76

Waldorf-Kritik: Wenn das Licht ausgeht

In Glaube, Sitte, Heimat | Am 18 Februar 2010 | Von Stefan Laurin

hackenSeit Monaten wird bei uns immer wieder über Waldorfpädagogik und Anthroposophie gestritten. Unser Gastautor Valentin Hacken ist Vorstand der WaldorfSV, der bundesweiten Schülervertretung der Waldorfschulen,  Schüler der Freien Waldorfschule Offenburg und widerspricht in seinem Beitrag denThesen unseres Stamm-Gastautors Andreas Lichte.

Rudolf Steiner hat mit der Entwicklung der Anthroposophie und den daraus entstandenen Bewegungen in Wirtschaft, Kunst, Medizin, Pädagogik, Landwirtschaft und Forschung erstaunliches angestoßen. Nach knapp hundert Jahren sind viele Ansätze immer noch bemerkenswert aktuell, sind zeitlos, während andere als Kind ihrer Zeit heute keine Berechtigung, keinen Sinn mehr haben.

Die Waldorfschulbewegung verantwortet also einen Teil des „anthroposophischen Erbes“, den Teil, welcher die ersten Entwicklungen der Waldorfpädagogik enthält. Der allgemeine Diskurs über die Anthroposophie oder Steiner ist an den Waldorfschulen falsch aufgehoben, genauso wie bei den biologisch-dynamischen Landwirten oder den Eurythmisten, der Diskurs über Anthroposophie ist am besten bei genuin anthroposophischen Einrichtungen, etwa der Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung oder der Anthroposophischen Gesellschaft verortet.

Die Auseinandersetzung mit Rudolf Steiner ist allein schon wegen der Ausmaße seiner Gesamtausgabe, über 300 Bände, keine einfache Aufgabe. Um sich dabei nicht auf querlesende Kritiker oder interne Untersuchungen verlassen zu müssen, beauftragte die Anthroposophische Gesellschaft in den Niederlanden eine Kommission unter Leitung des international renommierten Menschenrechtsanwalts Th. A. van Baarda mit der Prüfung der Rassismusvorwürfe. Quantitativ handelt es sich in über 89.000 Seiten um 67 nach Bewertung der Kommission diskriminierende Aussagen. In der Analyse des Gesamtwerkes kam die Kommission zu der Ansicht, dass Rudolf Steiner definitiv keine rassistischen Ansichten vertrat; entsprechende Äußerungen Steiners gibt es zur genüge.

Die Freien Waldorfschulen haben mit der Stuttgarter Erklärung klargestellt, dass sie sich gegen jede Form von Rassismus und Nationalismus stellen, auch in dem Bewusstsein, dass heute Passagen aus Steiners Werk dem nicht mehr entsprechen. Damit ist die Forderung, die Waldorfschulen sollten sich von Rassismus in Steiners Werk lossagen, haltlos.

Herrn Lichtes Kniefall vor einzelnen Personen wie etwa Herrn Ravagli, den er zum „Chefideologen“ stilisiert, will ich mich nicht anschließen. Ich erlebe als Vorstand der WaldorfSV einen kritischen, offenen Dialog der gerade davon lebt, ohne Chefideologen auszukommen. Dabei sind auch neue Entwicklungen wie etwa die Waldorflehrerausbildung in Witten-Annen oder die Ansätze Rüdiger Iwans zu nennen.

In der Waldorfschulbewegung vollzieht sich derzeit ein spannender Prozess, die Waldorfschulen können bald auf hundert Jahre Geschichte und Tradition blicken, von der Gründung der ersten Schule, Schließung durch die Nationalsozialisten, Neugründung und weltweite Expansion. Wer sich in der Waldorfbewegung auskennt, sieht die derzeitigen intensiven Bemühungen um eine Erneuerung der Pädagogik an Stellen, an denen Traditionen geistesgegenwärtiges Handeln ersetzt haben, um ein neues Greifen und Prüfen der pädagogischen Grundsätze, um eine erneuerte Waldorfschule, die ihren hundertsten Geburtstag ganz auf der Höhe der Zeit feiern kann.

Andreas Lichtes Behauptung, die wichtigste und einzige Qualifikation eines Waldorflehrers bestünde darin, Rudolf Steiner bedingungslos zu verehren ist Quatsch, der sich mit der Wirklichkeit der deutschen Waldorfschulen nicht deckt. Ich beobachte ein sich immer stärker kritisch differenzierendes Verhältnis gegenüber Steiner. Im Übrigen erstaunt es mich immer, außerhalb der Waldorfschule mehr über Steiner sprechen zu müssen als in der Waldorfschulbewegung, hier werden Debatten lieber über Pädagogik, Methodik und Umsetzung geführt.

Genauso wenig richtig ist die Behauptung, Eltern an Waldorfschulen würden nicht über den anthroposophischen Hintergrund der Schule informiert. Diese Information ist kein Geheimnis und in allen Publikationen zu finden, an den Schulen zudem Thema vieler Elternabende, allein schon unter dem Aspekt, dass Pädagogen in der Schule nichts ausrichten können, was nicht zuhause gelebt wird.

Um der Reihe der Richtigstellungen gleich einen weiteren Punkt anzufügen, nein, Anthroposophie wird an der Waldorfschule nicht unterrichtet. Diesen Vorwurf aus Heften zu konstruieren, welche zeigen, dass Waldorfschülern in den ersten Jahren Sagen und Mythen, aber auch das alte Testament erzählt werden ist reichlich unoriginell.

Dass sich die Prüfungen für Waldorfschüler in einigen Bundesländern minimal von den Prüfungen der staatlichen Schulen unterscheiden ist richtig, von einem einfacheren „Lex Waldorf“ zu sprechen hingegen falsch. In Bundesländern mit Zentralabitur legen dies auch die Waldorfschüler ab. Teils werden einige Inhalte, z.B. in den Realschulprüfungen dem Lehrplan der Waldorfschule auf einem gleich komplexen Level angepasst, hierüber wachen die zuständigen Ministerien.

Doch Herr Lichte unterstellt den Waldorfeltern nicht nur, ihre Kinder durch einfachere Prüfungen zu schicken, sie seien vor allem hinter dem „Vorteil“ der „ausländerfreien Zone“ her. Davon abgesehen, dass eine „ausländerfreie Zone“ nicht nur als Wort ein Anschlag ist, ist sie selbstverständlich kein Vorteil. Es ist, mit Verlaub, auch albern einer internationalen Schulbewegung mit solchen Argumenten zu kommen. Die Waldorfschulen mühen sich aktiv auch verstärkt pädagogisch wirksame Angebote für Kinder mit Migrationshintergrund zu finden, ein Beispiel hierfür ist die interkulturelle Waldorfschule Mannheim.

Wo es an Fakten fehlt scheint auch das Erfinden offenbar nicht weit, der Spruch den Herr Lichte „den Waldorfschülern“ in den Mund legt, „Und reicht es nicht zum Straßenkehrer werd ich eben Waldorflehrer“ begegnet mir hier das erste mal, vermutlich wird er von der gesamten Schülerschaft vor dem Bundesschülerrat geheim gehalten.

