Stopp the Bomb fordert mehr Druck auf das iranische Regime

Iranischer Revolutionsführer Ali Chamene’i im Gespräch mit Putin Foto: Kremlin.ru Lizenz: CC-BY 4.0

Die Kampagne Stop the Bomb, die sich gegen das iranische Atomprogramm richtet und für eine Unterstützung der demokratischen Opposition im Iran eintritt, begrüßt das von Bundesinnenminister Horst Seehofer verhängte Betätigungsverbot gegen die Hisbollah in Deutschland.

Die Terrororganisation Hisbollah agiert als verlängerter Arm des Regimes in Teheran und wird von dort unterstützt und politisch gelenkt. Die oberste geistliche Autorität der Hisbollah ist deshalb auch das Staatsoberhaupt der Islamischen Republik Iran, Ayatollah Ali Chamenei. Der Chef der Hisbollah Hassan Nasrallah erklärte 2016, dass das gesamte Budget der Hisbollah aus dem Iran stammt.

Das Betätigungsverbot wird unter anderem erlassen, weil die Hisbollah Israel gewaltsam beseitigen will und die Terror-Organisation somit gegen den Gedanken der Völkerverständigung verstößt. Dieses Ziel teilt sie mit der Islamischen Republik Iran. Im südlichen Libanon hält die vom Iran aufgerüstete Hisbollah an der Grenze zu Israel eine waffenstarrende Präsenz aufrecht.

Ulrike Becker, Sprecherin von Stop the Bomb sagt: „Wir begrüßen das Verbot der Hisbollah ausdrücklich. Die Gefahren, die von dieser Organisation ausgehen, sind vielfältig: Dies gilt für die Bedrohung Israels ebenso wie für Terroranschläge in Deutschland. Diese Gefahren sind jedoch erst dann zu bannen, wenn das iranische Regime, das hinter der Hisbollah steht, ebenfalls zurückgedrängt wird. Die Bundesregierung sollte hier einen Kurswechsel vornehmen und die Unterstützung der iranischen Finanziers der Hisbollah via INSTEX sofort einstellen.“

Die STOP THE BOMB Kampagne fordert außerdem, dass die Bundesregierung die Einhaltung von Menschenrechte im Iran ernst nimmt. „Es kann wirtschaftliche Zusammenarbeit nur mit einem freien Iran geben, dem das Wohl der Bevölkerung wichtiger ist, als gewaltsame Expansion in der Region“, so Becker weiter.

Die STOP THE BOMB Kampagne fordert ein Verbot der Hisbollah seit ihrer Gründung im Jahr 2008.

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3 Kommentare

  1. #1 | MARTIN MAHADEVAN sagt am 1. Mai 2020 um 18:56 Uhr

    Ähnlich wie die Deutschen zwischen 1933 und 45
    scheinen sich die Iraner nicht selbst von diesem
    Terrorregime befreien zu können, obwohl es
    ja immer wieder Aufstände gibt. Wie oft wurde
    nicht schon das baldige Ende der fürchterlichen
    Mullahs vorausgesagt ? Mir berichtete der Sohn
    eines Exil-Iraners, dass die Fanatiker "kaum
    Rückhalt" in der Bevölkerung hätten. Wie hält
    sich dann das Terrorregime so lange ? In Berlin lassen sich Dutzende Iraner taufen, um sich als Asylbewerber auf jeden Fall anerkannt zu werden.

  2. #2 | david sagt am 1. Mai 2020 um 23:02 Uhr

    es heißt:
    stop the bomb. ein b.
    sonst natürlich:
    alles richtig.
    gruß,
    d

  3. #3 | "Es geht darum, über einen Iran jenseits dieses Regimes nachzudenken" | Ruhrbarone sagt am 9. April 2021 um 17:01 Uhr

    […] Dr. Stephan Grigat ist Mitbegründer und wissenschaftlicher Direktor der Kampagne Stop the Bomb, die sich gegen das iranische Nuklearwaffenprogramm richtet, in Österreich. Gestern referierte er […]

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