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SPD: Raucherverbot in Kneipen durch die Hintertür?

Im Landtagswahlprogramm der SPD kommt ein Rauchverbot in Kneipen nicht vor. Beim Wahl-O-Mat sieht das etwas anders aus.

Nach den Erfahrungen der CSU in Bayern ist es um ein striktes Rauchverbot in Kneipen ruhig geworden. Die Union hatte vor zwei Jahren wohl auch wegen des Rauchverbots die Landtagswahl verloren. Regeln wie in NRW – in jeder Kneipe ist der größte Raum rauchfrei, nur in kleinen Kneipen darf noch gepafft werden – haben den Druck aus der Diskussion rausgenommen. Jeder kann so wie er will.

Die SPD geht ohne die Forderung nach einem Rauchverbot in die Landtagswahl. In ihrem Programm ist davon jedenfalls nichts zu lesen. Anders beim NRW-Wahl-O-Maten, auf den mich Jens vom Pottblog aufmerksam gemacht hat. Dort heißt es: “Der Nichtraucherschutz in Gaststätten sollte einheitlich und ohne Ausnahmen geregelt werden. Nur so erreichen wir einen klaren Gesundheitsschutz, eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung und gleiche wirtschaftliche Bedingungen für alle Gastronomen.”

Ja was denn nun? Darf ich im Intershop auch noch eine Kippe rauchen wenn die SPD gewinnt oder müssen wir uns mit ein paar Leuten privat Räume mieten in denen wir machen können was wir wollen?

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56 Kommentare zu “SPD: Raucherverbot in Kneipen durch die Hintertür?

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  • #2
    stefan

    Die SPD hat wohl auch (und endlich) erkannt dass es wirtschaftlich sinnvoller, und eben auch von der Bevölkerung gewünscht ist, das Chaos zu beenden und ein einheitliches Gesetz einzuführen. Zumal das Saarland, und vorraussichtlich auch Bayern dies aktuell auch umsetzen, da eben die Ausnahmeregelung nicht erfolgreich waren.

    Da die Umsätze in Kneipen in NRW mit dem gelockerten Rauchverbot, das in Kneipen praktisch nirgends gilt, schlecht laufen – das Gesetz in NRW mit den meisten Ausnahmen vom Rauchverbot aller Bundesländer hat die größten Umsatzrückgänge aller Bundesländer verursacht – , und ein EU Rauchverbot absehbar ist, ist dies auch ökönomisch sinnvoll – schließlich liegen die Kosten für Raucherumbauten bei um die 20.000 Euro. Die Geschäfte in den Raucherlokalen laufen schlecht, es darf zwar geraucht werden, die nichtrauchende Gäste fehlen naürlich.

    Wahrscheinlich zählt die SPD auch auf die Wähler: viele Bürger lehnen die aktuelle Regelung ab da sie ihnen viele Kneipen verschliesst und die Gäste trennt, viele Wirte lehnen die Regelung ab eben weil jeder anders behandelt wird, und sie sich Chancengleichheit wünschen – diese Stimmen sind nicht zu verachten.

    Möglich auch das man nicht ins Hintertreffen zum Tourismagnet Bayern kommen will wenn dort ein generelles Rauchverbot gilt.

    Das die SPD das angedachte faire (also ausnahmslose) Rauchverbot nicht stark kommuniziert, ist klar, weil dies sonst sofort wieder Populisten und Lobbyisten auf den Plan rufen würde die mit dem Arbeitsplatz und Kneipensterben-Märchen kämen, und sofort wieder NR gegen Raucher aus- und aufspielen würden.

    Der massive Wahl- und Stimmenverlust der CSU, nachdem ohne Not das dortige umfassende Rauchverbot gelockert wurde (auf Druck der FDP) und Kopfschütteln bei Gästen und Wirten verursacht, hat letztlich wohl auch die SPD hellhörig gemacht.

  • #3
    Werner Jurga

    Au weia, dagegen ist ja das ganze groß aufgezogene Tamtam um die Linke und das “derzeit” Kinderkram. Die Sache bringt mich in ein echtes Dilemma; ich bin nämlich kein Wechselwähler. Das bedeutet: ich MUSS SPD wählen. Allerdings: ich bin auch suchtkrank, was wiederum bedeutet: ich MUSS auch rauchen. Echter Mist alles; irgendwie war das Leben früher einfacher.

  • #4
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Stefan: Jeder so wie er will. Ich finde die Regelung in NRW gut. Und das mit dem Kommunizieren der SPD-Position übernehme ich gerne. Die wenigen Gäste in den wenigen verbliebenen reinen Raucherkneipen können doch auch für den wildesten Weißweinschorlkentrinker kein Grund zur Aufregung sein. Im Moment kann jeder nach seiner Facon glücklich werden und das ist doch auch was.
    @Werner: 🙂

  • #5
    stefan

    @Stefan L.:

    In Bayern, im Saarland, in New York, in Irland kann auch “jeder wie er will”. Jeder kann dort (drausssen) rauchen, keiner muss mitrauchen. Die wenigen Hardcoreraucher ok – aber man kann es nicht allen Recht machen.

