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Sinti und Roma: „Jeden Tag verlieren wir jemanden.“

Rechtsradikale in Ungarn Foto: Pusztaranger

Die Situation der Sinti und Roma in Europa ist katastrophal. Und wer von ihnen es nach Deutschland schafft, muss auch hier mit Vertreibung rechnen.

Ob Berlin oder Dortmund: In immer mehr Deutschen Städten haben sich mittlerweile viele Roma niedergelassen. In Dortmund sorgte ihr vermehrtes Auftreten zu einer massiven, zum Teil von der Politik mitgetragenen, antiziganistischen Kampagne. In der Diskussion um die Nordstadt und den Straßenstrich erreichte das Niveau ungeahnte Tiefststände. Erst spät begannen die Medien, sich mit den Lebensverhältnissen in den Herkunftsländern zu beschäftigen.   Die Berichte in den Ruhr Nachrichten und der WAZ/WR über das Leben im bulgarischen Plowdiw führten das Elend der Sinti und Roma, in dem Sintinund Roma leben den Lesern vor Augen. An der Politik, die auch in Dortmund auf Ausgrenzung und Vertreibung setzte, änderte das freilich nichts. Und von der Landes- und Bundesregierung war nichts zu hören. Dabei wäre es ihre Aufgabe, auf europäischer Ebene dafür zu sorgen, das sich die Lebenssituation der Menschen in ihren Herkunftsländern verbessert. Auch von Initiativen Dortmunder Abgeordneter in dieser Richtung ist mir nichts bekannt.

Dabei kann das Problem nur Europaweit gelöst werden. Bildung und Qualifikation sind die Grundlage, die Menschen aus Strukturen zu befreien, die ihnen kaum legale Erwerbsmöglichkeiten lassen und sie in Clanstrukturen fesseln, die viele zusätzlich ins Elend stürzen – und einige wenige reich machen.

Die Sinti und Roma in Europa wurden von der Moderne noch nicht erreicht und wer glaubt, nur mit Repression weiter zu kommen, irrt. Gerade Ungarn und Italien zeigen, wohin eine solche Politik nahezu zwangsläufig führt: Zu rassistischen Exzessen.

Es gibt also gute Gründe sich mit Sinti und Roma zu beschäftigen. Ich habe also zu dem Thema ein paar Links zusammengestellt:

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat in ihrer Reihe Aus Politik und Zeitgeschichte ein Heft zum mit dem Titel „Sinti und Roma“ veröffentlicht. Es kann gratis als PDF heruntergeladen werden und gibt eine guten Überblick über die Geschichte und die momentane Lebenssituation der Sinti und Roma in Europa.

Über den zunehmenden Rechtsradikalismus in Ungarn, der exemplarisch für die Verfolgung der Sinti und Roma in Osteuropa ist, informiert das deutschsprachige Blog Pustzaranger.

Auch das Blog  Hungarianvoice bietet viele Informationen rund um das Thema.

Über die Probleme mit den traditionellen Strukturen der Sinti und Roma gibt es einen guten Artikel in der Welt. Zu dem Teufelskreis, in dem sich viele von ihnen befinden befinden gehört auch, dass sie nicht nur von der Mehrheitsbevölkerung der Länder in denen sie sich aufhalten ausgegrenzt und verfolgt, sondern oft auch von den eigenen Führern gnadenlos ausgebeutet werden.

Die Woche auf diesem Blog beginnt also mit viel Lesestoff…

Vielen Dank an Karl Pfeifer für die Unterstützung bei der Recherche nach Links aus Osteuropa.

RuhrBarone-Logo

25 Kommentare zu “Sinti und Roma: „Jeden Tag verlieren wir jemanden.“

  • #1
    Torti

    @Laurin
    Als jemand der mitgearbeitet hat an der Bürgerinitiative gegen den Strassenstrich wüsste ich gerne wo du da Tiefstände entdeckt hast und wo eine Anti-Roma-Kampagne.

    Auch die von Dir vertretene These der Ausgrenzung kann ich in Dortmund nicht erkennen. Es gibt mehrere Auffangklassen in der Nordstadt für Romakinder die hierbleiben wollen und beschult werden. Und das ist auch gut so. Den Roma die hier leben wollen, können das gerne tun. Aber eine Geschichte der Verfolgung rechtfertig nicht das Verhalten der Romaclans z.B. in Dortmund. Und wer sich dagegen konkret wendet ist kein rechtsradikaler Rassist.

    Ich habe in allen Veranstaltungen, an den ich teilgenommen immer erlebt, das gegen konkrete Dinge agiert wurde aber nicht gegen Rasse oder Herkunft.

  • Pingback: Die Presseschau vom 14. Juni 2011 | politikblog.org

  • #3
    der, der auszog

    Wer weiß in Deutschland und Westeuropa eigentlich wirklich, worum es geht, wenn von Sinti oder Roma gesprochen wird?

