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Badische Zeitung und Rudolf Steiner: Bejubeln ja, Zitieren nein.

In Ruhrgebiet | Am 22 Oktober 2011 | Von Gastautor

Peter Sloterdijk Foto: Rainer Lück http://1RL.de Lizenz: CC

Die Badische Zeitung feiert Rudolf Steiner und löscht Rudolf Steiner O-Ton: „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ ist Werbung für die Religion Anthroposophie. Von unserem Gastautor Andreas Lichte

„Wer, wie, was – wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt, bleibt dumm!“ ist Kinderkram. Ein guter Journalist wie Thomas Loisl Mink, Autor der Badischen Zeitung, weiss einfach, welcher Autorität er ungeprüft glauben kann. Und Peter Sloterdijk ist so eine Autorität.

In seinem Bericht über die Podiumsdiskussion zur Eröffnung der Rudolf Steiner Ausstellung im Vitra Design Museum gibt Mink Fragmente von Sloterdijks Steiner-Lobpreisung wieder, ohne auch nur eine einzige Frage zu stellen. Worum es eigentlich geht, bleibt dem Leser unklar, sicher ist nur:

Rudolf Steiner ist ungeheuer bedeutend. Für die Kunst, und überhaupt …, Zitat Mink:

„Steiner sei jemand gewesen, dem es gelang, zeitgenössische Ideenspannungen wahrzunehmen, sagte Sloterdijk …“

„Steiner habe indessen Vertikalität neu definiert »und die menschliche Individualität nach oben anschlussfähig gemacht«, so der Philosoph. Er sei so etwas wie der von dem Dadaisten Hugo Ball beschriebene Antennenmensch gewesen, er sei immer auf Empfang gewesen …“

usw., usw., bis Mink das Grande Finale seines Berichts bringt:

„Steiner, so Peter Sloterdijk, sei ein idealer Transmitter der Botschaft, eine Lebensform zu entwickeln, die eine Koexistenz der Menschen auf dem Planeten ermögliche.“

Wenn das kein Superlativ ist: Steiner war also nicht nur in der Vergangenheit bedeutend, sondern ist es umso mehr für die Zukunft der Menschheit! Da lasse ich Rudolf Steiner einmal selber erklären, was er von den verschiedenen Menschen hält – mein Kommentar vom 17. Oktober:

„Zitat aus dem Artikel: »Steiner, so Peter Sloterdijk, sei ein idealer Transmitter der Botschaft, eine Lebensform zu entwickeln, die eine Koexistenz der Menschen auf dem Planeten ermögliche.«

Wie soll diese »Koexistenz der Menschen auf dem Planeten« aussehen, wenn Rudolf Steiner diese »Erkenntnisse« hat:

»(…) Wenden wir das auf den Menschen selber im Weltenraum an. Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, daß sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist. Es geht nicht durch den ganzen Körper durch, sondern hält sich an die Oberfläche der Haut, und da wird die Haut dann selber schwarz.

So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. (Es wird gezeichnet.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn. (…)

Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse. (…)«

„Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923

Wem das noch nicht reicht, um nachzuvollziehen, dass Rudolf Steiner ein Rassist ist – und einer der grössten Scharlatane des Zwanzigsten Jahrhunderts war – kann gerne noch den kompletten Vortrag lesen.

Mein Kommentar wurde vom Moderator der Badischen Zeitung gelöscht, seine Begründung:

„Inhalte mit werblichem oder kommerziellem Charakter werden gelöscht.
Dies betrifft auch die Veröffentlichung von umfangreichen Textauszügen jeglicher religiöser oder weltanschaulicher Gruppen.“

Rudolf Steiners Auffassung der verschiedenen „Rassen“ – der „triebhafte Neger“, und dem entgegengestellt, „die am Geiste schaffende Weisse Rasse“ – ist also Werbung für die Religion Anthroposophie. Na, ist doch schön, wenn man’s mal so erklärt bekommt, dass man‘s auch versteht! Ist Sloterdijk vielleicht deshalb so begeistert von Steiner?

Aber Sloterdijk ist ja nicht der einzige: Im Jubiläumsjahr „150 Jahre Rudolf Steiner“ erschienen unzählige Jubel-Artikel auf Steiner. Da geben Journalisten dann monumentale Antworten auf Fragen, die sie wie Thomas Loisl Mink nie gestellt haben, zum Beispiel:

Der letzte Prophet – Rudolf Steiner ist der einzige deutsche Idealist, der den Praxistest überlebt hat.

Diese Jubelarie der Zeit kommt von Iris Radisch. Leider vergisst Radisch zu erwähnen, dass sie ihre Kinder zur Waldorfschule schickt, aber das fördert sicher nur ihre kritische Grundhaltung und den seriösen, unabhängigen Journalismus …

Und wie war das nun mit Rudolf Steiner als „Künstler“? Anlass für den Artikel der Badischen Zeitung war ja die Ausstellung „Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags“ im Vitra Design Museum. Schauen wir uns doch einfach beispielhaft Rudolf Steiners grösstes Kunstwerk an:

Der Menschheitsrepräsentant zwischen Luzifer und Ahriman

Beeindruckend, nicht wahr? Und der anthroposophische Text ist ein Kunstwerk für sich!

Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, den ich zu Waldorfschule, Rudolf Steiner und Anthroposophie interviewte, kommt zu dieser Einschätzung, Zitat Hopmann:

„Und welche Freiheit, welche Kreativität sind gemeint in einer Schulphilosophie, deren Erfinder weder als Demokrat, noch als Ästhet hervorgetreten ist, sondern der eine autoritäre Geisteshaltung einnahm und eine naturalistische Schrumpfästhetik bevorzugte?“

Weiterführende Artikel auf den Ruhrbaronen:

Waldorfschule: Dr. Detlef Hardorp verkauft Rudolf Steiners Rassismus als Multikulti Sloterdijks „Koexistenz der Menschen“ mit den Worten eines Funktionärs der Waldorfschulen

3 Jahre Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“ die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) entschied, dass Bücher Rudolf Steiners rassistischen Inhalt haben

150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“ was in den üblichen Steiner-Jubel-Arien verschwiegen wird, und die NZZ brachte

Waldorfschule: Vorsicht Steiner – Interview mit Andreas Lichte

Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“, Interview mit Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien


42 Kommentare zu »Badische Zeitung und Rudolf Steiner: Bejubeln ja, Zitieren nein.«

  1. #1 | Nazis unter sich: Die Judenhasser von der Badischen Zeitung feiern Rudolf Steiner | Jihad Watch Deutschland sagt am 22. Oktober 2011 um 20:43

    [...] zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ ist Werbung für die Religion Anthroposophie. Weiterlesen… Gefällt mir:LikeSei der Erste, dem dieser post gefällt. Dieser Eintrag wurde veröffentlicht [...]

  2. #2 | Nazis unter sich: Die Judenhasser von der Badischen Zeitung feiern Rudolf Steiner | Jihad Watch Deutschland sagt am 22. Oktober 2011 um 20:43

    [...] zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ ist Werbung für die Religion Anthroposophie. Weiterlesen… Gefällt mir:LikeSei der Erste, dem dieser post gefällt. Dieser Eintrag wurde veröffentlicht [...]

  3. #3 | Richard (ehem. Waldorf-Schüler) sagt am 23. Oktober 2011 um 11:18

    Na ja, wen wundert es angesichts dieser gequirlten Steiner-Scheisse, dass die Anthrosophen-Sekte in ihren Waldorf-Schulen noch im Jahre 2011 u.a. mit Biologiebüchern aus dem Jahr 1936 unterrichtet?

  4. #4 | Janson sagt am 23. Oktober 2011 um 11:48

    Das Bildungsbürgertum scheint das Zielpublikum par excellence für den Esoterik-Unfug Rudolf Steiners zu sein. Ist es plötzlich chic, Rassiten zum leuchtenden Vorbild zu machen?

  5. #5 | Sune sagt am 23. Oktober 2011 um 12:05

    The views of Rudolf Steiner can be notoriously difficult to penetrate and require a long time and analysis to do.

    The quote „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ from a lecture by Steiner to workers at the Goetheanum is just one example of this.

    A closer look at the lecture from which the quote is taken shows that it refers not to the present, but to the situation in Steiner’s view at the transition from glacial/”pre-diluvian” times to post-glacial/”post-diluvian” time, not the present.

    It just uses the http://de.wikipedia.org/wiki/Historisches_Präsens to express this.

    For the present time, it was Steiner’s view that the “blonde and blue-eyed” are a weak and perishing “race”, not “the race of the future” – http://bit.ly/pYldhz

    For an short introduction to the complex issue of “race” in Steiner’s extensive works, see

    - http://waldorfanswers.org/ARacistMyth.htm
    - http://waldorfanswers.org/AAntisemitismMyth.htm
    - http://waldorfanswers.org/ThreeConcepts.htm

  6. #6 | Andreas Lichte sagt am 23. Oktober 2011 um 13:52

    @ Sune #5

    Sune Nordwall, Erleuchteter der, Zitat Prof. Hopmann, “Sekte” Anthroposophie wird persönlich bei den Ruhrbaronen vorstellig, um das Bild vom Rassisten Rudolf Steiner zu “berichtigen”. Aber darin hat Sune Nordwall ja Routine, manipuliert er doch unter anderem Wikipedia:

    http://www.equisetum.de/rudolf-steiner/archiv/0709/msg00015.html

    “… Die letzte 12 Monate war ich hauptsächlich mit d editieren d Artikeln über Steiner, Anthroposophie und Waldorfpädagogik auf d englische Wikipedia beschäftigt, als Thebee.

    Sune”

  7. #7 | Andreas Lichte sagt am 23. Oktober 2011 um 13:54

    @ Sune #5

    Sie schreiben: “… Steiner’s view that the “blonde and blue-eyed” …”

    Dazu dieses Zitat von Rudolf Steiner:

    “Aber mit der Zeit verliert sich die Blondheit, weil das Menschengeschlecht schwächer wird. Und die Erdenmenschheit würde vor der Gefahr stehen, daß die ganze Erdenmenschheit eigentlich dumm würde, wenn nicht das kommen würde, daß man eine Geisteswissenschaft haben wird, eine Anthroposophie, die nicht mehr auf den Körper Rücksicht nimmt, sondern aus der geistigen Untersuchung selbst heraus die Gescheitheit wieder holt, wenn ich so sagen darf (…)

    Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit. Geradeso wie sie wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben sie ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Haare und Augen hinein.” Rudolf Steiner

    Auch hier gilt, wie generell:

    Rudolf Steiner war einer der grössten Scharlatane des Zwanzigsten Jahrhunderts.

