Und erneut erhebt die Friedensbewegung ihr hässliches Haupt

same procedure as every year: Ostermarsch Ruhr in Duisburg
Ostermarsch Ruhr in Duisburg

Solange ich mich erinnern kann, war die Friedensbewegung nie viel mehr als eine Ansammlung von Feinden von Westen und Freiheit. Ob DDR, UdSSR oder Putins Russland: Bereit in den Hintern jedes Diktatoren zu kriechen und sich oft auch von ihm finanzieren zu lassen. Ihr Gegner war nie die Gewalt, sondern immer die demokratischen Staaten und ihre Regierungen.

Kaum hat Russlands Präsident, hat der ehemalige KGB-Offizier Vladimir Putin, seine Armeen von drei Seiten rund um die Ukraine aufmarschieren lassen, erhebt die deutsche Friedensbewegung ihr hässliches Haupt und schreibt in einem Appell: „Eine einseitige Schuldzuweisung an Russland, wie sie von einigen westlichen Regierungen und in den großen Medien vorgenommen wird, ist nicht gerechtfertigt und nimmt zunehmend den Charakter von Kriegspropaganda an.“ Und klar, der Westen ist wie immer der Böse, Diktatoren sind immer die Guten: „Die aktuelle Krise ist Teil eines globalen und seit längerem bestehenden Konflikts, dessen Wurzeln im Anspruch der USA liegen, „dass Amerika wieder die Welt führt,“ wie es der US-Präsident formuliert. Die europäischen NATO-Partner schließen sich dem mit einigen Nuancierungen als Juniorpartner an. Dagegen lehnen andere, darunter Russland, eine westliche Dominanz ab und wollen als gleichberechtigte Partner in einer multipolaren Weltordnung respektiert werden.“

Propaganda und Hetze ist alles, was freie Medien sagen und demokratische Regierungen tun, das war schon immer so bei diesen Feinden der freien Gesellschaft. Wer macht mit? Die üblichen Verdächtigen: Viele Funktionäre und Mandatsträger der in Linkspartei umbenannten SED wie  Gregor Gysi, Sahra Wagenknecht und Sevim Dagdelen. Musikanten in der Abendsonne ihrer Karriere wie Dieter Dehm, Anne Haigis und Joachim Witt und etliche andere aus den Restbeständen der dümmsten aller sozialen Bewegungen, der Friedensbewegung.

Die Parolen könnten auch von der AfD stammen, die ja auch mit Demokratie und Freiheit fremdelt, aber man geht da, wohl mehr aus  taktischen denn aus inhaltlichen Gründen, auf Abstand.

Das Gegenstück zu dem Aufruf der Freiheitshasser stammt von Wolf Biermann. In seinem Text heißt es: „Der Kern unserer demokratischen Gemeinschaft Europa ist das Selbstbestimmungsrecht der Völker, die Freiheit der Weltanschauung, die Freiheit des Handels, die Unabhängigkeit der Justiz und die Freiheit der Künste und Wissenschaften. Putin konstruiert nun eine angebliche Bedrohung Russlands durch die Nato. Das Gegenteil ist der Fall: Die Umzingelung der Ukraine mit russischen Truppen ist ein Angriff auf den Frieden in ganz Europa.“

Demokratie, Freiheit, Selbstbestimmung. Mit all dem muss man den Putinisten nicht kommen.

Dir gefällt vielleicht auch:

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
5 Comments
Oldest
Newest
Inline Feedbacks
View all comments
Werntreu Golmeran
Werntreu Golmeran
2 Jahre zuvor

Ach, der gute Herr Biermann, auf ihn ist Verlass. Der Naztionalpreisträger auf dessen "Lied auf Mutterns Hände" ich immer noch warte, imedet sich mit einer Penetrans immer dann zu Wort, wenn der Westen irgendwo auf der Welt vermeintlich die Freiheit retten will. Damals, als der ehemalige Geheimdienst Chef Bush sen. den ersten Irakkrieg versuchte. Als man am Hindukusch die freiheitlich demokratische Grundordnung verteidigen und den Mädchen Freiheit und Bldung bringen wolllte, um sie anschließend im Sich zu lassen. Beim grossen gorreichen Kampf gegen Saddams imaginierten Massenvernichtungswaffen oder beim "Nation Destroying" in Lybien. Immer war der Wolf zur Stelle und sein anschwellender Kriegsgesang begleitete die Protagonisten von Fehlschlag zu Fehlschlag.

