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Miet-Rüttgers (CDU) ohne moralische Orientierung. Kohle für Gespräche

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Es gibt wenige Präsidenten, Premiers, Kanzler oder Ministerpräsidenten, die nach einer Amtszeit nicht wieder gewählt werden. Einer dieser traurigen Männer, die vor den Wähler versagen, könnte Jürgen Rüttgers (CDU) in NRW werden.

Dabei wird der nordrhein-westfälische Ministerpräsident nicht an seiner Wirtschaftskompetenz scheitern. Da ist einiges Gutes passiert. Zum Beispiel wurde die dösige Leuchtturmförderei eingestellt. Und mit dem Ausstieg aus den Kohlesubventionen konnte auch ein Jahrhundertwerk unter Rüttgers vollendet werden.

Rüttgers wird – wenn überhaupt - an der moralischen Verkommenheit seiner schwarz-gelben Regierung scheitern. Es gibt offenbar niemanden in seiner Umgebung mehr, der Hemmungen hat, der Grenzen kennt, der weiß, was man nicht tut.

Während Rüttgers und sein Generalsekretär Henrik Wüst für die Kreuze in Gerichten kämpfen, für

christliche Tradition, christliche Werte und ein christliches Fundament.

versilbert die Rüttgers-Partei Gesprächstermine mit ihrem Vormann, wie der Spiegel schreibt. Bigotter geht es gar nicht.

Rüttgers selbst steht im Zentrum dieser Tempelschacherei.

Damit gibt er selbst preis, dass er nicht in der Lage ist, einen moralischen Pol zu bieten, an dem sich seine Mitarbeiter und seine Regierung ausrichten können und müssen. Rüttgers zweifelhafte Moral verdirbt auch die Moral seiner Umgebung.

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Es gibt wenige Präsidenten, Premiers, Kanzler oder Ministerpräsidenten, die nach einer Amtszeit nicht wieder gewählt werden. Einer dieser traurigen Männer, die vor den Wähler versagen, könnte Jürgen Rüttgers (CDU) in NRW werden.

Dabei wird der nordrhein-westfälische Ministerpräsident nicht an seiner Wirtschaftskompetenz scheitern. Da ist einiges Gutes passiert. Zum Beispiel wurde die dösige Leuchtturmförderei eingestellt. Und mit dem Ausstieg aus den Kohlesubventionen konnte auch ein Jahrhundertwerk unter Rüttgers vollendet werden.

Rüttgers wird – wenn überhaupt – an der moralischen Verkommenheit seiner schwarz-gelben Regierung scheitern. Es gibt offenbar niemanden in seiner Umgebung mehr, der Hemmungen hat, der Grenzen kennt, der weiß, was man nicht tut.

Während Rüttgers und sein Generalsekretär Henrik Wüst für die Kreuze in Gerichten kämpfen, für

christliche Tradition, christliche Werte und ein christliches Fundament.

versilbert die Rüttgers-Partei Gesprächstermine mit ihrem Vormann, wie der Spiegel schreibt. Bigotter geht es gar nicht.

Rüttgers selbst steht im Zentrum dieser Tempelschacherei.

Damit gibt er selbst preis, dass er nicht in der Lage ist, einen moralischen Pol zu bieten, an dem sich seine Mitarbeiter und seine Regierung ausrichten können und müssen. Rüttgers zweifelhafte Moral verdirbt auch die Moral seiner Umgebung.

Nur so ist es zu erklären, dass Regina van Dinther (CDU) noch Präsidentin des NRW-Landtages ist, obwohl sie offenbar keine ausreichenden Parteiabgaben leistete und dazu noch Kohle für Kaffekränzchen bei der RAG einstrich.

Nur so ist zu erklären, dass Umweltminister Eckhard Uhlenberg die Öffentlichkeit mit frisierten Daten zur Giftbelastung täuschte, dieses Vergehen von einem Gericht bestätigt bekam und trotzdem behauptet, dem wäre nicht so.

Nur so ist zu erklären, dass unter Uhlenberg eine bizarre Hexenjagd auf einen ehemaligen Abteilungsleiter losgetreten werden konnte mit absurden Korruptionsvorwürfen.

Nur so ist zu erklären, dass Roswitha Müller-Piepenkötter Justizministerin bleiben konnte, obwohl unter ihrer Herrschaft Leute in Gefängnissen zu Tode gefoltert wurden.

Die Reihe lässt sich fortsetzen. Der einzige der zurücktrat, war Oliver Wittke, der CDU-Chef aus dem Ruhrgebiet. Er war zu schnell gefahren. Eine Petitesse. Aber er wusste, was sich gehört. Vielleicht hat er sich deswegen auch aus dem Umfeld von Rüttgers davon gemacht.

Die CDU versucht nun die verkauften Gespräche als Missverständnis zu überspielen.