Einen anderen Spruch, wenn auch nicht sehr vornehm, teilen sich Waldorfschüler und Schüler aller anderen Schulen, „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten!“

Wenn ich mich recht erinnere war es eine Sequenz des Films „Wie gut sind Waldorfschulen wirklich“ in dem eine Mutter berichtete, sie sei ganz entsetzt gewesen, was mit ihrem Kind geschieht, sie dachte das wäre eine „normale Schule“ nur mit ein bisschen Tanzen zusätzlich. Die Waldorfschulen wecken als stark idealistische, andersartige (doch gleichwertige) Einrichtungen immense Erwartungen welche in Mischung mit Unkenntnis erhebliche Falltiefe an Enttäuschung und Wut erzeugen können. Dem gilt es mit stärkerer Kommunikation pädagogischer Konzepte, aber auch mehr Verantwortung auf Seiten der Eltern entgegen zu wirken.

Als Schüler und Vorstand der WaldorfSV – Bundesschülerrat der Freien Waldorfschulen erwarte ich einen verantwortungsvollen Dialog zu Bildungsfragen mit fachkundigen Beteiligten. Bildungsfragen sind Freiheitsfragen, Waldorfpädagogik im Dialog mit den Erziehungswissenschaften ist für mich ein wichtiger Beitrag zu einer menschenwürdigen Pädagogik welche die Person mit all ihren Ebenen wahrnimmt.

Andreas Lichte disqualifiziert sich mit seinen Argumentationen, welche keiner Korrektur in einem Deutschunterricht standhalten würden für diese zukunftswichtige Aufgabe selbst.



76 Kommentare und 0 Ping(s) zu »Waldorf-Kritik: Wenn das Licht ausgeht«

  1. #51 | Andreas Lichte sagt am 4. April 2010 um 12:11

    @ Lukas Werner

    Sie schreiben: “Herr Lichte, (…) Es ist wirklich sehr traurig, dass Sie solch einen Hass gegen Rudolf Steiner und die Waldorfschulen hegen.”

    Ich habe Ihnen empfohlen, mit dem Waldorfschüler Ansgar Martins zu sprechen:

    Wollen Sie ihm auch “Hass gegen Rudolf Steiner und die Waldorfschulen” unterstellen?

    (Ihr psychobabble ist eine Zumutung)

  2. #52 | Andreas Lichte sagt am 4. April 2010 um 12:18

    @ Lukas Werner

    Sie schreiben: “Schon wieder haben Sie – ich hatte es schon fast geahnt – ein schlaues Zitat aus der Trickkiste gegriffen.”

    Das ist keine Trickkiste: das ist das, was Rudolf Steiner WIRKLICH gesagt hat. Und ich gebe Ihnen die exakte Quelle an, liefere Ihnen den Kontext.

    Das, was Sie in der Waldorfschule zu hören bekommen, sind nur die üblichen, beschönigenden Allgemeinplätze. Dazu habe ich mit Ansgar Martins, Waldorfschüler, ausgetauscht, siehe:

    http://www.ruhrbarone.de/rudolf-steiners-rassenlehre/comment-page-2/#comment-43470

    ……………………………………………….

    Von: Andreas Lichte
    Datum: 4. Februar 2010 10:58:02 MEZ
    An: Ansgar Martins
    Betreff: Re: “Und was sollte passieren?”

    Hallo Ansgar,

    (…)

    Dann gibt’s ja noch die everlasting-question: was hat Steiner an POSITIVEM zu bieten?

    .

    Es funktioniert doch immer nach dem Schema (hier an Ravagli erläutert):

    - Allgemeinplatz, oft auch eine freie Inhaltsangabe [Steiners] (“Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit”)

    - du liest 3 Zeilen im Original-Text [Steiners] weiter, und Ahriman taucht das erste Mal auf

    - 2 Seiten später, denkt man, man ist in einem wahnsinnigen Traum

    - und am Ende bekommen die Weissen in Amerika längere Arme, als Verindianisierung (meine Wortschöpfung)

    .

    Alles, was an “Positivem” bleibt, ist der Allgemeinplatz … super!

    ……………………………………………….

    Man könnte Ravaglis “Allgemeinplatz” auch zu Recht als Lüge bezeichnen, weil er den Sinn des Steiner-Vortrages ins Gegenteil verkehrt.

    So wie es der Bund der Freien Waldorfschulen ganz allgemein mit seiner “Auslegung” Steiners tut.

  3. #53 | Andreas Lichte sagt am 4. April 2010 um 12:25

    @ Lukas Werner

    Sie schreiben: “Es ist mir schleierhaft, wie Sie sich herausnehmen, Rudolf Steiner und viel mehr noch die Waldorfschulen als rassistisch zu bezeichnen, obwohl eine unabhängige Prüfstelle dies als falsch belegt hat.”

    ¿ welche “unabhängige Prüfstelle” soll das gewesen sein ?

    Die einzige “unabhängige Prüfstelle”, die sich mit Steiner beschäftigt hat, HAT festgestellt, dass Steiner ein Rassist ist:

    Die Entscheidung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) zu Rudolf Steiner, „Geisteswissenschaftliche Menschenkunde“, Zitat:

    “Nach § 18 Abs. 1 S. 2 JuSchG sind Medien jugendgefährdend, wenn sie unsittlich sind, verrohend wirken, zu Gewalttätigkeit, Verbrechen oder Rassenhass anreizen.

    Der Inhalt des Buches [„Geisteswissenschaftliche Menschenkunde“] ist nach Ansicht des 12er-Gremiums in Teilen als zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen.

    Der Begriff der zum Rassenhass anreizenden Medien konkretisiert das allgemeine verfassungsrechtliche Diskriminierungsverbot des Art. 3 Abs. 3 Satz 1 GG. Mithin ist der Begriff „Rasse“ weit auszulegen. Zum Rassenhass anreizende Träger- und Telemedien sind solche, die geeignet sind, eine gesteigerte, über die bloße Ablehnung oder Verachtung hinausgehende feindselige Haltung gegen eine durch ihre Nationalität, Religion oder ihr Volkstum bestimmte Gruppe zu erzeugen, welche zugleich bei Kindern und Jugendlichen einen geistigen Nährboden für die Bereitschaft zu Exzessen gegenüber diesen Gruppen schafft (Nikles, Roll, Spürck, Umbach; Jugendschutzrecht, 2. Auflage; § 18 Rn. 5). Ein Medium reizt mithin zum Rassenhass an, d.h. stellt Rassenhass als nachahmenswert dar, wenn darin Menschen wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer anderen Rasse, Nation, Glaubensgemeinschaft o.ä. als minderwertig und verächtlich dargestellt oder diskriminiert werden (Ukrow, Jugendschutzrecht, Rn. 284). Auch wenn ein Medium nicht direkt zum Rassenhass anreizt oder aufstachelt, fällt es dennoch unter § 18 Abs. 1 S. 1 JuSchG, wenn es das namentlich aus Art. 3 und 4 GG ersichtliche Toleranzgebot der Verfassung z.B. dadurch verletzt, dass es Kinder und Jugendliche dazu verleitet, andere zu missachten, die eine andere Hautfarbe, einen anderen Glauben und eine andere Weltanschauung haben (Ukrow; a.a.O.; Rn. 284).