    Das Problem an der derzeitigen Regel ist doch das man nicht frei entscheiden kann welche Kneipe man aufsucht, s Gäste getrennt werden in verschiedene Zimmer (macht die Stimmung kaputt) und eben, das größere Problem, das viele Wirte gestraft werden die eben keine Ausnahme erhalten und Umsätze an die verlieren die entweder legal oder illegal das Gesetz nicht einhalten. Die aktuelle Regel ist ja eher Dorf-, aber nicht Europatauglich. Touris werden sich fragen warum sie mittags noch rauchfrei genießen und Geld ausgeben dürfen, sich am Abend aber geschlossenen (im wahrsten Sinne) Raucher”clubs” gegenüber stehen, und praktisch draussen bleiben müssen.

    Ich glaube nicht das man sich also doll aufregen muss, ob es nun 90, 67 oder 100% rauchfreie Lokale gibt ist doch unerheblich – man kann dann ja immer noch draussen rauchen, aber man hätt endlich eine Regel die klar ist, ohne Bürokratie, für alle Marktteilnehmer gleich, und NR könnten dann eben auch mal in alle Kneipen.

    In England – eben auch mit starken, “arbeiter”geprägten Ballungszentren” –, wollte man ja eben das in NRW auftretende Verzerrungsproblem vermeiden, und untersagte das rauchen nicht nur in Speisekneipen, sondern auch in Bars und Clubs, weil sonst die, bei denen es verboten gewesen wäre, massiv gelitten hätten, was so nicht mehr der Fall ist.

  • #6
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Stefan: Der Staat muss sich nicht um alles kümmern. Die jetzige Regelung ist ein guter Kompromiss. Dann gibt es eben ein paar Kneipen in die Nichtraucher nicht reingehen. Wenn es zum Rauchverbot kommt werde ich im Winter in keine Kneipe mehr gehen. Wen es erwischen wird sind die Szenekneipen. Wer boomen wird sind diese langweiligen Fingerfood-Familienkneipen. Ich mag die Szenekneipen.

  • #7
    stefan

    Wie gesagt, man kann es nicht allen Recht machen – dann bleiben halt zwei, drei Raucher weg, dafür kommen vier, fünf Nichtraucher. Wem das rauchen wichtiger ist als die Kneipe an sich, der muss halt dann zu Hause bleiben. Dann gibt es halt ein paar Raucher die nicht in Kneipen gehen. Ich hab dieses Argument ohnehin noch nie verstanden: rauchen kann man doch auch zuHause, also kann das rauchen auch nicht der Grund sein das irgendjemand in die Kneipe geht.

    Wer argumentiert, dass Szenekneipen vom Rauch abhängen, irrt. Habe noch niemanden gehört der gesagt hat: “Hej Leute, lasst uns mal heute Abend eine rauchen gehn”. Es kommt doch viel mehr auf die Gäste, die Stimmung etc. an

    Wie gesagt, sehe keine Notwendigkeit für die Beibehaltung der jetzigen Regelung bzw. Verzicht auf die im Ausland erfolgreiche, und sowiso durch die EU kommende. Regt sich anderswo kaum jemand drüber auf.

    Gerade den Kneipen geht es doch schlecht, da kann man die Umsätze auch mal wieder mittelfristig anstoßen: gerade die Eckkneipen sind doch bisher der Betriebstyp der am meisten Pleiten aufweist, und in 100% dieser Kneipen darf geraucht werden.

    Kurzum: ich bin für die bürokratiefreie und rechtssicherste Regelung die jetzt das Saarland oder Bayern vormachen. Man muss dann nicht mehr entscheiden: Kneipe oder nichtrauchen?

  • #8
    TomD

    Der Staat muss sich auch nicht um den Arbeitsschutz kümmern. Jeder soll sich seine Ohren kaputtmachen wie er will, wozu Gehörschutz. MAK-Werte sind auch Blödsinn. Jeder soll sich seine Gesundheit nach besten Fähigkeiten zerstören. Aber ohne seine Mitmenschen oder Angestellte zu gefährden. Die einzige Ausnahme, die ich mir vorstellen kann, sind 1-Mann Betriebe ohne Angestellte.

  • #9
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Stefan: Ich glaube auch nicht, dass wir das gleiche meinen, wenn wir Szenekneipe sagen. Und ich könnte jetzt viel von Neopuritanismus schreiben, vom Kampf gegen das Exzessive, vom Verschwinden der Nischen, aber ich habe darauf jetzt keine Lust. Übrigens: Gibt es noch andere Positionen der SPD, die aus Rücksicht auf “Populisten” nicht im Programm auftauchen? Würde mich interessieren und ein paar andere sicherlich auch.

  • #10
    stefan

    @TomD:

    seh ich auch so – eventuell Vereinslokale ohne Angestellte Ausnahme.

