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“Wenn wir uns dem radikalen Islam beugen, wird bald nirgends mehr frei gesprochen werden können”

Gedenkveranstaltung am 18. Oktober 2020 auf dem Place de la République in Paris Foto: Siren-Com Lizenz: Gemeinfrei

Von unserer Gastautorin Nina Scholz

In weiten Teilen der islamischen Welt ist es lebensgefährlich, in Glaubensdingen etwas „Falsches“, d.h. dem Mainstream-Islam Zuwiderlaufendes, zu sagen. Während auf der einen Seite Menschen aus genau diesen politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen fliehen, tragen andere Migranten diese Haltungen und Vorurteile im Gepäck, reproduzieren sie durch den Konsum der Medien ihrer Herkunftsländer und tradieren sie an die nächste Generation. Islamisch argumentierte Intoleranz macht sich auch in Europa immer stärker bemerkbar, denn ein nicht geringer Teil der Muslime und Musliminnen hängt leider einer von Unduldsamkeit gegenüber Andersdenkenden und Anderslebenden geprägten Islamvorstellung an, die mit Rechthaberei, Überlegenheitsphantasien und einem eklatanten Mangel an Reflektionsvermögen, Humor und verbaler Streitkultur einhergeht. Paradoxerweise verachten sie die Gesellschaft, in die sie einwandern oder flüchten, als sündhaft, ungläubig und als Gefahr für ihre Kinder.

Als Startschuss des globalen islamistischen Kampfes gegen die Meinungsfreiheit kann die Fatwa Ayatollah Khomeinis gegen Salman Rushdie im Jahr 1989 betrachtet werden. Sie war ausdrücklich nicht nur gegen Rushdie, sondern gegen alle gerichtet, die mit der Verbreitung seines Buches zu tun haben. Die Worte Khomeinis stießen leider schon damals auf beträchtlichen Widerhall, sowohl in der muslimischen Welt als auch in muslimischen Communitys in Europa, zeitigten gewalttätige Ausschreitungen (etwa in Großbritannien) und zahlreiche Anschläge und Morde. Heute, mehr als 30 Jahre danach, deutet vieles darauf hin, dass die Absichten, die hinter den massiven Angriffen auf die Meinungsfreiheit, hinter den hasserfüllten verbalen und gewalttätigen Anschlägen und Morden stehen, nicht in ihrer ganzen Tragweite verstanden werden oder – das läge vielleicht in der menschlichen Natur – nicht verstanden werden wollen.

Islamisten versuchen zunehmend, ihr religiöses Weltbild global durchzusetzen und ihre Regeln allen anderen Menschen aufzuzwingen. Letztlich geht es um die Deutungshoheit über den Islam. Meinungsfreiheit gehört nicht zur islamistischen Vorstellungswelt, seien ihre Anhänger nun gewaltfrei oder gewalttätig. Stéphane Charbonnier, genannt Charb, Herausgeber von „Charlie Hebdo“, sagte kurz vor seiner Ermordung 2015 sinngemäß, dass es den islamistischen Zensoren nicht um eine Debatte gehe, nicht darum, wann Kritik gerechtfertigt sei und in welcher Form, denn “die Zensoren wollen sie grundsätzlich nicht, diese Scheißmeinungsfreiheit”. Alle Vertreter dieses islamischen Spektrums verachten die Werte der Aufklärung, die den Menschenrechten zugrunde liegen, und sie verachten die Demokratie, auch wenn sie sie für ihre Belange benutzen.

Der politische Islam zwingt allen Gesellschaften, in denen er auftritt, also auch den europäischen, eine Auseinandersetzung um Werte auf. Wer diese Auseinandersetzung zwischen religiösem Anspruchsdenken und Verteidigung der Meinungsfreiheit letztlich für sich entscheiden wird, ist nicht ausgemacht. Aber es liegt auf der Hand, was der Sieg der einen oder anderen Seite bedeuten würde: Wenn jene, die glauben, im Namen Mohammeds oder Gottes die Meinungsfreiheit bekämpfen zu müssen, den Sieg erringen, wird für die Freiheitsliebenden dieser Welt kein Platz mehr bleiben – gewinnt die Meinungsfreiheit, werden Muslime und Musliminnen auch weiterhin in Frieden beten, fasten und predigen können.
Wenn wir uns dem radikalen Islam beugen, der Karikaturen oder Romane zum Casus Belli erklärt und damit Gewaltexzesse rechtfertigt, wird bald nirgends mehr frei gesprochen werden können, so der Philosoph Carlo Strenger.

Eine demokratische Gesellschaft, die das Recht auf Meinungsfreiheit – aus welchem Grund auch immer – zur Disposition stellt, beraubt sich ihrer Grundlage und wird langfristig weder Recht noch Pluralität verteidigen können.

Im Andenken an Samuel Paty.

Nina Scholz, Politikwissenschaftlerin, Autorin. Forscht und publiziert zu den Themen Nationalsozialismus, Antisemitismus und Islamismus.  Nina Scholz und Heiko Heinisch veröffentlichten  gemeinsam die Bücher “Charlie versus Mohammed – Plädoyer für die Meinungsfreiheit” und  “Alles fürAllah. Wie der politische Islam unsere Gesellschaft verändert.” 

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54 Kommentare zu ““Wenn wir uns dem radikalen Islam beugen, wird bald nirgends mehr frei gesprochen werden können”

  • #1
    thomas weigle

    Schlimm für uns, dass nicht wenige, die früher von Berufsverboten betroffen waren oder dagegen protestierten, heute die Gefahr die vom meinungstötenden Islam ausgeht, leugnen. Schlimmer noch, das Wort Islamophobie schneller aussprechen als man Luft holen kann und damit die Debatte beenden wollen.