    Nach Auffassung des Gremiums finden sich im Achtzehnten Vortrag vom 3.5.1909 (S. 277-294) Textpassagen, die aus heutiger Sicht als Rassen diskriminierend einzustufen sind, weil der Autor darin Menschen verschiedener ethnischer Herkunft aufgrund körperlicher Merkmale in unterschiedliche Wertungsstufen einteilt. Dort wird u.a. ausgeführt:

    Was wäre nun geschehen, wenn nun keine Veränderung innerhalb der Erdentwickelung eingetreten wäre? Dann hätten überhaupt die besten der Seelen der polarischen Länder nicht hineinsteigen können in eine physische Körperlichkeit. Und auf der anderen Seite wäre sozusagen die Bevölkerung um den Äquator herum mehr oder weniger dem Untergange verfallen. Weil sie zu früh in eine physische Leiblichkeit hinuntergestiegen war, verfiel sie ja gerade in jene Laster und Untugenden, die zum Untergange von Lemurien geführt haben. Und die Folge war, dass der beste Teil der Bevölkerung auswanderte in jene Gegenden, die zwischen dem Äquator und den nördlichen Ländern lagen. Denn in den lemurischen Zeiten haben wir die zukunftssichersten Glieder der Menschheit in den Zwischenländern zwischen dem Äquator und dem Nordpol. Gerade am besten entwickelten sich die Menschenleiber, die dann wieder Träger werden konnten der besten Menschenseelen, in jenen Gegenden der alten Atlantis, die in der heute sogenannten gemäßigten Zone lagen. (S. 283)

    Diejenigen Völker, bei denen der Ich-Trieb zu stark entwickelt war und von innen heraus den ganzen Menschen durchdrang und ihm die Ichheit, die Egoität aufprägte, die wanderten allmählich nach Westen, und das wurde die Bevölkerung, die in ihren letzten Resten auftritt als die indianische Bevölkerung Amerikas. Die Menschen, welche ihr Ich-Gefühl zu gering ausgebildet hatten, wanderten nach dem Osten, und die übriggebliebenen Reste von diesen Menschen sind die nachherige Negerbevölkerung Afrikas geworden. Bis in die körperlichen Eigenschaften hinein tritt das zutage, wenn man die Dinge wirklich geisteswissenschaftlich betrachtet. Wenn der Mensch sein Inneres ganz ausprägt in seiner Physiognomie, in seiner Körperoberfläche, dann durchdringt das gleichsam mit der Farbe der Innerlichkeit sein Äußeres. Die Farbe der Egoität ist aber die rote, die kupferrote oder auch die gelblichbraune Farbe. Daher kann tatsächlich eine zu starke Egoität, die von irgendeinem gekränkten Ehrgefühl herrührt, auch heute noch den Menschen von innen heraus sozusagen gelb vor Ärger machen. Das sind Erscheinungen, die durchaus miteinander zusammenhängen: die Kupferfarbe derjenigen Völker, die nach Westen hinübergewandert waren, und das Gelb bei dem Menschen, dem die „Galle überläuft“, wie man sagt, dessen Inneres sich daher bis in seine Haut ausprägt. Diejenigen Menschen aber, die ihre Ich-Wesenheit zu schwach entwickelt hatten, die den Sonneneinwirkungen zu sehr ausgesetzt waren, sie waren wie Pflanzen: sie setzten unter ihrer Haut zuviel kohlenstoffartige Bestandteile ab und wurden schwarz. Daher sind die Neger schwarz. – So haben wir auf der einen Seite östlich von Atlantis in der schwarzen Negerbevölkerung, auf der andern Seite westlich von Atlantis in den kupferroten Völkern Überreste von solchen Menschen, die nicht in einem normalen Maße das Ich-Gefühl entwickelt hatten. Mit den Normalmenschen war am meisten zu machen. Sie wurden daher auch dazu ausersehen, von dem bekannten Orte in Asien aus die verschiedenen anderen Gebiete zu durchsetzen. (S. 286)

    Diejenigen, die nach dem Osten hinüberwanderten und die schwarze Bevölkerung wurden, waren stark beeinflussbar durch die Außenwelt, besonders für die Sonnenwirkung, gerade weil sie ein geringes Ich-Gefühl hatten. Nun aber wanderten in dieselben Gegenden, wenigstens in dieser Richtung, Völkerschaften, die ein starkes Ich-Gefühl hatten. Das ist eine Bevölkerung, die sozusagen die östliche Richtung der westlichen vorgezogen hat. Diese hat gemildert die kupferrote Farbe, welche sie bekommen hätte, wenn sie nach Westen gezogen wäre. Und aus ihr entsprang jene Bevölkerung, die ein starkes Ich-Gefühl hatte, das sich die Waagschale hielt mit dem Hingegebensein an die Außenwelt. Das ist die Bevölkerung Europas, von der wir im letzten öffentlichen Vortrag sagen konnten, dass das starke Persönlichkeitsgefühl von Anfang an bei ihr das Wesentliche war. (S. 287)

    Sehen Sie sich diese Farben an, von den Negern angefangen bis zu der gelben Bevölkerung hin, die in Asien zu finden ist. Daher haben Sie dort Leiber, die wiederum Hüllen der verschiedensten Seelen sind, von der ganz passiven Negerseele angefangen, die völlig der Umgebung, der äußeren Physis hingegeben ist, bis zu den anderen Stufen der passiven Seelen in den verschiedensten Gegenden Asiens. (…) So dass wir im Grunde genommen zwei Gruppen von Bevölkerungen haben, welche die verschiedenen Mischungsverhältnisse darstellen: auf europäischem Boden die einen, welche den Grundstock der weißen Bevölkerung bildeten, die das Persönlichkeitsgefühl am stärksten ausgebildet hatten, aber sich nicht dort hinwandten, wo das Persönlichkeitsgefühl den ganzen Leib durchdrang, sondern wo das Ich-Gefühl sich mehr verinnerlichte. Daher haben Sie in Westasien, zum Teil auch in den älteren Zeiten in Nordafrika und in den europäischen Gegenden eine Bevölkerung, die innerlich ein starkes Ich-Gefühl hat, aber äußerlich im Grunde genommen wenig sich verliert an die Umgebung, die innerlich starke und gefestigte Naturen sind, aber diesen inneren Charakter nicht der äußeren Leiblichkeit aufgeprägt haben. Dagegen haben wir in Asien Bevölkerungen, die passive, hingebende Naturen sind, bei denen gerade das Passive im höheren Grade zum Ausdruck kommt. (S. 288)

    Wenn wir jetzt in die Zeiten zurückschauen, können wir sagen: Daran, dass gewisse Bevölkerungsteile der Erde nicht die Möglichkeit gefunden haben, richtig mit der Erdentwickelung Schritt zu halten in der Herausentwickelung ihres Ichs, daran können wir uns die Lehre nehmen, wie viel verfehlt werden kann in bezug auf die Entwickelung des höheren Ichs aus dem niederen Ich. (S. 291)