    @StefanL:
    Das wird gerne und oft von Rauchern angeführt, aber ich frag mich dann eher warum man dann nicht gegen das puritanische Trunkenheitsverbot am Steuer, exzessive Einhaltungsforderung von Ampelschaltungen o.ä. gewettert. Was das rauchen mit Nischen zu tun hat weiß ich nicht, jedes Lokal kann doch seine Nischen anbieten wie es will – nur geraucht werden darf nicht. Wenn ein Rauchverbot in Lokalen gelten soll, muss es auch für alle gleichermaßen gelten, dieses aktuelle Hin- und Her, mal hier mal da, ist doch Unsinn. Du bezahlst ja auch nicht in ner 40qm-Kneipe mal 5%, in ner großen Bar mal 20, in nem Restaurant mal 3, und in ner Speisekneipen mit drei Räumen mal 40% MwSt. Gibts darüber noch Bedarf sollen sich die Raucher halt Vereine zum Rauchzweck gründen. Da kann dann jeder hingegen und bei Selbstbedienung dem rauchen fröhnen.

  • #11
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Stefan: Es ist wahrscheinlich noch viel zu wenig reguliert. Her mit den skandinavische Alkoholgesetzen! Ein generelles Rauchverbot in der Öffentlichkeit muß her! Wir brauchen ein Süßigkeitenverbot! Ich bin mir sicher, dir fällt noch viel ein. Wir haben einfach grundsätzlich unterschiedliche Staats- und Menschenbilder.
    Aber noch einmal meine Frage: Gibt es noch andere Positionen der SPD, die aus Rücksicht auf “Populisten” nicht im Programm auftauchen?

  • #12
    Sascha

    Hallo Stefan,
    als Nichtraucher fände ich es natürlich ebenfalls toll, wenn in Clubs, Bars und Kneipen nicht geraucht werden würde. Es gibt nur einen Haken an der Sache. Wenn die Gäste draussen rauchen müssen, bedeutet dies für Anwohner eine erhebliche Zunahme an Lärmbelästigung.

    Ich weiß nicht, ob Du schon mal das Vergnügen hattest in der direkten Nachbarschaft einer gastronomischen Einrichtung zu wohnen. Wenn neben dem normalen “Betriebsgeräuschen” nun auch noch die Gespräche der Aussenraucher dazu kommen, ist der Ärger doch vorprogrammiert. Und an ein Redeverbot für Raucher zwecks Lärmvermeidung wird doch wohl niemand ernsthaften denken, oder?

  • #13
    stefan

    Also die jetzige Regel reguliert doch viel mehr bürokratisch als es eine klare Regel tut. Sowas kann man sich nur in Deutschland ausdenken: Rauchregeln nach der Größe oder Speisenangebot, muss man sich mal auf der Zunge zergehn lassen! Und Bürokratieabbau sollte doch nun wirklich auch mal betrieben werden.

    Ich bin dafür das jeder in einer freiheitlichen Gesellschaft selbst entscheiden kann und sollte was er tut – das gilt auch für den Tabak, ausschliesslich den Fällen wo andere gefährdet oder bevormundet werden.

    Warum also ein generelles Rauchverbot in der Öffentlichkeit? Warum so radikal? Ist doch Sache des Konsumenten was er in seiner Freizeit tut. Warum Süßigkeitsverbot? Tangiert doch andere nicht.

    Finde die ganze Aufregung wie gesagt unnötig. Klare Regel, und gut ist. Das ganze ist dann nach 4 Wochen kein Thema mehr.

  • #14
    stefan

    @Sascha:
    Klar, über das Problem sollte man nicht leichtfertig drüber hinwegsehen, aber das wäre kein Grund das ganze abzublasen. Im Ausland konnte man sich diesbzgl. ja gut arrangieren, und es ist ja auch nicht so das dann 50 Leute kreischend vor der Tür stehen würden. Ich glaube dass man sich da individuell arrangieren kann.

  • #15
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Stefan: Die jetzige Regel ist simpel: In kleinen Kneipen ohne Essen darf geraucht werden – wenn der Wirt es will. In Restaurants nur, wenn es einen Raucherraum gibt. Finde ich nicht so kompliziert. Und wenn Du in NRW Bürokratie abbauen willst, gibt es da sicher lohnende Bereiche in denen Du anfangen kannst. Und nun zum dritten Mail: Gibt es noch andere Positionen der SPD, die aus Rücksicht auf “Populisten” nicht im Programm auftauchen?

  • #16
    Sascha

    @Stefan: Dann erkläre mir doch bitte mal, wie man sich da individuell arrangieren kann. Gerne auch mit konkreten Vorschlägen statt Allgemeinplätzen.

    Ich spreche leider aus Erfahrung: Warum sollten Nachbarn, denen der normale Publikumsverkehr bereits zu laur ist, quatschende Raucher auf der Strasse tolerieren oder sich irgendwie damit arrangieren? Und der Hauptstrassen sind auch schon 10 normal laut sprechende Personen eine deutliche Störung – es müssen keine 50 werden.