  8. #8 | zoom » Badische Zeitung feiert Rudolf Steiner -Kritik nicht erwünscht? « sagt am 23. Oktober 2011 um 17:53

    [...] hier veröffentlichte Artikel ist zuerst bei den Ruhrbaronen erschienen. Dort sind auch weitere Hinweise zu Rudolf Steiner und der Waldorfpädagogik zu finden [...]

  9. #9 | Eric Bonacci sagt am 23. Oktober 2011 um 19:37

    Hab’s gerade nochmal eingestellt:

    http://www.badische-zeitung.de/ein-engel-der-versucht-mensch-zu-sein

  10. #10 | Publikative.org » Blog Archive » Slotterdijk, Steiner und die Badische Zeitung sagt am 24. Oktober 2011 um 09:41

    [...] Andreas Lichte, zuerst erschienen bei den Ruhrbaronen Vortragsplakat von Rudolf Steiner aus dem Jahre 1917 [...]

  11. #11 | Andreas Lichte sagt am 24. Oktober 2011 um 10:06

    “Badische Zeitung und Rudolf Steiner: Bejubeln ja, Zitieren nein” ist auch bei “bruchsal.org – netzzeitung für bruchsal” als Gastartikel erschienen, unter der Überschrift:

    “Rudolf Steiner, die Badische Zeitung und ein unzufriedener Gastautor”

    siehe: http://www.bruchsal.org/story/rudolf-steiner-badische-zeitung-und-unzufriedener-gastautor

    Rolf Schmitt beschreibt in seinem Vorwort eindrucksvoll seinen Besuch im “Goetheanum” und seine Begegnung mit Rudolf Steiners “Menschheitsrepräsentant”:

    “Bei der Führung durch das Gebäude war Stille, allenfalls leises Flüstern wie in einer Kirche angesagt. Endstation der Führung war dann die Steiner’sche Skulptur „Der Menschheitsrepräsentant zwischen Luzifer und Ahriman“. Diese Figurengruppe dürfte in ihrer künstlerischen Bedeutung, dies war zumindest für mich aus den begeisterten Worten des die Führung Leitenden zu entnehmen, irgendwo zwischen Leonardo da Vinci und Picasso angesiedelt sein. Möge sich jeder sein eigenes Urteil bilden.

    Die Teilnehmer der Führung durch das Goetheanum wurden angesichts des Steiner’schen “Menschheitsrepräsentanten” angewiesen, sich auf den steinernen Treppenstufen vor der Steiner’schen Skulptur niederzulassen, um die Kraft und Energie dieses Kunstwerkes und des Steiner’schen Geistes (Genies) auf sich wirken zu lassen. Erst nach etwa 20 Minuten des Verweilens und Sinnierens durfte man sich wieder erheben.”

  12. #12 | Ulrich Elkmann sagt am 24. Oktober 2011 um 18:15

    Daß Steiner “einer der größten Scharlatane des 20. Jahrhunderts” war, dürfte jedem klar sein, der sich etwas näher mit ihm und seinem “Gedankengebäude” befasst hat. Ein besonders origineller Hochstapler war er allerdings nicht. Helena Blavatsky, die in den 1870er Jahren die Theosophie als esoterische Offenbarungslehre zusamenschusterte, hat sich ihre voluminösen Weisheiten noch aus mehr als einem halben Hundert buddhistischer und hinduistischer Veden und Sutras zusammengesucht (samt weidlicher Ausputzung mit damaligen Phantastereien à la Däniken: daher das halbe Dutzend versunkener Kontinente wie Lemuria, Hyperborea, Atlantis bei ihr).
    Steiners Forschungsreisen beschränkten sich dann nur noch auf die Scharteken der Madame Blavatsky, reichlich garniert mit leerem Schwulst à la “wir stehen an der Schwelle eines neuen Zeitalters…”: von Atlantis, den Mahatmas, der “Akascha-Chronik” etc. – nur daß bei Steiner die Grundierung eher eher ins Christenfromme gedreht wurde (Steiner war Häuptling der deutschen Abteilung der Theosophischen Gesellschaft und machte seinen eigenen Laden erst auf, nachdem Annie Besant im indischen Hauptquartier in Adhyar Jiddu Krishnamurti als Christus, sorry, Messias fürs heutige Zeitalter vorgestellt hatte).
    Wenn das als Ausweis für “den Anschluß ans Vertikale” dienen soll, na schön. (Ist jemandem schon aufgefallen, daß Sloterdijk eigentlich nur mit solchen völlig leeren Begriffen zu operieren pflegt? Der Versuch, einen Pudding an die Wand zu nageln, ist ein Klacks gegenüber der Aufgabe, seinem wolkigen [Geschwafel]Gerede irgendeinen konkreten Sinn zu entnehmen). Aber wer wollte dann widersprechen, wenn demnächst jemand L. Ron Hubbards Scientologie als die coole Chose hochleben lässt, die “die menschliche Individualität nach oben anschlussfähig gemacht” hat: Hubbard hat die tiefen Weisheiten, die nur wirklich zahlungskräftigen Adeppen (“Clears” und “Operating Thetans”) zuteil werden, schließlich ebenso bei Madame B. abgekupfert, mit ein bißchen Groschenheft-Science Fiction versetzt, und sich Methode der Analyse bei Sigmund Freud ausgeborgt. Freud und Perry Rhodans Vorläufer sind doch wohl wertvollere europäische Kultur als indische Mahatmas?