    Da gab es zum Beispiel in der alten Atlantis Völker, die dann zu Indianern geworden sind, die sich sozusagen verloren haben von der Erdenbevölkerung. (…) Und sie haben dieses Ich so stark entwickelt, dass es bei ihnen bis in die Hautfarbe gegangen ist: sie wurden eben kupferrot. Sie haben sich in der Dekadenz entwickelt. (S. 291/292)

    Das andere Extrem waren die, welche da sagten: Ach, das Ich ist nichts wert! Das Ich muss sich selber ganz verlieren, muss ganz und gar aufgehen, muss sich alles sagen lassen von außen! – In Wirklichkeit haben sie es nicht gesagt, denn sie reflektierten ja nicht so. Aber das sind die, welche so ihr Ich verleugnet haben, dass sie schwarz davon wurden, weil die äußeren Kräfte, die von der Sonne auf die Erde kommen, sie eben schwarz machten. Nur diejenigen, welche imstande waren, die Balance zu halten in bezug auf ihr Ich, das waren die, welche sich in die Zukunft hinein entwickeln konnten. (S. 292)

    Da gab es auch schon diese drei Teile unter den Menschen: Die einen, die ihr Ich wirklich entwickeln wollten, Neues und immer Neues aufnahmen und dadurch wirklich zu Trägern der nachatlantischen Kultur wurden. Es gab die anderen, die ihren Gottmenschen nur aus sich sprechen lassen wollten, und ihr Ich durchdrang sie mit der kupferroten Farbe. Und die dritten, welche nur nach außen hin den Sinn wandten, und dieser Teil wurde schwarz. (S. 294)”

  4. #54 | Lukas Werner sagt am 4. April 2010 um 16:28

    @ Andreas Lichte

    Noch einmal möchte ich betonen, dass ich kein Steiner Anhänger bin, sondern überzeugter Waldorfschüler.
    Das heißt, ich habe mich nur in geringem Maße mit Steiner und seinen Schriften beschäftigt und bin deshalb kein Experte. Ich behaupte deshalb auch in keinem Fall, dass ich mit allem übereinstimme mit Steiner.

    Mich wurmt nur, dass Sie auch behaupten die Waldorfschulen würden mit allen Ansichten Steiners übereinstimmen und dass Steiner in allen Punkten gefährliche, mindestens falsche Ansichten hatte. Sie verrennen sich in einer gefährlichen Falle, nämlich der der Verallgemeinerung.

    Können Sie auch gute Seiten mindestens an der Waldorfpädagogik bzw. der Waldorfschule sehen? Das ist für mich eine zentrale Frage, die ich Ihnen jetzt stelle. Wenn nicht, bedanke ich mich für die nette Diskussion und sag tschüss.

    Ganz ehrlich, es mag viele geben, die nichts mit Waldorfschule anfangen können. Steiner lassen wir einfach mal raus. Aber es gibt auch sehr viel, die mit der Waldorfpädagogik sehr zufrieden sind.

    Doch Sie versuchen durch mehrer Aktionen denen zu schaden, indem Sie zum Beispiel dafür sorgen wollten, dass an den Waldorfschulen kein Abitur gemacht werden kann. Passen Sie auf, dass Sie sich nicht vom vermeintlichen Beschützer der Welt vor der bösen Waldorfpädagogik schließlich zum Bösen selber entwickeln, der anderen Menschen versucht Ihr im Grundgesetzt verankertes Recht nach freier Meinung und freier Glaubensausübung. Ich muss ganz ehrlich einmal sagen, dass Ihre ganzen Hassschriften und Aktionen, andere Menschen in Ihrer Persönlichkeitsentfaltung stört.

    Wie schon mehrfach betont, es gibt Vor- und Nachteile an der Waldorfschule. Zum Schluss aber noch mal meine zentrale Frage: Sehen Sie alles an der Waldorfschule als falsch und gefährlich an? Oder gibt es auch in Ihrem Bild, positive Seiten? Vergessen Sie nicht, zu einer kritischen Auseinandersetzung gehört auch Positives zu sehen?

  5. #55 | Andreas Lichte sagt am 4. April 2010 um 17:22

    @ Lukas Werner

    Sie schreiben: “Steiner lassen wir einfach mal raus.”

    WOW! Das ist ja der kurioseste Abschied, den ich bisher hatte! Gratulation!

    Waldorfschule ohne Steiner … siehe meinen Artikel:

    “Waldorfschule: Vorsicht Steiner”

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/

  6. #56 | Lukas Werner sagt am 4. April 2010 um 18:09

    Wie geschickt Sie es schaffen, Argumenten auszuweichen. Ja Steiner lassern wir jetzt mal raus, denn Waldorfschulen sind zwar sehr von Steiners Ansätzen geprägt, aber genau diese Ansätze werden, wie ich jetzt bereits zum 3 mal betone von führenden Wissenschaftlern als sehr erfolgreich und wichtig für die Schule beschrieben. Ihre tollen Zitate die Sie immer so schnell in petto haben, haben zum größten Teil überhaupt nichts mit Waldorfschule zu tun haben. Steiner hat sie vor sehr sehr langer Zeit geschrieben. Die Meinung und Ansichten die Steiner darin äußert, werden nicht von den Waldorfschulen geteilt. Waldorfschule gut zu finden ist nicht gleich äquivalent alle von Steiners Ansichten zu teilen. Traurig, dass Sie das immer noch nicht verstanden haben. Sie haben zwar recht, dass Waldorfschule ohne Steiner paradox ist, das heißt aber noch lange nicht dass die Waldorfschulen Steiners Meinung verkörpern und nicht auch die kritischen Passagen ablehnen. Deshalb sollte Steiner erst einmal beiseite gelassen werden. Vielleicht sollten Sie einfach mal den Blick in die Realität an den Waldorfschulen wagen, anstatt sich immer nur in Ihren schrecklichen Steiner-Zitaten vergraben.

    Ich frage Sie noch einmal: Sehen Sie auch Positives an der Waldorfschule? Oder können Sie sich nicht die Blöße geben, auch mal ehrlich diese Antwort zu beantworten.

  7. #57 | Andreas Lichte sagt am 4. April 2010 um 18:47

    @ Lukas Werner

    Sie schreiben: “Vielleicht sollten Sie einfach mal den Blick in die Realität an den Waldorfschulen wagen, anstatt sich immer nur in Ihren schrecklichen Steiner-Zitaten vergraben.”

    Warum meinen Sie, habe ich nach IHRER Schule gefragt? Weil ich dort einen Informanten habe. Der bestätigt mir, dass an der Dortmunder Waldorfschule Steiner in Reinkultur gepflegt wird.

    Und ich kenne verschiedene andere Waldorfschulen aus eigener Erfahrung, besser als Sie: wissen Sie, wie hinter verschlossenen Türen – im Lehrerzimmer – über die Schüler geredet wird? Ich schon …

  8. #58 | Andreas Lichte sagt am 4. April 2010 um 18:47

    @ Lukas Werner

    Sie schreiben: “Die Meinung und Ansichten die Steiner darin [in der 354 bändigen Rudolf Steiner Gesamtausgabe] äußert, werden nicht von den Waldorfschulen geteilt.”

