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Nach FAZ-Bericht: So bewirbt Maklerin Marita Hetmeier das „Getto-Nordstadt“

het_Immo

In einem Gespräch mit der FAZ, dieses Blog berichtete darüber, zeichnete die ehemalige SPD-Politikerin und aktive Maklerin ein düsteres Bild der Nordstadt. Von einem Getto war die Rede, von Armut, die Armut anzieht und davon, dass die Nordstadt kurz vor dem Exodus steht:

Wenn sich mehr Roma in der Nordstadt ansiedelten, werde das Viertel irgendwann kippen, fürchtet die SPD-Frau: „Die werden hier gettoisiert.“

Auch nach Veröffentlichung des düsteren Szenarios ist Marita Hetmeier von dem Artikel in Gänze angetan. Auf ihrer Facebook-Seite schreibt sie:

het_FB

Nicht ganz zum Weltuntergangsszenario passt allerdings, wie Marita Hetmeiers Maklerunternehmen eine Wohnung in der Nordstadt auf Immoscout anpreist

Die Wohnung liegt innenstadtnah und sehr zentral in der Braunschweiger Straße in Dortmund. Die Braunschweiger Straße ist eine ruhige Seitenstraße in der Dortmunder Nordstadt. Die Dortmunder Nordstadt ist ein Szeneviertel mit multikultureller Einwohnerschaft. Das Viertel durch viele Künstler, Studenten und junge Leute sehr lebendig. Die Lage ist verkehrstechnisch optimal angebunden. Die Infrastruktur ist hervorragend. Schulen, Geschäfte, Einzelhandel etc. sind jeweils fußläufig erreichbar. Sie können zu Fuß in einer Viertelstunde zum Konzerthaus laufen!

Nun können wir uns alle aussuchen, wem Maklerin Hetmeier nicht die Wahrheit sagt: Der FAZ oder ihren Klienten…

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4 Kommentare zu “Nach FAZ-Bericht: So bewirbt Maklerin Marita Hetmeier das „Getto-Nordstadt“

  • #1
    Ricardo

    Die Braunschweiger Straße ist vielleicht einer der Straßenzüge, in denen Frau Hetmeier auf „Gentrifizierung“ spekuliert. Siehe auch ihr Statement „Investieren in Problemvierteln“ unter:

    http://www.hetmeier-immobilien.de/Pressebox.html

  • #2
    Klaus Lohmann

    Natürlich geht es auch der Hetmeier nur um das möglichst ultralaute Getröte (siehe ihre „Tuten und Blasen“-Peinlichkeit zum Ende des Straßenstrichs) über angeblich unhaltbare Zustände, damit die Stadt weiter beim Land und in Brüssel den seit Jahrzehnten erprobten Fördermittel-Bückling macht und nach Ziel-2- nun weiter UrbanII-Kohle ranschafft. Dumm nur, dass sie nebenbei halt selbst anschaffen und mit ihren Immos Geld machen muss.

    Der Nordstadt-Immobilienmarkt – wie überall dort, wo ein noch „natürlicher“ Nachfragemarkt ängstlich auf eine großflächige Sanierung wartet – ist ein einziger Selbstbedienungsladen von Immohaien, Kleinkriminellen und gut vernetzten Ex-Lokalpolitikern mit ihren florierenden Gewerben geworden.

  • #3
    Meyer

    Frau Hetmeier ist es nie um eine verbesserte Situation für Prostituierte, ZuwanderInnen oder sonst wem gegangen. Frau Hetmeier betreibt Rassismus zugunsten ihrer Kapitalerträge.

  • #4
    b

    Ich fand schon gut, dass die Frau privat Maklerin ist und, bevor sie beleidigte Leberwurst gespielt hataus der Politik ausstieg, im Immobilienausschuss der Stadt saß. Schön war auch ihr selbstloses Engagement für das Subrosa, wo ihre aktive Unterstützung als Ratsmitglied darin lag, auf die Parteigezugehörigkeit der vermeintlich Verantwortlichen hinzuweisen und einzelne Personen in der Verwaltung öffentlich anzuprangern. Die Situation zu verschärfen und auf eine Verhärtung der Fronten hinzuarbeiten war in meinen Augen das unproduktivste was man in ihrer Position machen konnte. Ihren Eigennutz mit geheucheltem Interesse an den Problemen anderer zu bepinseln empfand ich als äußerst abstoßend, allerdings auch als exemplarisch für die SPD im Ruhrgebiet.

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