  13. #13 | Andreas Lichte sagt am 24. Oktober 2011 um 18:36

    @ Ulrich Elkmann

    apropos “mit ein bißchen Groschenheft-Science Fiction versetzt … Perry Rhodan …”:

    “Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“

    (…) Sieben Planeten, und auf jedem Planeten durchleben die Menschen sieben mal sieben Entwicklungsstufen … Ja, ich weiß, das klingt nach Science Fiction … ich habe mich an die Perry Rhodan-Hefte erinnert, du weißt schon, diese Groschenromane.” (…)”

    zum Erfahrungsbericht aus dem „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“: http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/

  14. #14 | Arnold Voß sagt am 24. Oktober 2011 um 18:58

    Das gerade Peter Sloterdijk von Rudolf Steiner schwärmt wundert mich nicht. Er ist selbst auf dem besten Wege zu einem der großen Scharlatane der Denk- und Schreibkunst zuwerden.

  15. #15 | Frau Rose sagt am 24. Oktober 2011 um 20:44

    Mich würde ja interessieren, ob jemand bei der Veranstaltung mit Sloterdijk in Weil am Rhein war oder sich der Artikelschreiber und die anderen Kommentare nur auf den Zeitungsartikel der Badischen Zeitung bezieht/en.
    Ferner würde mich interessieren, ob einer der kritischen Schreiber oben auf einer der Ausstellungen in Wolfsburg oder Stuttgart war oder jene in Weil besucht (hat)? Und sich damit wirklich auseinandergesetzt hat, was diese Ausstellung möchte. Vielleicht auch mal in den Katalog geschaut?? Einfach immer nur zu bashen ist einseitig und langweilig.

  16. #16 | Molderson sagt am 25. Oktober 2011 um 04:37

    @Frau Rose

    Es wäre an Ihnen gewesen, einen kurzen Abriss zu geben, damit die Intention der Ausstellung im Sinne der Veranstalter und Unterstützer deutlich wird. Ansonsten müssen Sie sich den Vorwurf gefallen lassen, lediglich das älteste Zuchtmittel aller Sekten – das Ungewisse – als rhetorisches Stilmittel zu benutzen.

  17. #17 | SPIEGEL über Ruhrbarone sagt am 25. Oktober 2011 um 10:18

    SPON, Heute in den Feuilletons – Aus den Blogs, 25.10.2011

    Andreas Lichte von den Ruhrbaronen ist nicht so einverstanden mit Peter Sloterdijks Rudolf-Steiner-Exhumierung. Zu Sloterdijks Behauptung, Steiner ermögliche eine Koexistenz der Menschen auf dem Planeten, stellt er Steiners Zitat über Menschen in Afrika: “Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, dass sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist… Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.” Und später dann: “Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.”

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,793793,00.html

  18. #18 | Frau Rose sagt am 25. Oktober 2011 um 10:47

    Falsch, ich habe lediglich nachgefragt – dies bedeutet nicht zwingend, dass ich bei der Veranstaltung vor Ort war oder mir die Ausstellung schon angeschaut habe.
    Aber es kommt mir hier so vor, als hätte – und ich verwende jetzt ein anderes Beispiel – hier jemand über ein Buch rezensiert ohne es gelesen zu haben und zieht dann auch noch über eine Veranstaltung her, wo das Buch besprochen worden ist, und bezieht seine Infos aber nur aus einem Zeitungsartikel und reimt sich dann verschiedene Dinge beieinander, die er/sie aus anderen Zusammenhängen kennt.

  19. #19 | leser58854 sagt am 25. Oktober 2011 um 12:23

    @14

    Zu werden? Zu welchem Zeitpunkt war der Mann denn noch kein Scharlatan? Es kommen nur konfuse und kurzlebige “Blasen” aus seiner Feder, ob es um Menschenparks, seine Steuererklärung oder nun Steiner geht. Weiß nicht, wer ihm da warum immer so andächtig lauscht.

  20. #20 | Gertrud sagt am 25. Oktober 2011 um 14:13

    Ein weiterer Beleg für die Rassenauffassung von Rudolf Steiner: “Sehen sie, so hat sich die Sache entwickelt, dass diese fünf Rassen entstanden sind. Man möchte sagen in der Mitte schwarz, gelb und weiss und als Seitenhieb des Schwarzen das Kupferrote und als Seitenzweig des Gelben das Braune – das sind immer die aussterbenden Teile. Die Weissen sind eigentlich diejenigen, die das Menschliche in sich entwickeln.” (GA 354, S. 62 f)

    Aufschlussreich sind auch folgende Stellen:

    (1) “Also die Normalmenschen waren für die Eingeweihten am besten zu brauchen als Material für die Zukunftsentwickelung, und sie waren auch diejenigen, welche der große Sonnen-Eingeweihte (gemeint ist wohl Jesus Christus) um sich sammelte, als das entwicklungsfähigste Volk.
    Diejenigen Völker, bei denen der Ich-Trieb zu stark entwickelt war und von innen heraus den ganzen Menschen durchdrang und ihm die Ichheit, die Egoität aufprägte, die wanderten allmählich nach Westen, und das wurde die Bevölkerung, die in ihren letzten Resten auftritt als die indianische Bevölkerung Amerikas. Die Menschen, welche ihr Ich-Gefühl zu gering ausgebildet hatten, wanderten nach Osten, und die übriggebliebenen Reste von diesen Menschen sind die nachherige Negerbevölkerung Afrikas.” (GA 107, S. 285 f)