    Erklären Sie das mal Ihrer Schule und dem Bund der Freien Waldorfschulen … aber vorher LESEN Sie bitte Steiner, damit Sie wissen, worüber Sie reden:

    Das Indizierungsverfahren der BPjM zu Rudolf Steiners Rassismus war FÜR Sie, siehe:

    http://www.ruhrbarone.de/rudolf-steiners-rassenlehre/comment-page-1/#comment-42517

    “(…) Das BPjM-Verfahren hatte für mich auch die Funktion, Waldorfschüler dazu zu bringen, Steiner wirklich zu lesen: Nichts ist so attraktiv, wie das Verbotene (…)”

  9. #59 | Lukas Werner sagt am 4. April 2010 um 19:17

    Es ist wirklich eine Unglaublichkeit, dass Sie es immer noch nicht geschafft haben, auf meine Frage zu antworten.

    In was für einer surrealen Wirklichkeit leben Sie eigentlich. ,,Weil ich dort einen Informanten habe.“ Sie glauben wahrscheinlich, eine der größten Sektenverschwörungen der Welt zu entblößen. Vielleicht haben Sie etwas zu viele Krimi-Romane gelesen.
    Ich denke ich darf behaupten meine Schule und auch die Lehrer sehr gut zu kennen. Ich nehme öfters an den Lehrerkonferenzen teil, da mir das als Schulsprecher der Schule zusteht. Also entweder ich wurde einer geistigen Gehirnwäsche unterzogen oder ich habe es einfach nicht mitbekommen, wie alle, vor allem natürlich Steiners rassistische Äußerungen, als neues Evangelium gefeiert wird. Ich habe mich, nur mal zur Info, schon mit vielen Lehrern kritisch über Steiner unterhalten. Sie wollen es wohl einfach nicht einsehen.

    Ach ja, ich vergaß, Sie haben natürlich Ihren ,,Informanten“, der bis in die tiefsten Leichenkeller der Schule vorgedrungen ist. Darf ich fragen wer Ihr ,,Informant“ ist? Aber das dürfen Sie mir wahrscheinlich nicht sagen, sonst wird der- oder diejenige ja im Keller unserer Schule Rudolf Steiner auf dem Altar geopfert.

    Stellen Sie mich als Lügner dar? Lassen Sie mich noch einmal versichern, ich bekomme sehr viel an meiner Schule mit.

    Ja ich weiß wie hinter verschlossenen Türen über Schüler geredet wird. Nämlich ganz normal, wie es jeder anständige Pädagoge tut (die es leider auf den staatlichen Schulen nur noch sehr selten gibt). Über 80% der Lehrer an unsere Schule sind von Haus aus keine Waldorflehrer, sondern sind erst zur Waldorfpädagogik gewechselt. Das heißt, Sie haben alle mindestens die Ausbildung die ein staatlicher Lehrer auch hat und dazu noch eine Sonderqualifizierung als Waldorflehrer. Viele haben sich entschieden Waldorflehrer zu werden, weil sie als Pädagogen arbeiten wollten und nicht als Wissenschaftsdozenten wie an den Gymnasien.

    Zum letzten mal, beantworten Sie meine Frage, sonst muss ich mich leider wirklich verabschieden. Ich gehen sonst davon aus, dass Sie es nicht schaffen in Ihrem Tunnelblick-Hass auf die Waldorfschulen, auch mal etwas gutes an den Schulen zu sehen. Mehr verlange ich ja gar nicht.

  10. #60 | Andreas Lichte sagt am 4. April 2010 um 22:31

    @ Lukas Werner

    hier mein Vorschlag:

    um Zeit zu sparen telefonieren wir … Sie schicken mir eine mail, via Stefan Laurin, Ruhrbarone – stefan.laurin(at)ruhrbarone.de -, und bekommen dann meine Telefonnummer.

    “Sonderqualifizierung als Waldorflehrer” ist ja wirklich niedlich … am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin”, nannte das ein Kommilitone “Gehirnwäsche”, lese:

    “Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand”

    http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm

  11. #61 | Lukas Werner sagt am 4. April 2010 um 23:07

    Tut mir leid, aber telefonieren werde ich mit Ihnen nicht. Aus unserem Kommentaraustausch ist mir klar geworden, dass Sie sich nicht objektiv mit dem Thema Rudolf Steiner und Waldorfschule beschäftigen können. Ich wüsste nicht, was daran ein Telefonat ändern würde.

    Ich wünsche Ihnen, dass Sie offensichtlich große Energie und Willenskraft in etwas anderes verwandeln können als in Hass gegen Waldorfschulen. Spielen Sie sich nicht als Beschützer der Nationen auf, vor etwas, vor dem keiner beschützt werden muss. Machen Sie vielleicht einfach mal etwas sinnvolles, wie Aktionen gegen Neonazis durchzuführen, wie sehr viele Schüler an unserer Schule, anstatt sich Ihre Leben durch den paranoiden Hass gegen etwas zu richten, dass nicht existiert (außer vielleicht in Ansätzen in Steiners Werken): Rassismus an der Waldorfschule.

    Ich beende an dieser Stelle diesen illustren Austausch da er meiner Meinung nach zu keinem Ergebnis führt. Ich kann nicht erlangen, dass Sie sich zu einer objektiven Behandlung des Themas einlassen und auch einmal den Schritt wagen, die andere Seite der Medaille zu betrachten. Machen Sie es gut und versuchen Sie es vielleicht wirklich Ihre Energie in etwas sinnvolleres zu investieren.

  12. #62 | Andreas Lichte sagt am 4. April 2010 um 23:27

    @ Lukas Werner

    Schade, dass Sie so allwissend sind … schon wissen, worüber ich mit Ihnen am Telefon geredet hätte. Falls Sie es sich noch anders überlegen, schicken Sie mir eine mail, via Stefan Laurin, Ruhrbarone: stefan.laurin(at)ruhrbarone.de

    Hinweis: neuer Artikel der Ruhrbarone zur Waldorfschule:

    http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschule-eine-soziale-frage/

    “Die Waldorfschule: Eine soziale Frage?”

    (…) Nach der Lektüre des Erziehungswissenschaftlers Prange und der anthroposophischen Autorität Veltman kann ich nur zu dem Schluss kommen – und dies auch in Hinblick auf meine eigenen Erfahrungen, als ich noch selber in der Waldorfbewegung aktiv war –, dass die soziale Umgebung einer Waldorfschule in keiner Weise Kindern die Grundlage bieten kann, eigenverantwortliche, soziale menschliche Wesen zu werden.”

  13. #63 | Arnold Voss sagt am 5. April 2010 um 04:57

    @ Lukas Werner

    Als Schulsprecher einer Waldorfschule erwartet ich, dass sie ihre Lehranstalt verteidigen. Dass sie dabei aber Rudolf Steiner außen vor lassen, irritiert mich schon. Das ist ungefähr so als wenn man die christliche Religion verteidigt ohne die Bibel zu kennen.

  14. #64 | Lukas Werner sagt am 5. April 2010 um 07:24

    @ Arnold Voss

    Genau dort besteht ja der Irrglaube! Rudolf Steiners Werke und Ansätze werden an der Schule nicht wie eine Bibel vereht! Steiner hat viel mehr Ansätze, Anstöße und Konzepte gegeben, die – schade dass man sich hier immer so oft wiederholen muss – die Waldorfschule zwar entscheident geprägt haben, aber auch weiterentwickelt oder sogar verworfen wurden. Auch Valentin Hacken greift dies in seinem Artikel auf.

