen den Ankündigungen auf der Seite schachtzeichen.de – nur der Ballon mit einem Aufpasser. Aber es ist rundum einfach schön anzuschauen. Hier ein Foto mit Blick auf die Schachtzeichen über der ehemaligen Zeche „Lothringen“ in Bochum-Gerthe.

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13 Kommentare zu “Schöne Schachtzeichen

  • #1
    ein anderer Ulrich

    Keine Frage, dass die gelben Ballons ganz nett aussehen, auch wenn man sie im östlichen Teil des Reviers eher suchen muss.
    Doch was ist die Botschaft? Seht mal, soviele Zechen hatten wir mal – ein nostalgischer Blick zurück, eine wehmütige Erinnerung an die guten, alten Zeiten … Das Ruhrgebiet klebt immer noch an seiner vergangenen Stärke, immer noch an seiner Vergangenheit.
    Ein zukunftsorientiertes Projekt hätte die gelben Ballons an Orten regenrativer Energiegewinnung aufsteigen lassen: Seht mal, das Ruhrgebiet ist eine Region der Zukunftsenergien. Aber mich fragt ja keiner.

  • #2
    Alf

    Schöne Schachtzeichen?

    311 Ballone sind viel zu wenige!

    Es sind nur vier Mülheimer Schachtzeichen.

    Wo sind die Ballone in Mülheim über den Zechen; Dimbeck, Freudenberg, Ver. Hollenberg & Darmstadt; Leybank, Gertrud, Müller, Carnall ….

    Wo sind die 1000 Ballone an der Ruhr.

  • #3
    Dienstwaffe

    Schöne Schachtzeichen…
    http://www.derwesten.de/staedte/essen/Lasst-Eure-Kinder-lieber-zu-Hause-id3012524.html

  • #4
    Heinzer

    Tolle Aktion – und nachts kommen die Biene Maja-Ballons inne Garage? Was ein Schwachsinn…

  • #5
    Eva

    Als ich gestern auf der A43 gefahren bin, habe ich jedes Mal eine Gänsehaut bekommen, wenn ich einen der gelben Ballons gesehen habe… Ich finde die Idee toll und kann nicht verstehen, warum hier zum Teil gemeckert wird. Das Projekt beeindruckt allein schon durch seine Größe und bringt auf eine sehr originelle Weise nahe, was das Ruhrgebiet verbindet, nämlich die Vergangenheit als Bergbauregion. Andere Regionen verwenden zur Identifikation auch Symbole aus der Vergangenheit, man schaue sich nur die Kölner an mit ihrer Bahnhofskirche aus dem Mittelalter. Warum sollten nicht auch wir stolz sein auf unsere Vergangenheit?

  • #6
    Barbara Underberg Beitragsautor

    Das Schöne an den Schachtzeichen ist, dass damit zum ersten Mal die Kulturhauptstadt in der ganzen Region sichtbar wird. Hundert Meter vor meinem Haus ist zum Beispiel ein Ballon in der Luft. Vorher habe ich von der Kulturhauptstadt vor allem viel in der Zeitung gelesen. Und jetzt ist sie da.

  • #7
    Arnold Voß

    Wenn diese Bilder alle vorher sich hätten vorstellen können, hätte es wahrscheinlich vielmehr Ballons gegeben, weil viel mehr Leute/Sponsoren Lust gehabt hätten einen steigen zu lassen.

    Einen Ballon steigen lassen, dass ist eine der wunderschönen Kindheitserinnerungen fast eines Jeden. Nur das man sich als Erwachsener das eben nicht mehr so herrlich sinnlich und spielerisch vorstellen kann, wie als Kind. Man schämt sich dann fast dafür, wenn man es trotzdem tut.

    Und für viele Kulturfuzzis ist das ja eben deswegen auch wieder kein Act der kulturhauptstadtwürdig ist. Ist er, jenseits der Erinnerung an die eigene Geschichte, aber, weil Kunst eben auch was mit Sinnlichkeit und Spiel, mit Staunen und Spaß zu tun hat.

    Und in diesem Fall obendrein auch etwas mit einem Gefühl von Nachbarschaft und Gemeinsamkeit, die der spontanen Begegnung und dem gemeinsamen Sehen gerade in dieser Region einen sehr wohl höheren Sinn verleiht, stehen doch die Schachtzeichen auch für das, was die Zechen für die Menschen jenseits der Maloche bedeuteten.

  • #8
    Angelika

    Wir waren heute auf der Halde Haniel (Bottrop) und haben mehrere Ballone (in der Nähe, in der Ferne) gesehen. Es war viel Betrieb, die Menschen kamen ins Gespräch (Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft des Ruhrgebiets). Und mir geht es wie Barbara Underberg (siehe Kommentar #6) „…Vorher habe ich von der Kulturhauptstadt vor allem viel in der Zeitung gelesen. Und jetzt ist sie da.“

  • #9
  • #10
  • #11
    ein anderer Ulrich

    Extrem seltene, stürmische, geradezu tornado-ähnliche Winde, die über dem Ruhrgebiet tosen und toben, verhindern, dass die Schachtzeichen heute aufsteigen konnten.
    Die Zukunftsenergie Wind hält die Erinnerung an den Kohlebergbau am Boden – wenn das nicht symbolhaft ist.

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  • #13
    Lars

    Auch wenn der Eintrag schon älter ist, möchte ich dazu noch einen Kommentar abgeben: Ich fand die Aktion Schachtzeichen super!

    @ ALF: Sie schreiben, dass 311 Ballone zu wenig waren. Klar, wir hatten im Revier noch mehr Schächte, auf denen auch ein Ballon hätte gezeigt werden können. Aber man muss das Ganze ja auch erstmal umsetzen und Leute dafür haben.

    Des Weiteren hatten Sie geschrieben, dass es nur vier Mülheimer Schachtzeichen gab und gefragt, wo die Ballons in Mülheim über den Zechen Dimbeck, Freudenberg, Ver. Hollenberg & Darmstadt, Leybank, Gertrud, Müller, Carnall waren.

    Zum einen ist die Bezeichnungen „Zechen“ vor den Namen Müller, Carnall und Gertrud falsch, da es sich hierbei lediglich um Namen von Schächten/Schachtanlagen handelt, nicht um Zechen.

    Zum anderen hätten an den Standorten Dimbeck, Freudenberg und Ver. Hollenberg & Darmstadt keine Ballons installiert werden dürfen, da es sich hierbei um Stollenbetriebe gehandelt hat, die keine Schächte hatten, die den Kriterien des Projektes Schachtzeichen als Tiefbauschächte entsprochen hätten.

    Und wie gesagt: hätten Sie an einem der von Ihnen genannten Standorte als Ballonparte zur Verfügung gestanden???

    Glückauf!

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