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Waldorfschule: Vorsicht Steiner

Nach dem „PISA-Schock“ suchen immer mehr Eltern nach einer Alternative zur öffentlichen Schule. Oft fällt ihre Wahl auf eine der 213 anthroposophisch geprägten Waldorfschulen in Deutschland.


Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart als Betriebsschule der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik gegründet. Die pädagogische Leitung lag bei Rudolf Steiner. Die von ihm entwickelte Weltanschauung „Anthroposophie“ ist bis heute verbindliche Grundlage des Unterrichts jeder Waldorfschule.

Nach anthroposophischem Selbstverständnis hatte Rudolf Steiner unmittelbaren Zugang zur „Geistigen Welt“, sprich: Steiner hatte hellseherische Fähigkeiten. Die Anthroposophie schöpft damit aus esoterischen und okkulten Quellen. Rudolf Steiner (1861–1925) promovierte 1891 in Philosophie; die 1894 versuchte Habilitation scheiterte. Um 1900 kam er in Kontakt mit Helena Petrovna Blavatskys esoterischer „Theosophie“. Von 1902 bis 1912 leitete Steiner die deutsche Sektion der „Theosophischen Gesellschaft“, die er 1912/13 abspaltete und unter dem Namen „Anthroposophie“ neu gründete. Bis heute ist Rudolf Steiner die unangefochtene Autorität der Anthroposophie und der Waldorfpädagogik. Wie weit die Verehrung geht, mag man am Umfang der Steiner-Gesamtausgabe ermessen: Sie hat zurzeit 354 Bände. Wir sprachen mit Andreas Lichte, einem ausgebildeten Waldorflehrer und heutigem Kritiker der Waldorfbewegung.


Ruhrbarone: Herr Lichte, Sie haben eine Fortbildung zum Waldorflehrer abgeschlossen aber trotz Job-Angebotes darauf verzichtet, in der wunderbaren Waldorfwelt zu arbeiten – warum?

Andreas Lichte: Als ich mich entschloss, Kunst- und Werklehrer in der Waldorfschule zu werden, wusste ich noch nicht, dass die wichtigste Qualifikation eines Waldorflehrers darin besteht, Rudolf Steiner (den Gründer der Waldorfschulen und der Anthroposophie) als absolute Autorität zu verehren, z.B. so etwas:

Nach dem „PISA-Schock“ suchen immer mehr Eltern nach einer Alternative zur öffentlichen Schule. Oft fällt ihre Wahl auf eine der 213 anthroposophisch geprägten Waldorfschulen in Deutschland.

Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart als Betriebsschule der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik gegründet. Die pädagogische Leitung lag bei Rudolf Steiner. Die von ihm entwickelte Weltanschauung „Anthroposophie“ ist bis heute verbindliche Grundlage des Unterrichts jeder Waldorfschule.

Nach anthroposophischem Selbstverständnis hatte Rudolf Steiner unmittelbaren Zugang zur „Geistigen Welt“, sprich: Steiner hatte hellseherische Fähigkeiten. Die Anthroposophie schöpft damit aus esoterischen und okkulten Quellen. Rudolf Steiner (1861–1925) promovierte 1891 in Philosophie; die 1894 versuchte Habilitation scheiterte. Um 1900 kam er in Kontakt mit Helena Petrovna Blavatskys esoterischer „Theosophie“. Von 1902 bis 1912 leitete Steiner die deutsche Sektion der „Theosophischen Gesellschaft“, die er 1912/13 abspaltete und unter dem Namen „Anthroposophie“ neu gründete. Bis heute ist Rudolf Steiner die unangefochtene Autorität der Anthroposophie und der Waldorfpädagogik. Wie weit die Verehrung geht, mag man am Umfang der Steiner-Gesamtausgabe ermessen: Sie hat zurzeit 354 Bände. Wir sprachen mit Andreas Lichte, einem ausgebildeten Waldorflehrer und heutigem Kritiker der Waldorfbewegung.


Ruhrbarone: Herr Lichte, Sie haben eine Fortbildung zum Waldorflehrer abgeschlossen aber trotz Job-Angebotes darauf verzichtet, in der wunderbaren Waldorfwelt zu arbeiten – warum?

Andreas Lichte: Als ich mich entschloss, Kunst- und Werklehrer in der Waldorfschule zu werden, wusste ich noch nicht, dass die wichtigste Qualifikation eines Waldorflehrers darin besteht, Rudolf Steiner (den Gründer der Waldorfschulen und der Anthroposophie) als absolute Autorität zu verehren, z.B. so etwas:
„Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will.“

Was soll das sein? Der Heilige Rudolf, Schutzpatron der Maniküren?
Ich bitte schon um ein wenig mehr Respekt vor der Waldorfpädagogik! Das ist ein Zitat aus Steiners „Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik“ [GA 293, S. 93f]. Wie der Titel dieses in jedem Waldorfseminar gelesenen Standardwerkes schon sagt, ist das die Basis der Arbeit des Waldorflehrers …

Wir gehen mal davon aus, dass Sie das bewusst aus dem Zusammenhang gerissen zitieren …
Sind Sie bei Anthroposophen in die Schule gegangen? Anthroposophen mögen es gar nicht, wenn öffentlich wird, was Rudolf Steiner wirklich sagte, dann heisst es jedes mal: „Aus dem Zusammenhang gerissen!“. Ist es aber nicht. Es wird alles noch viel, viel überzeugender, wenn Sie auch den Kontext kennen, lesen Sie doch bitte selber nach. Hier

Solch einen Wahnsinn müssen Waldorflehrer als Wahrheit akzeptieren?
Falls Sie erwägen sollten, Waldorflehrer zu werden, sollten Sie schon ein wenig flexibel sein … wie sagte Michael Handtmann, Leiter des „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ bei meinem Vorstellungsgespräch: „Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie Anthroposoph werden … Sie sollten schon ein wenig Offenheit für weltanschauliche Fragen mitbringen, mehr nicht …“

Im Ernst: Worin besteht denn nun die Qualifikation des Waldorflehrers?
Vielleicht sollten wir die Waldorfschüler fragen? Deren Spruch zur Sache:
„Und reicht es nicht zum Strassenkehrer, dann werd’ ich eben Waldorflehrer!“

Es gibt Straßen die es in sich haben.
Kennen Sie Prof. Hermann Avenarius ? Er ist einer der renommiertesten Deutschen Schulrechtler. Er stellte kürzlich in „Frontal 21“, ZDF, fest, dass die Ausbildung der Waldorflehrer ein Verstoß gegen das Grundgesetz ist, da die im GG genannten Mindestanforderungen nicht erfüllt werden – GG, Artikel 7, Absatz 4, Satz 3: "Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die privaten Schulen (…) in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulen zurückstehen …"

Die Waldorflehrer sind also schlechter qualifiziert als Lehrer an öffentlichen Schulen?
Lehrer, die an öffentlichen Schulen unterrichten dürfen, könnten jederzeit an einer Waldorfschule arbeiten. Umgekehrt gilt dies nicht: Die Ausbildung an den anthroposophischen Waldorfseminaren wird nicht für den öffentlichen Schuldienst anerkannt. Deswegen sind Waldorflehrer auch vielfach völlig unkritisch: Wer sich in der Waldorfschule unbeliebt macht, dadurch seinen Arbeitsplatz verliert, steht vor dem Nichts, hat keine berufliche Alternative.

Wo sollten Waldorflehrer denn kritischer sein?

„Steiner“? Haben wir den Namen schon einmal gehört? Alles, was in der „pädagogischen Schicksalsgemeinschaft“ Waldorfschule passiert, basiert letztlich auf Steiner, auch wenn das von den Verantwortlichen routinemässig geleugnet wird – man möchte ja keine möglichen Kunden abschrecken …

Werden die Eltern über den weltanschaulichen Hintergrund der Waldorfschulen aufgeklärt?
Waren Sie schon einmal auf einem Eltern-Informationsabend einer Waldorfschule? Ich schon. Da heisst es: „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“. Und: „Anthroposophie? Was soll das sein?“ Es wird abgestritten, dass die Anthroposophie auch nur die geringste Rolle im Unterricht spielen könnte.

Offiziell heisst es ja, dass nur die Pädagogik auf Rudolf Steiner beruhe, die Anthroposophie selber aber nicht unterrichtet werde.
Mir wurde nach dem Besuch einer Informations-Veranstaltung einer sich modern und liberal gebenden Waldorfschule ein Geschichts-Epochenheft zugespielt. Der Inhalt: Das anthroposophische Geschichtsverständnis nach Rudolf Steiner, kindgerecht aufbereitet. Inklusive Atlantis.

Sie meinen „Atlantis“?
 „Atlantis“ fällt natürlich sofort ins Auge, weil das Heft damit beginnt und der Stoff so exotisch ist.

Was haben Sie denn daran auszusetzen, dass griechische Mythologie – der Atlantismythos Platons – in der Schule unterrichtet wird?

Platon? Es ist Steiner für Kinder! Ich habe ein Geschichts-Epochenheft mit Steiner verglichen, es ist eine fast wörtliche Wiedergabe von Steiners Neo-Atlantis-Mythos. Danach leben wir  alle im „Fünften Nachatlantischen Zeitalter“.

Ist uns neu.
Atlantis spielt eine entscheidende Rolle im anthroposophischen Geschichtsverständnis: Atlantis ist für den Anthroposophen eine historische Tatsache. Im „Atlantischen Zeitalter“ werden die Voraussetzungen für die heutige Menschheit geschaffen: Die Rassen entstehen und es beginnt eine fiktive Völkerwanderung, angeführt von „Manu“, dem „Menschheitsführer“ …

Wohin geht denn die Reise?
Lichte: Kurz gesagt: „Vom Menschen zum Arier“ (siehe Abbildung oben).

Der Mensch steht am Anfang der Evolution?
Das ist Anthroposophie …

Das ist Humbug!
Sie sagen es! Und das ist für mich das eigentlich Erstaunliche: Wieso bemerken die Eltern nicht, womit ihre Kinder in der Waldorfschule Zeit verschwenden? Schaut denn niemand in die Hefte? Systematische Kindesvernachlässigung? Zu verstehen, dass Atlantis und die sich daran anschliessenden „Kulturepochen“ Original Steiner sind, ist ja eine Sache, aber dass das krudeste Esoterik ist, sollte jedem doch sofort klar sein.

Sie sagten vorhin, dass in Atlantis „die Rassen entstehen“ …
Und nach anthroposophischer Auffassung bis mindestens zum Jahre 3573 bestehen bleiben, dann endet die „Fünfte Nachatlantische Kulturepoche“. „Rassen“ wie „Rassismus“. Das ist nicht meine Privatmeinung, sondern wurde von einer Deutschen Bundesbehörde, der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) festgestellt, in ihrer Entscheidung zu zwei Büchern Steiners, Zitat: „Der Inhalt des Buches ist nach Ansicht des 12er-Gremiums in Teilen als zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen.”
Die BPjM nahm eine juristische Bewertung vor, sie konnte nur Textstellen beanstanden, die eindeutig ihren juristischen Kriterien entsprachen. Auch beurteilte sie nicht Steiners Gesamtwerk. Das tut der Historiker Helmut Zander in seinem preisgekrönten Monumental-Werk „Anthroposophie in Deutschland“, Zitat: „Steiner ordnete die Rassen einer Fortschrittsgeschichte zu, in der beispielsweise heutige Indianer als »degenerierte Menschenrasse« im »Hinsterben« (GA 105, 106, 107 [1908]) oder schwarze Afrikaner als defiziente Spezies der Menschen- und Bewusstseinsentwicklung, als »degenerierte«, »zurückgebliebene« Rasse (ebd., 106) erschienen. Umgekehrt habe die weisse Rasse »das Persönlichkeitsgefühl am stärksten ausgebildet« (GA 107, 288 [1909]). Dies sind nur Kernsätze einer Rassentheorie, die Steiner 1904 erstmals formulierte, um sie 1910 in einem komplexen System und in zunehmender Abgrenzung zu theosophischen Positionen auszufalten. Mit seinem Ausstieg aus der Theosophie hat er diese Vorstellungen keinesfalls über Bord geworfen, sondern sie 1923 nochmals in Vortragen vor Arbeitern des Goetheanum in vergröberter, »popularisierter« Form wiederholt, aber ohne Revision im inhaltlichen Bestand. Die weisse war nun »die zukünftige, die am Geiste schaffende Rasse« (GA 349, 67 [1923]). (…) Steiner formulierte mit seinem theosophischen Sozialdarwinismus eine Ethnologie, in der die Rede von »degenerierten«, »zurückgebliebenen« oder »zukünftigen« Rassen keine »Unfälle«, sondern das Ergebnis einer konsequent durchgedachten Evolutionslehre waren. Ich sehe im Gegensatz zu vielen Anthroposophen keine Möglichkeit, diese Konsequenz zu bestreiten.“

„Rassentheorie“ passt nicht zum Image der Waldörfler
Noch böser aber die Reaktion der Anthroposophie, die in ihrer Leugnung von Steiners Rassismus ihrem Ruf als „Sekte“ mehr als gerecht wird. Da setzt man sich auch ganz locker über Vereinbarungen mit einer Deutschen Bundesbehörde hinweg.

Wie akut ist denn der Rassismus in der Waldorfschule?
Akut kann er IN der Waldorfschule gar nicht werden, da Waldorfschulen weitgehend „ausländerfreie Zonen“ sind.

 Waldorfschulen betonen doch immer wieder ihr soziales Engagement.
In Deutschen Waldorfschulen gibt es kaum Kinder mit „Migrationshintergrund“, oder Kinder aus „sozial benachteiligtem“ Milieu. Das ist auch der INOFFIZIELLE Grund für ihren Erfolg: Bei der privilegierten Klientel überrascht es nicht, dass die Abiturquote nicht so schlecht ist. Auch können finanziell besser gestellte Eltern den umfangreichen Nachhilfeunterricht bezahlen, der nötig ist, um die Defizite der Schule auszugleichen.

Wenn die Waldorfschulen so schlecht sind, wie Sie sie darstellen – unqualifizierte Lehrer, krude Esoterik – warum entscheiden sich dann so viele Eltern für sie?
WEIL sie ausländerfreie Zonen sind. Das sagt Ihnen natürlich niemand sofort, da braucht es schon ein wenig Fingerspitzengefühl, um nach stundenlangem Diskutieren die Antwort zu bekommen: „Ich wohne in Kreuzberg. Da schicke ich mein Kind doch nicht in eine Schule mit hohem Ausländeranteil …“

Gibt es vielleicht auch noch andere Gründe?
Attraktiv könnte für Eltern auch sein, dass es an Waldorfschulen leichter ist, einen staatlich anerkannten Abschluss zu erlangen. So wie die Ausbildung der Waldorflehrer ein bisher ungeahndeter Verstoß gegen das Grundgesetz ist, so gibt es zahlreiche Sonderregelungen für die Abschlüsse an Waldorfschulen, die einer strengen juristischen Überprüfung wohl kaum standhalten dürften. Schauen Sie sich beispielsweise die „Verordnung über den Erwerb von Abschlüssen der Sekundarstufe I an Waldorfschulen“ des Landes Nordrhein-Westfalen vom 21. Juni 2008 an – ein „Lex Waldorf“.

Wie erklären Sie es sich, dass den Waldorfschulen von der Politik all diese Privilegien eingeräumt werden?
Das fragen Sie am besten selber NRW Kultusministerin Dr. Barbara Sommer. Ich kann Ihnen von der Berliner Schulaufsicht berichten, dass auf unzählige Anfragen und Beschwerden zur Waldorfpädagogik nur mit nichts sagenden Standard-Briefen „geantwortet“ wurde. Ich verabschiede mich mal mit einem Auszug aus dem Brief eines Vaters, der an Landesschulrat Hans-Jürgen Pokall ging – nicht an „Dr. Sommer“, wie man vielleicht zu Recht vermuten könnte …:

„(…) Es stellt sich heraus, dass Steiner auch noch Visionen zum Wesen der Sexualität hat. Ich möchte mir gar nicht erst vorstellen, was für gravierende Folgen es für Heranwachsende hätte, wenn sie auch nur in kleinsten Dosen mit Steiners »Sexualkunde« in Berührung kämen, Zitat Steiner:

»Ursprünglich war auch der Mensch ein ätherisches Wesen von pflanzlicher Substanz. Damals hatte der Mensch diejenige stoffliche Natur, welche heute die Pflanze noch besitzt. Hätte der Mensch nicht die pflanzliche Substanz zum Fleisch umgewandelt, so wäre er keusch und rein geblieben wie die Pflanze. (…)

Die Fortpflanzungsorgane haben am längsten ihren pflanzlichen Charakter bewahrt. Alte Sagen und Mythen berichten uns noch von Hermaphroditen (…).

Manche glauben, das Feigenblatt, das die ersten Menschen im Paradies gehabt haben, sei ein Ausdruck der Scham. Nein, in dieser Erzählung hat sich die Erinnerung daran bewahrt, daß die Menschen an Stelle der fleischlichen Fortpflanzungsorgane solche pflanzlicher Natur gehabt haben (…).

Der Mensch wird nicht auf seiner jetzigen Stufe stehenbleiben. Wie er von der reinen Keuschheit der Pflanze in die Sinnlichkeit der Begierdenwelt hinabgestiegen ist, so wird er aus dieser wieder heraufsteigen mit reiner geläuterter Substanz zum keuschen Zustande.(…)

Wieso wird eine Schule staatlich gefördert, die sich ausdrücklich auf Rudolf Steiner beruft – einen prima-facie an einer psychischen Störung leidenden Menschen?"

Zum Interviewpartner: Andreas Lichte ist ausgebildeter Waldorflehrer und Grafiker, lebt in Berlin. Er ist Autor kritischer Artikel zur Waldorfpädagogik und Anthroposophie. Er erstellte für die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) ein Gutachten zur Indizierung zweier Werke Rudolf Steiners, die fortan nur noch in kommentierter Form erscheinen dürfen.

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256 Kommentare zu “Waldorfschule: Vorsicht Steiner

  • #1
    Philip

    „Das ist nicht meine Privatmeinung, sondern wurde von einer Deutschen Bundesbehörde, der ?Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien? (BPjM) festgestellt“

    „Andreas Lichte […] erstellte für die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) ein Gutachten“. Da bin ich ja froh, dass das nicht seine Privatmeinung war, die da in den Gutachten stand.

    Und waren das nicht die Leute von „Frontal 21“, die so hervorragend zur Piratenpartei recherchiert hatten?
    Und nein, ich möchte hier nicht die Waldorfschulen verteidigen.

  • #2
    Andreas Lichte

    @ Philipp

    das Zitat: ?Der Inhalt des Buches ist nach Ansicht des 12er-Gremiums in Teilen als zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen.?

    ist aus der ENTSCHEIDUNG der BPjM, nicht aus meinem Gutachten.

    Aus der Entscheidung der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) zu Rudolf Steiner, ?Geisteswissenschaftliche Menschenkunde?, Original-Wortlaut:

    „Nach § 18 Abs. 1 S. 2 JuSchG sind Medien jugendgefährdend, wenn sie unsittlich sind, verrohend wirken, zu Gewalttätigkeit, Verbrechen oder Rassenhass anreizen.

    Der Inhalt des Buches ist nach Ansicht des 12er-Gremiums in Teilen als zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen.

    Der Begriff der zum Rassenhass anreizenden Medien konkretisiert das allgemeine verfassungsrechtliche Diskriminierungsverbot des Art. 3 Abs. 3 Satz 1 GG. Mithin ist der Begriff ?Rasse? weit auszulegen. Zum Rassenhass anreizende Träger- und Telemedien sind solche, die geeignet sind, eine gesteigerte, über die bloße Ablehnung oder Verachtung hinausgehende feindselige Haltung gegen eine durch ihre Nationalität, Religion oder ihr Volkstum bestimmte Gruppe zu erzeugen, welche zugleich bei Kindern und Jugendlichen einen geistigen Nährboden für die Bereitschaft zu Exzessen gegenüber diesen Gruppen schafft (Nikles, Roll, Spürck, Umbach; Jugendschutzrecht, 2. Auflage; § 18 Rn. 5). Ein Medium reizt mithin zum Rassenhass an, d.h. stellt Rassenhass als nachahmenswert dar, wenn darin Menschen wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer anderen Rasse, Nation, Glaubensgemeinschaft o.ä. als minderwertig und verächtlich dargestellt oder diskriminiert werden (Ukrow, Jugendschutzrecht, Rn. 284). Auch wenn ein Medium nicht direkt zum Rassenhass anreizt oder aufstachelt, fällt es dennoch unter § 18 Abs. 1 S. 1 JuSchG, wenn es das namentlich aus Art. 3 und 4 GG ersichtliche Toleranzgebot der Verfassung z.B. dadurch verletzt, dass es Kinder und Jugendliche dazu verleitet, andere zu missachten, die eine andere Hautfarbe, einen anderen Glauben und eine andere Weltanschauung haben (Ukrow; a.a.O.; Rn. 284).

    Nach Auffassung des Gremiums finden sich im Achtzehnten Vortrag vom 3.5.1909 (S. 277-294) Textpassagen, die aus heutiger Sicht als Rassen diskriminierend einzustufen sind, weil der Autor darin Menschen verschiedener ethnischer Herkunft aufgrund körperlicher Merkmale in unterschiedliche Wertungsstufen einteilt. Dort wird u.a. ausgeführt:

    Was wäre nun geschehen, wenn nun keine Veränderung innerhalb der Erdentwickelung eingetreten wäre? Dann hätten überhaupt die besten der Seelen der polarischen Länder nicht hineinsteigen können in eine physische Körperlichkeit. Und auf der anderen Seite wäre sozusagen die Bevölkerung um den Äquator herum mehr oder weniger dem Untergange verfallen. Weil sie zu früh in eine physische Leiblichkeit hinuntergestiegen war, verfiel sie ja gerade in jene Laster und Untugenden, die zum Untergange von Lemurien geführt haben. Und die Folge war, dass der beste Teil der Bevölkerung auswanderte in jene Gegenden, die zwischen dem Äquator und den nördlichen Ländern lagen. Denn in den lemurischen Zeiten haben wir die zukunftssichersten Glieder der Menschheit in den Zwischenländern zwischen dem Äquator und dem Nordpol. Gerade am besten entwickelten sich die Menschenleiber, die dann wieder Träger werden konnten der besten Menschenseelen, in jenen Gegenden der alten Atlantis, die in der heute sogenannten gemäßigten Zone lagen. (S. 283)

    Diejenigen Völker, bei denen der Ich-Trieb zu stark entwickelt war und von innen heraus den ganzen Menschen durchdrang und ihm die Ichheit, die Egoität aufprägte, die wanderten allmählich nach Westen, und das wurde die Bevölkerung, die in ihren letzten Resten auftritt als die indianische Bevölkerung Amerikas. Die Menschen, welche ihr Ich-Gefühl zu gering ausgebildet hatten, wanderten nach dem Osten, und die übriggebliebenen Reste von diesen Menschen sind die nachherige Negerbevölkerung Afrikas geworden. Bis in die körperlichen Eigenschaften hinein tritt das zutage, wenn man die Dinge wirklich geisteswissenschaftlich betrachtet. Wenn der Mensch sein Inneres ganz ausprägt in seiner Physiognomie, in seiner Körperoberfläche, dann durchdringt das gleichsam mit der Farbe der Innerlichkeit sein Äußeres. Die Farbe der Egoität ist aber die rote, die kupferrote oder auch die gelblichbraune Farbe. Daher kann tatsächlich eine zu starke Egoität, die von irgendeinem gekränkten Ehrgefühl herrührt, auch heute noch den Menschen von innen heraus sozusagen gelb vor Ärger machen. Das sind Erscheinungen, die durchaus miteinander zusammenhängen: die Kupferfarbe derjenigen Völker, die nach Westen hinübergewandert waren, und das Gelb bei dem Menschen, dem die ?Galle überläuft?, wie man sagt, dessen Inneres sich daher bis in seine Haut ausprägt. Diejenigen Menschen aber, die ihre Ich-Wesenheit zu schwach entwickelt hatten, die den Sonneneinwirkungen zu sehr ausgesetzt waren, sie waren wie Pflanzen: sie setzten unter ihrer Haut zuviel kohlenstoffartige Bestandteile ab und wurden schwarz. Daher sind die Neger schwarz. ? So haben wir auf der einen Seite östlich von Atlantis in der schwarzen Negerbevölkerung, auf der andern Seite westlich von Atlantis in den kupferroten Völkern Überreste von solchen Menschen, die nicht in einem normalen Maße das Ich-Gefühl entwickelt hatten. Mit den Normalmenschen war am meisten zu machen. Sie wurden daher auch dazu ausersehen, von dem bekannten Orte in Asien aus die verschiedenen anderen Gebiete zu durchsetzen. (S. 286)

    Diejenigen, die nach dem Osten hinüberwanderten und die schwarze Bevölkerung wurden, waren stark beeinflussbar durch die Außenwelt, besonders für die Sonnenwirkung, gerade weil sie ein geringes Ich-Gefühl hatten. Nun aber wanderten in dieselben Gegenden, wenigstens in dieser Richtung, Völkerschaften, die ein starkes Ich-Gefühl hatten. Das ist eine Bevölkerung, die sozusagen die östliche Richtung der westlichen vorgezogen hat. Diese hat gemildert die kupferrote Farbe, welche sie bekommen hätte, wenn sie nach Westen gezogen wäre. Und aus ihr entsprang jene Bevölkerung, die ein starkes Ich-Gefühl hatte, das sich die Waagschale hielt mit dem Hingegebensein an die Außenwelt. Das ist die Bevölkerung Europas, von der wir im letzten öffentlichen Vortrag sagen konnten, dass das starke Persönlichkeitsgefühl von Anfang an bei ihr das Wesentliche war. (S. 287)

    Sehen Sie sich diese Farben an, von den Negern angefangen bis zu der gelben Bevölkerung hin, die in Asien zu finden ist. Daher haben Sie dort Leiber, die wiederum Hüllen der verschiedensten Seelen sind, von der ganz passiven Negerseele angefangen, die völlig der Umgebung, der äußeren Physis hingegeben ist, bis zu den anderen Stufen der passiven Seelen in den verschiedensten Gegenden Asiens. (?) So dass wir im Grunde genommen zwei Gruppen von Bevölkerungen haben, welche die verschiedenen Mischungsverhältnisse darstellen: auf europäischem Boden die einen, welche den Grundstock der weißen Bevölkerung bildeten, die das Persönlichkeitsgefühl am stärksten ausgebildet hatten, aber sich nicht dort hinwandten, wo das Persönlichkeitsgefühl den ganzen Leib durchdrang, sondern wo das Ich-Gefühl sich mehr verinnerlichte. Daher haben Sie in Westasien, zum Teil auch in den älteren Zeiten in Nordafrika und in den europäischen Gegenden eine Bevölkerung, die innerlich ein starkes Ich-Gefühl hat, aber äußerlich im Grunde genommen wenig sich verliert an die Umgebung, die innerlich starke und gefestigte Naturen sind, aber diesen inneren Charakter nicht der äußeren Leiblichkeit aufgeprägt haben. Dagegen haben wir in Asien Bevölkerungen, die passive, hingebende Naturen sind, bei denen gerade das Passive im höheren Grade zum Ausdruck kommt. (S. 288)

    Wenn wir jetzt in die Zeiten zurückschauen, können wir sagen: Daran, dass gewisse Bevölkerungsteile der Erde nicht die Möglichkeit gefunden haben, richtig mit der Erdentwickelung Schritt zu halten in der Herausentwickelung ihres Ichs, daran können wir uns die Lehre nehmen, wie viel verfehlt werden kann in bezug auf die Entwickelung des höheren Ichs aus dem niederen Ich. (S. 291)

    Da gab es zum Beispiel in der alten Atlantis Völker, die dann zu Indianern geworden sind, die sich sozusagen verloren haben von der Erdenbevölkerung. (?) Und sie haben dieses Ich so stark entwickelt, dass es bei ihnen bis in die Hautfarbe gegangen ist: sie wurden eben kupferrot. Sie haben sich in der Dekadenz entwickelt. (S. 291/292)

    Das andere Extrem waren die, welche da sagten: Ach, das Ich ist nichts wert! Das Ich muss sich selber ganz verlieren, muss ganz und gar aufgehen, muss sich alles sagen lassen von außen! ? In Wirklichkeit haben sie es nicht gesagt, denn sie reflektierten ja nicht so. Aber das sind die, welche so ihr Ich verleugnet haben, dass sie schwarz davon wurden, weil die äußeren Kräfte, die von der Sonne auf die Erde kommen, sie eben schwarz machten. Nur diejenigen, welche imstande waren, die Balance zu halten in bezug auf ihr Ich, das waren die, welche sich in die Zukunft hinein entwickeln konnten. (S. 292)

    Da gab es auch schon diese drei Teile unter den Menschen: Die einen, die ihr Ich wirklich entwickeln wollten, Neues und immer Neues aufnahmen und dadurch wirklich zu Trägern der nachatlantischen Kultur wurden. Es gab die anderen, die ihren Gottmenschen nur aus sich sprechen lassen wollten, und ihr Ich durchdrang sie mit der kupferroten Farbe. Und die dritten, welche nur nach außen hin den Sinn wandten, und dieser Teil wurde schwarz. (S. 294)“

  • #3
    JK

    Ist schon ne Krasse scheisse was die da Abziehen! Atlantis…. der Steiner muss echt drauf gewessen sein als er das Geschrieben hat…

  • #4
    Philip

    @JK
    Ja, verrückt. Gibt Leute, die glauben an unabhängigen Journalismus, Rechtsstaatlichkeit, Kapitalmärkte, Ufos, Allah, Jesus und so. Die müssen wirklich drauf sein…
    Und ja, ich finde das mit Atlantis auch bedenklich, auch wenn ich es nur aus nicht ganz objektiver Berichterstattung über Waldorfschulen kenne, genauso wie den Rassismusvorwurf.

  • #5
    Andreas Lichte

    @ Philip

    Steiners RASSISMUS kennst du ja jetzt aus der Entscheidung der BPjM, siehe Kommentar 2.

    Kommentier doch mal die Entscheidung der BPjM, lies dir die beanstandeten Textstellen durch.

    Hättest du anders entschieden?

    Wenn ja, nenne dafür bitte OBJEKTIVE Gründe. Merci beaucoup!

  • #6
    Philip

    @Andreas nein, ich hätte nicht anders entschieden.
    Mir ging es in dem Kommentar auch nur darum, herauszufinden, inwieweit die Meinung der BPjM auf Deinem Gutachten beruht. Ging doch bei dem Indizierungsverfahren um die selben Bücher, zu denen Du Gutachten geschrieben hast, oder nicht?

  • #7
    Andreas Lichte

    @ Philip

    Es wurden 2 Gutachten eingereicht, eines von Jana Husmann-Kastein und meines. Die BPjM hat sich aber nicht ausschliesslich auf unsere Gutachten gestützt, sondern auch noch andere Experten hinzugezogen, und sich selber eine eigene Meinung gebildet. Der Rudolf Steiner Verlag hat eine Stellungnahme eingereicht, forderte darin, Zitat: „das Verfahren ohne weitere Prüfung einzustellen, auf eine Anhörung zu verzichten und den Antrag zurückzuweisen“.

    Hier noch ergänzend der Indizierungsantrag:

    „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 53107 Bonn

    An die
    Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien
    Rochusstraße 10
    53123 Bonn

    Indizierungsantrag nach dem Jugendschutzgesetz (JuSchG)

    Hiermit wird beantragt, die Bücher

    „Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie“ (GA 121)

    und

    „Geisteswissenschaftliche Menschenkunde“ (GA 107)

    von Rudolf Steiner

    Verfahrensbeteiligter:

    Rudolf Steiner Verlag, Dornach, Schweiz,

    gemäß § 18 Abs. 1 JuSchG in die Liste der jugendgefährdenden Medien aufzunehmen.

    Kurzbeschreibung:

    Aussagen dieser Bücher sind nach § 18 Abs. 1 Jugendschutzgesetz (JuSchG) in Übereinstimmung mit der ständigen diesbezüglichen Spruchpraxis der BPjM nach ihrem Inhalt geeignet, Kinder und Jugendliche sozialethisch zu desorientieren. Es handelt sich um Rassen diskriminierende Aussagen.

    Diese Aussagen Rudolf Steiners sind insbesondere vor dem Hintergrund des Indizierungsantrages der BPjM (ehemals BPjS) im Jahre 2000 gegen das Buch von Ernst Uehli „Atlantis und das Rätsel der Eiszeitkunst“ zu bewerten:

    Aufgrund des Gutachtens von Jana Husmann-Kastein „Rassenmodelle bei Rudolf Steiner ? Ein Überblick und Zitatvergleich mit Ernst Uehli“ steht zweifelsfrei fest, dass die von Ernst Uehli auch selbst als Quelle genannten Werke Rudolf Steiners (s.o.) als Vorlage für das Buch „Atlantis und das Rätsel der Eiszeitkunst“ dienten. Dies belegt Jana Husmann-Kastein anhand eines detaillierten Zitatvergleiches (Seite 18 – 23). Wie Ernst Uehlis Aussagen sind auch die entsprechenden Vorlagen Steiners als eindeutig Rassen diskriminierend zu bewerten.

    In einem zweiten Gutachten „Anthroposophie und Waldorfpädagogik: Zur Praxisrelevanz der sozialethisch desorientierenden, Rassen diskriminierenden Aussagen in Steiners Werk“ weist Andreas Lichte nach, dass Kinder und Jugendliche mit den Rassen diskriminierenden Aussagen Steiners in Berührung kommen, insbesondere durch die indirekte Vermittlung der Anthroposophie in den Waldorfschulen.

    Die Rassen diskriminierenden Aussagen in den Werken Rudolf Steiners sind als besonders gravierend zu betrachten, da es sich keinesfalls um Zufallsprodukte oder durch den Zeitgeist bedingte rassistische Stereotype handelt. Sie sind vielmehr als Ausprägungen einer spezifisch Steinerschen esoterischen Rassenkunde zu sehen, siehe dazu das Gutachten Jana Husmann-Kasteins insgesamt, bzw. speziell Andreas Lichte, Kapitel 1 (S. 3 – 8): „Steiners Menschheitsentwickelung als Ursache von Rassismus.“

    Begründung:

    Die vorstehend bezeichnete Publikation ist nach § 18 Abs. 1 JuSchG geeignet, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu gefährden.

    Soweit mit der Verbreitung des in diesem Antrag bezeichneten Objektes möglicherweise zusätzlich Straftatbestände erfüllt werden, wird ergänzend gebeten, die Staatsanwaltschaft einzuschalten.“

  • #8
    DonnyK

    Sehr geehrter Herr Lichte,
    die von ihnen hier aufgestellten Behauptungen kann ich nicht bestätigen. Ich selbst war Waldorfschüler und von Atlantis habe ich erstmals in einem Lustigen Taschenbuch von Walt Disney gelesen. Weitere Informationen über diesen Mythos bekam ich dann durch eine, ich erinnere mich noch sehr gut, Terra X Sendung im ZDF. Aber in der Schule, zumindest in der ich war, war Atlantis kein Bestandteil des Unterrichts. Ich musste sehr lachen, als ich ihre Ausführungen las. Nicht mehr lachen konnte ich, als sie behaupteten das Waldorfschulen eine „ausländerfreien Zone“ wäre. Auch dies kann ich nicht bestätigen. Zu meiner zeit gab es einige türkische Mitschüler, einer meine besten Freunde in dieser Zeit, war, bzw. ist Koreaner. Rassenhass war übrigens nie ein Thema, im Gegenteil, es wurde immer sehr darauf geachtet, dass alle Menschen gleich sind, da wir in unserer Schule Kinder aus unterschiedlichsten ?sozialen Milieus? hatten. Ich selbst komme aus einer Arbeiterfamilie die nie über besondere finanzielle Mittel verfügt hat. Ganz im Gegenteil, ich musste Kleidung vom Trödelmarkt tragen, da meine Eltern sich die teuren Klamotten nicht leisten konnten. Waldorfschulen als Elitär darzustellen ist auch völliger Humbug, der Schulbeitrag den man Bezahlen muss richtet sich nach dem Einkommen der Eltern, sonst hätten sich meine auch das nicht leisten können. Dennoch schreckt dieses Schulgeld einige mit, weniger finanziellen mitteln ausgestattet, Eltern ab. Dazu gehören auch Familien Migrationshintergrund. Da die Schule nicht staatlich gefördert ist müssen aber Beiträge sein

    Die lehren Steiners waren nie Bestandteil des Unterrichts, auch nicht in kindgerechter Form. Was auch Steiners zweifelhafte Rassentheorien einschließest. Schon in meiner Schulzeit war sehr aktiv gegen Rechtsradikalismus und Ausländerhass und Vorurteile. Ich erinnere mich, das uns die Schule Frei gegeben hat um an einer Demonstration gegen Rechts und die Brandanschläge in Solingen und Mölln teilnehmen zu können.
    Was dieser Steiner alles so von sich gegeben haben soll, habe ich auch erst nach meiner Schulzeit erfahren. Ich gebe zu, ich habe Steiner nie gelesen und habe auch nur durch Hörensagen davon erfahren. Ohne diese Theorien gutheißen oder relativieren zu wollen, passt die Auffassung über verschiedene Rassen, meines Wissens, in das Weltbild vieler Deutscher zu dieser Zeit.
    Meine Großmutter ist in dieser Zeit aufgewachsen und ich musste häufig sehr schlucken, wenn sie ihre Weltansicht von sich gegeben hat.

    Ich selbst halte nicht viel von Waldorfschulen, aber das hat andere Gründe. Z.B. hatte ich wegen der vielen Vorurteile, Schwierigkeiten im Berufsleben und musste immer wieder beweisen, das ich genauso intelligent, leistungsfähig und gebildet bin wie viele Staatsschüler. Aus diesem Grund würde ich meine Kinder, wenn ich dann mal welche haben sollte, auch nicht auf die Waldorfschule schicken. Um ihnen diese Schwierigkeiten zu ersparen. Da ich aber auch nichts von unserem staatlichen Schulsystem halte, PISA gibt mir recht, werde ich genau prüfen müssen auf welche Schule ich sie dann schicken werde.

    ?Und reicht es nicht zum Strassenkehrer, dann werd? ich eben Waldorflehrer!?

    Diesen Spruch kannte ich übrigens noch nicht. Ich finde den sehr gut. Wahrscheinlich wäre ich einer von denen gewesen die ihn auf dem Schulhof am lautesten skandiert hätten. Aber, der muss wohl nach meine Zeit entstanden sein.
    Mich würde nur mal interessieren was z.B. Hauptschüler oder Gymnasiasten über ihre Lehrer denken……

    Am Ende noch ein paar Fragen: Hatten sie etwas mit dem Antrag auf Indizierung zu tun, oder kam von ihnen nur das Gutachten? Was Qualifiziert sie ein solchen Gutachten zu erstellen? Kann ich auch ein solches Gutachten erstellen?