  • #17
    stefan

    @Stefan L.
    Abgesehen davon das sie wettbewerbsverzerrend ist, ist die Regel sehr wohl kompliziert und bürokratisch: private Feiern, Brauchtum, ab wann ist ein Restaurant ein Restaurant, was wenn ein Restaurant Abends Kneipe wird, was ist “klein”, ist eine Bar mit Speisen eine Kneipe, warum darf in Diskotheken nicht geraucht werden oder nur ein bisschen, darf in großen Kneipen geraucht werden wenn getanzt wird? was ein Nebenraum, was der Hauptraum? Sowas kann man sich nur hierzulande ausdenken. Abgesehen davon kann man da nicht einfach so willkürlich reinfuchsen in die Gastronomie und den einen es verbieten, den anderen nicht. Die Gastro ist so vielfältig das es praktisch kaum umsetzbar und kontrollierbar ist mit der jetzigen Regel. Wurde ja auch nur wegen der Tabaklobby durch die Hintertür eingeführt die U75-Regel.

    Das ganze hat schon endlos Gerichte beschäftigt und Geld gekostet, von dem unnötigen Kontrollaufwand der Ordnungsbehörden ganz zu schweigen. Hier kann man also mal ganz pragmatisch mit Bürokratieabbau anfangen (nicht immer auf andere Bereiche schieben, sondern einfach mal anfangen!).

    Was ist eigentlich mit all den Kokalen die in den nächsten zwei Jahren teuer Raucherräume einbauen und dann, wenn die EU kommt, wieder abbauen müssen? Dann ist das Gejammer wieder groß.

  • #18
    stefan

    @Sascha:

    Es kommt ja immer auf die individuelle Gegebenheiten drauf an, da muss man auch einfach mal das Gespräch mit dem Wirt suchen (Polizei -> Wirt, Ordnungsbehörden etc.). Ich glaube auch das der typische Raucher durchaus auch mal leise kommunizieren kann, zudem hat er ja sowiso die Zigarette im Mund und ist nach 2 min wieder drinnen (wenn es draussen kalt ist noch schneller).

  • #19
    Sascha

    PS: Und wenn man dann auch noch vom Krankenbett schreibt, schleichen sich die Fehlerteufel ein:

    @Stefan: Dann erkläre mir doch bitte mal, wie man sich da individuell arrangieren kann. Gerne auch mit konkreten Vorschlägen statt Allgemeinplätzen.

    Ich spreche leider aus Erfahrung: Warum sollten Nachbarn, denen der normale Publikumsverkehr bereits zu laut ist, quatschende Raucher auf der Strasse tolerieren oder sich irgendwie damit arrangieren? Und abseits der Hauptstrassen sind auch schon 10 normal laut sprechende Personen eine deutliche Störung – es müssen keine 50 werden.

  • #20
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Stefan: In Bochum hat sich das alles eingespielt. Ich sehe den “riesigen” Aufwand nicht. Es geht, und dabei bleibe ich, im Kern um Neopuritanismus. Und noch einmal: Gibt es noch andere Positionen der SPD, die aus Rücksicht auf “Populisten” nicht im Programm auftauchen?

    Zum Thema Neopuritanismus gibt es einen schönen Artikel in der Jungle World.

  • #21
    Jens

    @Stefan Laurin:
    Übrigens – wenn ich auf nrwspd.de nach “Rauch” suche, finde ich unter anderem folgendes Dokument Ulla Meurer: SPD-Fraktion fordert rauchfreie Gastronomie ohne Ausnahmen. Ich vermute mal, dass das SPD-Contra zum Thema Rauchen in Gaststätten daher rührt.

    Ob es noch weitere Programmpunkte gibt (um Dein ceterum censeo gleich mal indirekt zu beantworten) weiß ich nicht. Spannend wäre das übrigens auch bei den anderen Parteien. Ich vermute aber mal, dass man das wie folgt gemacht hat:

    1.) Passt eine These zum Wahlprogramm bzw. wird diese zum Wahlprogramm beantwortet? Falls ja: Die entsprechende Zustimmung/Ablehnung wurde in den Fragebogen der Wahl-O-Mat-Macher eingetragen.

    2.) Falls es zu einer These keine Wahlprogramm-These gibt: Existieren Parteitagsbeschlüsse, Landtagsinitiativen oder ähnliches zum Thema und können diese zur Beantwortung genutzt werden?

    3.) Falls auch hier nichts existiert: Nach bestem Wissen und Gewissen im Einklang mit den Idealen der Partei beantworten.

    4.) Falls auch das nicht geht: neutrale Antwort.

  • #22
    Sascha

    @Stefan: Und was genau sollen dann Ordnungsamt, Polizei und Wirt besprechen? Was soll der Wirt denn Deiner Meinung nach machen, wenn die Leute vor der Tür stehen MÜSSEN, um zu rauchen?

