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Von den Vor- und Nachteilen des ‚Schietwetters‘

Urlaub an der Ostsee. Früher war alles besser. Foto: privat

Man mag es ja eigentlich gar nicht glauben, dass wir schon Mitte Juli haben. Bei einem Blick aus dem Fenster kriegt man aktuell eher die Krise. Ausgerechnet in dem Jahr, in dem Corona unsere Reiseaktivitäten massiv einschränkt, ist auf den Sommer in unseren Breiten mal wieder kein Verlass.

Nachdem wir in den vergangenen Jahren stets viel zu warme und trockene Phasen in dieser Jahreszeit zu beklagen hatten, ist diesmal das genaue Gegenteil der Fall. Kaum Freibadwetter bisher. Viel zu kalt, um draußen etwas zu unternehmen und insgesamt deutlich zu kühl für die Jahreszeit.

Was man hier bei uns im Ruhrgebiet vielleicht noch als Künstlerpech abbuchen kann, das ist für die Urlaubsgebiete, speziell auch für die Küstenregionen an Nord- und Ostsee so richtig bitter.

Da kommen aus ‚Not‘ in diesen Ferien fast schon automatisch deutlich mehr Touristen aus dem eigenen Land in den Sommermonaten zu Besuch, und ausgerechnet in dem Jahr bestätigen sich wieder einmal alle Vorurteile gegen den Urlaub im eigenen Land.

Unweigerlich muss man da an Rudi Carrell und seinen Hit aus den 1970ern denken.

Es hätte für viele heimische Gastronomen und Hoteliers die große Chance sein können, die Deutschen verstärkt davon zu überzeugen, wie schön doch ihr eigenes Land (zumindest in Teilbereichen 😉 ) ist, wie prima man seinen Urlaub auch unweit der eigenen Heimat verbringen kann.

In den vergangenen Jahren wäre dies auch unzweifelhaft gut machbar gewesen. Doch jetzt, wo schon zwei Wochen der NRW-Schulferien vergangen sind, zeigt ein Blick aus dem Fenster eher, warum viele in den vergangenen Jahren in die klassischen Sonnenländer gereist sind, wenn sie das Risiko von verregneten und badeuntauglichen Ferien bestmöglich vermeiden wollten.

Klar, noch liegen mindestens sechs Wochen vor uns, die die Wende bringen können. Doch der Start in die von vielen trotz Corona herbeigesehnte Ferienzeit war bisher für Millionen eher enttäuschend.

Daher rächte es sich bisher auch noch nicht wirklich, dass viele Freibäder hier im Ruhrgebiet aufgrund von Corona gar nicht erst geöffnet werden konnten. Man stelle sich mal den Ärger bei den vielen daheimgebliebenen Leuten vor, wenn wir jetzt in diesen Tagen wieder Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke gehabt hätten und den Leuten der Gang in die Freibäder vielfach verwehr geblieben wäre. Die Tumulte an den wenigen offenen Badestellen mag man sich gar nicht vorstellen.

Will man an diesem Wetter, auch aus Gesundheitsgründen, etwas positiv finden, dann ist es sicherlich die Tatsache, dass das Wetter gerade nicht dazu geeignet ist an den Wasserstellen des Landes dicht gedrängt und in Massen Abkühlung zu suchen.

Es findet sich eben immer auch etwas Positives im Trüben. Wartet, ich hole mir mal eben einen warmen Kakao und drehe meine Heizung hoch. Mich fröstelt gerade etwas… 😉

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3 Kommentare zu “Von den Vor- und Nachteilen des ‚Schietwetters‘

  • #1
    thomas weigle

    Kaum war der gute Rudi 75 in der Hitparade, kam der Sommer aber so was von. Mein lieber Herr Gesangsverein…

  • #2
    Lo

    Das Schlimmste bei diesem wechselhaften Sommerwetter ist aber, dass es, besonders nach den Regenschauern immer so furchtbar nach frischer Luft stinkt.
    🤭

  • #3
    thommy

    Das Wetter in Süddeutschland ist seit Tagen herrlich-fast schon zu warm. Gestern um 11.00 Uhr über 40 Grad in der Sonne, blauer Himmel mit Schäfchenwolken. Heute früh geradelt-jetzt platt und Siesta-zu heiß.

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