Ukraine: „Das ist ein Krieg zwischen Gut und Böse“

#standwithukraine: Solidaritätskundgebung in Düsseldorf; Foto: Peter Ansmann
#standwithukraine: Solidaritätskundgebung in Düsseldorf; Foto: Peter Ansmann

Gestern Abend zeigte Düsseldorf sich solidarisch mit den Menschen in der Ukraine. Circa 800 Kundgebungsteilnehmer waren bei Regen und Kälte gestern auf dem Schadowplatz in der NRW-Landeshauptstadt zusammengekommen, um ihre Wut und Trauer wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine auszudrücken.

Fast die gesamte Landesregierung mit Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), Thomas Kutschaty (Landesvorsitzender der NRW-SPD), Mona Neubaur (Landesvorsitzende von Bündnis90/Grünen), die ukrainische Generalkonsulin Iryna Shum, die amerikanische Generalkonsulin Pauline Kao, Dr. Stephan Keller (Oberbürgermeister von Düsseldorf) und diverse Mitglieder des Landtages waren anwesend um ihre Solidarität mit der Ukraine – und der großen ukrainischen Gemeinde in Düsseldorf – zu zeigen.

Entsetzen wegen des Überfalls in Düsseldorf spürbar

Dass die Stimmung bei einer Veranstaltung dieser Art nicht gut sein kann verwundert nicht. Das ungemütliche Wetter und die Mischung aus Wut, Angst und vor allem Trauer sorgten im Zusammenspiel für eine beklemmende Atmosphäre.

Auch in den Redebeiträgen von Düsseldorfern aus der ukrainischen Community war die Anspannung, durch die gestrige Eskalation im Osten Europas, deutlich zu spüren.

Zwei von vielen Gesichtern auf der gestrigen Demo: Angela und Hanna; Foto: Peter Ansmann
Zwei von vielen Gesichtern auf der gestrigen Demo: Angela und Hanna; Foto: Peter Ansmann

Aber auch Optimismus ist zu spüren. Wie z.B. in einem Redebeitrag von Dr. Tanja Kühne, einer Ukrainerin die in Düsseldorf wohnt, der die Strapazen der letzten Tage an der Rede deutlich anzumerken waren:

Die Wahrheit gewinnt immer. Das hat die Geschichte bewiesen. Auch wenn es vorübergehend anders ausschaut. Aber die Wahrheit und das Gute gewinnen immer.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU); Foto: Peter Ansmann
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU); Foto: Peter Ansmann

Düsseldorfs Bürgermeister Dr. Stephan Keller bezeichnete den gestrigen Tag als „einen der düstersten Tage der europäischen Nachkriegsgeschichte.“ und sprach den über 3200 Ukrainern in Düsseldorf, von denen viele in der jüdischen Gemeinde Düsseldorf verwurzelt sind, sein Mitgefühl wegen der russischen Invasion aus: „Ein beispielloser Akt der Aggression. Ein unerträglicher Bruch des Völkerrechts.“

Für Düsseldorf ist die aktuelle Lage auch aus einem anderen Grund angespannt: Moskau ist die Partnerstadt von Düsseldorf: „Wir müssen uns natürlich bemühen, auch in der Zivilgesellschaft den Menschen untereinander den Dialog weiter zu ermöglichen. Aber das fällt heute sehr, sehr, schwer.“

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU): "Wir verurteilen diesen Überfall auf die Friedensordnung unseres Kontinents." Foto: Peter Ansmann
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU): „Wir verurteilen diesen Überfall auf die Friedensordnung unseres Kontinents.“ Foto: Peter Ansmann

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) war über die Größe der Solidaritätskundgebung erfreut – angemeldet waren nur 50 Teilnehmer:

Mit dem Angriff auf die Ukraine hat Präsident Putin gestern Nacht den Krieg zurück auf unseren Kontinent gebracht. Die Landesregierung ist heute fast vollständig hier. Um klar auszudrücken: Wir verurteilen diesen Überfall auf die Friedensordnung unseres Kontinents.  Wir stehen solidarisch, wir stehen klar, an der Seite der Menschen in der Ukraine… …Der Angriff auf das Selbstbestimmungsrecht der Ukraine ist ein Angriff auf das Selbstbestimmungsrecht aller Völker in Europa.