    (2) “Bei den westeuropäischen Völkern ist es so, das der Erzengel in sie hineinwirkt mit seinen Willensstrahlen, bei dem italienischen Volk in die Empfindungsseele, bei dem französischen Volk in die Verstandes- und Gemütsseele und beim britischen Volk in die Bewusstseinsseele und bei dem deutschen Volk in das Ich.” (Vortrag vom 14. März 1915 in Nürnberg)

    (3) “Im russischen Volkscharakter, in dem, was sich im Osten vorbereitet …, da wirkt der Volksgeist, der aber erst berufen ist in der Zukunft, durch sein Volk eine besondere Rolle zu spielen, da wirkt der Volksgeist durch das Licht, und zwar so durch das Licht, dass er nicht durch das unmittelbar von der Sonne herstrahlende Licht wirkt, sondern durch das Licht, das sich erst einsaugt in die Vegetation und in die Erde selbst und wieder zurückstrahlt. Die von der Erde, namentlich von der Vegetation zurückgestrahlte Sonnenkraft, die vom Boden aus wirkende Sonnenkraft ist dasjenige, was der russische Volksgeist benützt als sein Medium um die Volksstruktur, die Volksorganisation zu bewirken.” (nach Anthrowiki GA 174 a (Mitteleuropa zwischen Ost und West), S. 258 ff)

    (4) “Wir fragen weiter nach dem Westen hinüber. Beim Amerikanertum ist es wieder anders, da wirkt ein unterirdisches Element. … ist beim amerikanischen Volkscharakter ein untererdiges Element wirksam, etwas, was unter der Erde vibriert. Das hat da einen vorzüglichen EInfluss auf den Organismus. Besonders durch die unterirdischen magnetischen und elektrischen Strömungen wirkt beim Volkscharakter des amerikanischen Volkes der Volksgeist herauf. Und dem strömt wieder vom Haupte her etwas entgegen, was den Einfluss der unterirdischen magnetischen und elektrischen Strömungen neutralisiert: dem strahlt entgegen, was nun wirklich menschlicher Wille ist. Das ist das Eigentümliche des amerikanischen Volkscharakters. …, so wirkt der Wille, insofern er sich beim Volke ausprägt, beim Amerikaner zusammen mit etwas, was vom Unterirdischen heraufkommt, und dies prägt den amerikanischen Volkscharakter. Mit dem hängt auch das zusammen, was ich sogar im öffentlichen Vortrage vorgebracht habe. Der Mensch kann nur mit seiner ganzen freien Persönlichkeit in Zusammenhang stehen mit dem Element über der Erde und noch bis zur Erde hin. Wenn er von unterschiedlichem Volksseelenhaftem beeinflusst ist, dann bildet er seine Volksseele nicht in Freiheit aus, sondern er ist dann sozusagen von der Volksseele besessen. Und ich habe im öffentlichen Vortrag gezeigt, wie der Amerikaner sogar dasselbe sagen kann, was der Mitteleuropäer Herman Grimm auch sagt, und es ist doch nicht dasselbe. Während man bei Herman Grimm merkt, wie alles menschlich erobert ist, ist es bei Woodrow Wilson so, dass er davon menschlich besessen ist.” (nach Anthrowiki GA 181 (Erdensterben und Weltenleben), S. 12 ff)

    Steiners Schriften “Geistige Hierarchien und ihre Widerspiegelung in der physischen Welt (GA 110) und “Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der nordisch-germanischen Mythologie” (GA 121) beschäftigen sich ebenfalls mit diesem Thema.

    Vertiefend wird in Anthrowiki deutlich gemacht, dass durch die Tat des Christus, durch das Mysterium von Golgatha, der Impuls gegeben wurde, durch den sich der Mensch von dem zwingenden Einfluss der beschriebenen Kräfte befreien kann,
    ein Vorgang, der von Steiner als “Durchchristung” bezeichnet wird.

    Insgesamt stellt sich die Frage, wozu all die Geheimnistuerei und all die okkult-esoterischen Ausführungen mit ihrem enormen Verführungspotential, wenn die Auflösung im Christlichen zu finden ist.

  21. #21 | Sven sagt am 25. Oktober 2011 um 15:01

    Sloterdijk fühlt sich Steiner natürlich innerlich verbunden. Beides sind Scharlatane, keine ernsthaften Denker.

    Der Unterschied ist nur, dass Sloterdijk wohl noch nicht mal selbst an seinen wirren Mumpitz glaubt, dem Mann geht es um nichts anderes als um Aufmerksamkeit, Provokation, Tabubruch und Medienpräsenz.

  22. #22 | Arnold Voß sagt am 25. Oktober 2011 um 16:49

    @ leser 58854 #19

    Von seiner Kritik der zynischen Vernunft war ich damals sehr angetan und bin es heute noch.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_zynischen_Vernunft

    Auch sein neuestes Buch “Du mußt dein Leben ändern”, zelebriert nicht nur seine mittlerweile zum Markenzeichen gewordene oft nebulöse und zugleich selbstverliebte Wortakrobatik sondern zeugt auch von unglaublicher Belesenheit. Die Selbstveränderung gerät bei ihm jedoch zu einem sehr elitären Konzept und zeigt deutliche Anlehnung an die Ideen der Lebensreformer der Jahrhundertwende.

