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Bildblog hat ein Herz für den Galgenmann

galgenmann

Bild Redakteur Julian Reichelt regt sich über Bildblog auf. Wir auch.


Bernd A. sorgte im vergangenen Jahr für Schlagzeilen, als er auf einer Pegida Demonstration in Dresden einen Galgen mit dem Schild „Reserviert für Merkel und Gabriel“ trug. BILD veröffentlichte später ein Foto des besorgten Bürgers, das ihn in der Tür seiner Privatwohnung zeigte. Nun beschäftigt sich der Presserat mit dem Fall. Nicht weil Bernd A. sich über das Foto in der Bild beschwerte. Ein Herz für den Galgenmann hatte das BILDblog.

Das Foto von Bernd A. mit seinem Galgen ging um die Welt. Dem Querfront-Magazin Compact gab A. ein Interview – Probleme damit, dass sein Bild veröffentlicht wurde, hatte der Mann mit dem Galgen offenbar nicht. Muss er auch nicht, denn um dieses nicht vorhandene Problem kümmerte sich das BILDblog.

Das legte nämlich Beschwerde beim Presserat ein – wegen eins Fotos das A. in seiner Wohnungstür zeigt. Bernd A. war es zwar egal, aber BILDblog nutzte die Gelegenheit, sich erneut als Hüter des Presserechts aufzuspielen und machte sich so zum Anwalt ohne Mandat des Pegida-Marschierers, der offenbar selbst seine Rechte nicht verletzt sah.

Natürlich hätte Bernd A. das Recht gehabt, sich beim Presserat über die Bild zu beschweren – ich hätte allerdings BILD beide Daumen gedrückt, dass der Galgenmann mit dieser Beschwerde nicht durchgekommen wäre. Wie man sich allerdings ohne Not auf seine Seite stellen kann, nur um etwas Aufmerksamkeit zu erhaschen und der eigenen Leserschaft ein weiteres Mal die Mut-Simulation „Das kleine, gute BILDblog gegen die große, böse BILD“ vorzuspielen, ist mir unverständlich.

BILDblog stellt sich damit an die Seite des Galgenmanns Bernd A. , denunziert nicht nur die Berichterstattung der BILD, sondern auch die vieler andere Medien, die sich mit Nazis beschäftigen und sie sichtbar machen, als unseriös.

Wer nicht viel mehr macht, als am Schreibtisch sitzend Journalisten Fehler nachzuweisen, mag aus solch einer Beschäftigung seine Befriedigung ziehen und in der eigenen Filterblase erscheint man dann sogar als Held. Allen, und dazu gehört auch BILD, die sich mit dem Thema Rechtsradikalismus beschäftigen, erweist BILDblog einen Bärendienst. Den Betreibern wird es egal sein.

Nazis sind für den BILDblog kein Thema. Man konzentriert sich auf die Beobachtung der Berichterstattung über dieselben, was eine deutlich bequemere und risikolosere Beschäftigung ist.

 

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47 Kommentare zu “Bildblog hat ein Herz für den Galgenmann

  • #1
    FrankN.Stein

    Da man offensichtlich hier nicht vorhat die Position von Bildblog zu Wort kommen zu lassen mach ich’s mal: Auch Arschlöcher haben Rechte in Deutschland. Auch wenn BILD das gerne negiert. (Es sei denn, die Arschlöcher arbeiten für Springer).

  • #2
    Stefan Laurin Artikelautor

    @FrankN.Stein: Wir haben den Bildblog-Artikel verlinkt. Es geht auch nicht darum, ob Arschlöcher Rechte haben oder nicht. Es geht darum, warum das Bildblog einem "Arschloch" beispringt, das offenbar selbst keine Probleme hat. Bildblog ist nicht Teil der Judikative. Sie haben dem Galgenmann ohne Not und Mandat geholfen – das nenne ich Engagement und es ist ein widerliches Engagement. Was mir vielleicht entgangen ist: Wann hat sich Bildblog schon einmal mit Nazi-Medien angelegt? Oder mit Compact, KenFM und ähnlichen Gestalten? Übrigens: Wir haben auch ein paar Mal Fotos von Nazis veröffentlicht – auch in einer Form die dem Presserat vielleicht nicht gefällt. Die haben sich nicht darüber beklagt, aber vielleicht will Bildblog denen ja zur Seite springen.