Matthias André Richter, der seit mehreren Jahren für die Initiative Erinnerung lernen der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf in der Ukraine unterwegs ist, ging auf die Massaker der Deutschen in der Ukraine während des zweiten Weltkrieges ein. Und auf die heutige Rhetorik des russischen Machthabers:

Wir hören immer wieder von der putinschen Seite, dass die Ukraine von Nazis gereinigt werden müsste. Der richtige Nazi, der sitzt im Kreml. Und nirgendwo anders. Ich kann nur Präsident Selenski zitieren, ein russischsprachiger Jude, aus der  östlichen Ukraine. Der heute in der Jüdischen Allgemeinen mit den Worten zitieret wird: „Bin ich etwa ein Nazi?“ Der ist Nachfolger von vielen Opfern der Schoah. Genau wie hier in der Gemeinde viele Menschen Opfer der Schoah waren.

Die Landesgeschäftsstelle der CDU NRW: Geschlossen vor Ort; Foto: Peter Ansmann
Die Landesgeschäftsstelle der CDU NRW: Geschlossen vor Ort; Foto: Peter Ansmann

Matthias-André Richter ging in seiner Rede auch auf die Solidarität durch russische Mitbürger ein. Dieser Aspekt ist in meinen Augen das positivste Zeichen, das von dieser Demonstration ausgeht: Nicht „die Russen“ sind die Feinde. Sondern ein größenwahnsinniger Kriegstreiber im Kreml.

„Das ist ein Krieg zwischen Gut und Böse.“

Eine Rednerin, die mit einer Delegation der belorussischen Gemeinde aus NRW nach Düsseldorf gekommen ist, geht auch auf diesen Aspekt ein:

Ich möchte den Ukrainern sagen: Ihr werdet nicht von Belarus angegriffen. Ihr werdet von Lukaschenko und Putin angegriffen. Alle denkenden Belarussinnen und Belarussen: Wir stehen euch bei!… ….Der Krieg der jetzt in der Ukraine stattfindet, das ist kein Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Das ist kein Konflikt zwischen Putin und NATO. Das ist ein Krieg zwischen Gut und Böse. Zwischen Demokratie und Diktatur. Zwischen Zukunft und dem dunklen Mittelalter. Zwischen Freiheit und Gefängnis.

Ein junger Ukrainer thematisiert in seiner Rede die – langfristig – vielleicht fatalste Erkenntnis aus dem Überfall auf die Ukraine: Die Abgabe der früheren sowjetischen Atomwaffen, könnte ein Fehler gewesen sein.

Es wurde ein Zeichen gesetzt, gegen die Abrüstung und Reduzierung von Atomwaffen: Du darfst das einfach nicht machen. Wenn du das machst, bist du einfach verarscht.“

Die Veranstaltung wurde, gegen 18:15 Uhr, nach dem Singen der ukrainischen Nationalhymne beendet.

Noch ein Hinweis: Am morgigen Samstag, 26.02.2022, findet von 14.00 bis 16.00 Uhr eine weitere Solidaritätskundgebung in Düsseldorf am Schadowplatz statt.

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18 Kommentare

  1. #1 | Georg Hofrichter sagt am 25. Februar 2022 um 12:26 Uhr

    Für mich sind das sinnbefreite Veranstaltungen.

    Keinem Menschen in der Ukraine ist mit dieser Solidarität geholfen. Ukrainer, die diese Veranstaltung eventuell über irgendeinen Kanal gesehen haben, werden sich fragen, warum wir uns in der Solidaritätsbekundung selbst gefallen, anstatt Waffen zur Verteidigung zu liefern.

    Egal, die Teilnehmer haben "was" für ihr gutes Gewissen geleistet.

  2. #2 | SvG sagt am 25. Februar 2022 um 14:04 Uhr

    @1; Georg Hofrichter: Aber wir haben doch ein Zeichen gesetzt. Ein neues Narrativ gefunden. Und auch der BuPrä hat dazu aufgerufen, auf die Straße zu gehen. Das sieht unsere Im*-_In zwar anders, aber trotzdem.

  3. #3 | Christian Scharlau sagt am 25. Februar 2022 um 15:05 Uhr

    Danke für den Bericht. Ich freue mich, daß heute abend auch in Dortmund eine Demo ist.

    @1: Natürlich bräuchte die Ukraine keine Solidaritätskundgebungen, sondern Waffen. Aber leider haben Sie und ich oder irgendjemand sonst bei den Ruhrbaronen nun mal keine Möglichkeit, solche Waffenlieferungen zu genehmigen. Das Einzige, was uns bleibt, ist, unsere ohnmächtige Wut und Trauer rauszuschreien, statt sie in uns hineinzufressen. Leider.