    Und ist Dir vielleicht auch mal in den Sinn gekommen, daß Leute sich beim Rauchen ganz gerne mal “verquatschen” und da auch länger als die 6 Minuten für eine Kippenlänge stehenbleiben.

    Und das es Leuten, die aus einem Club kommen aufgrund der Lautstärkeunterschiede drinnen & draussen erst mal gar nicht auffällt, wenn sie draussen viel zu laut reden.

    Andersrum gefragt: Wo ist das Problem, wenn Menschen für sich selber frei entscheiden können, ob sie sich dem Rauch aussetzen wollen oder nicht?

  • #23
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Jens: Es wäre fair, so ein Thema ins Wahlprogramm aufzunehmen. Interessiert doch schon ein paar Leute. Aber was passiert den jetzt falls die SPD die Wahl gewinnt: Generelles Rauchverbot oder nicht? Die 2005-2010 Fraktion steht ja nicht zur Wahl sondern die Partei und ihr Programm. Übrigens: Mir hat ein SPD Mitglied erzählt, dass ein generelles Rauchverbot in einem früheren Programmentwurf stand und später rausgenommen wurde. Politikwechsel oder PR-Strategie?

  • #24
    Jens

    @Stefan Laurin (23):
    So ein Wahlprogramm ist ja auch begrenzt vom Platz.

    Kleine Gegenfrage:
    Was hättest Du denn gesagt, wenn die SPD beim Wahl-O-Mat die Antwortoption “neutral” gewählt hätte (analog dem Wahlprogramm) und Du dann im Nachhinein das mit dem Antrag entdeckt hättest.

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  • #26
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Jens: ich hätte gedacht, der Antrag sei nur Oppositionsgehabe und die SPD macht, wenn es darauf ankommt, das, was ihr in eventuell kommenden Verhandlungen am lohnendsten erscheint. Im Saarland ist die SPD ja als Oppositionspartei gegen ein Rauchverbot. Mir ist der Antrag der Fraktion daher egal. Oppositionsanträge sind mehr Öffentlichkeitsarbeit als Politik. Die Frage ist: Was gilt? Wahl-O-Mat oder Programm?

  • #27
    Jens

    @Stefan Laurin:
    Die Frage kann ich Dir nicht beantworten. Frag Deinen örtlichen SPD-Abgeordneten oder Hannelore Kraft.

    Nur wenn wir beide mal ehrlich sind – im Grunde genommen ist für Dich und Deine persönliche Wahlentscheidung die Antwort auf diese Frage egal.

  • #28
    CyberPunk

    Was mich ja irgendwie schon interessieren würde, wird das “Kneipen Sterben” wirklich aufhören wenn ein Rauchverbot kommt (wie ja von Stefan mehrmals angeführt).

    Irgendwie bezweifel ich das, jedem Wirt ist doch auch heute schon freigestellt ob er das Rauchen erlaubt oder nicht. Wenn durch das einführen eines Rauchverbots ein so hoher Gewinnzuwachs zu erwarten wäre wundert es mich das nicht mehr Wirte freiwillig ein Rauchverbot aussprechen. Irgendwie beinhaltet die Behauptung das es den ganzen Kneipen, bei Einführung eines allgemeinen Rauchverbots, besser geht ja schon das die ganzen Wirte für blöde gehalten werden. Wären sie es nicht würden sie ja freiwillig das Rauchen verbieten.

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  • #30
    Hans Czinzoll

    Das aufgeregte Geschnatter darüber,was im Wahlprogramm steht oder nicht steht ist völlig unverständlich. Die Erfahrung zeigt, dass diese Absichtserklärungen nach der Wahl sowieso im Orkus landen.

  • #31
    Peter

    @Stefan
    Kneipen haben Umsatzeinbußen, weil bei ihnen geraucht werden kann? Ist das Dein ernst? Oder liest Du Zeitungsartikel von rechts nach links? Mir unerklärlich, aber egal.
    Übrigens wird niemandem VERBOTEN Raucherlokale zu betreten. Es gibt genügend Alternativen. Vielmehr ist es ja wohl so, daß einige Nichtraucher verqualmte Kneipen so sehr stören, daß sie da nicht hinein WOLLEN. Gibt ja auch Kneipen, in denen Mallorca-Ballermann-Musik gespielt wird – da wiederum möchte ICH nicht rein, käme aber nienienienie auch nur auf die Idee, diesen Läden ihre Musik zu verbieten.
    Dahinter stecken entweder missionarischer Eifer, Mißgunst, Verbitterung oder ähnliches, Entschuldigung, aber anders kann ich das nicht sehen. Der liebe Stefan möchte ja offenbar, daß alle Gaststätten so sind, wie ER sie gerne hätte und fertig. Was anderes lese ich da nicht raus.