  • #2
    Karla

    @Thomas Weigle, Phobie bedeutet "Angst".
    Nach all den Jahren glaube ich, daß es das oft trifft, manchmal entsteht auch abrundtiefer Zorn.
    Beides scheint aber bei denen, die "Islamophobie" als Vorwurf meinen, nicht zuzutreffen.
    Da sollte man nachfragen, was die so denken. Denn wer weder Angst noch Zorn empfindet, was denkt der? Sympathie?

  • #3
    Berthold Grabe

    Wir haben doch mit den politisch Korrekten und der Gendersternchen Fraktion unsere eigenen Fundamentalisten, die die freie Meinungsäußerung schon jetzt massiv untergraben.
    Islamisten sind in Deutschland deshalb bisher eher die kleinere Bedrohung, obwohl es den eindruck hat das beide gut miteinander können, wenn man die Vorwürfe zur Islamophobie zur Kenntnis nimmt, die genau aus solchen ecken kommen

  • #4
    thomas weigle

    @ Karla Ja, muss wohl!! Ich war mal in der Linkpartei und diese Vorliebe für autoritäre oder gar totalitäre Staaten war schon sehr auffällig. Der Westen ist so abgrundtief böse, dass selbst die islamfaschistischen Mullahs im Iran unterstützt wurden, weil sie gegen den Westen kämpfen. Nicht wenige kann man durchaus als Putins 5. Kolonne bezeichnen. Was allerdings solche Fälle bei den Grünen und in der SPD angeht, tja. Da ist wohl immer noch die Einstellung, dass der Ausländer grundsätzlich ein besserer Mensch ist, während jeder Deutsche ein potenzieller Brandstifter ist. So habe ich es jedenfalls in den 90ern als Mitglied der grünen Fraktionen im Kreistag Gütersloh und in der Landschaftsversammlung manches mal wahrgenommen. Ich war da so was wie der Fraktionsfaschist, weil ich auf Grund meiner beruflichen Erfahrung längst von dieser Meinung, die ich auch mal hatte, abgerückt war.

  • #5
  • #6
    Yilmaz

    Schlimm was in Europa geschieht! Wirklich erschreckend. Seltsam, dass es zu solchen Morden keinen weltweiten Aufschrei und keine Proteste und Demonstrationen gibt. Weshalb ist das so? Ist das falsch verstandene politische Korrektheit?

  • #7
    Karla

    @Thomas Weigle, wenn solch ein Verbrechen gerade geschehen ist, und die Medien voller Abscheu darüber berichten, meldet sich eine zeitlang niemand von denen. Genau dann muß man sie aber fragen. Genau jetzt.

  • #8
    Christoph

    @ thomas weigle

    bist du mit deiner Mischung von Linkenhass und Islamophobie nicht besser bei der Achse des Guten aufgehoben? Oder sind die Ruhrbarone die neue Achse des Guten?

  • #9
    Mark

    Leider müssen die Menschen mit Muslimischen Glauben, die sich hier integriert haben und wollen, unter solchen rudimentären asozialen Elementen leiden.

  • #10
    thomas weigle

    #8 "Die Achse des Guten" mag mich nicht. Schmunzel. Und was meinen angeblichen Hass gegenüber Linken angeht: wäre dem so, so wäre ich doch nur ein kleines, ein ganz kleines Licht gegenüber Lenin,Stalin, Mao Ulbricht, Honi usw. Im Gegensatz zu denen, habe ich nämlich keinen einzigen Linken ins Gefängnis gebracht oder gar ermorden lassen, gelle. Ach ja, und man kann durchaus links sein, auch wenn man die Linkpartei aus guten Gründen ablehnt.

  • #11
    Karla

    @Christoph, statt auf Thomas Weigle herumzuhacken, solltest du mal was über den islamistischen Terror sagen, denn du bist exakt einer der derjenigen, die @Weigle beschrieben hat. Aber ganz exakt.
    Kommst direkt mit Islamophobie. Sag mal was über den Terroranschlag in Paris, Christoph. Ich denke, daß du das nicht tun wirst. Du wirst es deshalb nicht über dich bringen, weil du klammheimliche Sympathie dafür hast, das aber lieber nicht kundtun möchtest.

  • #12
    Bena

    Der Begriff "Islamophobie" ist längst ein Kampfbegriff der Islamisten, mit dem sie Kritiker mundtot machen (wollen).

  • #13
    Christoph

    @ Karla

    nur weil ich nicht wie andere gleich das große Islambashing veranstaltete, habe ich "klammheimliche Sympathie" für islamistischen Terror? Hast du noch andere Verschwörungstheorien, die du hier zum Besten geben möchtest?

    @ Bena

    wir können statt "Islamophobie" auch schlicht "Islamfeindlichkeit" sagen. Jetzt besser?

  • #14
    Christoph

    @ thomas weigle

    wenn du – laut Selbstaussage – "links" bist, warum schreibst du dann Kommentare voller Linkenhass?

    Ich kenne auch von anderen Artikeln Kommentare von dir gegen alles, das auch nur "irgendwie links" sein könnte : "Nichts neues bei Weigle", kann ich da nur sagen.

  • #15
    Wolfram Obermanns

    Hat jemand vor Islamisten nach dem Mund zu reden?
    In der Vergangenheit hatten wir tatsächlich zahlreiche in allen Millieus beheimatete Islamismusversteher. Die Zeiten sind meiner Erfahrung nach jedoch schon ein paar Jahre vorbei.

