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„Sterben im Mittelmeer“ thematisch unerwünscht: PR-Profis des ZDF pushen DIE PARTEI

Pressemitteilung der Partei DIE PARTEI

Pressemitteilung der Partei DIE PARTEI

Das ZDF (Zweite Deutsche Fernsehen) hat der PARTEI zu einem medialen Coup verholfen:

In Kooperation mit Sea-Watch, hat die PARTEI einen Wahlwerbespot, zur anstehenden Wahl des europäischen Parlaments, erstellt.  Thema: Das anhaltende Sterben von Flüchtlingen im Mittelmeer.

Das ZDF hat die Ausstrahlung dieser Wahlwerbung nun verweigert, weil diese nicht die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Wahlwerbespot erfüllen würde.

Die entsprechende Pressemitteilung (Oben abgebildet) zu diesem Vorgang, wurde vom Europaabgeordneten und PARTEI-Vorsitzenden Martin Sonneborn in den sozialen Netzwerken veröffentlicht.

Ein PR-Coup für DIE PARTEI

Bei der PARTEI dürften, nach der Absage vom Lerchenberg, gestern die Sektkorken geknallt haben:

  • Von der PARTEI wird berichtet – mit einer Reichweite, die ein Spot im ZDF vermutlich nicht annähernd erreicht hätte.
  • Auf den neuen Spot, den DIE PARTEI eingereicht hat, wird man gespannt warten. (Win-Win Situation für das ZDF: Mehr Zuschauer in der werberelevanten Zielgruppe!)
  • Die Situation im Mittelmeer ist wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

Chapeau! Die Propaganda-Abteilung der PARTEI kann, mit diesem PR-Coup, mehr als nur zufrieden sein.

Update 8. Mai 2019, 16:50 Uhr:

Passend zum Jahrestag (Kapitulation der deutschen Wehrmacht). Das ZDF kapituliert bedingungslos.

Das passt heute: Das ZDF kapituliert vor der Partei Die Partei: Screenshot

Das passt heute: Das ZDF kapituliert vor der Partei Die Partei: Screenshot

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11 Kommentare zu “„Sterben im Mittelmeer“ thematisch unerwünscht: PR-Profis des ZDF pushen DIE PARTEI

  • #1
    Björn Lauer

    Vielen Dank für den Artikel. Gerade eben den Spot gesehen und darin bestärkt worden, bei der kommenden Europawahl meine Stimme einer migrationskritischen Partei zu geben.

  • #2
  • #3
  • #4
    Gerd

    "Das anhaltende Sterben von Flüchtlingen im Mittelmeer."

    Wie bitte? Seitdem Italien die Häfen für die Retter(=Fähren) gesperrt hat, begeben sich weit weniger Menschen ganz freiwillig in Seenot.

  • #5
    ke

    Ich kenne nur die Version von der Facebook Seite von Herrn Sonneborn und kann gut nachvollziehen, dass das nicht im Rahmen von Wahlwerbung gesendet werden sollte, falls es um diesen Spot ging.

    Wahlwerbung sollte Partei-Programme vorstellen etc. nicht Spots von Vereinen, Organisationen oder im Extremfall Firmen vorstellen.

  • #6
    Yilmaz

    "Das anhaltende Sterben von Flüchtlingen im Mittelmeer."

    Es sind tatsächlich weniger Menschen gestorben, seit Italien seine Häfen geschlossen hat.

    Unabhängig ist DiePartei aber schon deshalb nicht wählbar:

    https://www.queer.de/detail.php?article_id=33523

    Die Homophobie des Martin Sonneborn

    Der Satiriker im EU-Parlament hat gegen ein Verbot sogenannter Konversionstherapien an Lesben und Schwulen gestimmt. Die Spaßpartei "Die Partei" zeigt sich damit offen homophob. LGBTI-Rechte sind ihr egal.

  • #7
    ABC

    @ Yilmaz

    60,4% der Leser von queer.de haben damit kein Problem:

    Wochenumfrage

    Martin Sonneborn (Die Partei) stimmt im EU-Parlament immer abwechselnd mit Ja und Nein und damit auch mal gegen LGBTI-Rechte. Deine Meinung?

    Stimmen: 2423

    ☑ A) 60.4% Für mich kein Problem, ist halt Satire

    ☐ B) 12.8% Finde es einfach nur albern

    ☐ C) 26.8% Völlig falsch, wer LGBTI-Rechte nicht ernst nimmt, stärkt die Gegner

    Zeitraum: seit 06.05.2019

    Abgefragt über Startseite (rechte Spalte)

    Verlinkt mit:
    » Die Homophobie des Martin Sonneborn (05.05.2019)

  • #8
  • #9
    Peter Ansmann Beitragsautor

    @ABC: Ich bin Mitglied der PARTEI. Ich war davor in anderen Parteien: In der SPD, der PDS und sogar in der FDP. Was ich in der PARTEI mag: Ich werde nicht zensiert. Und ich klammere berechtigte Kritiken, die es gibt, in meinen Beiträgen aus.

    Sonneborn hat in seinen Buch und in seinen Beiträgen auf FB und Twitter seiner "Idee" gestgelegt: Alternierend abstimmen, Ja/Nein – im Wechsel.

    Bei Artikel 13,14 ,15 (Urheberrecht) hat er nach Gewissen entschiedene, Jetzt: LGBTI – mit Nein. Weil eh 70 Prozent gegen "ihn" waren und er nicht das Zünglein an der Waage war. Das akzeptiere ich und finde es, ehrlich gesagt, verdammt konsequent.

  • #10
    Ke

    @7 abc
    https://www.queer.de/detail.php?article_id=33523

    Lt. O.g. Artikel hat auch Manfred Weber (Csu) dagegen gestimmt.
    Der Mann verursacht bei mir Angst.
    Er ist Spitzenkandidat und hat beim Artikel 13 mit dem Wunsch einer schnellen Abstimmung vor den Demos ein eigenartiges Verständnis von Demokratie gezeigt.

    Das geht alles gar nicht. Das Mittelalter kommt wieder.

  • #11
    Nina

    Sonneborn homophob zu nennen ist hysterisch. Richtig war es von ihm dennoch nicht, meiner Meinung nach. Jetzt kann man sagen: Am Ende des Tages hing nichts von seiner einzelnen Stimme ab, es wurde ohnehin mehrheitlich für ein Verbot dieses Spuks gestimmt, also hat Sonneborn die Chance genutzt, mittels Satire auf das eigentliche Problem aufmerksam zu machen. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, zumal Die Partei in jüngster Zeit deutlich das Feld der satire verlässt, siehe aktuelles Video von Seawatch und der Partei.
    Wenn von einer einzelnen Stimme bei offensichtlichen Abstimmungen, die ohnehin keinen Schaden anrichten, nichts abhängt, dann kann ich aus Protest und Satire auch eine Partei wie Die Rechte wählen.
    Vielleicht sollte ich das bei der Europawahl machen.

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