„Unternehmen, Verbände und Vereine präsentieren sich auf Parteitagen der verschiedenen Parteien seit vielen Jahren. Dies steht in vollem Einklang mit den strengen Regeln des Parteiengesetzes. Die besagten Schreiben von Mitarbeitern der CDU-Landesgeschäftsstelle erwecken an einigen Stellen allerdings einen falschen Eindruck. Ebenso ist der Sprachgebrauch in einigen Punkten falsch. Der Generalsekretär bedauert, wenn mit diesen Schreiben ein falscher Eindruck entstanden ist.

Die Miete für die Stände auf dem Landesparteitag orientiert sich ausschließlich an deren Größe. Im Anschluss an den Landesparteitag gibt es ein Zusammentreffen als Dankeschön für alle Aussteller. Dieses Zusammentreffen richtet sich auch an alle karitativen und gemeinnützigen Aussteller. Selbstverständlich sind auf diesem Empfang auch Repräsentanten der CDU NRW anwesend. Es gibt während des gesamten Parteitags für alle Aussteller die Gelegenheit zum Dialog mit den Parteitagsteilnehmern. Als Volkspartei ist uns dieser Austausch mit Vereinen, Verbänden und Unternehmen sehr wichtig.“

Wie immer, wenn ein Skandal über die Regierung Rüttgers schwappt, wird auch diesmal vernebelt, vertuscht, weggeduckt und geleugnet. Niemand, erst recht nicht Rüttgers, scheint zu seinen Taten zu stehen und Verantwortung zu übernehmen.

Gestern habe ich mit drei Freunden lange zusammen gesessen. Wir haben über die Wahlen geredet, Keiner von uns hatte in der letzten Wahl rot oder grün gewählt. Zwei haben gar nicht gewählt, einer aus Enttäuschung eine Splitterpartei und einer die CDU.

Gestern haben wir dagesessen und drei haben gesagt, sie werden wieder rot-grün wählen. Eine spürbare Wechselstimmung kommt auf. Ähnlich der Stimmung im Frühjahr 2005.

Es kann knapp werden für Rüttgers am 9. Mai bei den NRW-Landtagswahlen.

Verdammt knapp.

Das Foto oben stammt von Rüttgers Wahlkampf-Home-Page

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25 Kommentare zu “Miet-Rüttgers (CDU) ohne moralische Orientierung. Kohle für Gespräche

  • #1
    gravis

    Wer glaubt denn auch, dass ein Brief, der an die Allianz, DHL, UPS usw. geschickt wird, nicht vorher mit dem Pressesprecher, dem Gerneralsekretär oder sogar mit dem Landesvorsitzenden abgesprochen wir? Mal wieder war es ein unbekannter Mitarbeiter. Vielleicht muss er jetzt auch gehen, wie einige seiner Kolleginnen und Kollegen in der CDU-Zentrale.

  • #2
    Abnick Grabotki

    Jeder Wahl Laie !!! Informationen gibt es an jedem Kiosk für weniger als 1 € oder in Farbe frei Haus. Politisch interessierte sind immer in der Minderzahl!!

  • Pingback: Rent a Rüttgers: Wie die CDU NRW die Landesregierung verkauft… » Pottblog

  • #4
    Johann Wolfgang Schoop

    Um nur an einem Spendendinner mit Obama teilzunehmen, konnte man im US-Wahlkampf 2008 deutlich mehr bezahlen. Sitzplätze direkt neben dem Kandidaten kosteten ein Vielfaches eines Rüttgerstreffen.

    Ab einem gewissen Spendenbetrag kann man sich auch in Deutschland darauf verlassen, vom Parteivorsitzenden zurückgerufen zu werden. In jeder Partei (und der Betrag ist niedriger als man denkt)

    Wo genau ist der Skandal? So ist der Umgang doch viel ehrlicher als das deutsche Parteien sonst handhaben.

  • Pingback: Der Miet – Rüttgers | Weblog der NRWSPD

  • #6
    Angelika

    @Johann Wolfgang Schoop
    „Um nur an einem Spendendinner mit Obama teilzunehmen, konnte man im US-Wahlkampf 2008 deutlich mehr bezahlen. Sitzplätze direkt neben dem Kandidaten kosteten ein Vielfaches eines Rüttgerstreffen…“ (siehe Ihr Kommentar, Herr Schoop)

    Mir reicht schon diese ‚Restaurant‘-Kette (wo es diese pappigen Semmeldinger mit Flachfrikadellen gibt – bäh!). Allein das ist schon Amerikanisierung genug. Aber da sind ja auch noch der Trend zum Zweitjob. Und es wurden in dt. Supermärkten auch schon (à la U.S.A) Einpackhilfen (klar, gegen Trinkgeld) gesichtet. „We are on war“ (Afghanistan – Demnächst Iran?) – klar, wir machen alles wie Uncle Sam. Wir sind Abziehbilder. Wir werden konturenlos. Oder doch nicht? Kommt da noch was? „…Es kann knapp werden für Rüttgers am 9. Mai bei den Landtagswahlen…“ (s.o., Artikel)

  • #7
    Christian S.