  23. #23 | Buchhändler sagt am 25. Oktober 2011 um 17:33

    @ #22 | Arnold Voß

    zur “Belesenheit” von Peter Sloterdijk:

    “Lesen heißt mit einem fremden Kopfe, statt des eigenen, denken.” – Arthur Schopenhauer “Parerga und Paralipomena II”, Kapitel 22, § 261

    Jetzt scheint Peter Sloterdijk Rudolf Steiner im Kopf zu haben – was dabei wohl heraus kommt? Vielleicht so etwas:

    „Neulich bin ich in Basel in eine Buchhandlung gekommen, da fand ich das neueste Programm dessen, was gedruckt wird: ein Negerroman, wie überhaupt jetzt Neger allmählich in die Zivilisation von Europa hereinkommen! Es werden überall Negertänze aufgeführt, Negertänze gehüpft. Aber wir haben ja sogar schon diesen Negerroman. Er ist urlangweilig, greulich langweilig, aber die Leute verschlingen ihn. Ja, ich bin meinerseits davon überzeugt, wenn wir noch eine Anzahl Negerromane kriegen und geben diese Negerromane den schwangeren Frauen zu lesen, in der ersten Zeit der Schwangerschaft namentlich, wo sie heute ja gerade solche Gelüste manchmal entwickeln können – wir geben diese Negerromane den schwangeren Frauen zu lesen, da braucht gar nicht dafür gesorgt zu werden, dass Neger nach Europa kommen, damit Mulatten entstehen; da entsteht durch rein geistiges Lesen von Negerromanen eine ganze Anzahl von Kindern in Europa, die ganz grau sind, Mulattenhaare haben, die mulattenähnlich aussehen werden.“

    Rudolf Steiner

  24. #24 | Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram. sagt am 26. Oktober 2011 um 18:22

    Nach Rudolf Steiner sind reinrassig arische halbe Neger grau….

    Dass Rudolf Steiner samt seiner zusammenhalluzinierten Anthroposophie nicht wenige Anhänger hat, ist zwar tragisch, aber angesichts ähnlich absurder irrationaler Überzeugungssysteme wie Religionen nicht……

  25. #25 | Ina sagt am 10. November 2011 um 14:20

    Die Anthroposophen werden offenbar auch von manchen “Hirnforschern” hofiert:

    http://blog.esowatch.com/?p=4736#comment-15787

    und dazu sehr schön:

    http://blog.gwup.net/2011/11/09/nimm-abschied-mein-hirn-wieder-eso-an-der-uni/

  26. #26 | Caesar Lion Cachet sagt am 10. November 2011 um 15:58

    LS…

    Genau wie Hitler war der Rudi nicht mal blond aber dunkel und schwarz wie ein Neger. Diese pädophile Verbrecher träumten vielleicht von blond und waren dadurch vollkommen hirnverbrannt. Ehemalig Schüler Vrije School Den Haag.

  27. #27 | Rudi sagt am 11. November 2011 um 09:09

    @ Ina #25

    Der “Hirnforscher”, der für Rudolf Steiner wirbt, heisst: Gerald Hüther

    Gerald Hüther als würdiger Nachfolger Rudolf Steiners? Diese Ergebnisse geisteswissenschaftlicher Hirn-Forschungsarbeit gilt es zu übertreffen:

    “[...] Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt. Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird [...]” Rudolf Steiner

    Quelle: “Steiner Zitate”, Psiram (vormals EsoWatch), http://psiram.com/ge/index.php/Steiner_Zitate

  28. #28 | Ina sagt am 15. November 2011 um 16:49

    @ Rudi #27:

    >>Gerald Hüther als würdiger Nachfolger Rudolf Steiners? Diese Ergebnisse geisteswissenschaftlicher Hirn-Forschungsarbeit gilt es zu übertreffen:

    “[...] ….Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird [...]” Rudolf Steiner…<<

    Tja, ich fürchte, so schrecklich weit entfernt von Steiner ist Hüther gar nicht, was den "Dung" betrifft : "Begeisterung ist Dünger fürs Gehirn" !!

    http://www.select-zeitarbeit.de/Supportive-Leadership-Begeistern-statt-belohnen.89.0.html

  29. #29 | Andreas Lichte sagt am 22. Januar 2012 um 12:39

    “Techniker Krankenkasse lässt Versicherte für anthroposophische Pseudomedizin bezahlen

    (…) Rudolf Steiner (1861–1925) war ein populärer Scharlatan und größenwahnsinniger Sektenführer, dessen „Anthroposophie“ so gut wie keinen Lebensbereich unberührt lässt. Seine Heilslehre, die in Anthroposophenkreisen auch irreführend als „Geisteswissenschaft“ bezeichnet wird, gründet sich praktisch vollständig auf den hellseherischen Eingebungen Steiners. Neben bio-dynamischem Gemüse, Heileurythmie und Waldorfschulen haben wir ihm so auch eine anthroposophische „Medizin“ zu verdanken (…)”

    zum vollständigen Artikel von Martin Ballaschk: http://www.ruhrbarone.de/techniker-krankenkasse-laesst-versicherte-fuer-anthroposophische-pseudomedizin-bezahlen/

  30. #32 | Andreas Lichte sagt am 22. Januar 2012 um 13:49

    “Die Sekte und die Schule – Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann im Interview über die Waldorfschule”

    http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/01/18/150-jahre-rudolf-steiner-prof-hopmann-im-interview-uber-die-waldorf-sekten-schule/

  31. #33 | Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute | Ruhrbarone sagt am 24. Februar 2012 um 17:34

    [...] Badische Zeitung und Rudolf Steiner: Bejubeln ja, Zitieren nein. – dazu der SPIEGEL: „Bei den Ruhrbaronen plädiert Rudolf Steiner gegen sich selbst“ [...]

