Framing durch Weglassen – der Deutschlandfunk desinformiert

Deutschlandradio-Funkhaus Köln – Foto: Deutschlandradio © Markus Bollen

„Unser Journalistisches Selbstverständnis verpflichtet uns, die Standards für den Qualitätsjournalismus, die in Deutschland in verschiedenen Gesetzen und berufsständischen Kodizes sowie in unseren hausinternen arbeits- und honorarvertraglichen Bedingungen festgelegt sind, in unserer täglichen Arbeit zu achten.“ So steht es in der Broschüre „Journalistisches Selbstverständnis“ des Deutschlandfunks, in dem es von vertrauenserweckenden Worten nur so wimmelt: „Unabhängigkeit und Richtigkeit von Recherche, Berichterstattung und Kommentierung“, „Sorgfaltspflicht“, „Glaubwürdigkeit“, „Sicherung höchster journalistischer Qualitätsstandards“, „Faktenchecks und Plausibilitätskontrollen“. Und schließlich: „Wir arbeiten mit verschiedenen Sicherheits- und Kontrollmechanismen in redaktionellen Strukturen und Verfahren, um Plagiate, Irreführungen oder gar Fälschungen in unseren journalistischen Formaten zu verhindern.“ Hehre Wort und große Versprechungen. Wie sieht die Realität aus?

 „Jedes Jahr vergiften sich weltweit schätzungsweise mehr als 400 Millionen Landwirte und Landarbeiter unbeabsichtigt mit Pestiziden“, meldet der Deutschlandfunk am 3.9.2026. „Zu diesem Schluss kommen Forschende im Fachmagazin Frontiers in Public Health, nachdem sie unter anderem Daten von der Weltgesundheitsorganisation ausgewertet haben.“

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Gebt der Meute, was sie braucht: Weniger als die Hinrichtung von Gil Ofarim ist doch gar nicht drin

Dschungelcamp: Hier findet der Mob seine Opfer. Grafik: DALL-E
Dschungelcamp: Hier findet der Mob seine Opfer. Grafik: DALL-E

Gil Ofarim hat Mist gebaut. Das muss man nicht weichzeichnen, nur weil man den reflexhaften, klischeebeladenen Lynchmob nicht mehr erträgt. Er hat 2021 einen Mitarbeiter des Leipziger Hotels The Westin öffentlich in Richtung Antisemitismus beschuldigt, damit eine Lawine ausgelöst und am Ende selbst eingeräumt, dass seine Darstellung nicht stimmte. Das war kein Kavaliersdelikt. Es war ein Angriff auf einen konkreten Menschen und nebenbei ein Bumerang für alle, die wirklich mit Antisemitismus leben müssen.

Und trotzdem ist der Fall juristisch vorbei. Genau dafür haben wir Gerichte. Im November 2023 hat Ofarim vor dem Landgericht Leipzig gestanden und sich beim Nebenkläger entschuldigt. Das Verfahren wurde gegen Auflagen eingestellt. Wer das nicht akzeptieren kann, der will keine Gerechtigkeit mehr. Der will Zerstörung. Und das ist der Punkt, an dem aus berechtigter Kritik etwas außerordentlich Hässliches wird.

Der Prozess ist juristisch abgeschlossen – Der Mob aber will die Vernichtung

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Medien im Gaza-Konflikt: Blind vor lauter Haltung

Die Wahrheit ist nicht immer einfach zu erkennen. Aber der Einsatz dafür lohnt sich. Grafik generiert mit Sora
Die Wahrheit ist nicht immer einfach zu erkennen. Aber der Einsatz dafür lohnt sich. Grafik generiert mit Sora


Guter Journalismus hat eine einfache, aber anspruchsvolle Aufgabe: Er soll der Meinungsbildung der Menschen mittels wahrhaftiger, nachprüfbarer Informationen dienen. Doch gerade im anhaltenden Gaza-Konflikt zeigt sich, wie schwer sich viele Medien damit tun, dieser Aufgabe gerecht zu werden.

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Was Rassismus wirklich ist – und warum die aktuelle Definition gefährlich ist

Rassismus ist Mist. Ihn zu instrumentalisieren, allerdings auch. Grafik: erstellt mit Sora
Rassismus ist Mist. Ihn zu instrumentalisieren, allerdings auch. Grafik: erstellt mit Sora


Ein Kommentar über ideologische Scheuklappen, Opferhierarchien – und den Preis für ein falsches Weltbild.

Rassismus ist Mist. Aber: Rassismus ist kein neues Phänomen. Menschen haben sich schon immer abgegrenzt – Stamm gegen Stamm, Dorf gegen Dorf, Kultur gegen Kultur. Was heute „Rassismus“ heißt, war früher schlicht Feindbildpflege. Das ist ein evolutionäres Überbleibsel, das Zugehörigkeit stiften und Fremdes abwehren sollte. Später wurde daraus eine Ideologie: biologisch aufgeladen, systematisiert, tödlich. Doch so vielschichtig Rassismus historisch auch ist, eines ist er ganz sicher nicht: ein exklusives Problem irgendeiner Mehrheitsgesellschaft.

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7 Strategien, damit die Grünen schuldig bleiben

Wie schaffen wir es, die Schuld auch weiter den Grünen zu geben? (Foto: Roland W. Waniek)

Bei der letzten Bundestagswahl verloren die Grünen deutlich. Nun sind die Weichen für eine große Koalition unter Friedrich Merz gestellt. Es ist eine Zeit der Neuorientierung, des Machtverlusts – und der offenen Fragen. Viele Menschen spüren Unsicherheit. Die zentrale aber lautet: Wie schafft man es, die Grünen trotzdem weiterhin für alles Schlechte verantwortlich zu machen – für Inflation, kulturelle Dekadenz, vergiftete Kinderseelen und Energiepreise?