    ХАЙ ЖИВЕ ВІЛЬНА УКРАЇНА!!!
    ES LEBE DIE FREIE UKRAINE!!!

    СМЕРТЬ ПУТЛЕРОВСКИМ ФАШИСТАМ!!!
    TOD DEN PUTLER-FASCHISTEN!!!

  4. #4 | Georg Hofrichter sagt am 25. Februar 2022 um 16:17 Uhr

    @ 3

    Die gleiche ohnmächtige Wut, die uns tagtäglich ergreift, wenn Frauen in Ägypten die Klitoris abgeschnitten wird, wenn Uiguren und Rohinga interniert oder dahin gemetzelt werden, wenn Frauen in Indien nach Massenvergewealtigungen verbrannt werden?

    Natürlich ließe sich diese Liste endlos fortsetzen,
    Aber brei der Ukraine ist das was anderes, denn dieser Konflikt findet nun unmittelbar vor unserer Haustür statt. Da verschieben sich die Maßstäbe der Empörung, wie auch der Scheinheiligkeit, die allemal mitschwingt.

    Wo ist eigentlich der Typ geblieben, der immer diese klasse "WARUM?" Schilder dabei hatte?

  5. #5 | Berthold Grabe sagt am 25. Februar 2022 um 17:04 Uhr

    Es ist schon erbärmlich, das unsere Vorfahren erst die Ukraine überfallen und unsere Zeitgenossen sie nun im Stich lässt, statt Panzer- und Flugabwehrgeräte zu liefern.
    Putin ist seit dem angriff niemand, mit dem man verlässlich noch verhandeln kann.
    Er hat den Deutschen und anderen Politikern direkt ins Gesicht gelogen und diesen Krieg bereits seit Monaten geplant.
    Nichts ist aus westlicher Sicht verhandelbar, bevor nicht der letzte russische Soldat aus der Ukraine abgezogen ist.
    Ein Gesichtswahrender Frieden für Putin scheint zur Zeit aussichslos, ohne nicht letztlich die westliche Empörung zu reinen Lippenbekenntnissen zu degradieren.
    Nur die Ukraine selbst kann anders verhandeln und das auch nur mit der Person Selenskj, solange russische Truppen im Lande stehen.

  6. #6 | Oki Leucht sagt am 25. Februar 2022 um 19:56 Uhr

    Mittlerweile kann man sich nur noch für dieses Deutschland und seine Politikdarsteller*innen schämen. Das Ausmaß von Dekadenz, Verdummung und moralistischer Pose in weiten Teilen der Gesellschaft hat eine kritische Masse erreicht, bis zu einem Punkt, an dem wir als Staat nicht mehr in der Lage sind mit der weltpolitischen Realität umzugehen. Die Geschichte wird über dieses beste Deutschland aller Zeiten bestenfalls schweigend hinweggehen – Russland und besonders China allerdings nicht, die werden uns unter schallendem Gelächter an die Wand drücken, bis es quietscht.

  7. #7 | der, der auszog sagt am 25. Februar 2022 um 21:44 Uhr

    @Georg Hofrichter (#1,#4)

    Ich kann Deinen Brast und Deine Skepsis verstehen:

    Russland hat seit Auflösung der Sowjetunion mehrere Kriege geführt und diverse Militäroperationen unternommen:. im Kaukasus, in Georgien, in Tadschikistan, in Transnistrien, in Dagestan, auf der Krim, in Syrien… Für ein Land, das von einem "lupenreinen Demokraten" regiert wird, ist das nicht gerade wenig. Was man allerdings definitiv sagen kann: bislang hat sich Putin davor gehütet, einen NATO-Staat anzugreifen, was den Mitgliedsstaaten, auch denen aus dem ehemaligen Einflussbereich der Sowjetunion, eine gewisse Sicherheit gibt und aller Wahrscheinlichkeit nach wäre eine Invasion in der Ukraine, wie wir sie gerade erleben und bereits 2014 auf der Krim erlebt haben, so nicht ohne weiteres möglich, wäre die Ukraine ebenfalls in die NATO aufgenommen worden.