    Andererseits haben spätestens wir seit dem 11.9. mit virulenter Islamophobie zu tun. Für Islamophobiker ist der Muslim Islamist. Statistisch gesehen hat er damit im Hinblick auf die in der muslimischen Welt gelehrte Theologie recht. Diese Realität wird in Europa immer noch verdrängt.

    Umgekehrt haben die allerwenigsten Muslime große Lust einem Kufr, egal welcher Couleur, den Hals durch zu schneiden. Es fehlt in der Fläche jedoch die theologisch stringente Zurückweisung der islamistischen Blödheit, wie sie in Paris sichtbar geworden ist. Die Gläubigen eiern durch eine Zone religiöser Ambivalenzen zur Gewalt. Im Alltag heißt es leben und leben lassen. Der Preis ist eine religiöse, interreligiöse und interkulturelle Sprachlosigkeit. Fragt man Islamsten zum Islam aus, bekommt man in der Regel Antworten von Passmuslimen ohne nennenswerte religiöse Bildung oder Erziehung.

    Auch diese letzt genannte Realität wird immer noch gerne ignoriert.

    Was auch (von allen) ignoriert wird, ist die reale Existenz länderspezifischer Lesarten des Islam überall in der Welt. Die Ummah ist so gesehen ein altes Märchen und der Euroislam schon eine Weile neuere Realität. Jedenfall kann sich von dem Verfassungspatriotismus eines Prof. Ademi der durchschnitts AfD’ler oder RRG in Berlin noch eine große Scheibe abschneiden.

  • #16
    paule t.

    Auf Wunsch zum Begriff "Islamophobie":

    a) Dass der Wortbestandteil "-phobie" im medizinischen Sinne eine Angststörung meint, soziologisch oder politisch aber auch auf einen irrationalen Hass auf eine bestimmte Menschengruppe bzw. die diese Gruppe definierende Eigenschaft und daraus resultierende Diskriminierung bezogen werden kann, ist nicht nur bei der Islamophobie so. Genauso gilt das auch bei Homophobie und Xenophobie, vielleicht gibt es noch mehr so gebildete Begriffe.
    Möglicherweise resultiert diese Art der Begriffsbildung aus einer psychologischen Theorie der Art, dass man meint, dass in der eigenen Person abgelehnte Eigenschaften oder Wünsche projiziert und im anderen gehasst werden. Bezüglich der Homophobie ist das ja eine verbreitete Theorie.
    Ob man diese Art der Begriffsbildung nun gut findet oder nicht – es gibt sie, sie ist etabliert, und zwar nicht nur für diesen einen Begriff. Dass (im Gegensatz zu anderen so gebildeten Wörtern) nun ausgerechnet bei der Islamophobie darauf rumgeritten wird, dass die Begriffsbildung unsinnig sei, obwohl eigentlich klar ist, was gemeint ist, finde ich ermüdend und wenig sinnvoll. Erklären kann ich mir das nur so, dass mit der Kritik am Wort gleichzeitig die gemeinte Sache in Frage gestellt werden soll.

    b) Die gemeinte Sache – einen irrationalen, generalisierten Hass auf Muslime und den Islam, der mit rationaler Religionskritik nichts zu tun hat, und darsu resultierende Diskriminierung bis hin zu Hassverbrechen – gibt es aber nun mal. Angesichts von PEgIdA, AfD, Internet-Hassseiten wie PI, diversen Hassverbrechen etc. pp. kann man das m.E. nicht sinnvoll bestreiten. Ob man das nun "Islamophobie", "Muslimfeindlichkeit", "antimuslimischen Rassismus" nennt oder noch einen anderen Ausdruck findet, ist m.M.n. gehupft wie gesprungen. Die Sache gibt es, sie ist in unserer Geselllschaft ein Problem und muss im Sinne einer pluralen, demokratischen und freiheitlichen Gesellschaft bekämpft werden.

    c) Das heißt natürlich nicht, dass rationale Religionskritik oder die Benennung gesellschaftlicher Probleme nicht legitim wären. Selbstverständlich sind sie das – solange man beachtet, dass man dieselben Maßstäbe anlegt wie an andere Gruppen, sachlich bleibt und zielgenau kritisiert, statt zu generalisieren. Erst recht ist natürlich der Kampf gegen einen Islamismus, der nach einer Einschränkung von Freiheitsrechten strebt, legitim, und der gegen Terrorismus sowieso. Das ist doch überhaupt keine Frage, und ich finde es albern und ermüdend, dass sie dennoch gestellt wird.

    d) Die Grenze ist im konkreten Fall natürlich nicht immer leicht zu bestimmen, da einerseits natürlich noch der übelste antimuslimische Hassredner behaupten wird, dass er ja nur sachlich kritisiere, während umgekehrt natürlich ganz zu Recht kritisierte Fundamentalisten den Begriff der Islamophobie zu missbrauchen versuchen, um sich vor jeglicher Kritik abzuschirmen. Das ist ein unerfreulicher, aber wohl unvermeidlicher Bestandteil solcher Debatten – es spricht aber nicht gegen den Begriff der Islamophobie an sich. Denn die gemeinte Sache gibt es nun einmal, und die Missbrauchsmöglichkeit wäre bei jedem Ersatzwort genauso gegeben.