  • #32
    mao

    @Stefan L.,
    “@Stefan: Die jetzige Regel ist simpel: In kleinen Kneipen ohne Essen darf geraucht werden – wenn der Wirt es will. In Restaurants nur, wenn es einen Raucherraum gibt.”
    Leider hält sich nur keiner an diese Regeln.
    Am Anfang haben sich die meisten Kneipen/Restaurants daran gehalten.
    Nach und nach, weil z.B. Ordnungsamt nie einschreitet, kann man jeder machen was er will.
    In ausgesprochenen Speiserestaurants kann man noch rauchfrei Essen, aber abends weggehen und rauchfrei irgendwo etwas essen. No.
    Wie heisst es so schön, abgetrennte Raucherraum. Meistens sind es nur Durchgänge, Türen nie geschlossen. Der Rauch hält sich einfach nicht an Schilder, der zieht von allein rüber.
    Bauliche Maßnahmen, z.B. über die Belüftung, im Raucherbereich Luft und Rauch absaugen, in den Nichtraucherbereich Frischluft, werden nicht umgesetzt. Wer soll das bezahlen?
    Dann der gesamte SCh… mit Raucherklubs. Ich müsste Mitglied in meh als 25 Klubs sein. So etwas kann nur deutsche Bürokratie zulassen.
    Jeder gesunde Menschenverstand sagt, dass das alles keine Privatklubs zum Rauchen sind.

  • #33
    Eva

    @ Stefan, Kommentar 20: In Bochum hat sich überhaupt nichts eingespielt. Dort haben sich vielmehr die Raucher auf ganzer Ebene durchgesetzt. Ich kenne keine einzige Kneipe, in der es ein Rauchverbot gäbe. Vielleicht gibt es irgendwo ein Oma-Cafe, in dem nicht geraucht werden darf, doch was soll ich da? Im Konkret und im Tucholsky werden Raucher und Nichtraucher auf verschiedenen Räume aufgeteilt, aber nicht gleichwertig. Die Raucher haben einen Raum mit Glasfassade mit Blick auf das Treiben auf der Straße, im Sommer geöffnet, mit einer Bar, mit Zeitschriftenständern – kurzum, dort ist das Leben. Die Nichtraucher werden in ein Hinterzimmer verbannt, ohne Glasfassade, im Tucholsky sogar ein fensterloser Raum, natürlich im Sommer nicht zu öffnen, keine Bar, keine Zeitschriften, alles einfach tot. Das ist keine Aufteilung, das ist ein Abschieben der Nichtraucher.
    Wir Nichtraucher wünschen uns einfach nur, mit unseren Freunden zusammen ausgehen zu können, ohne dabei den Krebsdunst einatmen zu müssen. Ist das ein so vermessener Wunsch?

  • #34
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Eva: So ist die Welt: Wer den Umsatz bringt bekommt die guten Plätze. Und Raucher bringen Kneipen mehr Umsatz als Nichtraucher. All die tollen Kneipen in die Du gerne gehst gäbe es ohne Raucher gar nicht:

    Ein öffentliches Rauchverbot in Deutschland könnte nicht nur zu weniger Rauchen führen, sondern auch den Alkoholkonsum verringern. Wie eine aktuelle Studie des RWI Essen zeigt, reduziert sich insbesondere bei Männern mit dem Tabak- auch der Alkoholkonsum. (…) Würde in Deutschland ein öffentliches Rauchverbot eingeführt, könnte dies auch dazu führen, dass weniger Alkohol getrunken wird. Das lässt sich aus einer aktuellen Studie des RWI Essen ableiten. In ihr wurde untersucht, wie es sich auf den Alkoholkonsum auswirkt, wenn um ein bestimmtes Maß weniger geraucht wird. Dabei gab es keine Hinweise darauf, dass ein Weniger an Zigaretten durch ein Mehr an Alkohol ersetzt wird. Vielmehr reduzierte sich insbesondere bei Männern mit dem Tabak- auch der Alkoholkonsum.

  • #35
    Eva

    Lieber Stefan, warum sagst Du zusammen mit anderen Rauchern nicht einfach die Wahrheit? Rauchen ist eine Sucht, und das Wesen einer Sucht ist nun mal, dass man nicht ohne weiteres von ihr lassen kann. Dass Ihr immer und überall rauchen wollt, liegt einfach nur daran, dass Ihr Entzugserscheinungen vermeiden wollt. Nur darum geht es – alle Argumente auf der Sachebene halte ich für vorgeschoben.

  • #36
    Werner Jurga

    @ Eva (#35)
    Also, ich habe es gleich gesagt (#3). Keine Frage: Nikotin macht ganz enorm süchtig. Und übrigens: dafür ließen sich – sozusagen auf der Sachebene auch – wie ich finde: gute – Gründe benennen.