    Die Chance gab es tatsächlich und zwar 2008, als Russland zu einem Militärschlag gegen die Ukraine noch nicht fähig/gewillt war. Eine entsprechendes Initiative ist vom damaligen amerikanischen Präsidenten George W. Bush unternommen worden, aber von der Deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem Außenmister Frank Walter Steinmeier (SPD) verhindert worden. Auch während der Annexion der Krim waren das Team Merkel/Steinmeier die Bremser für weitreichendere Massnahmen. Für eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine war es da allerdings schon zu spät, weil die Aufnahmestatuten regeln, dass kein Land aufgenommen werden kann, welches sich gerade in einem militärischen Konflikt befindet.

    So gesehen hat sich Deutschland unter der GroKo wie eine billige Nutte verhalten, die sich für günstiges Gas prostituierte und ihre sonst so wichtigen moralischen Ansprüche in Sachen Menschen- und Völkerrechte über Bord geworfen hat. Und auch der Ampelkoalition unter Schröders Ex-General Olaf Scholz (SPD) ist nach dem Regierungswechsel bislang nichts besseres eingefallen, als 5000 Helme zur Abwehr der russischen Invasion zur Verfügung zu stellen. Da ist die Moral auf einmal wieder da und verhindert jede weitreichendere militärische Massnahme. Aber auch bei zivilen Massnahmen, siehe SWIFT, tritt die derzeitige deutsche Regierung kräftig auf die Bremse. Übrigens neben Italien als einziges Land. Bei uns kommt schließlich NordStream1, in Italien SouthStream an und liefert russisches Gas… Ob es da einen Zusammenhang gibt? 😉

    Das einzige, was man mit der einer solchen, typisch deutschen Außenpolitik bewirken kann, ist ein Anstieg des Gaspreises, was man eigentlich vermeiden wollte aber was derzeit extrem viel Sinn macht, möchte man doch mit Gas als Übergangslösung das Klima retten, wenn man schon die Ukraine aufgeben muss…

    Wie schwer es amerikanische Ideen und Initiativen, wie die von George W. Bush aus 2008 haben, in Deutschland auf fruchtbaren Boden zu fallen, kann man derzeit in den jüngsten Texttapeten (Dank an abraxasrgb für diese geniale Wortfindung ;-)) hier bei den Ruhrbaronen nachlesen. Aber nicht nur hier. Die Amerikaner wurden erst in der letzten Woche noch von deutschen Politikern und Journalisten belächelt, als sie einen genauen Termin für den Kriegsbeginn präsentierten. Darüber, dass sie recht behalten sollten und sich die deutschen Moralapostel geirrt hatten, liest und hört man derzeit allerdings nichts…

    Der ursprünglich aus dem Ruhrgebiet stammende, stellvertretende Chefredakteur der Welt, Robin Alexander, hat das deutsche Dilemma gestern bei Maischberger auf den Punkt gebracht:

    "Wir haben uns ja entschieden, die Ukraine alleine zu lassen. Es wird dort keine deutschen Truppen geben, es wird auch keine NATO-Truppen geben. Wir schauen zu, was Putin dort tut. Das ist unsere Entscheidung als Gesellschaft. Das muss man so hart sagen. Und wir sehen ja, dass wir am Tag eines großen Angriffs in Europa uns im Fernsehen Sorgen machen über NATO, Bomben und Atombomben auf Deutschland…
    Warum ist die Ukraine nicht in der NATO? Weil die deutsche Regierung ein Veto dagegen eingelegt hat… Wo hört die russische Aggression auf? Ist es die Kontaktlinie? Ist es das Donbas? jetzt sind sie in Kiev…es wird das alte Lemberg bombardiert und wo hört es auf? An der Polnischen Grenze. Und warum? Weil die in der Nato sind…"

    Trotz alledem möchte ich dafür werben, an solchen Demonstrationen teilzunehmen, denn auf solchen Veranstaltungen findet man auch die Exilukrainer, die genau die Waffen fordern, die Du in Deinem Kommentar #1 ansprichst. Darüber hinaus ist die Qualität dieser Veranstaltungen eine ganz andere, als die Demos der Friedensbewegten, denen es vor ihrem Ostermarsch vermutlich draußen zu kalt ist – Ein Versuch zu erklären, wieso die gerade so laut für den Frieden schweigen, das man von ihnen derzeit gar nix mitbekommt…. (War natürlich ein Witz)

    Das oben angeführte Zitat von Robin Alexander findet man als Twitterfilmchen eingebettet in der TV Kritik "maischberger" bei WeLT.de:
    https://www.welt.de/politik/ausland/article237134567/TV-Talk-Maischberger-Und-wir-glauben-immer-noch-wir-haetten-Putin-provoziert.html

  8. #8 | Detlef Alwes sagt am 25. Februar 2022 um 22:28 Uhr

    Geschichte wiederholt sich -und das in Europa innerhalb von hundert Jahren:
    Hitler – Stalin – und nun Putin!

