Werbung fürs Revier


Ein starkes Stück Werbung. Foto: RVR

Frank Dopheide, Chef der Agentur Grey, hat sich bei einem Treffen der CDU über die Perspektiven des Ruhrgebiets geäussert. Er fordert "Sex, Drugs und Rock´n´Roll". Gut, dann wird er ab jetzt  Dopeheide genannt. Das Ergebnis werden wir bald sehen, denn seine Agentur bereitet im Auftrag des Inititiativkreises Ruhr eine Werbekampagne für das Ruhrgebiet vor. Gut, dass die Wirtschaft einspringt, wenn die Politik versagt. Bis die Kampagne wohl im Herbst zu sehen ist, diskutiert Djure im Blog.50hz schon einmal, was die Kampagne nicht wird leisten können. Ich glaube ja, dass wir eine solche Kampagne wieder dringend brauchen – die Erste, "Ein starkes Stück Deutschland", war erfolgreich und ein Muster für zahlreiche Kampagnen anderer Städte. Aber wir brauchen auch die gemeinsamen Inhalte, die es zu kommunizieren lohnt – und Menschen, die die Region repräsentieren. Heinz-Dieter Klink, der jetztige RVR-Chef, ist das sicherlich nicht. Er hat sogar geschwiegen, als es in den letzten Tagen um das Ende des RVR ging. 

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7 Kommentare

  1. #1 | RVR Kenner sagt am 26. Februar 2008 um 09:22 Uhr

    Das ist ja eine gute Nachricht, das freut einen wirklich! Ich fand „Der Pott kocht“ auch richtig gut und kreativ, hat die Kampagne doch gerade bei Jugendlichen das „Wir“ Gefühl hervorgerufen. Zu Klink wurde wohl bereits alles gesagt, kein Mensch dieser Erde weiß, was der auf dem Sessel des Regionaldirektors macht. Normalerweise werden Behördenleiter,egal ob verbeamtet oder angestellt ja daraufhin vereidigt, in ihrer Amtszeit alles zum Wohl der Behörde beizutragen, was in ihrer Macht steht. Ich weiß nicht, ob das bei ihm auch so war oder wie sonst sein Arbeitsverhältnis ausgestaltet ist. Wenn ja, dann wäre alleine das ein Grund für die Verbandsversammlung die Ablösung einzuleiten. Man stelle sich vor, ein Geschäftsführer einer Firma würde bei drohendem Konkurs untätig bleiben. Dann würde die Gesellschafterversammlung ihn auch ablösen müssen. Zum Wohl der Firma. Wenn ein Behördenleiter sich bei der landesweiten Diskussion um den Erhalt SEINER „Wirkungs“stätte gepflegt heraushält, dann kann es schlimmer einfach nicht mehr werden. Egal, wie man zu Klink steht, das ist nun mal objektiv ein Skandal! Gegenteilige Indizien sind der Fairness halber jederzeit willkommen und bitte (hier?) zu posten. Vielleicht hat er seinen Eid aber auch auf das Wohl von Langemeyer hin geleistet und geht mit ihm konform, den Laden dicht zu machen. DAFÜR gibt er ja immerhin seit 3 Jahren sein Bestes.

  2. #2 | RVR Kenner sagt am 26. Februar 2008 um 14:03 Uhr

    Habe gerade erst den Artikel in der Welt am Sonntag gelesen, die Mitarbeiter können einem richtig leid tun. Was sagt denn eigentlich der Personalrat zu seiner Führung? Es geht doch auch um Existenzen, Arbeitsplätze und die Motivation von den Menschen die dort arbeiten. Wie demotivierend muss es sein, jeden Morgen in die Kronprinzenstraße zu fahren, um die eigene wachsende Belanglosigkeit zu verwalten für einen Chef, den es nicht die Bohne zu interessieren scheint? Gibt es eigentlich Statistiken über den Krankenstand in den letzten Jahren, das wäre mal interessant. Demotivation verbrennt ja bekanntlich das Potential und die Arbeitskraft eines jeden Mitarbeiters, sei er noch so gut und leistungsbereit. Normalerweise ist es Sache des Chefs an diesen Stellen positiv auf die Belegschaft einzuwirken oder Signale zu setzen.
    An anderer Stelle wurde ich ja schon mal bezichtigt, gegen den RVR zu sein. Totaler Quatsch, das Gegenteil ist der Fall. Ich wünschte den Mitarbeitern nur einen Hoffnungsschimmer am Ende des Tunnels.