    Da sind die einen, denen nur die Unrechtsverbrechen der Nazis gegenüber Junden und Zigeunern im Dritten Reich einfallen, da sind die anderen, die nur heruntergekommene Stadtviertel oder dreckige Wagenburgen vor Augen haben. Da sind die Heinos, Cindys und Berts und am Abend, da spielt der Zigeuner, da sind diejenigen denen nur die bettelnden, zahnlosen Muttis in den Innenstätten in den Sinn kommen, als sie beim letzten Shoppen das Kaufhaus verließen…

    Vorurteile gibt es wie Sand am Meer, verklärte Romantik und Mitleid auf der einen und Antiziganismus und Missachtung auf der anderen Seite bestimmen so mehr oder weniger das Bild, das von diesen Menschen in den Köpfen der Bevölkerung vorherrscht. Was ich persönlich so traurig finde: Unsere Gesellschaft verläßt sich, wie in der Entwicklungshilfe übrigens auch, zu sehr darauf, dass sich die Kirchen und ihre Seelsorger mit diesen Menschen beschäftigen. Man kann auf dem Kathilizismus rumhacken, wie man will, aber ohne die Initiativen der Kirchen würde es um die Integration und das Wissen um diese Menschen in Deutschland und seinen Nachbarländern noch wesentlich düsterer ausschauen. Vor wenigen Tagen hat Papst Benedikt 2000 Sinti und Romas empfangen, bei dem Treffen an die Greueltaten des Naziregimes erinnert und gleichzeitig zur Integration aufgerufen. Sowas hat bislang noch kein europäisches Staatsoberhaupt fertig gebracht, geschweige denn ein deutscher Bundespräsident oder Kazler(-in). Der deutschen Politik scheint da leider eine Broschüre des Instituts für Zeitgeschichte auszureichen, der Rest wird den Kommunen überlassen, in denen kaum jemand weiss, wie er mit diesen Menschen wirklich umgehen soll. Als Ergebnis kommt dann raus, dass zwar jeder die systematische Vernichtung dieser Menschen in Konzentrationslagern veruteilt, aber sie trotzdem bitte schön nicht in der eigenen Nachbarschaft wohnen sollen. Und so kann eine Gesellschaft bei diesem Thema bestimmt nicht weiter kommen…

  • #4
    bodo Reaktion

    @torti
    Unsere Pressedokumentation der Nordstadt- / Roma-Berichterstattung in den letzten Monaten sorgt überall für Entsetzen, nur in Dortmund selbst nicht.
    Seit die Nordstadt-SPD ihren OB gedrängt hat, seine „eiserne Besen“-Kampagne loszutreten, gibt es hier so etwas wie einen publizistischen Ausnahmezustand.
    (Der Eiserne Besen war übrigens das österreichische Gegenstück zum Stürmer.)
    Die Kampagne gegen Ekelhäuser war von Anfang an rassistisch unterfüttert, die Häuser existieren zum Teil in gleichem Zustand seit 10 Jahren.
    Danach wurde Kriminalität „der Roma“ zum Thema – mit einer klassischen Gleichsetzung von einzelnen Tätern und Volksgruppe (Das ist so etwas wie eine Definition von Rassismus.)
    Die Kampagne wurde am Laufen gehalten durch immer neue Entgleisungen der Nordstadt-SPD, immer noch nachzulesen als Pressemitteilungen auf der Seite von Marita Hetmeier.
    Der Straßenstrich als Hort von Kriminalität war eine Erfindung mit rassistischem Kern. Dabei wurden antiziganistische Muster bemüht, typisch die „anekdotische Evidenz“ von schlecht dokumentierten Einzelfällen.
    Kindesprostitution, Menschenhandel, Gewalt gegen Hausbesitzer – alles falsch, unbewiesen und zum Beleg für den kulturellen Tiefstand und die Gefährlichkeit der ganzen Gruppe gemacht.
    Dass es nicht um von der Gruppe losgelöste Anliegen geht, zeigt die rassistische Verhöhnung der Prostituierten NACH dem Schließungsbeschluss mit „flotter Blasmusik“.
    Bei Bedarf alles detailierter. Nur als kurzfristiger – und fassungsloser – Widerspruch.

    Bastian Pütter
    bodo Redaktion

  • #5
    pusztaranger

    Vielen Dank für die Verlinkung. Kleine Korrektur, mein Blog schreibt sich Pusztaranger, und auf diesem Bild sind Mitglieder der rechtsextremen Polizeigewerkschaft TMRSZ auf einer Demo gegen die Regierung zu sehen – also ungarische Polizisten.

  • #6
    Torti

    @Bodo Redaktion
    Also wir haben mit der Elterninititative 6000 Unterschriften für den die Schliessung des Strassenstrichs gesammelt. Unsere Motive waren als rassitisch. Wir sind „Stürmer“. OK.
    Bisher habe ich den Bodo immer gekauft. Passe.

    Herr Pütter, tut mit leid, dass ist genau die Moralkeule, die Sie für mich als Diskussionspartner einfach disqualifiziert.

    Mit freundlichen
    Ein von Ihnen entlarvter Neonazi.