    e) Leider sind immer wieder auch Äußerungen so unpräzise, dass man nicht erkennen kann, ob sie sachlich ungerechtfertigte, generalisierende Angriffe gegen "den" Islam an sich sind (und somit islamophob) oder konkrete, sachlich begründete Kritik an tatsächlichen Problemen.
    Ein Beispiel wären Formulierungen der Form: "der freiheitsfeindliche Islam".
    Wäre mit einer solchen Formulierung gemeint, dass es freiheitsfeindliche Richtungen des Islams gibt, die ein Problem sind und bekämpft werden müssen, dass es aber auch andere Richtungen gibt, für die das nicht gilt? (Etwa so, wie man von einem "westafrikanischen Islam" sprechen könnte, wobei selbstverständlich jeder weiß, dass es auch andere, regional geprägte Formen des Islams gibt.) Eine solche Meinung wäre völlig korrekt und unproblematisch.
    Oder wäre gemeint, dass "der" Islam insgesamt und grundsätzlich freiheitsfeindlich sei und deshalb bekämpft werden müsse? Eine solche Aussage wäre angesichts freiheitsliebender, gläubiger Muslime, die es selbstverständlich gibt, und der großen Zahl völlig unproblematisch hier lebender Muslime inhaltlich falsch, würde aber für das Problem gar nicht verantwortliche Leute in Mithaftung nehmen und wäre deswegen mMn islamophob.

    Rechtsextreme (und andere) Islamfeinde formulieren absichtlich so ungenau. Es ist für sie eine wunderbare Taktik, tatsächliche Probleme und gerechtfertigte Kritik in Munition gegen "den" Islam und alle Muslime umzumünzen. Für islamische Fundamentalisten ist das auch prima, denn es erleichtert es ihnen, jede Kritik als islamophob abzutun.
    Bei anderen mag die ungenaue Formulierung Nachlässigkeit sein. Sie spielen damit diesen beiden Gruppen in die Hände.

  • #17
    Karla

    @Christoph, einen Mord mit anschließendem Kopfabschneiden als Mord zu bezeichnen, ist für dich Islambashing? Du kriegst es nicht hin, sowas Mord zu nennen?

  • #18
  • #19
    bob hope

    Teile die Analyse/Diagnose der Autorin. Das Problem wird nur sein, eine fundamentale Kritik am (politischen) Islam und dessen militanten Armen zu etablieren, die sich von den rassistischen und nationalistischen Ressentiments der Rechten radikal unterscheidet und damit nicht gleichgesetzt wird. Sieht man auch hier in der Diskussion.

    Als Linker, der ich immer noch bin, ist man da relativ isoliert, weil es auch im linken, linksbürgerlichen Milieu leider eine Hemmschwelle gibt, den Islam zu kritisieren, da es sich quasi nicht gehört, „Fremden“ etwas vorzuschreiben. Wer sich aber der radikalen Aufklärung verschreibt und sich für die Emanzipation des Individuums einsetzt, darf davor keinen Halt machen.

    In den 1980er und 1990er wurde dieses linke „Gutmenschentum“, bevor der Begriff von rechts gekapert wurde, ja vor allem von linker und liberaler Seite kritisiert. Es wurde und wird von dem Milieu bewusst ignoriert, dass die Leute, die nach Deutschland kamen und kommen, eben ganz „normale“ Menschen sind und sich darunter eben auch solche befinden, mit denen man nichts zu tun haben möchte, die für ein anderes Leben stehen und die Positionen vertreten, die sich jenseits von dem stehen, was man als aufgeklärt, freiheitlich und solidarisch bezeichnen kann: Sie treten ein für eine autoritäre und patriarchale Ordnung und für eine nicht-säkularisierte Gesellschaft.

    Leider haben wir die Kritik am Islam denen überlassen, die ihrerseits für eine autoritäre Ordnung stehen und die Kritik mit rassistischen Ressentiments aufladen. Jede Kritik daran empfinden sie als Zensur. Ist die andere Seite der Medaille. Und natürlich möchte ich in einer Welt leben, in der beide keine Rolle spielen. Aktuell entfernen wir uns davon aber immer weiter.

    Früher habe ich gerufen: Kein Fußbreit den Faschisten. Für mich hat sich das auch immer gegen Stalinisten etc. gerichtet. Islamisten, die vor 25 oder 30 Jahren hier noch keine so große Rolle gespielt haben, gehören letztendlich auch dazu. Aber wo ansetzen? Ohne Islam kein Islamismus, ohne Nation kein Nationalismus. Man muss halt an die Wurzel gehen und mittelfristig natürlich versuchen, diese Gemeinschaften zu überwinden oder zumindest ihre Bedeutung zu minimieren.

    Jetzt stellt sich halt nur noch die Frage: Weshalb spielen radikale, antiliberale und antidemokratische Bewegungen eine immer größere Rolle? Warum läuft Aufklärung ins Leere? Ich würde ja die Dialektik ins Spiel bringen, aber dann wird‘s sehr komplex. Zumindest sollte man im kleinen Kreis dagegen arbeiten, auch auf die Gefahr hin, selbst als „Rassist“ oder „Gutmensch“ (je nachdem, wen man kritisiert) bezeichnet zu werden. Ist mir schon passiert und wenn die Sache nicht so traurig wäre, würde ich drüber lachen. Falsche Toleranz ist auf Dauer aber genauso gefährlich wie auf Ressentiments gestützte Intoleranz.