    Ach übrigens! Ich bin gegen jede Art von Zensur!
    Das widerspricht meinem empfinden von Freiheit und Demokratie. Was nicht heißt, das Kinder und Jugendlich nicht besonders zu schützen sind. Aber das ist meiner Meinung nach Aufgabe der Eltern.

    Die Einseitigkeit, mit der die Ruhrbarone dieses Thema angehen lässt mich an ihrer journalistischen Qualität zweifeln. Schade eigentlich, ich dachte hier einen Platz gefunden zu haben, an dem sich mehr Mühe gegeben wird als in der althergebrachten Mainstream-Presse.

    Dieser einseitigkeit würde ich gerne mit diesem Link entgegen treten:

    http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/suedwild/suedwild-aktuelle-sendung-coburg-ID1221719756481.xml

    Bei 6:40 Minuten ist die Waldorfschule Thema.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Namenstänzer

  • #9
    Andreas Lichte

    @ DonnyK

    Du schreibst:

    „Zu meiner zeit gab es einige türkische Mitschüler, einer meine besten Freunde in dieser Zeit, war, bzw. ist Koreaner …“

    Es geht nicht darum, ob es an irgendeiner Waldorfschule irgendeinen Ausländer gibt. Deine persönliche Erfahrung – so sie denn wahr ist, wie sollen wir das überprüfen? – interessiert hier nicht, sondern die Statistik:

    Kriminologisches Forschungsinstituts Niedersachsen e.V. (KFN)

    Studie 2005 – spezielle Befunde zu Waldorfschulen:

    ?????????????

    Anteil ethnischer Gruppen nach Schulform (4. Klasse)

    staatliche Grundschule:

    – deutsch: 77,4%

    – türkisch: 7,7%

    – ehemalige SU 4,3%

    – andere: 10,6%

    Waldorfschule:

    – deutsch: 97,2%

    – türkisch: 0,0%

    – russisch: 0,5%

    – andere: 2,3%

    ?????????????

    Anteil benachteiligter Kinder nach Schulform (4. Klasse)

    staatliche Grundschule:

    – geringe Bildung der Eltern: 18.5%

    – Arbeitslosigkeit/Sozialhilfe: 9,3%

    Waldorf/Steiner-Schule:

    – geringe Bildung der Eltern: 1,4%

    – Arbeitslosigkeit/Sozialhilfe: 2,8%

    ?????????????

    Anteil ethnischer Gruppen nach Schulform (9. Klasse):

    Hauptschule:

    – deutsch: 54,3%

    – türkisch: 18,3%

    – russisch 6,3%

    – andere: 21,0%

    Gesamtschule:

    – deutsch: 69,6%

    – türkisch: 11,3%

    – russisch 6,8%

    – andere: 12,2%

    Waldorfschule:

    – deutsch: 95,9%

    – türkisch: 0,3%

    – russisch: 0,7%

    – andere: 3,0%

    ?????????????

    Anteil benachteiligter Kinder nach Schulform (9. Klasse)

    Hauptschule:

    – geringe Bildung der Eltern: 41,9%

    – Arbeitslosigkeit/Sozialhilfe: 18,3%

    Gesamtschule:

    – geringe Bildung der Eltern: 21,9%

    – Arbeitslosigkeit/Sozialhilfe: 16,0%

    Waldorf/Steiner-Schule:

    – geringe Bildung der Eltern: 1,1%

    – Arbeitslosigkeit/Sozialhilfe: 7,6%

  • #10
    Andreas Lichte

    @ DonnyK

    ich möchte auch auf einen anderen Artikel der Ruhrbarone hinweisen:

    ?Ich würde mein Kind nie an einer Waldorfschule anmelden.?

    http://www.ruhrbarone.de/ich-wurde-mein-kind-nie-an-einer-waldorfschule-anmelden?/

    Dort ein Kommentar einer Ex-Waldorflehrerin, die meine Aussagen zum „Migrationshintergrund“ etc. bestätigt:

    „Am 19. März 2009 kommentierte Heidrun G.:

    @Peter A.

    Ohne Zweifel gibt es empirische Untersuchungen über Waldorfschulen. Die von Ihnen angeführte Literatur gibt aber nicht nur die ?Wirksamkeit?, sondern genausogut die ?Unwirksamkeit? einiger Felder der Waldorfpädagogik wieder.
    Viel interessanter erscheint mir der Hinweis auf die Qualität der Lehrer an Waldorfschulen. Die läßt sich also mit einem Vergleich der Abi-Quoten von Regel- und Waldorfschule beweisen?? Mit einem äußerst geringen Anteil an Migrantenkindern und wenigen Schülern aus sozial schwachen Verhältnissen ist eine Vergleichbarkeit mit Regelschulen lediglich polemisch. Der Aussagewert tendiert gegen null. Auch die von Ihnen angeführten Untersuchungen bestätigen doch, dass die Elternhäuser überproportional aus dem Bildungsbügertum stammen. Das entzieht einem Vergleich die Grundlage.
    Außerdem sei die Frage erlaubt, wie hoch der Anteil an Schülern ist, der schon vor Prüfungen durch entsprechende Beratungsgespräche seitens der Schule erst gar nicht die Prüfung ablegen, weil das Scheitern voraussehbar ist?
    Darüber hinaus ist der Anteil an Schülern, die nur durch Nachhilfelehrer den Stoff bewältigen, recht hoch?
    Auf die eigentlichen Kritikpunkte gehen Sie leider nicht ein.“

  • #11
    Andreas Lichte

    @ DonnyK

    und hier dasselbe noch mal aus anthroposophischer Quelle:

    „Inmedia 130

    ich konnte vor einigen Tagen erleben wie die neuen Erstklässler eingeschult wurden. Zwei Schulen, zwei Bilder: Die Grundschule eine Regelschule feierte diesen Tag und begrüßte unter den Neuen ein gutes Drittel Kinder, mit dem, was man heute „Migrationshintergrund“ nennt.

    (…)

    Der gleiche Tag, wenige Kilometer weiter. Eine Waldorfschule. Auch hier werden die neuen Kinder begrüßt. Das Bild unterscheidet sich kaum von dem in den vergangenen Jahren an dieser Waldorfschule: Kein einziges Kind mit Migrationshintergrund – doch; vor einiger Zeit gab es mal das Kind einer Anwaltsfamilie. Alle Kinder sprechen reines Deutsch.

    (…)

    Waldorfschulen waren einmal Arbeiterschulen. Heute sind sie Eliteschulen. Das kann und darf ihnen niemand zum Vorwurf machen, aber bei aller berechtigten Begeisterung über alle unsere schönen Waldorfschulen, die ich teile: ein bisschen weniger Hochmut und Selbstgerechtigkeit wäre manchmal angemessen.“

    Ihr Sebastian Gronbach, anthroposophischer newsletter „Inmedia“

  • #12
    David

    Dass Steiner ein übler Rassist war, wusste ich schon.

    Dass er aber so gaga war, dann doch ne Überraschung. Und schrill, dass ein Geisteskranker die Pädagogik einer Schule bestimmt.

  • #13
    David Schraven

    Hi Namenstänzer,

    Du schreibst: „Die Einseitigkeit, mit der die Ruhrbarone dieses Thema angehen lässt mich an ihrer journalistischen Qualität zweifeln. Schade eigentlich, ich dachte hier einen Platz gefunden zu haben, an dem sich mehr Mühe gegeben wird als in der althergebrachten Mainstream-Presse.“

    Das sind die immer gleichen Vorwürfe. Wem was nicht paßt, sagt, dass die Journalistissche Qualität mies ist.

    Das ist echt schwer zu hören.

    Stattdessen finde ich die Beleg zu Steiner kruden Thesen hier gut vorgetragen.

    Der Mann hat Blech erzählt. Das ist nun mal ein Fakt und eine Schulform die sich auf so einen Mann beruft muss damit rechnen hart angegangen zu werden.

    Ich hab mir mal erklären lassen warum in den meisten Waldorfschulen nicht gekickt wird. Weil man nicht gegen das heilige Rund treten darf, war die Antwort. Oder weil man nichts für diese rauen Spiele übrig habe.

    Das heilige Rund ist auch so ein Steiner-Quatsch. Die Kinder kicken. That’s it.

    Das soll nciht heißen, dass es in manchen Waldorf-Schulen, wo man auf den Steiner-Quatsch pfeift OK ist. Nö, in der Regel sind die Leute in den Waldorf-SChulen auch nett und sympathisch und können mit Atlantis nichts anfangen.

    Von der Warte aus gesehen, geht es. Alles sind Menschen. Und meist sind alle OK.

  • #14
    Philip

    Würde die Statistik gerne mal in Bezug auf andere Privatschulen sehen. Abgesehen von den Internationalen Schulen wird’s da mit Ausländern vermutlich auch recht eng.

  • #15
    DonnyK

    Hallo David,
    meine Kritik an eurer Arbeit spiegelt mein Empfinden wider, dass ich nach dem lesen dieses Interviews hatte. Für mich bedeutet das nur, dass ich eure Artikel noch kritischer lesen werde. Wenn ich dich damit verletzt haben sollte tut mir das leid. Aber wen man einer publizistischen Tätigkeit nachgeht muss man mit Kritik rechen.

    Ich bin übrigens auch der Meinung, dass Steiner ein Spinner war, aber manche Behauptung des Herrn Lichtes sind einfach falsch.
    Ich möchte hier nicht den Verteidiger der Waldis spielen, sonder wollte nur mein erleben schildern. Aber wie Lichte ja hier in Kommentar 9 schreibt, interessiert hier meine persönlich Erfahrung ja nicht. Leider hat Herr Lichte nicht auf meine Fragen geantwortet sondern nur irgend welche CopyPaste Statistiken. Die nur einen geringen Ausländeranteil in Waldorfschulen darlegen aber nicht die Hintergründe. Warum sind keine anderen Privatschulen in der Statistik? Vielleicht weil dann deutlich würde, dass der Ausländeranteil dort noch geringer ist. Was den Schluss zulassen würde, dass der geringe Ausländeranteil mit dem Schulbeitrag zusammen hängt und nicht an der, von der von Herrn Lichte vorgeworfenen, Rassistischen Haltung. Oder habe ich die Aussage Herrn Lichtes falsch verstanden, dass die höchste Qualifikation eines Waldorflehrers ist, Steiner als absolute Autorität an zu verehren. Das würde ja bedeuten, das dass die rassistischen Theorien mit einschließt und somit jeder Waldorflehrer ein Rassist wäre. Das ist in meinen Auge ein schwerer Vorwurf.

    So long and good night.

  • #16
    Arnold Voß

    Die Waldorfschule ist eine quasireligiöse Schule und sie gilt entsprechend als sogenannter Tendenzbetrieb in dem (wie z.B. in kirchlichen Krankenhäusern) das Personal von den Betreibern nach eben dieser Tendenz ausgesucht und bei nicht entsprechendem Verhalten wieder entlassen werden darf.

    Wie bei allen solchen Einrichtungen gibt es bezüglich der Tendenz selbst sehr liberale und auch sehr wenig liberale Häuser. Im Konfliktfall jedoch haben auch bei den Waldorfschulen die Lehrer oder auch Schüler unrecht bzw. müssen die von ihnen gehen, die sich dieser Tendenz widersetzen.

    Im Klartext heißt das: Wer an einer Waldorfschule als Schüler, Lehrer oder Elternteil die Steinersche Lehre offensiv und öffentlich angreift bzw. als Grundlage des Unterrichtes missbilligt fliegt schlicht von der Schule. Egal wie liberal dort die Lehrer in der Praxis ihres Unterrichtes im Einzelfall sind.

    Deswegen hat es mich nicht gewundert, dass ich vor kurzem noch einer ehemaligen Waldorfschülerin begegnet bin, die mich ausgelacht hat als ich nur beiläufig bemerkt habe, dass der Mensch vom Affen abstammt. Und die, als ich sie auf die Evolutionstheorie hinwies, obwohl sie mir ansonsten sehr nett und zuvorkommend erschien, äußerst aggressiv reagierte. Vom Alter her konnte sie übrigens noch nicht all zu lange der Schule entwachsen sein.

  • #17
    David

    Hi DonnyK,

    ist schon OK. Ich finde es grundsätzkich richtig, dass man alles kritisch liest. Mal hat man recht, mal nicht. Kein Problem. Ich habe mich auf jeden Fall nicht angegriffen gefühlt.

    Grüße David

  • #18
    Philip

    @Arnold Voß: Die Knaller, die die Evolutionstheorie in Frage stellen, gibt es in Reihen der Christianisten zuhauf. Wenn ich mich nicht täusche, glauben ca. 50 Mio US-Amerikaner, dass Gott die Erde erschaffen hat und das vor ein paartausend Jahren. Und diese Leute betreiben nicht „nur“ ein paar Schulen, sondern sitzen in Regierungen und entscheiden mit, was an _allen_ Schulen gelehrt wird. Eine Tendenz, die es in Deutschland auch schon nicht zu knapp gibt. Soweit ich weiß, waren die beiden entführten Deutschen auch krude Freichristen und nicht zur Hilfe sondern zur Mission im Jemen, kann mich aber auch irren, habe das nicht weiter verfolgt.
    Das ist jedenfalls eine Entwicklung, die mich mehr beunruhigt, als die „paar“ Waldorfschulen, die evtl den Kindern Quatsch von Wichteln und Elfen und sonstwas erzählen, den man mal eben beim Mittagessen widerlegen kann.
    Nur wenn man sich gegen den Lehrplan einer öffentlichen Schule stellen will, die neben der Evolutionstheorie auch „Intelligent Design“ lehrt, wird’s an einer öffentlichen Schule sicher etwas enger. Ich denke da nur an muslimische Kinder, die nicht am Schwimmunterricht teilnehmen wollten oder die superreligiösen Eltern, die ihre Kinder zuhause unterrichten wollten, weil Ihre Kinder in der Schule zu wenig von Gott gelernt haben (oder war es sogar _wegen_ der Evolutionslehre?)…

  • #19
    Christian

    @ Philip

    „Und diese Leute betreiben nicht ?nur? ein paar Schulen …“

    ein paar Schulen? 213 Waldorfsachulen sind ein paar? 213 Schulen, die von der Sekte Anthroposophie betrieben werden, sind 213 schulen zu viel!

  • #20
    Philip

    Dir wäre es also lieber oder zumindest genauso lieb, nur diese Schulen von der Bildfläche verschwinden zu sehen als die öffentlichen Schulen vom Einfluss mindestens ähnlich Verrückter verschont zu lassen? Dann solltest Du weiterhin Deine Energie darauf verwenden. Nur zu!
    Ich wundere mich sowieso, warum es die Waldorfschulen so lange geben konnte und die nicht schon längst vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

  • #21
    Arnold Voß

    @ Philipp

    Du hast recht, die religiös-verdummenden Einflüsse sind (weltweit) auch außerhalb der Waldorfschule massenhaft zu finden.Dazu habe ich mich an anderen Stellen dieses Blogs schon öfters und eindeutig geäußert. Aber hier geht es nun mal um die antroposophisch ausgerichteten Schulen in Deutschland. Diese Schulen geben sich zwar sehr demokratisch, nicht zuletzt weil sie auf die regelmäßige Mitarbeit vor allem der Eltern angewiesen sind. Sie sind es aber, wenn es drauf ankommt keineswegs.Im Gegenteil!

    Aber viele Eltern wehren sich auch deswegen nicht dagegen, weil die Schule für ihre Kinder auch erheblich Vorteile bietet. Da spielt man das Spiel „Wir sind doch alle irgendwie Antroposophen“ auch den Kindern zu liebe eben mit.

    Schlimm wird es erst, wenn einzelne Schüler dieses Spiel nicht mehr mitspielen wollen. Wenn sie offensiv nachfragen und offen alternative Position vetreten. Und noch schlimmer wird es, wenn sie sich auch durch die sanfte Diktatur des antroposophischen Scheindialogs mit den „Verirrten“ nicht von ihrer Meinung abbringen lassen. Dann erst zeigt diese Schule ihr wahres Gesicht. Bzw. wird es dann erst zur puren dikatorischen Fratze.

  • #22
    Philip

    @Arnold
    Ja, davon habe ich gehört. Ich möchte hier auch immer noch nichts verteidigen – auch wenn man sich schnell in dieser Position befindet, wenn man die Kritik hinterfragt.
    Denke halt generell, dass man es sich gut überlegen sollte, auf welche Schule man sein Kind gibt. In Wuppertal gibt es ein katholisches Jungengymnasium mit exzellentem Ruf. Ich möchte gar nicht wissen, was mit Kindern passiert, die in der Pubertät das Kreuz mal herumdrehen. Da hat man vermutlich gleich noch andere Probleme (§166 StGB) als bei einer verhältnismäßig kleinen „Sekte“, die für sich den Begriff Glaubensgemeinschaft nicht in Anspruch nehmen (wollen).
    Mir kommt das langsam vor wie die Knaller aus dem Privat-TV, die die bösen HartzIV- oder 0190-Betrüger entlarven, damit einen Nebenkriegsschauplatz eröffnen und der Zuschauer von den _wirklichen_ Katastrophen nichts mitbekommt.
    Wenn es darum geht, Weltanschauungen zu kritisieren, sollte man sich auf die kleinen Kacker nicht beschränken bzw die vielleicht erstmal außen vorlassen. Juden- und Schwulenhass werden dadurch in christianistischen Glaubensgemeinschaften kein geringeres Übel.
    Ist halt wie immer auch deutlich einfacher, wenn so eine Gemeinschaft sich von so einem Vollpfosten – oder zumindest bestimmter Aussagen – nicht deutlicher distanziert.
    Unterm Strich tun diese Schulen mir nichts, haben sicher einige Ansätze, die eine Überlegung wert sind und ich sehe keinen Grund zu einer Hexenjagd. So gar nicht. Und „213 schulen zu viel“ hört sich eher an wie „hängt sie höher“, nicht wie ein konstruktiver Beitrag.
    „zu viele Schulen“. Das wär ja was. Ich hör sonst immer nur „Unterrichtsausfall“ und „überfüllte Klassenräume“. Dann lieber mit den Hardcore-Spinnern unter den Waldörflern auseinandersetzen als mit 50 Kindern in einer Klasse.

  • #23
    Felix Hau

    In Deutschen Waldorfschulen gibt es kaum Kinder mit ?Migrationshintergrund? … Bei der privilegierten Klientel überrascht es nicht, dass die Abiturquote nicht so schlecht ist.

    Was wollen Sie denn nun damit sagen, Herr Lichte: Sind Arier intelligenter?

    Sie kommen mir allmählich vor wie das Duracell-Häschen unter den Anti-Anthroposophie-Missionaren: Sinnbefreites Dauertrommeln bis zum Umfallen.

    Es ist richtig, dass Waldorfschulen hierzulande im Vergleich zu Regelschulen einen geringen Anteil von Schülern „mit Migrationshintergrund“ und ebenfalls einen geringen Anteil an Schülern aus sozial schwachen Familien haben. Es ist eine Binse, dass dieser Umstand dazu führt, dass es im Vergleich mit Regelschulen weniger soziale Probleme gibt. Und es ist eine ebensolche Binse, dass Eltern, denen das Wohl ihrer Sprößlinge am Herzen liegt, genau darauf Wert legen.

    Sie sollten aber nicht verschweigen, woran die Unterrepräsentierung vor allem liegt: Waldorfschulen sind private Ersatzschulen und kosten a) Geld und b) Engagement der Eltern. Die Eintrittsselektion findet in erster Linie in den Elternhäusern statt: Wieviel ist man bereit und in der Lage zu investieren – materiell und hinsichtlich des Engagements -, wenn es das Angebot „Schule“ nebenan auch zum Nulltarif gibt. Da unterscheidet sich Waldorfschule in keiner Weise von anderen privaten Schulen – höchstens hinsichtlich der jeweiligen Schwellen: sie ist nämlich relativ günstig, erwartet aber ein relativ hohes Elternengagement.
    Zu Ihrer Information: Ich habe 1989 an der Freien Waldorfschule Mannheim erfolgreich das baden-württembergische Zentralabitur abgelegt. Ich hatte nie Nachhilfeunterricht und bin der Sohn einer alleinerziehenden Mutter, die 2.800 DM netto verdiente.

    Übrigens befindet sich die große Mehrzahl der 1.000 Waldorschulen keineswegs in Deutschland.
    Das Bezeichnende an der Waldorfpädagogik ist gerade der Umstand, dass sie eine kulturübergreifende Erfolgsgeschichte ist.
    Eine Auflistung der rassistischen Niederlassungen, die in aller Welt auf große Resonanz treffen, findet sich hier:

    Ägypten: 1 Einrichtung
    Argentinien: 10 Einrichtung(en)
    Armenien: 1 Einrichtung
    Australien: 33 Einrichtung(en)
    Belgien: 22 Einrichtung(en)
    Brasilien: 32 Einrichtung(en)
    Chile: 5 Einrichtung(en)
    China: 1 Einrichtung
    Dänemark: 16 Einrichtung(en)
    Deutschland: 213 Einrichtung(en)
    Ecuador: 1 Einrichtung
    Estland: 6 Einrichtung(en)
    Finnland: 25 Einrichtung(en)
    Frankreich: 11 Einrichtung(en)
    Georgien: 1 Einrichtung
    Großbritannien: 32 Einrichtung(en)
    Indien: 5 Einrichtung(en)
    Irland: 3 Einrichtung(en)
    Island: 2 Einrichtung(en)
    Israel: 7 Einrichtung(en)
    Italien: 34 Einrichtung(en)
    Japan: 7 Einrichtung(en)
    Kanada: 21 Einrichtung(en)
    Kasachstan: 2 Einrichtung(en)
    Kenia: 2 Einrichtung(en)
    Kirgistan: 1 Einrichtung
    Kolumbien: 4 Einrichtung(en)
    Korea (Republik): 2 Einrichtung(en)
    Kroatien: 2 Einrichtung(en)
    Lettland: 2 Einrichtung(en)
    Liechtenstein: 1 Einrichtung
    Litauen: 3 Einrichtung(en)
    Luxemburg: 2 Einrichtung(en)
    Mexico: 5 Einrichtung(en)
    Moldavien: 1 Einrichtung
    Namibia: 1 Einrichtung
    Nepal: 2 Einrichtung(en)
    Neuseeland: 10 Einrichtung(en)
    Niederlande: 92 Einrichtung(en)
    Norwegen: 35 Einrichtung(en)
    Österreich: 15 Einrichtung(en)
    Peru: 3 Einrichtung(en)
    Philippinen: 3 Einrichtung(en)
    Polen: 5 Einrichtung(en)
    Rumänien: 13 Einrichtung(en)
    Russland: 18 Einrichtung(en)
    Schweden: 41 Einrichtung(en)
    Schweiz: 35 Einrichtung(en)
    Slowakei: 1 Einrichtung
    Slowenien: 2 Einrichtung(en)
    Spanien: 7 Einrichtung(en)
    Südafrika: 17 Einrichtung(en)
    Tadschikistan: 1 Einrichtung
    Taiwan: 2 Einrichtung(en)
    Tansania: 1 Einrichtung
    Thailand: 2 Einrichtung(en)
    Tschechische Republik: 13 Einrichtung(en)
    Ukraine: 5 Einrichtung(en)
    Ungarn: 25 Einrichtung(en)
    USA: 130 Einrichtung(en)

    Quelle: http://www.waldorfschule.info/de/schulen/waldorfschulen-weltweit/index.html

  • #24
    Andreas Lichte

    @ Felix Hau

    Vielen Dank dafür, dass Sie meine Aussagen noch einmal bestätigt haben!

    Ihnen mögen sie vielleicht als „Binse“(nwahrheiten) erscheinen. Anderen nicht. Siehe auch:

    ?Waldorfschulen sind ausländerfreie Zonen?

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/waldorfschulen_sind_auslaenderfreie_zonen/

  • #25
    Felix Hau

    „Das heilige Rund ist auch so ein Steiner-Quatsch.“

    Nö, da hat Steiner ausnahmsweise mal gar nichts mit zu tun. Das ist auf dem Mist seiner Nachfolger gewachsen.
    Siehe hier: http://www.info3.de/ycms/printartikel_1439.shtml

  • #26
    Andreas Lichte

    @ Ruhrbarone

    immer gut zu wissen, mit wem man es zu tun hat:

    Felix Hau ist Redakteur des anthroposophischen Magazins „info 3“.

    Bei info 3 regt man sich gerade fürchterlich darüber auf, dass Rudolf Steiner als Rassist bezeichnet wird, siehe:

    „Anthroposophen befremdet über Bezeichnung Rudolf Steiners als »Rassist« in Wochenzeitung des Bundestages“

    http://www.info3.de/wordpressnews/?p=187

    Leider wurde bisher weder im „info 3“ Artikel noch in der umfangreichen Diskussion ein einziges stichhaltiges Argument dafür gebracht, warum Steiner kein Rassist sein sollte … woran liegt’s?

  • #27
    Mit-Leser

    Mit wem man es hier alles zu tun hat. 🙂

    Ex-Walldorf-Lehrer, Walldorf-Freunde, Walldorf-Feinde, Anthroposophen? Wenn man das alles hier so liest, bekommt man fast das Gefühle das Thema wäre tatsächlich von Bedeutung. 🙂

    So lange die Walldorfschule die Standards und Werte unseres Bildungssystems einhält und den Schülern nachweislich genügend beibringt, braucht man sie nicht zu verbieten. Ansonsten müsste man auch Privatunis, die das Wertesystem irgendwelcher Sponsorkonzerne vertreten oder katholische/evangelische Schulen verbieten.

    Nahezu ausländerfreie Schulen gibt es übrigens auch im staatlichen Bildungssystem. Daher lassen z.B. viele Kreuzberger ihre Kinder in anderen Bezirken auf die Schule gehen (oder ziehen deswegen um). Ist nicht gut aber weit verbreitetes Mittelschichtsdenken.

    Rudolf Steiner hat vor gefühlt 1000 Jahren gelebt. Damals waren seltsame medizinische Vorstellungen oder der Rassismus fast noch common sense. Kenne da noch weitaus schlimmere Gestalten, die trotzdem immer noch in staatlichen Lehrbüchern vorkommen. Kurzum: Aufklärung ist gut – aber wenn, dann auch richtig und nicht nur in Sachen Walldorfschule.

  • #28
    Arnold Voß

    @ Felix Hau

    Nichts gegen ihre Mutter. Ganz im Gegenteil. Aber 2800 DM Netto war auch schon zu eben diesen DM-Zeiten für einen Einzelverdiener respektive Verdienerin die absolute Ausnahme, und zwar nach oben.

    „Ich hatte nie Nachhilfeunterricht und war der Sohn einer alleinerziehende Mutter“ relativiert sich da in der durch diese Aussage angestrebten Sozialdramatik doch ein bisschen, oder?

    Und wenn ich ihre mittlerweile eingenommene Position im Rahmen des „Steinerimperiums“ richtig deute ,dann haben sie mehrfach in ihrem Leben durch Waldorf profitiert. Was ihnen im übrigen niemand vorwerfen kann.

    Aber es gibt ihren Kommentaren an dieser Stelle und zu diesem Thema doch eine durchaus besondere Note.

  • #29
    Jens Gerlach

    Felix Hau fragte:

    ?Was wollen Sie denn nun damit sagen, Herr Lichte: Sind Arier intelligenter??

    Es gibt wohl keinen zweiten Leser, der auf einen solchen Unsinn kommen würde.

    Felix Hau, der es für vertretbar hält, wenn sich Priester und Pädagogen ab und an mal sexuell an ihren Schutzbefohlenen vergreifen, hat eben immer wieder ganz besonderes zu bieten.

    http://www.esowatch.com/index.php?title=Felix_Hau

    Was Herr Hau als ?kulturübergreifende Erfolgsgeschichte? der sogenannten Waldorfpädagogik bezeichnet, ist die Expansion einer Sektenschule mittels systematischer Desinformation.

    Während öffentlich von musisch-künstlerischer Ausrichtung und kindgerecht-ganzheitlicher Pädagogik gesprochen wird, bleiben die Hintergründe dieser Schulform im verborgenen Diskurs der Eingeweihten.

    Es handelt sich um eine Schulform, die nicht auf Erziehungswissenschaft basiert, sondern allein auf sogenannten geistigen Schauungen des selbsternannten Hellsehers Rudolf Steiner. Die Methode ist Indoktrination und das Lehrziel der als intellektualistisch und materialistisch verteufelten Wissenschaft entgegengesetzt.

    Mit dem Artikel 7 des Grundgesetzes ist diese Schulform prinzipiell nicht vereinbar.

    Hierzu unter anderem:

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2008/02/hottentotten-und-melancholiker.html

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2008/12/anthroposophie-und-sektenbegriff_4138.html

    J.G.

  • #30
    Felix Hau

    „Leider wurde bisher weder im ?info 3? Artikel noch in der umfangreichen Diskussion ein einziges stichhaltiges Argument dafür gebracht, warum Steiner kein Rassist sein sollte … “

    Herr Lichte, Ihre Neigung, vor immer neuem Publikum mit ollen Kammellen um sich zu werfen, ist ermüdend.
    Die Diskussion zwischen Ihnen und mir ist längst mehrfach geführt.

    Hier nochmal in Kurzzusammenfassung:

    1. Wenn ich Sie „Rassist“ nenne, sind nicht Sie in der argumentativen Bringschuld, sondern ich.

    2. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Vergleichen Sie Steiner mit Gobineau oder Chamberlain und teilen Sie mir mit, wie Sie die Unterscheide, auf die Sie zweifelsohne treffen werden, zu bezeichnen gedenken.

    3. Wenn Sie Steiner als Rassisten abstempeln wollen – was machen wir dann beispielsweise mit Voltaire und Kant? Die haben – im Gegensatz zu Steiner – rassistische Anschauungen sogar mit naturwissenschaftlichem Anspruch ventiliert.

    4. Die Definition des Terminus „Rassismus“ ist wissenschaftlich höchst kontrovers, während sie in der populären Rezeption sehr eindeutige Wirkung hat. Damit spielen Sie, Herr Lichte, und das ist ziemlich widerlich. Die nach wie vor bekannteste Rassismus-Definition (Albert Memmi 1992) trifft Steiner nicht. Nach Memmi ist Rassismus „die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.“

    Verallgemeinerte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede trifft auf Steiner zu. Bei der Verabsolutierung wird’s schon schwierig, da in Steiners Weltsicht das menschliche Ich – jedes – grundsätzlich das Vermögen hat, sich von den ererbten und sozialisierten Bedingungen zu emanzipieren.

    Und überhaupt nicht mehr passt die Definition Memmis auf Steiner und die Anthroposophie, wo es um dasjenige geht, was man auch gemeinhin mit Rassismus assoziiert: nämlich die Zweckdienlichkeit der Unterscheidung, die sich zum eigenen Vorteil (Aggression, Machterhalt etc.) und zum Nachteil für die „rassisch Deklassierten“ auswächst. Das war weder Steiners Absicht noch war es die Wirkung seiner Äußerungen. Anthroposophie belegt seit 100 Jahren das genaue Gegenteil. Man mag das für merkwürdig halten, aber man sollte es zur Kenntnis nehmen: Auf der ganzen Welt – auch und gerade in Gebieten, in denen Menschen leben, deren Phänotyp in Steiners Weltsicht mit wenig zukunftsträchtigen Attributen ausgestattet wird – wirkt Anthroposophie befruchtend und kulturell-integrativ. Waldorfeinrichtungen finden zahlreichen Zuspruch und oft sind sie Pioniere in äußerst gebeutelten Regionen. In Südafrika, beispielsweise, war eine Waldorfschule die erste, die einen Anti-Apartheid-Unterricht mit gemischten Klassen praktiziert hat.

    Für meinen Geschmack – und auch das wissen Sie ganz genau – ist der ganze entsprechende Steiner’sche Ansatz schwer erträglich und ich halte ihn darüber hinaus für sachlich falsch. Ich kann aber nicht übersehen, dass offenbar daraus nicht folgt, was man annehmen könnte: nämlich eine rassistische Praxis.

    Sie hingegen wollen eine Diskreditierung der aktuellen Waldorfpädagogik mit allen Mitteln erreichen. Und dabei greifen Sie – neben der sattsame bekannten 2.000sten Wiederholung von Phrasen – immer öfter zu reinem Populismus. Ich gestehe, dass ich in dieser Ihrer Neigung zu Agitation und Verbot eine wesentlich größere Gefahr für unsere freie Gesellschaft sehe als in den zum Teil verschrobenen Ansichten aus Anthroposophistan.

  • #31
    Felix Hau

    „Felix Hau, der es für vertretbar hält, wenn sich Priester und Pädagogen ab und an mal sexuell an ihren Schutzbefohlenen vergreifen, hat eben immer wieder ganz besonderes zu bieten.“

    Herr Gerlach, merken Sie eigentlich, wie widerlich Ihre inzwischen schon gewohnheitsmäßige Denunziationslust ist?
    Auch hier haben Sie nichts als Populismus auf Lager.
    Informieren Sie sich gefälligst über die wissenschaftliche Debatte in Sachen sexueller Missbrauch und ersparen Sie den Betroffenen Traumatisierung und Hexenjagden.
    Im Übrigen ist das hier out of topic.

  • #32
    Andreas Lichte

    @ Felix Hau

    Ich frag sie einfach mal das, was ich Philip auch schon fragte, siehe Kommentar 5:

    Steiners RASSISMUS kennen Sie ja jetzt aus der Entscheidung der BPjM, siehe Kommentar 2.

    Kommentieren Sie doch mal die Entscheidung der BPjM, lesen Sie die beanstandeten Textstellen durch.

    Hätten Sie anders entschieden?

    Wenn ja, nennen Sie dafür bitte OBJEKTIVE Gründe. Merci beaucoup!

  • #33
    Jens Gerlach

    Aber Herr Hau,

    das ist doch eben gerade das Problem, dass für Sie die Wahrheit eine Denunziation ist und die Verurteilung von Straftätern eine Hexenjagd. Und ebenso erklären Sie die Wahnvorstellungen Rudolf Steiners zu einem erfolgreichen Modell vorbildlicher Pädagogik. Das vermag nur niemanden zu überzeugen, der einmal einen Blick in die Schriften Ihres Gurus wirft, vorausgesetzt, er hat noch alle ? oder wenigstens ein paar – Tassen im Schrank.

    J.G.

  • #34
    Felix Hau

    „Aber 2800 DM Netto war auch schon zu eben diesen DM-Zeiten für einen Einzelverdiener respektive Verdienerin die absolute Ausnahme, und zwar nach oben.“

    Lieber Herr Voss – ich bitte Sie. Meine Mutter war Angestellte im Öffentlichen Dienst (Krankenhaus, Verwaltung); absoluter Durchschnittsverdienst im unteren Bereich, und sogar trotz der in das angegebene Netto hereingerechneten Witwenrente von 500 DM noch unter dem Haushaltseinkommens-Durchschnitt. (siehe z.B. http://www.diw.de/deutsch/95_18_2/30614.html#HDR1 ).

    Ich wollte außerdem keine Sozialdramatik darstellen, sondern dem Bild, das hier gezeichnet wird, etwas entgegensetzen. Es geht nämlich bei der Entscheidung für Waldorf viel weniger um das Haushaltseinkommen als um eine abweichende Einstellung zu Erziehungszielen und -wegen.
    Meine Mutter hatte mit Anthroposophie übrigens rein gar nichts am Hut, fand den Unterricht aber gut und hat uns immer um unsere schöne Schulzeit beneidet.
    Interessant ist auch, dass nach wie vor relativ viele Regelschullehrer ihre eigenen Kinder auf Waldorfschulen unterrichten lassen. Das war schon zu meiner Zeit so; und es ist heute nicht minder bezeichnend.

    Das Nahelegen von in besonderem Maße nötiger Nachhilfe bzw. unzulänglichen Unterrichtes ist auch totaler Quatsch. Ich habe keine Zahlen, aber ich wette, dass Waldorfschüler nicht mehr Nachhilfe in Anspruch nehmen als Regelschüler – und schon gar nicht mehr als zeitgenössische Gymnasiasten, bei denen der Extra-Unterricht inzwischen zum Tagesablauf gehört.
    Und auch den angeblich einfachereren staatlichen Abschluss kann ich nicht bestätigen. Wie gesagt: das war schon in den Achtzigerjahren das baden-württembergische Zentralabitur – erschwert dadurch, dass es kein zweijähriges Punktesammeln und eine sehr begrenzte Auswahl an Leistungskursen gab: Deutsch war verpflichtend und den zweiten LK konnte man aus Mathe, Englisch und Französisch wählen – während meine gleichaltrigen Gymnasiums-Freunde zwei Jahre lang lustige LK-Punkte in Sport, Religion oder Kunst sammeln durften und das Abi bereits vor der Prüfung in der Tasche hatten.

  • #35
    Felix Hau

    „das ist doch eben gerade das Problem, dass für Sie die Wahrheit eine Denunziation ist und die Verurteilung von Straftätern eine Hexenjagd.“

    Nein, Herr Gerlach. Das Problem ist, dass Sie mit dem Hinweis auf meine Ansicht zu einem gesellschaftlich hoch emotional besetzten und hysterisch verhandelten Thema, welches mit dem hier diskutierten nichts zu tun hat, meinen Ruf beschädigen wollen. Und das unermüdlich seit mehreren Monaten.
    Ich lehne einen weiteren Austausch mit Ihnen aus diesem Grund ab.

  • #36
    Ansgar Martins

    Mein Gott ihr Zicken. Da lese ich mcich durch die Kommentare und freu mich schon auf antworten und dann beginnt hier am schlus dieses rumgepöbel.

    Aber zum Leitartikel wird wohl ein post erlaubt sein:

    @ Andreas

    > Sie sagen es! Und das ist für mich das eigentlich
    > Erstaunliche: Wieso bemerken die Eltern nicht, womit
    > ihre Kinder in der Waldorfschule Zeit verschwenden?
    > Schaut denn niemand in die Hefte? Systematische
    > Kindesvernachlässigung?

    Genau, 80.000 Elternhäuser vernachlässigen ihre Kinder, die trotzdem durch Förderung zu hause und Nachhilfeunterricht zum Abitur kommen ( Widerspruch!?). Plausibel wäre da doch eher die Erklärung, dass es eben Ausnahmen – aber schlimme Ausnahmen, die nicht vorkommen dürften – sind, wenn Atlantis oder die „Kulturepochen“ im Unterricht auftauchen.

    Außerdem, wäre in diesem Zusammenhang nicht die Zusammenarbeit der FWSen mit der UNESCO zu erwähnen, die dutzenden FWSen in Krisenregionen Afrikas oder des Nahen Ostens? Wäre es, aber das ist eben etwas schwerer in das Schwarz-Weiß-Raster einzuzimmern.

    Außerdem:

    US-Statistiken belegen, dass Ausländerfeindlichkeit in AusländerInnen“fernen“ Milieus größer ist als in ausländerInnen“nahen“. Das steht auch im Widerspruch zu deiner These, FWSen seien nicht ausländerInnenfeindlich, weil es dort keine gebe.

