Verschlüsseln ist das Gebot der Stunde

Die große Koalition aus SPD und CDU setzt auf Vorratsdatenspeicherung und die Überwachung aller Bürger. Es ist an der Zeit, dass sich mehr Menschen mit dem Schutz privater Daten und der persönlichen Kommunikation beschäftigen. Die NSA-Affäre hat gezeigt, dass keine Daten mehr sicher sind – schon gar nicht vor der Neugier staatlicher Stellen. Deshalb ist das Interesse an Verschlüsselungstechnik stark angestiegen. Es ist dabei ein großer Unterschied, ob man Verschlüsselungsdienste einmal ausprobiert oder ob man die Technik regelmäßig nutzt. Was bisher leider fehlt ist ein massentaugliches und einfaches System zur Verschlüsselung der digitalen Kommunikation.

Hier gibt es das komplette Manuskript zum Podcast

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8 Kommentare

  1. #1 | Klaus Lohmann sagt am 27. Mai 2015 um 13:06 Uhr

    Seit der Erfindung von Privat-Computern quängelt der Klicki-Bunti-Einfachgestrickt-User nach mehr Bequemlichkeit und besserer Performance. Die hier vorgeschlagenen Verschlüsselungs-Optionen haben alle weniger Usability und Performance-Einbußen zur Folge. Das beißt sich und ist für den unbedarften Nutzer (um den es hier ja fast ausschließlich geht) ein funktionaler Makel, der von der Benutzung abhält.

    Die Messenger sterben so langsam aus, weil sie weiter auf proprietären Systemen von rein marketing- und umsatzorientierten Firmen angeboten werden. EMail erlebt gerade eine Renaissance, weil standarisiert, weitgehend hersteller-unabhängig und komplett offen. Also sollte da ein neuer Ansatz von performance- und benutzungs-optimierter, von der Erstinstallation an eingeschalteter Verschlüsselung geschaffen werden, dem sich auch ein DAU nur schlecht entziehen kann.

    Aber bei aller Mahnung zur Nutzung von Verschlüsselungtechnik gilt immer noch, dass sie menschengemacht und damit auch immer knackbar ist.

  2. #2 | Stefan Laurin sagt am 27. Mai 2015 um 15:46 Uhr

    ich hoffe doch sehr das die Verschlüsselungsprogramme knackbar sind. Das Nazis und Terroristen geschützt kommunizieren können, sehe ich nicht als Vorteil.

  3. #3 | keineEigenverantwortung sagt am 27. Mai 2015 um 16:58 Uhr

    Es ist natürlich sinnvoll, dass Menschen miteinander kommunizieren können, ohne dass andere mithören. Es ist auch davon auszugehen, dass dies aktuell technisch möglich ist.
    Es ist schlimm, dass die Bürger unter Generalverdacht gestellt werden.

    Der Nutzen der Überwachungsprogramme ist doch sehr zweifelhaft. In den USA wird dies zurzeit diskutiert.

    Wer mehr Sicherheit will, erreicht mehr, wenn er den gesunden Menschenverstand nutzt und bekannt gefährdete Räume stärker überwacht.

    z.B. Alex in Berlin, Bereich Keuningpark in Dortmund.

  4. #4 | KingGhidorah sagt am 27. Mai 2015 um 17:27 Uhr

    #2

    Nicht sicher ob das noch ein klassischer Laurin ist oder endgültig Senilität ist…

    … nochmal zum überlegen:

    -Von welchen Staat waren sämtliche Behörden unfähig eine nationalsozialistische Mörderband, die 13 Jahre umging, zu schnappen?

    -Welcher Staat, besser, welches Bundesland bekommt es mit seiner Polizei/Staatsorganen nicht gebacken einen eigentlich verlorenen Haufen an Rechtsradikalen/radikalen Islamisten zu bändigen… oder gibt ihnen von sich aus lieber gleich mal Geleitschutz?

    – Zwar überspitzt aber trotzdem hat es diesen Anschein: Welchen Bundesland scheint ist es wichtiger zu sein das es von den Rauchern "befreit" wird, selbst mit Spitzeln ect., als das es mal oben genannte Umtriebe genauer anschaut?