  • #3
    PeterDoms

    Gues what! Die Fernsehzeitung meiner Eltern hat sich auch noch nicht mit Nazis angelegt. Das Gartenmagazin auch nicht! Und der Kicker? Tja, wird wohl daran liegen, dass es nicht deren Intention ist, so wie eben auch der Bildblog kein politisches Magazin ist, sondern sich mit der Presselandschaft und Einhaltung des Pressekodex beschäftigt.

    Es ist darüber hinaus einigermaßen erstaunlich, dass der Autor völlig unfähig zu der Erkenntnis zu sein scheint, dass auch das letzte Arschloch Rechte hat. Wenn man das aber ums verrecken nicht checken will, dann checkt man auch nicht, dass Bildblog nicht einem Vollidioten beigesprungen ist, sondern auf die unsäglichen Methoden der Bild aufmerksam macht. Und das tut man dort seit Jahren. Völlig zu Recht!

    Auf Bildblog finden sich im übrigen unzählige Artikel über Schlagzeilen mit fremdenfeindlichem Gehetze, oder auch aus letzter Zeit über die Doppelmoral der "Wir Helfen Aktion" usw. Ausgerechnet dort Sympatien für Rechts erkennen, ist schon ein gewaltiges Kunststück.

    PS: Dem auf kindergartenniveau agierenden Chefredakteur eines der widerlichsten, permanent Persönlichkeitsrechte brechenden Hetz- und Drecksblätter zur Seite zu springen, ist auch irgendwie…

    Na ja, lassen wir das.

  • #4
    Tobias Becker

    @Autor: Weil auch wenn sich Arschlöcher, oder ein normaler Mensch, gegen dieses Schmierblatt wehrt, dieser von eben jenem mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit in der Luft zerrissen wird.
    Warum auch nur irgendjemand Partei für dieses dreckige, sensationsgeile und rücksichtslose Medium ergreift, ist mehr als fragwürdig!

  • #5
  • #6
    Predo

    Sind Rechtsaußenmedien wie Campact nicht auch Teil der Presselandschaft?

    Verdienen sie nicht auch die kritische Berichterstattung eines Bildblogs?

    …Und ist die Aktion "Bild in die Tonne" nicht auch ein politisches Statement?

  • #7
    Derian

    @Stefan Laurin:

    Zitat: "@Tobias Becker: Ich hoffe, Bild hat ihn vollkommen ruiniert!"
    Und genau damit solche niederen Instinkte nicht um sich greifen, gibt es ein Presserecht, das uneingeschränkt gilt. Mit Gesinnungsrechten dieser Art befinden sie sich auf einem Niveau mit den rechtsstaatlichen Auffassungen diverser Diktaturen und auch des schädlichen Arbeitsverbots für Kommunisten und Sozialisten zu Zeiten der RAF. Sie nehmen Menschen in Gesinnungshaftung, sprechen ihnen gar das Existenzrecht ab. Das ist nicht zu billigen – völlig egal, wie menschenverachtend die präsentierte Einstellung der Person ist.
    Ein Land, das Leute aufgrund ihrer politischen Ansichten zur Vernichtung freigibt, ist nicht mehr wert als eine Diktatur. Sie bedient sich genau derselben Mechanismen. Darum ist es von Bildblog wichtig und richtig, ein solches Verhalten zu kritisieren. Natürlich haben Sie mit der anderen, davon unabhängigen Kritik recht – der Medienbegriff hat sich verändert und längst auch auf Leute wie diesen kaum erträglichen Ken Jebsen ausgeweitet. Auch deren Propagandastrukturen gehören einer kritischen Betrachtung durch Medienmagazine unterzogen.
    Gleichzeitig sollte beides auf dem Boden einer meinungsfreiheitlichen Auseinandersetzung stattfinden, keiner, in der Galgen mit Galgen beantwortet werden. Denn dann sind, wie es im Übrigen mittlerweile bei Pegida und NoPegida der Fall ist, die Seiten nicht mehr zu unterscheiden. Sie eint der Hass und der Vernichtungswille den Andersdenkenden gegenüber, niemand tritt mehr ein für Meinungsäußerungsfreiheit und tatsächliche Weltoffenheit, alles ist nur Diktat, das mit gegenseitigen Unterstellungen und Niederbrüllereien irgendwo zwischen "Lügenpresse" und "Pack" ausgefochten wird. Das ist keine Welt, in der ein freiheitlicher und weltoffener Demokrat existieren möchte. Beide Seiten tun ihren Teil dafür, eine solche zu erschaffen und Sie ebenso, wenn sie die existenzielle Vernichtung eines Menschen aufgrund seiner politischen Ansichten legitimieren. Man sollte durch Argumente gewinnen, nicht durch Zerstörungswut.