    > WEIL sie ausländerfreie Zonen sind. Das sagt Ihnen
    > natürlich niemand sofort, da braucht es schon ein wenig
    > Fingerspitzengefühl, um nach stundenlangem Diskutieren
    > die Antwort zu bekommen: ?Ich wohne in Kreuzberg. Da
    > schicke ich mein Kind doch nicht in eine Schule mit
    > hohem Ausländeranteil ??

    Jupp. Alle Waldorfeltern wohnen in Kreuzberg und sind xenophob. Auf dem Land, in Dörfern und kleineren Städten gibt es keine Waldorfschulen. Oder doch? Und da wohnen keine „Ausländer“? Und die Waldorfeltern machen das trotzdem, WEIL sie ausländerfreie Zonen sind? Auch das überzeugt nicht.

    @ DonnyK

    > Ich bin übrigens auch der Meinung, dass Steiner ein
    > Spinner war, aber manche Behauptung des Herrn Lichtes
    > sind einfach falsch.
    > Ich möchte hier nicht den Verteidiger der Waldis
    > spielen, sonder wollte nur mein erleben schildern. Aber
    > wie Lichte ja hier in Kommentar 9 schreibt,
    > interessiert hier meine persönlich Erfahrung ja nicht.

    Eben. In dieser Debatte gibt es leider kaum vermittelnde Standpunkte. Erst recht nicht bei Andreas.

    Anders Prof. Helmut Zander in seinem „preisgekrönten Monumentalwerk“ ( Andreas Lichte ):

    > „Aber die Fronten sind unübersichtlich geworden: Neben
    > verödeten Staatsschulen stehen Beispiele gelungener
    > staatlicher Schulreform, neben attraktiven stehen
    > versteinerte Waldorfschulen. Und langsam kehren sich
    > auch manche Fronten um, sickern selbstkritische
    > Einsichten ein, daß auch Anthroposophen von staatlichen
    > Schulen lernen könnten. (…)So ist die Diskrepanz groß
    > zwischen der positiven Wahrnehmung der Waldorfschulen
    > durch Anthroposophen und zufriedene nicht-
    > anthroposophische Eltern (bei denen unklar ist, wieviel
    > sie über die dogmatischen Grundlagen der Steiner-
    > Schulen wissen) einerseits und der Sicht von Kritikern
    > und Eltern mit schlechten Erfahrungen andererseits. Daß
    > dieser Graben schwer zu schließen ist, hängt an
    > Kommunikationsproblemen und Wissenslücken (…)Neben
    > denen, die sich im Verein der Waldorfgeschädigten
    > organisieren, gehören diejenigen, die dankbar auf ihre
    > Schulzeit zurückblicken.“

    ( Anthroposophie in Deutschland…, S. 1451 ff. )

    Aber auch Zander wird immer wieder gern als „der seriöse Monumentalwer-Historiker“ pro oder contra Waldorf mobilisiert.

  • #37
    Jens Gerlach

    Herr Hau,

    es geht hier um ?Waldorfpädagogik?. Die basiert auf nichts anderem als auf Rudolf Steiners Irrsinn und wird somit vollkommen zu Unrecht als Pädagogik bezeichnet.

    Sie halten das jedoch für eine tolle Sache und erklärten andernorts u.a., dass sexuelle Übergriffe von Pädagogen mit großer Gelassenheit gesehen werden sollten.

    Insofern gehört das durchaus zum Thema, wenn Sie sich hier zu Wort melden und Ihre ?pädagogischen? Auffassungen erneut zum Besten geben.

    Ich verstehe auch nicht, wieso Sie Ihre eigene Meinung gleichsam als rufschädigend betrachten.

    J.G.

  • #38
    Andreas Lichte

    @ Ruhrbarone

    Felix Hau scheibt in Kommentar

    „Das Nahelegen von in besonderem Maße nötiger Nachhilfe bzw. unzulänglichen Unterrichtes ist auch totaler Quatsch.“

    Felix Hau hat entweder null Ahnung, oder macht hier anthroposophische Propaganda. Entscheidet selbst.

    Die ANTHROPOSOPHISCHE Studie „Absolventen von Waldorfschulen“ von Dirk Randoll (anthroposophische Alanus Hochschule) und Heiner Barz (ehemaliger Waldorflehrer, Uni Düsseldorf), bestätigt die Aussagen von Heidrun G.. (siehe Kommentar 10) und mir:

    Seite 188:

    „38% [Anmerkung: der Waldorfschüler] (41,0% Männer; 34,7% Frauen) geben letztlich zu verstehen, während der Schulzeit Nachhilfe bzw. Zusatzunterricht genommen zu haben, in der mittleren Alterskohorte wurde dies gar von 44,5% der Befragten als zutreffend angegeben. Dies bedeutet, dass annähernd jeder zweite Proband aus der mittleren Alterskohorte Nachhilfe/Zusatzunterricht genommen hat bzw. nehmen musste, um in der Schule mitzukommen. Im Vergleich dazu lag der Anteil der 17-jährigen Gymnasiasten, die im Schuljahr 2004/2005 Nachhilfe nahm, im gesamtdeutschen Durchschnitt bei 30%, für den Realschulbereich wurden 29%, für die Hauptschule 14% ermittelt (vgl. Schneider 2005). Insofern scheinen Waldorfschüler ÜBERDURCHSCHNITTLICH HÄUFIG Nachhilfe bzw. Zusatzunterricht zu nehmen (…)“

  • #39
    Andreas Lichte

    @ Ansgar Martins:

    du schreibst:

    „Genau, 80.000 Elternhäuser vernachlässigen ihre Kinder, die trotzdem durch Förderung zu hause und Nachhilfeunterricht zum Abitur kommen (Widerspruch!)“

    nein, kein Widerspruch:

    – „Fragen sie Dr. Sommer!“ … die NRW-Kultusministerin, wie die Prüfungen an Waldorfschulen aussehen

    nächste Frage: wie viele Waldorfschüler machen TATSÄCHLICH das Abitur, von allen, die eingeschult wurden? (siehe Heidrun G., Kommentar 10)

    und Nachhilfeunterricht heisst ja wohl, dass die Schule UND Eltern überfordert sind, Aufgaben nach aussen verlagern müssen …

  • #40
    Arnold Voß

    @ Felix Hau

    Aber das war dann nicht Netto sondern Brutto.Glauben sie mir.Da habe sich sicher vertan. Macht aber letztlich auch nichts.

    Das alles ändert nämlich – wie auch das was hier sonst an Pro-Arguementen für Waldorfs aufgezählt wurde – nichts daran, dass diese Schulen Tendenzbetriebe sind. Wie natürlich andere religiöse Schulen auch. (siehe 16 + 21)

    Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass Schulen das eben nicht sein dürfen. Dass, egal wie intern liberal/fortschrittlich/konservativ usw. solche Einrichtungen sind, damit der Indoktrination Tür und Tor geöffnet wird. Und die hat in den Köpfen von Kindern und Jugendlichen nichts zu suchen. Dem sollten sie erst – wenn überhaupt – dann ausgesetzt sein, wenn sie dafür geistig und psychisch stark genug sind.

  • #41
    Jens Gerlach

    @ Arnold Voß

    Sogenannte Weltanschauungsschulen sind vom Grundgesetz (Art.7) ausdrücklich zugelassen. Allerdings ist das an Bedingungen geknüpft, die die Waldorfschulen nicht nur nicht erfüllen, sondern definitiv ablehnen. Entsprechend gestaltet sich die Waldorf-Lehrerausbildung, die nichts anderes als eine gegen die Wissenschaft gerichtete ideologische Schulung ist, im Unterschied zu anderen Privatschulen, auch konfessioneller Prägung.

  • #42
    Felix Hau

    @ Andreas Lichte:

    Ok. Ich nehm‘ den Nachhilfepunkt zurück. Dann scheint sich da einiges zum Schlechteren entwickelt zu haben.

    @ Arnold Voß:

    Waldorfschulen sind meiner Ansicht nach Weltanschauungsschulen – so wie Regelschulen im Übrigen auch; eine weltanschauungsfreie Schule gibt es nicht. Es gibt lediglich Schulen, die unter der Prämisse der gesellschaftlich vorherrschenden Weltanschauung als allgemein zugängliche staatliche Regelschulen angeboten werden.

    Das Problem bei der Definition der Waldorfschulen als Weltanschauungsschulen liegt in der sehr engmaschigen Bestimmung dieses Terminus‘ durch den Gesetzgeber.
    Eine Weltanschauungsschule richtet den überwiegenden Teil ihres Unterrichtes an einer bestimmten Weltanschauung aus und Eltern, Lehrer und Schüler teilen diese Weltanschauung oder streben sie an. Beides trifft nicht zu.
    Die von Andreas Lichte zitierte Ehemaligen-Studie von Barz/Randoll enthüllt unter anderem auch den Umstand, dass die wenigsten Waldorfschüler etwas mit Anthroposophie anfangen können, geschweige denn nach ihrer Schulzeit in anthroposophischem Umfeld tätig sind. Vor allem liegt das wohl daran, dass Anthroposophie schon im Elternhaus keine Rolle spielte. Trotzdem schicken beinahe die Hälfte der Absolventen mit eigenen Kindern (47%) diese wiederum auf eine Waldorfschule, da offenbar das Schulkonzept trotz Ablehnung der Anthroposophie gefällt.

  • #43
    Ansgar Martins

    Hallo,

    Andreas: „Kein Widerspruch“

    Wenn die Eltern Ihrem Kind Nachhilfe geben, dann wohl kaum, weil sie Atlantis AUCH nicht verstanden haben, sondern weil es an anderen Stellen ( Rechtschreibung/ Mathematik? )hapert.

    @ Felix:

    Ist wieder eine Definitionsfrage: WAS ist eine Weltanschauungsschule. JedeR nimmt in der Schule Eindrücke auf, im Unterricht wie im Umgang mit Mitmenschen, die seine Weltsicht irgendwie tangieren und mitbilden. Das ist meiner Meinung nach aber kein Grund, alle Schulen zu Weltanschauungsschulen zu machen.

    Eine Weltanschauungsschule wäre für mich entweder eine Schule, deren Pädagogik auf einer bestimmten Weltanschauung beruht ( Dann wäre Waldorf eine Weltanschauungsschule )UND/ODER eine, die Kinder zu einer bestimmten Weltanschauung erziehen will.

    Dass Waldorf das nicht WILL hat selbst Grandt eingestanden, die Frage – zu der wir alle unsere Antwort haben, denke ich – ist, wie weit anthroposophische Dogmen TROTZDEM in den Unterrichtsinhalt einfließen.

    Wozu die Studie ja recht eindeutige Hinweise vorlegt…

  • #44
    Jens Gerlach

    @ Ansgar Martins

    Eine Schulform, für die Rudolf Steiner von existenzieller und absoluter, von sakrosankter und alles bestimmender Bedeutung ist, von der Methode und den Inhalten, von der Lehrerausbildung und der Architektur ausnahmslos einer Person und dessen Wahnsinn verpflichtet, wolle gerade das gar nicht vermitteln? Die sogenannte Anthroposophie fließe allenfalls ?trotzdem? hier und da ein wenig in den Unterricht jener Schulen ein, die in einem radikalen Verband, dem Bund der Freien Waldorfschulen, zusammengeschlossen sind?

    Meinen Sie das ernst? Und wenn ja, meinen Sie, mit dieser Auffassung ernst genommen werden zu können?

    J.G.

  • #45
    Ludwig

    @Ansgar,

    weisst du, warum Waldorfschulen keine Weltanschauungsschulen sind? Weil die Anthroposophie eine Phantasmagorie eines Geisteskranken ist. Den Müll Weltanschauung zu nennen, ist wirklich ein bad joke

  • #46
    Arnold Voß

    @ Felix Hau

    Das alle Schulen letztlich Weltanschauungsschulen sind, ist ein argumentativer Taschenspielertrick den ich leider nicht gelten lassen kann.

    Eine Schule in der grundsätzlich alle Weltanschauungen zum Thema gemacht werden dürfen ist im Gegensatz zu einer Schule in der nur eine oder nur eine begrenzte Zahl von Weltanschauungen unterrichtet werden dürfen keine Weltanschauungsschule.

    Sowie Demokratie keine Weltanschauung ist sondern die Voraussetzung dafür, über jede Art von Weltanschauung und deren Annahme oder Verweigerung frei entscheiden zu dürfen. Genau dasselbe gilt für das Recht auf Kritik.

    In der Waldorfschule gibt es weder für die Lehrer noch für die Schüler eine frei Wahl über die Weltanschauung die zur Grundlage ihrer Schule/ des Unterrichtes gemacht wird. Es gibt auch keine politische oder sonstige gesellschaftliche Mitbestimmungsmöglichkeit über die Lehrinhalte bzw. über deren Veränderung. Man hat sie im Konfliktfall anzunehmen oder man hat zu gehen.

    Also unterlassen sie hier bitte in Zukunft diese kleinen demagogischen Tricks mit denen leider fast alle Religions- und Quasi-Religionsgemeinschaften operieren um per staatlichem Zuschuss auch von denen gefördert zu werden, die bei ihnen nicht Mitglied sind, ja die sie sogar in ihren Einrichtungen bekämpfen, diffamieren oder lächerlich machen. Und zwar weil sie sich aus irgendeinem Grund für erleuchteter, wissender, gottnäher usw. halten als die, die nicht zu ihnen gehören.

  • #47
    Felix Hau

    @ Arnold Voß:

    „Das alle Schulen letztlich Weltanschauungsschulen sind, ist ein argumentativer Taschenspielertrick den ich leider nicht gelten lassen kann.“

    Das ist schade, denn es war ganz ernst gemeint.

    „Eine Schule in der grundsätzlich alle Weltanschauungen zum Thema gemacht werden dürfen ist im Gegensatz zu einer Schule in der nur eine oder nur eine begrenzte Zahl von Weltanschauungen unterrichtet werden dürfen keine Weltanschauungsschule.“

    Dann, lieber Herr Voß, ist die Waldorfschule keine, sämtliche Regelschulen aber *sind* Weltanschauungsschulen.

    „In der Waldorfschule gibt es weder für die Lehrer noch für die Schüler eine frei Wahl über die Weltanschauung die zur Grundlage ihrer Schule/ des Unterrichtes gemacht wird. Es gibt auch keine politische oder sonstige gesellschaftliche Mitbestimmungsmöglichkeit über die Lehrinhalte bzw. über deren Veränderung. Man hat sie im Konfliktfall anzunehmen oder man hat zu gehen.“

    Das ist Quatsch. Waldorfschulen sind – im Gegensatz zu Regelschulen – Institutionen in Selbstverwaltung. Sie haben an keiner staatlichen Schule soviel Einflussmöglichkeit auf Lehrplan und Unterricht wie an Waldorfschulen – als Lehrer, Eltern und Schüler. Das ist ja gerade der entscheidene Punkt an der ganzen Debatte: Die Herren Lichte und Gerlach plädieren für eine weiter als bislang gehende staatliche Einmischung in das Bildungswesen. Ich finde, es geht den Staat absolut nichts an, für welche Bildungsform sich seine Bürger entscheiden. Nicht die Bürger haben dem Staat zu dienen, sondern der Staat den Bürgern. Es geht nicht darum, wie wir leben *sollen*, sondern darum, wie wir leben *wollen*. Und da gibt es bekanntlich sehr unterschiedliche Präferenzen.

    Den Rest Ihres statements buche ich mal unter „versehentlich ausgerutscht“ ab. – Ach so, nein, eine kleine Korrektur noch, wenn Sie schon beim Aufrechnen sind: Es sind Waldorfeltern, die neben der Bildungsfinanzierung ihrer Kinder freundlicherweise auch das Regelschulsystem mitfinanzieren, obwohl sie es weder haben wollen, noch von ihm profitieren; und das Ding ist sauteuer. Ich finde das gut. Pluralismus hat noch keiner Gesellschaft geschadet; Bildungsgutscheine wären eine schöne Lösung, die außerdem noch auf Wettbewerb setzt. Und sie werden auch kommen.

  • #48
    Jens Gerlach

    Krchkrchrchrchrchrch.

    Ich hätte gern einen pluralistischen Einweihungsgutschein. Den dürfen aber nicht alle bekommen, sonst ist der ja nichts wert.

    😀

  • #49
    Ulrich Häpke

    Werte Ruhrbarone,
    es immer wieder erstaunlich, mit welch einer Aufgeregtheit hier über Waldorfschulen diskutiert wird. Eine Aufgeregtheit, unter der leider die Qualität der Debatte leidet. Dass Herr Steiner viel geredet und viel (ab-)geschrieben hat, dass darunter auch jede Menge Unsinn ist, verbindet ihn mit vielen anderen Autoren.
    Das reicht aber nicht aus, um sämtliche heutigen Waldorfschulen zu verdammen.
    Schließlich werden die heutigen Sozialdemokraten auch nicht wegen dem, teilweise ebenfalls rassistischen Unsinn kritisiert, den ihre Genossen vor rund hundert Jahren vertreten haben, sondern wegen ihrer konkreten Politik im letzten Jahrzehnt.
    Bekanntlich ist nicht die Geschichte entscheidend, sondern das, was heute hinten raus kommt.
    In diesem Sinne wüsste ich als Vater, der für sein Kind die Entscheidung für eine „weiterführende“ Schule treffen muss, gerne, ob ihr mir Konkretes zur Hibernia-Schule in Herne mitteilen könnt. Oder ist die Hibernia-Schule eine Ausnahme, auf die eure grundsätzliche Kritik an der „versteinerten“ Pädagogik nicht zutrifft?
    Mit besten Grüßen

  • #50
    Jens Gerlach

    @ Ulrich Häpke

    Welcher Autor hat ähnlichen Schwachsinn von sich gegeben wie Rudolf Steiner?

    Was hat Steiner geäußert, das nicht entweder belanglos oder irrsinnig wäre?

    Was spricht für eine Schule, die dem voll und ganz verpflichtet ist und alles andere als Teufelswerk verdammt.

    Wie steht?s darüberhinaus mit der Medizin und der Kinderbetreuung in anthroposophischen Heimen?

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2008/04/gemeingefhrlich-statt-gemeinntzig.html

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2008/08/kindesmisshandlung-und-terror-pr.html

    Was spricht denn bitte für diesen menschenverachtenden Wahnsinn in Theorie und Praxis?

    J.G.

  • #51
    Jens Gerlach

    @ Ulrich Häpke

    Was die Hibernia-Schule anbelangt:

    Ein Blick auf die Internetseite genügt:

    Tun Sie Ihrem Kind das nicht an!

    Schöne Worte für das Steiner/Waldorf-Konzept in Reinkultur.

    J.G.

  • #52
    Arnold Voß

    @ Felix Hau

    Und schon wieder ein paar Taschenspielertricks. Es ist vielmehr kompletter Quatsch, dass Waldorfeltern darüber entscheiden können, ob die Steinerschen Position Grundlage ihrer Schulen sind oder nicht, geschweige können Waldorfschüler die Lehrinhalte ihrer Schule offiziell und kritisch in Frage stellen ! In jeder Regelschule kann jedoch sehr wohl jede Weltanschauung dikutiert und kritisiert werden. Und natürlich kann die Gesellschaft ihre Inhalte verändern, was zwar aufwendig und politisch langwierig ist, aber immer wieder geschieht.

    Ansonsten habe ich natürlich nichts gegen Pluralismus des Schulsystems sofern er durch das Grundgesetz gedeckt ist.

  • #53
    Benjamin

    Eine Freundin von mir unterrichtet an einer Waldorfschule. In ihrer Lehrerausbildung wurde ihr beigebracht, dass Mädchen in der 10./11.-Klasse besonders hart rangenommen werden müssen, da in dieser Zeit der Eisengehalt ihres Bluts am höchsten sei und Eisen ja ein hartes Metall sei.
    Dies nur als ein Beispiel für das wirkliche Anwenden des anthroposophischen Glaubenssystems in realer Pädagogik.

  • #54
    Robert

    „während meine gleichaltrigen Gymnasiums-Freunde zwei Jahre lang lustige LK-Punkte in Sport, Religion oder Kunst sammeln durften und das Abi bereits vor der Prüfung in der Tasche hatten.“

    Wieso denn dann noch die Prüfungen?

    Üblich war’s mal, dass man zwar Punkte sammeln konnte, die in die Note einflossen, die Prüfung aber war niemals unnötig (also nix mit Tasche, sondern eher mit: wenne datt schaffst, dann hasse mindestens ne zweikommadingens als Note.)
    Man konnte übrigend auch Punkte in Physik, Chemie, Biologie, Geschichte, Philosophie etc. sammeln.

  • #55
    Philip

    weil es so schön auch zum Bätzing-Artikel passt:
    http://tinyurl.com/pawxrw

  • #56
    Felix Hau

    „Es ist vielmehr kompletter Quatsch, dass Waldorfeltern darüber entscheiden können, ob die Steinerschen Position Grundlage ihrer Schulen sind oder nicht, geschweige können Waldorfschüler die Lehrinhalte ihrer Schule offiziell und kritisch in Frage stellen !“

    Herr Voß – informieren Sie sich doch bitte. Es sind ja sogar *Eltern* – und zwar ausschließlich Eltern -, die Waldorfschulen *gründen*.
    Selbstverständlich wird damit ein Grundstein für die pädagogische Ausrichtung der Schule gelegt, der im weiteren Verlauf richtungsbestimmend ist. Und selbstverständlich lehnt sich dieser Grundstein an Steiners Pädagogik an, sonst bräuchte man ja keine *Waldorf*-Schule zu gründen.
    Das bedeutet aber weder, dass bei jeder Gründung ein genau umrissenes „Komplettpaket Steiner“ gekauft werden muss, noch, dass die pädagogische Ausrichtung unhinterfragbar ist – und auch nicht, dass es im Laufe der Schulentwicklung keine Veränderungen geben kann. Und letztere werden in der Regel von Eltern initiiert – in jüngerer Zeit auch vermehrt von Lehrern. Dabei ist es wiederum selbstverständlich, dass nicht von heute auf morgen das komplette „System Waldorf“ über Bord geworfen wird – aber nicht, weil das nicht ginge, sondern weil es mehrheitlich nicht gewollt wird: und zwar von Eltern, Schülern und Lehrern nicht. Ein etablierter Betrieb ist auch bei Waldorfs genau so träge wie überall sonst.

    By the way: An meiner Mannheimer Waldorfschule, die zwischenzeitlich ab der Mittelstufe durch Elterndruck (Abi,Abi,Abi!) kaum noch als solche erkennbar war, hatten in den Neunzigerjahren die Oberstufenschüler zu einem Gesamtelternabend eingeladen, auf dem sie ihren Eltern und Lehrern erklärten, dass sie hier auf einer Waldorfschule seien und das auch merken möchten, ansonsten könnten sie ja auch auf die benachbarten Regelschulen wechseln.
    Und wir haben zu meiner Zeit im Zweifelsfall komplette Unterrichte so lange boykottiert, bis eine annehmbare Veränderung stattfand.

    Versuchen Sie doch mal an einer staatlichen Schule eine Schulreform zu bewerkstelligen oder als Schüler den unterrichtsprägenden Lehrplan oder den verpflichtenden pädagogischen Standard infrage zu stellen, wenn Ihnen da was nicht passt. Sie werden gnadenlos scheitern.

    „In jeder Regelschule kann jedoch sehr wohl jede Weltanschauung dikutiert und kritisiert werden.“

    Ja – aber die herrschende Weltanschauung hinsichtlich der praktischen Relevanz für die Schule garantiert ergebnislos, falls einem denn auffallen sollte, dass es sie gibt. Man merkt ja in der Regel nur dann, dass man überhaupt eine Weltanschauung hat und dass es lediglich eine unter vielen möglichen ist, wenn sie mit anderen, abweichenden kollidiert – und das ist schwer, wenn man Schaf in einer Herde von Schafen ist. Für eine autonome Reflexion sind die meisten Leute schlicht zu doof. Sie merken’s auch hier an der Debatte: Die Transzendierung des eigenen Denksystems fällt vielen ausgesprochen schwer, um es freundlich auszudrücken ;-).

  • #57
    Felix Hau

    @ Robert:

    „Üblich war?s mal, dass man zwar Punkte sammeln konnte, die in die Note einflossen, die Prüfung aber war niemals unnötig“

    Natürlich nicht – schon wegen der Anwesenheitspflicht ;-). Aber es bestand desöfteren keinerlei Gefahr mehr.

  • #58
    Seb

    Mhm… Ich frage mich auf welcher Waldorfschule Herr Lichte gewesen ist und vorallem wie lange??? Zum Thema Rassen und ausländerfreie Zonen. Ich finde den letzten Begriff gefährlich… Lassen Sie uns lieber von „Migrationshintergrund“ sprechen. Der Anteil mag sicherlich niedriger sein als auf mancher staatlichen Schule. Wie siehts da aber im Vergleich zu anderen privaten Ersatzschulen aus? Ist das recherchiert worden Herr Lichte?

    Im Geschichtsuntericht Atlantis usw.??? Also ich kann mich daran nicht erinnern. Wir haben die gleichen Themen durchgenommmen, die auch auf anderen Schulen gelehrt werden (Griechen, Römer, Germanen, etc.). Ich kann also die Ausführungen hier nicht bestätigen.

    Also, nur um das mal abschliessend an alle Leser zu sagen: Ja, ich bin ehemaliger Waldorfschüler und nein,ich wurde keiner Gehirnwäsche unterzogen, und ja, ich habe (und tue das noch immer) mich sehr kritisch mit der Waldorfpädagogik auseinander gesetzt. Manche Dinge sind aus meiner Sicht gut und manche Dinge eben nicht. Wenn ich jedoch mal den Vergleich mit staatlichen Schulen mache, dann denke ich doch, dass die Waldorfschule einen wichtigen und unterm Strich auch guten Beitrag zur Bildung in unserem Lande bringt.

    Seb.

  • #59
    Jens Gerlach

    Felix Hau agitierte:

    „Herr Voß – informieren Sie sich doch bitte. Es sind ja sogar *Eltern* – und zwar ausschließlich Eltern -, die Waldorfschulen *gründen*.“

    Das ist selbstverständlich falsch, da der Bund der Waldorfschulen stehts Gründungslehrer entsendet und für die notwendige staatliche Anerkennung sorgt. Die angeblich unabhängigen Elterninitiativen sind reiner Bluff.

    Von den Inhalten und dem Personal bishin zur uniformen Architektur der Schulgebäude ist Steiners Wahn das alleinige und verbindliche Programm.

    J.G.

  • #60
    Andreas Lichte

    @ Seb

    du schreibst:

    „Wir haben die gleichen Themen durchgenommmen, die auch auf anderen Schulen gelehrt werden (Griechen, Römer, Germanen, etc.)“

    Auch in den anthroposophischen „Kulturepochen“ gibt es Griechen, Römer, Germanen:

    – Urindische Kultur (7227 – 5067 v. Chr.)

    – Urpersische Kultur (5067 – 2907 v. Chr.)

    – Ägyptisch-Chaldäische Kultur (2907 – 747 v. Chr.)

    – Griechisch-Lateinische Kultur (747 v.Chr. – 1413 n. Chr.) > GRIECHEN und RÖMER

    – Germanisch-Angelsächsische Kulturepoche (1413 – 3573 n. Chr., unsere gegenwärtige Epoche) > GERMANEN

    – Slawische Kulturepoche (3573 – 5733 n. Chr.)

    – Amerikanische Kulturepoche (5733 – 7893 n. Chr.)

    Grundsätzlich gilt, dass der Schüler nicht bemerken soll, dass er Anthroposophie lernt. Dazu sagt der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange, ?Erziehung zur Anthroposophie?, Seite 86:

    ?In der Tat entsteht aus der Differenz von allgemeiner, öffentlicher Präsentation, die sich der üblichen Vokabeln und Formeln bedient, und dem, was eigentlich damit gemeint ist, der Eindruck, man habe es bei der anthroposophischen Pädagogik mit einer Art Mogelpackung zu tun, die ein sehr eigenwilliges Produkt in einer geläufigen und höchst normalen Verpackung an den Mann zu bringen versucht.?

  • #61
    Arnold Voß

    @ Felix Hau

    „Selbstverständlich wird damit ein Grundstein für die pädagogische Ausrichtung der Schule gelegt, der im weiteren Verlauf richtungsbestimmend ist. Und selbstverständlich lehnt sich dieser Grundstein an Steiners Pädagogik an, sonst bräuchte man ja keine *Waldorf*-Schule zu gründen.“

    Herr Hau, die einzige Richtungsbestimmung der pädagogischen Ausrichtung einer Schule sind die bislang zugänglichen und offen und kritisch zu diskutierenden Erkenntnisse der Pädagogik selbst.

    Rudolf Steiner hat dazu schon deswegen nichts Entscheidendes zu sagen weil seine Aussagen, sofern sie sachlicher Natur waren, völlig überholt sind.Und, sofern sie ideologischer/esoterischer oder sonst welcher sachfremder Natur waren, sowieso nichts mit Pädagogig sondern ausschließlich mit der „Menschenformung“ im Sinne von Manipulation nach den eigenen individuellen oder kollektiven Vorstellungen der Erwachsenen zu tun haben.

    Deswegen habe ich was dagegen, wenn Eltern in vollem Bewußtsein und voller Absicht (ob mit oder ohne Gründungslehrerer) eine Schule gründen respektive ihren Kindern angedeien lassen wolle, die ausschließlich ihrer Weltanschauung entspricht. Und erst recht habe ich was dagegen, dass sie dafür auch noch staatliche Zuschüsse erhalten.

  • #62
    Felix Hau

    „… da der Bund der Waldorfschulen stehts Gründungslehrer entsendet und für die notwendige staatliche Anerkennung sorgt.“

    Selbstverständlich, Herr Gerlach. Sie scheinen zu vergessen, dass die Elterninitiativen eine *Waldorf*-Schule gründen möchten. Die *wollen* einen erfahrenen Waldorf-Pädagogen als Gründungslehrer und Unterstützung durch die Dachorganisation.

  • #63
    Jens Gerlach

    Ja, ja, Herr Hau, die ?erfahrenen Waldorfpädagogen? des freundlichen Dachverbands mit seinen Exponenten wie dem skrupellosen und rassistischen Fanatiker Detlef Hardorp.

    http://www.esowatch.com/index.php?title=Detlef_Hardorp

    J.G.

  • #64
    Felix Hau

    @ Arnold Voß:

    „Herr Hau, die einzige Richtungsbestimmung der pädagogischen Ausrichtung einer Schule sind die bislang zugänglichen und offen und kritisch zu diskutierenden Erkenntnisse der Pädagogik selbst. (…)“

    Nein, Herr Voß. Oder haben Sie eine Enzyklika erlassen, die ich verpasst habe?

    „Deswegen habe ich was dagegen, wenn Eltern in vollem Bewußtsein und voller Absicht (ob mit oder ohne Gründungslehrerer) eine Schule gründen respektive ihren Kindern angedeien lassen wolle, die ausschließlich ihrer Weltanschauung entspricht. Und erst recht habe ich was dagegen, dass sie dafür auch noch staatliche Zuschüsse erhalten.“

    Ach so? Und ich habe etwas dagegen, dass Sie mir vorschreiben wollen, wie ich leben soll.
    Sie verwechseln Demokratie mit Massendiktatur.
    Aber schön, dass Sie’s so offen sagen – das erspart uns viel Hin-und-Her.

    Dazu kann ich dann nur noch anmerken: Dann müssen Sie versuchen, die Freiheit der Eltern zu beschneiden und Schulen, die auf Prinzipien und Anschauungen fußen, die sich nicht mit Ihrer Weltanschauung decken und Ihnen deshalb nicht in den Kram passen, möglichst verbieten zu lassen. Das ist ein Rückfall ins 19. Jahrhundert; Sie sind auf dem lahmen Streitross der Herren Gerlach und Lichte dann bestens aufgehoben.
    Ich kann Ihnen allerdings versichern, dass nicht nur ich und auch längst nicht nur Waldorfs, sondern sämtliche liberal eingestellten Menschen in diesem Land dann auf die Barrikaden gehen werden. Der vormundschaftliche Staat ist keiner, in dem ich leben will.

  • #65
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Hau: Auch der liberale Staat hat zu gewährleisten, dass auch auf Privatschulen ein gewissen Niveau gehalten wird und die Lehrer nicht schlechter als auf staatlichen Schulen ausgebildet sind. Mit diesem Maßstab wird so mancher Buchstabentänzer und Elfenexperte wohl seine Schwierigkeiten haben.

  • #66
    Felix Hau

    Sie sinken langsam unter die Sumpfkante, Herr Gerlach; ich kann Ihre Nase kaum noch sehen.
    Anonym betriebene Denunziantenseiten einer selbst ernannten Staatssicherheit sind keine tauglichen Quellen.
    Das System, auf das Sie setzen, ist im Laufe des vergangenen Jahrhunderts schon zweimal untergegangen.

  • #67
    Jens Gerlach

    Ne, Herr Hau, niemand möchte Ihnen verbieten radikalem Unfug und schierem Sektenwahn zu huldigen. Für die allgemeine Schulbildung in einem demokratischen Staat gibt es aber Mindestanforderungen. Und Kindesmisshandlung und sexueller Missbrauch sind aus guten Gründen verboten, auch wenn Ihnen das nicht passt. Ihr menschenverachtendes Narrenparadies hat mit der Demokratie des Grundgesetzes nichts zu tun. Ihre verlogenen Phrasen vermögen das nicht zu kaschieren.

    J.G.

  • #68
    Felix Hau

    „Auch der liberale Staat hat zu gewährleisten, dass auch auf Privatschulen ein gewissen Niveau gehalten wird und die Lehrer nicht schlechter als auf staatlichen Schulen ausgebildet sind. Mit diesem Maßstab wird so mancher Buchstabentänzer und Elfenexperte wohl seine Schwierigkeiten haben.“

    Ich habe mit diesem Maßstab keinerlei Schwierigkeiten, wohl aber mit der scheinbaren Notwendigkeit Ihrer offenbar völlig unhinterfragten Behauptung.
    Warum glauben Sie, dass der Staat die Bildung seiner Bürger besser kontrollieren kann, als die Bürger selbst? Wer legt mit welcher Begründung allgemeingültig fest, welche Kriterien zur Bestimmung von Lehrniveau und Lehrerausbildung herangezogen werden?

    Wie wär’s denn z.B. mit der Abschaffung der Schulpflicht?

  • #69
    Arnold Voß

    @ Felix Hau

    Kann es sein dass sie nicht richtig lesen können? Ich habe nichts davon geschrieben, dass es um meine Weltanschauung geht, geschweige denn darum, Schulen zu verbieten (wie könnte ich das?) die nicht meiner Weltanschauung entsprechen. Was soll diese Plattdemagogie schon wieder? Können sie nicht anders?

    Statt darauf einzugehen, wieso Steiner sich eben nicht zu padagogischen Ausrichtung irgend einer Schule eignen kann,kommen sie erneut mit Unterstellungen und Lügen.Zum wiederholten Male tun sie das. Mittlerweile kann ich gut verstehen, wieso sie bei den Antroposophen auch offiziell den Hausdemagogen spielen dürfen.

    Es ist immer das gleich äußerst durchsichtige Spiel. Auf das was ihnen nicht passt gehen sie einfach nicht ein, und stellen stattdessen schnell ein paar neue Behauptungen auf. Und natürlich sind sind die anderen die Einseitigen, die Dummen usw. usw…..

    Glauben sie mir, sie tun ihrer antroposophischen Gemeinde damit keinen guten Dienst, denn sie demonstrieren hier als Person geradezu prototypisch diese besserwisserische und herrische „Überlegenheit“ des weltanschaulichen Denkens, die mir immer schon an Leuten wie ihnen aufgestoßen ist. Leuten, die vor der „Massendiktatur“ der Dummen warnen um ihre eigene Mittelmäßigkeit mit völlig unbegründetem Elitedünkel aufzuladen und das auch noch als Liberalität zu verkaufen.

    Nicht ich erlasse hier ein Enzyklika sondern sie. Sie sind hier der kleine gerne-große Politkommissar. Und wenn sie könnten, würden sie Leute wie mich auch gerne in die Verbannung schicken. Und soll ich ihnen nochwas sagen: ich weiß jetzt schon wie sie antworten werden. Das ist das zweite Problem, was ich mit Leuten wie ihnen habe: Sie werden verdammt schnell langweilig. Und sie wollen immer bis zum Schluss der Sitzung bleiben und das letzte Wort haben. Wie Apparatschiks, sprich bezahlte Demagogen, halt so sind.

    Ach ja und noch etwas: Kinder sind nicht das Eigentum, geschweige denn die Sklaven der Eltern. Sie können und dürfen mit ihnen nicht machen was sie wollen. Auch Kinder haben Menschenrechte. Schon mal was von gehört?

  • #70
    Stefan Laurin

    @Hau: Der Staat (also die Gesellschaft) hat ein Recht mitzureden weil er zahlt: Ohne staatliche Zuschüsse kein Buchstabentanzen – so einfach ist das. Und weil wir nicht in der Wildnis leben und der Staat wieder zahlen muss, wenn aus der Schule nur noch Elfenexperten und Zwergenkundler herauskommen, hat er das Recht und ein vitales Interesse daran, dafür zu sorgen, dass die Schüler gewissen Fertigkeiten erwerben: Fachoberschulreife: Man kanneine Berufsausbildung antreten. Hochschulreife: Man kann studieren. Und natürlich: Der Arbeitsmarkt für Zwergenkundler ist ja seit längerem ziemlich angespannt. Dazu kommt die Verantwortung der Gesellschaft für jeden Einzelnen: Das Kind kann nicht selbst entscheiden also hat die Gesellschaft die Pflicht die Eltern vor dem größten Unfug auf Kosten des Kindes abzuhalten. Wenn Erwachsene Unfug treiben wollen – sollen sie.

  • #71
    Felix Hau

    „Der Staat (also die Gesellschaft) hat ein Recht mitzureden weil er zahlt: Ohne staatliche Zuschüsse kein Buchstabentanzen – so einfach ist das.“

    Meine Güte, Herr Laurin! Es sind – ich wiederhole mich – Waldorfeltern, die neben den Ausgaben für die Ausbildung ihrer Kinder die staatlichen Einrichtungen mitfinanzieren.
    Jede Privatschule erspart dem Staat Ausgaben. Die Zuschüsse, die an Waldorfschulen pro Schüler gezahlt werden, sind geringer als die Kosten eines staatlichen Schulplatzes.
    Im Übrigen kann und sollte in einer freien Gesellschaft die Einmischung des Staates in Belange des Bürgers gerade *nicht* prinzipiell mit dem Rechtsanspruch auf Finanzierung begründet werden. Es ist eine offene Diskussion, wie weit sich die hoheitliche Aufgabe des Staates in Sachen Bildung sinnvollerweise zu erstrecken hat.
    Befassen Sie sich doch mal mit dem Bildungsgutscheinmodell.

    Um die Zukunft der Zwergenkundler müssen Sie sich keine Sorgen machen. In der hier schon zitierten Ehemaligen-Studie von Barz/Randoll werden Sie finden, dass sie durchaus zurecht kommen.