  32. #34 | Andreas Lichte sagt am 5. März 2012 um 08:49

    “Hitler, Steiner, Mussolini

    (hpd) Andreas Lichte beschreibt eine in Deutschland weitestgehend unbekannte historische und aktuelle Situation in Italien und kommt in seinem Artikel „Zur Anthroposophie im italienischen Faschismus und ihrer anthroposophischen Rezeption heute“ zu belegten Darstellungen und Schlussfolgerungen, die ein helles Licht auf die Implikationen der Anthroposophie werfen.

    Waldorfschulen und Anthroposophie versuchten, mit den Nationalsozialisten zusammenzuarbeiten, wie es in einem Memorandum der Vereinigung der Waldorfschulen an Rudolf Hess offenbar wird: Man erklärte, dass Waldorfschulen „in kleinem Maßstab das verwirklichten, was die Volksgemeinschaft im nationalsozialistischen Staat im Großen anstrebt“.(1) Wurde die Anthroposophie von den Machthabern in Deutschland letztlich als weltanschauliche Konkurrenz wahrgenommen, so war sie in Italien eine willkommene „spirituelle“ Ergänzung des Faschismus. Hier konnten Anthroposophen ihren Traum von der „überlegenen arischen Rasse“ (2) ausleben, und daran arbeiten, Rudolf Steiners programmatische Aussage „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ (3) zu verwirklichen.

    „Rudolf Steiner war ein wahrhaft idealer Vorläufer des neuen Europa von Mussolini und Hitler. Ziel dieser Schrift war es, den Geist und die Figur dieses großen, modernen, deutschen Mystikers für die Bewegung zu beanspruchen – eine Bewegung, die nicht nur politisch, sondern auch spirituell ist – eingeführt in die Welt von den zwei parallelen Revolutionen, der Faschistischen und der Nationalsozialistischen Revolution, denen Rudolf Steiner als echter Vorläufer und spiritueller Pionier in idealer Weise angehört.“ (4) (…)”

    weiter: http://hpd.de/node/12972

  33. #35 | zoom » Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute « sagt am 9. März 2012 um 20:12

    [...] Badische Zeitung und Rudolf Steiner: Bejubeln ja, Zitieren nein. – dazu der SPIEGEL: „Bei den Ruhrbaronen plädiert Rudolf Steiner gegen sich selbst“ [...]

  34. #36 | Andreas Lichte sagt am 13. Mai 2012 um 12:38

    “Kann Celia Schönstedt kein Französisch? Französisch und die Waldorfschule …

    Ich fragte die Pressesprecherin beim „Bund der Freien Waldorfschulen“, Celia Schönstedt, nach einer Stellungnahme zu „Französisch“, der, Zitat Rudolf Steiner, „Leichnamsprache“, die „die Seele korrumpiert“. Von Andreas Lichte, Ruhrbarone, 12.5.2012 (…)

    Rudolf Steiner über Französisch

    „Einen Anfang kann sie [die Waldorfschule] nur machen durch jenes Verständnis, welches unsere Lehrerschaft entgegenbringt dem Charakter des Französischen, daß man es so behandelt, daß man sich bewußt ist, man bringt eigentlich eine Dekadenzerscheinung in die Schule hinein; das muß man nicht den Kindern sagen, aber man sollte sich schon darüber klar sein.

    Man ist sich darüber klar, aber auf der anderen Seite ist es absolut ausgeschlossen, daß wir von der Waldorfschule den Anfang machen mit dem Kampfe für die Abschaffung der französischen Sprache. Das ist aus äußeren Gründen nicht möglich. Wir haben ja noch kein freies Geistesleben (…)“ [Seite 278]

    „Was die französische Sprache aufrecht erhält, ist der Furor, das Blut der Franzosen. Die Sprache ist eigentlich tot, und sie wird als Leichnam fortgesprochen. Das ist am allerstärksten an der französischen Poesie des 19. Jahrhunderts hervorgetreten. Korrumpiert wird die Seele ganz sicher durch den Gebrauch der französischen Sprache. Sie gewinnt nichts als die Möglichkeit einer gewissen Phraseologie. Das wird auch übertragen auf andere Sprachen bei denjenigen, die das Französische mit Enthusiasmus sprechen.

