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Ständige Vertretung Dortmund eröffnet Coworking Space

Jetzt gibt es für Solo-Selbständige im Ruhrgebiet eine weitere Alternative zur Einsamkeit des Home Office: Nach CoWoDo hat nun am Hohen Wall Nr.15 der zweite  Coworking-Space seine Pforten geöffnet. Von unserer Gastautorin Sarah Meyer-Dietrich.

25 Arbeitsplätze stehen zur Verfügung. Wahlweise tage- wochen- oder monatsweise. Für einen Tagessatz von 15 Euro (günstiger im Falle von Wochen- und Monatstickets) bekommen die Coworker Schreibtisch, Stuhl, Lampe und W-LAN zur Verfügung gestellt und können Drucker, Kopierer, Scanner und Faxgerät nutzen.

Spannender als die Nutzung der Facilities ist aber vermutlich die Nutzung der im Coworking Space entstehenden Kontakte und Netzwerke. Und so denkt man bei Coworking meist an mehr als nur die Nutzung gemeinsamer Infrastrukturen. Auch wenn der Begriff selbst erst einmal kein zwingendes Miteinander-Arbeiten bedeuten muss. Ein Nebeneinander-Arbeiten ist es allemal. Sei es im Großraumbüro oder bei der Pause im Social Space – eins ist der Coworker jedenfalls nie: allein.

Der besondere Charme eines Coworking Spaces erschließt sich daher vor allem, wenn Austausch stattfindet. Also zum Beispiel dann, wenn der Blogger einen Programmier für eine spezifische Problemlösung braucht und ein solcher zufällig gerade im gleichen Space arbeitet. Oder wenn Designer und Fotograf ein gemeinsames Projekt anstoßen, weil ihnen im Gespräch im Social Space wertvolle Impulse zu einem intensiveren Coworking gekommen sind. Im besten Fall kann es vorkommen, dass ein Auftraggeber sich nicht an einzelne Akteure, sondern an einen ganzen Coworking Space mit Bitte um Problemlösung wendet.

Die Ständige Vertretung, die all das in Dortmund möglich macht, kennt sich aus mit Zusammenarbeit. Ist sie doch selbst ein Gemeinschaftsprojekt von HEIMATDESIGN und TechnologieSALON. Und bietet insbesondere einen Ort des Austauschs, nämlich im Rahmen von Workshops und Vortragsreihen. Dazu wurde dann auch direkt der Tag der Eröffnung genutzt. Gleich zwei Podiumsdiskussionen gab es zu verfolgen. Die erste zum Thema Innovationsökologien (mit Andrea Höber / Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr; Claudia Keidies / Wirtschaftsförderung Dortmund; Bastian Lange / multipl:cities; Bernd Fesel / ECCE), die zweite zum Thema ‚Coworking weitergedacht’ (Peter Schreck / Idea Republic; Daniel Veselka / Ständige Vertretung Dortmund; Sven Stienen / Pottspotting; Fabian Holst / technologieSALON). In der ersten Runde stellte Bastian Lange heraus, dass Innovationsökologien, also solche sozialen Ökosysteme, aus denen ‚Neues in die Welt gebracht wird’, insbesondere auch aus Austausch, hybriden Gemeinschaften und temporären Projekten bestehen. Coworking könnte solche Innovationsökologien also durchaus begünstigen. Zu den Fragen, welche Ressourcen gebraucht werden, um Innovationsprozesse dieser Art zu fördern, und wie hier unterstützend seitens der Stadt eingegriffen werden kann, entbrannte im Publikum allerdings vor allem die Diskussion um Finanzierungsmöglichkeiten im kreativwirtschaftlichen Bereich. Eine interessante Anregung jenseits monetärerer Ressourcen brachte Claudia Keidies ins Spiel: Im Rahmen der Wirtschaftsförderung Dortmund wird der Austausch nicht nur innerhalb der Kreativwirtschaft forciert, sondern mit Hilfe des Cross-Clustering auch der Austausch zwischen den Branchen unterstützt. Bernd Fesel berichtete über die Idee von ECCE, matchmaking zu betreiben, indem Leerstände für Kreative als Räumlichkeiten nutzbar gemacht würden. Er warnte aber auch davor, die Erwartungen an solche Spaces zu hoch zu hängen. Man könne nur Möglichkeitsräume eröffnen, ob daran auch wirklich ein Erfolg geknüpft sei, ließe sich nicht unmittelbar beeinflussen.