    „Das Kind kann nicht selbst entscheiden also hat die Gesellschaft die Pflicht die Eltern vor dem größten Unfug auf Kosten des Kindes abzuhalten.“

    Oha. Und wer hält den Staat von größtem Unfug auf Kosten der Kinder ab?
    Wer hält die Gesellschaft davon ab, Kinder als nachwachsendes Material zum störungsfreien Betrieb des status quo herrschender Pradigmen zu instrumentalisieren?
    Sie glauben an die Vernunft der Masse und an Fortschritt durch zentrale Regulierung. Ich nicht; ich glaube an Freiheit und Wettbewerb.

  • #72
    Felix Hau

    „Ich habe nichts davon geschrieben, dass es um meine Weltanschauung geht, geschweige denn darum, Schulen zu verbieten (wie könnte ich das?) die nicht meiner Weltanschauung entsprechen.“

    Doch, Herr Voß. Das ist genau das, was Sie geschrieben haben: Sie teilen die anthroposophische Weltanschauung nicht und haben etwas dagegen, dass Schulen, die auf Grundlage dieser Weltanschauung arbeiten, mit Steuergeldern finanziert werden.
    Ich hätte natürlich auch antworten können, dass es mir dankenswerterweise schnurzpiepsegal sein kann, wogegen Sie etwas haben.
    Ich halte Ihre Intention allerdings für durchaus erwähneswert.

    Und jetzt ist mir das unsachliche Geklapper hier zu laut.
    Machen Sie’s gut.

  • #73
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Hau: „Und wer hält den Staat von größtem Unfug auf Kosten der Kinder ab?“ In einer Demokratie das Volk. Wettbewerb? Gerne – dann aber nicht zu Lasten der Kinder deren Eltern sich keine Privatschulen leisten können. Ich will mehr Geld für öffentliche Schulen und faire Chancen für alle Kinder – unabhängig von deren Herkunft. Und wenn sie alle optimal gefördert wurden sollen sie als Erwachsene miteinander in den Wettbewerb treten.
    „Sie glauben an die Vernunft der Masse und an Fortschritt durch zentrale Regulierung. Ich nicht; ich glaube an Freiheit und Wettbewerb.“ Sie glauben an Steiner, Blavatsky, Atlantis, Menschenrassen, Zwerge und Elfen. Und tanzen Buchstaben. Mal ganz persönlich gefragt: Kommt man sich dabei nicht blöd vor?

  • #74
    Arnold Voss

    @ Hau

    Kein Recht zu bekommen ist natürlich für einen Wissenden wie sie eine Kränkung. o.k. Aber selbst zum Abschied können sie sich nicht von ihrem elitären Weltbild lösen.

    Nochmal: Ich plädiere nicht für eine Schule die meiner Weltanschauung entspricht sondern für eine, die alle Weltanschauungen, also auch die, die nicht die meinigen sind, zum Thema machen kann und darf. Und genau so habe ich es auch geschrieben.

    Da sie nicht dumm sind, können sie ohne weiteres die folgende logische Schlussfolgerung aus diesem Satz nachvollziehen: Eine solche Schule verbietet eben nicht die Beschäftigung mit der antroposophischen Weltanschauung.Sie macht sie nur nicht zur padagogischen Basis einer Schule.

    Das entscheidende an ihrer ausgesprochen schlitzohrigen Dialektik ist aber, dass sie schon mein individuelles „dagegen sein“ als Zumutung für ihre Denke und noch schlimmer, als Einschränkung ihrer Freiheit empfinden. Die absichtliche Verwechselung meiner Position mit einer platten zentralistischen Steuerungs- und Staatsgläubigkeit wundert mich bei einem Berufsdemagogen wie ihnen nicht. Der dahinter stehende von äußerst aufgeblasenem pseudoakademischem Geschwätz unterlegte Herrenmenschenduktus verrät jedoch wer und was sie wirklich sind. Ein überzeugter Antidemokrat!

    Offen gesagt empfinde ich es deswegen auch nicht als einen großen geistigen Verlust für diesen Blog, wenn sie sich zurückziehen.

  • #75
    Jens Gerlach

    Hallo Herr Laurin,

    Sie fragten Felix Hau:

    ?(?) Mal ganz persönlich gefragt: Kommt man sich dabei nicht blöd vor??

    Das läge zweifellos eigentlich nahe.

    Aber genau darin, dass sich diese ?Anthroposophen? nicht nur nicht bekloppt vorkommen angesichts des für jeden anderen offenkundigen Schwachsinns untersten Niveaus, sondern als erleuchtete Elite, wird sehr schön deutlich, dass es sich bei dieser ?Bewegung? um eine restlos durchgeknallte Sekte handelt, anders als Scientology in Deutschland bestens etabliert, kräftig verdienend, staatlich subventioniert mit eigenen Schulen zur Nachwuchs- und Nachfragesicherung.

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2008/12/anthroposophie-und-sektenbegriff_4138.html

    J.G.

  • #76
    Jens Gerlach

    Heute neu:

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2009/07/anthroposophische-fuhrerherrschaft.html

    J.G.

  • #77
    Ulrich Häpke

    Ich finde alle Internetseiten dubios, die kein Impressum haben. So auch dieser merkwürdige rudolf-steiner-blogspot. Ist mir außerdem zu reißerisch im Ton.

  • #78
    Jens Gerlach

    Herr Häpke,

    warum die Autorennamen in dem Blog nicht genannt werden geht aus zahlreichen Beiträgen hervor. Die anthroposophische Sekte reagiert eben ? wie Sie ? nicht auf Argumente, sondern auf Personen.

    Reißerisch ist der Ton keineswegs angesichts des Wahnsinns, der dort zur Sprache kommt.

    J.G.

  • #79
    Flo

    Lieber Ulrich,

    wärmsten Dank für deine Werbung für die „Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie“

    Wenn du Piep-Piep-Piep-Ulli-Hat-Die-Waldorfschule-Lieb,(dein Kommentar 49) „reißerisch“ schreibst, dann muss man einfach noch mal genauer schauen!

    Für alle Leser, die nicht Steiners „Atlantis“ mit „Geschichte“ verwechseln:

    „Anthroposophische Führerherrschaft – Geschichtsklitterung, antidemokratische Programmatik und schulische Vermittlung“

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2009/07/anthroposophische-fuhrerherrschaft.html

  • #80
    Hanram

    Ach ist das mal wieder schee hier! Da wird sich auf die immer gleichen Quellen und Namen berufen, um dem Heer der Nichtwissenden ein krudes Bild der WS zu vermitteln, das definitiv nichts mit wesentlichen Fakten zu tun hat.
    Sich HIER in dieser epischen Breite mit seinen nichtssagenden Thesen und immergleichen Argumenten zu präsentieren spricht ja schon für sich! Wenn die lieben Ruhrbarone einzig und allein mit (Hetz-) Beiträgen wie „Nieder mit den Waldorfschulen?!“, „Vorsicht vor Steiner“ und ähnlichem aufwarten, jedoch nichts zur kritischen Auseinandersetzung mit diesen Schulen beiträgt, liegt der Fall doch auf der Hand. Jeder, der auch nur ein bißchen Ahnung vom Thema hat, weiß, dass hier gezielt nur Halbwahrheiten und z.T. berechtigte Kritik an der Anthro-Fraktion verwendet wird, um die WS bei leichtgläubigen Mitmenschen weiter in Verruf geraten zu lassen. In keiner Weise werden hier aber positive wie negative Eigenschaften der WS abgewägt, was aus meiner Sicht einfach zu einer vernünftigen Ausübung von Kritik gehört.Ganz im Gegenteil: Es zeigt sich hier mal wieder, was sich überall im Netz zu dieser Thematik zeigt, nämlich die pure Hetze auf der einen und rosig klingende Verschleierungen auf der anderen Seite. Nichtsdestotrotz zeigt sich auf der Seite der Befürworter diesmal nur eine Tendenz zur Verschleierung, wohingegen der Fall der Kritiker mal wieder eindeutig ist.
    Man kann jetzt hier seitenweise rumlamentieren -was mir angesichts des Erscheinungsortes dieser Peinlichkeit namens Interview jedoch recht überflüsig erscheint-, daher nur noch ein paar Fakten aus meinem persönlichen Erleben: Ich, selbst ehemaliger Waldorfschüler, habe einen stinknormalen Beruf erlernt, verdiene gutes Geld, bin mündiger Bürger und lebe ein autarkes Leben. Gleiches lässt sich für sämtliche meiner ehemaligen Schulkameraden sagen, die zum größten Teil studiert haben und in entsprechenden Berufen ihre Brötchen verdienen und zwar mit dem gleichen Erfolg wie Absolventen staatlicher Schulen. Welcher Hahn kräht denn bitte nach einer solchen langen Zeit außerhalb des Schullebens und diesen Gegebenheiten danach, ob ich meine Schulkarriere auf dem XY-Gymnasium, der WS oder der Hottentottenschule (nein, in diesem Fall ist nicht die WS gemeint) absolviert habe? Grad mal völlig egal, wenn denn alles so gut läuft. Und dass es so gut läuft zeigt ja nun mal, dass die WS Ihren wahren Zweck immer wieder erfüllt, nämlich Ihre Schüler auf ein selbstbestimmtes Leben vorzubereiten. Was soll dann also bitte dieser Terz mit Fakten, die für sich genommen Ihre Geltung haben mögen, aber einfach mal am Thema vorbei sind?! Grußlos, der Neutrale!

  • #81
    Björn

    @ Hanram

    „Welcher Hahn kräht denn bitte nach einer solchen langen Zeit außerhalb des Schullebens und diesen Gegebenheiten danach, ob ich meine Schulkarriere auf dem XY-Gymnasium, der WS oder der Hottentottenschule absolviert habe?“

    Alles total egal, Hauptsache Karriere, dein Ernst?

    Ich kenn jemand, der ist super sympathisch, Schauspieler, hat Karriere gemacht:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hardy_Kr%C3%BCger

    „Krüger wurde als Sohn des Ingenieurs Max Krüger geboren und verbrachte seine Kindheit in Berlin-Biesdorf. 1941 kam er als 13-jähriger auf die Adolf-Hitler-Schule der Ordensburg Sonthofen.[1] Bis 1944 wurde er dort für eine künftige Führungsposition im NS-Staat erzogen …“

    Nach deiner Logik sollten wir schnell Adolf-Hitler-Schulen gründen.

  • #82
  • #83
    M.I.

    Mensch, Mensch. In Sachen „Waldorf“ gerät man schon in aufgeladene Diskussionen, die einen aggressiven Ton annehmen. Doch ist das angesichts der merkwürdigen Argumentationen verwunderlich? Die Anthroposophie- bzw. Waldorf-Anhänger sind anscheinend über jeden Zweifel erhaben und scheinen über die Kritik eine Bestätigung ihrer Weltanschauung zu finden: Sie sind eine erkennende Elite, die bitteschön als eine solche geachtet werden möchte. Liebe Pro-Waldorf-Leute, bringen Sie einer offenen Weltanschauung, wie auch der hier vertretenen, Achtung entgegen? Nein, halb spöttisch, halb sarkastisch geben Sie sich geläutert…
    Ich war selbst eine Waldorfschülerin, nachdem ich eine Grundschule besucht und bevor ich mein Abitur an einer gymnasialen Oberstufe absolviert habe. Diese kruden Weltanschauungen haben unseren Unterricht durchzogen. Atlantis war vor meiner Zeit in der Waldorfschule dran, dafür wurde uns die Rassentheorie dargestellt, damit wir den Nationalsozialismus überhaupt verstehen können.
    Kaum jemand aus meiner Klasse hatte offiziell einen Fernseher. Er war regelhaft in einer verschließbaren Kommode. Warum muss ich einen Fernseher verstecken, wenn ich ihn habe?
    Diese Pro-Waldorf-Argumentationen habe ich auch lange Zeit vertreten, weil ich nicht als einzelner Mensch in dieser Gemeinschaft war, sondern weil ich mich über die Gemeinschaft definieren sollte. Abgrenzen? Nein, das ist nicht gut. Wir gehen alle fließend in einander über und wir sind die Elite und alle anderen einfach in ihrer Beschränktheit bedauerlich. Nein, das ist kein liberales, weltoffenes Denken und Ihr Netzwerk, liebe Waldörfler, ist allzu gut ausgeprägt, um sich von der übrigen Umwelt abzuschotten.
    Für die Abiturzulassungen werden Auswahlgespräche geführt, die vorselektieren, nachdem jahrelang allen Schülern vermittelt wird, dass sie fähige Schüler sind. Diese Auswahlgespräche basieren nicht auf Leistungen, sondern auf der Kompatibilität zum eigenen, internen Denken.
    Auf meiner Schule gab es keine Schüler mit Migrationshintergrund, obwohl genügende in der Umgebung lebten. Die einzigen Schüler mit ursprünglichem Migrationshintergrund waren aus den nordischen Ländern.
    Dreiviertel aus meiner Klasse waren in der Christengemeinde. Meine Eltern haben sich dem obligatorischen Hausbesuch widersetzt und das fiel nicht gerade positiv auf, noch dazu waren wir Atheisten. Für Weltanschauuengen offen zu sein, heißt nicht, jeder weltanschauung unkritisch und bedingungslos gegenüber zu stehen. Ideologische Inhalte sollten auch als solche deklariert werden, andernfalls ist die ideologische Durchtränkung eine Gehirnwäsche. Schulbesuch, gerade in den jüngeren klassen, basiert auf Vertrauen. Ich möchte als Schüler darauf vertrauen können, dass das was in der Schule als allgemeingültig unterrichtet wird auch allgemeingültig ist. Darauf habe ich als Schülerin vertraut und musste feststellen, dass dem keineswegs so ist, wenn ich die Steinersche Weltauffassung rückblickend in meinem Gelernten wieder finde – ohne dass sie früher jemals als von ihm stammend ausgewiesen wurde.
    Ich werde meine Kinder nicht auf eine Waldorfschule geben, obwohl ich mich da durchaus auch wohlgefühlt habe. Meine Erfahrung an einer staatlichen (Wirtschafts- !!!)Schule hat mir gezeigt, dass es auch dort verantwortungsbewusste und kritisch denkende Lehrer gibt.

    M.I.

  • #84
    Thomas

    http://zooey.wordpress.com/2009/07/24/twilight/

    moral twilight

    […] Maybe I am too mellow on anthroposophy. I think it is quite possible this is so. I have come to realize that what I previously regarded as exceptionally bad treatment in the case of myself was just the tip of an iceberg. I wasn?t hurt badly in comparison to others; my suffering was trivial. I am free to do this?I am free to complain and criticize and say whatever pleases me?anthroposophy isn?t holding be back. I know things are very different for people who grew up with anthroposophy or live in anthroposophical families. I am certainly not unaware that children still go to school?are forced to go to school?with fear, that children still receive a substandard education in waldorf, that patients are treated with medicines for which there is no valid evidence? and so forth. The waldorf movement is still insincere about its aims and its practices. Anthroposophists generally don?t want to acknowledge that they leave casualites?their unsuccessful projects, their hapless subjects?scattered along the ethereal highway like roadkill, who were blinded by the supposedly illuminated vehicle of spiritual progress and run over, left to oblivion by a movement that does not look in the rearview mirror and that does not consider the loss of subhumans?or non-humans, we demons in human form?a detriment to the higher cause. Discarded like garbage we are all asked to shut up, not place obstacles in the road that leads to higher worlds and the anthroposophical transformation of humanity. Because anthroposophists do so many good things, are so good hearted, so genuinely intelligent, so mentally sound? unlike us. […]

  • #85
    Ulrich Häpke

    Werter Herr Gerlach,
    zu Ihrem Kommentar Nr.78 kann ich nur erwidern, dass jemand, der zu seinen Behauptungen nicht steht, nicht glaubwürdig ist. Schenken Sie allen anonymen Behauptungen Glauben oder nur denen, die in Ihrem Sinne sind?
    Ernsthaft: meine positiven Erfahrungen mit mehreren anthroposophisch ausgerichteten Ärzten lassen sich durch Verweise auf die abstrusen Texte eines Herrn Steiner nicht widerlegen.
    Wohlbemerkt: ich maße mir kein Urteil über sämtliche anthroposophisch ausgerichteten Ärzte an, auch nicht über alle „normalen“ Mediziner.

  • #86
    Timo

    „Die ?Atlantis-Debatte?. Anthroposophische Mythen in der Waldorfschule?“

    http://waldorfblog.wordpress.com/2009/07/27/die-atlantis-debatte-anthroposophische-mythen-in-der-waldorfschule/

    Kommentar eines Waldorfschülers:

    „Guter Artikel, gutes Blog. Ich bin mit meiner Waldorfschulzeit eigentlich zufrieden, aber den Scheiß muss man endlich stoppen!

    Hatte nicht in meiner Klasse, aber an der Schule eine Lehrerin, die hat ihre (5.) Klasse einen Aufsatz über Atlantis schreiben lassen.“

  • #87
  • #88
    Bastian

    O-Ton der Anthroposophen-Sekte gibts hier:

    http://www.ruhrbarone.de/kampf-bis-zur-erleuchtung/

    Kampf bis zur Erleuchtung – Lorenzo Ravagli und der Glaubenskrieg der Anthroposophie gegen Helmut Zander.

    Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

    Frühjahr 2009. Als Antwort auf Helmut Zanders preisgekröntes Standardwerk ?Anthroposophie in Deutschland? erscheint Lorenzo Ravaglis Schmähschrift ?Zanders Erzählungen?. Im Vorwort sagt Dr. Walter Kugler, Leiter des Rudolf Steiner Archivs in Dornach, Ravagli habe das Ziel gehabt, ?zu retten, was noch zu retten ist? und dabei Mut bewiesen. Zum Beispiel so:

    Ravagli beschuldigt Zander, dieser verfolge mit seiner publizistischen Tätigkeit zur Anthroposophie eine ?verdeckte Agenda? [S. 24].

    Ravagli stellt Zander als ?Enthüllungsjournalisten marxistischer Orientierung? dar, der ?trotz seiner katholischen Vergangenheit einem marxistisch inspirierten, historischen Materialismus verpflichtet ist? [S. 35].

    Ravagli stellt klar, dass nicht etwa die Anthroposophie eine Sekte ist, sondern: ?Zander als Eingeweihter einer trivialaufklärerischen Entmythologisierungtradition strebt wie alle Angehörigen von Wissenschaftssekten (sic!) danach, die Normativität seiner partikularen Rationalität zu universalisieren und alle Angehörigen abweichender Traditionen oder Diskursgemeinschaften als Ketzer zu stigmatisieren.? [S. 372]

    Möchte jemand versuchen, das zusammenzufassen? Wie wäre es damit: Helmut Zander ? ein katholisch-marxistischer, materialistischer Verschörer der Sekte Wissenschaft gegen die Anthroposophie?

    Solch mutige anthroposophische Charakterisierungen Zanders haben Tradition. Ein Blick zurück:

    (…)

  • #89
    CAS

    Ich halte das oben angebrachte Kostenargument (Waldorfschule [=WS] billiger als Regelschule pro Schüler) für unzulässig. Es ist wenig bis gar nicht belastbar.
    Zunächst könnte man polemisch einwenden: Qualität hat eben ihren Preis, daher sind die Kosten/Schüler an der WS niedriger – aber das wäre zu billig.
    Es ist erstmal richtig, dass die WS für den Staat (also uns alle) weniger Kosten bedeuten, da pro Schüler ein Zuschuss seitens des Staates erfolgt, der unter den tatsächlichen Kosten der WS liegt. Obendrein liegen die Kosten pro Schüler an der WS ohnehin niedriger als an der Regelschule. D.h. die WS bekommen weniger Geld pro Schüler erstattet als ein solcher kostet, sind aber ohnehin kostengünstiger. Die Differenz muss durch Elternbeiträge, geringere Gehälter, Spenden, größere Klassen etc. aufgefangen werden.
    Die Kosten pro Schüler und Jahr an einer WS liegen angeblich etwa durchschnittlich ?1000.- (vgl. SPON od. WS Karlsruhe) unter denen der Regelschule (das schwankt je nachdem, ob Oberstufe, Mittelstufe etc). Nun muss man aber berücksichtigen, dass an der WS die Klassen schnell mal 50% (oder mehr) größer sind als an der Regelschule, nicht wenige Lehrer über keinen Hochschulabschluß verfügen, schlechtere Medienausstattung vorliegt, keine Schulbücher zur Verfügung gestellt werden und das Unterrichtsangebot (von praktisch-künstlerischen Fächern abgesehen) doch eher schmal ausfällt. Insbesondere im Vergleich zum Gymnasium, das i.d.R. eine weitaus größere Fächerauswahl anbietet, die dann auch für das Abitur mehr Wahlmöglichkeiten (weitere Sprachen, Naturwissenschaften usw.) läßt. Das beeinflußt alles die Kosten. So ist es nicht verwunderlich, dass die WS billiger ist. Hinzu kommt, dass verglichen mit dem Gymnasium, die WS auch weniger Abiturienten hervorbringt (bezüglich der Schüler, welche die Sekundarstufe erreichen) und die ehemaligen Schüler (Absolventenstudie, Barz/Randoll) Wissensdefizite z.B. in Fremdsprachen bemängeln. Da muss dann schon die Frage erlaubt sein, ob sich der „Preis“ nicht negativ auf die Qualität und die Effizienz auswirkt? Wenn schon das Kostenargument bemüht wird!
    Ob die WS dann am Ende noch volkswirtschaftlich günstiger ist müsste m.E. ‚mal genauer eruiert werden.
    Das Scheinargument, Eltern an der WS zahlen für die Regelschule mit, ist ebenfalls unzulässig und unredlich. Eltern, die eine „voll private“ Schule ausgewählt haben oder kinderlose Bürger bezahlen auch Steuern und nutzen keine der beiden Schulformen. Das ist nun einmal so in unserer Solidargemeinschaft.

  • #90
    Dr. Alexander Dill

    Als Vater von erfolgreichen Waldorf Abiturienten, als Patient von wirksamer anthroposophisch-homöpathischer Medizin, als Besucher von Waldorf-Theaterabenden mit Stücken von Franz-Xaver Kroetz, Dürrenmatt und Arthur Miller, als Gesprächspartner, Bruder und Freund von Menschen, die eine Ausbildung als Waldorflehrer absolviert haben und an Waldorf-Schulen unterrichten, als Enkel meiner 1899 geborenen Großmutter Eleonore Dill, die eine der ersten Anthroposophinnen Deutschlands war, zuletzt als postmoderner Autor, Wissenschaftler und Softwareunternehmer kann ich die Aussage, in den Waldorfschulen werde Steiner’sche Geschichts- und Rassenlehre unterrichtet, nicht nachvollziehen.
    Dass in katholischen Schulen die Kirchengeschichte mit der Inquisition, in evangelischen der Lutheranismus eine herausgehobene Bedeutung im Unterricht hätten, kann ich auch nicht bestätigen.
    Alle Schulen in Deutschland leben in der selben Welt zwischen Hedonisten und Konsumverweigerern, zwischen Eltern und Schülern, die die verschiedensten Lebensführungsideen von Feng Shui bis Vegetarismus, von Engellehre bis zur Verneinung von Elektronik vertreten. Am Ende fahren dann doch fast alle ihre müden, oft weit von der Steiner-Schule lebenden Kinder mit dem Auto zur Schule und geben ihnen Taschengeld, damit sie sich zur Not auch eine Wurtstsemmel kaufen können, wenn sie den Körner-Auflauf in der Kantine nicht goutieren.
    Es gibt Familien, die wähnen sich der Steiner’schen Lehre näher – und sie zerbricht durch Scheidung und das Weggehen der Kinder. Es gibt Kinder, die werfen ihren erfolgreichen Geschäfsleuten-Eltern nach einigen Jahren Waldorf-Schule vor, zuwenig für die Allgemeinheit zu tun. Diese bauen dann für 6 Millionen Euro einen neuen Versammlungssaal. Es gibt junge, idealistische Lehrer, die an der Coolness der doch eher aus Ober-, und Mittelschicht stammenden „Jeunesse Doré“ verzweifeln und es gibt Industriellenfamilien, deren Sprösslinge selbst Waldorflehrer werden und deren Kinder vermutlich dagegen rebellieren werden.
    Was es an den Schulen nur selten gibt: Hermeneutische Diskussionen um das Werk Rudolf Steiners. Insofern ist eine Kritik an der Anthroposophie und den Waldorfschulen, die sich auf das Werk Steiners beruft, dessen Umfang aus etwa 50 Büchern und über 3000 transkripierten Vorträgen besteht, von denen zwei im Jahre 2007 auf den Index der jugendgefährdeten Schriften gesetzt wurden – Gutachter war u.a. Andreas Lichte, der mir auf meine Frage, was er von den Anthroposophen erwarte, antwortete: „Ich möchte, daß die Anthroposophen sagen, ‚Rudolf Steiner war ein Rassist‘.“, insofern ist eine solche Kritik vergleichbar mit einer Kritik der Evangelischen Kirche auf der Basis der Schriften Luthers oder der Katholischen Kirche auf der Basis der päpstilchen Enzyklika aus der Zeit von Rudolf Steiner.
    Zumindest für Historiker könnte es interessant sein, wie verbreitet doch 1920 in Deutschland Rassenlehren jeder Couleur waren, man lese nur Brigitte Haman’s „Hitlers Wien“.
    Aber zu der Frage, was Anthroposophie und Waldorfschulen zwische Demeter und Porsche (Daniel ist Waldorflehrer), dm-Drogeriemärkten, Weleda und geschätzten 80 Mio Stunden ehrenamtlicher Arbeit für Kinder und Eltern pro Jahr, was diese heute sind, trägt diese Debatte leider nichts bei.
    Das teilt sie allerdings mit allen Debatten, die sich der sogenannten „Vergangenheitsbewältigung“ widmen, weil deren Teilnehmer offensichtlich an der Gegenwart nichts mehr kommentierungswürdig finden.
    Weil es allen im Vergleich zu 1919 unvorstellbar gut geht?

  • #91
    Arnold Voß

    Lieber Herr Dill, wenn sie ganz richtig sagen, dass viele Zeitgenossen Steiners nach den heutigen Kriterien Rassisten waren, warum fällt es dann den heute für die Waldorfschulen Verantwortlichen so schwer zu sagen, das Steiner (auch) ein Rassist war?

    Ich vermute, weil das dann doch ein paar Folgen für die Gegenwart der Waldorfschulen hätte die den Verantwortlich nicht in den Kram passen. Wer würde den schon seine Kinder gerne auf eine Schule schicken dessen Gründungsvater historisch anerkannt und waldorfoffiziell ein Rassist war. Die Frage, wieso so jemand immer noch und unbestritten pädagogische und philosopische Leitfigur dieser Schulform ist, läge dann doch auf der Hand, oder?

  • #92
    Andreas Lichte

    Hallo Arnold Voß,

    Du schreibst: „Wer würde den schon seine Kinder gerne auf eine Schule schicken dessen Gründungsvater historisch anerkannt und waldorfoffiziell ein Rassist war.“

    Natürlich ins Schwarze getroffen. Und deshalb betreibt die Anthroposophie und der „Bund der Freien Waldorfschulen“ einen gross angelegten Propaganda-Feldzug:

    Ich führte kürzlich ein langes Telefonat mit Dr. Walter Kugler, Leiter des Rudolf Steiner Archivs in Dornach. Er bestätigte mir, dass Lorenzo Ravagli an entscheidender Stelle tätig ist. Ravaglis wichtigste Aufgabe ist es, die Öffentlichkeit über den Rassismus Steiners zu täuschen.

    So entstand für den Bund der Freien Waldorfschulen das Buch von Lorenzo Ravagli und Hans-Jürgen Bader: ?Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit ? Anthroposophie und der Rassismusvorwurf.?

    Jana Husmann-Kastein sagt dazu im Artikel des Stern ?Auf Tuchfühlung mit dem rechten Rand?, Zitat:

    „(?) ?Der Rassismus Steiners wird dabei von Bader und Ravagli nicht nur abgestritten, sondern zum Humanismus umgedeutet?, schreibt Husmann-Kastein. Kritiker Steiners würden von den beiden Buchautoren massiv diffamiert. ?Insgesamt wird von Bader und Ravagli alles legitimiert, was Steiner zu ?Menschenrassen? gesagt und geschrieben hat. Das liegt nicht an der mangelnden Textkenntnis, denn die einschlägigen Rassismen Steiners werden zitiert.? (?)?

    Quelle: http://www.stern.de/politik/deutschland/waldorf-paedagogik-auf-tuchfuehlung-mit-dem-rechten-rand-602719.html

  • #93
    Andreas Lichte

    Ein aussagekräftiger Erfahrungsbericht aus der Waldorfschule hier:

    http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/

    „Wie gut sind Waldorfschulen? – Eine Antwort einer Mutter aus dem Ruhrgebiet auf die gleichnamige TV-Dokumentation des SWR.“

  • #94
    Gertrud Kiefer-Volkert

    Die Frage „Wie gut sind Waldorfschulen“ ist eigentlich die falsche Frage. Vielmehr muss man fragen, wie gut ihre Grundlagen sind, was diese Grundlagen hergeben. Darin sehe ich das Hauptproblem, alles andere artet leicht in Tratsch aus.
    Sämtliche Diskussionsteilnehmer kommen nicht umhin, die Frage nach der Verfassungskonformität der Waldorfpädagogik (die mit dem Kindergarten anfängt – hier gibt es sehr harte Kritik anzubringen)
    zu stellen.
    Betrachtet man das neue Praxisfeld „Interkulturelle Waldorfschule“
    (wie z.B. in Mannheim, weitere sind geplant – es geht vorrangig um die Integration von Muslimen), dann stellen sich noch schwierigere Fragen wie z.B. die (äußerst problematische und gefährliche) Haltung der Anthroposophie zum Islam. Wen dieses Thema interessiert, kann sich an den Priesterschriften versuchen. Auch hier gelangt man sehr schnell zu Grundgesetzfragen, muss sich mit dem Thema des Fundamentalismus beschäftigen, sich die Frage stellen, ob Steiners Schriften diesbezüglich heutzutage als Volksverhetzung aufgefasst werden können usw.
    Normalerweise sollte Schule ein geschützter Raum sein. Waldorfs machen anscheinend lieber alles selber. Wie war das nochmal mit der Kulturhoheit – lernt man im Politikunterricht – fehlen nur noch die Staatsverträge. Wenn das mal gutgeht.

  • Pingback: Die Waldorfschulen informieren » ruhrbarone

  • #96
    Michael

    Moin Herr Lichte,

    anbei nur einige zeitgemäße Impulse von Menschen, die inspiriert worden sind durch die Anthrposophie.

    Jeder mündige Bürger kann daran überprüfen ob darin rassistische oder nationlasoziallistische Ziele verfolgt werden:

    Software AG Stiftung: Startseite

    GLS Bank: Ihre Bank für sozial-ökologische Geldanlagen und Finanzierungen – GLS Bank

    Weleda – Willkommen bei Weleda, Naturkosmetik, Arzneimittel …

    Camphill Communities in England and Wales: Volunteering and Jobs

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    5 Einrichtung(en)
    Ungarn
    25 Einrichtung(en)
    USA
    130 Einrichtung(en)

    Demeter-International e. V. – A World-wide Network

    DEMETER: Blickwinkel

    …………………………………………. ……………. ……..

    Sie können noch so sehr denunzieren und diffamieren. Sie werden diese zukunftsweisenden Impulse mit Ihrem narzistischen Gebrabbel nicht aufhalten können.

    Kritik gerne, bei einigen Aussagen Steiners streuben sich mir die Haare.

    Aber nur aus einer narzistischen Kränkung heraus, die Walddorfpädagogik, die Anthoposophie insgesamt auf Rassismus und Sektierertum herabmindern zu wollen, damit werden Sie keinen Erfolg haben!

    Die Impulse gehen mittlerweile bis in die Kantinen von großen Automobilherstellern – bis in die Chefetagen. ….
    Und sie dümpeln in ihrem Blog selbstgefäällig und destruktiv herum, beweihräuchern sich selbst und wollen sich als aufgeklärt und modern darstellen.

    Wie wir Hamburger sagen: Das kann doch nicht angehen :-))

    oder bring mal

    Budder zu die Fische!

    Erzählen Sie uns hier doch einmal, welche konkreten und konstruktiven Vorschläge sie beisteuern zur “ Solidargemeinschaft“.

    Michael

  • #97
    Andreas Lichte

    @ Michael

    Danke für Ihr psychobabble der Ersten Güteklasse! Ein echter anthroposophischer „zeitgemäßer Impuls“!

    Kommentieren Sie doch bitte auch noch hier:

    „Die Waldorfschulen informieren – Heute: Die Johannes-Schule Berlin.

    Fünf vor Zehn. Und um Zehn soll der Eltern-Info-Abend zum Thema ?Der musische, handwerkliche, künstlerische Unterricht? an der Johannes-Schule vorbei sein. Da kann man doch mal fragen, oder?

    ?Ich habe eine Frage zur Musik: Wir haben während meiner Ausbildung zum Waldorflehrer ganz oft Mozart gesungen und ich habe mich immer gefragt, was passiert wäre, wenn Mozart in den Genuss einer Waldorf-Erziehung gekommen wäre ? hätten wir dann die Zauberflöte? Wenn für Kinder nur die Pentatonik richtig ist.?

    Tick-Tack, Tick-Tack, Tick-Tack. Drei Waldorflehrerinnen suchen eine Antwort. Tick-Tack, Tick-Tack, Tick-Tack. Endlich antwortet nicht die Musik-, sondern die Klassenlehrerin, Heilgart B.*.:

    (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/

    Viel Spass!

  • #98
    Michael

    Tach schön Andreas Lichte,

    das müssen sie schon selber machen, das zu kommentieren. Sie wissen ja, die eigene Tätigkeit ist gefragt bei den Anthros 😉 – dann sterngen Sie sich mal schön an sie „Ausweicher“.
    Ja ich glaube mit “ narzistische Kränkung“ liege ich nicht so falsch.

    Ich werde sie nicht ändern, aber für mich sind sie ein Jüngelchen.

    Schönen Gruß aus Hamburg nach Berlin!

  • #99
  • #100
    Andreas Lichte

    @ Michael

    hab da noch eine Frage: wieso schreiben Anthroposophen wie Sie eigentlich (fast) ausschliesslich anonyme Kommentare?

    Um Beispiel auch hier:

    http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/

    ?Die Waldorfschulen informieren – Heute: Die Johannes-Schule Berlin“

  • #101
    Michael

    @A. Voss

    Ist Ihnen das wirklich peinlich, Arnold Voss? Muss nicht!

    @ Andreas Lichte und Arnold Voss

    und hier noch ein paar Beispieledazu, wie recht sie doch haben. Das kommt dabei raus, wenn man seine Kinder von einer“ Sekte, deren Begründer ein “ Rassist“ war, manipulativ unterrichten lässt… Ist ja köstlich…
    An anderer Stelle wurde das heute neoreaktionär genannt, was ich sehr höflich finde.
    Oder wie nennt man die Menschen, die alles was sie nicht verstehen, verteufeln und denunzieren, egal wie die Realität aussieht.

    Schreiben Sie doch mal ihre Adresse und Telefonnummer hier rein, dann könnenwir über anonym oder nicht anonym weiterreden.

    Man schaue sich nur diese degenerierten Kids an.

    http://www.youtube.com/watch?v=UGUdZhCWUPI&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=nn5U0AJ6SGA&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=UGUdZhCWUPI&feature=related

    Das gehört doch wirklich verboten und ist volksverdummend! .-))

    Michael ( was immer Ihnen das jetzt auch sagen mag )

  • #102
    Andreas Lichte

    @ Michael

    Meine komplette Adresse ist den Ruhrbaronen bekannt, selbstverständlich. Ich schreibe und kommentiere unter meinem echten Namen. Im Gegensatz zu Ihnen. Sie haben meine Frage, siehe oben, nicht beantwortet: „wieso schreiben Anthroposophen wie Sie eigentlich (fast) ausschliesslich anonyme Kommentare?“

    Und wieso schreibt „Michael“ dasselbe wie „Joy“? Siehe diesen Kommentar:

    http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/#comment-37471

  • #103
    Michael

    @ Andreas Lichte
    …. ganz einfach: weil es mir Spaß macht und weil ich mir nicht vorschreiben lasse unter welchem Namen ich schreibe und welche von meinen perönlichen Daten ich ins w.w.w. stelle. Das ist doch recht einfach und hoffentlich nicht so schwer zu tolerieren?
    Oder wollen Sie uns hier etwa weiss machen, dass jeder, der anonym schreibt, ein Rassist oder ein Anthroposoph ist?

    Wie lautet denn Ihr Umkehrschluss: seine Adresse und sein Nachname sind der Redaktion bekannt und daher sagt er die Wahrheit!??? :-))

    Einen hab ich heute noch für Sie .-))

    zum Entspannen

    http://www.youtube.com/watch?v=p7kem-c-2QI

    Michael ( ist mein wirklicher Vorname, aber ich joye mich auch manchmal)

  • #104
    Andreas Lichte

    @ Michael

    Ich schreib Ihnen gar nichts vor. Meinetwegen können Sie hier unter 1000 Pseudonymen alles mit SPAM zukleistern. Ob das die Ruhrbarone gut finden?

    Mir war nur wichtig, dass andere Leser erfahren, dass sich die Anzahl der Waldorf-Befürworter in den Kommentaren in Grenzen hält, und das viele Kommentare der Waldorf-Befürworter gefakt sind. Wer da wirklich „nur“ Waldorfschüler ist …

    Viel Spass noch beim SPAMMEN!

    Vielleicht auch mal wieder hier:

    http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/

    ?Die Waldorfschulen informieren – Heute: Die Johannes-Schule Berlin?

  • #105
    Arnold Voß

    Es war eindeutig kein Rückzieher, wie ich jetzt sehe,aber peinlich bleibt es. Für sie, nicht für mich. Da wo sie nicht weiter wissen, werden sie geschwätzig. Da wo ihnen die Argumente nicht passen arrogant und beleidigend. Schade. Wer solche Befürworter hat, braucht keine Feinde mehr. Wer so schreibt braucht allerdings einen Decknamen.Viel Spaß noch beim Selberaufdieschulterklopfen.

  • #106
    Michael

    @Arnold Voss

    Das sagt hier einer derjenigen, die Antroposophie und zigtausende Menschen als den Rassismus nahestehend vermitteln will. Schauen Sie sich mal bitte ihre Kommentare an.

    Im Bällchen zuwerfen mit Andreas Lichte werden Sie auch nicht weiter kommen. Ich habe es an anderer Stelle schon mal gesagt: Sie werden mit diesen Unterstellungen nicht die zukunftsweisenden Impulse in den verschiedensten Gesellschaftsbereichenbeereits bestehen nicht aufhalten können. Ihre Methode ist: jede konstruktive Äußerung/ Hinweis zu übergehen, jeden konstruktiven Hinweis zu ignorieren und ihre Meinung gebetsmühlenhaft zu wiederholen.

