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Ukraine: Sie sterben mit der Waffe in der Hand oder ihrem Kind im Arm

Ukraine-Demonstration im Februar 2024 Foto: Laurin


Sie sterben. Sie sterben in Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern. Sie sterben in ihren Häusern, in Schützengräben und Panzern. Sie sterben mit der Waffe in der Hand oder ihrem Kind im Arm. Und wir lassen sie im Stich. 

Vor zwei Jahren überfiel Russland die Ukraine. Obwohl bekannt war, dass russische Truppen seit Monaten an den Grenzen des Landes aufmarschiert waren, hofften alle, dass es sich dabei nur eine Drohgebärde handeln würde. Scholz in Moskau, hektische Diplomatie, Kommentare und Analysen, die klar machten, dass ein Krieg in Europa nicht mehr denkbar wäre. Und wenn, würde ihn die Ukraine innerhalb weniger Tage verlieren. Russland. Hatte es nicht im zweiten Weltkrieg die Wehrmacht vernichtet, die deutschen Armeen in Stalingrad, Kursk und Minsk zu Klump geschlagen? Welche Chancen sollte da die Ukraine haben? Keine.

Und doch kam es anders: Die Ukrainer stoppten den Vormarsch der Russen, verhinderten die Eroberung des Flughafen Kiew-Hostomel, bezwangen einen 75 Kilometer langen Konvoi der russischen Armee und wandten die Eroberung Kiews ab.

Die Ukrainer kämpften um ihr Leben, ihre Freiheit und ihr Land und sie taten das Anfangs überraschend erfolgreich. Hätte der Westen sie damals nach allen Kräften unterstützt, dem Land Panzer, Granaten und Kampfflugzeuge geliefert und Putin durch das Hochfahren der eigenen Rüstungsindustrie klar gemacht, dass er die Ukraine nicht fallen lassen wird, wäre der Krieg vielleicht heute vorbei, hätte die Ukraine ihn gewonnen, sich erfolgreich verteidigt. Russland und andere Diktaturen stehen zu ihren Verbündeten. Sie halten zu ihnen, selbst wenn sie kurz vor der Niederlage stehen. Sie liefern Truppen und Waffen, halten ihnen auf dem diplomatischen Parkett den Rücken frei und schützen sie.

Wer sich wie die Ukraine auf die Seite der Demokratien des Westens stellt, das haben die vergangenen zwei Jahre gezeigt, kann nicht auf deren vorbehaltlose Unterstützung zählen: Waffen werden zu zögerlich und zu wenige geliefert. Die Sorge vor einer Eskalation und das Festhalten an einer dümmlich naiven Friedenspolitik sind größer als das Mitleid mit den Opfern der russischen Soldateska und der Wille, ihnen im Überlebenskampf beizustehen.

Und auch die Solidarität der Zivilgesellschaft hält sich in Grenzen. Gegen die AfD gingen in den vergangenen Monaten Millionen auf die Straßen. Öffentlich ihre Solidarität mit der Ukraine bekunden wollen nur wenige, da teilt das Land das Schicksal Israels. Gestern waren es auf einer Demonstration vor dem Bochumer Rathaus zur Erinnerung an den Überfall Russlands vor zwei Jahren 300. Das Wetter war nicht gut, aber das war es auch nicht, als im Januar 13.000 gegen die AfD protestierten. 300, so viele waren es auch auf den anderen Kundgebungen für die Ukraine und auch nach dem Pogrom der Hamas im Oktober gingen nicht mehr Menschen in Bochum auf die Straße, um ihre Unterstützung für Israel zu zeigen.

Wir lassen diese Menschen alleine. Wir lassen sie in der Ukraine alleine und in Deutschland. Wir stehen weder zu ihrem Land noch zu ihnen. Dabei kämpft die Ukraine auch für uns. Ihre Truppen sorgen dafür, dass wir mehr Zeit gewinnen, um uns für einen Überfall Russlands auf NATO-Gebiet vorzubereiten, was wir natürlich auch nicht ernsthaft tun, weil wir lieber Geld für Solaranlagen nach China überweisen als es in die Rüstungsgüter zu investieren, die unser Überleben sichern könnten. Deutschland, Europa begibt sich ohne Widerstand auf die Schlachtbank. Vielleicht hoffen viele, mit dem Leben davonzukommen. Aber um was für ein Leben würde es sich handeln? Es wäre das von Sklaven, es wäre sinn- und wertlos. Eine nicht enden wollende Qual.

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Emscher-Lippizianer
Emscher-Lippizianer
1 Monat zuvor

Ukrainer, war hat euch verraten? Die lupenreinen Sozialdemokraten.

https://m.focus.de/politik/harte-kritik-an-scholz_id_259707382.html

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