Im zweiten Diskussionsblock stellte man sich die Frage, ob das Betreiben eines Coworking Spaces auch bedeutet, dass man regulierend eingreifen muss, um etwa eine möglichst heterogene Zusammensetzung der Akteure zu erreichen. Es herrschte der Konsens, dass solches Eingreifen oft weder möglich noch sinnstiftend sei. Denn letztlich reguliere sich ein Coworking Space auch von alleine. Wer das Gefühl hat, in einem kreativen Milieu gelandet zu sein, bleibt, wer keinen Nutzen in der jeweiligen Konstellation sieht, verlässt den Space. Dass Coworking Zukunft haben wird, darin waren sich alle einig. Für Kreative, die selten in klassischen Festanstellungen arbeiten und folglich eher als Projektarbeiter und Solo-Selbständige unterwegs sind, war so ein Ort in Dortmund längst überfällig. In einer immer flexibler werdenden Arbeitswelt werden es aber vielleicht künftig nicht nur die Vertreter der kreativwirtschaftlichen Branche sein, die in den Coworking Spaces Raum für Arbeit und Austausch suchen. So oder so, der Space in Dortmund wird wohl nicht lange leer stehen. Denn Interesse, so verkündet Daniel Veselka von der Ständigen Vertretung nicht ohne Stolz, haben schon viele bekundet.

 

RuhrBarone-Logo

45 Kommentare zu “Ständige Vertretung Dortmund eröffnet Coworking Space

  • #1
    Torti

    Warum muss man eine gute Idee mit diesem schrecklichen Denglisch verhuntzen ?
    Social Space ist doch der Pausenraum oder ist das so ein Sexding ?

  • #2
    David Schraven

    Das ist Denglisch.

    „Facilities“ – Ein Klo? Wenn ein Programmierer im gleichen „Space“ arbeitet?

    Das ist doch PR-Schreibe. Bitte besser machen.

    Und zum Inhalt. die billigen Klapptische für 15 Euro am Tag sind zu teuer bezahlt.

    Kriegt die ständige Vertretung dafür Fördergeld? Wenn ja, von wem? Die Info fehlt im Text.

  • #3
  • #4
  • #5
  • #6
  • #7
    Jens

    @Marc Raschke (5):
    Ja klar, der Artikel handelt von der StäV (ach nee, die ist ja in Berlin… *g*). Aber direkt zu Anfang heißt es:

    Dortmunds erster offizieller Coworking Space hat am Hohen Wall Nr.15 die Pforten geöffnet.

    Das empfinde ich ehrlich gesagt als falsch: Schließlich hat der CoWoDo e.V. seinen Coworking Space in Dortmund definitiv eher eröffnet. Übrigens: Im Rahmen der Eröffnung dort (ich war dabei) wurde auch die ständige Vertretung genannt. Das wurde anscheinend bei der Eröffnung der StäV wohl nicht gemacht, ansonsten wäre das hier ja auch erwähnt worden, oder?

  • Pingback: Rund ummen Blog (8. Mai 2011) | Bottblog.de - Blog zum Ruhrmetropölchen Bottrop anne Emscher

  • #9
    Stefan Laurin

    @All: Wir haben den Fehler korrigiert und bitten um Entschuldigung.

  • #10
    Sarah Meyer-Dietrich

    @ Jens Matheuszik: Den CoWorking Dortmund e.V. kannte ich tatsächlich nicht. Entschuldige also meine Aussage, es wäre der erste Coworking Space, der in Dortmund die Pforten öffnet. Stefan Laurin korrigiert das bereits in meinem Beitrag.
    Schade finde ich, dass von euch auch keiner als Diskussionspartner für die Podiumsdiskussion dabei war. Da hättet ihr ja auch einiges mit zu diskutieren gehabt, schätze ich. Seid ihr denn in Kontakt mit den Leuten von der Ständigen Vertretung? Eine Vernetzung wäre da ja vielleicht auch ganz spannend.