  9. #9 | Holgaaa sagt am 26. Februar 2022 um 01:40 Uhr

    Und keiner unternimmt was dagegen! Die Ukraine wurde über Jahre mit der Aussicht auf eine NATO Mitgliedschaft geködert und jetzt schäbig im Stich gelassen! Da wird doch tatsächlich behauptet, dass der Ukrainische Regierungschef ein Neonazi ist und es einen Genozid an Russen in der Ukraine gäbe. Der gute Herr Selenski ist Jude!!!! Und der tapfere Herr Selenski macht mir auch nicht den Eindruck eines Drogenabhängigen. Ich habe noch nie einen jüdischen Nazi gesehen. Habt ihr euch den Scheiss eigentlich mal angehört
    den dieser wahnsinnige Verbrecher hier verbreitet? Die Ukraine wird leider in diesem Konflikt unterliegen aber ich hoffe, dass so viele Besatzer wie möglich ihr verdientes Ende finden bevor die Ukraine kapitulieren muss. Eine Schande für alle westlichen Staaten ist das! Wo ist eure Humanität und der bedingungslose Einsatz für die Freiheit in Europa ( o' Ton Olaf "Wendehals" Scholz) denn jetzt? Schluss mit Swift für Russland! Schluss mit Gaslieferungen aus Russland! Schluss mit Öl aus Russland! Erst dann wird die Solidarität mit der Ukraine annähernd glaubwürdig. Achso: Vielen Dank Frau Merkel dass die Bundeswehr mittlerweile in einem katastrophalen Zustand ist. Den ursprünglichen Auftrag der Landesverteidigung kann unsere sog. Armee schon lange nicht mehr erfüllen.

  10. #10 | Georg Hofrichter sagt am 26. Februar 2022 um 11:24 Uhr

    @ Hogaa

    Die Ukraine musst nie geködert werden, denn sie hat sich der EU, wie der NATO, stets bereitwillig angedient. Jetzt ist die Ukraine aber weder in dem einem, noch dem anderen Bündnis.

    Seien wir doch ehrlich – wären wir voll umnfänglich auf die Forderungen von Selenskyi eingegangen, stünden wir wahrscheinlich schon jetzt als NATO im Krieg gegen Russland. Damit wäre weder der Ukraine, noch dem Rest Europas gedient. Deshalb sehe ich die Schande nicht, die sie ins Feld führen. Was Sie als Ferigheit einstufen, sehe ich als rationale Entscheidung, die uns vor einem Flächenbrand bewahrt.

    Als Handelspartner, gerade im Energiebereich, hat sich Putin für alle Zeiten diskreditiert. Ihre Forderungen werden sich voll umfänglich erfüllen. Nur wird das kein Ausdruck der Solidarität gegenüber der Ukraine sein und auf den Konflikt keinen unmittelbaren Einfluss nehmen.

  11. #11 | Werntreu Golmeran sagt am 26. Februar 2022 um 11:33 Uhr

    @ Holgaaa

    "ich hoffe, dass so viele Besatzer wie möglich ihr verdientes Ende finden…"

    Was hat das mit Humanität zu tun? Die russischen Soldaten sind auch Väter von Kindern und Söhne von Eltern. Viele von denen sind nur unter Putin aufgewachsen und glauben, dass sie ihre Heimat schützen. Das ist zwar falsch, aber es ist auch irrational, sich gegen einen Einmarsch mit aller Macht zu wehren, wenn vorher klar ist, dass man nicht gewinnen kann. Ob das so ist, weiss ich nicht, da unsere mediale Berichterstattung nur begrenzt darüber berichtet und die meisten Angaben dann noch mit dem Hinweis versehen sind, dass deren Wahrheitsgehalt nicht geprüft werden konnte.

    Ich gebe Ihnen Recht, dass die Ukraine in die NATO-Falle getappt ist und jetzt hängen gelassen wird.