  • #7
    Falkin

    Warum sollen der deutsche Staat und der deutsche Steuerzahler für den Lebensunterhalt von rumänischen und/oder bulgarischen und/oder ungarischen Staatsbürgern aufkommen? Und warum rufen alle immer Rassismus! Rassismus! wenn ein Mißstand mal angegangen wird? Das ist mir wirklich schleierhaft.

  • #8
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Falkin: Weil sie EU Bürger sind und das die Rechtslage ist. Ganz nebenbei: Ohne Fördergelder aus Europa sähe es im Ruhrgebiet ziemlich übel aus. Das Revier gehört nämlich zu den armen Regionen, die von der EU unterstützt werden.

  • #9
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Pusztaranger: Danke für den Hinweis. Ich habe den Fehler korrigiert.

  • #10
    Steff

    Zu Karneval/Fasching ist ein beliebtes Kostüm „Zigeunerin“. Nicht nur die Begrifflichkeit zeigt den unreflektierten Umgang mit den Gruppen der Sinti und Roma. Da ist noch viel zu tun. Weil aber die Gruppen keine Fürsprecher haben, werden ihre Probleme einfach auch in den Medien vernachlässigt und sie sind so etwas wie Freiwild, da sich keiner schützend vor sie stellt oder gar verteidigt. Von daher finde ich es sehr gut, dass sich endlich jemand, nämlich die Ruhrbarone, öffentlich hier in Deutschland dieses Themas annimmt. Das ist längst überfällig gewesen, wie auch die Vorkommnisse in Dortmund zeigen.

  • #11
    bodo Redaktion

    @Torti
    1. Es gab hervorragende Gründe gegen die Ansiedlung des Straßenstrichs an der Ravensberger Straße. Die Vertreibung aller Randgruppen in die Nordstadt kritisieren wir seit Jahren.
    Das Ergebnis der Vertreibungspolitik sind die Belastungen für die Anwohner im Quartier Nordmarkt.
    2. Der eiserne Besen ist die Lieblingsmetapher der Nazis. Nicht mehr und nicht weniger. Sie haben den Begriff gar nicht benutzt. Es gibt eine Kontinuität des Ressentiments, bis zu den Pferdebeinen in der Gronaustraße, die nicht im Ansatz reflektiert wird.
    3. Der legale Straßenstrich war dazu da, Frauen vor der Gewalt von Freiern zu schützen. Das Modell war erfolgreich. Straßenprostitution kann nicht einfach abgeschafft werden, aber das kann man ja zur Zeit sehen.
    Die Entscheidung des Verbots und die, legale Zuwanderer zu kriminalisieren, um ihren Zuzug zu unterbinden, teilen wir nicht. Die ständigen verdachtsunabhängigen Kontrollen vermeintlicher Roma mit dem Ziel, Aufenthalt besonders ungemütlich zu machen, halten wir für rechtlich bedenklich.
    4. Menschenhandel, Kinderprostitution und Gewalt gegen Anwohner sind unbewiesene bzw. widerlegte Behauptungen gegen „die Roma“ als Gruppe. Die WAZ spricht pauschal von Menschenhändlern, die RN trennen nicht zwischen Kriminellen und Roma. Das halte ich für ein Problem.
    5. Und auch folgendes Programm halte ich für rassistisch: „Mit Multikulti-Romantik lässt sich dieser Kampf nicht gewinnen. Wir müssen diese Verbrecher aus Dortmund vertreiben und verhindern, dass weitere zuwandern. Darum und um nichts anderes geht es. Die Lage ist ernst!“ Das ist die Position der Nordstadt-SPD. Ressentiments gegen ethnische und nationale Gruppen sind kein Privileg von Neonazis.
    6. Es ist interessant, wer alles unsere Zeitung kauft ohne hineinzuschauen. Seit 2009 berichten wir über den Zuzug, seit Beginn der Kampagne kritisieren wir die genannten Entgleisungen scharf.
    Nebenbei: Auch mit dem Wissen, dass nach den Roma wieder „unsere Leute“ durchs Dorf gejagt werden. Bei denen Sie bisher unsere Zeitung gekauft haben…

  • #12
    Dortmunderin

    @Falkin: In welcher Weise zahlt der deutsche Staat/Steuerzahler den Lebensunterhalt für die Zuwanderer aus Osteuropa? Die Leute haben keinen Anspruch auf Hartz IV oder andere Leistungen. Wenn Sie andere Informationen haben, dann bitte gerne Details erläutern.

  • #13
    Steff

    @Bodo Redaktion

    Mir wurde berichtet – ich weiß nicht, ob es stimmt, aber allein die Tatsache, dass es ohne Empörung sondern zustimmend erzählt wurde, ist bedenklich genug – dass man in einer Kleinstadt im Hessischen ein Bestattungsunternehmen beauftragt habe, an einer Stelle, an der sich Roma oder Sinti niedergelassen hatten, mit einem Leichenwagen vorbei zu fahren, weil dies die „Zigeuner“ wegen deren Aberglauben vertreiben würde und dies sei doch eine prima Lösung.

    Dann wurde mir mal ohne Schamesröte erzählt, dass in Autos, welche Mitarbeiter geparkt haben, immer wieder eingebrochen würde und dies bestimmt Sinti oder Rama gewesen sein, denn habe welche von denen in der Nähe gesehen.