    Ich muss mich leider aus Zeitmangel aus dieser netten Diskussion verabschieden!
    Tschüss!

  15. #65 | Arnold Voß sagt am 5. April 2010 um 11:05

    @ Lukas Werner

    Entweder sie kennen die Steinersche “Bibel” und sie können auf dieser Basis feststellen ob sie verehrt wird oder nicht. Oder sie kennen sie nicht, was sie ja gesagt haben, und dann können sie das leider gar nicht wissen, ob sie der Maßsstab des Unterrichts und der Pädagogik ist bzw. wie ernst sie heute noch genommen wird respektive ob sie weiterentwickelt und was an ihr verworfen wurde.

  16. #66 | Felix Alter sagt am 24. Mai 2010 um 12:38

    Also ich habe selten eine so oberflächliche Diskussion erlebt. Hier scheinen sich zwei LAger zu bilden die völlig aneinander vorbeidiskutieren. Wo ist hier überhaupt ein Vergleich????Wo der Sinn dieser Artikel? Egal ob Herr Lichte oder Herr Laurin, beide Seiten scheinen sich festgefahren zu haben im Niemandsland von scheinbaren Beweislagen, die nur bedingt mit der Realität zusammenhängen und eine Diversität vom Leben vehement verneinen. Besonders Herr Lichte argumentiert dermaßen einseitig, dass einem die Frage kommen könnte ob die “Argumentation” lediglich zur Diffamierung dient als für einen sinnvollen Diskurs. Die Welt entwickelt sich weiter, so auch Überlegungen und Theorien. Klar sind Waldorfschulen, die sich konservativ und werkgetreu auf Steiner beziehen fraglich, aber es gibt reichlich Schulen die Steiner nur als Ideengeber sehen. Man kann fleißig zwischen den Zeilen bei Steiner lesen und nicht nur negativ wie Sie es tun. Ich bin kein Anhänger der Waldorfschule, aber so eine verbohrte, einseitige Sicht, die ohne jegliche Reflexion erscheint habe ich selten gesehen. Mit Ihrer Art der Kritik sind Sie genauso, wie die Menschen die Sie kritisieren. Kurz zu dem Lehrer der seine Schüler zur Verteidigung der Waldorfschule auffordert. Gehts noch? Wenn ein Schüler eine Meinung hat, dann sollte er sie sagen dürfen!!!!!!!!! So meine Frage an Herrn Lichte: Welche alternative zur Waldorfschule, um mal einen sachlichen und möglicherweise diskursorientierten Austausch anzuregen, würden Sie empfehlen und warum?

  17. #67 | Andreas Lichte sagt am 24. Mai 2010 um 13:14

    @ Felix Alter

    Sie schreiben: “Man kann fleißig zwischen den Zeilen bei Steiner lesen und nicht nur negativ wie Sie es tun.”

    Na, dann lesen Sie mir doch mal vor, was hier “zwischen den Zeilen” steht:

    …………………………………………

    http://www.ruhrbarone.de/drei-grunde-fur-die-waldorfschule/

    „Drei Gründe für die Waldorfschule

    (…) Warum untergraben Waldorfschulen das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Masern bis 2010 in Europa auszurotten? Und warum werden Menschen dem Risiko einer Infektion mit einer schweren Krankheit ausgesetzt?

    (…) Anthroposophen – natürlich auch der anthroposophische Schularzt der Waldorfschulen – folgen Rudolf Steiner. Steiner begründet, warum die Masern eine Krankheit sind, die man durchmachen muss, so:

    Ein Mensch hat in seinem letzten Leben zu viel „gegrübelt“, was zu einer „Schwäche der Seele“ führt. Die Masern sind die „physisch-karmische Wirkung“ dieses Fehlverhaltens im letzten Leben. Die Masern macht man durch, „um organische Selbsterziehung zu üben“, „die Krankheit kann in einen geistigen Prozeß zurückverwandelt werden“ …

    Wer meint, dies sei aber eine völlig idiotische Zusammenfassung, der überzeuge sich selbst: Im „Anhang“ gibt es Steiners Karma-Masern-Quacksalberei im Original zu bestaunen (…)

    Anhang:

    Rudolf Steiner begründet, warum Masern eine Krankheit sind, die man durchmachen muss:

    „Nehmen wir an, im späteren Leben bekommt eine Persönlichkeit Masern, und wir suchen nach dem karmischen Zusammenhang dieses Falles. Wir finden dabei, daß dieser Masernfall aufgetreten ist als eine karmische Wirkung von solchen Vorgängen in einem vorangegangenen Leben, die wir etwa so beschreiben können: Die betreffende Individualität war in einem vorhergehenden Leben eine solche, die sich nicht gern um die äußere Welt bekümmert hat, sich nicht gerade im grob egoistischen Sinne, aber doch viel mit sich selber beschäftigt hat; eine Persönlichkeit also, die viel nachgeforscht hat, nachgedacht hat, aber nicht an den Tatsachen der äußeren Welt, sondern die im inneren Seelenleben geblieben ist. Sie finden auch heute sehr viele Menschen, welche glauben, daß sie durch In-sich-abgeschlossen-Sein, durch Grübeln und so weiter zur Lösung von Welträtseln kommen können. Bei der Persönlichkeit, die ich meine, handelte es sich darum, daß sie mit dem Leben so fertigzuwerden suchte, daß sie innerlich nachgrübelte, wie man sich in diesem oder jenem Falle verhalten soll. Die Schwäche der Seele, welche sich daraus ergeben hat im Verlaufe des Lebens, führte dazu, daß im Leben zwischen Tod und neuer Geburt Kräfte erzeugt wurden, welche den Organismus in verhältnismäßig später Lebenszeit noch einem Masernanfall aussetzten.

    Jetzt können wir uns fragen: Wir haben auf der einen Seite den Masernanfall, der die physisch-karmische Wirkung ist eines früheren Lebens. Wie ist es denn aber nun mit dem Seelenzustand? Denn das frühere Leben gibt ja als karmische Wirkung auch einen gewissen Seelenzustand. Dieser Seelenzustand stellt sich so dar, daß die betreffende Persönlichkeit in dem Leben, wo sie auch den Masernanfall hatte, immer wieder und wieder Selbsttäuschungen unterworfen war. Da haben Sie also die Selbsttäuschungen anzusehen als die seelisch-karmische Folge dieses früheren Lebens und den Eintritt der Masern als die physischkarmische Folge jenes Lebens.

