(Durch das) Objektiv betrachtet

Neal Slavin, Capitol Wrestling Corporation, Washington, D.C., 1972–75, Chromogener Farbabzug, Kunstpalast, Düsseldorf, © Neal Slavin

Ob auf Papier oder in digitaler Form – seit der Erfindung der Fotografie im frühen 19. Jahrhundert lassen sich Szenen und Orte dauerhaft festhalten. Aber bilden sie wirklich die Realität ab und gibt es eine verborgene Ebene hinter dem Bild?

„Community“, unter diesem Leitmotiv steht die aktuelle Fotoausstellung im Düsseldorfer Kunstpalast, die am 11. Februar 2026 eröffnet wurde. Dieser Ansatz eröffnet einen sehr interessanten Blick nicht nur auf die Motivwahl des Fotografen, sondern nähert sich dem Begriff der Gemeinschaft auf unterschiedlichen Ebenen. Wie kann Gemeinschaft sichtbar gemacht werden? Was verbirgt sich überhaupt hinter diesem Ausdruck? Wer bestimmt, wer dazugehört und wer nicht?

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New York – Menschen und Architektur in Bildern verbunden

Foto: F.C. Gundlach –  Broadwax, 1957

Was macht New York so besonders, so einzigartig? Ist es die Lage an der Mündung des Hudson River, an einem Fluss, dennoch unweit des Atlantik? Sind es die historischen Spuren aus der Zeit der niederländischen Stadtgründung, die heute noch sichtbar sind? Oder ist es dieser Vibe, diese spezielle Atmosphäre, die den Besucher umfängt?

Klischees gibt es viele, strapazierte Worthülsen wie „Schmelztiegel der Nationalitäten“ oder „die Stadt, die niemals schläft“, sind Floskeln, die beim Gedanken an die Metropole an der Ostküste der USA unweigerlich auftauchen. Was also könnte noch Neues zu New York präsentiert werden, jenseits des Bekannten oder der immer gleichen Superlative?

Die aktuelle Fotoausstellung „New York – Metropole der Bilder“ mit ausgewählten Bildern der Fotografen F.C. Gundlach, Monika Baumgartl, Walter Schels, Horst Wackerbarth (genau, der mit dem roten Sofa), Hans Lux und Barbara Wolff eröffnen neue Perspektiven auf Bekanntes.

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