    Warum weisen sie denn Andreas Lichte nicht darauf hin darauf hin, das er sich ständig wiederholt??
    Ist doch ganz einfach: es kann bei Ihnen nicht sein, was nicht sein darf. Das ist auch ein Zeichen für totalitären Wahrheitsanspruch! Vor allen Dingen: dann müssten sie ja unvoreingenommen sein.

    Waren Sie überhaupt schon einmal an einer Waldorfschule?
    Haben Sie sich denn mal die armen Walddorfkinder angeguckt?

    Und diese Form von Ignoranz zieht sich wie ein roter Faden hier durch. Und tun Sie bitte nicht so, als ob ich der erste wäre, mit dem Sie versuchen, dieses Spielchen zu spielen.

    @Andreas Lichte

    Potz Blitz

    :-))

  • #107
    Andreas Lichte

    @ Michael

    Sie fragen: „Waren Sie überhaupt schon einmal an einer Waldorfschule? Haben Sie sich denn mal die armen Walddorfkinder angeguckt?“

    Ja, ich kenne eine Reihe von Waldorfschulen. Hätte aber nichts dagegen, noch mehr kennenzulernen. Nur:

    Es gibt keine Gesprächsbereitschaft der Waldorf-Funktionäre, sie versuchen jede Berichterstattung über die Waldorfschulen zu verhindern. Hier wollten mich Waldorfschüler an ihre Schule einladen, von der Schulleitung verhindert:

    ????????????????????

    Von: ?T? (Waldorfschüler)
    Datum: 7. Dezember 2006 22:32:05 MEZ
    An: ?andreas lichte?
    Betreff: Hospitation Potsdam

    Hallo Herr Lichte,

    in der Oberstufe haben wir zur Zeit das Projekt ?Politikforum? am laufen. Hier werden wir auch noch zu unserem Lieblingsthema Waldorf & Rassismus etc. kommen.

    Hätten Sie Interesse uns hierzu zu besuchen?

    Das wäre Montags, oder Freitags.
    Davor könnten Sie dann prima in die Unterstufe!

    Liebe Grüße,
    T

    ????????????????????

    Von: ?T? (Waldorfschüler)
    Datum: 12. Dezember 2006 16:26:48 MEZ
    An: ?andreas lichte?
    Betreff: Re: Waldorfschülervertretung ?Zeitgemäßes Vokabular?

    Hallo Herr Lichte,

    da sich Ihre Art der wohl nicht sonderlich konstruktiven und eher negativen Kritik in unserer Schulleitung herumgesprochen hat, lehnen diese eine Hospitationsmöglichkeit ab.

    Die Schule würde ja warscheinlich auch nicht so besonders viel von haben oder so meinten die?

    Liebe Grüße,
    T

  • #108
    Michael

    @ Andreas Lichte
    Und da wundern Sie sich Herr Lichte, nach dieser Vorgeschichte, dass Sie nicht mit offenen Herzen empfangen werden. Man achte dabei auf die zeitliche Reihenfolge: Zuerst dieser wunderbare „Dialog“ von Andreas Lichte als Assistent des Sektenbeauftragten, der seine Pfründe sichern will und danach die Ablehnung Ihrer Hospitation.

    So, und nun einmal ganz geschwätzig eine andere Sichtweise:

    „Berliner Dialog – ohne Dialog

    Ein kommentierter Bericht

    Die Veranstaltung an der Humboldt Universität in Berlin am 21. Juli 2006 hätte schon im Februar im kirchlichen Rahmen stattfinden sollen, vom Sektenbeauftragten der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, Pfarrer Thomas Gandow, und seinem damaligen Assistenten Andreas Lichte organisiert. Im Vorfeld dieser Veranstaltung hatte ich einen Brief an Bischof Huber geschrieben und ihn gebeten, sich dafür einzusetzen, dass eine „ausgewogene Veranstaltung zur Anthroposophie und Waldorfpädagogik zu Stande kommt, die auch die Andersartigkeit anderer geistiger Strömungen respektiert und diese würdevoll behandelt.“ Dafür sei es sinnvoll, einen Vertreter von Anthroposophie und Waldorfpädagogik mit auf das Podium zu bitten. Nachdem die Presse das Thema aufgegriffen hatte, bekam Sektenpfarrer Gandow von der Kirchenleitung die Wahl, das Podium zu ergänzen oder die Tagung abzusagen. Er wählte letzteres.

    Nun wurde die Tagung unter dem Titel „kritische Reflexionen zur Anthroposophie“ mit dem fast identisch besetzen Podium ? wieder ohne Vertreter von Anthroposophie und Waldorfpädagogik ? neu aufgelegt, veranstaltet vom Kulturwissenschaftlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin, in Kooperation mit deren Graduiertenkolleg „Geschlecht als Wissenskategorie“. Weder die Anthroposophische Gesellschaft noch der Bund der Waldorfschulen erhielten eine Einladung. Mir wurde das Programm auf Nachfrage zugesandt. Dort hieß es nach einer Aufzählung von drei Radiobeiträgen und der ZDF Frontal21 Sendung dieses Frühjahres: „In Einbeziehung dieser gesellschaftlich diskutierten Dimensionen des Themas sind alle Interessierten herzlich eingeladen, sich im Anschluss an die jeweiligen Vorträge an der Diskussion zu beteiligen“.

    Also wenn das ihre Vorstellung von Dialog ist, … stimmt sie mit meiner Vorstellungen nicht überein. Der Leser mag sie sein Eigenes Bild machen!

    Michael

  • #109
    Andreas Lichte

    @ Michael

    finden Sie es eine gute Idee, Dr. Detlef Hardorp zu zitieren?

    ? „Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“ [Christian Grauer]

    ? Detlef Hardorp, der die bizarre These vertritt, Rudolf Steiner sei der eigentliche Entdecker der Quantenphysik?

    vgl.: „Rudolf Steiner und die Schrödingergleichung“

    http://www.scienceblogs.de/weitergen/2009/01/rudolf-steiner-und-die-schrodingergleichung.php

    ……………………………….

    Möchten Sie das Gleiche noch einmal von einem Waldorfschüler hören? Kein Problem. Lesen Sie den Artikel von Ansgar Martins:

    „Typen? Themen? TEMPERAMENTE! (Just another anthroposophical typology)“

    http://waldorfblog.wordpress.com/2009/12/15/typen-themen-temperamente-just-another-anthroposophical-typology/

  • #110
    Michael

    @Andreas Lichte

    Nun weiss ich nicht, wer Detlef Hardorp ist.
    Mir ging es nur darum, dass Sie zu einer Veranstaltung ( Dialog ) über Waldorfpädagogik laden ohne Waldorfpädagogen zu laden.
    Finden Sie das nicht sehr aussagekräftig?
    Und könnte man das nicht dahingehend deuten, dass Sie bzw. ihr damaliger Chef gar nicht an einem Dialog interessier waren?
    Also mir kommt das doch sehr merkwürdig vor. Sie finden es schade, dass sie nicht eingeladen werden und schließen vorher selber aus. Der Leser mag sich ein Bild machen.

    Wieder gehen sie mit keinem Wort auf ihr Verhalten ein und diskreditieren Andere. Haben Sie nun Waldorfpädagogen zu dieser Veranstaltung eingeladen oder nicht?
    Ping Pong … Ping Pong…. Ping Pong………

    Und wollen Sie wissen, was sonst noch so in der Welt passiert?

    http://www.waldorf-sh.de/fileadmin/bilder/pdf/90_Jahre_Waldorf.pdf

    So sieht doch Dialog schon eher aus. Finden Sie nicht auch?

  • #111
    Andreas Lichte

    @ „Michael“, „Joy“, „Philip“, „Zaphod Dunkel“ und all die anderen „Anonymen Anthroposophen“ (noch voll mit Steiner zugedröhnt)

    sie schreiben: „Nun weiss ich nicht, wer Detlef Hardorp ist.“ Pardon, sie wissen nicht, wen sie zitieren? Ich bin nett, ich helf Ihnen noch mal:

    ? ?Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit? [Christian Grauer]

    – Detlef Hardorp, Liste von Skandalen, in die er verwickelt ist: http://www.esowatch.com/index.php?title=Detlef_Hardorp

    ? Detlef Hardorp, der die bizarre These vertritt, Rudolf Steiner sei der eigentliche Entdecker der Quantenphysik?

    vgl.: ?Rudolf Steiner und die Schrödingergleichung? http://www.scienceblogs.de/weitergen/2009/01/rudolf-steiner-und-die-schrodingergleichung.php

  • #112
    Michael

    @Andreas L.

    nun kommt zu der bisherigen Diagnose noch ne Prisee Paranoia: böse, zugedröhte Anthros überall.

    :-))

    Mir ging es nur darum, dass Sie zu einer Veranstaltung ( Dialog ) über Waldorfpädagogik laden ohne Waldorfpädagogen zu laden.
    Finden Sie das nicht sehr aussagekräftig?
    Und könnte man das nicht dahingehend deuten, dass Sie bzw. ihr damaliger Chef gar nicht an einem Dialog interessier waren?
    Also mir kommt das doch sehr merkwürdig vor. Sie finden es schade, dass sie nicht eingeladen werden und schließen vorher selber aus. Der Leser mag sich ein Bild machen.
    Wieder gehen sie mit keinem Wort auf ihr Verhalten ein und diskreditieren Andere. Haben Sie nun Waldorfpädagogen zu dieser Veranstaltung eingeladen oder nicht?

    Leider mal wieder am Thema vorbei, Andreas Lichte. Aber wir sind ja nichts anderes gewohnt von Ihnen und in Heilpäpagogik bewandert.

    Wir holen Sie ab, wo sie gerade sind……
    Bitte obige Fragen beantworten!

    Oder Ping…. Pong … Ping…. Pong!

  • #113
    Andreas Lichte

    @ ?Michael?, ?Joy?, ?Philip?, ?Zaphod Dunkel? und all die anderen ?Anonymen Anthroposophen?

    sie schreiben: „Mir ging es nur darum, dass Sie zu einer Veranstaltung ( Dialog ) über Waldorfpädagogik laden ohne Waldorfpädagogen zu laden.“

    haben sie sich das jetzt selber ausgedacht, oder ist es Propaganda von ?Detlef Hardorp, Berlin-Brandenburgischer Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit??

    Hardorp war eingeladen, als Gast. Nicht als Referent. Was sollen wir mit cranks wie Dr. Detlef Hardorp? Die Bezeichnung „Dialog“ kommt aus der Feder Hardorps, ist frei erfunden, taucht im Titel der Tagung gar nicht auf:

    „Anthroposophie – kritische Reflexionen

    Tagung der Humboldt-Universität zum Thema Anthroposophie und Waldorfpädagogik“

    Referenten: Dr. Jan Badewien; Prof. Dr. Hartmut Zinser; Prof. Dr. Joachim Ringleben; Jana Husmann-Kastein; Andreas Lichte

    Online-Tagungsbericht mit Downloads der Vorträge:

    http://www2.hu-berlin.de/gkgeschlecht/anthro.php

  • #114
    Michael

    @ A. Lichte

    Wollen Sie jetzt mit mir Erbsen zählen.

    Kein Vertreter der Waldorfpädagogen auf dem Podium?!
    Das ist doch ziemlich selektiv, oder?

    Also hat der Herr Hardorp da doch nichts Unwahres gesagt:
    Die Veranstaltung an der Humboldt Universität in Berlin am 21. Juli 2006 hätte schon im Februar im kirchlichen Rahmen stattfinden sollen, vom Sektenbeauftragten der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, Pfarrer Thomas Gandow, und seinem damaligen Assistenten Andreas Lichte organisiert. Im Vorfeld dieser Veranstaltung hatte ich einen Brief an Bischof Huber geschrieben und ihn gebeten, sich dafür einzusetzen, dass eine ?ausgewogene Veranstaltung zur Anthroposophie und Waldorfpädagogik zu Stande kommt, die auch die Andersartigkeit anderer geistiger Strömungen respektiert und diese würdevoll behandelt.? Dafür sei es sinnvoll, einen Vertreter von Anthroposophie und Waldorfpädagogik mit auf das Podium zu bitten. Nachdem die Presse das Thema aufgegriffen hatte, bekam Sektenpfarrer Gandow von der Kirchenleitung die Wahl, das Podium zu ergänzen oder die Tagung abzusagen. Er wählte letzteres.

    Oder?

    mir mir wird das jetzt zu ping pong…..
    🙂

    ?Von seiner Natur her müßte im Wirtschaftsleben der Menschen Brüderlichkeit herrschen, im Unterschied zu Freiheit im Geistesleben und Gleichheit im Rechtsleben.
    Auch wenn wir offenkundig heute noch weit entfernt sind von dieser bewußten Brüderlichkeit, so muss man erfahrbare Beispiele
    für die Zukunft der
    Welt setzen.?

    Peter M.??Schnell

    Schauen Sie mal unter Stiftung der Software AG. Einer der vielen durch Steiner inspirierten zukunftsweisenden Impulse. Haben Sie hier schon einmal darauf hingewiesen, wie oft Steiner darauf hingewiesen hat, dass weltweit die nationalstaatlichen Bestrebungen ( jedes Staates) überwunden werden müssen.
    Das passt wahrscheinlich so gar nicht in Ihr Bild, oder?

  • #115
    bini

    Hallo Ihr Diskutierer,

    ich habe hier ein aktuelles Problem. Meine Tochter geht auf eine Waldorfschule in Berlin(2.Klasse), die noch im Aufbau ist. Am Anfang dachte ich noch wie toll, doch jetzt muß ich feststellen, daß Eltern, die Kritik an der Schule und am Erziehungsstil (sprich: Schütteln und anschreien der Kinder vom Lehrer, nicht Eingreifen bei Massiven Auseinnandersetzungen und Mobbing der Kinder u.a.) mit Schulverweis und anderen Dingen gedroht wird.
    Hospitieren ist an der Schule unerwünscht, Hakenkreuze werden toleriert und als nicht so schlimm abgetan! Ich frage, was ist hier los an der Waldorfschule.
    Allerdings muß ich sagen, das in ihrer Klasse einige Kinder aus verschiedenen Ländern (Afrika, Asien, Russland, Italien, Spanien) vorhanden sind. Auch das mindestens 50 % der Eltern in dieser Klasse alleinerziehend sind und nicht das große Geld verdienen.

    Ich würde gerne wissen, ob es an Waldorfschulen Gewalt von Lehrern an Schülern als pädagogische Maßnahme toleriert wird.

    Wünsche mir viele Antworten, von beiden Seiten.

  • #116
    Michael

    @bini

    I“ch würde gerne wissen, ob es an Waldorfschulen Gewalt von Lehrern an Schülern als pädagogische Maßnahme toleriert wird?“

    Da müsste Sie mal bei der Schulbehörde nachfragen, ob da vielleicht eine Sondergenehmigung vergeben worden ist.
    Auch von dem angeblichen Tolerieren von Hakenkreuzen höre ich an dieser Stelle zum ersten Mal – 🙂

    Nein, jetzt mal ganz im Ernst – NEIN

    Ich wünsche allerseits einen konstruktiven Arbeitstag, mit vielen konstruktiven Ergebnissen!

    Anonyminus Michael

  • #117
    Vatta

    Liebe bini,

    ich fürchte, Du wirst hier alles mögliche zu hören bekommen, aber keinen vernünftigen Rat für Dein Problem. Herrn L. zu der Thematik zu befragen bringt meines Erachtens so viel, als würdest Du mit einer Veganerin über Gänsestopfleber diskutieren. Er wird dankbar für neues Material für seinen privaten Feldzug an Dich herantreten.
    Für Dich und vor Allem für Deine Tochter: Rede mit anderen Eltern Eurer Klasse und Eurer Schule, tut Euch zusammen. Findet Ihr weiterhin keine offenen Ohren für Eure Kritik, solltet Ihr einen Wechsel der Schule in Betracht ziehen. Nach Deiner Schilderung scheint an dieser Schule ja so einiges schräg zu laufen. Wenn Ihr Euch an der Schule nicht wohlfühlt und Euch nicht vernünftig behandelt fühlt, sollte Euch dieser Schritt ja auch nicht schwerfallen, oder? Hast Du Dich denn schon einmal an eine höhere Instanz gewandt, z.B. die „Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg“?
    Grüße aus dem Ruhrgebiet, Vatta

  • #118
    bini

    Liebe Vatta,

    vielen Dank für Deine Antwort.
    Die Thematik ist relativ frisch, d.h. man müßte die Eltern erstmal ansprechen. Leider hatten wir bei einen anderem Thema auch keine große Resonanz der Eltern. Ich weiß auch nicht, warum einige viele Eltern daraus halten, ich kann es mir nur so erklären, daß die meisten für ihre Kinder keine alternative haben und auf die Schule angewiesen sind, oder schon einen Schulwechsel hintersich haben.

    Meine Tochter ist bisher noch nicht betroffen, aber das hält mich natürlich nicht davon ab, über die Schwierigkeiten an der Schule nachzudenken.

    Hätte ich eine Alternative würde ich nicht zögern sie runter zunehmen. Ich bin da in einem Konflikt, weil ich an sich die Pädagogik, wie sie mir geschildert wurde, für mein Kind ideal finde.
    Regelschule kommt eigentlich nicht in Frage. Montesorri-Schule/Reformpädagogik Schulen sind voll.

    Wir werden uns (Eltern) sicherlich an eine andere Instanz wenden, wenn sie nicht Abhilfe schaffen. Es müßte doch auch im Interesse der Schule sein, den Kindern eine schöne und relativ gewaltfreie Schulzeit zu ermöglichen.

    Mich würden wirklich mal interessieren, was überzeugte Waldörfler dazu sagen.

  • #119
    Andreas Lichte

    @ bini

    Wieso kommt eine öffentliche Schule für Sie nicht in Frage?

    Falls Sie Interesse haben, können Sie mich privat kontaktieren. Schreiben Sie dazu an Stefan Laurin, Ruhrbarone, siehe:

    http://www.ruhrbarone.de/impressum/

    Zu „Mobbing“ in Waldorfschulen siehe den Bericht einer Mutter:

    „Wie gut sind Waldorfschulen?“

    http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/

  • #120
    Malte

    „Wenn die Waldorfschulen so schlecht sind, wie Sie sie darstellen ? unqualifizierte Lehrer, krude Esoterik ? warum entscheiden sich dann so viele Eltern für sie?“

    „WEIL sie ausländerfreie Zonen sind“

    Finde ich sehr gewagt. In GE z.B. sind oder wahren Kinder sehr bekannter Fußballer oder Ärzte im WK. Die jetzt mit latenten Rassismus in zusammenhang zu bringen, ist wirklich mehr als gewagt!

    Übrigens gibt, oder gab, es dort auch Kinder aus weniger gut situierten Haushalten.

    Auch kenne ich Waldorf KindGärt. und die ist alles andere als Rassistisch. Im Gegenteil, sie ist sehr aufgeschlossen.

  • #121
  • #122
    Andreas Lichte

    @ Malte

    zur Waldorfschule als „Ausländerfreie Zone“ siehe folgende Kommentare bei den Ruhrbaronen:

    – Statistik:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/#comment-23000

    – Aussage einer ehemaligen Waldorflehrerin „Mit einem äußerst geringen Anteil an Migrantenkindern und wenigen Schülern aus sozial schwachen Verhältnissen …“:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/#comment-23001

    – Aussage eines Anthroposophen „Kein einziges Kind mit Migrationshintergrund – doch …“:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/#comment-23007

    …………………………………………..

    Ich bin wegen der Waldorfschule als „Ausländerfreie Zone“ massiv von „Anonymen Anthroposophen“ angegriffen worden, siehe dazu auch meine Antwort hier, Kommentar 19:

    „NPD und Waldorfschule: Über eine Zusammenarbeit, die nicht publik werden durfte“

    http://npd-blog.info/2009/04/28/npd-und-waldorfschule-uber-eine-zusammenarbeit-die-nicht-publik-werden-durfte/

  • #123
    Arnold Voß

    @ Michael, Joy .. wer auch immer (106)

    „Das sagt hier einer derjenigen, die Antroposophie und zigtausende Menschen als den Rassismus nahestehend vermitteln will.“

    Nur noch mal zur Klärung. Das sage ich hier an keiner einzigen Stelle in dieser Verallgemeinerung. Rassismus unterstelle ich, wenn überhaupt, nur jeweils einzelnen Kommentatoren anhand ihrer konkreten Kommentare. Und natürlich Steiner selbst.

    Es darf allerdings einfach nicht sein, dass ein staatlich unterstützte Schule diese Elemente der Steinerschen Lehre nicht zumindest offen aufarbeitet. Und es darf erst recht nicht sein, dass Steiner heute noch die Grundlage eines zeitgemäßen Unterrichts darstellt. Deswegen jedoch allen Lehrern und Eltern an den existierenden Waldorfschulen per se Rassismus zu unterstellen ist natürlich Quatsch und wie gesagt, ich habe es auch hier an keiner Stelle getan.

  • #124
    Michael

    @A. Voss

    Ein Rassist ist ein Mensch, der wie ein Rassist handelt. Die deutsche Geschichte muss ich hier nicht weiter erläutern.

    Wenn Sie hier also behaupten, Steiner ist Rassist, dann sagen Sie schlichtweg die Unwahrheit oder weisen Sie nach, wo und wann Steiner rassistisch gehandelt hat oder von mir aus auch andere zu rassistischen Taten aufgerufen hat.

    Sie machen anhand von wenigen Textstellen in in einem Werk von ca. 350 Bänden und über 3000 Vorträgen fest, dass Steiner ein Rassist war.
    ( Siehe auch den Beitrag von Dr. Dill.)
    Insgesamt betrachte nach meiner Meinung eine bodenlose Frechheit und Unterstellung. Übrigens der Bericht einer niederländerischen Kommission zu Rassismusvorwürfen kam zu fast exakt dem gleichen Ergebnis.

    Ich habe es bereits erwähnt, Steiner hat sich eindeutig gegen Rassismus und Nationalismus ausgesprochen.
    Und wenn man dann auch noch sieht, dass er die Landwirtschaft nachhaltig beeinflusst hat, eine neue Pädagogik begründet hat, wesenlich neue Impulse in der Heilpädagogik gesetzt hat ( und das kurz vor einer Zeit, als von den wirklichen Nationalisten und Rassisten Euthanasie betrieben wurde und Juden und andere Minderheiten ermordet wurden), kann ich überhaupt nicht verstehen, wie Sie hier wiederholt lügen.

    Und wenn man in Bausch und Bogen das gesamte Werk eines Menschen, dass heute international wirksam ist und weltweites Interesse findet, auf „Steiner war ein Rassist“ reduziert, dann ist man entweder sehbehindert oder man ist böswillig.

    Abschließend einmal eine kleine anonyme Anmerkung. Ich habe als Jugendlicher das ein oder andere Mal auf Veranstaltungen gegen Nazis Kontakt mit der Polizei und Nazisgehabt und habe auch schon mal eine geladene Pistole direkt vor dem Kopf gehabt und weiss schon wovon ich spreche.

    Und zum Schluss noch mal ein Webespot einer Schülerin:
    http://www.youtube.com/watch?v=BL3usxSk934&feature=relatedhttp://www.youtube.com/watch?v=Xk7mWv5RjtU&feature=relatedhttp://www.youtube.com/watch?v=Q1IeJDfbAB0&feature=relatedhttp://www.youtube.com/watch?v=GPSyP7VevEc&feature=related

  • #125
    Arnold Voß

    Michael, sie lesen wieder nur das was sie lesen wollen. Ich habe geschrieben das „diese Elemente der Steinerschen Lehre“ auch von den Antroposophen offen aufgearbeitet werden sollten. Ich habe nicht geschrieben, dass das gesamte Werk rassistisch ist.

    Ich habe auch nicht geschrieben, dass ich Steiners Werks in Bausch und Bogen ablehne.Ich tue es auch nicht. Man muss es aus seiner Zeit heraus intepretieren und bewerten.
    Das gilt auch für sein aus heutiger Sicht eindeutig rassistischen Äußerungen und Ansichten.

    Aber ich bleibe dabei.Es darf nicht sein, dass Steiner heute noch die Grundlage eines zeitgemäßen Unterrichts darstellt.

  • #126
    Michael

    …………..

    Das ist eine offizielle Positionierung / Stellungnahme!!!!

    Pressemitteilung der Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen Berlin-
    Brandenburg

    Rassismus, Gewalt, ideologische Stagnation? Waldorfschulen beziehen Position

    Pünktlich zum Sommerloch haben überregionale Zeitungen von ?Süddeutsche? bis
    ?SPIEGEL? und ?taz? ein neues, altes Schreckgespenst entdeckt ? die Anthroposophie und
    also auch die Waldorfschule. Offenbar, so unser Eindruck, liegt zwischen den Medien, der
    Öffentlichkeit und den Waldorfschulen kommunikationstechnisch manches im Argen. Mit
    dieser Pressemitteilung möchten wir zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen.

    Drei Vorwürfe sind es, die in regelmäßigen Abständen gegen uns erhoben werden. Sie betref-
    fen
    1. Äußerungen Rudolf Steiners, die als rassistisch klassifiziert werden;
    2. die Lehrerausbildung im Rahmen der Waldorflehrer-Seminare;
    3. die sogenannte elitäre Ausrichtung der Schulen und ihre innere ?Versteinerung?.

    Im folgenden möchten wir zu allen drei Punkten Stellung beziehen.

    1. Rudolf Steiner, der 1919 die Waldorfpädagogik begründet hat, hat ein voluminöses
    Gesamtwerk ? Texte, Vorträge, Monographien ? hinterlassen. Die Gesamtausgabe, die
    von der Steiner-Nachlassverwaltung in Dornach (Schweiz) herausgegeben wird, um-
    fasst derzeit an die 400 Bände. Innerhalb dieses Oeuvres gibt es einige wenige Passa-
    gen, die seit etwa zwanzig Jahren außerhalb anthroposophischer Kreise immer wieder
    unter Beschuss geraten. Es handelt sich dabei hauptsächlich um die Atlantis-Kapitel
    der ?Akasha-Chronik? (1904/05), einer metaphysischen Weltgeschichte, sowie um ei-
    nige Vorträge, vor allem diejenigen, die Rudolf Steiner in den 1920er Jahren vor Bau-
    arbeitern in Dornach gehalten hat. Grundsätzlich stellen wir fest, dass keine einzige
    der fraglichen Passagen Unterrichtsinhalt an einer Waldorfschule ist oder von Pädago-
    gen wie vermittelt auch immer an Schüler herangetragen wird. Insofern besteht unse-
    rerseits eigentlich keine Veranlassung, hier Position zu beziehen.
    Da jedoch immer wieder der Eindruck erweckt wird, Steiners gesamtes Werk und
    Weltbild sei von einem diffusen, mehr oder weniger latenten Rassismus infiziert, se-
    hen wir die Gefahr, dass sich allmählich eine Einschätzung verfestigt, die Rudolf Stei-
    ner und seinem pädagogischen Erbe schadet und Unrecht tut ? der Anthroposophie-
    Gründer firmiert als verkappter Rassist und die Schulen werden als Stätten subtiler In-
    doktrination gegeißelt. Die Strategie unserer Kritiker ist verhältnismäßig einfach: Die
    fragwürdigen Zitate werden aus dem Zusammenhang gerissen und erscheinen dann in
    der Tat häufig skandalös. Unsere Bitte, den Kontext zu wahren, verhallt regelmäßig
    ungehört. Zweifellos, das müssen wir inzwischen einräumen, ist es schwierig bis aus-
    sichtslos, die Komplexität Steinerscher Darlegungen auf einen kleinsten gemeinsamen
    Nenner, eine einfache ?Botschaft? herunter zu brechen. Steiners Referate bieten her-
    meneutische Spielräume, in denen das Rekonstruieren der eigentlichen, faktischen
    Aussage selbst zum interpretatorischen Akt wird, der wiederum zu Steiners Gunsten
    oder Ungunsten ausfallen kann. Mitunter finden sich, gerade in Vorträgen, prima vista
    widersprüchliche bis unvereinbare Aussagen. So scheint einer der am meisten ange-
    griffenen Vorträge über ?Farbe und Menschenrassen? (März 1923) dem heutigen Le-
    ser eine hierarchische Typologie der ?Menschenrassen? nahe zu legen, die freilich
    nichts anderes als gängige Klischees des beginnenden 20. Jahrhunderts abbildet ? der
    Neger als ?Triebmensch?, der Asiate als ?Traummensch?, der Europäer als ?Kopf-
    mensch?, der Amerikaner als ?Tatmensch?; im weiteren Verlauf aber erhebt Steiner
    hier die kosmopolitische Forderung, dass alle Menschen rund um den Globus einander
    helfen müssen, und zwar auf Augenhöhe und nicht etwa im Sinne eines Hegemonial-
    verhältnisses, was für seine Zeitgenossen im ausklingenden kolonialen Zeitalter harter
    Tobak war.
    Gleichwohl ? wer Steiners Schriften heute liest, hat die Katastrophen des 20. Jahrhun-
    derts, hat Auschwitz im Hinterkopf. Er wird über Sätze stolpern, deren Wortwahl und
    Inhalt er irritierend oder bedenklich findet. Der Begriff ?Rasse?, den Steiner mehrfach
    verwendet, ist vor allem durch das III. Reich vollkommen diskreditiert und hat auch
    im Rahmen der Humanwissenschaften als definitorische Kategorie ausgedient. Er ist
    heute ein geistesgeschichtliches Relikt des frühen 20. Jahrhunderts, das mit sozialdar-
    winistischen, eugenischen und sozialanthropologischen Paradigmen verknüpft bleibt.
    Unter diesem Aspekt lässt sich für die kritisierten Passagen festhalten, dass Rudolf
    Steiner sich hier begrifflich im Horizont seiner Zeit bewegt und essentialistische For-
    mulierungen wählt, die uns heute befremden mögen; zugleich aber blieben ihm völki-
    sche Stereotypen fremd und eine Abwertung von Individuen oder ganzen Ethnien, wie
    man sie heute in seinen Äußerungen wahrnehmen mag, lag nicht in seiner Absicht ?
    eine Einschätzung, die gerade auch die jüngst erschienene, nicht eben steinerfreundli-
    che Publikation von Helmut Zander über ?Anthroposophie in Deutschland? untermau-
    ert. Gleichwohl legen wir Wert auf die Feststellung, dass auch über die Frage der
    schieren Terminologie hinaus die Äußerungen unseres Gründervaters für uns nicht
    kommentarlos Gültigkeit besitzen. Dort, wo Rudolf Steiner im Gestus seiner Zeit die
    Unterschiede zwischen Völkern und Kulturen zu erklären versucht hat, sehen wir heu-
    te durchaus argumentative Vereinfachungen und Verallgemeinerungen, die wir nicht
    als unhinterfragbare Erkenntnisse betrachten können, sondern als historische Denkfi-
    guren problematisieren müssen. In den Unterricht aber ragen, um dies abschließend
    noch einmal zu betonen, diese Fragen niemals hinein. Für Rassismen jedweder Art ist
    an unseren Schulen kein Platz. Dies belegt nicht zuletzt die Studie des niedersächsi-
    schen Kriminologen Christian Pfeiffer, der gegen die Pressedarstellungen der jüngsten
    Zeit protestiert hat, die unsere Schulen als Horte subtiler Gewaltformen gebrandmarkt
    haben (vgl. die Internetseite des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersach-
    sen: http://www.kfn.de/home/Waldorfschulen.htm).

    2. Drei Seminaristen des Berliner Waldorflehrerseminars, die mit der Ausbildung un-
    glücklich und unzufrieden waren, haben in den vergangenen Monaten eine mediale
    Kampagne gegen unsere Ausbildungseinrichtung lanciert, die freilich dem Tenor nach
    geeignet ist, die Schulen selbst in Verruf zu bringen. Am Lehrerseminar, so der haupt-
    sächliche Vorwurf, werde ausschließlich Rudolf Steiners Werk rezipiert ? und das oh-
    ne jede Kritik; das Institut bestehe aus buchstäblich ?versteinerten? Anthroposophen,
    die weder Einwände duldeten noch an einer sachlichen Auseinandersetzung mit den
    Studenten interessiert seien.
    Mit Ausnahme des Deutschlandradios hat sich erstaunlicherweise keiner der beteilig-
    ten Journalisten um eine abgleichende Recherche bemüht. Weder wurde das angegrif-
    fene Lehrerseminar noch die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) als Dachorganisation
    oder deren Sprecher angesprochen, von den attackierten Ausbildungsleitern ganz zu
    schweigen. Wie auch immer ? grundsätzlich stellen wir fest, dass Waldorflehrer, so-
    fern sie wissenschaftliche Fächer unterrichten, eine entsprechende Ausbildung mit-
    bringen müssen, ehe sie das Waldorflehrerseminar durchlaufen. Dieses Seminar macht
    sie mit den Grundlagen und Spezifika der Waldorfpädagogik ebenso wie mit einigen
    Basistexten der Anthroposophie vertraut, die um die Entwicklung des Menschen krei-
    sen. Dabei wird auf eine eigenständige Auseinandersetzung mit den dargebotenen Ma-
    terialien allergrößter Wert gelegt. Nicht das faktische, rein äußerliche Verstehen ist
    hier entscheidend, sondern die Ausbildung einer inneren Haltung sich selbst wie den
    späteren Schülern gegenüber. Nach unserer Auffassung entspricht dieser Prozess der
    Selbsterziehung dem hohen Maß an Verantwortung, das Lehrer in ihrem Berufsalltag
    erwartet. ?Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen?
    ? diese Maxime Rudolf Steiners ist die Leitlinie der Waldorfpädagogik und unserer
    Ausbildung. Die Seminaristen sollen ihren Schülern später ein selbstverantwortliches,
    freiheitliches und eigenständiges Handeln aus innerer Erkenntnis ermöglichen. Eine
    anthroposophische Ausrichtung der Studenten ist daher weder Voraussetzung noch
    Ziel des Seminars; grundsätzlich ist es in die Freiheit jedes einzelnen Lehrers gestellt,
    inwieweit er sich mit der Weltanschauung Rudolf Steiners identifiziert; aus unserer
    Sicht ist es zwar erstrebenswert, dass er die anthroposophische Grundlage der Pädago-
    gik anerkennt, in jedem Fall aber sollte er sich aufgeschlossen und produktiv mit ihr
    auseinandersetzen. Die Schulen arbeiten mit den pädagogischen Instrumenten, die
    Rudolf Steiner umrissen hat. Freilich sind diese Instrumente wie die Ausbildung ins-
    gesamt in ständiger Bewegung ? anders wären die Schulen nicht ein ganzes Jahrhun-
    dert lang an Größe und Zahl gewachsen. (Für weitergehende Informationen vgl.
    www.lehrer-seminar-berlin.de/waldorfp/www-infoheft.pdf).

    3. Eines der hartnäckigsten Klischees über die Waldorfschule, das auch in diesem Som-
    mer wiederbelebt wurde, ist ihre angeblich elitäre Struktur. Nur reicher Leute Kind,
    heißt es, sei auf diesen Schulen unterwegs. Tatsächlich stehen die Waldorfschulen be-
    güterten wie finanzschwachen Elternhäusern gleichermaßen offen; das Schulgeld staf-
    felt sich in der Regel nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Elternhäuser.
    Dementsprechend ? und dies ist auch erklärtermaßen unsere Absicht ? spiegeln die
    Klassengemeinschaften zumeist die ganze Bandbreite der Gesellschaft. Die einzige
    Gruppe, die an unseren Schulen tatsächlich im Vergleich zur Gesamtbevölkerung un-
    terrepräsentiert ist, sind Familien mit Migrationshintergrund. Dieser Umstand erklärt
    sich aber nicht aus einer diffusen Abschottung unsererseits, sondern vermutlich aus
    der Tatsache, dass diese Familien seltener den Weg zu uns oder möglicherweise weni-
    ger Anknüpfungspunkte an unsere Pädagogik finden.
    Für unsere tägliche Arbeit jedenfalls gilt: Das einzelne Kind und die Klassengemein-
    schaft als Ganzes stehen im Mittelpunkt aller unserer Überlegungen, und zwar von
    den ersten Aufnahmegesprächen vor Schulbeginn (die grundsätzlich mit allen Interes-
    senten geführt werden) bis hinauf zum Schulabschluss. Dementsprechend ist ? wider
    alle Unkenrufe der ?Versteinerung? ? unsere Pädagogik in stetigem Fluss, in einer
    permanenten Fort- und Weiterentwicklung begriffen. Auch an dieser Stelle sei noch
    einmal betont: Es wäre den Waldorfschulen nicht gelungen, an die einhundert Jahre zu
    überdauern und sich in fast alle Kulturen rund um den Globus auszubreiten, hätten sie
    sich nicht aus sich selbst heraus ständig erneuert und reformiert und dabei seismogra-
    phisch auf die Veränderungen und Verschiedenheiten der Welt reagiert. Dass solche
    Prozesse ohne innere Auseinandersetzungen nicht gelingen, dass Stagnation und Fort-
    schritt einander fortlaufend ablösen, liegt auf der Hand. Gleichwohl wird heute nie-
    mand mehr, der es ernst meint mit der Waldorfpädagogik, auf schlichtweg ?versteiner-
    te? Gesprächspartner treffen, die Rudolf Steiner als eine Art Säulen-Heiligen verehren
    und seine Texte als sakrosanktes Dogma behandeln.

    Wir freuen uns über alle interessierten Nachfragen und hoffen auf eine Versachlichung der
    Debatte jenseits aller Polemik.

    Friedrich Ohlendorf (für die Rudolf Steiner Schule Berlin-Dahlem)
    Dr. Detlef Hardorp (für die Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen Berlin-
    Brandenburg)

    Kontakt: Tel. 030 83 00 91 32 (Rudolf Steiner Schule Berlin-Dahlem)
    Tel. 03322 242624 (Bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen Berlin-Brandenburg)
    oder dh@waldorf.net

  • #127
    Rudolf Steiner

    Lieber Michael,

    ich freue mich so sehr über Deine Kommentare, daß ich Dir aus der Geistigen Welt meinen Dank senden möchte!

    Du, Friedrich Ohlendorf und Dr. Detlef Hardorp habt die wahre Bedeutung der Menschen-Rassen verstanden. Sie werden irgendwann aufhören zu existieren, weil es dann nur noch die Weiße Rasse gibt. Diese Ewige Wahrheit habe ich Euch als mein Vermächtnis hinterlassen, kurz bevor ich die Schwelle zum Tode überschritt:

    „Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus. Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.“

    Rudolf Steiner, GA 349, DRITTER VORTRAG, Dornach, 3. März 1923

    In meinem Vortrag erkläre ich aber noch weit mehr,

    „weil man eigentlich die ganze Geschichte und das ganze soziale Leben, auch das heutige soziale Leben nur versteht, wenn man auf die Rassen-Eigentümlichkeiten der Men­schen eingehen kann. Und dann kann man ja erst im richtigen Sinne alles Geistige verstehen, wenn man sich zuerst damit be­schäftigt, wie dieses Geistige im Menschen gerade durch die Hautfarbe hindurch wirkt.“

    Ich bitte Euch daher alle, auch die materialistischen Ruhrbarone, diesen Vortrag zu lesen, hier ist er online:

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19

  • #128
    Michael

    Hi Rudi,
    is schon klar…. wenn es dann mal wieder sachlich wird…

    🙂

    Theodor Storm:

    Der eine fragt: was kommt danach?