    @ Torti: Ja, der Social Space ist der Pausen- bzw. Aufenthaltsraum. So heißt er jedenfalls im Coworking Space der Ständigen Vertretung Dortmund. Ob man die englischen Begriffe in so einem Kontext mag oder furchtbar findet, ist natürlich Geschmacksache. Zumindest finde ich es aber eine konsequente Begriffswahl, in einem Coworking Space einen Social Space zu haben. Also wenn schon Coworking Space, dann auch Social Space.

    @ David Schraven: Auch hier gilt für mich, dass die Nutzung englischer Begriffe in einem eigentlich deutschsprachigen Text Geschmacksache ist. Und damit meine ich auch, dass du natürlich jedes Recht der Welt hast, das furchtbar zu finden. Allerdings gibt es eben auch viele Branchen, in denen eine solche Sprachmischung durchaus üblich ist (siehe auch die hier zitierten Begriffe „Cross Clustering“ und „matchmaking“). Da fällt einem selbst so eine Wortwahl, die anderen übel aufstößt, oft selbst gar nicht mehr auf. Vielleicht schreibe ich aber beim nächsten Mal „Ausstattung“ statt „facilities“.

  • #11
    Marc Raschke

    Ich hörte, dass die Köpfe hinter cowodo wohl bei der Entwicklung des Coworking-Spaces „Ständige Vertretung“ zunächst mitgemacht haben bzw. sich zu den Meetings gesellten haben, um dann letztlich knapp einen Monat vorher ein eigenes Ding zu eröffnen 😉

    In der Hinsicht ist das mit dem „erster sein“ schon so eine Sache 😉

  • #12
    Jens

    @Sarah Meyer-Dietrich (10):
    Kein Thema. Schade aber, dass anscheinend (genau weiß ich es nicht, ich war ja nicht dabei – aber es klingt aus dem Bericht schon so hervor) seitens der StäV auf CoWoDo e.V. nicht eingegangen wurde. Das wo meines Wissens auch StäV-Leute bei der Eröffnung des CoWoDo dabei waren und dort sicherlich genau so wie ich mitbekommen haben, dass natürlich auch die StäV erwähnt wurde.

    Jedoch hätte man das mit dem CoWoDo durch eine einfache Recherche herausfinden können.

    Ich muss jedoch noch etwas klarstellen, ich gehöre nicht zu den Verantwortlichen des CoWoDo, war aber – wie andere Presseberichterstatter – bei der Einweihung dabei und habe darüber berichtet. Inwiefern Vertreter des CoWoDo bei der StäV eingeladen waren oder nicht, weiß ich nicht.

    Selber war ich bei der StäV-Eröffnung nicht, was wohl damit zu tun hat, dass ich davon auch gar nicht wirklich was wusste. Auch wenn ich dieser Tage gerne in Dortmund (heja BVB!) bin, kenne ich da nicht jede Veranstaltung.

    @Marc Raschke (11):
    Da habe ich was anderes gehört (so eine Vereinsgründung mit Amtsgericht & Co. zieht man ja auch nicht mal eben durch) – und im Grunde genommen geht es ja nicht primär darum, ob eine gute Idee von einer Person oder einer Gruppe oder von mehreren umgesetzt wird. Vorbilder gibt es ja in anderen Städten (Berlin, Düsseldorf, Essen, Köln um nur einige zu nennen) schon seit längerem. Und egal ob mit (relativierendem?) Smiley oder ohne, wenn etwas zu erst da ist, dann kann man das auch ruhig so nennen.

  • #13
    Torti

    @Sarah Meyer-Dietrich
    Das es in Marketingkontexten zu diesem Sprachgemisch kommt ok.
    Aber dies ist doch ein journalistischer Beitrag. Und wie ich finde ein mieser.
    Die Ruhrbarone stehen für Qualität und guten Journalismus. Und nicht für die Veröffentlichung eines Prospektextes.

  • #14
    Marc Raschke

    @Torti: Die Qualität mancher Kommentare war aber auch schon mal besser …

    @Jens: Mensch, Du verteidigst die cowodos ja … by the way: Die „Ständige Vertretung“ (d.h. der Raum mit Schaufensterfront im Erdgeschoss) gibt es seit ca. anderthalb Jahren und war schon immer als Co-Working-Platz ausgelegt – allerdings für eine quasi geschlossene Gruppe von Unternehmen. Daraus erwuchs der Gedanke, dies auf das gesamte Haus auszuweiten und öffentlich zu machen.