    Nehmen wir nun an, dieser Persönlichkeit wäre es gelungen, bevor der Masernfall eintrat, etwas zu tun, um sich gründlich zu bessern, das heißt, um eine solche Stärke der Seele sich anzueignen, daß sie nicht mehr ausgesetzt wäre allen möglichen Selbsttäuschungen. Dann würde diese dadurch heranerzogene Seelenstärke dazu geführt haben, daß die Masernerkrankung hätte unterbleiben können, weil das, was im Organismus schon hervorgerufen war bei der Bildung dieser Organisation, seinen Ausgleich gefunden hätte durch die stärkeren Seelenkräfte, welche durch die Selbsterziehung herangezogen worden wären. Ich kann natürlich nicht ein halbes Jahr über diese Sachen reden; aber wenn Sie weit im Leben herumschauen und alle Einzelheiten, welche sich als Erfahrungen darbieten, von diesem hier gegebenen Ausgangspunkt aus betrachten würden, so würden Sie immer finden, daß das äußere Wissen voll bestätigen würde – bis in alle Einzelheiten -, was hier gesagt worden ist. Und was ich jetzt gesagt habe über eine Masernerkrankung, das kann zu Gesichtspunkten führen, die erklären, warum Masern gerade zu den gebräuchlichen Kinderkrankheiten gehören. Denn die Eigenschaften, die genannt worden sind, kommen in sehr vielen Leben vor. Insbesondere in gewissen Zeitperioden haben sie in vielen Leben grassiert. Und wenn dann eine solche Persönlichkeit ins Dasein tritt, wird sie so schnell wie möglich Korrektur üben wollen auf diesem Gebiet und in der Zeit zwischen der Geburt und dem gewöhnlichen Auftreten der Kinderkrankheiten, um organische Selbsterziehung zu üben, die Masern durchmachen; denn von einer seelischen Erziehung kann ja in der Regel in diesem Alter nicht die Rede sein.

    Daraus sehen Sie, daß wir wirklich davon sprechen können, daß die Krankheit in gewisser Beziehung wieder zurückverwandelt werden kann in einen geistigen Prozeß. Und das ist das ungeheuer Bedeutsame, daß wenn dieser Prozeß in die Seele als Lebensmaxime aufgenommen wird, er eine Anschauung erzeugt, die gesundend auf die Seele wirkt. In unserer Zeit braucht man sich nicht besonders zu wundern, daß man so wenig auf die Seelen wirken kann. Und wer die Zeit heute vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt aus durchschaut, der wird es begreifen, daß so viele Mediziner, so viele Ärzte Materialisten werden (…)“

    Rudolf Steiner, „Die Offenbarungen des Karma“, GA 120, FÜNFTER VORTRAG, Hamburg, 20. Mai 1910, S. 102ff

  18. #68 | Felix Alter sagt am 24. Mai 2010 um 17:59

    Beeindruckende Beweisführung, die zeigt, dass Sie meinen Beitrag mit unglaublichen 0% verstanden haben. ICh habe Ihnen eine deutliche Frage gestellt und Sie salbadern mit Ihrer polemischen Art und Weise weiter. Starke Leistung weiter so! Vielleicht antworten Sie auch auf Fragen anstatt nur mit Steiner Zitaten um sich zu werfen, haben Sie eine eigene Meinung? ICh meine einfach Zitate umherwerfen und darauf herumzuhacken scheint mir ein wenig oberflächlich, das kann jeder. ICh könnte auch Ihre scheinbaren Argumente nehmen und diese Zerpflücken, darum geht es aber nicht. Ich bin kein Vertreter der Waldorfpädagogik, ich möchte nur einen konstruktiven Diskurs erleben und nicht ein stupides Herumgehacke auf kaum noch praktizierten Überlegungen.
    Also ich bitte ich Sie Stellung zu nehmen und eine sinnvolle Alternative aufzuzeigen.
    Ich bin gespannt.

  19. #69 | Andreas Lichte sagt am 24. Mai 2010 um 18:20

    @ Felix Alter

    Sie schreiben: “… ich möchte nur einen konstruktiven Diskurs erleben und nicht ein stupides Herumgehacke auf kaum noch praktizierten Überlegungen.”

    “Kaum noch praktizierte Überlegungen” … das Zitat Rudolf Steiners zu den Masern ist die Begründung dafür, warum die Waldorfschulen Menschen dem Risiko einer potentiell tödlichen Erkrankung aussetzen. Merken Sie überhaupt noch was?

    Lesen Sie meine Artikel, dann wissen Sie was ich zu sagen habe:

    http://www.ruhrbarone.de/drei-grunde-fur-die-waldorfschule/

    „Drei Gründe für die Waldorfschule”

  20. #70 | Felix Alter sagt am 24. Mai 2010 um 19:52

    Jetzt wo Sie es sagen, ich erinnere mich neulich gehört zu haben, dass in Waldorfschulen in der 2.Klasse Zwangsinfektionen mit den Masern durchgeführt werden – nennt sich, glaube ich, erlebnisorientierte Rekonvaleszent! Merken SIE eigentlich noch was? Ich verbeuge mich und verabschiede mich aus dieser kurzen fruchtlosen Diskussion. Ich denke, und ich möchte Sie damit nicht angreifen, Sie haben sich in etwas grundlegend verirrt. Ich bin der Meinung die Waldorschule ist zu kritisieren und sicherlich nur eine der vielen Schulformen in unserem Bildungssystem, aber Ihre Argumentation halte ich für sehr bedürftig. Man kann die Überlegungen, und das gilt für beide Seiten Pro und Contra, eines Menschen aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts nicht einfach so ins jetzt übertragen. Man schreibt die Überlegungen Platons und Aristoteles auch nicht einfach eins zu eins um. Es sind metaphorische Bilder und Gedanken und diese muss man transportieren, anstatt sturr dem Wortlaut zu folgen.

  21. #71 | Andreas Lichte sagt am 24. Mai 2010 um 20:12

    @ Felix Alter

    Sie schreiben: “… ich erinnere mich neulich gehört zu haben, dass in Waldorfschulen in der 2.Klasse Zwangsinfektionen mit den Masern durchgeführt werden …”

    Fast. Ein Schweizer Ex-Waldorfschüler schreibt mir in einer e-mail:

    “Die meisten meiner Kindergarten- oder Schulkameraden hatten auch die »Kinderkrankheiten« und waren spärlich geimpft. Als »Epidemien« ausbrachen (z.B. Masern) liessen die Eltern meiner Erinnerungen nach ihre Kinder sogar miteinander weiterspielen, um »die Sache hinter sich zu bringen«…”

    Da wird noch weiter recherchiert. Steht noch nicht in meinem Artikel:

    http://www.ruhrbarone.de/drei-grunde-fur-die-waldorfschule/

    „Drei Gründe für die Waldorfschule”

  22. #72 | Felix Alter sagt am 24. Mai 2010 um 20:43

    Oh man, Sie meinen das doch jetzt nicht ernst? Impfen hat wenig mit der Waldorfeinstellung zu tun. Gehen Sie mal an eine Waldorfschule und machen Sie eine repräsentative Umfrage, damit hier auch mal was wissenschafltich fundiertes kommt. Ich erinnere mich an eine Panikmache im Winter zur Schweinegrippe. Also nicht alles ist tödlich und übertrieben wird ständig – wenn Sie glaubwürdig sein wollen müssen sie fundierter werden und sich nicht nur auf Hören-Sagen beziehen. Ich kann auch viel behaupten. Sie nehmen sich die Dinge die Ihnen passen und polemisieren auf eine beinahe schon humoristische Art und Weise ohne sie in einen historischen geschweige denn in einen gesellschaftlichen Kontext zu sehen. Ihre Argumentationen erinnert mich an Pippi Langstrumpf ….”machen uns die Welt [wiede] wie sie uns gefällt…”
    Noch eine Anmerkung zu meinem letzten Beitrag. Es war Ironie oder vielleicht schon Sarkasmus mit der Zwangsimpfung. Und ich möchte hier betonen, wie vorher, ich bin für Kritik, aber bitte fundiert und mit alternative. Meckern kann jeder.