  • #20
    thomas weigle

    @Karla Der , der uns beide kritisiert, ohne irgendein plausibles Argument vorzubringen, gehört zu jener Art von "Linken", der jede Kritik an den mordenden Säulenheiligen der Kommis als faschistoid und rechtsradikal abtut, weil nix anderes mehr zur Hand ist. Jeder ist besser, und seien es Kopfabschneider der übelsten Sorte als jemand, der den Westen nicht als Ausgeburt der kapitalistischen Hölle diffamiert. Gott sei Dank werden diese Lautsprecher des Murxismus-Leninismus immer weniger. Leider haben diese "Linken" jedwelche Art von wirklich linker oder auch ursozialdemokratischer Politik behindert. Nichts hat der bundesdeutschen Linken mehr geschadet als die "linke" DDR und die "linken" Terroristen der RAF.

  • #21
    Karla

    @Thomas Weigle, du hattest diesen Typus zwar bereits unter (4) gut beschrieben, aber daß so einer sogar dann die Leute als islamophob bezeichnet, wenn akut ein solcher Terroranschlag Entsetzen auslost, hatte ich mir nicht vorgestellt.

  • #22
    Walter Stach

    -16-paule t-
    -19-bob hope

    Danke für Ihre Beiträge, denen ich nichts hinzufügen kann, was belangreich wäre.

    Ich befürchte allerdings, daß gegenteilige Meinungen zum Inhalt Ihrer Beiträge hier bei den Ruhrbaronen gar nicht oder nur "beschränkt" -in Quantität und Quantität- erscheinen werden, denn für etwas "Anderes" würde es der Fähigkeit und des Willens bedürfen, sich aus der Welt der eigenen Vorurteile zu befreien, um sich argumentativ auf "anderes Denken" einlassen zu können.

    PS
    Ich hoffe sehr , daß kurzfristig "die" Linke in Deutschland, in Europa gemeinsam und parteiübergreifend, also beispielsweise "unsererseits" SPD und Linkspartei (nebst Grüne?-) jetzt unmißverständlich erklärt, daß der politische Islamismus unvereinbar ist mit den Grundwerten, den Prinzipien aller "linker Parteien" in Deutschland, in Europa und daß folglich für sie der politische Kampf gegen ihn den gleichen Stellenwert hat wie ihr Kampf gegen Faschisten, gegen Nazis, egal in welchem politischen Gewand sie daherkommen.

    Diese meine Hoffnung steht nicht in Widerspruch zu meiner hier oft geäußerten Kritik an der derzeitigen Politik -vor allem der sog. Besatzungspolitik – der momentanen israelischen Regierung -ganz -im Gegenteil !! Diese Selbstverständlichkeit bedarf auch hier bei den Ruhrbaronen -leider- immer wieder der Erwähnung.

  • #23
    Christoph

    @ thomas weigle #20

    Das ist ein deutliches Statement in Kommentar #20, so wird wohl dem Letzten klar, was Thomas Weigle mit der "Linken" verbindet: blinder Hass …

    … vor allem auch "blind": was hat das, was du schreibst, überhaupt mit mir zu tun? Das holst du alles aus deinem unerschöpflichen Vorurteils-Vorrat.

    "Argumente" werde ich bei dir nicht vortragen: ich kenne in und auswendig, was von dir kommt – das sollte dir eigentlich klar sein, nach dem, was ich oben schrieb, siehe Kommentar #14

    Ich denke ja, als Autor der Ruhrbarone – wie Thomas Weigle – sollte man sich in den Kommentaren etwas zurückhalten – zumindest die "Netiquette" wahren – , aber …

  • #24
    sneaking_beauty

    @2 Karla, 19. Oktober 2020 um 11:13

    Wenn ich da mal einhaken darf: Zorn gegen und Angst vor was? Wir sind uns doch alle einig, dass Verbrechen wie jetzt in Paris verabscheuungswürdig sind, da gibt’s im Prinzip auch keine Diskussionen. Ums mal aus meiner Sicht zu sagen: ich kenne eben auch Moslems persönlich und diese haben für islamische Fundamentalisten genau so wenig übrig wie Sie oder ich. Muss ich vor denen Angst haben oder Zorn auf die empfinden, weil sie Moslems sind? Nö, ebenso wenig, wie ich mich als Atheist für das Massaker von Breivik rechtfertigen müsste.

    Der Gegner ist eben eine militante Ideologie, nicht der Islam. Und ebenso wie es im Nationalsozialismus christliche Widerstandsaktivisten gab, obwohl die Wehrmacht mit dem Spruch "Gott mit uns" zu Felde zog, muss hier auch die Ideologie bekämpft werden.

    "Islamophobie" ist vielleicht ein falscher Begriff, es ist im Kern eher das klassische Rassismus. Der "Islamophobiker" lehnt den Islam in erster Linie ab, weil er als "fremd" oder "nicht von hier" wahrgenommen wird und die Gläubigen meist eine etwas dunklere Hautfarbe haben. Ein Pierre Vogel würde ja im Alltag trotz seiner Ideologie nicht auffallen – hingegen würde z.B. Seyran Ates von "Islamophoben" auf den ersten Blick als Muslimin eingeordnet werden. Das ist der eigentliche Kern.

  • #25
    Walter Stach

    "Wir Linke" sind f ü r ………..