    Der andere fragt nur: ist es recht?

    Und also unterscheidet sich der Freie von dem Knecht.

    Michael

  • #129
    Zumkotzenistdas

    @Philip :
    Man zitiert niemals diejenigen Stellen, aus denen erscheint, dass Steiner gar kein Rassist gewesen sein kann. Haben Sie das schon gemerkt (sie werden ja selbstverständlich schön verschwiegen).

    Ganz einfach gesagt : Steiner hat es klargemacht, dass die Einteilung der Menschen in Rassen aus der Atlantis herstammt und in der Zukunft immer weniger wichtig sein wird.

    Wenn man diese Stellen vor dem Publikum versteckt haltet und dafür sorgt, dass es diese nie zu sehen bekommt, kann ich mir leicht vorstellen, dass schon alleine das Wort „Rassen“ zu gebrauchen einen heutzutage als Rassist bestempeln muss, auch wenn er am Anfang des zwanzigsten Jahrhundert gelebt hat. Dass muss ja so sein, nach all dem was im nationalsozialistischen Deutschland geschehen ist.

  • #130
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Zumkotzenistdas: „Steiner hat es klargemacht, dass die Einteilung der Menschen in Rassen aus der Atlantis herstammt“ Ach so, und dieses Atlantis, wo war das gleich nochmal? Und diese „Rassen“ aus Atlantis – hatten die nicht bestimmte Eigenschaften? Schon der Satz „Steiner hat es klargemacht, dass die Einteilung der Menschen in Rassen aus der Atlantis herstammt“ ist Grund genug Kinder nicht auf eine Schule zu schicken, die sich auf so einen Wirrkopf wie Steiner beruft.

  • #131
    Michael

    …..

    @ Stefan Laurin

    Das ist Ihnen doch freigestellt oder zwingt sie jemand ihre Kinder auf die Waldorfschule zuschicken???

  • #132
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Michael: Man zwingt mich aber so einen Unfug mit meinen Steuergeldern zu finanzieren. Und wie bei jedem Unsinn gilt: Erwachsene können machen was sie wollen, aber bei Kindern muss die Gesellschaft aufpassen. Kinder dürfen nicht mit Schnaps abgefüllt werden. Gut so – warum darf man sie aber mit Anthroposophie abfüllen?

  • #133
    Michael

    @Stefan Laurin

    … so ist das halt in der Demokratie!
    Und was die Kinder betrifft: Ich kenne einige Jugendliche, die zur Walddorfschule gehen und bin sehr angetan davon, was für selbständig denkende Menschen das sind! – haben allerdings von Anthroposophie in der Regel keinen Schimmer.
    Also: nur weil sie es für Unfug halten, muss es noch lange keiner sein.

  • #134
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Michael: Und zur Demokratie gehört es auch den Unfug zu kritisieren. Und jetzt können sie das Wort „Tannenbaum“ tanzen – es ist Weihnachten.

  • #135
  • #136
    Gertrud Kiefer-Volkert

    Zum Neuen Jahr erstmal alles Gute!

    Das Thema „Elementarwesen“ möchte ich noch angehen. Dazu zitiere ich aus AnthroWiki, Kapitel „Elementarwesen“:

    „Die Elementarwesen (auch Elementargeister, Naturgeister) sind die unmittelbar in der Natur lebendig gestaltend wirkenden Werkmeister. Sie auch als <> zu bezeichnen, ist eigentlich irreführend, sie haben kein >> Ich <> Weltenchemiker <<, welche die Klangätherkreäfte (in denen sich die <> ausdrückt) bis in das flüssige Element hineintragen und vor allem die Laubblätter der Pflanzen ausgestalten. Die Sylphen umschweben die Blüten und durchfluten das Pflanzenleben mit den Lichtätherkräften. Die feurigen Salamander schließlich durchglühen die Pflanze mit der lebendigen Energie des Wärmeäthers und lassen die Früchte und Samen reifen. So wird insgesamt ein lebendiges irdisches Abbild der urbildlichen kosmischen Lebenskräfte geschaffen.“

    zu Anm.: Hier ist also der Grund genannt, weshalb Märchen und Mythen u.a. als bedeutsam erkannt werden, denn durch sie soll die Verbindung zu alter Natur-Weisheit (hier: niedere Hellsichtigkeit)hergestellt werden, damit sollen deren besondere Qualitäten spürbar werden.

    „Auch an der Gestaltung des Tierreiches sind die Elementarwesen wesentlich mitbeteiligt. Insbesondere offenbaren sie sich aber überall dort, wo einander die verschiedenen Naturreiche berühren. … Überall da, wo verschiedene Naturreiche sich berühren, wird eine Gelegenheit geboten, dass sich gewisse Wesenheiten offenbaren. Zum Beispiel im Innern der Erde, da, wo sich der Stein mit der Metallader berührt, da setzen sich besondere Wesenheiten an. An der Quelle, wo das Moos den Stein bedeckt und somit das Pflanzenreich das Mineralreich berührt, setzen sich solche Wesenheiten fest. Wo Tier und Pflanze sich berü+hren, im Blumenkelch, bei der Berührung der Biene mit der Blüte, da verkörpern sich bestimmte Wesenheiten, ebenso da, wo der Mensch sich mit dem Tierreiche berührt. … Und insbesondere da, wo des Menschen Gemüt, sein Intellekt, im Umgang mit den Tieren besonders engagiert ist, bei einem Verhältnis, wie es zum Beispiel der Schäfer zu den Schafen hat, ein Gemütsverhältnis, da verkörpern sich solche Wesenheiten.
    Solche intimere Verhältnisse des Menschen zum Tiere finden wir häufiger, wenn wir zurückgehen, in alten Zeiten. In Zeiten niederer Kulturen hatte man vielleicht solch ein Verhältnis, wie es der Araber zu seinem Pferde hat…“

    Nicht nur können vom Menschen durch seine Tätigkeit neue Elementarwesen geschaffen werden: „Namentlich werden durch die Technik und das moderne Wirtschaftsleben Elementarwesen hervorgebracht. Es besteht zunehmend die Gefahr, dass die Elementarwesen den luziferischen und ahrimanischen Einflüssen unterworfen werden.“
    Wörtlich ist an dieser Stelle Steiner zitiert als: „Der Mensch schuf zu der Natur hinzu die Maschinen. …
    So sonderbar es dem heutigen Menschen erscheinen mag, … der Mensch wird die Entdeckung machen, dass … , die Geister wieder wirken werden, die er früher in der Natur wahrgenommen hat. … Die Menschen werden nämlich entdecken, wie ihre Wirtschaftsobjekte durchaus die Träger von Dämonen werden.“ (alle Steiner Zitate als GA 200, S. 91 ff angegeben)

    Aus Rücksicht auf die hier angesprochenen Elementarwesen und um keine Widersacher auf den Plan zu rufen, wird in der Waldorfwelt sorgfältig auf die verwendeten Materialien geachtet, darauf wie sie zusammengebracht werden usw., wird oft moderne Technik gemieden, werden entsprechende Naturbetrachtungen angestellt, werden Pflanzenmärchen und Tiergeschichten erzählt usw.
    Vor allem im Kindergartenbereich wird gemäß diesen Vorgaben gearbeitet, in der Schule fordert das moderne Leben eher Anpassung.

  • #137
    Arnold Voß

    Läuft dieses Schwachsinnsprogramm hier immer noch? Wie wäre es mit abschalten, Stefan? Man muss sich doch bei den Ruhrbaronen nicht permanent den Verstand beleidigen lassen.

  • #138
  • #139
    Melanie

    An bini,

    ich bin entsetzt uber deine Geschichte.
    Unsere Kinder gehen in die gleiche Klasse.
    Wie kommst du darauf, das bei uns über 50% alleinerziehende Mütter sind?? Stimmt nicht!!!!
    Dann schreibst du, das diese Eltern wenig Geld haben, was hat es damit zu tun?????
    Wir haben auch unseren Beitrag immer bezahlt und bedeutet wenig Geld für dich, das wir unsere Kinder nicht gut erziehen können???? Warum hast du das über angesprochen????
    Was hat die Problematik in der Klasse mit Kinder aus anderen Nationen zu tun?? Alle diese Kinder sind in Deutschland aufgewachsen!!!!
    Und Du fragst wirklich ob schreien, Kinder hart anfassen(Kinder an den Haaren ziehen,Fingernagel ins Kinn drücken, Kinder schütteln und gegen die Tür oder ans Schuhregal mit dem Kopf knallen), keine Hilfe bei massiven Auseinandersetzungen und auch keine Hilfe bei Mobbing eine waldorfpädagogische Erziehungsmaßnahme ist!!?
    Ich falle vom Glauben ab!!!!!!
    Du redest davon das du das beste für deine Tochter willst (Ist ja natürlich toll das sie nicht betroffen ist, du weißt aber das es diese Vorfälle gibt) und Du glaubst das Sie dort gut beschult wird!
    Sie erlebt und sieht es tagtäglich wie dort mit Kindern umgegangen wird und bist trotzdem der Meinung das sie dort gut augehoben ist, weil sie nicht betroffen ist??
    Viel Glück!!

  • #140
    bini

    Hallo Melanie,

    Du hast mich mißverstanden und falsch ausgelegt. Der letzte Abschnitt, war auf die vorherigen Äußerungen der anderen Leute in diesem Forum bezogen, die über Waldorfschulen sagen, daß zu 98 % nur Deutsche aufgenommen werden und Einkommensschwache Familien keine Chance hätten; an Waldorfschule angenommen zu werden. Das war nur eine Feststellung und keine Wertung. Habe das „und/oder“ zwischen Alleinerziehend (gemeint sind auch für mich getrennt lebende) und großes Geld verdienen, falsch geschrieben.

    Meine Aussage aus 115:
    „…
    Am Anfang dachte ich noch wie toll, doch jetzt muß ich feststellen, daß Eltern, die Kritik an der Schule und am Erziehungsstil (sprich: Schütteln und anschreien der Kinder vom Lehrer, nicht Eingreifen bei Massiven Auseinnandersetzungen und Mobbing der Kinder u.a.) mit Schulverweis und anderen Dingen gedroht wird.
    Hospitieren ist an der Schule unerwünscht, Hakenkreuze werden toleriert und als nicht so schlimm abgetan! Ich frage, was ist hier los an der Waldorfschule?
    …“

    Ich tolleriere das nicht, es war eine ironische Anfrage. Ich habe unsere Situation in das Forum gestellt, um Meinungen dazu zusammeln.
    Ehrlich gesagt verstehe ich auch gar nicht, wie Du das falsch verstehen konntest, zumal ich Dich/Euch auf das Forum aufmerksam gemacht habe.
    Ich stehe auf Eurer Seite und ich gehe zum außerordentlichen Elternabend hin um mir ein Bild über alles zu machen.

    Hoffe, ich konnte einiges richtig rücken.

    Lieben Gruß
    Bini

  • #141
    Dorette Welge

    Herr Lichte wurde als nicht tauglich für den Waldorflehrerberuf vom Seminar für Waldorfpädagogok abgelehnt. Was macht also der Strassenkehrer, der Waldorflehrer werden wollte nun???
    Lichtes Hasstiraden sind auf eine narzistische Kränkung zurückzuführen, wie auch schon ein anderer Blogger feststellte.

  • #142
    Andreas Lichte

    @ „Dorette Welge“

    Sie L Ü G E N , wenn Sie folgendes schreiben: „Herr Lichte wurde als nicht tauglich für den Waldorflehrerberuf vom Seminar für Waldorfpädagogok abgelehnt.“

    Richtig ist: Ich erhielt vom „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ die selbe Studienurkunde, wie alle anderen „erfolgreichen“ Teilnehmer der Fortbildung zum Waldorflehrer.

    Die Studienurkunde (und ein weiteres Interview mit mir) ist hier zu besichtigen:

    http://blog.ebook-insel.de/2008/10/22/seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin-ein-interview-mit-andreas-lichte/

  • #143
    Andreas Lichte

    @ „Dorette Welge“ (und alle anderen Anthroposophen)

    Denken Sie, meine Damen und Herren Anthroposophen, Ihre dauernden dummdreisten Diffamierungsversuche werfen ein günstiges Licht auf Ihre fundamentalistische Religionsgemeinschaft Anthroposophie?

    Zur „fundamentalistischen Religionsgemeinschaft Anthroposophie“ siehe das “Waldorf Blog” von Waldorfschüler Ansgar Martins:

    “Steiner = Jesus. Ein Gott, seine Gläubigen, die Ketzer und ein »trojanisches Pferd«”

    http://waldorfblog.wordpress.com/2010/01/08/steiner-jesus-ein-gott-seine-glaubigen-die-ketzer-und-ein-trojanisches-pferd/

  • #144
    Gertrud Kiefer-Volkert

    Die Zahlmagie gefällt mir durchaus. Deswegen den 144. Kommentar (weil Zwölf zum Quadrat 144 ist.
    Vielleicht habe ich mit meinem Eintrag Nr. 136 eine paar Widersacher auf den Plan gerufen. Jedenfalls ist die Abbildung nicht gelungen. Da fehlen ein paar Zeichen, wo die wohl abgeblieben sind?
    Animistisches Denken wie Rudolf Steiner es vornimmt, gehört zu vorwissenschaftlichen Positionen, die man bestenfalls mit einigem Wohlwollen interpretieren kann, für einen Vergleich
    taugt so etwas wohl nicht, da muss der gemeinsame Nenner erst erreicht werden.
    Mein Dokument über die (erfolgreiche) langwierige und selbstfinanzierte Waldorflehrerausbildung könnte ich auch hier anbringen.
    Für Schule sind meines Wissens nicht Kirche(n) sondern die Ministerien zuständig, wobei die kirchliche Kompetenz gerade in Bezug auf Waldorf doch beachtlich ist, mal vom Getratsche abgesehen.

  • #145
    J. Luiten

    Die Anthroposophie ist nicht mit dem anthroposophischen institutionellen Leben (als Teil der anthroposophischen Subkultur) gleich zu setzen (wie z.B. das Christentum nicht mit der Kirche). Es ist zu einfach diese Subkultur anzugreifen um damit die Anthroposophie zu diskreditieren. Auch ist es zu einfach um, wenn man etwas nicht versteht, mit schimpfen anzufangen (was Stephan Laurin z.B macht).
    Natürlich war Steiner ein Mensch – Gott sei Dank, und weil er ein Mensch ist hat auch Fehler gemacht.
    Was soll es, die Anthroposophie entwickelt sich weiter, und die Zukunft wird anthroposophisch sein oder nicht sein.
    Was das angeht führen die Kritiker jetzt schon ein Rückzugsgefecht, obwohl zweifelsohne das schlimmste noch kommen muss. Immer mehr Leute haben spirituelle Erfahrungen. Das liegt einfach in der Entwicklung der Menschheit. Die Anthroposophie macht diese Erfahrungen verständlich. Allmählich wird langsam der Materialismus uberwunden.
    Vielleicht aber werden wir die Kritiker noch mal dankbar sein:
    Endlich kommt die Anthroposophie in der öffentlichkeit. Hoffentlich trägt die Auseinandersetzung mit den Kritikern bei an eine bestimmte Sanierung der anthroposophischen Subkultur. Das würde für mich bedeuten: Weltoffen, mehr poltisch engagiert, nicht autoritätsglaubig, weniger naiv, interesse für die soziale Dreigliederung, interesse in kulturell-politische Debatte, keine Dornacher oder sonstige direktive …usw.
    Ich kenne inzwischen alle Rassismuszitate. Wie man weiss oder vielleicht nicht weiss hat eine Kommission in der Niederlande das ganze Werk Steiners untersucht und alle Rassismuszitate aufgelistet und eingeteilt. Die Ergebnisse sind in einem Gutachten dargelegt. Eine übersetzung (oder Zusammenfassung) liegt so weit ich weiss auch in der deutschen Sprache vor. Wenn man googelt findet man sie bestimmt.
    Für mich ist es ganz klar: Die Aussagen Steiners die beleidigend oder diskriminierend sind für bestimmte Gruppen sind nicht im Geiste der Anthroposophie.(Selber hat Steiner wirklich darum gebeten ihn zu korrigieren wenn er vielleicht einen Fehler machen würde).
    Das anthroposophische Streben ist gerichtet auf die Gleichberechtigung aller Menschen und gerade auf die überwindung des Rassismus.

  • #146
    Andreas Lichte

    @ J. Luiten

    Sie schreiben: „Vielleicht aber werden wir die Kritiker noch mal dankbar sein.“

    Dankbar wäre ich Ihnen, wenn Sie endlich einmal erklärten, was Rudolf Steiner sagt, bisher konnte das noch kein Anthroposoph. Warum nicht?

    Unten 3 Beispiele. Ich betone „Beispiele“: ich könnte beliebig viele andere Zitate bringen. Hilfreich auch, die gesamten Vorträge zu lesen, die Zitate sind nicht aus dem Kontext gerissen:

    ……………………………………………..

    Rudolf Steiner und die Fingernägel:

    „Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will.“

    Rudolf Steiner, „Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik“, GA 293, S. 93f

    Der gesamte Vortrag:

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=2874:dreizehnter-vortrag&catid=183:ga-293-allgemeine-menschenkunde&Itemid=14

    ……………………………………………..

    Rudolf Steiner und die Schwarzen (Gelben, Weissen)

    “Wenden wir das auf den Menschen selber im Weltenraum an. Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, daß sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist. Es geht nicht durch den ganzen Körper durch, sondern hält sich an die Oberfläche der Haut, und da wird die Haut dann selber schwarz.

    So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. (Es wird gezeichnet.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.

    (…) Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus. Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.”

    Rudolf Steiner, “Vom Lebens des Menschen und Erde – Über das Wesen des Christentums”, GA 349, S. 49ff

    Der gesamte Vortrag:

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19

    ……………………………………………..

    Rudolf Steiner und die Kartoffel:

    “Also sehen Sie, während wir beim Menschen vom Bauch zum Kopf gehen müssen, von unten herauf, müssen wir bei der Pflanze den umgekehrten Weg machen, von der Blüte zu den Wurzeln. Die Wurzel der Pflanze ist mit dem Kopf verwandt. Wenn wir das bedenken, wird uns gewissermaßen ein Licht aufgehen über die Bedeutung der Kartoffel. Denn die Kartoffel, die hat Knollen; das ist etwas, was nicht ganz Wurzel geworden ist. Man ißt also, wenn man viel Kartoffeln ißt, vorzugsweise Pflanzen, die nicht ganz Wurzel geworden sind. Wenn man sich also beschränkt auf das Kartoffelessen und zu viel Kartoffeln ißt, kriegt man nicht genug in den Kopf hinein. Es bleibt unten in dem Verdauungstrakt. So daß es also so ist, daß mit dem Kartoffelessen die Menschen in Europa ihren Kopf, ihr Gehirn vernachlässigt haben. Diesen Zusammenhang sieht man erst, wenn man Geisteswissenschaft treibt. Da sagt man sich: Seit in Europa diese Kartoffelnahrung immer mehr und mehr überhand genommen hat, seit der Zeit ist der Kopf der Menschen unfähiger geworden.”

    Rudolf Steiner, “Rhythmen im Kosmos und im Menschenwesen – Wie kommt man zum Schauen der geistigen Welt”, GA 350, Elfter Vortrag, Dornach, 18. Juli 1923, S. 203f

    Der gesamte Vortrag:

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3719:elfter-vortrag-dornach-18-juli-1923&catid=248:ga-350-rhythmen-im-kosmos-und-im-menschenwesen&Itemid=19

  • #147
    Arnold Voß

    Andreas Lichte, ich bewundere zutieftst ihre Geduld. Das was hier bislang zur Verteidigung Rudolf Steiners vorgebracht wurde ist entweder schlichteste Gläubigkeit oder purer Nonsense gepaart mit hoch aggressiver Besserwisserei.

    Diese Leute würden sie in den Gulag und/oder in die Umerziehung schicken, wenn sie nur könnten respektive über die politischen Mehrheiten und Machtmittel verfügen würden.

  • #148
    J. Luiten

    Voß, ich versuche hier wirklich ehrlich zu diskutieren.
    Kurz ihre Punkte:
    -Glaubigkeit: Ich habe gerade Steiner korrigiert!
    -Nonsense: bitte, wo habe ich nonsense geschrieben ?
    -Gulag/Umerziehung ??????
    Ich habe gerade geschrieben wir könnten die Kritiker dankbar sein, das heisst dank an die Kritiker.
    übertreiben Sie nicht ein wenig?

    Es würde mich freuen wenn mal anerkannt wird das Anthroposophie und Athropsophische Subkultur unterschiedliche Sachen sind.

    Andreas Lichte, es geht mir darum daß erstmal klar wird was Anthroposophie im Grunde genommen ist. Man wird nicht zu den Kern vordringen können wenn immer wieder Zitate herangezogen werden die mehr oder weniger den Leuten als Unsinn erscheinen müssen.
    Ausserdem warum soll ich alles was Steiner geschrieben hat erklären können müssen. Wollen Sie mich zum Gläubiger bombardieren ?
    Ich plädiere für ein freies Verhältnis zwischen Steiners Werk und die Athroposophie-studierenden (AnthroposophInnen). Ganz im Sinne Steiners übrigens.
    Ich muss also nicht alles verteidigen was Steiner gesagt hat. Ich habe ihn aber verteidigt wo es um den Rassismus- Vorwürfen geht. Er is kein Rassist sonst hätte er nie die soziale Dreigliederung entwickeln können die gleiche Rechte für allen fordert. Sehe auch die Rassismus-Definition von Albert Memmi.

    Es es wichtig das eingesehen wird das die Anthroposophie vor allem eine Methode oder eine Methodologie darstellt. Alles was nicht Methode/Methodologie in der Anthroposophie ist, ist zeitlich und mehr oder weniger vorübergehend.
    Es ist ein „Body of knowledge“ das augebessert oder präsiziert werden muss so wie das auch in anderen Wissenschaften der Fall ist. Das diese Entwicklung langsam geht ist eine andere Sache.

  • #149
    Andreas Lichte

    @ J. Luiten

    Sie schreiben: „… immer wieder Zitate herangezogen werden die mehr oder weniger den Leuten als Unsinn erscheinen müssen …“

    Als Unsinn „E R S C H E I N E N“ ?

    Trauen Sie sich nicht zu sagen, dass das Unsinn ist? Dass Rudolf Steiner Unsinn schreibt?

    Trauen Sie sich nicht zu sagen, dass Steiner psychisch krank war?

    siehe die wahnsinnigen Steiner-Zitate hier: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/#comment-40135

  • #150
    J. Luiten

    @ Herr Voß
    Sehe doch bitte auch wie Herr Lichte beleidigt.
    Was würde mit den Anthroposophen passieren wenn er an die Macht käme? Genau: Umerziehung/Gulag Archipel. Ausradieren diese psychisch Kranke Leute.

  • #151
    J. Luiten

    Wenn man nur materialitisch denkt, scheint viel was aus der Geisteswissenschaft kommt Unsinn zu sein.
    Ich finde eine dogmatisch materialistische Haltung aber unwissenschaftlich. Man ist dann selber ein Gläubiger.
    Ein Gläubiger an das Dogma: es gibt keine geistige Welt.
    So trifft auf die Materialisten zu was sie die Anthroposophen vorwerfen.

  • #152
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @J Luiten: Antroposophie hat nichts mit Geisteswissenschaften zu tun und erreicht in keinem Punkt die Wissenschaftlichkeit von Geschichte etc. Es ist ein Gedankengebäude jenseits aller ernsthaften Diskurse, errichtet auf den Gedanken eine ziemlichen Spinners.

  • #153
    Helmut

    @Luiten
    „Wenn man nur materialitisch denkt, scheint viel was aus der Geisteswissenschaft kommt Unsinn zu sein.“
    Wollen Sie damit sagen, daß ich die hier diskutierten Gedanken Steiners nur deshalb für Unsinn halte, weil ich materialistisch denke? Gibt es Ihrer Meinung nach nicht auch Unsinn, der von allen als Unsinn erkannt wird, wo Sie und ich dann zur gleichen Einschätzung kommen könnten?

  • #154
    J. Luiten

    @Stefan Laurin Sie geben ein „Statement“ ab, bringen aber keine Argumente. Zu einfach und zu billig, aber auch beleidigend Steiner gegenüber.
    Warum Menschen die die Sachen anders sehen wie Sie sofort beleidigen?

  • #155
    J. Luiten

    @ Helmut
    „Gibt es Ihrer Meinung nach nicht auch Unsinn, der von allen als Unsinn erkannt wird, wo Sie und ich dann zur gleichen Einschätzung kommen könnten“.
    Natürlich gibt es den. Völlig klar.

  • #156
    Andreas Lichte

    @ J. Luiten

    ist doch ganz einfach, Herr Luiten, erklären Sie den Lesern, was Rudolf Steiner hier sagt:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/#comment-40135

  • #157
    J. Luiten

    @ Andreas Lichte
    Zitate, Zitate…. Damit kommen wir nicht weiter.
    Mit Zitaten kann ich die unwissenschaftlichkeit jede Wissenschaft belegen.
    Es geht darum daß man weiss was Anthroposophie ist, und dann kommt man immer aus bei den Methoden.
    Das ist immer ausschlaggebend: welche Methoden werden benützt.
    Was ich hier bemerke – das ist nicht beleidigend oder unfreundlich gemeint- daß man leider wenig weiss über die Anthroposophie. Ich werde hier mit vielen Vorurteilen konfrontiert.
    Weiss man z.B. daß es innerhalb die Anthroposophische Subkultur auch eine linke Strömung gibt? Zu dieser Strömung gehörte der großen Dreigliederer Peter Schilinski (1916-1992). Bitte, durch ihn lernt man eine ganz andere Anthroposophie kennen als die „mainstream“ – Anthroposophie. Er hat sich immer eingesetzt für direkte Demokratie. hat verzichtet auf eine reguläre Karriere und hat eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft gegründet in Wasserburg/Bodensee. Er hat das kritische Zeitschrift „Jedermann“ später „Jedermensch“ gegründet.
    Sehe auch: Beuys, Dutschke, Schilinski, Schmundt, Vier Leben für Freiheit, Demokratie und Sozialismus, FIU-Verlag, Rainer Rappmann (Hrsg.)isbn 3-928780-13-1

  • #158
    Andreas Lichte

    @ J. Luiten

    Wie lange wollen Sie noch „Des Kaisers neue Kleider“ aufführen?

    Was trägt Rudolf Steiner denn? Was sagt er?

    Das sehen wir an den Steiner-Zitaten:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/#comment-40135

    die mehr sind als nur einige Zitate: Sie können die gesamten Vorträge lesen, die gesamten Bücher und Sie werden sehen, dass Steiner nackt ist, Unsinn redet.

    „»Aber er hat ja gar nichts an!« rief zuletzt das ganze Volk. Das ergriff den Kaiser, denn das Volk schien ihm recht zu haben, aber er dachte bei sich: »Nun muß ich aushalten.« Und die Kammerherren gingen und trugen die Schleppe, die gar nicht da war.“

  • #159
    Arnold Voß

    @ J. Luiten

    sie sind in ihrer Differenziertheit der Steinerschen Intepretation sowie der sonstigen antroposophischen Richtungen (leider) die Ausnahme in der „Steinergemeinde“. Aber selbst sie wagen es nicht,das Idol selber zu stürzen.

    Die Mehrheit ihrer Mitstreiter allerdings ist weitaus weniger tolerant bzw. duldet sie die Kritik an ihrem Lehrer nur als Ausdruck der Un- oder Nochnicht-Erleuchtetheit. Diese Leute haben eine Denkstruktur die religiösen Fanatiker sehr ähnelt und ihre vorgeblich Menschenliebe ist die derer, die die Welt erretten wollen, egal ob diese das will oder nicht.

    Das ganze wird getarnt mit einem pädagogischen Geschwurbel das wie alle ideologischen Konstrukte sowohl rationale als auch irrationale Elemente enthält.Die „guten“ Seiten werden dann auch immer von denen betont, die ihre Kinder in die Waldorfschulen schicken. Quasi als Entschuldigung dafür, dass die anderen Elemente von den meisten Eltern mehr oder weniger akzeptiert werden müssen, wenn sie sich nicht mit den dort Verantwortlichen anlegen wollen. Und wer will das schon, den die geben die Beurteilungen,fördern oder vernachlässigen oder torpedieren die eigenen Kinder.

    Politisch gesehen würden die „Berufsantros“ sehr gerne ihre Konzept zum herrschenden Konzept machen, verstehen sich aber in der Mehrzahl glücklicherweise nicht als Politiker. Im tiefsten ihrer Seele allerdings wünschen sich viele von ihnen die „Diktatur der Erleuchteten“.

    Das ist auch der wichtigste Unterschied zu ihren Kritikern, die sich diese mehrheitlich nicht wünschen, weil das mit ihrem eigenen gesellschaftlichen,kulturellen und wissenschaftlichen Konzept nicht übereinstimmt.

    Die Toleranz der Antroposophen ist deswegen auch sehr unglaubwürdig und sehr häufig mit einem elitären und undemokratischem Weltbild verknüpft, wie man es an der hier stattfindenen Debatte gut studieren kann. Da sind sie vielen überzeugten Muslimen sehr ähnlich. Deswegen traue ich den überzeugten Antroposophen den Gulag eher zu als ihren Kritikern, sofern diese beiden Gruppen überhaupt die Gelegenheit hätten ihn zu einem Mittel der Auseinandersetzung machen zu können.

  • #160
    Andreas Lichte

    @ Arnold Voß

    Als kleine Ergänzung zu Ihren letzten Kommentaren:

    Wilfried Jaensch war im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ für die Vermittlung von Rudolf Steiners „Allgemeine Menschenkunde“ zuständig, also für das Allerheiligste der Anthroposophie, für die „Grundlagen“.

    Wilfried Jaensch hatte in gewisser Weise Narrenfreiheit, trat auf wie ein Künstler à la Beuys. Also durfte er auch mal Klartext reden. Bei der Raucherpause sagte er einmal:

    „Wenn die Anthroposophen in der Mehrheit wären, hätten wir längst den Faschismus.“

  • #161
    Jan Luiten

    @Andreas Lichte
    Ich glaube wirklich dass wir jetzt in der Phase der Projektion eintreten. Was bringen Sie selber ausser Zitate von anderen. Womit sind Sie selber dann bekleidet?
    Was sind ihre Ideale? Haben Sie die ? Wenn die Anthroposophie vernichtet sein würde ist dann die Welt wieder in Ordnung?
    Was macht aber mit diesen verrückten Leuten? Verbieten, Buchverbrennung, Gestze dagegen?
    Die Anthroposophie ist eine Wissenschaft. Sie macht zwar Wahrnehmungen die noch nicht so ûblich sind, aber das ist kein Problem. Wenn man den Mikroskop erfand konnte plötzlich ganz andere Sachen wahrgenommen werden als vor dieser Erfindung.
    Immer mehr Menschen werden selbständig forschen in die geistige Welt. Die Ergebnisse sind durch das logische Denken und die Wahrnehmungen von andere Forscher zu prüfen. Man hat hier nur nicht das Instrument ausser sich (Mikroskop z.B.) aber ist sein eigenes Instrument, d.h. man muss bestimmte sinnesorganen die jede(r) hat zur Entwicklung bringen.
    Wenn man dann nur sagt: „Unsinn das kann und darf nicht wahr sein“, ohne das weiter zu untersuchen, ist man ein Dogmatiker.

  • #162
    Jan Luiten

    @Herr Voss
    Bitte, studieren Sie ein wenig die soziale Dreigliederung, z.B. durch Peter Schilinski zu lesen. Sie werden sehen das die Demokratie eine sehr wichtige Rolle spielt. Leider ist es tatsächlich so dass diese Ideen auch in anthroposophischen Kreisen nich so gelaufig sind.
    Bitte keine „Diktatur der Erleuchteten“ das wäre wirklich das allerschlimmste. In der Demokratie muss man doch immer damit rechnen dass der anderen Mensch recht haben könnte. Steiner würde das sehr bejahen.
    Die Waldorfschulen sollten ursprünglich freie Schulen sein, und sind fortgekommen aus der Bewegung der sozialen Dreigliederung. Sind sie aber jeh wirklich frei gewesen?
    Grundidee ist das die Kinder sich frei entwickeln können und nicht,
    grob gesagt, für die Wirtschaft erzogen und bereit gemacht werden.
    (Bekanntlich dient unser Staat die Interessen des Wirtschaftslebens)
    Eigentlich geht es um ein freies Unterrichtswesen, also für alle Schüler. Das Unterrichtswesen soll sich vom Staate emanzipieren wie es sich früher von der Kirche emanzipiert hat.
    Alle mögliche Richtungen sollten also frei sein Schulen zu gründen so dass man ein sehr vielfarbiges unterrichtswesen bekommt. Zukunftsmusik.

  • #163
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @J Luiten: Lesen in „geheimen“ Chroniken sind keine Wissenschaft. Und Steiner war nicht alleine: In der Zeit der Jahrhundertwende gab es viele überspannte Menschen, die mit dem technologischen Fortschritt und seinen Folgen nicht klar kamen und sich in die Esoterik flüchteten. Spinner. Steiner war nur einer von ihnen.

  • #164
    J. Luiten

    Stefan Laurin macht es sich bequem. Nur Urteilen nichts untersuchen. Nicht wirklich auf mich eingehen. Nichts wissen wollen von der Anthroposophie, bloss verurteilen.
    Kopf im Sand stecken und die Entwicklungen in der Welt nicht Wahrnehmen. Stehen bleiben bei veralteten materialistischen Auffassungen. Kurz: reactionär sein.

  • #165
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @ J. Luiten: Der ach so böse Materialismus (Und die positiven Wissenschaften) haben uns immerhin einen verdammt hohen Lebensstandart, eine leistungsfähige Medizin und Erkenntnisse gebracht, die noch vor wenigen Jahrzehnten unvorstellbar gewesen sind. Mit Buchstabentanzen wär das nix geworden…

  • #166
    Arnold Voß

    @ J. Luiten (162)

    Von der Demokratie ist allerdings in den Waldorfschulen nichts zu merken. Da haben nur die Antroposophen recht. Da gibt es nur eine Ausrichtung. Wenn man sich dagegen stellt muss man gehen.

    Und wieso sollen unsere Kinder nicht auch für das Wirtschaftsleben ausgebildet werden. Immerhin kommen daher die Steuergelder die auch in die Waldorfschulen fließen.

  • #167
    Andreas Lichte

    @ Stefan Laurin

    apropos Steiner und die Naturwissenschaft …

    Klaus Prange, ”Erziehung zur Anthroposophie”, S. 123:

    “Wohin die gegenständliche Betrachtungsweise führt, zeigt Steiner in einer Nebenbemerkung an der ‘vertrackten Relativitätstheorie von Professor Einstein’. Sie spiegelt die gegenwärtige Kulturverfassung, das ‘Unselige in unserer Kultur’ und offenbart, ‘wie diese Dinge dann ihr wüstes Wesen treiben’. (Steiner scheint weder die Relativitätstheorie verstanden noch Einstein gekannt zu haben, der nun wirklich kein verknöcherter und moralisch verhärteter Begriffsmensch gewesen ist.)”

    Aber klar, wozu braucht die Anthroposophie Einstein und andere Wissenschaftler? Einfach mal schnell alles selber entdecken:

    http://www.scienceblogs.de/weitergen/2009/01/rudolf-steiner-und-die-schrodingergleichung.php

    “Rudolf Steiner und die Schrödingergleichung

    Das Verdrehen historischer Fakten ist eine beliebte Strategie der Pseudowissenschaftler, um ihren realitätsfernen Ansichten ein vermeintlich wissenschaftliches Fundament zu verschaffen. (…)

    Wer hats erfunden? Die Anthroposophen!

    Ein weiteres Beispiel für Geschichtsklitterung findet sich bei den Anthroposophen. Deren Oberindianer Rudolf Steiner soll schon sechs Jahre vor Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) die nach ihm benannte Gleichung erfunden haben. Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg und Anthroposoph zur Rolle Rudolf Steiners als Wissenschaftler: (…)”

    Bleibt noch zu sagen, dass der “Bund der Freien Waldorfschulen” trotz des ScienceBlogs-Artikels von Tobias Maier und der Expertise des Physikers Dr. Andreas Krämer weiter mit der ungeheuerlichen Behauptung wirbt, dass Rudolf Steiner der eigentliche Entdecker der Quantenphysik sei:

    http://www.waldorfschule.info/upload/pdf/paedagogik/Was_will_Waldorfpaedagogik.pdf

    “Was will Waldorfpädagogik?

    (…) Rudolf Steiner: Philosoph und Wissenschaftler

    (…) Bemerkenswert ist u.a., dass er in einem dieser Vorträge schon im Jahre 1920 eine Lichtwirkungsgleichung an die Tafel schrieb, die mit der von Erwin Schrödinger 6 Jahre später veröffentlichten und nach ihm benannten Schrödinger-Gleichung mathematisch identisch ist und die Interpretation Feynmans von einer Diffusion mit imaginärer Diffusionskonstante vorwegnimmt.(8) Sie spielte als Grundlage der Quantenphysik in der modernen Naturwissenschaft eine nicht unbedeutende Rolle. (…)”

  • #168
    Jan Luiten

    @ Stefan Laurin (165)
    Da haben Sie natürlich recht.
    Der Materialismus ist für mich auch nicht böse.
    Ich will Niemand verurteilen bloss weil er/sie materialistisch denkt.
    Was ich aber öfters bemerkt habe ist folgendes.
    Da gibt es Leute die materialistisch denken. In Gesprächen und Diskussionen sind sie aimable, tolerant, sozial, sogar empathisch.
    Wenn eine(r) aber zu ihnen kommt mit etwas was „riecht“ nach übersinnlichkeit ist es aus dsmit. Dann werden dieselbe Leute plötzlich sehr unangenehm. Warum ? Weil es bei ihnen an das Fundament ihren Existenz geht. Wenn diese „Spinner“ recht hätten dann fällt für diese Materialisten den Boden weg. Das kann und darf nicht wahr sein! Grob werden die „Verrückte“ zurecht gewiesen. Leider sehen wir das auch hier passieren.

    @Herr Voß
    Generell sind Anthroposophen nicht besser als andere Menschen.
    Sie haben auch nicht immer recht.
    Wer hat hier aber Patent auf die Wahrheit? Wer weiss alles besser?
    Wer rechnet niemals damit daß der andere Meinung auch wahr sein könnte? Seine Name fängt mit L an, und ich bin es nicht.

  • #169
    Helmut

    @ J. Luiten (168)
    „Weil es bei ihnen an das Fundament ihren Existenz geht.“

    Stimmt nicht Herr Luiten.
    Beweisen Sie was, und ich schmeiß meinen Materialismus hin.
    Und alle anderen vermutlich auch.