    Die Ressentiments gegen Sinti und Roma, weil sie Sinti und Roma sind, also allein wegen ihrer Gruppenzugehörigkeit sind nach meiner Einschätzung sehr weit verbreitet. Nach meinem Empfinden gibt es keine Gruppe hier, gegen die nur wegen ihrer Zugehörigkeit derart verbreitet Vorbehalte bestehen.

    Solche Geschichte wie oben sind keine Ausnahmen und Ablehnung weit verbreitet. Man läßt diese Menschen einfach im Stich. Wenn man nach Frankreich guckt, da bekamen die Geld angebotenn, dass sie nach Rumänien oder wo auch immer hin verschwinden sollen rief auch keiner nennenswert der üblichen Verdächtigen, dass die Gesellschaft in Europa dafür sorgen muss, dass diese Menschen in Schlusysteme etc. eingeglieder werden müssen. All die, die sonst schon menschenverachtend rufen, wenn gesagt wird, jemand müsse die Sprache lernen, schwiegen sich zu den Vorkommnissen in Frankreich aus.

    Und noch etwas zum Straßenstrich. Ich weiß nicht genau, was da in Dortmund abging. Das erlebt man aber an vielen Orten, dass massiver Widerstand gegen Prostituierte praktiziert wird. Gerne auch immer wieder vom Einzhelhandel, die dann sagen, es sei geschäftsschädigend. Das mag alles sein, aber eine Vertreibung raus ins Grüne bedeutet nichts anderes, als dass die Frauen dann schutzlos sind, weil einfach unbemwerkter Gewalt ausgeübt werden kann.

    Es ist prima, dass man die eigenen Ecken moralisch sauber halten wird, Kindern nicht zumuten will, das sie so etwas sehen und den „anständigen Frauen“ erst recht nicht. Zugegebenermaßen ist das alles nicht unproblematisch, auch häufig damit einhergehende Beschaffungskriminalität von Drogenabhängigen.

    Aber eine Lösung ist das Verlegung ins Grüne und in einer anderes Viertel, wo dann nämlich das gleiche Spiel von vorne los geht nicht.

    Kein Verständnis habe ich dafür, wenn in Gewerbebetrieben und bei großen Baummärkten etc. keine Prostituation statt finden soll. Das ist albern, wenn die Prostitutiuon nicht unbedingt auf dem Parkplatz stattdfindet.

    Es muss einfach nach sicherern Lösungen geguckt werden und das die Stadt ja auch hinreichend Steuern dadurch einnimmt, sollen die einfach entsprechende Einrichtungen schaffen. Einen Straßenabschnitt irgendwo entsprechend ausrüsten. Viele Lampen, dass es hell ist und die Gefahr reduziert. Dann gibt es diese Boxen, die wie Garagen sind mit Notknöpfen, dass die Frauen zur No schnell Hilfe holen können. Dann eine Art Gemeinschatsraum, in dem sich auch mal aufgewärmt werden kann und alles so angeordnetet, dass es übersichtlich ist und Gewalt bemerkt würde. Ich bin nicht ganz sicher, aber ich meine in Köln gibt es so etwas. Igrendwo wurde das sozusagen als Pilotprojekt gestartet und lief erfolgreich. Wie gesagt, bin nicht ganz sicher, ob es Köln war, meine aber ja.

    Das wäre doch vielleicht etwas für Euch als Recherche, um so ein Konzept dann auch zu publizieren und damit dann vielleicht zu erreichen, dass auch Dortmund so etwas einrichtet.

    Was einfach menschenverachtend ist, da mit „Blasmusik“ aufzuschlagen. Das las ich bei Euch auf dem Blog und ich dachte, ich lese nicht richtig. Die Dame, die das inititiert hat, solltte sich was schämen. Die sollte den Damen helfen, anstatt solche Nummern zu fahren.

    Steuern kassieren aber nicht helfen. Super.

  • #14
    bodo Redaktion

    @Steff: Seh ich genauso.

    In der aktuellen bodo, die sich jetzt nicht mehr so gut verkaufen wird, hab ich das geschrieben:

    „Zuerst sind die Bilder da. 500 Jahre sind „Zigeuner“ das Andere, das unauflösbar Fremde. Sie stellen die Ordnung der Welt in Frage: Wie können die Fiktionen der Nationalstaaten „wirklich“ sein, wenn sie einen „Rest“ lassen? Wie können wir unserer Identität sicher sein, wenn es Menschen gibt, die als Nomaden zwischen dieser Ordnung oder ohne sie existieren?
    Zweitens sind „Zigeuner“ die Bedrohung einer Welt, die sich über Produktivität definiert. Das Motiv ihrer Faulheit weist klare Tätigkeiten zu: „Zigeuner“ sind arbeitsscheu, sie betteln, stehlen und musizieren. Damit verbunden ist der Schmutz – sowohl in Bezug auf Hygiene als auch auf eine grenzenlose, bedrohliche Sexualität. Das alles gilt „vorab“. Am Ressentiment ist das Objekt nicht beteiligt. Auch die meisten Antisemiten kennen keinen Juden.
    Erst im zweiten Schritt treffen die Stereotype auf Menschen und werden zu Handlungen, zu Diskriminierung, Repression, Gewalt. Das ist die zweite Seite des Antiziganismus, die rassistische Praxis gegen „Zigeuner“.“