    Es könnte hilfreich sein -in politischen Grundsatzdebatten, bei konkreten politischen Entscheidungen, auch im alltäglichen Miteinander , wenn "wir Linke" nicht primär darüber nachdenken , was "wir allesamt" ablehnen

    -z.B. und selbstverständlich den Islamismus, definiert als Religion, die sich primär als politische Ideologie versteht (radikal und fanatisch in Denken und Tun),

    sondern wenn "wir Linke" mehr denn je , nachdrücklicher denn je, konsequenter denn je, ja auch radikaler denn je, uns primär und permanent – wie, wann, wo auch immer- f ü r eine Gesellschaftsordnung aussprechen, f ü r eine solche streiten, in der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ( "soziale Solidarität") unantastbare Grundwerte sind und wenn wir uns folglich zugleich f ü r eine Staatsordnung engagieren, in der die wichtigsten Grundsätze einer Demokratie und eines Rechtstaates – u.a. die Menschenrechte im Sinne der UN-Menschenrechtskonvention- gelten und durch den Staat geachtet und gewährleistet werden.

    G e g e n wen "wir Linke" sind" ,wäre dann und insofern relativ problemlos durch jedermann "auszumachen".

    Und ob "wir Linke" dann die im Sinne der gen. Grundsätze/Prinzipien Andersdenkende, Andershandelnde als G e g n er definieren -und uns im Ob und im Wie mit ihnen als Gegner auseinandersetzen- oder ob wie sie als F e i n d e definieren und sie als solche mit allen denkbaren Mitteln und Möglichkeiten bekämpfen, zu bekämpfen versuchen, wäre "unter uns" streitig zu klären.

    So wäre dann z. B. zu fragen, ob radikal-fanatische Islamisten bestimmt, gelenkt und geleitet von einem Religionsverständnis und von einem allein auf sie begründeten und ausgerichteten Verständnis von der "richtigen" Gesellschafts- und Staatsordnung Gegner oder Feinde "der Linken" sind.
    Ich meine, diese Frage läßt sich seitens "eines Linken" nur mit der Feststellung beantworten:
    Sie sind unsere Feinde und müssen als solche wann, wie und durch wen auch immer benannt und bekämpft werden. Dasselbe gilt -selbstverständlich für mich- gleichermaßen und ohne Abstriche für Faschisten, für Nazis -egal in welchem politischen Gewande sie daherkommen. Sie sind eben auch und gleichermaßen (!) nicht lediglich "unsere "Gegner, sondern sie sind "unsere" Feinde.

    Leider, leider läßt sich nicht vermeiden, daß politische Gegner "der Linken" immer wieder -auch hier bei den Ruhrbaronen- versuchen, den für "einen Linken"wie für mich selbstverständlcihen Respekt und die gebührende Achtung gegenüber jedermann unabhängig von dessen Glauben, von dessen Herkunft -hier konkret gegenüber Menschen muslimischen Glaubens- vorsätzlich mißbräuchlich für den Vorwurf, für die Vorhaltung zu nutzen, "der Linke" im allgemeinen und mir im besonderen fehle es an der Bereitschaft, den radial-fanatischen Islamisten als das das zu bennen und als solche zu bekämpfen, nämlich als Feind -und nicht nur als Gegner.

  • #26
    Karla

    @sneaking_beauty, wie können Sie sagen " Wir sind uns doch alle einig, dass Verbrechen wie jetzt in Paris verabscheuungswürdig sind, da gibt’s im Prinzip auch keine Diskussionen."?
    Lesen Sie nicht die Kommentare von @Chritoph, der schreibt, daß es "Islambashing" sei, wenn über diesen Terroranschlag in Paris voller Abscheu gesprochen wird. Oder den von @Weninteressierts unter Carton ohne worte, der meint, daß es " die Wahrheit" sei, wenn jemand fragt "Ist nicht der Kapitalismus und sein Umgang mit armen Menschen und Ländern am islamistischen Extremismus schuld?”“
    Sorry, alle einer Meinung? So kriegt mich niemand in die Einheitsfront. Da krieg ich Angst.

  • #27
    thomas weigle

    #24 Der eigentliche Kern ist der muslimisch-islamistische Terror und das Bestreben der Attentäter und ihres Umfeldes ihr religiös-faschistisches Weltbild ALLEN aufzudrücken.

  • #28
    Christoph

    @ Karla

    Ich verurteile den Mord an Samuel Paty. Ich verurteile JEDEN islamistischen Terroranschlag.

    Muss man so etwas Selbstverständliches sagen? Dir scheinbar schon. Ob’s hilft? Da habe ich Zweifel …

    Was "sneaking_beauty" in Kommentar #24 sagt, ist so offensichtlich richtig, Zitat "sneaking_beauty": "(…) Wir sind uns doch alle einig, dass Verbrechen wie jetzt in Paris verabscheuungswürdig sind, da gibt’s im Prinzip auch keine Diskussionen. Ums mal aus meiner Sicht zu sagen: ich kenne eben auch Moslems persönlich und diese haben für islamische Fundamentalisten genau so wenig übrig wie Sie oder ich. Muss ich vor denen Angst haben oder Zorn auf die empfinden, weil sie Moslems sind? Nö, ebenso wenig, wie ich mich als Atheist für das Massaker von Breivik rechtfertigen müsste. (…)"

    "Islambashing" ist es, wenn man alle Muslime zu Islamisten erklärt. Was soll damit eigentlich erreicht werden? Was wollen die Scharfmacher, die hier schreiben, mit unseren Mitbürgern muslimischen Glaubens machen? Was sagt Thomas Weigle seinem muslimischen Nachbar?

  • #29
    Karla

    @Christoph, na also. Geht doch. Mehr wollte ich gestern gar nicht von dir lesen.
    Es hat aber zwischendurch beim Spiegel einen Dammbruch gegeben, der bei Linken insgesamt einen starken Eindruck machen wird, der noch weitere Konsequenzen haben wird. Da werden einige den neuen Kurs nicht mitmachen können.

