
Die Kritik an der UN-Sonderbeauftragten für die Palästinensergebiete Francesca Albanese ist seit Jahren bekannt. In den vergangenen Monaten hat sie noch zugenommen. Von unserem Gastautor Roland Kaufhold.
Im Dezember 2025 zerstörten 100 anti-israelische Demonstranten die, größtenteils verwaisten, Redaktionsräume der Turiner Tageszeitung „La Stampa“. Bei einem Auftritt in Rom sagte Albanese auch: „Dies sei auch eine Mahnung an die ‚Stampa‘, wieder ihre Arbeit zu tun, die Fakten in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zu stellen und, wenn sie es sich leisten kann, auch ein Minimum an Analyse und Kontextualisierung zu liefern“
Die Forderungen nach ihrem Rücktritt waren unüberhörbar, nachdem sie von Israel als einem „Feind“ gesprochen hatte. Diese Forderungen lehnte sie ab und bezeichnete die Kritik an ihr und ihren Aussagen als „beispiellosen Angriff gegen eine Expertin der Vereinten Nationen“.
Am 24. Februar veröffentlichte der renommierte Judaist Peter Schäfer in der FAZ den Beitrag „Was hinter Francesca Albaneses Israel-Kritik steckt“, und analysierte Albaneses fortgesetzte antiisraelische Ausfälle vor dem Hintergrund „ältester antijüdischer Klischees“.
In den kommenden Tagen sind für Albanese mehrere Auftritte geplant, in Berlin und in Köln.
Die Berliner Organisation „Gegen jeden Antisemitismus“ hat die Berliner Senatsverwaltung für Kultur nun aufgefordert, „geplante Veranstaltungen mit der UN-Sonderberichterstatterin für die palästinensischen Gebiete, Francesca Albanese, im Babylon-Kino im Stadtteil Mitte abzusagen.“ Das Kino werde aus Mitteln der Berliner Senatsverwaltung gefördert. Es könne nicht sein, dass die Berliner Senatsverwaltung für Kultur „durch die Förderung des Babylon Kinos ermöglicht, dass antisemitische Veranstaltungen durch Steuergelder finanziert werden.“
Und die örtliche FDP sowie deren Jugendorganisation Julis meldeten eine Kundgebung vor dem Berliner Kino an. Diese steht unter dem Motto »Keine Bühne für Antisemitismus im Babylon!“: „Zeigen wir gemeinsam“, betonten die Organisation in einer Erklärung, „dass Berlin kein Ort für Hetze unter dem Deckmantel der Menschenrechte ist.«
Deutschland und Frankreich hatten bereits Mitte Februar 2026 die Abberufung Albaneses wegen ihrer antiisraelischen Aktivitäten gefordert. Die USA und Israel werfen ihr schon lange Antisemitismus vor.
Samstag, 28.3. ab 17 Uhr ist im Kölner Metropolis-Kino am Ebertplatz gleichfalls ein Auftritt Albaneses angekündigt.
Die DIG AG Köln und das Jüdische Forum in der CDU NRW fordern nun, in Übereinstimmung mit Volker Becks scharfer Kritik an Albaneses Auftritt in Berliner Babylon Kino die Absage des Auftritts im Kölner Metropolis-Kino:
Das Metropolis-Kino solle seine Einladung an Francesca Albanese „noch einmal sehr genau überdenken. Francesca Albanese ist keine menschenrechtliche Heroine (.-..) Sie verbreitet antisemitische Stereotype und verharmlost antisemitischen Terror.“ Die UN‑Mandatsträgerin habe „wiederholt antisemitische Weltbilder verbreitet, die vernichtungsantisemitische und genozdidale Hamas verharmlost.“
Demokraten „dürfen ihr diese Bühne nicht unwidersprochen überlassen“, so der Kölner DIG-Vorsitzende Hannes Platz in einer Erklärung.
Deshalb rufen die Kölner DIG und das Jüdische Forum in der CDU NRW in einer gemeinsamen Erklärung für Samstag den 28.3. ab 17 Uhr zu einer Solidaritätsmahnwache gegen Antisemitismus vor dem Kölner Metropolis-Kino au
Dieser Aufruf wird auch von der antifaschistischen, pro-israelischen Aktionsgruppe „Klare Kante“ in den sozialen Medien unterstützt