  • #37
    ÖDP-Fan

    Ein absolutes Rauchverbot muss dringend her. Daher

    www.oedp-nrw.de

    Die haben das in Bayern auch schon fast geschafft:
    http://www.nichtraucherschutz-bayern.de/index.php

  • #38
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Eva: Schau Dir den ÖDP-Fan an. Mir wäre es ja peinlich mit solchen Ökohanseln einer Meinung zu sein 🙂

  • #39
  • #40
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @ÖDP Fan: Ein guter Grund gegen das Rauchverbot ist, dass es sicher stellt, dass ich Leute wie Sie noch nicht einmal aus Zufall in meiner Lieblingskneipe treffe. Übrigens: Glauben Sie den Scheiß mit der Handy-Strahlung wirklich? (Habe mir mal eben die ÖDP-Site angeschaut)

  • #41
    ÖDP-Fan

    @ Stefan. Wußte garnicht was ich dir getan hab. Für Nichtraucherschutz zu sein ist ja jetzt kein Grund jemanden nicht zu mögen oder?
    Wegen den Handystrahlen: Ich hab zwei und benutze beide viel. Die Forderung die Grenzwerte zu Senken um die Strahlung weniger energiereich zu machen um mögliche Spätfolgen einzuschränken find ich ok (in Österreich oder Australien haben die geringere Grenzwerte und auch Handys). Ob die Strahlung schädlich weiß ich nicht und ist wissenschaftlich weder widerlegt noch bewiesen.

  • #42
    ÖDP-Fan

    Achja: Und du musst doch aufpassen, in meiner Stammkneipe bin ich immer gern an der Theke, auch wenn die im Raucherbereich ist. Der Feind lauert überall:)

  • #43
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @ÖDP-Fan: Ich habe nichts gegen Nichtraucherschutz. Und die heutige Regelung in NRW berücksichtigt die Interessen beider Gruppen. Nur ein absolutes Rauchverbot finde ich übetrieben.
    PS: Du bist das also mit dem Kräutertee am Tresen 🙂

  • #44
  • #45
    mao

    #43
    Ich wüste nicht, inwiefern die Interessen der Nicht-Raucher in NRW berücksichtigt werden. Wo gibt es eine Verbesserung?
    Ich sehe große Nachteile, wenn ich enigeräuchert werde, deshalb konsumieren ich weniger häufig.

  • #46
    Michael Kolb

    @Eva und @ all…

    Gerade das Konkret ist ein unheimlich schönes Beispiel… ich bin mir nur noch nicht so ganz klar wofür, aber das wird sich finden.

    Der Wirt, als Selbstständiger geradezu ein Paradebeispiel für die Klientelpolitik der FDP, hatte eine unternehmerische Entscheidung zu treffen, als Raucher von Normalatmern trennte: “Wie bekome ich die meiste Kohle” oder “Mit welchem Publikum generiere ich den meisten Gewinn”? Für ihn wäre es ein leichtes ergewesen, die Raucher nach hinten zu verbannen, hat er aber nicht getan, warum?

    Ich kann auch das Gejammer nicht verstehen, wir Raucher würden die tollen Plätze am Engelbert okkupieren. Statistisch gibt es doch mehr Normalatmer als Raucher. Vor dem Konkret gibt es, wenn ich es richtig erinnere, fünf Tische (den Aussenbereich ausgenommen), mit jeweils 4-5 Plätzen, da sollte es doch ein Leichtes sein, 20 aufrechte Nichtraucher abzukommandieren. die diese Plätze einnehmen und uns Raucher verdrängen… Überhaupt… warum geschieht das nicht? Warum nehmt ihr Normalatmer uns Rauchern einfach nicht den Platz weg? Ihr seid mehr als wir. Geht aus dem Haus, setzt Euch an die Tresen. auf die Terassen und verweist die Raucher, mit Verweis auf das Ordnungsamt, wenn gar nichts mehr geht, auf ihre Plätze! Warum tut Ihr das nicht?

    Aber ne, es wird darüber gejammert, daß Zeitungen und Zeitschriften immer noch im Raucherbereich ausliegen… ‘schulligung…. aber genau dort wo sie jetzt liegen, dort lagen sie schon immer. Wer auch immer, zu egal welcher Zeit, wo im Konkret gesessen hat, der hat sich sich immer von dort hohlen müssen, wo sie heute immer noch ausliegen oder aushängen. Warum sollte sich daran etwas ändern? Das würde ja auch bedeute, daß man das Personal des Konkret zur Arbeit des Umräumens animiert… und das wollen wir doch alle nicht! Oder?

  • #47
    Eva

    @ Stefan und Michael, 34 und 46: Dass derjenige, der mehr bezahlt, auch bestimmt, wo es lang geht, könnt Ihr kaum ernst meinen. Bei folgerichtiger Anwendung dieser Logik müssten beispielweise auch die Konsumenten von Kinderpornographie im Internet bevorzugt behandelt werden, denn die sind im Gegensatz zu anderen Usern bereit, für ihr “Hobby” große Summen auszugeben.

  • #48
    Sascha

    @Eva: Wie sieht denn eine bevorzugte Behandlung im Internet aus? Mehr Bandbreite für weniger Geld?