    (Und das erklärt dann auch das widerliche „Wir blasen ohne Gummi“, das die Roma-Frauen verhöhnen sollte, obwohl das Ende des Strichs längst beschlossen war:)

    „Weil Antiziganismus eine Reaktion auf die Unsicherheit der eigenen Identität ist, bleibt der Hass auch nach dem „Sieg“.“

    Beim Straßenstrich seh ich es ähnlich wie bei den anderen Überlebensstrategien der Zuwanderer: Es ist mir ein Rätsel, wie die ganze Zeit ausgeblendet werden kann, dass sich auch Roma bei uns auf Märkten bewegen.
    Es gibt eine Nachfrage nach dem ganz billigen Sex mit Frauen, die noch nicht gelernt haben, zu verhandeln, z.T. nicht einmal, sich zu schützen. Genauso gibt es Schwarzarbeitgeber, Hehler und die Vermieter von Schlafplätzen, die von der Zuwanderung profitieren.
    Alle diese Täter fahren mit deutschen Autos (und Firmenlogos) durch die Stadt, und niemand kommt auf die Idee, dass die das Problem sind. Stattdessen wird auf diejenigen eingeschlagen, die – im wahrsten Sinne – ihre Haut zu Markte tragen.

    Was im Moment in der Nordstadt passiert, ist nicht eine Unterbindung von Straßenprostitution (die gibt es weiterhin), sondern eine Jagd der „Task Force“ (!) auf Menschen (junge, alte, Männer, Frauen), die wie „Zigeuner“ aussehen.

  • #15
    Steff

    @Bodo Redaktion

    Ich dachte, das seien zwei quasi unabhängige Sachverhalte: die Zuwanderung durch Roma und der Straßenstrich.

    Verstehe ich Ihren Post richtig, dass es sich im einen Straßenstrich handelt, auf dem die Dienstleisterinnen überwiegend Roma sind?

    Dann wäre es ja noch mal verschärft, denn wenn jemand Sex anbietet, der erst kurz in Deutschland lebt, stellt sich eher noch die Frage, ob dies geschieht, weil es keine anderen Möglichkeiten des Erwerbes gibt. Da kann doch nicht vertreiben das einzige Anliegen sein. Hier muss doch dann geguckt werden, ob die Frauen das aus reiniger Ausweglosigkeit machen und wenn ja, dann muss enstrpechend Hilfe geleistet, werden, dass andere Wege beschritten werden können von den Frauen. Nach meinem Kenntnisstand sind Roma als Gruppe eher traditionell was Moralvorstellungen anbelangt, so dass z.B. freizügige Kleidung schon abgelehnt wird. Wenn ich richtig informiert bin. Wenn nun ausgerechnet aus so einer Gruppe vermehrt Prostituierte stammen sollten, schreit es doch förmlich danach, dass die Prostitution als der einizige Ausweg gesehen wird und dies dann letztlich unfreiwillig geschieht. So wie z.B. auch bei vielen Christen, die vertrieben worden aus dem Irak etc.

    Die sind dann in Ländern gelandet, in denen sie auch keine Rechte haben, aber immerhin nicht verfolgt werden etc. und aus purer Verzweiflung zum Überleben ihre Töchter in die Prostitution schicken.

    „In Syrien wurden in den letzten drei Jahren dreissig neue Bordells eröffnet, 99% der Prostituierten sind christliche Flüchtlinge aus dem Irak, die auf diese Weise den Lebensunterhalt für ihre Familien aufbringen. 5% der Prostituierten sind männlich, „weil die Familien keine Mädchen haben, die sie auf den Strich schicken können“. “
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/menetekel_fuer_europa/

    Bevor hier Mißverständnisse entstehen. Ich will hier nicht auf die Schiene, Prostitution sei immer unfreiwillig. Denn das ist es nicht. Aber zwischen Zwangsprostitution (für mich eines der übelsten Verbrechen, die man Menschen antun kann) und wirklich freiwilligem Anbieten von Sexdiensten gibt es noch weitere Stufen und Prostitution aus Auswegslosigkeit sollte eine Gesellschaft nicht begegnen durch Vertreiben, sondern durch Hilfestellung da raus zu kommen. Und wenn aus einer Gruppe, die moralisch engere Vorstellungen hat als der Schnitt der Gesellschaft, auffalllend vermehrt Sexdienste angeboten werden, dann gehen bei mir die Alarmglocken an, was die tatsächliche Freiwilligkeit anbelangt.