    Kannst dir ja aus deiner eigenen Seite die Fakten raussuchen um nun die letzte Frage zu beantworten:
    Willst du wirklich so einen Haufen an Staatsgläubigen, Präventivmamis und normalen Versagern die Macht geben das sie noch besser Privatpersonen durchleuchten können?

  5. #5 | Björn Wilmsmann sagt am 27. Mai 2015 um 19:03 Uhr

    #1

    Dass Email eine Renaissance erlebt, halte ich für ein Gerücht. Email ist immer noch das bei weitem verbreitetste elektronische Kommunikationsmedium und wird auch nicht aussterben, aber die meisten nicht-geschäftlichen Nutzer verwenden oft hauptsächlich Facebook Messenger, WhatsApp o.ä. und da ist mal gar nichts verschlüsselt und das absichtlich. Zentrale Anbieter von Kommunikationsplattformen wie Facebook aber auch Google mit GMail (das von der Nutzerfreundlichkeiten und Funktionsumfang her die bei weitem beste Email Client Software heutzutage ist, aber eben in Sachen Privatsphäre bedenklich) haben kein besonderes Interesse daran, dass Nutzer verschlüsseln. Im Gegenteil. Ihr Geschäftsmodell erfordert es oft, Nachrichten lesen zu können.

    Verschlüsselungstechnik ist von Menschen gemacht, aber wenn sie Open Source ist, lässt sich mathematisch beweisen, dass die verwendeten Verfahren sicher sind bzw, welche Angriffsmöglichkeiten es theoretisch oder praktisch gibt.

    Vorinstallierte und benutzerfreundliche Verschlüsselungssoftware klingt gut. Evtl. hat die NSA Affäre hier auch ihr Gutes, indem sie Unternehmen wie Apple und Microsoft eher dazu bewegt, solche Lösungen umzusetzen. Hundertprozentig ist das aber auch nicht, weil diese Firmen im Zweifelsfall vor der NSA einknicken müssen. Verteilte Ansätze hinter denen kein einzelnes Unternehmen steht, wären sicherlich besser. Keybase ( https://keybase.io/ ) ist z.B. ein guter Schritt in die richtige Richtung (auch wenn man dort seinen Schlüssel ebenfalls zentral hinterlegen kann, wodurch es wieder angreifbarer wird). Verschlüsselung muss letztlich so einfach und allgegenwärtig werden wie jetzt schon beim Online Banking.

  6. #6 | Gerd sagt am 27. Mai 2015 um 20:53 Uhr

    Klar doch! Verschlüsselung hilft ganz doll gegen die Speicherung von Verbindungsdaten! In jedem Fall bin ich dankbar dass die Amerikaner unsere islamischen Terroristen überwachen und ein Auge auf Firmen haben, die mit Ländern wie dem Iran Geschäfte machen.

  7. #7 | keineEigenverantwortung sagt am 28. Mai 2015 um 06:32 Uhr

    @6:
    Was hat eine Vorratsdatenspeicherung oder die Komplettüberwachung bisher gebracht?
    Die Bilanz ist trotz der erheblichen Mittel gering. Gab es überhaupt Erfolge?

    Die Entwicklungen der letzten Zeit zeigen doch, dass selbst geopolitische Ereignisse nicht richtig eingeschätzt wurden.

    Warum Megaüberwachung, wenn selbst am Alex, Keuningpark, in der Stahlwerkstr. trotz gefühlter Häufung von Kriminalität wenig erreicht wird?

    Die Behörden müssen zuerst an den Grundlagen arbeiten Und hinschauen.

  8. #8 | Gerd sagt am 28. Mai 2015 um 15:55 Uhr

    "Gab es überhaupt Erfolge?"

    Da fält mir spontan die Sauerlandgruppe ein. Dank der Hilfe der USA hopps genommen. Und die Fehleinschätzung von Entwicklungen wie dem islamischen Frühling hat hat nichts mit der Überwachung der Telekommunikation zu tun..

    In jedem Fall ist es so, dass die USA uns seit Mai 1945 schützen. Das aktuelle Theater um die NSA hat rein politische Gründe.

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