Mieser Mister Blister – Verdammt die Blisterpackung!

Von unserem Gastautor Jo Frank

Blister-Verpackung: macht wahnsinnig
Blister-Verpackung: Macht wahnsinnig

Wenn ich was hasse, sind das diese blöden „Blister-Display-Verpackungen“ – die aus dickem, verschweißten Kunststoff.

Sie sind eigentlich dafür gedacht, im Ladengeschäft kleine Artikel in der Selbstbedienung möglichst groß zu machen, dafür gemacht, daß sie nicht geklaut werden können.

Beispielsweise Nägelschneider, Speicherkarten, Adapterstecker. Und schön sehen soll man halt, was drin ist. Umweltfreundlich? Scheiß drauf. Dickes Plastik – statt dünner Pappe.

Leider gibt es auch im Versandhandel, etwa von Ebay-Händlern, kaum noch was anderes.

Gleichwohl ist es kaum möglich, diese Mistdinger unfallfrei zu öffnen.

Öffnungsalternative Teppichmesser. Mit Teppichmessern ist erstmal Dein Tischtuch zerschnitten und sodann sind Deine Finger abgesäbelt. Was keiner weiß: Darin hat der Witz Fünf Bier für die Männer vom Sägewerk seinen Ursprung.

Öffnungsalternative Schere. Mit Scheren führt der komplizierte Öffnungsvorgang mindestens zu Blutergüssen an den Fingern. Und Du trittst Dir auch noch auf den Fuß vor Zorn.

Blister machen Scheren kaputt
Blister machen auch Scheren kaputt

Und dann ist auch noch die Schere kaputt. Nach dem Öffnen. Verdammt.

Und die Finger sind spätestens zerschnitten und blutig, nachdem kniffeligen Versuch, das Zeugs aus der aufgeschnittenen Blisterverpackung rauszupuhlen.

Ganz kraß war neulich die Eye-Fi-Karte:

„Die erste Wireless-Speicherkarte auf dem Markt. Sie passt in jede Kamera, sieht aus wie jede andere SDHC-Karte und speichert Daten auf dieselbe Weise. Der Clou der Eye-Fi-Karte ist ihre Wi-Fi-Funktion, mit der Sie Fotos und Videos kabellos direkt ins Netzwerk und Internet übertragen können.“

Sie hatten extra eine zweite Fake-Karte in den
Blister gelegt, damit Ladendiebe auf diese reinfallen – und die aus der Verpackung holen.

Ehrliche Käufer allerdings auch – die echte Karte ist gut versteckt.

Warum beläßt man es denn bitte bitte nicht für den Versand bei einer Pappschachtel mit Aufdruck?

Die kann man wenigstens unfallfrei öffnen. Möglicherweise.

Aber die Hersteller bieten auch für Versand nur noch Blisterverpackungen an und
bezeichnen das Mistzeug auch noch als „kundenfreundlich“.

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15 Kommentare

  1. #1 | BIP sagt am 7. August 2010 um 11:26 Uhr

    Jeder von uns sollte kleine persönliche Opfer bringen, damit die Wirtschaft weiter kräftig wächst. Und denk doch bitte auch mal an BP: British Petrol muss noch viele Barrel Öl in Blisterverpackungen verwandeln, bis sich die nächste Tiefseebohrung wieder lohnt.

  2. #2 | fentaWEST sagt am 7. August 2010 um 11:51 Uhr

    haha die schere

    die dinger hasse ich auch wie die pest,man fuhrwerkt jahre daran rum und schneidet sich sämtliche finger am plastik auf :/

  3. #3 | Klaus sagt am 7. August 2010 um 11:52 Uhr

    Ohne Werbung machen zu wollen: Ama**n bietet bei einigen (ich habe das bisher nur bei Kleinelektronik, wie besagten Speicherkarten oder PC RAM gefunden) Artikeln inzwischen eine Alternative, genannt: „frustfreie Verpackung“. Ein stabiler Pappumschlag. Nichts weiter. Umweltfreundlich. Einfach. Perfekt! Kostet allerdings einige Cent Aufpreis. Vermutlich weil die Herstellerverpackungen erst entfernt werden müssen (?).