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  • #17
    bodo Redaktion

    @Steff

    Die beiden Themen hängen hier eng zusammen. Der legale Straßenstrich in Dortmund wurde immer von den Anwohnern und Gewerbetreibenden abgelehnt. Als Dortmunder Modell mit sicheren Boxen, Beratungsstelle und guter Zusammenarbeit mit der Kripo war er aber sehr erfolgreich. Es gab kaum noch schwere Gewalt gegen Frauen.
    Seit zwei/drei Jahren zogen verstärkt Frauen aus Bulgarien, meist Romni zu.
    Mit Beginn der o.g. Pressekampagne wurden nacheinander zwei Behauptungen in die Welt gesetzt, die nie jemand versucht hat zu beweisen:
    1. Der Straßenstrich ist der Motor der Zuwanderung. In einer Form umgekehrten Stadtmarketings würde das heißen: Strich zu, Zuwanderung Ende.
    2. Der Straßenstrich ist das Zentrum der „Bandenkriminalität“ der Roma. Es gibt einen signifikanten Anstieg von Eigentumskriminalität im Ruhrgebiet durch bulgarische Staatsbürger. Klar, ein Teil klaut. In der Wahrnehmung der Mehrheitsgesellschaft sind die anderen „Menschenhändler“.

    „Aber zwischen Zwangsprostitution (für mich eines der übelsten Verbrechen, die man Menschen antun kann) und wirklich freiwilligem Anbieten von Sexdiensten gibt es noch weitere Stufen und Prostitution aus Auswegslosigkeit sollte eine Gesellschaft nicht begegnen durch Vertreiben, sondern durch Hilfestellung da raus zu kommen.“
    Seh ich genauso. Hier gibt es klassische Armutsprostitution. Am Anfang wurden die Mädchen laufend schwanger. Natürlich kann man hier auch die Frage nach Täterschaft in der Familie stellen. Alles geschah das nicht durch „Menschenhändler“, sondern durch deutsche Freier, die sich an jungen Frauen vergingen, die z.T. nicht einmal aufgeklärt waren.

    Weil man hier die Geschichte aber rassistisch erzählen konnte („Ekelhäuser“, „Kriminalitätsflut“, „Menschenhändler-Banden“ etc.) reichte das, um den Strich als sichere Basis für Frauen in der Prostitution zu schließen. Behauptung eins erfüllt sich nun vermeintlich dadurch, dass sich wegen des massiven Kontrolldrucks die Leute unsichtbar machen. Das Elend bleibt.

    „5% der Prostituierten sind männlich“ gilt übrigens nicht nur bei Flüchtlingen in Syrien. Die mann-männliche Prostitution in Dortmund findet medial nicht statt, weil sie nicht ins Klischee passt. In Dortmund schaffen Dutzende Familienväter aus Südosteuropa an.
    Interessanterweise unterstellt denen niemand, unter den Drohungen von Zuhältern zu arbeiten…

  • #18
    Creana

    ich bin überrascht, wie informiert herr laurin und einige „zaungäste“ über die organisationsstruktur des sogenannten „milieus“ sind…nämlich gar nicht!

    vermutlich wäre ein „milieukrieg“ den anwohnern der nordstadt und den ruhrbaronen wohl lieber gewesen… zu dem wäre es nämlich gekommen, wenn die stadt nicht eingegriffen hätte.

    merke: man wildert nicht ungestraft in fremden revieren! 😉

  • #19
    Steff

    @Creana

    Das haben Sie aber schön geraunt. Milieu. Schade nur, dass Sie es beim Raunen beließen und man selbst daher nur rätzeln kann, was Sie uns konkret mitteilen wollen.

    Da Sie sich ja offentlich in Sachen organisierter Kriminalität gut auskennen, wäre es interessiert gewesen zu erfahren, für mich als Zaungast, welche rivalisierenden Banden hier ihr Revier verteidigen bzw. erweitern wollen und wieso Sie so sicher sind, dass kein Interesse bei diesen Gruppen besteht, die Hoheit über die Prostitution an anderer Stelle zu erkämpfen. Ferner werden Sie als Fachmann für organisierte Kriminalität auch wissen, dass in diesem Zusammenhang in der Regel Drogendelikte auch eine Rolle spielen und Sie werden sicher nicht annehmen, dass mit Vertreibung des Straßenstrichs dann das Thema nicht an anderer Stelle praktiziert wird.

    Was mich irritiert an Ihrer Aussage, Sie sagen, ohne die Vetreibung, wäre es zu Bandenkriegen gekommen – dass diese nicht deshalb vom Tisch sind, weil ein Straßenstrich geschlossen wurde, steht auf einem anderen Blatt – und damit sei die Vertreibung Rechtfertigung genug. Wenn Sie das wirklich so sehen, dann müßten sämtliche anderen betroffenen Gebiete, Disotheken etc. nach ihrer Auffassung auch einfach nur dicht gemacht werden mit der Konsequenz, dass Unbeteiligte dann auch sehen können, wo sie bleiben. Aufgabe der Behörden – hier insbesondere Polizei und StA – muss doch aber sein, die Täter dingfest zu machen und nicht mal gleich ganze Gebiete räumen zu lassen mit der Folge, dass auch Unbeteiligte darunter leiden müssen.

