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Uni Duisburg-Essen lädt Stefan Aust und Adrian Geiges ein, ihr Buch im Ostasien-Institut vorzustellen

Stefan Aust Foto: Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0

Stefan Aust und Adrian Geiges haben mit „Xi Jinping – der mächtigste Mann der Welt“ ein beeindruckendes Porträt über den  Generalsekretär der Kommunistischen Partei   und Staatspräsidenten der Volksrepublik China geschrieben. Es zeigt nicht nur den Aufstieg eines Machtmenschen, der die Wirtschaft wieder stärker dem Staat unterordnet, den  Kolonialismus nicht vergessen hat und das demokratische Taiwan zerstören und der Volksrepublik einfügen will. Das Buch macht auch deutlich, dass China ebenso eine wirtschaftliche, militärische wie durch den das Land bis heute prägenden Konfuzianismus auch intellektuelle Herausforderung für den Westen ist. Wie gut das Buch ist, merkt man daran, dass die chinesische Regierung, die im  Prinzip nichts anderes als die Kasperlepuppen der KP ist, eine parallele Vorstellung des Buches am Mittwoch an den Konfuzius-Instituten der Unis Duisburg-Essen und der Leibniz-Universität Hannover, offenbar verhinderte. Die  Konfuzius-Institute sind eine staatliche Bildungsorganisation der chinesischen Regierung und hinter der steht die KP, die alles bestimmt. Wie sehr, belegt das Buch “Die lautlose Eroberung” von Clive Hamilton und Mareike Ohlberg, das aufzeigt, wie China seinen Kampf gegen den Westen organisiert.

Die Absage der Buchvorstellung zeigt, was dem Westen in Zukunft droht, wenn er wirtschaftlich, technologisch und militärische an Stärke verliert und sich in Selbstzweifeln suhlt.

Die Universität Duisburg-Essen hält die Absage für nicht nachvollziehbar und hat nun Stefan Aust und Adrian Geiges eingeladen, ihr Buch im Institut für Ostasienwissenschaften vorzustellen.

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17 Kommentare zu “Uni Duisburg-Essen lädt Stefan Aust und Adrian Geiges ein, ihr Buch im Ostasien-Institut vorzustellen

  • #1
    paule t.

    Zitat: "Wie gut das Buch ist, merkt man daran, dass die chinesische Regierung, […], eine parallele Vorstellung des Buches am Mittwoch an den Konfuzius-Instituten der Unis Duisburg-Essen und der Leibniz-Universität Hannover, offenbar verhinderte."

    Nein. Ob ein Buch gut ist, merkt man nicht schon daran, welche Leute es ablehnen. Man müsste es schon lesen.
    So eine Idee zeugt von außerordentlich unterkomplexem Schwarz-Weiß-Denken. Das sollte eigentlich unmittelbar deutlich werden, wenn man sich vor Augen führt, wie viele höchst unterschiedliche Bücher die chinesische Regierung wahrscheinlich ablehnt (und Lesungen verhindert, wo sie Einfluss hat), die man dann dieser Logik folgend wohl alle gleichzeitig gut finden müsste.
    Ganz abgesehen davon, dass es ja noch die eine oder andere weitere Regierung gibt, deren Haltung man mit ebenso "guten" Gründen als Gegen-Indikator für die Qualität von Büchern nehmen könnte.

  • #2
  • #3
    paule t.

    @ #2: Das ist schön, macht aber den von mir zitierten Fehlschluss um kein Stück logischer.

  • #4
    abraxasrgb

    #1 Paule T. Zustimmung, zumindest formal logisch, was aber nicht notwendig wahr bedeutet 😉
    Es gab da mal 2010 eines der erfolgreichsten Sachbücher der deutschen Nachkriegsgeschichte, das Mutti Merkel “nicht hilfreich” fand, obwohl sie es nicht gelesen hatte.
    Ah, halt Stop! Das war ja der böse Sarrazin 😉

  • #5
  • #6
    Philipp

    Wer sich für das Zoom Webinar (Online Buchvorstellung) registrieren will – Link hier:

    https://uni-due.zoom.us/webinar/register/WN_4BXYYFiCR9CBkUXtdSqwQQ

  • #7
    Tolduso

    #4:
    Wenn eine Aussage "formal logisch" korrekt ist, bleibt nicht mehr viel Raum für Unwahrheit. :p

    Man kann das Ganze auch positiv interpretieren, und eine Absichtserklärung Päules vermuten welche eine Entscheidung zu zukünftig makellos sachlich-präziser Rhetorik seinerseits darstellen könnte. Abwesenheit kognitiver Dissonanz ist ja nichts per se Schlechtes.

  • #8
    Prinzessin

    @ Tolduso #7

    was soll das sein? Ein Kommentar? Du kannst ja noch nicht mal Namen richtig schreiben: Ich kenne keine/keinen "Päule". Du und abraxasrgb seid das Alptraum-Team jeder Diskussion, wo ihr auftaucht ist danach nur noch Müll.

  • #9
    Tolduso

    Die inhaltlich wertvollen Beiträge von emotional ausgeglichenen Prinzessinnen, Prinzen oder Sockenpuppen die trotz, unvermeidlich im Angesicht empörender Vorgänge, unverhohlener Erregung immer allerhöchstens hart am Ideal vorbeiSchrammen, vermögen sicher auch die bösen Untaten des virtuellen A-Teams aufzudecken- und die schlimmen Folgen zu mildern.
    Alles wird gut.