  • #8
    Manolli

    BildBlog heißt BILD Blog… Und nicht Campact Blog oder sonst wie… Wird wohl denke ich mal der Grund sein, warum man sich noch nicht mit anderen Magazinen beschäftigt hat. Und Campact hat noch bei weitem nicht den umfan, die Beliebtheit & den Einfluss wie sie die BILD hat.

  • #9
    Stefan Laurin Artikelautor

    @Manolli: Bildblog beschäftigt sich längst nicht mehr nur mit der Bild.

  • #10
    andreas

    Nein, das Bildblog beschäftigt sich nicht nur mit der Bild, sondern allgemein mit der Einhaltung des Pressekodex.
    Meine Vorredner haben es ja eigentlich schon ausreichend erläutert.

    Produzieren Sie sich gerne als merkbefreit und inkompetent Herr Laurin?

    Es ist völlig in Ordnung auch einem Nazi "beizuspringen". Auch der hat Rechte. So einfach ist das.
    Für das Bildblog ist es auch egal ob das nun ein Nazi ist oder nicht, das einzige Kriterium ist ob der Pressekodex eingehalten wird oder nicht.

    Da fragt man sich wirklich wie ernst man Sie, Herr Laurin, als Journalist eigentlich nehmen kann.

  • #11
    Stefan Laurin Artikelautor

    @andreas: Ich halte fest: Bildblog und Sie setzen sich gerne für Nazis ein. Ich nicht. Wir kommen da nicht zusammen.

  • #12
    andreas

    Wenn man ein progressiver Linker sein möchte, und kein Stalinist oder ähnliches, dann sollte man akzeptieren das Nazis die gleichen Rechte haben wie jeder andere Mensch.
    Natürlich nur bis zu dem Punkt, an dem es zum Schutz Unbeteiligter erforderlich ist diese einzuschränken.

    Die unauthorisierte Veröffentlichung eines speziellen Bildes, die Verletzung der Persönlichkeitsrechte, ich kann nicht sehen in welcher Weise das hier erforderlich wäre um jemand Unbeteiligten zu schützen.

  • #13
    Stefan Laurin Artikelautor

    @Andreas: Ich bin kein Linker, ich bin eher liberal. Und dass sie die gleichen Rechte haben, habe ich nie bestritten. Aber uk deren Wahrnehmung sollen sie sich schon selbst kümmern. Aber ich vergaß: Die haben ja Bildblog.

  • #14
    ohnogmxnet

    "@andreas: Ich halte fest: Bildblog und Sie setzen sich gerne für Nazis ein. Ich nicht. Wir kommen da nicht zusammen."

    Widerlich, Herr Laurin. Wo ist auch nur irgendwie erwähnt, dass die dass GERNE tun? Sie allerdings insinuieren so etwas. Nebenher wünschen Sie anderen, von der Presse ruiniert zu werden (offenbar "gerne"). Passt irgendwie.

    Die betreffenden setzen sich übrigens (offenbar "gerne") gegen die Methoden eines der abscheulichsten Papiererzeugnisse ein, die wir in diesem Land haben, auch mal für Leute, die ihnen sonst nicht in den Kram passen. Und diesem springen Sie (offenbar "gerne") jetzt zur Seite? Echt jetzt?

    Und Sie liberal? Da sind @andreas und Bildblog aber echt schon weiter.