    Eine andere Meinung habe ich bei den Sanktionen. Die sind so lächerlich und unwirksam wie sonstwas.
    We auf der einen Seite Putin Irrationalität unterstellt und ihn ständig mit Hitler vergleicht und auf der anderen Seite glaubt, ihn mit der Sperrung seines Vermögens im Westen irgendwie zu tangieren, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank.

    Sanktionen machen nur dann Sinn, wenn sie z. B. die Verteidigungsfähigkeit schwächen und wenn für den Fall des Scheiterns ein anderes Druckmittel vorhanden ist. Aber die USA und die Nato haben ein militärisches Eingreifen bereits ausgeschlossen.

  12. #12 | Georg Hofrichter sagt am 26. Februar 2022 um 12:07 Uhr

    @ Werntreu Golmeran

    Die Gewaltphantasien in manchen Solidaitätsnoten befremden mich ebenfalls – siehe @ 3 Christian Scharlau:

    "СМЕРТЬ ПУТЛЕРОВСКИМ ФАШИСТАМ!!!
    TOD DEN PUTLER-FASCHISTEN!!!"

  13. #13 | Christian Scharlau sagt am 26. Februar 2022 um 14:02 Uhr

    @ #11: "… aber es ist auch irrational, sich gegen einen Einmarsch mit aller Macht zu wehren, wenn vorher klar ist, dass man nicht gewinnen kann" – es ist gar nicht irrational, wenn man berücksichtigt, daß der schrecklichste Terror gegen die Bevölkerung der Ukraine mit der Unterwerfung und Besetzung des Landes erst ANFANGEN wird. Putlers groß und explizit angekündigte "Entnazifizierung" der Ukraine – will sagen, die Beseitigung von jedem, der mit dem Besatzungsregime nicht einverstanden ist. Und das werden in der Ukraine, die seit inzwischen vielen Jahren ein viel freiheitlicheres Land ist als es Rußland selbst in den Zeiten vor der Putler-Diktatur jemals war, Millionen von Menschen sein. Aber DER Terror wird dann hinter den Kulissen stattfinden, und nicht mehr wie jetzt unter den Augen der Weltöffentlichkeit.

    #12 Zu der Äußerung stehe ich voll und ganz. Hätte ich die Möglichkeit, auf Knopfdruck Putler selbst und alle Verantwortlichen seines verbrecherischen Regimes tot umfallen zu lassen – ich würde nicht eine Sekunde zögern, den Knopf zu drücken. Hätte ich im Falle Stalin oder Hitler auch nicht gehabt.

  14. #14 | Christian Scharlau sagt am 26. Februar 2022 um 19:11 Uhr

    Übrigens – in Dortmund auf dem Friedensplatz waren wir gestern 4000. Die Veranstalter hatten mit 1000 gerechnet. Und natürlich – es wird allein davon, daß wir protestiert haben, kein Ukrainer weniger von Putlers faschistischen Horden ermordet werden, aber es war ein Zeichen. Und ja, es war auch gut für mich selbst, zu spüren, daß ich mit meiner Wut, Trauer und Verzweiflung nicht allein bin. Es waren Vertreter aller demokratischen Bundestagsparteien dabei (also aller Bundestagsfraktionen mit Ausnahme des Pro-Putler-Blocks DieLinkeAfD). Und daß ich jemals ausgerechnet von einem Sozi-MdB hören würde, "Wir sollten die Dinge doch bei ihrem Namen nennen: Putin ist ein Kriegsverbecher!", hätte ich mir noch vor Tagen nicht träumen lassen.

  15. #15 | Michael Schmelzer sagt am 26. Februar 2022 um 23:14 Uhr

    Versteht ihr das hier nicht,? RUSSLAND überfällt mein Land!!!! Wir werden hier schäbig im Stich gelassen. Helft det Ukraine

  16. #16 | Danke Russland sagt am 26. Februar 2022 um 23:40 Uhr

    Versteht ihr das hier nicht,? RUSSLAND überfällt mein Land!!!! Wir werden hier schäbig im Stich gelassen.

    Russland ist der Feind!!!! Wenn ich nicht kämpfe, weine den ganzen Tag. Keiner hilft uns und ihr labert die ganze Zeit nur rum. Wir sind ein eigenständiges Land. 5000 Helme nach 9 Wochen sind ein Witz! Jetzt wo wir fast am Boden liegen, helft ihr uns. DANKE FÜR NICHTS

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