Jürgen Todenhöfer kämpfte in Duisburg mit der Lautsprecheranlage und für Frieden mit Russland

Jürgen Todenhöfer suchte Duisburg heim; Foto: Peter Ansmann
Jürgen Todenhöfer suchte Duisburg heim; Foto: Peter Ansmann

Jürgen Todenhöfer besuchte am Freitag Duisburg, um das „Team Todenhöfer“ vor Ort im Landtagswahlkampf zu unterstützen. Der Krieg in der Ukraine stand dabei thematisch im Vordergrund.

Viel los war bei dem Event der Kleinstpartei, die ihr Gründer und Vorsitzender gerne als „Bewegung“ sieht, nicht. 26 Teilnehmer, plus insgesamt drei Passanten die kurzweilig verweilten.

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Ostermarsch-Teilnehmer in Duisburg einig mit Putin: „Keine Waffen in die Ukraine“

Kategorie "Events aus der Hölle": Der Ostermarsch 2022 in Duisburg; Foto: Peter Ansmann
Kategorie „Events aus der Hölle“: Der Ostermarsch 2022 in Duisburg; Foto: Peter Ansmann

Heute fanden sich in Duisburg wieder Anhänger der selbsternannten „Friedensbewegung“ zusammen. Der Verfassungsschutz hatte im Vorfeld dieser Events vor einer Vereinnahmung durch Putin-Freunde gewarnt. In dieser Hinsicht Entwarnung für Duisburg: Putins Propaganda funktioniert subtiler. Der Angriffskrieg Russlands wurde verurteilt, der Ukraine aber indirekt das Recht auf Verteidigung abgesprochen.

Wie jedes Jahr, trafen sich hier – im schönen Duisburg – neben den üblichen Verdächtigen von DKP, MLPD und anderen obskuren Grüppchen auch Vertreter des DGB und der Falken: Um für den Frieden und eine schönere Welt zu demonstrieren. Das alte Feindbild, böser Westen, hat sich trotz des aktuellen Krieges in Europa nicht verändert:

Putins „imperialistischer Angriffskrieg“ wurde verurteilt, um im gleichen Atemzug auf die sinistren Friedensmissionen der NATO hinzuweisen. Transparente mit Aufschriften wie „NATO: North Atlantic Terror Organisation“ und „Abrüsten statt Aufrüsten: Frieden mit Russland“ fehlten allerdings bei diesem Ostermarsch.

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Nicht gerade Bombenstimmung auf’m Ostermarsch in Duisburg

Duisburg, 20.04.2019: Der Ostermarsch lockt nach wir vor Menschen an; Foto: Peter Ansmann
Duisburg, 20.04.2019: Der Ostermarsch lockt nach wir vor Menschen an; Foto: Peter Ansmann

Damit Ihr nicht extra auf den Ostermarsch laufen müsst, hat sich ein Ruhrbaron dieses, jährlich wiederkehrende, Superevent für Euch angesehen. Von Bombenstimmung zu sprechen, wäre übertrieben: Am Samstag fand die Auftaktveranstaltung zum Duisburger Ostermarsch, im Epizentrum der schönsten Ruhrmetropole wo gibt, statt.

Etwa 300 Friedensaktivisten hatten sich, bei Kaiserwetter, auf der Königstraße versammelt. Pax Christi – eine katholische „Friedensinitiative“, die in letzter Zeit in erster Linie durch die Unterstützung der antisemitischen BDS-Bewegung mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat und diverse andere Organisationen hatten sich zur Auftaktkundgebung des Duisburger Ostermarsches eingefunden. Darunter z.B.: Die Linke,  MLPD, DKP, Falken,  Aufstehen.

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Ostermärsche: Einsicht in letzter Sekunde

Vernunft in letzter Sekunde: der Ostermarsch denkt um.

Wie wir Ruhrbarone heute morgen aus Kreisen des Zentralen Organisationskomitee der Ostermärsche (ZK Oster) erfuhren, werden die heute und morgen stattfinden Ostermärsche dramatische Veränderungen in letzter Sekunde erfahren.

Organisator Manfred: „Wir haben da einfach echt viel abstruses Aluhutgelaber über die Jahre angehäuft. Keine Ahnung wieso, ist einfach passiert. Wir werden das in unserem Stuhlkreis nochmal durchdiskutieren. Nun müssen wir fix wieder zurück zu den Themen Menschlichkeit und Freiheit kommen. Und ganz ehrlich mal: wir haben mal rumgefragt, keiner weiß mehr, wer auf diese Atomausstieg-Nummer gekommen ist. Manchmal verrennt man sich einfach.“

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Kein bisschen Frieden: Voll am Arsch – der Ostermarsch

Rund 200 Friedenskämpfer versammelten sich am Vormittag des Ostersamstages am Duisburger Kuhtor zum Auftakt des Ostermarsches Ruhr.