  • #15
    Christoph

    Herr Laurin sie kapieren es nicht. Nein, sie wollen es gar nicht. Der BILDBlog setzt sich nicht für den "Nazi" ein, sondern gegen den Rechtsbruch bzw. Kodexbruch.
    Mehr nicht. Lassen wir der Bild die Methode hier durchgehen wird dieae salonfähig gegen jeden.
    Man hat es schon zu weit kommen lassen, da die Methode schon von vielen für OK gehalten wird.

  • #16
  • #17
    Peter Jebsen

    Der Artikel ist sachlich falsch. Es gibt keinerlei Belege dafür, dass das BILDblog "ein Herz für den Galgenmann" hat. Der Typ selbst hat sich, anders als Stefan Laurin fälschlicherweise behauptet, *explizit* gegen die Veröffentlichung der Fotos ausgesprochen. Dokumentiert hier: https://sozialgeschnatter.wordpress.com/2016/01/30/pegida-galgenmann-foto-wie-die-ruhrbarone-das-bildblog-mit-fehlinfos-zu-denunzieren-versuchen/

  • #18
    Stefan Laurin Artikelautor

    Peter Jebsen: Er hätte sich ja beim Presserat beschweren können. BTW: Die Befindlichkeiten von Bern A. sind mir egal.

  • #19
    Robert Niedermeier

    Nazis wollen den Rechtsstaat diskreditieren, stänkern gegen die Demokratie. Es ist also völlig okay, den Rechtsstaat zu verteidigen. Wer das aber mit den Methoden versucht, die man auch von Nazis kennt, macht sich zu deren Handlanger.
    Bildblog verteidigt keine Nazis, sondern die Grundrechte. Wer das nicht einsehen will, ist gar nicht liberal.

  • #20
    Harald

    "@FrankN.Stein: Wir haben den Bildblog-Artikel verlinkt. Es geht auch nicht darum, ob Arschlöcher Rechte haben oder nicht. Es geht darum, warum das Bildblog einem "Arschloch" beispringt, das offenbar selbst keine Probleme hat."

    Das stimmt schlicht nicht. Der Galgen-Heini sagt selbst auf Youtube, dass er nicht bei seiner Wohnung fotografiert werden wollte: https://www.youtube.com/watch?v=jlpexCQgkkQ&t=6m

    Was also heißt, dass die Grundannahme dieses Ruhrbarone-Artikels falsch ist.

  • #21
  • #22
    Achim

    @PeterDoms

    Auch der Kicker legt sich mit Nazis an.
    Unter den Suchbegriffen kicker.de Nazis habe ich als ersten Treffen bei Google
    einen positiven Kickerbericht über ein Antinazivideo des BVB gefunden.
    http://www.kicker.de/news/video/1348734/video_fussball-und-nazis-passen-einfach-nicht-zusammen.html
    Googlenutzer mit einer anderen IP-Adresse zum Beispiel in Hamburg oder München
    mögen andere Ergebnisse erhalten.
    Der Kicker wird sicherlich über Nazigeheul im Stadion mit dem Slogan
    "Wir bauen eine U-Bahn von Pauli nach Auschwitz berichtet haben-
    Auch wird der Kicker sicher mal über den Deutschen Meister von 1932 Bayern München berichtet habenm, der mit 10 Juden in der 11 gewann.

    Im übrigen halte ich den Galgenmann für merkbefreit. Bild kann ihm da nicht mehr
    gelfen…

    Achim

  • #23
    Robert Niedermeier

    Harald, Bildblog springt keinem Nazi bei, sondern verteidigt den Presskodex und die Grundrechte. das ist durchaus demokratisch, Nazis sind eben nicht demokratisch.
    Im Prinzip ist Laurins Polemik ein Argument fürs bedingungslose Grundeinkommen. Denn gäbe es das BGE, wären Journalisten nicht gezwungen, dem Springer-Verlag (Welt, Bild etc.) in einer potentiell verhängnisvollen Nibelungentreue ergeben zu sein. Verhängnisvoll ist es, berechtigte Kritik, unlauter zu verunglimpfen.