  • #10
    abraxasrgb

    #7 Tolduso … stimmt, aber der Kollege hat mit einer Implikation gearbeitet und "nur" darauf hingewiesen, dass aus der Annahme, ein Buch sei lesenswert, weil es von der chinesischen Regierung abgelehnt wird, nicht "notwendig" folgt. Das kann aber in bestimmten Fällen durchaus wahr sein. Es ist nicht ausgeschlossen, nur eben nicht zwingend (notwendig) wahr 😉

    Päules übliche Taktik ist ja eher so auf der Ebene des Satzes vom ausgeschlossenen Dritten und dem Satz der Identität, indem er dem Gegenüber formallogische (Schein)Fehler unterstellt, (ver)dreht er semantisch das Thema und reklamiert i.d.R. Geltung für seine eigene Meinung aus dem Nachweis einer anscheinend defizitären logischen Schlüssigkeit der Aussagen der kritisierten Meinung. Da gehen schon eine Menge interessanter impliziter Prämissen ein, die man nicht unbedingt (logisch) teilen muss. Vermutlich ist der Kollege, qua Präferenz für geoffenbarte Wahrheiten (Christentum, Islam), ohnehin ein "moralischer Realist", der an die "Wahrheitsfähigkeit" moralischer bzw. politischer Meinungen glaubt(sic!) 😉

    Insofern klassische Katergorienfehler, aber wir sind hier ja nicht im logischen Propädeutikum 😉

    Meine etwas flapsig formulierte Anmerkung sollte eher den "schwarzen Schwan" einer vorschnellen Verallgemeinerung, aller weißen Schwäne des Induktionsschlusses vorbereiten … hey, das ist nur ein Spiel 😉

    Ich unterstelle Päule jedoch keinen Vorsatz, der juristisch gegen ihn verwandt werden könnte. Das wäre tauto-logisch, denn Päule hat, für sich selbst (genommen), immer recht. Da holt ihn dann doch immer aussagenlogisch das Prinzip der Zweiwertigkeit ein 😉

  • #11
    abraxasrgb

    #5 Paule T.
    Zusammenhang? Zustimmung zu diesem Teil:

    "Ganz abgesehen davon, dass es ja noch die eine oder andere weitere Regierung gibt, deren Haltung man mit ebenso "guten" Gründen als Gegen-Indikator für die Qualität von Büchern nehmen könnte."

    Wenn Mutti ein Buch "nicht hilfreich" findet, könnte (nicht muss) es ein Hinweis sein, dass das Buch für nachdenkende Menschen zumindest interessant ist . Aber das Thema hat sich ja glücklicherweise erledigt @Regierung

    Sieh es einfach als kreatives Missverständnis. Wir werden uns vermutlich über das Buch "Deutschland schafft sich ab" genau so wenig einigen, wie in vielen anderen Fragen auch?

  • #12
    Prinzessin

    @ abraxasrgb

    "klassische Katergorienfehler"

    stimmt, deine Kommentare sind sowas von "verkatert" – und bevor du jetzt sagst "was für ein doofer Kalauer!" lies erst noch mal, was du selber "geschrieben" hast

  • #13
    abraxasrgb

    Prinzessin, wenn du Kopfschmerzen von der Lektüre bekommst @verkatert, hätte ich zwar eine Vermutung, aber die ist zu prinzessinnenhaft.

    Wenn du dich inhaltlich beteiligen möchtest, gerne! Nur zu!

  • #14
    nussknacker56

    #8

    Gert Glocke – heute als „Prinzessin“ unterwegs? Warum auch nicht, Geschlechter sind heutzutage ja lediglich soziale Konstrukte. Dafür, dass Sie schneller Ihren Namen wechseln als viele Leute die Taschentuchecken, könnten Sie dem „Päule“ allerdings etwas aufgeschlossener gegenüberstehen.

  • #15
    abraxasrgb

    #12 Prinzesschen

    Du hast einen Tippfehler gefunden? Glückwunsch! Du darfst ihn behalten. Möchtest Du Finderlohn?

  • #16
    Prinzessin

    @abraxasrgb @ nussknacker56

    "Möchtest Du Finderlohn?" Überweis deine Fantastilliarden an nussknacker56, der hat ähnlich viel "Fantasie" wie du: eine Diskussion mit Unsinns-Kommentaren zu vermüllen, da seid ihr beide Profis

  • #17
    paule t.

    @#11 abraxasrgb, Zitat:
    ——————–
    "Zustimmung zu diesem Teil:

    "Ganz abgesehen davon, dass es ja noch die eine oder andere weitere Regierung gibt, deren Haltung man mit ebenso "guten" Gründen als Gegen-Indikator für die Qualität von Büchern nehmen könnte."

    Wenn Mutti ein Buch "nicht hilfreich" findet, könnte (nicht muss) es ein Hinweis sein, dass das Buch für nachdenkende Menschen zumindest interessant ist ."
    ——————–

    Das ist ja genau derselbe Fehlschluss, den ich kritisiert habe, also stimmen Sie mir gewiss nicht zu. Dass Sie den Fehlschluss von einer diktatorischen, die Menschenrechte verletzenden Diktatur auf unsere demokratisch gewählte (noch geschäftsführende) Bundeskanzlerin übetragen, und so nebenbei die Leute, die solche Gedankengänge nicht mittragen, anscheinend nicht zu den nachdenkenden Menschen zählen, macht die Sache nur noch eine Spur absurder.

    Haben Sie möglicherweise nicht verstanden, warum ich in der zitierten Passage dass Wort "guten" bei "mit ‘guten’ Gründen" in Anführungszeichen gesetzt habe?

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