Sieben Dinge, die mit dem Identitären-Kahn passiert sein könnten.

Ein Wrack.
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Das Schiff C Star mit dem die Identitäre Bewegung die Seenotrettung von Migranten im Mittelmeer behindern will ist offenbar verschwunden. Die Tracking-Plattform MarineTraffic hat zum letzten Mal vor einer Woche ein Signal des für Hochseeschiffe verpflichtenden Transponders der C Star im Roten Meer mit Kurs auf den Suez-Kanal verzeichnet. Was ist passiert?

Am wahrscheinlichsten scheint, dass der Seelenverkäufer einfach seinen Transponder ausgeschaltet hat, damit die Phalangisten unbemerkt ins Mittelmeer gelangen können, um dort die Gebote der christlichen Seefahrt zu unterminieren. Unwahrscheinlicher aber unterhaltsamer sind die weiteren Dinge, mit denen das Verschwinden der C Star erklärt werden könnte.

Sieben Szenarien

  1. Piraten. Am Horn von Afrika wimmelt es nur vor bösen Jungs, die Schiffe und Besatzungen für Lösegeld entführen. Ob jemand einen müden Pfennig für die Leichtmatrosen bezahlen würde?
  2. Antischiffs-Flugkörper. Die Briten wissen aus eigener Anschauung im Falkland-Krieg wie verheerend eine Exocet sein kann. Hat eventuell ein Kriegsschiff auf Antipirateriemission am Horn von Afrika die Gelegenheit für eine kleine Zielübung genutzt?
  3. Der Superkavitierende Unterwasserlaufkörper klingt nicht nur gut. Er läuft auch schneller, als die Jugend Europas „Reconquista“ brüllen kann.
  4. Magnetminen. Was gegen den einen ideologisch getrieben Hooligan-Verein mit Bevormundungsfetisch recht ist, ist gegen den anderen nur billig.
  5. Der gute alte Rammsporn macht effektiv große Löcher in den Ethnopluralismus. Und in feindliche Schiffe. Wenn die alten Spartaner wüssten, welche Milchgesichter heute ihr Erbe beanspruchen, würden sie sich sofort in  die Riemen legen und auf Kollisionskurs gehen.
  6. Death from above. Im Zweiten Weltkrieg haben Sturzkampfbomber wie die Curtiss Helldiver die japanisch-kaiserliche Marine in die Knie gezwungen. Torpedoflugzeuge vom Typ Fairey Swordfish hatten ihren Anteil an der Versenkung der Bismarck im Nordatlantik. Tradition verpflichtet.
  7. Sirenen. Diese Femmes fatales haben schon der Antike mit ihren betörenden Stimmen übermütige Jünglinge in die Tiefe geschickt. Zu schön um wahr zu sein.
  8. Nachtrag: Ruhrbarone segelten vor Catania, setzten den Jolly Roger – mehr weiss man nicht.

Das kann nicht alles sein. Was haben wir vergessen?

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5 Kommentare

  1. #1 | Zero sagt am 13. Juli 2017 um 15:10 Uhr

    Ich sag nur Österreicher und das offene Meer. Da ist die Katastrophe vorprogrammiert.

  2. #2 | ichoderdu sagt am 13. Juli 2017 um 15:14 Uhr

    Mein Favorit wäre ja das hier: Ob der Mossad oder die CIA sowas hat? Oder Soros?
    http://www.n-tv.de/wissen/Nutzt-die-Nato-Kampf-Delfine-article12707906.html

  3. #3 | Thomas Weigle sagt am 13. Juli 2017 um 20:19 Uhr

    Szenario 5 fällt flach. Selbst wenn Kerberos einen oder mehrere aus dem Hades rausließe, Charon befördert nur in eine Richtung.

  4. #4 | sol1 sagt am 14. Juli 2017 um 01:46 Uhr

    "Was gegen den einen ideologisch getrieben (sic!) Hooligan-Verein mit Bevormundungsfetisch recht ist…"

    Mörderische Aktionen von Geheimdiensten sind ja soooo witzig…

  5. #5 | Der Psychopapst sagt am 14. Juli 2017 um 09:47 Uhr

    Es ist doch ganz einfach: Sie hatten ihre gewünschte Aufmerksamkeit und sind nach Hause gefahren. Schließlich sind die Identitären Meister der Kosten-Nutzen-Rechnung in der Aufmerksamkeitsökonomie.

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