  • #15
    Stefan Laurin

    @Marc: Die Begriffe sind ja keine Fachbegriffe sondern PR-Hülsen, die unrefklektiert übernommen wurden. Schade, denn diese Sprache entlarvt ja diejenigen, die sie verwenden. Zur Erinnerung: Wir reden hier über einen Raum, in dem Schreibtische stehen. Cross-Clustering – Branchenübergreifende Zusammenarbeit. Gab es immer schon. Warum müssen es Spaces sein – und nicht einfach Räume? Das sind ja keine Fachausdrücke – mit solchen Begriffen blasen sich Nullen wie Fesel auf. Ich bin mit dem Text auch nicht glücklich, weiß aber das Sarah es besser kann.

  • #16
    Marc Raschke

    @Stefan: Weil Coworking eben mehr als nur „alle sitzen in einem Raum“ ist … deshalb passt Space schon besser (und das nicht nur, weil der Trend aus den USA kommt) … mit Space ist auch das Vernetzen gemeint – was sowohl räumlich als auch virtuell sein kann …

  • #17
    Stefan Laurin

    @Marc: Wenn Menschen in einem Raum sitzen ergibt sich immer etwas – das nennt man Kommunikation. Den Raum als Space zu bezeichnen ist PR-Sprache. Schlechte PR-Sprache. Ich habe überhaupt nichts gegen Anglizismen – sie können in einem Text ein schönes Stilmittel sein. Aber PR-Sprache sollte man nicht unreflektiert in einen journalistischen Text übernehmen. Über die Sprechblasen hätte man sich sehr schön lustig machen können. Den Begriff Coworking meine ich damit nicht – das heißt so und ist ok. Aber Cross-Clustering und Spaces sind einfach nur lächerlich.

  • #18
    Marc Raschke

    @Stefan: Ich finde es ja bemerkenswert, wie sehr hier die deutsche Sprache und der „reine“ Journalismus hochgehalten werden. Aber mal im Ernst: Wenn ich als Journalist über Co-Working schreiben möchte, dann kann ich an einem Wort wie Space nicht vorbei, weil er mit der Bewegung verbunden ist … dann müsste ich ja vielleicht bei einem Bericht über Skater künftig auch „Rollbrett“ statt „Skate-Board“ schreiben???

  • #19
    Stefan Laurin

    @Marc: Du verstehst es nicht. Und ich habe keine Lust es Dir zu erklären.

  • #20
  • #21
    Rambo

    Es sind ja nicht nur die Anglizismen, die wirklich doof sind, sondern auch ein Wort wie „Innovationsökologie“, das klar macht, wie völlig verblödet die ganze „Kreativwirtschafts“-Bagage ist. Dass die Autorin des Textes nicht fähig ist, wie sie selbst bestätigt, diese sprachliche Verblödung zu reflektieren, macht deutlich, dass sie keine Journalistin ist, sondern hier lediglich einen PR-Text für ihre Kreativ-Seilschaften verbreitet.

  • #22
    Mit-Leser

    In Berlin gibt es dank des guten Wetters jetzt auch wieder Open Air Co-Chilling Areas im City-Green. In Neukölln bieten die auch ein Cross-Cultural-Crossing mit Barbecue-Feeling. Hab da heute ein Co-Walking durchgemacht und ein gutes Feeling, dass die Idee Schule macht. 😉

  • #23
    Richard

    @Torti: Der Text ist offensichtlich von einem PR-Futzi geschrieben worden. Die Idee, sich als Selbstständige eine Räumlichkeit zu teilen, ist super. Aber wenn solche Leute meine Vermieter sind, überlege ich mir das lieber noch einmal.

  • #24
    Anschie

    Und wegem diesem Fasel-Fesel-Blabla von Etsche, Kreativwirtschaft, matchmaking & Co. gefällt mir diese ständige Vertretung nicht so gut. Abgesehen davon, dass der Name einer Berliner Exilantenkneipe von Alt- und Kölsch-Fans aus dem Rheinland für eine Einrichtung in der Bierstadt Westfalens eher unklug erscheint.