  • #30
    Christoph

    @ Karla

    was willst du eigentlich?

    Hast du irgendein Ziel? Zum Beispiel: Muslime zu bashen?

  • #31
  • #32
    thomas weigle

    I#28 Islamisten sind Muslime, mehr habe ich nicht gesagt. So wie ich auch sage, dass Evangelikale Christen sind. Islamisten bewegen sich in einem muslimischen Umfeld. Und als ich noch als Lehrer tätig war, konnte ich bei einigen muslimischen Schülern und auch deren Eltern eine gewisse Radikalisierung wahrnehmen. Und wenn heute in der NW steht, dass Lehrer immer öfter "ich stech dich ab, Kaffur," hören, dann kann ich nur sagen, ähnliches habe ich auch schon vor 2012 gehört. Mich bewegt also nicht, was sage ich meinem muslimischen Nachbarn, sondern was sagt man diesen radikalisierten Fanatikern. Und wie legt man sie still!!

  • #33
    Karla

    (30) Nein Christoph, will ich nicht. Und damit du beruhigt bist, übernehme ich einen Satz von dir: "Islambashing" ist es, wenn man alle Muslime zu Islamisten erklärt."
    Ein winziger Teil ist es aber, und den muß man auch nennen, den darf man nicht schützen.
    Ich kann das durchaus auseinanderhalten.
    Du tust dich damit immer noch schwer. Aber das ist deine Sache und nicht meine.

  • #34
    Christoph

    @ Karla

    schau mal, was Thomas Weigle schreibt, dann weißt du, wer etwas nicht auseinanderhalten will:

    "Islamisten sind Muslime", Thomas Weigle

  • #35
    thomas weigle

    #34Wie jetzt? Islamisten sind keine Muslime? in meiner langen und bewegten Laufbahn als Sonderschullehrer für Erziehungsschwierige und Lernbehinderte habe ich viele Dummheiten gehört, aber das …Donnerwetter und Respekt!!

  • #36
    Christoph

    @ thomas weigle

    "Sonderschullehrer"? Ist das nicht zu bescheiden? So wie du über, Zitat Weigle, "Islamisten sind Muslime" dozierst? Prof. Dr. Dr. h.c. Islambashing Weigle fände ich angemessen.

  • #37
    thomas weigle

    ."Islambashing?" Da pelle ich mir doch ein Ei drauf, so lange es von sog. Linken kommt, die ein Faible für autoritäre Ideologien, Religionen und Regimes haben. Für Regime, in denen es keine freilaufenden Linke mehr gibt, weil sie geflüchtet sind, ermordet wurden oder eingulagiert sind. Diese Vorliebe habe ich als zeitweiliges Mitglied der Linkpartei öfters erlebt. Vom ach so schweren Abschied von der roten Diktatur nicht zu reden…

  • #38
    Gimpel

    @ Christoph

    Welche Definition der logischen Implikation verwenden Sie, dass dem Satz "Islamisten sind Muslime" der Wahrheitswert "falsch" zugewiesen wird.

  • #39
    thomas weigle

    Alle sind herzlich eingeladen, so wie ich seit drei Jahren, regelmäßig für die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee zu spenden V.a. ihre Gründerin, Seyran Ates war und ist übelsten Drohungen aus muslimischen kreisen ausgesetzt, weil in der von ihr gegründeten Moschee sogar Frauen predigen dürfen, gemeinsames Beten ist selbstverständlich. Ich habe es zwar nicht mit Religionen, aber diese liberale Moschee ist ein interessantes Experiment, dass in eine fortschrittliche und demokratische Gesellschaft passt. Also los…

  • #40
    Christoph

    @ Gimpel

    noch ein ganz besonders schlauer "Professor" … du weisst doch ganz genau, was gemeint ist:

    gemeint ist die ewige, vorzugsweise von Rechten vorgenommene Gleichsetzung von "Muslime" und "Islamismus" – darin ist Thomas Weigle Profi

  • #41
    thomas weigle

    #38 "Islamisten sind Muslime" ist nicht "alle Muslime sind Islamisten. Vielleicht hilft eine Analogie aus der Gott sei Dank auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandeten DDR weiter: "Nicht jeder Union Berlin Fan ist ein Staatsfeind, aber jeder Staatsfeind ist ein Fan von Union Berlin." Schmunzel!!

  • #42
    Christoph

    @ thomas weigle

    soll das lustig sein? das bekommst du sicher besser hin – versuch’s doch mal mit deinem Thema:

    "Islamisten sind Muslime", Thomas Weigle

  • #43
    Walter Stach

    "Warum Kevin Kühnert und Sascha Lobo in die Irre laufen".

    Gastbeitrag von Lamya Kaddor bei T-Online (23.1o. um 18.55 Uhr); m.E als Beitrag zur Meinungsbildung empfehlenswert.

    Ich folge Frau K. nicht in ihren Schlußfolgerungen – sh. u.a. der Inhalt der o.a. "Schlagzeile". Auch deshalb oder gerade deshalb ist der Inhalt Ihres Beitrages für mich interessant und nachdenkenswert.

  • #44
    Gimpel

    #41 Ich bin nun gar nicht fußballaffin und musste ein wenig recherchieren. Die Abneigung vieler DDR-Fans gegen den BFC Dynamo war mir noch in Erinnerung, dass auch „Lieber ein Verlierer sein als ein dummes Stasi-Schwein“ im Stadion zu hören war, war mir allerdings bislang entgangen. Danke für den Hinweis.