Wenn der rote Grossvater erzählt, schwebt der warme Mief der Gruppe über allen Wassern.

same procedure as every year: Ostermarsch Ruhr in Duisburg
Same procedure as every year: Ostermarsch Ruhr in Duisburg

Gramgebeugt wirkend verliest Eberhard Przyrembel von der LKW-Bühne seine Rede. Der alte Mann trägt Pantoletten, er ist von Pax Christi und seit Anno Tobak aufrechter Friedenskämpfer. Sein Weltbild mutet schlicht an, offenkundig ist es geprägt von Bedrohungsängsten: „Ich frage mich wirklich, wie lange wir noch Redefreiheit in diesem Land haben“, fragt er seine Zuhörerschaft durch das Mikrophon, „von den Medien werden wir manipuliert durch Weglassen.“ Lassen wir den Rest weg.

Doch er und seine Friedensfreunde wissen: „Der Krieg beginnt hier, er ist unter uns und überall.“

Dabei ist der alte Mann Przyrembel selbst Kriegspartei in einem erbitterten Streit der Friedensfreunde  im Revier.

Und das zeigt er auch auf seinem Bauch: Er trägt ein T-Shirt der mindestens schwer umstrittenen Duisburger Schreihals-Combo ‚Die Bandbreite‚. Dass diese Band hier zum Auftakt des Ostermarsches Ruhr das Kulturprogramm bestreitet, führte zum Schisma bei den wenigen verbliebenen Kämpen der Friedensbewegung.

DFG-VK, die Renter-Antifa der VVN-BdA und selbst die Duisburger Linkspartei nahmen an der Auftaktkundgebung nicht teil. Weil die Bandbreite das Kulturprogramm bestritt.

Bandbreitensänger Marcel Wojnarowicz  aber ficht das nicht an. Wie immer wirkt er beseelt von seinem Masturbationshintergrund. Die grosse präpotente Pose hat er schon in Interviews bewiesen – etwa bei der islamischen Zeitung.

Hose-runter-TV filmt Bandbreite
Hose-runter-TV filmt Bandbreite

Eines jedoch will der Rapper keinesfalls sein – nämlich beschmiert. „Ich lasse mich nicht mit dem Titel ‚Antisemit‘ beschmieren“, entäussert er, schliesslich habe er jüdische Freunde. Etwa „Rolf Verleger und Evelyn Hecht-Galinski“ rühmt sich Wojnarowicz, bevor er einen Song anstimmt, der in etwa ‚Freiheit für Palästina‘ fordert.

Sein Auftritt wird von zwei jungen Leuten mit Warnwesten abgefilmt. Auf diesen Kleidungsstücken prangt die Warnung: „Hose-runter-TV“. Letztens filmten die in Moers Montagsmahnwachen ab.

Sonst gab es nichts einigermaßen wesentliches zu berichten.

Tote Hose. Ohne richtiges TV.

„Neonazis und Verrückte“ auf dem Ostermarsch?

Fröhliche Ostermärschler, Foto: (CC BY-NC 2.0),flickr via jojonks

Am Wochenende ist also wieder Ostermarsch Ruhr. Nun könnte man es sich leicht machen und zum Beispiel die Liste der Unterstützerinnen und Unterstützer durchgehen. Dann könnte man mal wieder so richtig schön über „Linksfossilien“ und den „Friedensmob“ abledern. Man könnte Jitzhak Ben Chaim aka Paul Spiegel zitieren: „Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder“.

Man könnte skandalisieren, dass auf der Ostermarsch-Ruhr-Website einerseits steht:“ Für uns steht das Existenzrecht des Staates Israel außer Frage.“ Andererseits zählt zu den Unterstützerinnen des Marsches eine gewisse Inge Höger, die das augenscheinlich anders sieht. Auch könnte man sich über die Ankündigung wundern, dass die friedensbewegten Traditionslinken ausgerechnet den Konkret-Autoren Jörg Kronauer zum Thema „Westliche Interessen im Nahen und Mittleren Osten“ hören wollen. Bei so viel Duisburg, DKP und Dagdelen hätte man wohl eher einen Norman Paech oder einen Jürgen Elsässer erwartet. Hier würde auch der Hinweis passen, dass die Ostermärschler die Vernichtungsdrohungen Ahmadinedschads gegen Israel als „Kriegspropaganda“ und „Lügen der Herrschenden um ihre Kriege zu rechtfertigen“ bezeichnen. Dann allerdings wäre es nur fair, auch darauf hinzuweisen, dass nicht alles schlecht ist, was da verbreitet wird. Wer ist schon für den Einsatz der Bundeswehr im Innern? Wer für Atomwaffen, und wer für Bundeswehr-Werbung an Schulen? Ist doch gut, wenn da mal jemand so tut, als könne er Druck machen.

Manipulation der Massen?

Doch darum soll es nicht gehen. Ein anderes Thema des Ostermarsches Ruhr sticht besonders ins Auge: „Wetter als Waffe“. Was zunächst nach General Winter klingt, entpuppt sich mit einem Klick als die berühmt-berüchtigten „Chemtrails“. Wegen jenen Flugzeug-Kondensstreifen am Himmel, von denen Verschwörungstheoretiker behaupten, die Regierung habe ihnen chemische Stoffe zur Manipulation der Massen beigefügt, wurde der bekannte Wettermoderator Jörg Kachelmann vor einiger Zeit vor Gericht gezerrt. Kachelmann distanzierte sich in einer Email an eine Anti-Chemtrail-

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