  4. #4 | Alfons sagt am 7. August 2010 um 12:00 Uhr

    In den USA gibt es einige „Blister Opener“, witzigerweise sind diese wiederum im Blister verpackt 🙂
    https://www.google.de/search?rls=en&q=blister+opener

  5. #5 | Felix sagt am 7. August 2010 um 12:02 Uhr

    Ich hab mir dafür extra eine Blechschere gekauft. Irgend ein Gadged-blog hatte die Idee. Ich dachte mir die müssen wissen wie das am einfachsten geht.

    Man muss nur aufpassen das man das Gadget nicht mit durchschneidet 🙂

  6. #6 | D sagt am 7. August 2010 um 12:02 Uhr

    Die Blisterpackung (BP) ist auch von den Ingenieuren der BP-Tochter ‚Hands On Inc.‘ erfunden worden. Da stellt sich die Frage, warum mit Beton plötzlich das Loch so schnell zu stopfen war – achja, mit einer Blisterpackung hätten sie das Loch nicht schnell wieder nutzen können.

  7. #7 | Michael Kolb sagt am 7. August 2010 um 12:10 Uhr

    Ich mag die innewohnende Ironie der Sache und der englischen Sprache… Wahrscheinlich nennt man die Dinger Blister- (dt. Blasen-) Verpackung, weil man sich beim Aufpfriemeln zig Blasen (eng. blister) an den Flossen zuzieht…

  8. #8 | Larry sagt am 7. August 2010 um 12:55 Uhr

    An einer Blisterverpackung hat sich bereits Larry David im genialen „Curb your Enthusiasm“ die Zähne ausgebissen:
    https://www.youtube.com/watch?v=m7yHS5ToAyI
    Absolutely hilarious!

  9. #9 | Dieter Carstensen sagt am 7. August 2010 um 13:05 Uhr

    Meine Öffnungsalternative:

    Ich zünde die Blister Packung an einer Ecke mit dem Feuerzeug an und lasse sie abbrennen.

    Vorteil: Ich schneide mir nicht mit irgendeinem Mordswerkzeug in die Finger.

    Nachteil: Mein in rubinrot bestelltes Sony Ericcson Vivaz Handy hat jetzt eine mattschwarze Farbe.

  10. #10 | Marxty sagt am 7. August 2010 um 13:15 Uhr

    Ich hasse diese Dinger …. Mutter (79) lässt dich sich immer Laden aufmachen und entsorgen da!

  11. #11 | Lokalpatriot sagt am 7. August 2010 um 18:03 Uhr

    Und morgen im Ruhrbarone-Blog: Die jungen Leute fahren immer so schnell auf ihren Mofas und hören Rock’n’Roll, ich fühl mich auf der Straße nicht mehr sicher.

  12. #12 | Fischfresse sagt am 7. August 2010 um 20:16 Uhr

    @12) Voll gemein von Dir! Senioren bekommen 80% aller Verpackungen nicht auf, hat ne Studie ergeben. Selbst bei Joghurts und Aufschnitt hakt es. Wir könnten also alle viel älter werden mit klügeren Verpackungen.

  13. #13 | Toto sagt am 7. August 2010 um 23:36 Uhr

    Ich sage nur: Stenkelfeld – Verbrauchersichere Verpackung –
    🙂

  14. #14 | Jo Frank sagt am 8. August 2010 um 07:15 Uhr

    Toto, ja, das triffts:

    https://www.youtube.com/watch?v=TxZT39CDyQg

    „Keine Schere nehmen – mogeln gilt nicht!“

  15. #15 | zersenser sagt am 8. August 2010 um 10:37 Uhr

    Ich arbeite im Versandhandel und kann leider nur sagen: Viele Kunden werden pampig, wenn die „schöne“ Verpackung mal nicht drum ist („Das ist doch Gebrauchtware“, „Noch nicht mal original verpackt“…)- oder finden die Ware in der „frustfreien Verpackung“ schlicht nicht. Da haben sich einige Leute die Verbraucher schön erzogen….

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