  • #24
    Andreas

    @Stefan Laurin: "Die Befindlichkeiten von Bern A. sind mir egal."
    Dass ihnen Bernd O.’s (denn so heißt der Mann) Befindlichkeiten egal sind sehe ich nicht kritisch, aber dass ihnen auch ehrliche Berichterstattung egal ist…

  • #25
    Sebastian

    @Autor
    Ihre Position ist reichlich schwach auf der Brust. Das Bildblog einem "Pegida"-Mann hilft ist allenfalls ein Nebenprodukt. Auch geht’s es bei Bildblog nicht primär um die Bild sondern um relevante Massenmedien. Und das Ziel von Bildblog ist es mitnichten, "den Armen und Unterdrückten zu helfen" oder gesellschaftspolitisch große Wellen zu schlagen (und zum Beispiel gezielt etwas gegen Neonazis, Recht- oder Linkspopulisten zu tun), sondern es geht um die Überwachung der Medien. Es ist interessant das Medien sich gerne als "Watchdog" der Politik aufspielen, es aber kaum einen "Watchdog" für die Medien selbst gibt. Gerade deshalb wurde der Pressekodex eingeführt. Nicht einmal unbedingt um die Betroffenen zu schützen (denen steht der Gang vor Gericht offen), sondern schlicht um Qualitätsstandards durchzusetzen. Deshalb ist es nicht bequem "unabhängig von den Befindlichkeiten des Bernd A." die Bild anzuschwärzen, sondern es ist geboten Massenmedien an die (nebenbei selbstgesetzten) Standards zu erinnern. Gerade weil ihre Rolle innerhalb von Politik und Gesellschaft gestiegen ist und auch der Wille auch als politischer Akteur zu agieren vorhanden ist, bedarf es eines genauen Hinschauens und dem Einfordern der Einhaltung von Grenzen in der Berichterstattung. Die Korrektur galt demnach nicht dem Wohle des "Bernd A." oder der Gegnerschaft zur Bild, sondern ist ein medienpolitischer Beitrag zur Wahrung journalistischer Standards.

  • #26
    thomas weigle

    @Peter Doms Der Kicker ist nicht nur gg. Nazis, sondern hat vor einigen Jahren, nachdem der BVB (s.a. Der BVB und die Nazis im Dortmunder Wedding) sich seiner Vergangenheit erinnerte, der DFB in der Folge ebenfalls, den Walter Bensemann-Preis geschaffen und vergibt ihn jährlich. Bensemann, Jude, Mitbegründer des DFB und Gründer und erster Chefredakteur des Kicker musste 33 Deutschland verlassen und starb 1934. Bensemann war ein Internationalist im besten Sinne und glaubte an und betonte immer die völkerverbindende Kraft des Fußballs. Es ist schön, dass der Kicker sich nach langen Jahren des Verschweigens wieder seines Gründers erinnert hat.

  • #27
    Harald

    @Robert Niedermeier
    "Harald, Bildblog springt keinem Nazi bei, sondern verteidigt den Presskodex und die Grundrechte. das ist durchaus demokratisch, Nazis sind eben nicht demokratisch."

    Genau, da sind wir uns völlig einig. Das Bildblog kümmert sich um das, was seine Zielsetzung ist – eine Presse, die sich an Grundsätze hält.

    Ich habe lediglich angemerkt, dass das Argument von Laurin, dass der Pegida-Mensch nix gegen die Fotos hatte, falsch ist. Wie Bernd G. im verlinkten Youtube-Video sagt. (Dass ich von dem Heini nix halte, steht auf einem anderen Blatt – aber wie das Bildblog so schön schreibt – "auch Flachzangen haben Rechte".

  • #28
    Sebastian Schmidt

    Wie schön, unvereinbare Standpunkte:
    Bildblog hat seine Auffassung dazu, was Medien dürfen und was nicht.
    Bild meint, dass sie alles dürfen.
    Ruhrbarone meint, gegen Nazis und die sie dafür halten, darf man alles.

  • #29
    hans

    Haha. Und wieder einmal blamiert sich Laurin so gut es geht. Ich habe mich amüsiert. Danke.