  • #170
    J. Luiten

    @ Helmut
    OK Helmut, finde ich eine gute Haltung.
    Ich glaube aber nicht daß das für a l l e anderen auch gilt. Wenn man eine offene Haltung hat ist man kein Anhänger der materialistischen Kirche. Es gibt aber dort verstockte Gläubiger. Man kann auch sagen Ideologen.

    Die Beweise sind viele, man muß sie sehen wollen.
    Es gibt immer mehr Berichte von Leuten mit übersinnlichen Erfahrungen. Sie bilden das lebendige Beweis.
    Diese Berichte soll man ernst nehmen. Die Menschen mit diesen Erfahrungen sind im Mehrzahl gar nicht anthroposophisch orientiert. Die Materialisten versuchen diese Erfahrungen zu erklären durch Gehirnprozessen.
    Damit kommt man nicht aus. Es wird immer deutlicher das es Bewusstsein gibt ausserhalb des physischen Körpers.
    Man sehe die Berichte über die Near Death Experiences.
    Wissenschaftlich:
    Zum Beispiel der niederländischen Kardiologe Pim van Lommel
    in seinem Buch: Endloses Bewusstsein.

  • #171
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Luiten: Bewiesen ist wisschenschaftlich etwas, wenn ein Experiment unter den selben Bedingungen an andere Orten wiederholt werden kann – nicht wenn irgendeiner etwas erfahren zu haben glaubt. Und Materialisten (oder Anhänger der Wissenschaft) sind keine Ideologen: Wären Engel nachweisbar gäbe es Engel, wäre die Wirkung von Homöopathie nachgewiesen – prima – Wissenschaft ist keine Ideologie, sondern ein ergebnisoffenes Verfahren. Und nach diesem Verfahren ist die ganze Steinerei schlicht und ergfreifend Unfug.

  • #172
    Jan Luiten

    @Laurin
    Haben Sie van Lommel gelesen?
    Laurin, ihre Beiträge sind ein Beleg für was ich über die materialistische Kirche und die Ideologen gesagt habe.
    Gerade haben sie wieder als Ideologe reagiert. Es tut mir Leid.

    über van Lommel:
    „Neben Arbeiten im Bereich der Kardiologie widmete sich van Lommel ab Mitte der 1980er Jahre verstärkt der Erforschung von Nahtod-Erfahrungen und Bewusstsein. Die Ergebnisse dieser Arbeiten flossen sowohl in Studien als auch in seine Vortragstätigkeit ein. In einer Vielzahl von Berichten und Interviews in den niederländischen und internationalen Medien findet van Lommel Erwähnung.
    Internationale Beachtung fand insbesondere seine im Jahre 2001 in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlichte prospektive Studie über die Nahtod-Erfahrungen von Überlebenden, die einen Herzstillstand erlitten hatten und reanimiert werden mussten. Schlussfolgerungen aus dieser Studie unterstrichen die Notwendigkeit einer tiefgreifenden Neubewertung der bis zu diesem Zeitpunkt bestehenden Interpretationen zur Entstehung von Nahtod-Erfahrungen und Bewusstsein“

    Information, einfach von Wikipedia.

  • #173
    Stefan Laurin Beitragsautor

    J.Luiten: Und jetzt erklären Sie mir mal bitte was an der wissenschaftlichen Vorgehensweise Ideologie ist und schlagen Sie doch bitte gleich ein besseres Verfahren zur gesicherten Erkenntnisgewinnung vor.

  • #174
    Andreas Lichte

    @ Stefan Laurin, Arnold Voß, Helmut und alle anderen

    mal ne kleine Quizfrage:

    „Wenn Sie nicht wissen, wo eine Waldorfschule ist, wie finden Sie sie?“

    Hilfe: „RKI“, hat was mit Wissenschaft zu tun

    (auch Alternativ-Lösungen natürlich willkommen!)

  • #175
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Andreas: RKI = Robert Koch Insitut? An der statistischen Häufung von Infektionskrankheiten im Umfeld der Waldorfschulen, weil die Waldis nicht geimpft werden? Klingt nach einem Darwin-Award!

  • #176
    Andreas Lichte

    @ Stefan Laurin

    Klasse! Gratulation!

    Unten die Lang-Antwort, geschrieben zur Einstimmung auf einen Vortrag, den ich über die Waldorfschule halten soll:

    ………………………………..

    Von: Andreas Lichte
    Datum: 26. Januar 2010 13:22:22 MEZ
    An:
    Betreff: Waldorfschulen und Masern: gefährliche „Parallelgesellschaft“

    Hallo „…“,

    hier die Auflösung der Quizfrage „Wenn Sie nicht wissen, wo eine Waldorfschule ist, wie finden Sie sie?“:

    „Ich besorge mir vom Robert Koch Institut (RKI) eine Karte der Masern Epidemien“

    .

    Der Hintergrund:

    Anthroposophen sind Impfgegner, an Waldorfschulen brechen immer wieder Masern aus, werden von Waldorfschule zu Waldorfschule übertragen.

    So auch im Falle des Masern-Ausbruches in Salzburg, über den in einem Artikel von „ScienceBlogs“ berichtet wird:

    „Masernepidemie durch Anthroposophie“, http://www.scienceblogs.de/weitergen/2008/04/masernepidemie-in-osterreich.php

    .

    Die Infektionskette war hier:

    Von einer Schweizer Waldorfschule im Raum Basel (dort die Zentrale der Anthroposophie, das „Goetheanum“) reiste ein Schulorchester nach Salzburg. Von dort aus wurden die Masern auch nach Deutschland übertragen.

    Das wurde u.a. von „Eurosurveillance“ dokumentiert: http://www.eurosurveillance.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=18838

    „AN ONGOING MULTI-STATE OUTBREAK OF MEASLES LINKED TO NON-IMMUNE ANTHROPOSOPHIC COMMUNITIES IN AUSTRIA, GERMANY, AND NORWAY, MARCH-APRIL 2008

    (…) Preliminary results of the outbreak investigation indicate the possible source case – a student from an anthroposophic school in Switzerland who visited the anthroposophic school in Salzburg city with colleagues. That student became ill with measles during their stay in Salzburg on 7 March, a week prior to the primary outbreak case in the anthroposophic school in Salzburg (13 March). Since November 2006, Switzerland is experiencing the largest measles outbreak registered in the country since notification for this disease in 1999 [1].

    Conclusions
    Recently, ultra-orthodox Jewish communities and travelling communities have been implicated in outbreak of measles [2,3]. The outbreak described here indicates that the anthroposophic community also is an at-risk group of measles spread, because many parents in this group choose not to vaccinate their children with the MMR vaccine [4]. Anthroposophy, based on the writings of the mystic and social philosopher Rudolf Steiner (1861-1925), combines human development with an investigation of the divine spark found in all of nature. The movement has marked education (Waldorf/Steiner schools) and medicine. Anthroposophical doctors emphasise nature-based therapies that support the body’s innate healing wisdom. Antibiotics, fever-reducing agents, and vaccinations are used at one’s own discretion only [5]. (…)“

    .

    Das Problem ist den Gesundheitsbehörden also bestens bekannt. Sie handeln jedoch nicht …

    Ich fände es spannend, wenn sich Ihre Teilnehmer, „kompetente Vertreter der verschiedensten Berufsgruppen und Einrichtungen (Psychologen, Rechtsanwälte, Mitarbeiter von Jugendämtern, Mitarbeiter von Ministerien, Mitarbeiter der sozialen Dienste der Justitz, Mitarbeiter von Gesundheitsämtern etc.)“ damit auseinandersetzen könnten.

    An der Thematik wird deutlich, dass es sich bei Waldorfschulen tatsächlich um eine „Parallelgesellschaft“ handelt. Aus „Glaubensgründen“ hält man sich nicht an Empfehlungen von Behördenseite, setzt damit sogar das Leben aufs Spiel. Sehr eindrücklich der Fall von „Natalie“ – sprich schockierend: http://www.youtube.com/watch?v=H_f9OE2HcZ4

    .

    Der „Bund der Freien Waldorfschulen“ argumentiert, dass die Impfverweigerung der Eltern deren INDIVIDUELLE Entscheidung sei. Das entsprechende statement ist leider nicht mehr online. In jedem Fall handelte es sich dabei um eine Schutzbehauptung: An Waldorfschulen arbeiten anthroposophische Schulärzte, die Impfgegner sind. Ich sprach darüber auch mit Dr. Christoph König, Landessanitätsdirektor von Salzburg. Er sagte mir, man müsse anthroposophischen Ärzten die Approbation entziehen, ihr Verhalten sei ein Skandal. Dr. Christoph König: http://www.salzburg.gv.at/landessanitaetsdirektion.htm

    .

    Der jüngste Masern-Fall in einer Berliner Waldorfschule:

    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0122/berlin/0036/index.html

    „Masern an der Rudolf-Steiner-Schule

    22.1.2010, Berlin

    Amt schickt auch gesunde Kinder nach Hause

    Thorkit Treichel

    Rund 260 Kinder der Rudolf-Steiner-Schule in Dahlem müssen seit Montag nicht mehr zur Schule gehen. Das ordnete das Gesundheitsamt Steglitz-Zehlendorf an, nachdem in der Schule Masern aufgetreten waren. (…)

    „In diesen Schulen treten häufiger Masernfälle auf, weil die Eltern vehemente Impfgegner sind. Dabei können Masern zum Tod führen.“ (…)“

  • #177
    j.luiten

    @Laurin
    Wenn es spannend wird kommt Lichte wieder mit Teksten die den Kern der Sache nicht tangieren.

    Ich habe gerade gezeigt wie auch nach der reguläre wissenschaftliche Methoden gezeigt werden kann daß es Bewusstsein geben kann ausserhalb des physisschen Körpers.
    Sie reagieren gar nicht darauf daß ein angesehener Wissenschaftler darüber berichtet in „The Lancet“.
    Ich hoffe doch daß Sie wissen was „The Lancet“ ist.
    Das Buch von Van Lommel ist in der Deutschen Sprache übersetzt worden. Pim van Lommel „Endloses Bewusstsein“: Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung. ISBN: 3491360226

  • #178
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Luiten: Wenn es wissenschaftlich bewiesen ist, ist es doch OK. Aber nach ein wenig rumsuchen scheinen durch die Studie mher Fragen aufgeworfen als beantwortett worden zu sein, was sie natürlich nicht abwertet. Wie gesagt: Es geht bei Wissenschaft um ein Verfahren, nicht um die Frage ob einem die Ergebnisse dieses Verfahrens ins weltbild passen.

  • #179
    Helmut

    @Luiten,
    in den Kritiken zu dem Buch “ Endloses Bewußtsein“ wird kritisiert, daß van Lommel keine EEG gemacht hat.

  • #180
    Jan Luiten

    @ Laurin
    Einverstanden
    Nur sollte das Verfahren auch vorurteilslos sein.
    Es ist eigentlich nicht wissenschaftlich um von Anfang an bestimmte Ergebnisse aus zu schliessen. Das heisst man soll nicht sagen ich akzeptiere nur materialistische ergebnisse.

  • #181
    undichte Gummizelle

    “Selbstsicher dank Walddörferschule

    betr.: „Selbstsicher dank Waldorfschule“ von Richard Roman, taz vom 1. 10. 05

    Ich bin nicht auf die Waldorf-, sondern auf die Walddörferschule gegangen, in Hamburg Volksdorf, dem grünen Herzen der Walddörfer.

    Auf Klassenreisen z. B. konnte man gar nicht laut genug darauf hinweisen, weil Herbergsväter, wenn sie „Walddörfer“ hörten und „Waldorf“ verstanden, sofort Angst bekamen, sie müssten sich jetzt eine Woche lang mit verzärtelten, bettnässenden Einzelkindern herumschlagen, die keine Margarinestullen schmieren und nicht Backschaft machen können. Wegen der Epitheta „hochkarätig“ und „Elite“ will ich mal davon absehen, eingeschnappt zu sein.

    HARRY ROWOHLT, Hamburg”

  • #182
    undichte Gummizelle

    „GN: Haben Sie etwas dagegen, mit der Waldorfschule in Verbindung gebracht zu werden?

    Harry Rowohlt: Alles. Wegen der ewigen Verwechselung habe ich mich mal mit den Schriften Rudolf Steiners beschäftigt. Da fand ich eine schöne Textstelle: „Der Blonde, Blauäugige ist dem Dunkelhaarigen, Braunäugigen intellektuell überlegen, weil bei Letzterem zuviel Geisteskraft in die Pigmentierung fließt“. Das wäre geeignet gewesen für ein Quellenverzeichnis von Hitlers „Mein Kampf“. Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“

    http://www.nordkolleg.de/uploads/media/pm-Interview-Durstewitz-Rowohlt_090909.pdf

  • #183
    J. Luiten

    @ 182
    Mit dem Link den sie geben kommen wir nicht weiter.
    Geben sie bitte an wo genau sie diese Textstelle gefunden haben.

  • Pingback: Waldorf-Kritik: Wenn das Licht ausgeht « Ruhrbarone

  • Pingback: Steiner: Behinderte Kinder “minderwertig” « Aufklärung 2.0

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  • #187
    Andreas Lichte

    Neuer Artikel der Ruhrbarone zur Waldorfschule:

    http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschule-eine-soziale-frage/

    “Die Waldorfschule: Eine soziale Frage?”

    (…) Nach der Lektüre des Erziehungswissenschaftlers Prange und der anthroposophischen Autorität Veltman kann ich nur zu dem Schluss kommen – und dies auch in Hinblick auf meine eigenen Erfahrungen, als ich noch selber in der Waldorfbewegung aktiv war –, dass die soziale Umgebung einer Waldorfschule in keiner Weise Kindern die Grundlage bieten kann, eigenverantwortliche, soziale menschliche Wesen zu werden.”

  • Pingback: Waldorfschule: „Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“ | Ruhrbarone

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  • Pingback: Waldorfschule: Physik vom Hellseher | Ruhrbarone

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  • Pingback: Waldorfschule Schloss Hamborn, das anthroposophische Zentrum in Ostwestfalen | Ruhrbarone

  • Pingback: Anthroposophische Vergangenheitsbewältigung. « Reflexion

  • #194
    Andreas Lichte

    Die zukünftigen Waldorflehrer „lernten“ am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin” auch Physiognomik: An der Schädelform, etc., lässt sich laut Anthroposophie der Charakter des Kindes bestimmen.

    (zur Pseudowissenschaft Physiognomik: http://de.wikipedia.org/wiki/Physiognomik )

    Ich habe seinerzeit mal ganz vorsichtig gefragt:

    “Sollte man nach DER Geschichte – dem Nationalsozialismus – nicht vorsichtig mit der Schädelkunde umgehen?”

    Der Dozent Wilfried Jaensch gab zu verstehen, dass es nur auf die “richtige” – also: anthroposophische – Haltung ankomme.

    Hier mehr zum Anthroposophen Wilfried Jaensch:

    “Anthroposophische Vergangenheitsbewältigung.”

    http://reflexion.blogsport.de/2010/09/04/anthroposophische-vergangenheitsbewaeltigung/

  • Pingback: 3 Jahre Rudolf Steiner ist: „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“ | Ruhrbarone

  • #196
    Andreas Lichte

    Das Dossier zur Waldorfschule und zur “Ausbildung” von Waldorflehrern am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin”:

    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_dossiers/waldorfschule_anthroposophie/

    “Waldorfschule & Anthroposophie”

    Markus Beauchamp, Nicole Glocke, Andreas Lichte: “Rudolf Steiner in Berlin”
    Markus Beauchamp, Nicole Glocke und Andreas Lichte über den Begründer der Waldorf-Pädagogik.
    Novo88 (5-6 2007), S. 56, http://www.novo-magazin.de/88/novo8856.htm

    Nicole Glocke: “Inkarnieren zum Klavier”
    Nicole Glocke über ihre Erfahrungen am Seminar für Waldorfpädagogik in Berlin.
    Novo88 (5-6 2007), S. 57-59, http://www.novo-magazin.de/88/novo8857.htm

    Andreas Lichte: “Die Welt in meinen Füßen”
    Andreas Lichte über die Seriosität von Waldorfschulen.
    Novo82 (5-6 2006), S. 16-18, http://www.novo-magazin.de/82/novo8216.htm

    Andreas Lichte: “Vom zweifelhaften Erfolg der Waldorf-Pädagogik”
    Andreas Lichte über esoterische Anthropologie und deren Unvereinbarkeit mit aufklärerischer Bildung.
    Novo 73/74 (11 2004-02 2005), S. 22-24, http://www.novo-magazin.de/73/novo7322.htm

    Andreas Lichte: “Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand”
    Erlebnisbericht eines Hospitanten, der das Weite suchte.
    Novo71 (7-8 2004), S. 38-43, http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm

  • Pingback: Waldorf Schools: Rudolf Steiner’s books are “an incitement to racial hatred”, says BPjM | Ruhrbarone

  • #198
  • #199
    Deutschlandradio Kultur – Zeitreisen: Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?

    Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?

    Zum 150. Geburtstag des Waldorfschulengründers Rudolf Steiner

    Ein Feature von Julia Eikmann

    Deutschlandradio Kultur – Zeitreisen – 23.2.2011

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitreisen/1395925/

    ……………………………………………………………..

    [über das „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“:]

    O12: Lichte: Gehirnwäsche 0’25

    “Es war wie eine Gehirnwäsche in Sachen Steiner. Wir haben keinerlei wissenschaftlichen Unterricht gemacht, das heißt, wir haben keine pädagogische Fachliteratur gelesen, wir haben nur Steiner gelesen. Der ganze Unterricht war nur Anthroposophie. Auch normale Fragen waren schon unerwünscht, also Hintergrundfragen. Wie meint Rudolf Steiner das denn nun, kann man das so sehen, wie zum Beispiel indische Philosophen die Welt beschreiben, gibt es da Ähnlichkeiten, also so eine Frage war schon Ketzerei, ja.”

    Ein anderer Teilnehmer des Lehrerseminars bittet den Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Berlin in einem Brief um staatliche Überprüfung der dortigen Lehrerbildung und Lehrinhalte. Er schreibt:

    Z4: Zitator:

    “Ich besuchte die Oberstufenmethodik. Auch hier war die Grundlage jeglicher Betrachtung seitens der Dozenten Rudolf Steiner: Alles beginnt und endet mit ihm. Jede Empfehlung, jedes Betrachten des Schülers und des Unterrichts wird durch die Texte Steiners erklärt und interpretiert. Da bleibt kein Raum für Veränderungsvorschläge oder eine wissenschaftliche Auseinandersetzung – ein Vergleich mit pädagogischen Standardwerken findet nicht statt.”

  • #200
    “Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“

    “Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“

    Unser Gastautor Andreas Lichte war als Experte zur Waldorfschule beim Deutschlandradio Kultur zu Gast. In der „Zeitreisen“-Sendung „Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?“ am 23.2.2011 berichtete er auch von seinen Erfahrungen während seiner Ausbildung zum Waldorflehrer am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“. Hier eine Extended Version.

    (…) Gewöhnungseffekt – niemand sagt etwas, alles wird hingenommen. Natürlich auch, dass jedes Schulfach zu Anthroposophie wird. Selbst in den wissenschaftlichen Fächern findet man „Höhere Erkenntnisse“ Rudolf Steiners:

    Ein letztes Mal quietscht die Kreide über die Tafel. Der Gastdozent steht bewundernd vor seiner vollendeten Unendlichkeitskonstruktion. Den Kreidestaub aus seiner Aura und seinem modischen Jackett klopfend, holt er nun zur Offenbarung letzter Wahrheiten aus: „Sie sehen, der Mensch besitzt die Fähigkeit zur Erkenntnis des Unendlichen, des Göttlichen …“ Das Fach: Mathematik, genauer: „darstellende Geometrie“.

    Im Fach „Himmelskunde“ hantiert ein anderer Gastdozent mit einer Antiquität: einer „Armillarsphäre“. Das ist ein Modell des geozentrischen Weltbildes, in dem die Erde Mittelpunkt des Universums ist. Er will den Schülern den Himmel auf „natürliche Weise“ nahe bringen, „so wie der Mensch ihn erlebt“. Warum? Der Gastdozent erläutert es mit einem Schiller-Zitat: „Es knüpft dein Zenit und Nadir dich an die Achse der Welt …“, „das bringt eine moralische Dimension“. Leider lösen Moral und Schiller bei den Seminaristen nur Erstaunen aus, deshalb erklärt er dasselbe noch einmal, diesmal zum Anfassen: „Das Zentrum der Welt ist in meinen Füßen, das Zentrum der Welt ist in meiner Haarspitze. Sie sind immer das Zentrum … ein erbauender Gedanke! Der Mensch, sein Ich, steht im Zentrum der Welt: Ich bin Gott …“

    In der „Pflanzenkunde“ spricht man über den „Charakter von Pflanzen”, gute und böse Pflanzen. Ein Seminarist fragt: „Das werden Sie den Eltern doch nicht so sagen?!” Der Dozent Klein antwortet: „Nein, natürlich nicht!”

    (…) vollständiger Artikel: http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/

  • #201
    Sommerlachen: Rudolf Steiner, Detmold und die Mission einzelner Volksseelen | Ruhrbarone

    „Sommerlachen: Rudolf Steiner, Detmold und die Mission einzelner Volksseelen | Ruhrbarone

    (…) Man kann Steiner kritisieren. Man kann sich über die Buchstabentänzer lustig machen. Man kann argumentieren, analysieren und diskutieren. Haben wir alles gemacht. Aber heute greifen wir zu einem ganz üblen Mittel: Dem Zitat. Nach der Lektüre des Steiner-Textes “Die Mission einzelner Volkseelen” bin ich mir unsicher: Entweder hätte der arme Kerl damals einen Arzt gebraucht oder wir haben es bei ihm mit einem Zyniker zu tun, der rausbekommen wollte, welchen Unfug man denn den Menschen so erzählen kann, ohne das ihr Gehirn platzt (…)“

    zu den Zitaten Rudolf Steiners:

    http://www.ruhrbarone.de/sommerlachen-rudolf-steiner-detmold-und-die-mission-einzelner-volksseelen/

  • #202
    Andreas Lichte

    Kommentar mit weiteren grossartigen Steiner-Zitaten zu „Sommerlachen: Rudolf Steiner, Detmold und die Mission einzelner Volksseelen“:

    http://www.ruhrbarone.de/sommerlachen-rudolf-steiner-detmold-und-die-mission-einzelner-volksseelen/comment-page-1/#comment-95285

    „Das ist ja wohl eine ziemlich einseitige Auswahl von Steiner-Zitaten, die Steiner in einem ganz falschen Licht dastehen lässt. Hier mal ein paar weitere Zitate aus Rudolf Steiners Werken, um einen etwas objektiveren Einblick in sein großartiges Werk zu gewähren:

    —> “Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt. Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird” (Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft , GA 327, S.201)

    —> “Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will […]” (Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik, GA 293)

    —> “Aber mit der Zeit verliert sich die Blondheit, weil das Menschengeschlecht schwächer wird. Und die Erdenmenschheit würde vor der Gefahr stehen, daß die ganze Erdenmenschheit eigentlich dumm würde, wenn nicht das kommen würde, daß man eine Geisteswissenschaft haben wird, eine Anthroposophie, die nicht mehr auf den Körper Rücksicht nimmt, sondern aus der geistigen Untersuchung selbst heraus die Gescheitheit wieder holt, wenn ich so sagen darf […] Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit. Geradeso wie sie wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben sie ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Haare und Augen hinein.” (Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre” GA 348, S. 102)

    —> “Der tierische Organismus lebt im ganzen Haushalt der Natur darin. Von vorne nach hinten im Tier: Von der Schnauze gegen das Herz zu hat es die Saturn-, Jupiter-, Marswirkungen, in dem Herz die Sonnenwirkung, dahinter gegen den Schwanz zu die Venus-, Merkur- und Mondwirkung […] Das vom Mond zurückgestrahlte Sonnenlicht ist ganz unwirksam, wenn es auf den Kopf eines Tieres scheint. Aber diese Dinge gelten namentlich für das Embryonalleben. Das Mondlicht entfaltet seine größte Wirkung, wenn es auf den Hinterteil eines Tieres scheint.” (Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, S. 60)

    —> “Beim Menschen wird möglichst viel umgesetzt von Bauchdünger in Gehirndünger, weil der Mensch ja sein Ich auf der Erde trägt; beim Tier weniger, daher bleibt mehr drinnen in dem Bauchdünger, der dann zum wirklichen Dünger verwendet wird. Da bleibt mehr Ich in der Anlage drinnen. Weil es das Tier nicht zum Ich bringt, bleibt da mehr Ich in der Anlage drinnen. Daher sind tierischer Mist und menschlicher Mist zwei ganz verschiedene Dinge. Tierischer Mist enthält noch die Ich-Anlage. Und wir finden, wenn wir misten, wenn wir Dünger von außen her an die Wurzel, das Ich an die Wurzel, an die Pflanzen herangebracht haben, daß wir, wenn wir vollständig die Pflanze zeichnen (Zeichnung), hier unten die Wurzel haben, oben die sich entwickelnden Blätter und Blüten haben, daß sich hier das Astralische hinzuentwickelt durch den Verkehr mit der Luft, hier sich entwickelt durch den Verkehr mit dem Dünger die Ich-Anlage der Pflanze.” (Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, S.202)

    —> “Die Wurzel der Pflanze ist mit dem Kopf verwandt. Wenn wir das bedenken, wird uns gewissermaßen ein Licht aufgehen über die Bedeutung der Wurzel. Denn die Kartoffel, die hat Knollen; das ist etwas, was nicht ganz Wurzel geworden ist. Man ißt also, wenn man viel Kartoffel ißt, vorzugsweise Pflanzen, die nicht ganz Wurzel geworden sind. Wenn man sich also beschränkt auf das Kartoffelessen und zuviel Kartoffeln ißt, kriegt man nicht genug in den Kopf hinein. Es bleibt unten im Verdauungstrakt. So daß es also so ist, daß mit dem Kartoffelessen die Menschen in Europa ihren Kopf, ihr Gehirn vernachlässigt haben. Diesen Zusammenhang sieht man erst, wenn man Geisteswissenschaft treibt. Da sagt man sich: Seit Europa diese Kartoffelnahrung immer mehr und mehr überhand genommen hat, seit der Zeit ist der Kopf des Menschen unfähiger geworden.” (Rhythmen im Kosmos und im Menschenwesen. Wie kommt man zum Schauen der geistigen Welt?, GA 350, S.210)

    —> “Wer diese [übersinnlichen] Welten leugnet, der sagt nichts anders, als daß er seine höheren Organe noch nicht entwickelt hat.” (Theosophie. Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung” GA 9, S.61)

    Genug gelacht? Dann nochmal kurz das hier:

    —> “Das Judentum als solches hat sich aber längst ausgelebt, hat keine Berechtigung des modernen Völkerlebens, und daß es sich dennoch erhalten hat, ist ein Fehler der Weltgeschichte, dessen Folgen nicht ausbleiben konnten. Wir meinen hier nicht die Formen der jüdischen Religion alleine, wir meinen vorzüglich den Geist des Judentums, die jüdische Denkweise.” (Gesammelte Aufsätze zur Literatur,GA 32, S.152f.)

    (P.S.: Und jetzt mal wirklich ganz im Ernst: Bitte nicht immer gleich den Leuten irgendwelche Krankheiten unterstellen oder sie zum Arzt schicken, nur weil sie völligen Unsinn von sich geben oder schlimme Sachen tun. Klar, die Psychiater würden schon was diagnostizieren, die haben schließlich auch ihren Stolz. Aber Pathologisierung taugt weder als Pointe noch ist sie in der politischen Auseinandersetzung mit so einem gefährlichen Unsinn hilfreich.)“

  • #203
    Andreas Lichte

    Bildungswissenschaftler Prof. Stefan Hopmann über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie. Das Interview führte Andreas Lichte für die Ruhrbarone:

    „(…) Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun (…)“

    zum vollständigen Interview:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • #204
    Andreas Lichte

    „Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte

    Prof. Dr. Peter Loebell, Dozent an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart, behauptet, dass die für die Waldorfpädagogik zentrale „Jahrsiebte-Lehre“ Rudolf Steiners mit der empirischen Forschung vereinbar sei (…)

    (…) Aha. Das sieht der „geschulte Hellseher“ Rudolf Steiner. Aber warum meint Loebell, sich auf Steiner berufen zu können? Ist Loebell selber „geschulter Hellseher“? Oder plappert er einfach nur nach, was ihm Rudolf Steiner vorgesagt hat? Das möchten wir bei einem „Prof. Dr.“ doch nicht hoffen! (…)“

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-prof-peter-loebell-verkauft-rudolf-steiners-jahrsiebte/

  • #205
    Andreas Lichte

    “Waldorfschule: Dr. Detlef Hardorp verkauft Rudolf Steiners Rassismus als Multikulti

    Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg, behauptet, dass sich Rudolf Steiner für eine multikulturelle Gesellschaft engagiert habe (…)

    (…) Es ist also besser, niemals ungeprüft einem Funktionär der Waldorfschulen zu glauben, und schon gar nicht Detlef Hardorp, denn was ist von einem Anthroposophen zu halten, der wie Hardorp auch noch Rudolf Steiner zum eigentlichen Entdecker der Quantenphysik verklärt?

    Die Einordnung von Rudolf Steiners Rassimus überlasse ich Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, den ich für die Ruhrbarone interviewte, Zitat Hopmann:

    „Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Steiner zu einer eigenen Weltanschauung amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein kann. Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist.“

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-dr-detlef-hardorp-verkauft-rudolf-steiners-rassismus-als-multikulti/

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  • #210
    Religionsschule Waldorfschule

    Religionsschule Waldorfschule: ein „Umkreisen Gottes“

    http://www.ruhrbarone.de/religionsschule-waldorfschule-ein-umkreisen-gottes/

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  • #212
    Andreas Lichte

    “Die Sekte und die Schule – Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann im Interview über die Waldorfschule

    Ende Dezember 2011 gibt es in Deutschland 227 Waldorfschulen. Betrieben werden sie von der „Anthroposophie als Ersatzreligion des Bildungsbürgertums“, so „Die Zeit“. Bis heute ist Rudolf Steiner (1861–1925), Begründer der Religion Anthroposophie, unangefochtener Guru der Waldorfschulen. Das erstaunt doch sehr:

    – Rudolf Steiner ist selbsternannter Hellseher, behauptete, in der „Akasha-Chronik“, einem „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“ lesen zu können.

    – Rudolf Steiner ist Rassist, sein Programm in Kürze, Zitat Steiner: „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.“

    – Rudolf Steiner hatte keinerlei pädagogische Ausbildung, Kurt Tucholsky schreibt: „Man sagt, Herr Steiner sei Autodidakt. Als man dem sehr witzigen Professor Bonhoeffer in Berlin das einmal von einem Kollegen berichtete, sagte er: »Dann hat er einen sehr schlechten Lehrer gehabt –!«“

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie: (…)”

    zum Interview: http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/01/18/150-jahre-rudolf-steiner-prof-hopmann-im-interview-uber-die-waldorf-sekten-schule/

  • #213
    Andreas Lichte

    „Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute

    Waldorfschulen und Anthroposophie versuchten, mit den Nationalsozialisten zusammenzuarbeiten, wie es in einem Memorandum der Vereinigung der Waldorfschulen an Rudolf Hess offenbar wird (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/hitler-steiner-mussolini-anthroposophie-und-faschismus-gestern-und-heute/

  • #214
    Andreas Lichte

    “Hitler, Steiner, Mussolini

    (hpd) Andreas Lichte beschreibt eine in Deutschland weitestgehend unbekannte historische und aktuelle Situation in Italien und kommt in seinem Artikel „Zur Anthroposophie im italienischen Faschismus und ihrer anthroposophischen Rezeption heute“ zu belegten Darstellungen und Schlussfolgerungen, die ein helles Licht auf die Implikationen der Anthroposophie werfen.

    Waldorfschulen und Anthroposophie versuchten, mit den Nationalsozialisten zusammenzuarbeiten, wie es in einem Memorandum der Vereinigung der Waldorfschulen an Rudolf Hess offenbar wird: Man erklärte, dass Waldorfschulen „in kleinem Maßstab das verwirklichten, was die Volksgemeinschaft im nationalsozialistischen Staat im Großen anstrebt“.(1) Wurde die Anthroposophie von den Machthabern in Deutschland letztlich als weltanschauliche Konkurrenz wahrgenommen, so war sie in Italien eine willkommene „spirituelle“ Ergänzung des Faschismus. Hier konnten Anthroposophen ihren Traum von der „überlegenen arischen Rasse“ (2) ausleben, und daran arbeiten, Rudolf Steiners programmatische Aussage „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ (3) zu verwirklichen.

    „Rudolf Steiner war ein wahrhaft idealer Vorläufer des neuen Europa von Mussolini und Hitler. Ziel dieser Schrift war es, den Geist und die Figur dieses großen, modernen, deutschen Mystikers für die Bewegung zu beanspruchen – eine Bewegung, die nicht nur politisch, sondern auch spirituell ist – eingeführt in die Welt von den zwei parallelen Revolutionen, der Faschistischen und der Nationalsozialistischen Revolution, denen Rudolf Steiner als echter Vorläufer und spiritueller Pionier in idealer Weise angehört.“ (4) (…)“

    weiter: http://hpd.de/node/12972

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  • #216
    Andreas Lichte

    Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’

    (…) „Das Motto der Waldorfbewegung im »Dritten Reich« lautete: »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft.«1

    Ihrer Selbstdarstellung zufolge lieferte die anthroposophische Pädagogik einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Deutschlands durch »die Pflege des völkischen Gedankens und die Betonung des Wesens und der Aufgaben des deutschen Geistes« und stand damit »im Einklang mit der Grundgesinnung des nationalsozialistischen Staates«.2“3 (…)

    Kontinuität bis in die Gegenwart: Atlantis und die Rassen

    „Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus, schrieb Karutz 1934, »gewinnt man auch die positive Einstellung zur Rasse wieder, die unter dem wissenschaftlichen Materialismus verlorengegangen war«31: »Die nationalsozialistische Völker- und Rassenpolitik ist in der geistigen Wirklichkeit verankert.«32

    Um die Zusammengehörigkeit von anthroposophischer und nationalsozialistischer Rassenlehre zu dokumentieren, zitierte er Steiner und Hitler nebeneinander als Beweis, »dass sich hierin die auf Blut, Boden, Vererbung aufgebaute Weltanschauung des Dritten Deutschen Reiches und die Geisteswissenschaft nicht widersprechen«.33

    Karutz erklärte: »Der Nationalsozialismus ist, vielen unbewusst, tatsächlich eine geistige Bewegung, Rassenbildung und Rassenschichtung in Europa gehen tatsächlich bis in jene atlantischen Zeiten zurück, von denen Rudolf Steiner spricht.«34“35

    „Rassenbildung und Rassenschichtung in Europa gehen tatsächlich bis in jene atlantischen Zeiten zurück, von denen Rudolf Steiner spricht“ – und von denen auch noch in der Gegenwart „gesprochen“ wird, in Waldorfschulen, wenn „Atlantis“ und die darauf folgenden anthroposophischen „Kulturepochen“36 unterrichtet werden. Die Kultusministerien und Schulaufsichten scheinen sich nicht dafür zu interessieren, wenn damit in Waldorfschulen Rassismus in „kindgerechter Form“ vermittelt wird – und die Eltern?

    O-Ton aus dem 45-minütigen TV-Feature des SWR, „Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?“:

    „Mutter: »Also ich bin noch nie über irgendwelche Inhalte gestolpert, die mich irritiert hätten, ist mir nicht passiert.«

    SWR: »Aber uns. Als wir in Julias alten Epochenheften graben, finden wir ein Geschichtsheft, das doch tatsächlich mit der Beschreibung von Atlantis beginnt …«“ (…)“

    zum vollständigen Artikel mit Quellenangaben und links: http://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/

  • #217
    Lukas Böhnlein

    Wer mal einen Blick in ein Heft eines Waldorfschülers werfen möchte, kann dies hier tun: http://blog.lukas-boehnlein.de/2012/08/sehen-lassen-gilt-was-wird.html

  • #218
    Andreas Lichte

    „Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft – offener Brief an Senator Ties Rabe, Hamburg

    von Andreas Lichte, Berlin, 3. September 2012 (…)

    Anthroposophische Geschichtsschreibung:

    In der Waldorfschule wird anthroposophische Geschichte unterrichtet. Ausgehend vom „Platonischen Weltenjahr“ mit einer Länge von 25 920 Jahren unterscheidet die Anthroposophie „Kulturepochen“ von 2160 Jahren Dauer. Unterrichtet wird in der Fünften Klasse der Waldorfschule:

    • Atlantis

    • Urindische Kulturepoche: 7227 – 5067 v. Chr.

    • Urpersische Kulturepoche: 5067 – 2907 v. Chr.

    • Ägyptisch-Chaldäische Kulturepoche: 2907 – 747 v. Chr.

    • Griechisch-Lateinische Kulturepoche: 747 v. Chr. – 1413 n. Chr.

    • Germanisch-Angelsächsische Kulturepoche: 1413 – 3573 n. Chr.

    Nach anthroposophischer Geschichtsschreibung leben wir heute in der „Fünften nachatlantischen Kulturepoche“ (1413 – 3573 n. Chr.). An der Verwendung des Begriffs „nachatlantisch“ lässt sich die zentrale Bedeutung des anthroposophischen Atlantis-Mythos erkennen:

    Ohne Atlantis könnte es nach anthroposophischer Auffassung die Menschheit in ihrer heutigen Form gar nicht geben – Atlantis ist für die Anthroposophie eine historische Tatsache (…)“

    zum vollständigen offenen Brief an Senator Ties Rabe, Hamburg: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-in-staatlicher-traegerschaft-offener-brief-an-senator-ties-rabe-hamburg/

  • #219
    Andreas Lichte

    „Esoterik an Waldorfschulen – Bildung dank ‘Bildekräften’: Lest Rudolf Steiner!