    Es liegt dies vor, daß gegenwärtig die Franzosen dasjenige, was ihre Sprache als Leichnamssprache aufrechterhalten hat, das Blut, auch noch selbst verderben. Die schreckliche Kulturbrutalität der Verpflanzung der schwarzen Menschen nach Europa, es ist eine furchtbare Tat, die der Franzose an anderen tut. Sie wirkt in noch schlimmerer Weise auf Frankreich selbst zurück. Auf das Blut, auf die Rasse wirkt das unglaublich stark zurück. Das wird wesentlich die französische Dekadenz fördern. Das französische Volk als Rasse wird zurückgebracht.“ [Seite 282]

    Rudolf Steiner, „Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule 1919 bis 1924 – Konferenz vom Mittwoch 31. Januar 1923, 16–19 Uhr“, GA 300b

    „Est-ce que vous parlez français? Cette ‘langue cadavérique’, citation Rudolf Steiner?“

    Leider antwortete Celia Schönstedt, „selbst ehemalige Waldorfschülerin aus HH-Wandsbek mit großer Affinität zum Namen-Tanzen“, nicht auf diese Frage. Vielleicht hat Frau Schönstedt an der Waldorfschule einfach kein Französisch gelernt? (…)”

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/kann-celia-schoenstedt-kein-franzoesisch-franzoesisch-und-die-waldorfschule/

  35. #37 | Andreas Lichte sagt am 17. Juli 2012 um 13:16

    Der Artikel “Badische Zeitung und Rudolf Steiner: Bejubeln ja, Zitieren nein.” wurde auch von “Psiram” (vormals EsoWatch) übernommen, hier:

    http://blog.psiram.com/2011/11/badische-zeitung-und-rudolf-steiner-bejubeln-ja-zitieren-nein/

  36. #38 | Andreas Lichte sagt am 29. Oktober 2012 um 13:17

    “Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft – offener Brief an Senator Ties Rabe, Hamburg

    von Andreas Lichte, Berlin, 3. September 2012 (…)

    Sehr geehrter Herr Senator Rabe,

    (…) P.S.: Da es sich um eine „Interkulturelle Waldorfschule“ handelt, könnte auch verstärkt Rudolf Steiners Rassenlehre unterrichtet werden. Folgende Erkenntnisse Rudolf Steiners könnten insbesondere bei schwarzen Schülern zu einem neuen Selbstverständnis führen, Zitat Rudolf Steiner:

    „(…) So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. (Es wird gezeichnet.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn. (…)

    Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse. (…)“

    Rudolf Steiner, „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923

    zum vollständigen offenen Brief an Senator Ties Rabe: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-in-staatlicher-traegerschaft-offener-brief-an-senator-ties-rabe-hamburg/

  37. #39 | Andreas Lichte sagt am 29. Oktober 2012 um 17:08

    Esoterik an Waldorfschulen – Bildung dank „Bildekräften“: Lest Rudolf Steiner!

    Die aktuelle Debatte um die Gründung einer „staatlichen Waldorfschule“ in Hamburg wirft die Fragen auf: Soll Anthroposophie zum staatlichen Schulprogramm zählen? Wie esoterisch ist die Waldorfschule? Von unserer Gastautorin Jana Husmann (…)

    (…) Wer nur einen Bruchteil der über 6000 Vorträge Steiners zu diesen Themen geschafft hat, weiß sicherlich, was der Steiner-Kritiker Peter Bierl mit der Aussage meint: „Wer Steiner liest, verdient Schmerzensgeld.“ Die Steiner-Lektüre ist nicht zuletzt jenen Senatoren zuzumuten, die die Zusammenlegung von staatlicher Schule und Waldorfschule in Hamburg-Wilhelmsburg befürwortet haben (…)”

    zum vollständigen Artikel von Dr. Jana Husmann mit Quellenangaben: http://www.ruhrbarone.de/esoterik-an-waldorfschulen-bildung-dank-bildekraeften-lest-rudolf-steiner/

  38. #40 | Andreas Lichte sagt am 22. November 2012 um 09:19

    “Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

    Bei Diskussionen mit Befürwortern der Waldorfschule bekommt man immer wieder Standard-Antworten zu hören, wie sie der ehemalige Waldorfschüler Lukas Böhnlein in seinem „Waldorfschulen Bullshit-Bingo“ festgehalten hat. Sehr beliebt dabei: „Du hast noch nie eine Waldorfschule von innen gesehen!“ Kritik VON AUSSEN wird damit jegliche Berechtigung abgesprochen. Aber daraus ergibt sich auch die Frage: „Was können Eltern und Schüler IN DER WALDORFSCHULE eigentlich sehen, wenn sie nichts über Rudolf Steiners ‘Anthroposophie’ wissen, auf der die gesamte Waldorfpädagogik basiert?“ Von Andreas Lichte (…)”

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/

  39. #41 | Antroposofie en fascisme - Steinerscholen.com sagt am 17. Dezember 2012 um 13:30

    [...] Badische Zeitung und Rudolf Steiner: Bejubeln ja, Zitieren nein. – dazu der SPIEGEL: „Bei den Ruhrbaronen plädiert Rudolf Steiner gegen sich selbst“ [...]

  40. #42 | Psiram » Badische Zeitung und Rudolf Steiner: Bejubeln ja, Zitieren nein. sagt am 13. Januar 2013 um 00:12

    [...] Die Badische Zeitung feiert Rudolf Steiner und löscht Rudolf Steiner O-Ton: „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ ist Werbung für die Religion Anthroposophie. Von unserem Gastautor Andreas Lichte. Artikel übernommen mit freundlicher Genehmigung der Ruhrbarone. [...]

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