  • #30
    Sebastian Klein

    Watt stimmt mit euch nicht? Ihr solltet die Perspektive von BildBlog eigentlich begreifen, auch ohne das man sie euch breit erklärt. Das Niveau sinkt hier die letzte Zeit echt rapide. Neulich dieser Trolleinwurf zu den Krautreportern, heute dieses Lehrstück in Sachen "nicht ein Geisterfahrer, hunderte."

  • #31
  • #32
    123

    !!!

    COMPACT

    ungleich

    CAMPACT

    -… bitte checkt das mal nach, bevor ihr das wieder verwechselt (offensichtlich)!

  • #33
    parker

    ich find es immer begrüßenswert, wenn leute mit klarnamen ins netz schreiben und dabei offenbaren, wie sie denken.

    selbst nazis haben menschenrechte und es muss um diese gekämpft werden.

    stefan laurin mag das anscheinend nicht, bzw begrüßt es, wenn die bild zeitung menschen zur schau stellt und sie mit billigen und unlauteren methoden vorverurteilt und ganz einfach: geld damit verdient. in dem sie die menschen mit billigsten methoden locken.

    danke, stefan laurin, für diese erkenntnis. du bist gegen linke, medienkritische, menschenfreundliche berichterstattung. und dafür deutschland weit bekannt.

    slow clap

  • #34
    struppi

    Das der Bildblog immer wieder rassistischen Schlagzeilen in der Bild thematisiert hat und damit gegen das größte Blatt in deutschland aktiv angegangen ist, ist als Journalist sicher mutig. Das sie darüber hinaus auch versuchen den ganzen anderen Scheiß, den sich die Bild (und auch andere Medien) aus den Fingern saugt oder die Menschenverachtung, wenn es um Opfer geht mit der die Bild dabei arbeitet, darlegt, ist ein großes Verdienst.

    Ich halte das für eine besorgniserregende Entwicklung, dass innerhalb des Kreises von Menschen, die eigentlich gemeinsam gegen Rechte Tendenzen arbeiten könnten oder wollen, mit solchen Diffamierungen Zwietracht gesät wird. Letztlich sind solche Artikel wie dieser hier, für die Rechten eine super Sache.

    Es gibt eigentlich nur zwei mögliche Gründe für solche Artikel, entweder ihr wollt eine Bewegung spalten oder ihr haltet euch für etwas besseres, als andere und wollt das einfach mal sagen.

    Zumal dieser "Galgenmann" eine absolut unbedeutende Sache, im Bezug auf den Kampf gegen Rechts, ist. Den die Medien hoch gekocht haben. Zynische Kritik an der Regierung ist kein Verbrechen.

  • #35
    Lars

    Liebe Ruhrbarone, wenn es euch mal wieder an gden Kragen gehen sollte, weil Ihr irgendwem auf die Füße getreten seid, werdet Ihr merken… dass Grundrechte für alle gelten. Und dass man sich nicht mit einer Sache oder Person gemein macht, wenn man daraf immer wieder hinweist.

    Wer aber glaubt, dass mißachten von Grundrechten gegenüber rechten Dumpfbacken auch nur irgendein Problem löst – der ist auf dem besten Weg sich zum Teil des Problems zu machen.

    Und weil ihr es nicht anders gewollt habt, hier eine Zusammenfassung in Eurer Logik:

    "Ruhrbarone kämpfen an der Seite von BILD gegen Beschwerderecht beim Presserat."

    Schönen Tag noch.

  • #36
    Sebastian Schmidt

    @Lars
    Ich habe nicht den Eindruck, dass es um Grundrechte oder um das Beschwerderecht geht. Es geht um den Pressekodex. Was Ruhrbarone davon hält steht im zweiten Kommentar.

  • #37
    Christoph

    Herr Laurin, sie sind wenig souverän mit ihren Antworten auf die Kritik. Sie liegen fachlich falsch, sachlich falsch und moralisch falsch. Wenn es gegen einen Nazi geht sind alle Mittel recht. Das ist eine gefährliche Haltung.
    Ruhrbarone sollte sich mal Gedanken zu seinen Autoren machen.