  • #25
    Rambo

    Genau genommen weiß ich ja auch nicht, warum ich 15 Euro am Tag für einen Arbeitsplatz in einem Großraumbüro, das aussieht wie ein Finanzamt aus den Siebzigern, zahlen soll. Da bleibe ich doch lieber einsam zu Hause und rauche während der Arbeit, bei der ich dann auch nicht dauernd die Telefonate von dem Nachbar-Solo-Selbständigen mithören muss. Das einzige, was so ein Projekt attraktiv machen würde, wäre eine Telefonistin, die in meiner Abwesenheit Anrufe entgegennimmt, und ein gut ausgestatteter Konferenzraum, in dem man eventuell auch mal Kunden empfangen könnte. Das scheint es da ja alles nicht zu geben. Und für die Innovationsökologie ist die Kneipe, das Café oder der Balkon immer noch am besten.

  • #26
    Stefan Laurin

    @Rambo: Du unterschätzt natürlich die vibrierenden Soft-Skills in den Spaces, die zu einem Mentalen-Upgrade durch Cross-Communication führen. Mach Dir mal klar: Wir sind alle im People-Business.

  • #27
  • #28
    Rambo

    Nachdem ich einige Texte auf der Internetseite der Ständigen Vertretung Dortmund gelesen habe, weiß ich jetzt: In Zeiten des postheroischen Managements sind Zahlen zahllos und nur kryptobotanische Bestimmungen können die vollständige Immersion im Moleskin-Büchlein verhindern.

    Der Hesse in mir ruft: Biste weisch?

    @ Hr. Raschke: Da bleibe ich doch gerne Ruhrgebiet und vereinsamter Solist am Klavier oder der Selbständigkeit.

  • #29
    Stefan Laurin

    @Marc: Ich hoffe nicht. Wenn es so bleibt, wie es in den vergangenen Jahrzehnten war, wird es auch jetzt wieder Hypes hinterherlaufen ohne sie zu hinterfragen. Und ohne zu bedenken, wo reale wirtschaftliche Potentiale liegen. Coworking halte ich prinzipiell für eine gute Idee – wenn die von Rambo beschriebenen Zusatznutzen dazukommen. Warum man das aber so lächerlich verkaufen muss, ist mir nicht klar.

  • #30
    Stefan Laurin

    So geht es professionell – auf den Punkt gebracht, pragmatisch und am Nutzen orientiert. Und ohne einen lächerlichen Überbau:

    http://www.brooklyncreativeleague.com

  • #31
    Marc Raschke

    @Rambo: Hast ja recht, aber wie würde der Kölner sagen? Jeder Jeck is anders. Leve und leve lasse…

    @Stefan: Gebe Dir völlig recht, dass das Ruhrgebiet vielen Säuen unreflektiert hinterherläuft, die durchs Dorf gejagt werden. Oft aber auch bedingt dadurch, dass etwas von oben bzw. von sogenannten Kulturbeauftragten verordnet wird. Coworking kommt immerhin mal „von unten“. Und da sehe ich gern über den einen oder anderen Anglizismus hinweg, wenn’s denn hilft, den „kreativen Urschlamm“ im Ruhrgebiet zu fördern.

    Zumindest sollte das ein oder andere Fremdwort nicht der Grund sein, eine Idee bzw. eine Gedankenrichtung zu verteufeln.

  • #32
    Stefan Laurin

    @Marc: Es ging nicht um „Fremdworte“, es ging um alberne PR-Sprache. Das ist schon was anderes.

  • #33
    Marc Raschke

    Ich sage es doch: Jeder Jeck ist anders… und was manch einer als PR-Sprache bezeichnet, würde ein Amerikaner wie selbstverständlich in den Mund nehmen (z.B. „workspace“). Aber nu is aber auch mal gut … Et het noch imma jot jejange 😉

  • #34
    Rambo

    etwa genau so selbstverständlich wie wir hier „Arbeitsplatz“ sagen würden?

  • #35
    Timboslav aka Rambos Mudder

    Nach Lektüre der wirklich niveauvollen Beiträge kann man wohl sicher sein, dass man von den Kommentarschreiberlingen niemanden im Coworking Space antreffen wird.
    Ein Grund mehr, dieses Angebot bei Bedarf anzunehmen.
    Glück auf!