    Um nur an einem Spendendinner mit Obama teilzunehmen, konnte man im US-Wahlkampf 2008 deutlich mehr bezahlen. Sitzplätze direkt neben dem Kandidaten kosteten ein Vielfaches eines Rüttgerstreffen.

    a. Wir sind nicht in den USA.
    b. Obama war Kandidat, Rüttgers ist Ministerpräsident.

    Ab einem gewissen Spendenbetrag kann man sich auch in Deutschland darauf verlassen, vom Parteivorsitzenden zurückgerufen zu werden. In jeder Partei (und der Betrag ist niedriger als man denkt)

    Steile These. Gibt’s auch Belege?

  • Pingback: Ministerpräsi zu vermieten | killefit.net

  • #9
    Jochen Hoff

    Wer in NRW grün wählt, kann auch gleich Rüttgers wählen. Die Grünen in NRW werden schwarz/grün über das Land bringen um auch im Bund das gleiche tun zu können.

  • #10
    David Schraven Beitragsautor

    Bild am Sonntag berichtet jetzt:

    «Selbstverständlich sind Gesprächstermine beim Ministerpräsidenten nicht käuflich», sagte Regierungssprecher Hans-Dieter Wichter der «Bild am Sonntag». Die Landespartei hat einen «Spiegel»-Bericht bestätigt, dem zufolge sie Sponsoren-Firmen angeboten hatte, gegen Zahlung von 6000 Euro am Rande des CDU-Landesparteitags im März ein Gespräch mit Rüttgers zu führen.

    Die «Bild am Sonntag» berichtete unter Berufung auf eine anonyme Quelle aus Rüttgers‘ Umfeld, diesem seien diese Angebote an Sponsoren bis Samstag unbekannt gewesen und er habe gegenüber CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst sehr verärgert reagiert.

  • #11
    David Schraven Beitragsautor

    es gleicht einem bekannten Muster: täuschen, vertuschen und die anderen sind schuld

  • #12
    David Schraven Beitragsautor

    jetzt hat der Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst zur Miet-Rüttgers-Debatte gesagt:

    „Ich bedauere ausdrücklich, dass hier ein falscher Eindruck entstanden ist und entschuldige mich dafür insbesondere bei dem Vorsitzenden der CDU Nordrhein-Westfalen Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.“

  • #13
    David Schraven Beitragsautor

    Und Jürgen Rüttgers läßt mitteilen, dass er mit der Miet-Rüttgers-Sache nichts zu tun hat. Schuld sind die anderen:

    Die Unterstellungen sind was mich betrifft absurd und völlig unzutreffend. Jeder im Land weiß, dass ich seit meiner Amtsübernahme viele tausend Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung getroffen und gesprochen habe. Mir liegt der Zusammenhalt in unserem Land sehr am Herzen.

    Ich habe die Briefe an die Sponsoren nicht gekannt. Als ich davon erfahren habe, habe ich den Generalsekretär angewiesen, dies sofort zu beenden.

    In der Vergangenheit hat es in diesem Zusammenhang keine „Einzelgespräche“ gegeben. Ich habe, wie bei anderen Parteien auch üblich, in Parteitagspausen Stände von Sozialverbänden, Vereinen und Firmen besucht und mich nach dem Parteitag bei den Ausstellern für ihre Teilnahme bedankt.

  • #14
  • #15
  • #16
    Angelika

    @Christian S.
    „Wüst scheint Narrenfreiheit zu haben…“ (Kommentar 14)

    Dieser Eindruck drängt sich in der Tat auf. Und so etwas ist ungünstig, besonders ungünstig allerdings in einem Wahljahr.

  • #17
    Barbara Underberg

    Lustige Vorstellung, dass der General an Rüttgers vorbei dessen Zeit an den Meistbietenden verkauft. Wer soll das denn glauben? Eure Scheinheiligkeit Jürgen I hält doch sicher gern Hof, wenn es sich rechnet.

  • #18
    genova

    Hoffentlich kommt das Thema groß raus. Es wäre jedenfalls möglich: Tausende von Euro, damit man bei Rüttgers am Tisch sitzen darf, dieses feudale Verhalten kann man doch medial ganz gut rüberbringen. Und dass Rüttgers nicht gewusst haben will, warum genau DER an seinem Tisch sitzt, nun ja…

  • #19
  • Pingback: Aus für Wüst « Ruhrbarone

  • #21
  • #22
    David Schraven Beitragsautor

    Ich habs echt vergessen, das war die Tierschutzpartei oder sowas oder die Yogaflieger. Irgendein Bullshit eben. Der Kollege wusste das selbst nicht mehr. 🙂

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  • #25
    Okos

    Hallo Herr Rüttgers,
    hoffentlich halten sie sich bald aus der Politik aussen vor
    sie sind nur noch peinlich

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