  • #38
    Dieter Funker

    Der Umstand, dass nur Julian Reichelt von der Bild, für die der Pressekodex nicht zu existieren scheint, Ihrer Meinung ist, sollte Ihnen zu denken geben, Herr Laurin. Mal abgesehen von der Tatsache, dass auch Idioten und Wirre Anspruch auf Schutz ihrer Privatsphäre genießen, liegen Sie sowohl moralisch als auch sachlich falsch. Man muss so etwas aushalten, will man in einer liberalen Gesellschaft leben und deren Werte auch im Grenzbereich der Dummheit verteidigen. Außerdem braucht das BildBlog kein Mandat, da haben Sie etwas falsch verstanden.

    Wenn diese Verbrüderung mit der Bild hier im Blog anhält, sind die Ruhrbarone einfach nicht mehr lesbar für mich.

  • #39
    Stefan Laurin Artikelautor

    @Dieter Funker: Da sie offenbar des Lesens nicht mächtig sind, ist dies ohnehin nicht ihr Medium.

  • #40
    Dieter Funker

    @Stefan Laurin: Man kann Ihnen zumindest nicht vorwerfen, dass Sie halbe Sachen machen beim vergraulen Ihrer kritischen Leser. Aber ist ja auch nicht einfach wenn man so gar keine Zustimmung von den Lesern bekommt. Schon mal an Umschulung gedacht? Oder zur Bild gehen, da braucht man gar keine Ausbildung, da reicht eine ordentliche Portion Skrupellosigkeit um nach oben zu kommen. Beim Reichelt haben Sie bestimmt einen Stein im Brett nach der Nummer.

  • #41
    andreas

    Durch die Geschehnisse in den 1930er Jahren haben wir eigentlich gelernt das es nicht gut ist wenn man die normalen Bürgerrechte einzelner politischer Gruppen ohne triftigen Grund einschränkt.
    Letztenendes arbeitet man den Nazis so noch zu die ja eh den aktuellen Rechtsstaat gerne abschaffen würden.

    „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
    Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
    Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter.
    Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

  • #42
    Andreas Lumpe

    Stefan Laurin versucht in seinen Artikel stets, möglichst eloquent, fast wortgewaltig zu wirken, doch soba er kritisiert wird oder ihm die Argumente aus gehen, fangen die infantilen Beschimpfungen und ein Trotzhaltung ein e i fast eine Freude dem beizuwohnen.

  • #43
    Stefan Laurin Artikelautor

    @Andreas Lumpe: Nö, es ist nur langweilig immer wieder das gleiche zu schreiben weil die Fans des Galgenmanns die hier aufschlagen nicht richtig lesen können. Aber ok, was erwartet man schon von Pegida-Anhängern.

  • #44
    Harald

    "Aber ok, was erwartet man schon von Pegida-Anhängern."

    Holla, wenn man sich für Persönlichkeitsrechte und den Pressekodex einsetzt und gegen die Sensationsgier der Bild-Zeitung ist, gehört man hier schon zu Pegida. Das ist ja ein Ding. In der Schublade hab ich noch nie gesteckt …

  • #45
    Stefan Laurin Artikelautor

    @Harald: Nochmal für die ganz langsamen: Es geht nicht um die Rechte de Galgenmanns. Er soll seine in Anspruch nehmen wenn er will. Aber man hilft ihm nicht. Wer das tut, hilft Rechtsradikalen.

  • #46
    Andreas Lumpe

    Alle außer der Bild-Redaktion und der Ruhrbarone-Redaktion sind also Helfershelfer von Nazis. Und warum? Weil ihnen der Pressekodex etwas bedeutet. Dass eben irgendwelchen Journalisten der eigene Kodex ein Dorn im Auge zu sein scheint, ist bedauerlich und unverständlich. Oder sollte hier eigentlich nur ein bisschen auf Sensationsjournalismus gemacht werden?

  • #47
    Stefan Laurin Artikelautor

    @Andreas Lumpe: Noch einmal: Wenn der Typ sich an den Presserat wendet ist das sein Recht – aber man hilft ihm dabei nicht aus freien Stücken wie es Bildblog getan hat. Wenn man das tut, ist man ein Helfershelfer von Rechtsradikalen.

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