    Dann würde nach und nach bestimmte „Ausgeh-Viertel“, Straßenstriche etc. dicht gemacht ohne dass das Problem gelöst wäre, denn die unterschiedlichen Banden lösen sich doch nicht mit Schließung einzelner Bars etc. in Luft auf. Die organisierte Kirminalität beschränkt sich ja nun nicht auf Straßenstrichs, sondern findet auch an Orten statt, die jeder Aufsucht. Man nehme nur das Stichwort Türsteherszene. Das kann man doch nicht einfach alles dicht machen. Sondern die Behörden müssen sehen, dass es keine rechtsfreien Räume gibt und die organisierte Kriminalität da bekämpfen, wo sie staatfindet und nicht einfach Örtlichkeiten verschieben. Damit ist doch keinem geholfen.

  • #20
    Steff

    @Bodo Redaktion

    Danke für die Infos!

    Und die anderen Fraktionen lassen das so im Raume stehen? Die Grünen, die bei jeder Gelegenheit Rassismus rufen, sagen nichts dazu?

    Es ist ja unstreitig so, es gibt Gegenden die geeigneter für einen Straßenstrich sind und andere die weniger geeignet sind. Überspitzt, dass neben einer Schule kein Hausfrauen oder Drogenstrich sein sollte, bei dem Dienste überwiegend tagsüber angeboten werden, muss man nicht drüber diskutieren. Wenn die Stadt nun aber Einrichtungen geschaffen hat für die Prostituierten, wird man sich was dabei gedacht haben, warum man das da und an keiner anderen Stelle machte. Von daher ist mir schleierhaft, wieso das jetzt plötzlich nicht mehr geeignet sein soll. Was machen die denn mit den Eirnichtungen, sollen die abgerissen werden oder was?

    Was aber wohl jeder Erfahrungswert sagt, wenn an einer Stelle was dicht gemacht wird, verlagert sich das. Und wenn dann diese Einrichtungen fehlen, ist programmiert, dass dort Gewalt gegen Frauen stattfinden wird. Es kann doch einfach nicht sein, dass man sagt, Hauptsache hier weg ohne eine Alternative zu schaffen. Wie kann man sich die Verantwortung aufladen, denn es absehbar, dass Frauen was passieren wird. Da müssen sich doch die Verwantwortlichen vor fürchten, weil sie es letztlich dann mit ermöglicht haben, dass die Frauen schutzloser sind. Wie kann denn da eine ganze Stadt mitmachen? Es wird doch Hilfsorganisationen geben, die auf die Barrikaden gehen? Warum hört man nichts davon? Es kann doch nicht sein, dass diese Frauen allen egal sind.

    Dass Sinti und Roma keine Lobby haben, ist nichts Neues. Dass Ressentiments bestehen. auch nicht, aber dass hier eine solche Gleichgültigkeit vorherscht, finde ich erschreckend. Dass man also mit der Bemerkung, es seien Roma offensichtlich erreicht, dass sich keiner sorgt und verantwortlich fühlt. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass es wirklich überwiegend Frauen aus dieser Gruppe sind. Daher drängt sich mir so ein bißchen das Gefühl auf, dass zudem noch hierbei etwas behauptet wird, was vielleicht nicht so stimmt. Das werden sie besser wissen. Und richtig erschreckend wird es dann ja, dass man mit so einer Behauptung dann auch noch erreicht. dass keine Proteste stattfinden. Das ließe tief blicken, welche Einstellungen auch unter dne politischen Vertretern gegenüber den Roma gegegeben sind. Das wäre ja schon sehr krass.

    Zu der männlichen Prostitution. Ich sah mal einen Bericht im Fernsehen über männliche Jugendliche, welche ein Drogenproblem hatten und zur Beschaffung von Geld für die Drogen, sich auf den Strich schicken ließen. Da wurden zwei Jungs gezeigt, die immer als Mädchen verkleidet vermittelt wurden. Also die Freier wussten, dass sind Jungs, wollte die aber als Mädchen verkleidet. Diese Jungs hatten ganz große psychische Schwierigkeiten, weil sie einfach ein Selbstidentifikationsproblem dann hatten. Dies lief vor Jahren mal in den Öffentlich Rechtlichen und hatte mich schockiert, wie diese Jungs systematisch zerstört wurden psychisch.

    Sie haben recht, das Thema Prositution von Männern wird weitestehehend nicht beachtet. Gerade im Bereich der Drogenbeschaffung ist das ja nun keine Ausnahme. Warum das totgeschwiegen wird, kann ich mir eigentlich nur damit erklären, dass man es erniedrigender findet, wenn ein nicht homosexueller Mann, Männern seine Dienste anbietet als Frauen und von daher vielleicht noch größere Berühungsängeste mit dem Thema hat zumal es vermutlich weitaus verdeckter stattfindet, als die Prostitution von Frauen. Nach meinem Kenntnisstand, gibt es auch keine Häuser und so, welche solche Dienste anbieten, sondern das dann alles eher über Strichs läuft.