  • #36
    Rambo

    Oh, da fühlt sich jemand aber auf den Schlips getreten! Sonst müsste man ja nicht so grundlos persönlich werden, gell?

  • #37
    ch_we

    So schlecht kann es der Dortmunder Kreativwirtschaft ja nicht gehen, wenn man da solche Preise verlangen kann. In Köln kostet ein Tagesticket je nach Lage 12 bzw. 13 Euro.

  • #38
  • #39
    Stefan Laurin

    @ch_we: Natürlich nicht. Im Ruhrgebiet boomt die Kreativwirtschaft. Sie ist der Motor des Strukturwandels. HIER liegt das Geld auf der Straße. Köln war früher. Paris, London, Ruhrgebiet – das ist der Dreiklang des kreativökomischen Erfolgs :-). Berlin ist arm und sexy. Wir sind reich. Und sexy.

  • #40
    ch_we

    Ja. Der Unterschied macht genau einen Milchkaffee pro Co-Working-Tag 🙂

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  • #42
    Arnold Voß

    Ey Leute, was ist wichtiger? Die Qualität der Idee oder die Qualität der Sprache die sie vermarktet? Also:einfach mal ausprobieren!

  • #43
    anchor

    @rambo: es ist jedem selbst überlassen, wo er arbeitet. für mich wäre das auch zu unruhig, trotzdem freue ich mich, wenn wieder mal was passiert in dortmund/ruhrgebiet. leerstände gibt es jedenfalls genug.

    eine telefonistin gibt es nicht in der ständigen vertretung, aber postfächer für die dort arbeitenden herrschaften. und es gibt einen konferenzraum mit beamer u.ä. gedöns, der sich mieten lässt, soweit ich das weiß.

    und dass das haus aussieht wie ein „finanzamt aus den 70ern“, ist völlig logisch, war früher dort doch das dortmunder ordnungsamt zu finden, aus den 60ern. wem das nicht passt, kann ja zum cowodo gehen, der ist im vorderen teil ein parkettstudio… 🙂

  • #44
    Marc Röbbecke

    Hallo, ich wollte mich auch mal ans Betreiber zu Wort melden, da ich nicht möchte das man denkt, wir würden eine Art Konkurrenz zu den COWODO´s aufbauen. Wir finden es gut, das zur Zeit viel passiert in Dortmund. Wegen der Anglizismen würde ich auch nicht soviel Worte verschwenden, denn man sollte ja auch den möglichen internationalen Besuchern eines Coworking Spaces die chance geben, einige Infos aus den Webseiten zu ziehen….bis man sie komplett übersetzt hat.
    Wegen der Kosten muss man als Aussenstehender sich einmal die Mühe machen die Investitionen für so eine Größe zusammenrechnen, d.h. Renovierung, Einrichtung, Technik, Pflege und dann noch die Miete in einer sehr zentral gelegenen Immobilie, dann kommt man schnell auf einen Betrag, den es auch wieder reinzuholen gilt. Und das war wohl bei den anderen Coworking Spaces in der Größe auch nicht anders, sonst hätten die nicht die gleichen Preise.

    wir lieben übrigens den Charme des Gebäudes und hoffen auf viele Gleichgesinnte.

    Grüße in die Runde,

    Marc

  • #45
    Stefan Wild

    Danke an Jens für den Hinweis auf den CoWoDo und an Stefan für die Ergänzung im Beitrag. Und Danke an Marc für die Aufklärung der vermeintlich existierenden Konkurrenzsituation. 🙂

    Ich freue mich – genauso wie die anderen Mitglieder des Coworking Dortmund e.V. auch – ebenfalls darüber, dass im Moment in dieser Richtung viel passiert und hoffe, dass die Geschichte für alle Beteiligten ein Erfolg wird.

    Und auch wenn ich nicht für den Verein spreche, kann ich guten Gewissens versichern, dass der Verein und der zugehörige Space nicht heimlich von einer vorher beteiligten Splittergruppe aus Trotz extra kurz vor der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten der Ständigen Vertretung aus dem Boden gestampft wurde. 😉

    Viele Grüße
    Stefan

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