  • #49
    Arnold Voß

    @ Michael Kolb und Eva

    Nur zur Versachlichung der Diskussion. Die Tages- und Wochenzeitungen im Konkret liegen nicht im Raucher- sondern im Nichtraucherbereich! Die Glastür zum Raucherbereich ist vom Nichtraucherbereich eindeutig hinter dem großen Zeitungsregal. Im Raucherbereich liegen nur die Reklame- und Szenemagazine zum Mitnehmen.

    Ansonsten gilt: über eine Sucht gibt es keine rationale Diskussion. Weder mit den Süchtigen noch mit denen, die ihr entsagt haben oder nie in Versuchung geraten sind, geschweige den zwischen beiden Gruppen. Ich bin übrigens Nichtraucher, war es aber nicht immer.

  • #50
    mao

    @Michael
    Du hast es vollkommen verstanden, ein Raucher kann vielen Nichtraucher schon verärgern, umgekehrt nicht.

  • #51
    Michael Kolb

    Gruselig, wie viele Rechtschreibfehler sich in meinen Kommentar eingeschlichen haben…

    Ich nehme mal an, daß @Mao mich mit seinem Kommentar gemeint hat, jedenfalls finde ich auf die Schnelle keinen anderen Michael über mir. Stimmt, als Raucher kann ich allein jede Menge Normalatmer vergraulen, aber ich meinte es eigentlich ja umgekehrt. Sitzen auf den tollen Plätzen im Cafe jede Menge Nichtraucher, finde ich also keinen Platz mehr, könnte ich, rauchend, mich dort nicht mehr niederlassen und anderen den Aufenthalt vermiesen. Durch ihre zahlenmäßige Überlegenheit würden mich die Normalatmer einfach in meine Schranken verweisen und könnten die frische Luft genießen.

    @Arnold

    Danke für die Versachlichung, wenn das craving einsetzt, dann kann man das gut brauchen 😉

    @ Eva

    Dein Kommentar ist unterirdisch und disqualifiziert eigentlich, aber ich glaube, das ist Dir auch klar. Aber egal, ich lasse mich darauf ein:

    Es war und ist die unternehmerische Entscheidung der Geschäftsführung, im Konkret die Normalatmer auf die billigen Plätze zu verweisen, da kann kein Raucher etwas zu. Es ist ja nun nicht so gewesen, daß Raucher massenhaft eingewirkt hätten, um die “guten” Plätze zu bekommen… oder?

  • #52
    mao

    Hallo Michael,

    was Du meinst ist Aussperren, dafür müssen alle Plätze belegt sein. Vergraulen geht anders. Wenn der Raum vollgestänkert ist, habe ich keine Lust mich dahinzusetzen, oder wenn ich schon da sitze, verlasse ich das Lokal, wenn es zuviel wird.
    Die Logik der Wirt ist aber eine andere. Alle können sich in den Raucherbereich (das Wort gefällt mir nicht, es meint den Bereich, in dem geraucht werden darf, nicht der Bereich für Raucher) setzen. Im Nicht-Raucherbereich “darf” sich kein “Raucher” aufhalten. Um aber keinen Gast von den besten Plätzen zu auszuschließen, ist der schönste Platz der Raucherbereich.
    Ich sehe das anders: Im Nichtraucherbereich (besser Nichtrauchen-Bereich) ist auch für Raucher Platz, nur müssen die ihrer Sucht woanders nachgehen.
    Ich frage mich nur, warum dies in Deutschland so schwierig ist.
    Anscheinend ist es gesellschaftlich schwieriger, dem Raucher zu nötigen, vor die Türe zu gehen, als den Nichtrauchern den Rauch anzutun.
    Im Luftverkehr funktioniert ist es, auch wenn es mancher Raucher gerne anders hätte. Warum nicht in der Kneipe, dem Restaurant.

  • #53
    Eva

    @ Mao: Ist doch klar, warum es in Deutschland scheinbar so schwierig ist, den Nichtraucherschutz durchzusetzen. Das Stichwort heißt Tabaksteuer. Die bringt dem Staat sehr viel Geld. Deswegen unternimmt keine Partei ernsthafte Anstrengungen, Deutschland in Sachen Nichtraucherschutz auf den Stand zu bringen, den andere Länder längst haben.

  • #54
    mao

    @eva
    An der Tabaksteuer liegt es nicht. Das hieße ja, Gesundheitspolitiker wären kostenbewusst.
    Ich glaube eher, dass wir in Deutschland in den letzten Jahre eine Kultur betrieben haben, ja keinem auf die Füße zu treten.
    Ein gute Beispiel sind die im europäischen Vergleich sehr moderaten Strafen im Straßenverkehr. Heute muss man sich dafür rechtfertigen, dass Regeln kontrolliert werden und nicht dass man sie nicht eingehält.
    Ein großer Teil möchte ein strengeres Einhalten der Regeln, ein anderer großer Teil fühlt sich aber stark belästigt.
    Da ist Nichtstun angesagt. Widersetzt sich ein Politiker den Interessen, stößt er viel stärker auf Ablehnung als wenn er nichts tut.

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