Als Service für unsere Leserinnen und Leser bieten die Ruhrbarone hier sieben bewährte Strategien, mit denen das zuverlässig gelingt – samt psychologischer Mechanismen für die stabile Feindbildpflege im Alltag. Was ist eine „Argumentatio ad Trans*um“? – Ein mächtiges Schwert, wie Hillary nie eines hatte, und das wir nun in die Hand unserer Leserschaft legen.

Strategie 1: Die grüne Saat ist gesät
Die Grünen regieren nicht mehr? Macht nichts – ihre Schuld bleibt. Denn alles, was jetzt passiert, wurde damals vorbereitet. Egal, ob Strompreise, wirtschaftliche Schwäche oder gesellschaftliche Polarisierung: Man kann problemlos behaupten,

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Waffen (in) der Kritik

Waffe
Waffe
Waffen-Debatte: Vor jedem Schuß sorgfältig zielen – Foto: DF, privat

Warum wir in der Debatte über Waffen unsere Emotionen abrüsten und unsere Fakten aufrüsten sollten.

Es stört, dass seriöse Journalisten in nachrichtlichen Texten für seriöse Medien von einem „AK-15-Schnellfeuergewehr mit Ständer” oder über „Gewehrfeuerbeschleuniger, die halb automatische Waffen in Killermaschinen verwandeln“ schreiben (diese ursprünglichen Formulierungen sind inzwischen teilweise korrigiert). Solch eine emotionalisierende und faktenferne Sprache behindert das Nachdenken und Debattieren darüber, wie Verbrechen verhindert werden können.

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Medienmacher gegen Pressekodex und Realität

Medienmacher, symbolisch
Alexas_Fotos / Pixabay

Die Neuen Deutschen Medienmacher (NDM) haben ein Edikt erlassen, um den Leser vor sich selbst zu schützen. „Mit Sorge“ verfolgen sie die „Debatte um die alte Frage, ob Polizei und Medien bei Straftätern mit Migrationshintergrund deren Herkunft und Nationalität oder gar Religionszugehörigkeit nennen sollten“. Nach Ansicht der Medienmacher ist der Medienkonsument zu doof, um zu differenzieren. Was wäre er nur ohne sie?

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Hört auf zu heulen, ihr Shownalisten!

Keinen Bock auf Keksgewichse: Der Bulo (Foto: Alexander von Spreti)
Keinen Bock auf Keksgewichse: Der Bulo (Foto: Alexander von Spreti)

Medien – Vor ein paar Tagen hatte ich getwittert, Medienkritik sei „das Kekswichsen pseudo-frustrierter Journalisten“. Ich will mich an dieser Stelle bei den Kollegen entschuldigen – das ist natürlich nur die halbe Wahrheit und darum falsch.

Richtig muss es heißen: das selbstgerechte Kekswichsen pseudo-frustrierter Journalisten.
Warum ich meine, mir diese Unkerei erlauben zu müssen? Ganz einfach, ich bin selbst Schreiberling. Gut, ich zeichne auch Männchen, mache Bücher und entwickle Konzepte. Aber im Prinzip gestalte ich Gedrucktes, und das Herausgeben und redaktionelle Bestücken eines People-Magazins könnte man ja durchaus als Journalismus bezeichnen.

Und als ein solcher Pressefuzzi empfinde ich die Heulsusereien so mancher Pressefuzzis, wie arg doch das Pressefuzzitum auf den Hund gekommen sei, als mittlerweile unerträglich. Die

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Die Masche mit dem Aber

Rübels Friedenshindernis: Der jüdische Staat
Rübels Friedenshindernis: Der jüdische Staat

Der Journalist Jan Rübel befindet in einem infamen Blogbeitrags für das Portal Yahoo, Die Bild-Zeitung hat recht, aber… Damit bedient sich Rübel exakt der Stilfigur, die das Ressentiment so offenlegt, wie keine andere.

Ich habe nichts gegen Ausländer, aber… ist zu Recht ein Satz, der seinen Sprecher in zivilisierter Gesellschaft als bornierten Rassisten brandmarkt. Homophobe haben entsprechend nichts gegen Schwule, aber… und Antisemiten nichts gegen Juden, aber…

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Den täglichen Aufreger gib uns heute

opalkatze

Bashing – unwissenschaftliche Betrachtung über ein wiederkehrendes Thema

Geordnete Nachrichtenlage

Wir leben in unruhigen Zeiten. Das fanden die vor uns übrigens auch schon. Allerdings haben der Missbrauch einer Dienstmagd, die unbefugte Kopie aus einem Folianten oder die Vorteilsnahme des Erzbischofs vor Presse und Internet kaum Wellen geschlagen. Auch Sponsoring gab es bereits, es hieß nur anders und galt vorwiegend Baumeistern, Künstlern und Mätressen. Ebenso gab es Schweigegelder, die indessen heute anders heißen.
Wenn der Kaiser reiste, nahmen Vasallen ganz selbstverständlich seine kostspieligen Aufenthalte – und die des zahlreichen Hofstaats – auf ihre Rechnung. Kaiser waren zwar mächtig (solange es dem Papst gefiel), aber notorisch klamm. Manche Burgherrlichkeit kam dadurch an den Rand des Ruins. Die Fronleute murrten, aber was sollten sie schon ausrichten? Die Herren Ritter trauten sich das Murren nicht, irgendein finsterer Hagen hätte sonst vielleicht beim Kaiser gepetzt und die nächste Beförderung vereitelt. Unruhige Zeiten vielleicht, aber eine geordnete Nachrichtenlage.

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