  • #45
    thomas weigle

    @Gimpel Auch wenn man`s nicht so mit Fußball hat, ist der Umgang der DDR-Oberen mit dem Fußball in der DDR ein Lehrstück wie man es auf keinem Fall machen sollte. Das fing damit an, kein Scherz, dass anfangs Nationalspieler auch nach ihrem "Klassenstandpunkt" ausgesucht wurden, die Ergebnisse waren entsprechend. Mannschaften wurden von jetzt auf gleich "delegiert", etwa Empor Lauter nach Rostock, Vorwärts Ostberlin nach Frankfurt Oder. Und natürlich die Nummer mit den "Stasi-Schweinen." Es gibt hier auf den Ruhrbaronen eine Serie von mir "Fußball in der DDR."

  • #46
    Christoph

    @ thomas weigle #45

    ein Muslim mit DDR-Vergangenheit –

    oder noch schlimmer: eine KOPFTUCH-tragende Muslima mit DDR-Vergangeheit!

    wäre das nicht DAS neue Feindbild für dich? Da kannst du alles kombinieren, dass dich verfolgt, in deinen Phantasien: die "Linken", die "islamistischen Muslime", die …

    Ich warte auf deinen clickbait Artikel bei den Ruhrbaronen, mit viel ganz viel „gore" – Blut – "Weigle sieht rot" …:

    "Islamisten sind Muslime", Thomas Weigle

  • #47
    thomas weigle

    #46 "SED-Justiz I bis III" und "Die Akte Purczeld I und II hier bei Ruhrbaronen. Schmunzel!!

  • #48
    Christoph

    @ thomas weigle #47

    wo sind denn da:

    KOPFTUCH-tragende Muslimas, "linke" Islamistinnen mit DDR-Vergangenheit?

    Kopftuch wie Bombe: erinnerst du dich nicht mehr an die entsprechenden Diskussionen bei den Ruhrbaronen?

    "Islamisten sind Muslime", Thomas Weigle

  • #49
    thomas weigle

    #48 "Die Juden in der arabischen Welt." Beginnt mit einem einführenden muslimfeindlichen Zitat vom linken Gottvater Karl Marx Schmunzel!!

  • #50
    Christoph

    @ thomas weigle #49

    Und? Wer will das wissen? Machst du jetzt nur noch auf Langweiler? (das "Schmunzel!!": Ist das der Hinweis, das hier gelacht werden soll? Von wem? Wer findet das lustig?)

    "Islamisten sind Muslime", Thomas Weigle

  • #51
    Stefan Laurin

    @Christoph: BTW: Natürlich sind Islamisten Muslime. Was sollen sie denn sonst sein? Zen-Buddhisten?

  • #52
    nussknacker56

    Danke für diesen Artikel.

    Angesichts der Tat, um die es in obigem Beitrag geht, finde ich es reichlich befremdlich, dass hier eine Reihe von Leuten über „Islambashing“ diskutieren. Also darüber, dass der Islam mit diesem Terror angeblich nichts zu tun habe. Oder über den Begriff „islamophob“, so als ob es nicht jede Menge guter Gründe gibt, hier auf Distanz zu gehen und massiv Kritik vorzutragen. Eine Religion, die es jedem Verbrecher, Kleinkriminellen, Loser, Verklemmten maximal einfach macht, sich auf ebendiese zu berufen, wenn sie in einem letzten regressiven Akt ihr zutiefst gestörtes Ich zu einer Märtyrer und ihre Bluttat zum Heldenakt verklären und dabei wissen, dass gegen sie nie nachhaltige Kritik oder gar eine Fatwa ausgesprochen wird und sie sich fast durchgehend auf Sympathie oder zumindest stillschweigende Duldung verlassen können.

    Es ist einfach nur lächerlich und gleichzeitig erbärmlich, wie sich hier Linke und Sozialdemokraten die Bälle zuschieben und sich für ihren angeblichen Antirassismus und ihre „aufrechte Haltung“ gegenseitig auf die Schulter klopfen. Absolute Kritiklosigkeit wird unverfroren als „antirassistisch“ verkauft und der Begriff so regelrecht pervertiert. Die Kumpanei fast der gesamten Linken, Grünen, Sozialdemokraten, Linksliberalen, Genderfeministinnen, BLM- und LGBT-Szene mit dieser religiös verbrämten Ideologie ist zutiefst verstörend.

    Allein in Frankreich wurden in den letzten acht Jahren über 260 Menschen Opfer der islamistischen Metzelei. Ehemalige deutsche Terrororganisationen wie NSU oder RAF dürften angesichts dieser grausigen Erfolgsbilanz posthum vor Neid erblassen. Und was macht die Linke? Entweder klatscht sie Beifall, duckt sich feige weg oder diskutiert – und das mit Inbrunst – über rechte Gewalt und Rassismus (natürlich nur den von alten weißen Männern).

  • #53
    thomas weigle

    #50 Bitte nicht vergessen: Islamisten sind Muslime, gelle? Ich fände es mehr als bedauerlich, sollte dieser Sinnspruch bei dir in Vergessenheit geraten. Du machst mir doch die Freude….

  • #54
    Reginald

    Es ist die Pflicht der BRD die hier lebenden Muslime die unsere Freiheitliche Grundordnung schätzen und lieben gelernt haben zu schützen.Das ist eine Gratwanderung.Daher wäre es angebracht öffentlichkeitswirksam einige hartcore Islamisten auszuweisen ohne wenn und aber.Das Aufenthaltsgesetz von 2004 lässt dies ausdrücklich zu.Bei Konvertiten wird es natürlich schwer.

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