  3. #3 | Stefan Laurin sagt am 26. Februar 2008 um 15:05 Uhr

    Lieber RVRKenner,
    die meisten Mitarbeiter mit denen man redet, haben längst aufgehört Klink ernst zu nehmen. Einige sind auch richtig sauer – was nachvolziehbar ist. Ich kenne den RVR/KVR schon sehr lange, und was Klink dort an zum Teil spürbarene Depressionen ausgelöst hat ist ein Verbrechen, wenn man bedenkt, was für gute Ideen dort früher entstanden sind. Es ist echt zum heulen – mir tun alle, die dort arbeiten, leid. Hoffentlich ist Klink bald weg.
    Stefan

  4. #4 | jens weissenberg sagt am 26. Februar 2008 um 15:57 Uhr

    ich bin auch mal auf die neue Kampagne gespannt…leider wurde wieder mal eine „auswärtige“ Agentur beauftragt, aber Grey wir ja wohl auch Mitarbeiter aus der Metropole Ruhr beschäftigen, die die Qualitäten der Metropole selbst kennen und nicht nur darüber schreiben sollen…

    die „der Pott kocht“-Kampagne hat mir ja gar nicht gefallen, weil sie eben auch Klischees bestätigt hat…schön wäre es, wenn endlich die „Metropole Ruhr“ als Begriff ins Spiel gebracht würde…

    Ja, über Klink braucht man wirklich nichts mehr zu sagen. Wir bräuchten endlich mal einen charismatischen Politiker an der Spitze des RVR! Ähnlich wie im richtigen Leben ziehen die meisten fähigen Leute hier auch in der Politik von dannen…

    Christoph Zöpel wäre so eine Persönlichkeit für die Metropole Ruhr gewesen, momentan fällt mir auch Norbert Lammert ein…beide sehr bodenständig und dennoch visionär (die Metropole Ruhr braucht Visionen!)…beide aber auch in Berlin gebunden…

  5. #5 | RVR Kenner sagt am 26. Februar 2008 um 16:29 Uhr

    Hallo Stefan,

    danke für das Feedback. Toll wäre, wenn man auch mal von Mitarbeitern hier etwas lesen könnte. In Deutschland herrscht immer noch Meinungsfreiheit, man muss ja niemanden beleidigen. Ich finde es auch nicht unseriös oder feige dies unter einem Nickname zu tun, das ist heutzutage gerade in Blogs und Foren mehr als normal. Naja, man darf gespannt sein, was aus dieser nicht eben kleinen Behörde und deren Mitarbeitern wird. Ich wünsche allen nur das Beste und dass die Zukunft wieder mehr Motivation bereit hält, etwas für unsere Region tun zu können.

  6. #6 | RVR Kenner sagt am 26. Februar 2008 um 16:41 Uhr

    Hallo Jens,

    jedem seine Meinung, keine Frage. Ich fand die Kampagne und deren Motive allerdings wirklich sehr kreativ und für manche Klischees muss man sich auch nicht schämen, das tun die Bayern nun mal auch nicht. Vielleicht fühlen sich viele Menschen auch gerade wegen dieser Klischees einer Region zugehörig. Wer im Rest der Republik noch denkt, hier würden sich nach Feierabend nur die Kohlekumpel ein paar Pils hinter die Binde kippen und dann TV gucken, der war eben noch nicht hier, ist ungebildet und desinteressiert, den wird auch keine wie auch immer geartete Kampagne eines Besseren belehren… Hässliche Ecken gibt es hier wie in jeder anderen Metropole auch, genug. Das ist nun mal so und lässt sich nicht wegreden. Dass weiß man als Hamburger, Berliner, Frankfurter und Münchener sicher auch. Richtig finde ich aber auch, dass die Einheit noch besser herausgestellt wird, die von Dir angesprochene Metropolstellung eben. Einen gewissen Charme kann man aber hier auch vielen hässlichen Ecken und Industrieruinen nicht absprechen, das kann auch nicht jede Metropole von sich behaupten. Grüße

  7. #7 | jens weissenberg sagt am 27. Februar 2008 um 06:11 Uhr

    Hallo RVR Kenner,

    klar, das Wort „Klischee“ ist sehr vielschichtig…oft geben Klischees ja auch die Wirklichkeit wieder…schwierig wird es nur, wenn sie abwertend gemeint sind…

    die Metropole hat einen irren Flair! Man muss sich nur einmal darauf einlassen…wenn man freilich jede Ecke 1:1 nach bestimmten Erwartungen beurteilt, dann kann keine Metropole bestehen. Wenn man aber die Metropole Ruhr als Ganzes auf sich wirken lässt (und man ihre Möglichkeiten nutzt) dann kann ein neues Lebensgefühl entstehen…

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