  23. #73 | Andreas Lichte sagt am 24. Mai 2010 um 21:57

    @ Felix Alter

    Sie schreiben: “Impfen hat wenig mit der Waldorfeinstellung zu tun.”

    Davon können Sie die Gesundheitsbehörden überzeugen, die ich in meinem Artikel zitiere, sollten Sie vielleicht endlich einmal lesen, hier nur ein Beispiel:

    http://www.ruhrbarone.de/drei-grunde-fur-die-waldorfschule/

    „Drei Gründe für die Waldorfschule

    (…) Im April 2010 lese ich von Masern in Mettmann, NRW. Als ich der Pressestelle des Kreisgesundheitsamtes sage, dass ich mich für den Masernausbruch interessiere, fragt man: „Wieso? Die Masern sind doch schon wieder vorbei.“ Ich sage: „Das mag sich vielleicht merkwürdig anhören, aber ich möchte wissen, ob eine Waldorfschule betroffen war.“ Am anderen Ende der Leitung macht es „aaah“, man weiss sofort Bescheid und sagt: „Dann ist es wohl am besten, wenn Sie Frau Kohnert zurückruft.“ Das tut Regina Kohnert, stellvertretende Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Mettmann, und bestätigt mir, dass alle Masernfälle in Waldorfschulen aufgetreten sind. Die Kinder hätten Kontakt zur Waldorfschule in Essen gehabt, auch dort gibt es die Masern …

    „Masern werden von Waldorfschule zu Waldorfschule übertragen …“, aber da sage ich Frau Kohnert wirklich nichts neues. J E D E R der mit Impfprävention zu tun hat, weiss das.

    So warnt Dr. Axel Iseke vom Gesundheitsamt Münster Ende April: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass es über die Waldorfschule auch in Münster zu einem größeren Masernausbruch kommt.“ Denn in Essen sind die Masern ja schon, und Zitat Presseerklärung Münster: „Familien aus dem Umfeld von Waldorfschulen seien häufig überregional vernetzt.“ (…)”

  24. #74 | Paul sagt am 11. Juli 2010 um 12:21

    @Valentin Hacken: guter Beitrag.

  25. #75 | Andreas Lichte sagt am 11. Juli 2010 um 12:39

    @ Paul

    http://www.ruhrbarone.de/drei-grunde-fur-die-waldorfschule/comment-page-1/#comment-51981

    Willkommen im Wettbewerb um den tiefsten Ausschlag der Nach-Unten-Offenen-Rudolf-Steiner-Skala !

    Es gibt natürlich viel Konkurrenz, all die anonymen Anthroposophen, die Rudolf Steiner hochleben lassen, will ich gar nicht auflisten. Nur mal einige Top-Favoriten:

    - Valentin Hacken, Vorstand der WaldorfSV, schafft es, einen ganzen Artikel beim Bund der Freien Waldorfschulen abzuschreiben, und ist auch noch stolz darauf [siehe oben]

    - Harald Effenberg, “Waldorfprominenter”, im Waldorfzirkus aktiv, sieht überall Nazis, nur nicht in der Waldorfschule. Durchgeknallte Kommentare von Harald Effenberg hier: http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschule-eine-soziale-frage/

    - Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg … dazu sollte man vielleicht mal einen eigenen Artikel schreiben, hier nur die Skandale, in die er verwickelt ist: http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Detlef_Hardorp

  26. #76 | Andreas Lichte sagt am 11. Juli 2010 um 12:40

    Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg …:

    http://www.scienceblogs.de/weitergen/2009/01/rudolf-steiner-und-die-schrodingergleichung.php

    “Rudolf Steiner und die Schrödingergleichung

    (…) Wer hats erfunden? Die Anthroposophen!

    Ein weiteres Beispiel für Geschichtsklitterung findet sich bei den Anthroposophen. Deren Oberindianer Rudolf Steiner soll schon sechs Jahre vor Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) die nach ihm benannte Gleichung erfunden haben. Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg und Anthroposoph zur Rolle Rudolf Steiners als Wissenschaftler:

    »Bemerkenswert ist u.a., daß er (Steiner) in einem dieser Vorträge schon im Jahre 1920 eine Differentialgleichung für Lichtwirkungen entwickelte, die erst drei Jahre später von Erwin Schrödinger “neu” entdeckt wurde. Sie spielte als Grundlage der Quantenphysik in der modernen Naturwissenschaft eine nicht unbedeutende Rolle.« Hardorps Äußerungen stammen ursprünglich aus der Publikation “Rudolf Steiner and Schrödinger’s equation” von Detlef Hardorp and Ulrich Pinkall, in “Mathematisch-Physikalische Korrespondenz”, Nr. 201, Johanni 2000.

    Im Original liest sich das so:

    »Thus the third differential equation that Steiner writes down on the 12th of March in the year 1920 is not only “formally equivalent” to Schrödinger’s equation. Apart from the fact that the value of the constant is not specified as a number related to Planck’s constant, it is Schrödinger’s equation.«

    Der promovierte Physiker Andreas Krämer hat sich die Steiner-Publikation und deren Interpretation von Hardorp und Pinkall genauer angesehen. Das Fazit seiner Analyse: »Für den Physiker ist eine mathematische Formel ohne eine klare Beschreibung der enthaltenen Grössen keine Theorie. Nach meinem Verständnis der Grössen in der Steinerschen Formel (Kontext Wärmeleitung/Energieumsatz) wird daraus sogar eine falsche Theorie.«

    Beide, Pinkall und Hardorp haben zur Analyse von Andreas Krämer Stellung bezogen.

    Prof. Ulrich Pinkall, TU Berlin, rudert zurück:

    »Ich selbst habe auch ein etwas ungutes Gefühl dabei, das ganze Thema als Munition in Debatten um die Wissenschaftlichkeit der Waldorf-Pädagogik zu verwenden.«

    Dr. Detlef Hardorp schreibt in seiner Steiner-Verblendung:

    »[...] Das aber just Steiner eine Gleichung intuitiv an die Tafel schreibt, die einige Jahre später in der Physik zu den bedeutsamsten Gleichungen überhaupt werden wird, erscheint mir symptomatisch für Steiner zu sein. Denn das hat er doch in vielen Bereichen gemacht: von außen betrachtet stochert er unprofessionell in allen möglichen Gebieten herum, und trifft mit unverschämter Sicherheit immer wieder Goldadern, auch wenn er nicht den wissenschaftlichen Apparat bieten kann, mit dem das dann meist später von anderen wesentlich vollständiger gemacht wird.« (…)”

Einen Kommentar hinterlassen

Du hast die Kommentare zu diesem Beitrag abbonniert.

XHTML: Diese Tags sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>