    Die aktuelle Debatte um die Gründung einer „staatlichen Waldorfschule“ in Hamburg wirft die Fragen auf: Soll Anthroposophie zum staatlichen Schulprogramm zählen? Wie esoterisch ist die Waldorfschule? Von unserer Gastautorin Jana Husmann (…)

    (…) Die Begleitliteratur für Waldorflehrer jedenfalls liest sich als Wegweiser der Steinerschen Esoterik. Darin spielt auch der oben erwähnte Begriff der „Bildekräfte“ immer wieder eine Rolle. Laut Anthro-Wiki sind Bildekräfte „ätherische Universalkräfte, in denen und durch die die höheren Hierarchien bis hinauf zu den erhabenen Tierkreiswesen gestaltend wirken.” Der Buchtitel „Bildekräfte der Dichtung. Zum Literaturunterricht der Oberstufe“ (1992) von Heinrich Schirmer lässt also auf tiefe bzw. hohe Einsichten hoffen. Ähnlich wegweisende Inhalte verspricht der Titel des Sammelbandes „Spirituelle Aufgaben des Unterrichts in den Entwicklungskrisen der Gegenwart” (1999). Und auch der von Christoph Göpfert 1999 herausgegebene Band „Das lebendige Wesen der Erde. Zum Geographieunterricht der Oberstufe“ setzt einen Schwerpunkt auf die Vermittlung der geistigen Welten, wenn es in der Einführung des Buches heißt:

    “Zu einer wirklichkeitsgemäßen Anschauung vom Wesen der Erde als eines lebendigen Organismus gelangt man erst, wenn man die Erkenntnisse Rudolf Steiners über die ätherischen Bildekräfte berücksichtigt. Sie wirken nicht nur als Träger von Leben, Formbildung und Wachstum in Pflanze, Tier und Mensch, sondern man kann auch von einem ‘Ätherleib der Erde’ sprechen.”[ii]

    Sicherlich „kann“ man von derartigen anthroposophischen Weisheiten sprechen und auch daran glauben, die Frage ist nur, ob der Geographieunterricht der Oberstufe hierfür der geeignete Ort ist und wenn ja, inwiefern die Steinerschen Thesen transparent zutage treten oder – wie auch immer – „subtil“ vermittelt werden. Die Krux der Waldorfpädagogik liegt in eben dieser Form der Intransparenz und einer strukturell beförderten Willkür, die es letztlich den einzelnen Lehrkräften aufbürdet und überlässt, wie und wie viel anthroposophische Inhalte die Klassenzimmer erreichen. (…)“

    zum vollständigen Artikel von Dr. Jana Husmann mit Quellenangaben: http://www.ruhrbarone.de/esoterik-an-waldorfschulen-bildung-dank-bildekraeften-lest-rudolf-steiner/

  • #220
    Andreas Lichte

    „Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

    Bei Diskussionen mit Befürwortern der Waldorfschule bekommt man immer wieder Standard-Antworten zu hören, wie sie der ehemalige Waldorfschüler Lukas Böhnlein in seinem „Waldorfschulen Bullshit-Bingo“ festgehalten hat. Sehr beliebt dabei: „Du hast noch nie eine Waldorfschule von innen gesehen!“ Kritik VON AUSSEN wird damit jegliche Berechtigung abgesprochen. Aber daraus ergibt sich auch die Frage: „Was können Eltern und Schüler IN DER WALDORFSCHULE eigentlich sehen, wenn sie nichts über Rudolf Steiners ‘Anthroposophie’ wissen, auf der die gesamte Waldorfpädagogik basiert?“ (…)“

    weiterlesen: http://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/

  • #221
    Andreas Lichte

    Waldorfschule: Versteinerte Erziehung

    Im Dezember 2012 gibt es in Deutschland 234 Waldorfschulen, die nach der von Rudolf Steiner entwickelten Waldorfpädagogik unterrichten. Sie versprechen freieres und ganzheitliches Lernen mit „Kopf, Herz und Hand“ als Alternative zur öffentlichen Schule. Doch ist die Waldorfschule wirklich frei? Von unserem Gastautor André Sebastiani (…)“

    weiter zum Artikel von André Sebastiani: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-versteinerte-erziehung/

  • #222
    Andreas Lichte

    Erste deutsche staatliche Waldorfschule: Wirbt Christian Füller, taz, für die ‘Sekte’ Anthroposophie?

    Regelmässig erfreut die taz ihre anthroposophischen Leser mit der Beilage „taz THEMA Anthroposophie“. Nun wirbt Christian Füller in der taz-Rubrik „Zukunft – Bildung“ für ein höchst umstrittenes Schulprojekt, die erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands, als „Zukunftsmodell für das Bildungswesen“. Wirbt Christian Füller damit für die, Zitat Prof. Hopmann, „Sekte“ Anthroposophie? (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/erste-deutsche-staatliche-waldorfschule-wirbt-christian-fueller-taz-fuer-die-sekte-anthroposophie/

  • #223
    Andreas Lichte

    Henning Kullak-Ublick, der ‘Bund der Freien Waldorfschulen’, und die Glaubwürdigkeit

    Die von André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, initiierte Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ macht weiter Schlagzeilen. Nun berichtete auch der Deutschlandfunk. Und Henning Kullak-Ublick, Vorstand des „Bundes der Freien Waldorfschulen“, hält urplötzlich eine „Waldorf-Schule light“ für möglich, nachdem diese zuvor von Waldorf-Seite entschieden abgelehnt worden war: ist Kullak-Ublick glaubwürdig? (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/henning-kullak-ublick-der-bund-der-freien-waldorfschulen-und-die-glaubwuerdigkeit/

  • #224
    Andreas Lichte

    ‘Waldorfpädagogik ist gefährliche Esoterik’ – André Sebastiani im Interview mit der taz über die geplante ‘staatliche Waldorfschule’  

    Noch im Januar 2013 warb Christian Füller in der taz für die umstrittene erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands und diffamierte dabei André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, tollpatschig als „Rudolf-Steiner-Hasser“. Nun bietet die taz Sebastiani die Chance, in einem Interview die Gründe für die von ihm initiierte Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ darzustellen (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/waldorfpaedagogik-ist-gefaehrliche-esoterik-andre-sebastiani-im-interview-mit-der-taz-ueber-die-geplante-staatliche-waldorfschule/

  • #225
    Andreas Lichte

    Ansgar Martins, waldorfblog, behauptet, dass 99% der Waldorflehrer den Scharlatan und Rassisten Rudolf Steiner unterstützen:

    „(…) Hier zeigt sich dann auch, wie weit Ullrichs Behauptung zutrifft, ‘dass 90 Prozent der Waldorf-Pädagogen … fest in der Anthroposophie Rudolf Steiners verhaftet’ seien. Auch wenn ‘nur’ ein Drittel der Waldorflehrer zu den ‘praktizierenden’ Anthroposophen gehört, scheint nicht nur für 90, sondern eher 99% eine “Waldorfschule ohne Steiner” kein anstrebenswertes Ziel zu sein. (…)“

  • #226
    Andreas Lichte

    Helmut Zander über die – „desaströse“ – kommentierte Neuauflage von Rudolf Steiner, „Geisteswissenschaftliche Menschenkunde“:

    „(…) Den politischen Höhepunkt dieser Auseinandersetzung markiert eine Stellungnahme der deutschen Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Sie kam 2007 zu dem Ergebnis, dass es Vorstellungen Steiners gebe, die «als zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen» seien. Eine Indizierung entsprechender Bände der Steinerschen Schriften konnten Anthroposophen nur mit der Zusage abwenden, dass spätestens innerhalb eines Jahres eine Überarbeitung dieser Bände vorliegen werde. Damit nahmen sie es aber nicht so genau, es dauerte vier Jahre, bis ein erster Band, die «Geisteswissenschaftliche Menschenkunde» von 1908/09, neu erschien.

    Das Ergebnis ist desaströs. In einem knappen Hinweis distanziert man sich von Interpretationen der Aussagen Steiners, «insofern sie heute in irgendeiner diskriminierenden Art verstanden [. . .] werden sollten», während Steiner mit wenigen Aussagen, die die rassistischen Formulierungen relativieren, freigekauft wird. Aber kein Wort über Steiners Fortschrittsdenken, das seine Rassentheorien bedingt, kein Wort über die «Weissen», die er lebenslang zur kulturellen Avantgarde überhöhte, keines zu den «passiven Negerseelen» in dem Band. (…)“

    Quelle: Helmut Zander, „Rudolf Steiners Rassentheorien – Was tun mit einem unannehmbaren Erbe?“, Neue Zürcher Zeitung, 18. April 2013, http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/literatur/was-tun-mit-einem-unannehmbaren-erbe-1.18066165

    Siehe zum Indizierungsverfahren der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) gegen Rudolf Steiner:

    „3 Jahre Rudolf Steiner ist ‘zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen’“

    http://www.ruhrbarone.de/3-jahre-rudolf-steiner-ist-zum-rassenhass-anreizend-bzw-als-rassen-diskriminierend-anzusehen/

  • #227
    Evgeniya

    „…Wie akut ist denn der Rassismus in der Waldorfschule?
    Akut kann er IN der Waldorfschule gar nicht werden, da Waldorfschulen weitgehend „ausländerfreie Zonen“ sind.“

    Das stimmt einfach nicht. Meine Tochter geht in die Waldorfkita, mein Sohn geht in die Waldorfschule, wobei die beiden Deutsch erst im Kindergarten gelernt haben (bzw. sind im Prozess). Ich kenne noch mindestens zwei Mitschüler meines Sohnes und im Kindergarten noch mehr Kinder, deren Eltern Ausländer sind. Und es gab KEINEN einzigen Fall, wo wir uns als Fremdelementen in der „ausländerfreie Zone“ fühlen könnten.
    Das, was Sie schreiben, scheint genauso ein Klischee, wie die fanatisch anthroposophische Äußerungen, zu sein. Jedes Wort und jeder historische Fakt kann 100 Mal anders interpretiert werden. Manche von Steiners gedanklichen Konstrukten sind aus der heutigen Perspektive tatsächlich nicht korrekt, das ändert aber nichts daran, dass das Kernprinzip sehr produktiv für Kinderpädagogik entwickelt werden kann und es wird de facto auch so gemacht, zumindest in unserer Waldorfeinrichtungen (Kindergarten Rosenhof, Johannes-Schule Berlin). Da bin ich mir sicher, dass meine Kinder mit hoher Aufmerksamkeit auf die individuelle Besonderheiten und liebevoll betreut werden. Da weiß ich, dass auf die Kreativität und freies Denken, aber auch auf innere und äußere Disziplin ein großes Wert gelegt wird. Und in dem Sinne ist es absolut unwichtig, welche falsche Schriften Steiner am Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst hatte – ich kann praktisch sehen, wie produktiv seine richtige Schriften angewendet werden können.

  • #228
  • #229
    Wissenschaftsrat der GWUP an Senator Ties Rabe

    Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg

    Offener Brief an den Hamburger Schulsenator Ties Rabe

    Sehr geehrter Herr Senator Rabe,

    mit Unverständnis und großer Sorge haben wir Ihre Entscheidung zur Kenntnis genommen, im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ein Waldorfkonzept in die bestehende Schule an der Fährstraße zu integrieren. Wir halten diese Entscheidung für ein völlig falsches Signal für den Wissenschafts- und Bildungsstandort Hamburg, die für Deutschland ein Präzedenzfall wäre, und fordern Sie dringend auf, diese Entscheidung zurückzunehmen.

    Die Waldorfpädagogik wurde durch den Esoteriker und Okkultisten Rudolf Steiner begründet und ist Teil seiner esoterischen, anthroposophischen Lehre. Sie enthält ein Sammelsurium von anti-aufklärerischen, pseudowissenschaftlichen und rassistischen Ideen. Dazu zählen beispielsweise eine esoterische Entwicklungslehre („Jahrsiebte“) und eine willkürliche Einteilung der Charaktere der Schüler und Schülerinnen in vier Grundtypen („Temperamente“). Der Waldorf-Klassenlehrer soll nach Steiner Künstler, Priester und höchste Autorität sein. Er soll das Temperament und das angebliche „Karma“ seiner Schüler, das von ihren „früheren Leben“ geprägt ist, durch „Hellsicht“ erkennen und sein pädagogisches Handeln danach ausrichten. Diese esoterischen Konzepte durchdringen alle Fächer, auch den musisch-künstlerischen Bereich. Sie sind ein zentraler Teil der Waldorflehrerausbildung und kommen bis heute im Unterricht zur Anwendung.

    Unsere Gesellschaft benötigt zur Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen hervorragend ausgebildeten Nachwuchs. Dafür brauchen wir einen Unterricht, der sich an den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Fachdidaktiken orientiert, nicht an den hellsichtigen Schauungen Rudolf Steiners. Einen Unterricht, in dem die Vielfalt der geistes- und naturwissenschaftlichen Erkenntnismethoden vermittelt wird. Einen Unterricht, der Kinder Freude und Staunen über eine Welt lehrt, die man untersuchen, erforschen und verstehen kann. Einen Unterricht, in dem die Kinder aber auch ermutigt werden, sich selbst, ihre Lehrer und das bisher Erforschte zu hinterfragen, zu testen und ihre Weltsicht gegebenenfalls zu korrigieren und zu erweitern. Das gilt auch für den musisch-künstlerischen Bereich. Mit der Waldorfpädagogik, die mit der Anthroposophie Rudolf Steiners untrennbar verbunden ist, sind diese Erfordernisse einer modernen Gesellschaft in keiner Weise vereinbar. Die Waldorfpädagogik versteht sich als geschlossenes Konstrukt, daher ist es nach unserer Ansicht nicht möglich, einzelne „positiv“ erscheinende Komponenten davon herauszupicken, ohne die schädlichen Komponenten zwangsläufig mit einzukaufen. Lapidar ausgedrückt: Ein bisschen Waldorf geht ebenso wenig wie ein bisschen schwanger.

    Wir fordern daher nachdrücklich, vom geplanten Schulversuch, der auf Kosten der Kinder geht, Abstand zu nehmen und statt esoterischer Lehren ohne Wenn und Aber eine aufgeklärte, moderne und wissenschaftliche Weltsicht ins Zentrum der Schulbildung zu stellen.

    Erläuterungen finden Sie im Anhang dieses Schreibens.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. habil. Rainer Wolf

    Vertreter des Wissenschaftsrats im Vorstand der GWUP

    Unterzeichner:

    Prof. Dr. Michael Bach
    Dr. Mark Benecke
    Prof. Dr. Dr. Ulrich Berger
    Prof. Dr. Peter Brugger
    Prof. Dr. Christoph Daxelmüller
    Prof. Dr. Edzard Ernst
    Dr. Krista Federspiel
    Prof. Dr. Dittmar Graf
    Prof. Dr. Wolfgang Hell
    Prof. Dr. Martin Hermann
    Prof. Dr. Dieter Herrmann
    Wolfgang Hund
    Prof. Dr. Bernulf Kanitscheider
    Prof. Dr. Johannes Köbberling
    Prof. Dr. Walter Krämer
    Prof. Dr. Peter Kröling
    Prof. Dr. Martin Lambeck
    Prof. Dr. Heinz Oberhummer
    Dr. Rainer Rosenzweig
    Prof. Dr. Dr. Gerhard Vollmer
    Dr. habil. Rainer Wolf
    Prof. Dr. Hartmut Zinser.

    Die Unterzeichner sind Mitglieder des Wissenschaftsrates der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.

  • #230
    Andreas Lichte

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, kritisiert die Waldorfschule – hier ein kurzer Auszug aus dem Interview mit den Ruhrbaronen:

    “(…)

    Lichte: Ein Werbeslogan der Waldorfschulen lautet: „Im Mittelpunkt der Mensch“. Im Standard sagen Sie über die anthroposophische Pädagogik: „Denen geht es um das Kind so wie es der Bank ums Geld geht.“

    Hopmann: Im Mittelpunkt steht bei denen der Mensch, wie Rudolf Steiner ihn sieht, also als Reinkarnation, als Mitglied einer Rasse, als Charaktertyp usw. Ziel ist es, den jeweiligen Menschen entsprechend den Steinerschen Lehren zu formen bzw. sein „Wesen“ zu entfalten. So wie bei anderen Sekten verbindet sich damit ein Totalitätsanspruch: Wir wollen dich mit Haut und Haaren, mit deiner ganzen Persönlichkeit vereinnahmen – nicht anders als eine Bank dein Geld will: Nicht um nett zu dir zu sein, sondern um an dir Geld zu verdienen. Bloß blöd, wenn man zu jenen Wesen zählt, denen laut Steiner Dahinsiechen oder Verkümmern vorausbestimmt ist. Denen geht es dann wie bei der Bank, wenn die Kreditwürdigkeit dahin ist.

    (…)”

    zum vollständigen Interview mit Prof. Hopmann:

    Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein“

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  • #232
    Andreas Lichte

    “Eliten an die Waldorfschule – Strickzeug statt Smartphone

    FAZ, 6.8.2014, von Jan Grossarth

    (…)

    Hopmann ist ein erklärter Gegner der Steinerschen Pädagogik. Er hält Anthroposophen für eine esoterische Sekte, spricht von „totalitärer Pädagogik“ und findet den Unterricht an manchen Waldorfschulen so subtil indoktrinär, dass es selbst die meisten Eltern nicht bemerkten.

    (…)”

    zum Artikel der FAZ:

    http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/waldorfschulen-unter-die-lupe-genommen-13075296.html

    Prof. Hopmann bei den Ruhrbaronen:

    “Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein”

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #233
    Andreas Lichte

    „Gegenteil-Tag, 365 Tage im Jahr – Rudolf Steiner, ‘Denker’ der Waldorfschule

    Wer ihn kennt, kennt Rudolf Steiner (1861 – 1925) meist als Begründer der Waldorfschulen. [1]

    1919 finanzierte Emil Molt, Besitzer der „Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik“ in Stuttgart, Rudolf Steiners erste „Waldorf“-Schule. Zuvor hatte Steiner mit mäßigem Erfolg versucht, seine eigene, esoterische Weltanschauung – die „Anthroposophie“ – zu verbreiten, die er aus der Theosophie der Okkultistin Helena Petrovna Blavatsky abgeleitet hatte. Nun sah Steiner mit der Waldorfschule eine neue Chance und sagte in einer Ansprache am 20. August 1919 an seine zukünftigen Lehrer gerichtet:

    „Die Waldorfschule wird ein praktischer Beweis sein für die Durchschlagskraft der anthroposophischen Weltorientierung.“ [2]

    Steiner übernahm persönlich die Ausbildung der Lehrer. Alles was in der Waldorfschule passieren sollte, wurde von ihm vorgegeben. Das ist bis heute so. Steiners Buch „Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik“, in dem seine Vorträge für die Lehrer aus dem Jahr 1919 festgehalten sind, gehört noch heute „zur Grundausstattung all jener Lehrer, die an einer Rudolf Steiner- oder Waldorfschule unterrichten“ [3], so das Vorwort, und wird in den anthroposophischen Ausbildungsstätten, „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“, gelesen.

    Das Wort Rudolf Steiners ist dem Anthroposophen heilig, nur so ist zu erklären, dass fast jede Äußerung Steiners festgehalten, und als Buch veröffentlicht wurde: der letzte Band der „Rudolf Steiner Gesamtausgabe“ – „GA“ – trägt die fortlaufende Nummer „GA 354“.

    Vor diesem Hintergrund erstaunt es, dass der „Bund der Freien Waldorfschulen“ der Öffentlichkeit erklärt, Anthroposophie spiele in den Waldorfschulen keine Rolle. Und auch öffentliche Schulträger, wie die Hamburger „Behörde für Schule und Berufsbildung“ im Rahmen des Schulversuches „Staatliche Waldorfschule“, betonen, „es gehe lediglich um die Integration allgemein akzeptierter Elemente der Waldorfpädagogik“ [4] in eine staatliche Regelschule, nicht aber um die Übernahme ihrer anthroposophischen Grundlagen.

    Tabu ist, Rudolf Steiners Original-Texte als Grundlage der Waldorfpädagogik zu diskutieren, es hat den Anschein, Waldorfschulen hätten den inoffiziellen Bildungsauftrag: „Verlernt Lesen!“

    Wer überlegt, sein Kind in eine Waldorfschule zu schicken, sollte vielleicht aber doch einmal zu einem Buch Steiners greifen. Nur so kann der Unterschied von, Zitat Prof. Klaus Prange, „allgemeiner öffentlicher Präsentation der Waldorfschule, die sich der üblichen Vokabeln und Formeln bedient, und dem, was eigentlich damit gemeint ist“, erkannt werden und man vermeidet, mit der anthroposophischen Pädagogik eine „Mogelpackung“ zu kaufen, „die ein sehr eigenwilliges Produkt in einer geläufigen und höchst normalen Verpackung an den Mann zu bringen versucht.“ [5]

    Als ausgebildeter Waldorflehrer habe ich natürlich Steiner gelesen, bei der „Steiner-Exegese“ im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“. Und mir ist etwas aufgefallen. Nein, heute möchte ich nicht über „Rudolf Steiners Rassismus“, „Anthroposophie und Nationalsozialismus“, oder „Atlantis in der Waldorfschule“ sprechen. Etwas anderes:

    Bei Rudolf Steiner ist Gegenteil-Tag, 365 Tage im Jahr

    Rudolf Steiner erklärt am besten selber, was damit gemeint ist, Zitat Steiner:

    „Nun glaubt die Wissenschaft, daß das Herz eine Art von Pumpe ist. Das ist eine groteske phantastische Vorstellung. Niemals hat der Okkultismus eine solch phantastische Behauptung aufgestellt wie der heutige Materialismus. Das, was die bewegende Kraft des Blutes ist, sind die Gefühle der Seele. Die Seele treibt das Blut, und das Herz bewegt sich, weil es vom Blute getrieben wird. Also genau das Umgekehrte ist wahr von dem, was die materialistische Wissenschaft sagt.“ [6]

    (…)“

    weiter [mit Quellenangaben]: http://www.schiebener.net/wordpress/?p=29762

  • #234
  • #235
  • #236
  • #237
    Marie

    Lieber Herr Lichte,

    es ist wirklich unglaublich mit welcher Überzeugung Sie Ihre Texte schreiben. Scheinbar haben Sie ein paar schlimme Erlebnisse bezgl. Waldorfpädagogik gehabt.
    Ich bekomme immer wieder schlimme G

  • #238
    Andreas Lichte

    @ Marie #237

    was schreiben Sie da? Soll das vielleicht „Psychologie“ sein?

    Falls ja, sind Sie dazu berufen, über Rudolf Steiner, den Begründer der Waldorfschulen, zu diskutieren:

    Ein Kommentator stellt die Hypothese auf, Steiners Buch “Aus der Akasha-Chronik” lasse auf eine psychische Erkrankung Rudolf Steiners schliessen – ist das plausibel? Hier finden Sie den Kommentar:

    https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/18/rudolf-steiners-rassistischer-science-fiction-trash-aus-der-akasha-chronik/#comment-5828

  • #239
    Michael

    Ist das Ihre Methode, einen nicht ausgebildeten Schreiberling Ferndiagnosen oder “ Hypothesen“ *lol* stellen zu lassen und das hier auch noch verkaufen zu wollen??

    Ach wärst du doch in Zählendorf ( oder wo auch immer in Berlin)

    Ich stelle jetzt mal die Hypothese, dass sie durch die Kündgung der Anthroposophen eine Kränkung erfahren haben, die sie nicht verarbeiten konnten und dann kommt da noch ’ne Portion Geltungsbedürfnis und ein Hang zur dogmatischen Verbissenheit dazu … ich nehme aber an, dass sie und Laurin sich aus diesem Grund auch gut verstehen und diesen Kommentar nicht veröffenlichen.

    Aber an anderer Ecke laut schreien: je suis charlie
    das passt doch * grins*

  • #240
    Andreas Lichte

    @ Michael #239

    na, geht doch, netter HATE-Kommentar !

    Schreiben Sie das doch bitte auch noch mal zum folgenden Artikel, in dem es darum geht, ob Rudolf Steiner geisteskrank war, oder doch ein Hochstapler, der Leute wie Sie verarscht hat:

    „Ansgar Martins, Christian Clement, und die ‘richtige’ Kritik an Rudolf Steiner

    Hochstapler, Überzeugungstäter, Geisteskranker – was war Rudolf Steiner?

    (…)

    Ansgar Martins:

    Oder Steiner ist kein Hochstapler. Das ist ja das Scheitern aller Anthroposophiekritik: Steiner wird zum “Hochstapler” und “Scharlatan” stilisiert, was verschleiert, das er ein Überzeugungstäter war und seine Anhänger keineswegs “reingefallen”, sondern hoch reflektiert mit alledem umgehen. Sie sind keine “Mitläufer”, sondern haben ein Credo. Das wiederum mag sich ändern, wenn ein Anthroposoph Antisemitismus, Steiner hin oder her, blöd findet: Und wenn derlei passiert, kommen Weltanschauungs-Hybride wie die von Heisterkamp, Hau und Gronbach vor.

    Andreas Lichte:

    Kann ja sein, dass Steiner ein “Überzeugungstäter” war …

    also die Phantasmagorien, die er der Welt hinterlassen hat, selber für wahr hielt: dann haben Sie aber das Problem, dass der “psychiatrische Befund” wieder ins Bild rückt … siehe zum Beispiel, Kommentar beim Ratgeber-News-Blog

    Fest steht aber doch auf jeden Fall: Rudolf Steiner hat der Welt nicht eine einzige “bedeutende Erkenntnis” hinterlassen. Auch Christian Clement – “Rudolf Steiner Kritische Ausgabe” (“SKA”) – weiß auf mehrfache Nachfrage von keiner zu berichten, sondern versteckt sich hinter vielen leeren Worten – siehe Kommentar beim Waldorfblog

    Natürlich geht Christian Clement “hoch reflektiert” mit Steiner um: damit verdient er seinen Lebensunterhalt. Wo ein Hochstapler ist, ist der andere nicht weit.”

    zum vollständigen Artikel: http://www.schiebener.net/wordpress/ansgar-martins-christian-clement-und-die-richtige-kritik-an-rudolf-steiner/

  • #241
    Michael

    Ob ich nun jemanden als Hass Kommentator bezeichnen sollte, der seit Jahr und Tag nichts anderes versucht als,
    Rudolf Steiner als Geisteskranken darzustellen , weil er nach seiner Ausbildung bei den Anthrposophen rausgeflogen ist ( so meine „Hypothese“, das überlasse ich doch den mündigen Leser.

    Bei allen Dingen, die einen durchaus kritisch stimmen sollen und müssen in Steiners Gesamtwerk, ist doch sein positiver Einfluss auf viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens so groß, dass er viele Neider auf den Plan ruft.
    Nennen Sie mir nur einen Reformpädagfogen, Philosophen oder sonst jemanden, dessen Auswirkungen auf das heutige Leben so groß sind und dessen Weiterentwicklungen auch dann noch national wie international ausgezeichnet werden – ich kenne keinen – das ist in der Regel Theorie und Schnee von gestern ( siehe Kant, Marx, Fröbel usw) und längst überholt oder upgedatet.

    Nein mein lieber Lichte: die Hasskommentare sind ihre Spezialität und wahrscheinlich verdienen sie auch noch ein paar Kröten damit. Tun Sie was Gutes: Legen Sie es bei der GLS- Bank an!

    Ansonsten schaun Sie sich doch malauf ein Teilen “ der Jugend dieser Welt“ an – können Sie gern auch an Stefan Laurin zum Üben weitergeben. *grins*

    http://vimeo.com/114086173

    Ach ja, „Leute wie ich“ bestimmen die internationale Politik unserer Zeit:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Stoltenberg

    oder

    http://www.zeit.de/2011/08/C-Waldorfschule-Lehrlinge

    und bitte, bitte lieber Lichte: kommen sie mir bitte nicht wieder mit solchen drittklassigen Totschlag – Argumenten, wie: aber auch unter den Anthroposophen hat es Nazis gegeben….. Ja, das wissen wir alle!
    Es hat auch unter den Kommunisten und Sozialisten, den Mitgliedern der evangelischen und der katholischen Kirche Menschenverachter gegeben …. sogar bei den Verfassern von Kommentaren soll so was vorkommen. *lol*

    Wenn man für sich selbst das Recht in Anspruch nimmt, sich den Menschenrechten und der Demokratie verpflichtet zu fühlen, dann sollte man es aber auch anderen nicht abschreiben wollen.

    Zugegeben: bei ihnen fält mir das schon schwer, etwas anderes ausser Demagogie und Verachtung zu sehn. Belehren Sie mich gern eines Besseren,

    Schönen Sonntag!

  • #242
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Michael: Steiner war ein Geisteskranker – einer der vielen Spinner, die zur Wende vom 19. zum 20.Jahrhundert ihr Unwesen trieben. Wenn es die Waldorfschulen nicht gäbe, würde kein Mensch mehr über diesen Schwachkopf sprechen.

  • #243
    Andreas Lichte

    @ Michael #241

    Sie scheinen Ihrem Idol Rudolf Steiner nacheifern zu wollen, mit Ihren eigenen „Phantasmagorien“, denn Sie schreiben: „… Rudolf Steiner als Geisteskranken darzustellen , weil er [„er“ = Andreas Lichte] nach seiner Ausbildung bei den Anthroposophen rausgeflogen ist …“

    Ich bin nicht „rausgeflogen“, ich habe einen Job in Rudolf Steiners Sektenwelt abgelehnt:

    „Waldorflehrer werden! – am ‘Seminar für Waldorfpädagogik Berlin’

    (…)

    Im Seminar hört man das Wort „Gehirnwäsche”, aber nicht von L. [„L.“ = Lichte], und das wird belohnt: Aus heiterem Himmel bekommt er ein Stellenangebot. Unter der Hand. Normalerweise werden Stellenangebote für alle sichtbar am Aushang platziert, aber dieses wird ihm exklusiv vom Dozenten überreicht. „Danke! Ich lass’ es mir durch den Kopf gehen”, sagt L. artig, aber er weiß, dass seine Antwort „Nein” ist. Wieso ist sich L. da plötzlich so sicher? Wollte er denn nicht Lehrer werden? Doch, aber jetzt weiß er: nicht bei den Anthroposophen.

    (…)“

    zum vollständigen Artikel: http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/23428

  • #244
    Andreas Lichte

    @ Stefan Laurin #243

    Du schreibst: „… Wenn es die Waldorfschulen nicht gäbe, würde kein Mensch mehr über diesen Schwachkopf sprechen.“

    Von den Anthroposophen wird riesiger Propaganda Aufwand betrieben, um den Mythos einer „Bedeutung“ Rudolf Steiners am Leben zu erhalten. Habe ich heute noch mal angesprochen:

    http://www.schiebener.net/wordpress/ansgar-martins-christian-clement-und-die-richtige-kritik-an-rudolf-steiner/comment-page-1/#comment-64688

  • #245
  • #246
    Aimée

    Ähnlich wie bei Schreber und den Schrebergärten, wurde zwar nur ihm zu Ehren so genannt, aber gleiche geisteskranke, unwissenschaftliche Perversion. Nur heute gilt dies als „schwarze Pädagogik“ und kein verantwortungsvolles Elternteil würde Kinder heute so erziehen. Die „Schrebergärten“ richten keinen Schaden an, sollte man auch mit Waldorf machen! 😀

  • #247
    Waldorfschule & Reichsbürger

    „In der Waldorfschule wird nicht nur Ken Jebsens Name getanzt

    von Stefan Lauer, Aus der Kolumne ‚Wirres Deutschland‘, Januar 26, 2015

    Heute meldete Spiegel Online, dass sich Waldorfschulen in Zukunft klar gegen Reichsbürger aussprechen wollen. Im Sommer war herausgekommen, dass der Direktor einer Waldorfschule in Rendsburg der Reichsbürgerszene zumindest nahe steht.

    Waldorfschulen werden jetzt zum Hort des Widerstands gegen Antisemitismus und rechte Ideologien? Hmmmm, …. Nein. Zumindest gibt es da noch eine Menge merkwürdiger Geschichten aufzuarbeiten …“

    weiterlesen: http://www.vice.com/de/read/in-der-waldorfschule-wird-nicht-nur-ken-jebsens-name-getanzt-reichsbuerger-551

  • #248
    Michael

    Zunächste einmal ist doch wohl Aufklärungsbedarf bei den Mitgliedern der Reichsbürger und das sind aller Wahrscheinlichkeit nach keine Anthroposophen oder ehemalige Waldorfschüler sondern “ Normalos“ mit Abschluss auf ganz normalen staatlichen Schulen. Warum wird hier nicht von denen gesprochen?

    Was ist schlecht daran, wenn man sich als Verband gegen die Reichsbürger ausspricht?
    Merkt Ihr es nicht?: es ist so oder so falsch, was gemacht wird und wie man sich positioniert und so etwas nennt man schlichtweg Vorverurteilung, Polemisierung und Populismus. Das zeigt aber auch wessen Geistes Kinder dort schreiben, gell? M.E. sind das die fehlerlosen Moralapostel mit ihrer Bigotterie. Ich finde das einfach nur ekelhaft und unwürdig, borniert und von oben herab …. allerdings letztendlich leicht durchschaubar und wirkungslos.

  • #249
    Waldorfschule & Reichsbürger

    @ Michael

    versuchs mal mit der Titanic:

    http://www.titanic-magazin.de/news/reichsbuerger-waldorfschulen-warnen-sich-selbst-7043/

    „Reichsbürger“: Waldorfschulen warnen sich selbst

    Der Bund der Freien Waldorfschulen hat seine Mitglieder vor einer Unterwanderung durch rechtsradikale „Reichsbürger“ gewarnt. Diese vertreten die Meinung, daß das Deutsche Reich bis heute fortbestehe; die „BRD“ (Xavier Naidoo) erkennen sie nicht an. Nun gehen die Waldorfschulen auf Distanz hoch 23: „Esoterische Thesen und wirre Rassenlehren haben an der Waldorfschule keinen Platz. Wir stehen felsenfest auf dem Meeresboden des Atlantischen Grundgesetzes“, so ein Sprecher im Eurythmiekleid.

  • #250
    Michael

    @ Reichsbürger

    oh jeh, wie fantasievoll. 😉

    Die Titanic lese ich seit Jahrzehenten nicht mehr: seit mein Dealer im Knast saß und auch der Jägermeister schamlos rationiert wurde – spätestens da war für mich der fruchtbare Boder für eine konstruktive Zusammenarbeit verdorrt. * grins *

  • #251
    Waldorfschule & Reichsbürger

    „Waldorfschulen stehen fest auf dem Boden des Atlantischen Grundgesetzes“

    http://blog.gwup.net/2015/01/26/waldorfschulen-stehen-fest-auf-dem-boden-des-atlantischen-grundgesetzes/

  • #252
    Andreas Lichte

    Der Historiker Peter Staudenmaier hat eine lesenswerte Rezension zur Broschüre des Bundes der Freien Waldorfschulen „Die Reichsbürgerbewegung – eine kritische Auseinandersetzung mit dem Neu-Deutschtum“ geschrieben, siehe den “Waldorfblog” des ehemaligen Waldorfschülers Ansgar Martins:

    “Reichsbürger” – Waldorf Schools and the German Right: Past and Present

    Dazu mein Kommentar, den ich beim Waldorfblog geschrieben habe:

    Peter Staudenmaier spricht den Fall “Andreas Molau” an, Zitat Staudenmaier:

    [The brochure of Bund der Freien Waldorfschulen] “does not mention former Waldorf teacher and neo-Nazi leader Andreas Molau by name (though it does refer to him obliquely and defensively), despite the fact that Molau’s career as a Waldorf teacher who was simultaneously active in the radical right – for eight full years, from 1996 to 2004 – perfectly embodies the very problem the brochure is meant to confront.”

    Wichtig ist hier auch noch einmal hervorzuheben, dass Andreas Molau mir im Interview – glaubhaft – versicherte, daß er seine politische Überzeugung nie versteckt habe:

    “(…)

    Lichte: Bis zu Ihrer Enttarnung arbeiteten Sie 8 Jahre lang an der Freien Waldorfschule Braunschweig?

    Molau: Welche „Enttarnung“? Ich habe mich nie versteckt. Als Lehrer habe ich dasselbe gesagt und getan, wie vorher auch.

    (…)”

    zur Rezension Prof. Peter Staudenmaiers von „Die Reichsbürgerbewegung – eine kritische Auseinandersetzung mit dem Neu-Deutschtum“: https://waldorfblog.wordpress.com/2015/01/28/reichsburger-waldorf-schools/

  • #253
  • #254
    Andreas Lichte

    Rudolf Steiners Ruf ist ruiniert.

    Selbst an Waldorfschulen ist inzwischen angekommen, daß Rudolf Steiner ein Rassist war, und „nicht alle Tassen im Schrank“ hatte.

    Was tun? Die Waldorf-Lobby – die Anthroposophie – erfindet einfach einen neuen Steiner:

    „Christian Clements ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners (SKA)’: ‘Des Steiners neue Kleider’

    (…)

    Was Clement nun als ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners (SKA)’ abliefert, ist der Versuch, der Öffentlichkeit eine rein anthroposophische Sicht auf Rudolf Steiner als unabhängige Wissenschaft zu verkaufen.

    Wie weit Clement in seiner anthroposophischen Heiligsprechung Rudolf Steiners geht, mit welchen letzten Mitteln er versucht, Steiner als „eigenständig“ darzustellen, überrascht dann aber doch, Peter Staudenmaier:

    „Ein besonders bedauerliches Beispiel illustriert die Unzulänglichkeiten in Clements Herangehensweise. In seiner Diskussion von Steines Aneignung der fiktionalen Figur des ‘Hüters der Schwelle’ schreibt Clement, dass ‘Kritiker’ der Anthroposophie die ‘Anklage’ erhoben hätten, dass Steiner diese Figur aus einem Roman des neunzehnten Jahrhunderts von Edward Bulwer-Lytton übernommen habe. Aber dies hat nichts mit Kritik zu tun, noch viel weniger mit Anklagen; es ist eine einfache Angabe der Quelle Steiners. Es ist zugleich ein sinnvolles Beispiel für Anleihen des Okkultismus aus der fiktionalen Literatur.

    Clement leugnet rundweg all dies, indem er offensichtlich den historischen Kontext ignoriert. Das ist ein sehr seltsamer Standpunkt, da Steiner offen andere Elemente aus Bulwer-Lyttons fiktionaler Literatur auslieh, so wie den Begriff ‘Vril’, und da der fragliche Roman viele unverhohlen okkulte Bestandteile enthält und ein schönes Beispiel des Viktorianischen Revivals von Themen der Rosenkreuzer ist.“16

    Bulwer-Lyttons „Vril“ wird von Steiner als „Lebenskraft“ übernommen, wie auch die „in geringer Höhe über dem Boden schwebenden Fahrzeuge der Atlantier“17 in Rudolf Steiners rassistischem Science-Fiction-Trash „Aus der Akasha-Chronik“.“

    zum vollständigen Artikel beim Ratgeber-News-Blog (mit Quellenangaben): https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2015/04/14/christian-clements-kritische-ausgabe-der-schriften-rudolf-steiners-ska-des-steiners-neue-kleider/

  • #255
    Andreas Lichte

    "Prof. Jost Schieren, Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

    Der Waldorf-Werber

    (…) Für Schieren macht einfach alles frei, was Anthroposophie ist. Wie die Waldorfpädagogik, die auf der Anthroposophie Rudolf Steiners (1861 – 1925) basiert.

    Über einen Vortrag Rudolf Steiners sagt Kurt Tucholsky: "Je größer der Begriff, desto kleiner bekanntlich sein Inhalt – und er hantierte mit Riesenbegriffen."

    "Freiheit": mit diesem Riesenbegriff macht Jost Schieren Werbung für die Waldorfpädagogik (…)"

    zum vollständigen Artikel: http://hpd.de/artikel/waldorf-werber-12931

  • Pingback: Anthroposophische Vergangenheitsbewältigung – Ferne Welten

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