Was Biermann konnte, war, singend die Sache auf den Punkt zu bringen, wie z. B. in dem Lied "Junger Soldat in Afghanistan" es war richtig beim Afghanistan-Desaster der SU aber auch als die Koalition der Weltutmenschen und Wiilfährigen ihre Söhne und Töchter zum Morden nach Afganistan schickten.

Wo Biermann auch Recht hat, die Ukraine ist umzingelt, aber nicht, wie er behauptet, nur von russischen Truppen, die stehen nur im Osten, sondern auch von westlichen Truppen.

Jeder einigermaßen intelligente Analyst in Washington und Langley wusste, dass Putins Geduld endlich sein würde. Kissinger, Breszinski und Co. haben das auch in diversen Publikationen und Äußerungen offen und klar ausgesprochen, welche Bedeutung die Ukraine für das Gleichgewicht der Mächte in Europa und der gesamten Welt hat. Und trotzdem oder gerade deswegen hat man immer weiter gemacht und sehenden Auges die Eskalation betrieben. Langsam rudern selbst einige Atlantiker, wie Ischinger und Röttgen zurück, weil Sie anfangen darüber nachzudenken, wie Europa nach einem Krieg aussehen könnte. Aber Herr Laurin feiert ja auch jedes Jahr die Bombardierung Dresdens, was soll man da auch andetes erwarten.

Berthold Grabe
Berthold Grabe
2 Jahre zuvor

Nun es hast den Anschein als ob Putin lieber Truppenverlagerungen nach Osteuropa in kauf nehmen will, als eine unabhängige Ukraine.
Denn vor Putins Aufmarsch gab es keine westlichen Truppen in Osteuropa,( und gibt es immer noch nicht) die in der Lage wären einen Vorstoss der russischen Armee etwa nach Polen aufzuhalten.
Das Kräftegleichgewicht ist nahezu lächerlich einseitig zu Gunsten Russlands.
Also ist eine Umzingelung der Ukraine aus westlicher Richtung völlig absurd.
Putin fürchtet das Vordringen westlicher Demokratiestandards, die ähnlich wie in Weissrussland auch in Russland vermehrt Wiederstand auslösen könnten gegen seine Diktatur.
Nun es ist fast absolut sicher, das der Westen keine Soldaten in die Ukraine schicken wird.
Aber er wird mit Truppenverstärkung im Westorientierten Osteuropa reagieren.
Was Putin offensichtlich weniger interessiert, als die Ukraine zu kontrollieren.

Manni
Manni
2 Jahre zuvor

"Solange ich mich erinnern kann, war die Friedensbewegung nie viel mehr als eine Ansammlung von Feinden von Westen und Freiheit."

Die Erinnerung ist ein flüchtiger Geselle. Denn die "Friedensbewegung", das sind nicht die marschieren Beseelten, die Gutgläubigen und die fünfte Kolonne, sonder das war vor allem ein große Anzahl Menschen, die nach 6 Jahren totalen Krieges die Schnauze voll hatten.
Dass die jetzigen Spaziergänger anderes vorhaben? Geschenkt. Meine Schellackplätzen sind ja auch ausgeleiert.

Malcolm
Malcolm
2 Jahre zuvor

So einen Unsinn habe ich selten gelesen. Da setzen sich Menschen dafür ein, dass es keinen Krieg in Europa gibt und werden von vermeintlichen Linken verunglimpft. Traurig.

Berthold Grabe
Berthold Grabe
2 Jahre zuvor

Das hässliche am Haupt der Friedenbewegung ist ihre Dummheit, nicht ihre Intention!
Denn es war definitiv nicht die Friedensbewegung, die den Kalten Krieg beendete.
Zuckerbrot ohne Peitsche, funktioniert nun mal nicht.
Und so war es die Ausgleichs- und Verhandlungsbereitschaft von Brandt und Schmidt gepaart mit Stärke in dem Natodoppelbeschluss, was zum Fall der Mauer führte.
Mir ist kein praktischer einziger Erfolg der Friedensbewegung bekannt.

Werbung