    Die“Edelvariante“ bei Herren, die als Callboys für Frauen arbeiten, vermute ich mal, läuft ähnlich wie bei den Frauen in dieser Liga. Die Frauen, die hier tätig sind, verdienen schon viel und bringen ja auch bestimmte Qualifikationen mit, die es ihnen auch ermöglichen würden, anderes zu machen, so dass ich denke, hier kann man ohne Bedenken von Freiwilligkeit sprechen.

    Aber die jugendlichen Männer, die auf den Strich gehen, haben es verutlich noch weitaus schwieriger als die Frauen, wenn sie sich Hilfe holen wollen. Ich habe keine Ahnung, wie viele davon betroffen sein könnten. Aber Sie schon recht, das gehört auch thematisiert, nur berfürchte ich, wird es hier ganz schwierig sein, an Infos ranzukommen.

  • #21
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Steff: Die Grünen waren gegen die Schließung des Straßenstrichs und auch ihr Dezernent hielt das für einen Fehler. Dortmund wird rot-schwarz regiert und die SPD schießt seit Monaten auf den Dezernenten der Grünen aus alten rot-grünen Zeiten. Der Vorwurf: Er hat nicht hart genug durchgegriffen. Die Grünen in Dortmund haben vernünftig agiert, haben abgewägt und folgten nicht irgendwelchen populistischen Stimmen. FDP und Die Linke machten ebenfalls nicht mit und erwiesen sich als besonnen.

  • #22
    Creana

    @Steff

    Prostitution hat, wie Sie wissen sollten, zunächst einmal nichts mit organisierter Kriminalität zu tun. Diese spielt sich allerdings häufig im „Dunstkreis“ der Prostitution ab. Das kann leider selbst ich nicht von der Hand weisen.

    Und ja: Es wäre früher oder später zu Bandenkriegen gekommen. Bei Prostitution geht es nämlich, wer hätte das gedacht, um Geld!

    Und das die dort arbeitetenden Sinti und Romafrauen fast ausnahmslos alle zum anschaffen gezwungen wurden, wird natürlich auch gerne ausgeblendet!

    Der Strassenstrich in der Nordstadt wurde im übrigen aus einem anderen Gebiet schon dorthin verlegt. Hier zeigt sich auch einmal wieder schön die scheinheiligkeit und verlogenheit der „soliden“! Prostituton ist ja kein Thema, aber bitte nicht vor meiner Hastür!

    Sicher haben sie recht, wenn Sie sagen, dass mit der Schließung dieses Bereichs eine Abwanderung der Profis erfolgen wird. Diese Abwanderung wird von Seiten der Sinti und Roma aber nicht einfach so mitzumachen sein.

    Es kam schon länger zu Spannungen in der Nordstadt, denn wärend beispielweise deutsche Frauen ihre Dienste für ab 30 Euro anboten, taten es die „Zugereisten“ schon ab 5 Euro. Was meinen Sie selbst, wie lange das wohl noch gut gegangen wäre? So kehrt etwas Ruhe ein, die Karten werden neu gemischt und gut ist.
    Alles kein Grund zur Panik…auch wenn einige Damen aus dem „Kober“ das anders sehen.

  • #23
    Creana

    @Bodo-Redaktion

    Mal ganz wertungsfrei zu ihrem Kommentar:
    Wie und wo haben sie das denn recherchiert?
    Können sie das mit Quellen belegen (z.B. wie sie darauf kommen, dass 5% der prostituierten männlich seinen).

    Oder haben sie da doch eher aus der „Emma“ abgeschrieben? 😉

  • #24
    bodo Redaktion

    Nö. Hab die Emma ewig nicht gelesen. 😉
    Das Zitat mit den 5% ist aus dem Post davor und bezieht sich auf Syrien.
    Für Informationen zur mann-männlichen Prostitution in Dortmund empfehle ich Christian Hölbing. http://www.aidshilfe-dortmund.de/sites/neonlicht.html
    Die Aidshilfe spricht von 250 männlichen Strichern.

    Ich finde politische Zahlenspiele im Dunkelfeld nicht besonders seriös. An der Ravensberger Straße waren angeblich 700 Frauen (http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/blaulicht/Bulgaren-zeigen-in-Dortmund-Ansaetze-organisierter-Kriminalitaet-id4286758.html)
    Diese angeblich explodierende Zahl war ein Grund für die Schließung. Seit der Strich geschlossen ist, sollen es 140 gewesen sein. (http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/140-Huren-aus-Dortmund-sind-ploetzlich-verschwunden-id4741353.html). Gleiche Zeitung.

  • #25
    Klaus

    @ die Redaktion

    wenn es schon solche Gesetze dann müssen sie geändert werden. Es kann doch nicht sein, dass alle hierher kommen und sich zum großenteil im Sozialsystem bedienen dürfen. Dann kommt aber die Nazikeule gelle? Irgendwo hab ich mal gelesen, das Rumänien jedes Jahr 3 MRD bekommt für die Förderung dieser Klientel . Es gibt 300 Hilfsorganisationern, davon 270 nur auf dem Papier. Vielleicht sollte man da mal suchen, wohin denn die MRD entschwinden. Bei uns hier hält sich das alles ja noch in Grenzen

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